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Krieg und Wahrheit / War and Truth, – eine Ergänzung

                                         (German / English)

Besetzung/Cast:

Student:innen aus Leipzig, Berlin und Oslo zu unserem Text und den Themata von „WAR REQUIEM,  Krieg und Wahrheit / War and Truth“ in unserer Grammatologischen Philosophischen Praxis GPP (Febr. 2026) in Wien. Eine präsentable Zusammenkunft mit Verstand und differenzierter Lektüreerfahrung.

Hier ihr/unser Paper – ein Versuch der prägnanten Einordnung, einer kurzgefaßten Erarbeitung, ein verdichteter Entwurf, der das Unsichtbare sichtbar werden läßt.

[[  P.s.: Unten Aufgeführtes entspricht nicht unbedingt in jedem Punkt unserer Auffassung und unserem Denken!  GK & ALH  ]]  

Krieg und Wahrheit.    Dekonstruktion und Unmöglichkeit der Eindeutigkeit.

Kaučić und Huber stellen die Frage nach der Möglichkeit von Wahrheit im Krieg radikal. Sie zeigen, daß jede Aussage, jede Interpretation im Kontext von Gewalt und Krieg das, was sie zu erfassen versucht, zugleich zerstört oder verfälscht.

Dies ist ein direkter Bezug auf Derridas Dekonstruktion, die die Untrennbarkeit von Signifikat (Bedeutung) und Signifikant (Ausdruck) betont.

Im Krieg wird diese Unmöglichkeit besonders deutlich – etwa in der Manipulation von Bildern, der Instrumentalisierung von Sprache oder der Fragmentierung von Erzählungen. Die Autor:innen fragen damit: Kann es im Krieg überhaupt eine „Wahrheit“ geben, oder ist jede Darstellung immer schon Teil des Konflikts selbst?

Dies berührt nicht unbedingt die Frage, besser die Sage des „Angriffskrieges“. Dieser wurde ganz klar und offen sichtbar von Putin-Rußland vom Zaun gebrochen. Ohne jede Not und Notwendigkeit. Eine Entscheidung „reiner“ Selbstermächtigung!

Requiem ohne Ritual.    Geräuschlose Trauer und philosophische Übung.

Das „War Requiem“ als geräuschlose, nicht-religiöse Praxis bricht bewußt mit traditionellen Formen des Gedenkens. Es ist weder an eine Konfession noch an kirchliche Rituale gebunden, sondern versteht sich als „Exercitatio pro defunctis“ – eine philosophische Übung für die Verstorbenen.

Diese Form des Gedenkens zielt darauf ab, den Tod und das Leid im Krieg jenseits von Pathos oder symbolischer Überhöhung zu bedenken. Die Abwesenheit von Klang und Ritual unterstreicht die Unfaßbarkeit des Krieges und die Notwendigkeit, Trauer und Erinnerung neu – und individuell – zu gestalten.

Zeit, Landschaft, Leib.    Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. 

Die Frage „Leben wir in derselben Zeit?“ verweist auf Derridas Überlegungen zur „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“.  

Während der Krieg für die einen Alltag ist, bleibt er für andere eine ferne Abstraktion. Landschaft und Leib werden in diesem Kontext zu Trägern von Wahrheit – etwa als Orte des Leidens, der Erinnerung oder der Verdrängung.

Gleichzeitig sind sie auch Orte der Unmöglichkeit. Der Leib kann Schmerz nicht übersetzen, die Landschaft trägt Spuren, die sich keiner eindeutigen Deutung fügen. Beide werden so zu Metaphern für die Unfaßbarkeit von Kriegserfahrung.

Fazit.    Eine Praxis der Unabgeschlossenheit.

Kaučić und Huber entwickeln mit „Krieg und Wahrheit“ keine Antworten, sondern eine Praxis der Auseinandersetzung. Ihr Ansatz betont die Notwendigkeit, im Angesicht des Krieges immer wieder neu zu fragen – und damit die Unabgeschlossenheit von Wahrheit, Trauer und Erinnerung anzuerkennen.

Abschließend einige zentrale Bezüge und Anknüpfungspunkte zu anderen philosophischen und künstlerischen Positionen, die Kaučić und Hubers „Krieg und Wahrheit“ spiegeln.

1. Giorgio Agamben.    Das Lager als Paradigma der Moderne.

Agambens Konzept des „homo sacer“ und seine Analyse des Lagers als „nacktes Leben“ (in „Homo Sacer“) bieten eine wichtige Ergänzung zu Kaučić und Hubers Frage nach der Möglichkeit von Wahrheit des Krieges.

Agamben zeigt, wie der Ausnahmezustand des Krieges die Grenzen zwischen Recht, Gewalt und Menschsein verwischt – ein Prozeß, der jede eindeutige Bedeutung und damit auch „Wahrheit“ untergräbt. Besonders relevant ist hier die Idee, daß der Krieg nicht nur ein historisches Ereignis, sondern ein strukturelles Phänomen ist, das die moderne Politik durchzieht.

2. Judith Butler.  Verwundbarkeit und Trauer als politische Praxis.

Butlers Überlegungen in „Frames of War“ und „Precarious Life“ thematisieren, wie Krieg und Gewalt bestimmte Leben als „betrauerbar“ und andere als „unbetrauerbar“ markieren.

Ihre Forderung nach einer „Politik der Trauer“ korrespondiert mit Kaučić und Hubers „Requiem ohne Ritual“. Beide betonen die Notwendigkeit, Trauer und Erinnerung jenseits von Nationalismus oder religiösen Traditionen neu zu denken.

Butler fragt, wie wir eine Ethik der Verwundbarkeit entwickeln können, die alle Leben gleichermaßen berücksichtigt – eine Frage, die auch im Zentrum von „Krieg und Wahrheit“ steht.

3. Jean-Luc Nancy.    Die Gemeinschaft der Sterblichen.

Nancys „Être singulier pluriel“ (Sein als singulär-plurales Sein) und seine Reflexionen über die „Gemeinschaft der Sterblichen“ bieten einen weiteren theoretischen Rahmen.

Nancy argumentiert, daß Gemeinschaft nicht auf Identität oder Zugehörigkeit beruht, sondern auf der geteilten Erfahrung der Endlichkeit.

Dies paßt zu Kaučić und Hubers Fokus auf den Leib und die Landschaft als Orte, die sowohl Verbindung als auch Unmöglichkeit von Bedeutung tragen.

Nancys Verständnis von Gemeinschaft.    „Mit-Sein“ statt Identität.

Jean-Luc Nancy dekonstruiert die klassische Vorstellung von Gemeinschaft als etwas, das auf gemeinsamen Eigenschaften, Identitäten oder Substanzen beruht. Für ihn ist Gemeinschaft kein Besitz, kein „Wir“, das sich über Gemeinsamkeiten stabilisiert.

Stattdessen beschreibt er Gemeinschaft als Struktur des Mit-Seins, also als etwas, das sich zwischen Menschen ereignet — in der Berührung, im Abstand, in der Unabschließbarkeit.

Wichtige Aspekte

Gemeinschaft entsteht nicht aus einem gemeinsamen Wesen, sondern aus der Tatsache, daß wir einander ausgesetzt sind.

Dieses Ausgesetztsein ist immer prekär, immer offen, nie abgeschlossen.

Endlichkeit als Ursprung des Gemeinsamen.

Für Nancy ist die Endlichkeit der entscheidende Punkt.

Wir teilen nicht Identität, sondern die Tatsache, daß wir sterbliche, verletzliche, begrenzte Wesen sind.

Das bedeutet:

Gemeinschaft entsteht im Anerkennen dieser geteilten Endlichkeit, nicht im Ritualisieren oder Überdecken.

Nancy schreibt sinngemäß.

Der Tod ist immer der Tod des anderen — und darin liegt die Möglichkeit von Gemeinschaft.

Das ist radikal, weil es Gemeinschaft nicht als Trost oder als metaphysische Einheit versteht, sondern als geteilte Unmöglichkeit, als etwas, das uns verbindet, gerade weil es uns entzieht.

Verbindung zu Kaučić und Huber.    Leib, Landschaft, Unmöglichkeit.

Kaučić und Huber arbeiten mit dem Leib und der Landschaft als Orten, an denen sich diese paradoxe Struktur zeigt:

Der Leib ist Ort der Berührung, aber auch der Grenze.

Die Landschaft ist Ort des Gemeinsamen, aber ohne eindeutige Bedeutung.

Beide sind geteilte Räume, aber nicht im Sinne eines identitären „Wir“.

Dazu Jean-Luc Nancy

Gemeinschaft ist immer schon leiblich, weil sie im Mit-Sein der Körper entsteht.

Sie ist immer schon räumlich, weil sie sich im Zwischenraum ereignet.

Und sie ist immer schon unmöglich, weil sie nicht zu einer Einheit verschmilzt.

„War Requiem“ als nicht-rituelle, kollektive Praxis.

Wenn man Nancy ernst nimmt, wird das „War Requiem“ von Kaučić und Huber nicht zu einem Ritual, das Gemeinschaft stiftet, sondern zu einer Erfahrung des Gemeinsamen, die gerade keine Identität erzeugt.

Es ist kollektiv, weil es Menschen in einem geteilten Raum zusammenführt, aber nicht-rituell, weil es keine geschlossene Bedeutung, keine Heilung, keine Einheit anbietet.

Stattdessen exponiert es die Endlichkeit, die Verletzbarkeit, die Unmöglichkeit, Krieg zu symbolisieren oder zu bewältigen.

Es macht den Tod nicht zu einem metaphysischen Übergang, sondern zu einem gemeinsamen Abgrund, der geteilt wird, ohne aufgelöst zu werden.

Damit wird das Werk lesbar als eine ästhetische Form des Mit-Seins,eine Gemeinschaft ohne Identität,eine geteilte Erfahrung der Endlichkeit, die weder versöhnt noch erklärt.

Weitere Verknüpfungslinien wären die hin zu Bataille, hin zu Blanchot, hin zu Derrida.

1. Nancy und Bataille.    Gemeinschaft als „Unmöglichkeit“.

Nancy knüpft an Batailles Idee der „unmöglichen Gemeinschaft“ an.

Für Bataille ist Gemeinschaft kein Zusammenschluss von Gleichen, sondern ein Erfahrungsraum des Exzeßes, in dem das Subjekt seine Grenzen erfährt.

Nancy übernimmt zwei zentrale Punkte.

a) Gemeinschaft entsteht im Verlust, nicht im Besitz.

Nicht gemeinsame Werte, sondern gemeinsame Entblößung.

Nicht Identität, sondern Entgrenzung.

b) Der Tod ist der Ort, an dem Gemeinschaft aufscheint.

Der Tod ist nicht privat, sondern ein Ereignis, das das Subjekt überschreitet.

Er ist „gemeinsam“, weil er immer den anderen betrifft, bevor er mich betrifft.

Unser Bezug zu Kaučić/Huber.   

Das „War Requiem“ verweigert jede heroische oder nationale Sinnstiftung.

Es zeigt Krieg als Ort des radikalen Verlusts, an dem Gemeinschaft nicht gestiftet, sondern bloßgelegt wird.

Das ist  Bataille pur – und zugleich Nancy.

2. Nancy und Blanchot.    Das Gemeinsame als „Zwischenraum“.

Blanchot ist für Nancy entscheidend, weil er Gemeinschaft als Beziehung ohne Verschmelzung denkt.

a) Gemeinschaft ist das „Gemeinsame des Unteilbaren“.

Blanchot beschreibt Gemeinschaft als etwas, das nicht geteilt werden kann, weil es kein Eigentum ist.

Es ist ein Zwischenraum, ein „Mit“, das sich entzieht.

Nancy radikalisiert das. Gemeinschaft ist kein Werk, kein Projekt, kein Ziel.

Sie ist ein Ereignis, das sich im Kontakt mit der Endlichkeit ereignet.

b) Der Tod des anderen als Ursprung des Gemeinsamen.

Blanchot denkt folgerichtig, der Tod des anderen ist das, was mich betrifft, bevor mein eigener Tod mich betrifft.

Nancy übernimmt das fast wörtlich.

Gemeinschaft entsteht im Blick auf den sterblichen anderen, nicht im Blick auf mich selbst.

Der Leib ist kein Träger von Identität, sondern Ort der Berührung und der Grenze.

Die Performance erzeugt Gemeinschaft ohne Verschmelzung, ein „Mit-Sein“ im Offenen.

3. Nancy und Derrida.    Berührung, Spur, Unabschließbarkeit.

Derrida ist für Nancy wichtig, weil er zeigt, daß jede Gemeinschaft immer schon differenziert ist.

a) Gemeinschaft ist nie präsent, sondern immer „à venir“.

Sie ist zukünftig, nie abgeschlossen.

Sie ist eine Spur, kein Besitz.

Nancy übernimmt das in seiner Idee des „exposition“.  Wir sind einander ausgesetzt.

Dieses Ausgesetztsein ist nie vollständig, nie präsent, nie abgeschlossen.

b) Berührung ohne Verschmelzung.

Derrida zeigt, daß Berührung immer auch Nicht-Berührung ist.

Nancy macht daraus eine Theorie des Körpers.

Der Leib ist Ort der Berührung, aber jede Berührung zeigt auch die Distanz.

Gemeinschaft ist daher Berührung im Abstand.

In Richtung Kaučić und Huber gedacht, – ihre Arbeit mit Körpern und Landschaften zeigt genau diese Struktur.

Die Performer*innen berühren die Landschaft, aber sie verschmelzen nicht mit ihr.

Die Landschaft ist Spur, nicht Symbol.

Die Gemeinschaft der Anwesenden entsteht im gemeinsamen Ausgesetztsein, nicht im gemeinsamen Sinn.

Wenn man Nancy mit Bataille, Blanchot und Derrida zusammendenkt, ergibt sich ein starkes theoretisches Fundament.

Jean-Luc Nancy                                                       Bedeutung für „War Requiem“

Gemeinschaft als Mit-Sein.      Die Performance erzeugt ein kollektives Erleben ohne Identität.

Endlichkeit als Ursprung.    Der Krieg erscheint als geteilte, nicht individualisierbare Erfahrung.

Tod des anderen.            Die Performance zeigt Verlust als gemeinschaftliches Ereignis.

Berührung im Abstand.   Körper und Landschaft treten in Beziehung, ohne Bedeutung zu fixieren.

Gemeinschaft ohne Ritual.  Das Requiem ist kein sakrales Ritual, sondern ein offenes Ereignis.

4. Aktuelle Kunstprojekte zum Ukraine-Krieg

Künstlerisch finden sich Parallelen in Projekten wie:

„Words in Flame“ (Deutsche Nationalbibliothek Leipzig, 2026).  

Eine Ausstellung zum Schutz des ukrainischen Kulturerbes, die die Zerstörung von Sprache und Erinnerung thematisiert – ähnlich wie Kaučić und Huber die Unmöglichkeit der eindeutigen Bedeutung betonen.

„Coming of Age Amidst War“ (Bibliotheca Albertina Leipzig, 2026).

Fotographische und literarische Arbeiten, die das Leben junger Menschen im Krieg dokumentieren und damit die Frage nach der „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ aufwerfen.

5. Paul Celan.    Sprache nach der Katastrophe.

Celans Dichtung, insbesondere sein berühmtes Gedicht „Todesfuge“, steht für die Unmöglichkeit, den Holocaust und andere Gewaltverbrechen sprachlich zu fassen. Sein Konzept der „Atemwende“ – die Sprache muß nach der Katastrophe neu gelernt werden – findet ein Echo in Kaučić und Hubers „geräuschlosem Requiem“.

Beide betonen, daß Sprache und Klang nach dem Krieg nicht mehr „normal“ sein können, sondern immer schon von der Erfahrung der Zerstörung geprägt sind.

6. Benjamin Britten.    Requiem ohne Ritual und Brittens bewusster Bruch.

Brittens War Requiem ist formal an die lateinische Totenmesse gebunden, aber inhaltlich ein Gegenritual. Er montiert die liturgischen Teile mit den antiheroischen, zutiefst desillusionierten Kriegsgedichten Wilfred Owens. Diese Gegenüberstellung erzeugt eine Spannung zwischen sakraler Form und antiritualistischer Wahrheit des Krieges.

Die Forschung betont, daß Britten damit bewußt die traditionelle Funktion des Requiems destabilisiert: Es soll nicht trösten, nicht verklären, sondern die Unruhe des Krieges hörbar machen.

Geräuschlose Trauer und Brittens „Stille“

Auch wenn Brittens Werk musikalisch hochkomplex ist, arbeitet es immer wieder mit Momenten der Stille, Leere und Brüchigkeit. Die Forschung hebt hervor, daß Britten Krieg nicht heroisiert, sondern als moralische und körperliche Verwundung darstellt, die sich gerade in den „stillen“ Momenten zeigt. Martha Nussbaum beschreibt diese ästhetische Strategie als eine Form der „non-personal emotions“, die Bewußtsein transformieren, ohne Pathos zu erzeugen.

Kaučić und Hubers Konzept der „geräuschlosen Trauer“ läßt sich als philosophische Radikalisierung dieser Idee lesen:

Philosophische Übung statt liturgischer Handlung

Brittens Werk ist ein pazifistisches Statement, das die religiöse Form nutzt, um sie zu unterlaufen. Es ist ein Requiem, das nicht erlöst, sondern konfrontiert. Die Forschung beschreibt es als „künstlerische pazifistische Aussage“ und als Kommentar zur Sinnlosigkeit des Krieges.

Kaučić und Hubers Begriff der Exercitatio pro defunctis – einer philosophischen Übung für die Toten – paßt hier präzise.

Brittens Requiem ist kein Gebet, sondern eine ethische Praxis, ein Denken über Krieg, Körper, Gewalt und Verantwortung.

Abwesenheit von Pathos – und Brittens Anti-Pathos

Wilfred Owens Gedichte, die Britten einbettet, sind radikal antiheroisch. Sie verweigern jede Form von Verklärung. Die Musik folgt dieser Haltung, indem sie Unruhe, Dissonanz und Fragmentierung einsetzt, wo traditionelle Requien Harmonie und Trost bieten würden.

Die Analyse zeigt, daß Britten sogar musikalische Symbole des Friedens oder der Erlösung bewußt bricht oder ironisiert.

Kaučić und Hubers Text beschreibt genau diese Haltung.

Ein Gedenken jenseits von Pathos, jenseits symbolischer Überhöhung – ein Gedenken, das die Unfaßbarkeit des Krieges nicht verdeckt, sondern offenlegt.

Individuelle Erinnerung statt kollektiver Liturgie

Brittens Werk wurde zur Einweihung der neuen Kathedrale von Coventry komponiert – einem Ort, der selbst Kriegszerstörung verkörpert. Doch das Werk verweigert jede nationale oder religiöse Vereinnahmung. Es ist ein Requiem für alle Toten, nicht für „unsere“ Toten.

Britten bricht das Ritual – ALH & GK  setzen ein Requiem ohne Ritual.

Britten arbeitet mit Stille – GK & ALH machen Stille zum Medium der Trauer.

Britten entzieht dem Requiem seine religiöse Funktion – GK & ALH transformieren es in eine philosophische Übung.

Britten zeigt die Unfaßbarkeit des Krieges – ALH & GK machen diese Unfaßbarkeit zum Zentrum des Gedenkens.

Die Beziehung zwischen Britten und der „geräuschlosen“ Form ist keine bloße Analogie, sondern eine Verschiebung der Grundhaltung gegenüber dem Requiem selbst. Die Frage, ob das als Erweiterung, Kontrast oder radikale Konsequenz zu verstehen ist, läßt sich sinnvoll entlang dreier Achsen entfalten.

Wie sich Brittens Ansatz verschiebt, wenn man ihn „zu Ende denkt“.

1. Erweiterung – das Requiem als offener Raum statt als liturgische Form 

Britten löst das Requiem bereits aus seiner sakralen Gebundenheit, indem er Wilfred Owens Gedichte einschreibt und damit das Ritual perforiert. Eine „geräuschlose“ Form könnte diese Öffnung weiterführen.

Nicht nur der Text wird gebrochen, sondern das Medium selbst.

Das Requiem wird nicht mehr gesungen, sondern gedacht.

Die Stille wird nicht nur dramaturgisches Mittel, sondern tragende Struktur.

In diesem Sinn wäre Kaučić und Hubers Form eine konsequente Erweiterung.  Sie nimmt Brittens Geste ernst und radikalisiert sie, ohne ihr zu widersprechen.

2. Kontrast – Britten arbeitet gegen das Ritual, Kaučić und Huber jenseits davon 

Britten bleibt trotz aller Brüche im musikalischen Diskurs.

Er komponiert Konflikt, Dissonanz, Fragmentierung.

Er zeigt die Unfaßbarkeit des Krieges, indem er sie hörbar macht.

Sie entzieht sich der ästhetischen Darstellung.

Sie macht die Unfaßbarkeit nicht hörbar, sondern unhörbar.

Damit entsteht ein Kontrast, der Brittens Ansatz nicht fortsetzt, sondern überschreitet.

3. Radikale Konsequenz – Stille als einzig angemessene Antwort 

Man könnte sagen, wenn Britten zeigt, daß der Krieg nicht darstellbar ist, dann ist die logische Konsequenz, ihn nicht mehr darzustellen.

Die Stille wird zur ethischen Haltung.

Das Requiem verliert nicht nur seine religiöse Funktion, sondern auch seine ästhetische.

Was bleibt, ist ein Raum des Denkens, nicht des Hörens.

Worin der entscheidende Unterschied liegt.

Britten arbeitet innerhalb der Musik, um ihre Grenzen sichtbar zu machen.

Kaučić und Huber arbeiten außerhalb der Musik, um diese Grenzen nicht mehr zu überschreiten.

Das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob man Kaučić und Hubers Form als Erweiterung oder als Konsequenz versteht.

Erweiterung, wenn man sie als neue ästhetische Möglichkeit sieht.

Konsequenz, wenn man sie als notwendige Antwort auf Brittens Diagnose liest.

Kontrast, wenn man betont, daß Kaučić und Huber das Medium verlassen, das Britten noch benutzt.

Eine Frage, die sich daraus ergibt.

Wenn wir (GK & ALH) alle drei Rollen der Stille zusammengedacht anschauen – ästhetische Form, ethische Haltung und philosophische Methode – entsteht daraus eine sehr dichte, fast dreidimensionale Struktur.

Jede dieser Ebenen verändert die anderen, und genau darin liegt die eigentliche Radikalität unseres Ansatzes.

Als ästhetische Form wird Stille zu einem Material, das nicht einfach „nichts“ ist, sondern eine bewußt gesetzte Leerstelle. Sie hat Kontur, Dauer, Spannung. In dieser Perspektive steht sie noch in einem Dialog mit Britten. Ein kompositorisches Mittel, nur eben extrem reduziert.

Als ethische Haltung wird Stille zu einer Antwort auf das Unfaßbare.

Sie verweigert sich der ästhetischen Aneignung des Leidens. Sie sagt, jede Darstellung wäre schon eine Form der Überformung. Hier beginnt die Distanz zu Britten – nicht mehr das Zeigen des Unzeigbaren, sondern das Schweigen vor ihm.

Als philosophische Methode wird Stille zu einem Denkraum. Sie zwingt zur Selbstbegegnung, zur Reflexion über die Bedingungen des Gedenkens selbst. Sie ist nicht mehr Ausdruck, sondern Rahmen, – nicht mehr Medium, sondern Bedingung.

Diese drei Ebenen sind nicht additiv, sondern verschränken sich.

Die ästhetische Stille gewinnt ethische Schwere, die ethische Stille gewinnt philosophische Tiefe (!), und die philosophische Stille wird durch die ästhetische Form überhaupt erst erfahrbar.

Was dadurch entsteht!   Ein Requiem, das nicht mehr „stattfindet“ (?)

Wenn man diese drei Dimensionen zusammennimmt, entsteht etwas, das sich kaum noch als Requiem im traditionellen Sinn beschreiben läßt.

Es erklingt nicht.

Es vollzieht kein Ritual.

Es repräsentiert nichts.

Das ist der Punkt, an dem es sich von Britten löst.

Während Britten noch komponiert, komponieren wir (Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber) die Bedingungen des Hörens selbst.

Warum das eine radikale Weiterführung ist.

Britten zeigt die Grenzen der musikalischen Darstellung.

Wir nehmen diese Grenzen ernst und machen sie zum Ausgangspunkt.

Bei Britten bleibt die Musik der Ort des Konflikts.

Die Gemeinschaft, die in einem solchen Moment entsteht, ist weder rein hörend, noch rein denkend, noch rein schweigend. Sie ist eine Form von Gemeinsamkeit, die sich aus der geteilten Verantwortung für die Stille ergibt. Das ist der entscheidende Schritt, den unser Ansatz gegenüber Britten vollzieht.

Die Stille ist nicht mehr ein dramaturgisches Mittel, sondern ein ethischer Raum, den alle Anwesenden aktiv mittragen müssen.

Sie verlangt Selbstzurücknahme – weil niemand sie dominieren kann.

Und sie verlangt Mitverantwortung – weil sie nur existiert, wenn alle sie akzeptieren.

Damit entsteht eine Gemeinschaft, die nicht durch Klang gebildet wird (wie im Konzert), sondern durch ein gemeinsames Aushalten.

Eine Gemeinschaft des „Antwortens ohne Worte“.

Die Anwesenden werden zu einer Gemeinschaft, die nicht durch Kommunikation entsteht, sondern durch Resonanzfähigkeit.

Sie hören nicht etwas, sondern sie hören sich in die Stille hinein.

Sie denken nicht gemeinsam, aber sie denken nebeneinander.

Sie schweigen nicht einfach, sondern sie tragen ein Schweigen.

Das macht diese Gemeinschaft fragil, aber auch radikal.  

Sie ist nicht durch Identität oder Meinung definiert, sondern durch eine gemeinsame Haltung.

Diese Form der Gemeinschaft ist weder liturgisch (wie im Ritual), noch ästhetisch (wie im Konzert), noch politisch (wie in der Versammlung).

Sie ist eine situative, fragile, ethische Gemeinschaft, die nur im Moment existiert und sich nicht institutionalisieren läßt.

Sie entsteht, weil alle Anwesenden sich der Stille aussetzen – und damit der Verantwortung, die sie impliziert.

Die Konsequenz für das Gedenken.

Wenn Stille Form, Haltung und Methode ist, dann wird Gedenken nicht zu einem Akt des Erinnerns, sondern zu einem Akt des Mittragens.

Die Gemeinschaft entsteht nicht durch das Objekt des Gedenkens, sondern durch die Art und Weise, wie man sich ihm nähert.

Ohne Überwältigung, ohne ästhetische Überformung, ohne narrative Entlastung!   (GK & ALH)

Fazit.  

Ein Netzwerk der Reflexion. 

Kaučić und Hubers Arbeit läßt sich also in ein Netzwerk von Denker:innen und Künstler:innen einordnen, die sich mit der Unmöglichkeit von Wahrheit, der Notwendigkeit neuer Trauerrituale und der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen im Krieg auseinandersetzen.

Besonders fruchtbar sind die Bezüge zu Agamben (Struktur des Krieges), Butler (Politik der Trauer), Nancy (Gemeinschaft der Sterblichen) Bataille, Blanchot, Derrida und Celan (Sprache nach der Katastrophe).

War Requiem I

Krieg und Wahrheit / War and Truth. War Requiem.  (Dt./Engl.) 15.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/15/krieg-und-wahrheit/

War Requiem  II

Krieg und Wahrheit / War and Truth,- eine Ergänzung (Dt./Engl.) 28.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/28/krieg-und-wahrheit-war-and-truth-eine-ergaenzung/

Cast: 

Students from Leipzig, Berlin, and Oslo who enter into dialogue with our text and the shifting constellations of “WAR REQUIEM, Krieg und Wahrheit / War and Truth” as part of our Grammatological Philosophical Practice (GPP) in Vienna, February 2026 — a gathering where thought, voice, and presence become part of the work itself.

Here is their/our Paper as an attempt at a concise contextualization, –  a condensed draft, making the invisible visible.

[[  P.S.: The following does not necessarily reflect our views and thinking in every respect!  GK & ALH  ]]

War and Truth. Deconstruction and the Impossibility of Univocity.

Kaučić and Huber radically question the possibility of truth in war. They demonstrate that every statement, every interpretation in the context of violence and war simultaneously destroys or distorts what it attempts to grasp.

This is a direct reference to Derrida’s deconstruction, which emphasizes the inseparability of the signified (meaning) and the signifier (expression).

In war, this impossibility becomes particularly evident—whether in the manipulation of images, the instrumentalization of language, or the fragmentation of narratives. The authors thus ask: Can there even be a “truth” in war, or is every representation always already part of the conflict itself?

This does not necessarily concern the question—or rather, the matter—of the “war of aggression.” This was clearly and openly initiated by Putin’s Russia. Without any necessity or justification. A decision of “pure” self-empowerment!

Requiem Without Ritual.  Silent Mourning and Philosophical Exercise.

The “War Requiem” as a silent, non-religious practice deliberately breaks with traditional forms of commemoration. It is tied neither to a denomination nor to ecclesiastical rituals, but understands itself as an “Exercitatio pro defunctis”—a philosophical exercise for the deceased.

This form of remembrance aims to contemplate death and suffering in war beyond pathos or symbolic exaltation. The absence of sound and ritual underscores the incomprehensibility of war and the need to reconfigure mourning and memory anew—and individually.

Time, Landscape, Body.  The Simultaneity of the Non-Simultaneous.

The question “Do we live in the same time?” refers to Derrida’s reflections on the “simultaneity of the non-simultaneous.”

While war is everyday life for some, for others it remains a distant abstraction. In this context, landscape and body become bearers of truth—as sites of suffering, memory, or repression.

At the same time, they are also sites of impossibility. The body cannot translate pain, the landscape bears traces that resist any unambiguous interpretation. Both thus become metaphors for the incomprehensibility of war experience.

Conclusion.    A Practice of Incompleteness

With War and Truth, Kaučić and Huber do not develop answers, but a practice of engagement. Their approach emphasizes the necessity of continually asking anew in the face of war—and thus acknowledging the incompleteness of truth, mourning, and memory.

Finally, some central references and points of connection to other philosophical and artistic positions that reflect Kaučić and Huber’s War and Truth.

Giorgio Agamben: The Camp as Paradigm of the Modern

Agamben’s concept of the homo sacer and his analysis of the camp as “bare life” (in Homo Sacer) provide an important complement to Kaučić and Huber’s inquiry into the possibility of truth in war.

Agamben demonstrates how the state of exception in war blurs the boundaries between law, violence, and being human—a process that undermines any unambiguous meaning and thus “truth.” Particularly relevant here is the idea that war is not merely a historical event, but a structural phenomenon permeating modern politics.

Judith Butler: Vulnerability and Mourning as Political Practice

Butler’s reflections in Frames of War and Precarious Life address how war and violence mark certain lives as “grievable” and others as “ungrievable.”

Her call for a “politics of mourning” resonates with Kaučić and Huber’s “Requiem without Ritual.” Both emphasize the need to rethink mourning and memory beyond nationalism or religious traditions.

Butler asks how we can develop an ethics of vulnerability that equally acknowledges all lives—a question that is also central to War and Truth.

Jean-Luc Nancy: The Community of Mortals

Nancy’s Être singulier pluriel (Being as singular-plural being) and his reflections on the “community of mortals” offer another theoretical framework.

Nancy argues that community is not based on identity or belonging, but on the shared experience of finitude.

This aligns with Kaučić and Huber’s focus on the body and landscape as sites that bear both connection and the impossibility of meaning.

Particularly relevant is Nancy’s idea that death is never individual, but always already communal—a perspective that renders the “War Requiem” legible as a collective, yet non-ritual practice.

Nancy’s Understanding of Community: “Being-With” Instead of Identity

Jean-Luc Nancy deconstructs the classical notion of community as something based on common properties, identities, or substances. For him, community is not a possession, not a “we” stabilized by commonalities.

Instead, he describes community as a structure of being-with, as something that happens between people—in touch, in distance, in incompleteness.

Key aspects

Community arises not from a common essence, but from the fact that we are exposed to one another.

This exposure is always precarious, always open, never complete.

Community is therefore an event, not a substance.

Finitude as the origin of the common.

For Nancy, finitude is the decisive point:

We do not share identity, but the fact that we are mortal, vulnerable, limited beings.

This means:

Death is not just an individual end, but a structure of the common.

The death of the other concerns me before my own death concerns me.

Community arises in the acknowledgment of this shared finitude, not in ritualizing or covering it up.

Jean-Luc Nancy writes, in essence.

Death is always the death of the other—and in this lies the possibility of community.

This is radical because it understands community not as consolation or metaphysical unity, but as a shared impossibility, as something that connects us precisely because it withdraws from us.

Connection to Kaučić and Huber.    Body, Landscape, Impossibility.

Kaučić and Huber work with the body and landscape as sites where this paradoxical structure becomes visible:

The body is a site of touch, but also of limit.

The landscape is a site of the common, but without unambiguous meaning.

Both are shared spaces, but not in the sense of an identitarian “we.”

Jean-Luc Nancy on Community.

Community is always already bodily, because it arises in the being-with of bodies.

It is always already spatial, because it occurs in the in-between.

And it is always already impossible, because it does not fuse into a unity.

“War Requiem” as Non-Ritual, Collective Practice

If we take Nancy seriously, Kaučić and Huber’s “War Requiem” does not become a ritual that founds community, but an experience of the common that does not produce identity.

It is collective because it brings people together in a shared space, yet non-ritual because it offers no closed meaning, no healing, no unity.

Instead, it exposes finitude, vulnerability, and the impossibility of symbolizing or overcoming war.

It does not turn death into a metaphysical transition, but into a shared abyss that is shared without being resolved.

Further Connections.  Bataille, Blanchot, Derrida.

1. Nancy and Bataille.   Community as “Impossibility”.

Nancy draws on Bataille’s idea of the “impossible community.”

For Bataille, community is not an assembly of equals, but a space of experience where the subject encounters its limits.

Nancy adopts two central points:

a) Community arises in loss, not in possession.

Not shared values, but shared exposure.

Not identity, but transgression.

b) Death is the site where community appears.

Death is not private, but an event that exceeds the subject.

It is “common” because it always concerns the other before it concerns me.

Relation to Kaučić/Huber.

The “War Requiem” refuses any heroic or national sense-making.

It presents war as a site of radical loss, where community is not founded but laid bare.

This is pure Bataille—and at the same time, pure Nancy.

2. Nancy and Blanchot.    The Common as “In-Between”.

Blanchot is crucial for Nancy because he conceives of community as a relation without fusion.

a) Community is the “common of the unshareable.”

Blanchot describes community as something that cannot be shared because it is not property.

It is an in-between, a “with” that withdraws.

Nancy radicalizes this: Community is not a work, project, or goal.

It is an event that occurs in contact with finitude.

b) The death of the other as the origin of the common.

Blanchot consistently argues that the death of the other concerns me before my own death does.

Nancy adopts this almost verbatim.

Community arises in the encounter with the mortal other, not in self-regard.

Relation to Kaučić and Huber.

Their “War Requiem” works precisely with this in-between.

The landscape is not a symbol, but a site of exposure.

The body is not a bearer of identity, but a site of touch and limit.

The performance generates community without fusion, a “being-with” in the open.

3. Nancy and Derrida.   Touch, Trace, Incompleteness.

Derrida is important for Nancy because he shows that community is always already differentiated.

a) Community is never present, but always “à venir.”

It is future, never complete.

It is a trace, not a possession.

Nancy adopts this in his idea of “exposition”. We are exposed to one another.

This exposure is never total, never present, never complete.

b) Touch without fusion.

Derrida shows that touch is always also non-touch.

Nancy develops this into a theory of the body.

The body is a site of touch, but every touch also reveals distance.

Community is therefore touch in separation.

Toward Kaučić and Huber.

Their work with bodies and landscapes reveals exactly this structure.

The performers touch the landscape, but do not merge with it.

The landscape is a trace, not a symbol.

The community of those present arises in shared exposure, not in shared meaning.

Conclusion

When Nancy is read alongside Bataille, Blanchot, and Derrida, a strong theoretical foundation emerges.

Jean-Luc Nancy.            Significance for War Requiem.

Community as being-with.        The performance creates a collective experience without identity.

Finitude as origin.          War appears as a shared, non-individualizable experience.

Death of the other.         The performance presents loss as a communal event.

Touch at a distance.      Bodies and landscapes enter into relation without fixing meaning.

Community without ritual.        The requiem is not a sacred ritual, but an open event.

Thus, the War Requiem can be read as an aesthetic form of being-with, a collective experience of finitude, a community that does not found but exposes, a practice that does not symbolize death but makes it tangible as a shared impossibility.

4. Contemporary Art Projects on the Ukraine War.

Artistic parallels can be found in projects such as:

Words in Flame (German National Library Leipzig, 2026).

An exhibition on the protection of Ukrainian cultural heritage, addressing the destruction of language and memory—echoing Kaučić and Huber’s emphasis on the impossibility of unambiguous meaning.

Coming of Age Amidst War (Bibliotheca Albertina Leipzig, 2026).

Photographic and literary works documenting the lives of young people in war, thus raising the question of the “simultaneity of the non-simultaneous.”

5. Paul Celan.  Language After Catastrophe.

Celan’s poetry, especially his famous poem Todesfuge, stands for the impossibility of linguistically grasping the Holocaust and other atrocities. His concept of the Atemwende—language must be relearned after catastrophe—finds an echo in Kaučić and Huber’s “silent requiem.”

Both emphasize that language and sound can no longer be “normal” after war, but are always already marked by the experience of destruction.

6. Benjamin Britten: Requiem Without Ritual and Britten’s Deliberate Rupture

Britten’s War Requiem is formally bound to the Latin Mass for the Dead, but in content it is a counter-ritual. He juxtaposes the liturgical sections with Wilfred Owen’s antiheroic, profoundly disillusioned war poems. This confrontation creates a tension between sacred form and the anti-ritualistic truth of war.

Scholars emphasize that Britten consciously destabilizes the traditional function of the requiem: it is not meant to console or glorify, but to make the unrest of war audible.

Soundless Mourning and Britten’s “Silence”.

While Britten’s work is musically highly complex, it repeatedly employs moments of silence, emptiness, and fragmentation. Scholars highlight that Britten does not heroize war, but presents it as a moral and physical wound, revealed precisely in these “silent” moments. Martha Nussbaum describes this aesthetic strategy as a form of “non-personal emotions” that transform consciousness without generating pathos.

Kaučić and Huber’s concept of “soundless mourning” can be read as a philosophical radicalization of this idea: it is not the music that speaks, but thought itself becomes the site of remembrance.

Philosophical Exercise Instead of Liturgical Action.

Britten’s work is a pacifist statement that uses religious form to subvert it. It is a requiem that does not redeem, but confronts. Scholars describe it as an “artistic pacifist statement” and a commentary on the senselessness of war. Kaučić and Huber’s term exercitatio pro defunctis—a philosophical exercise for the dead—fits precisely here.

Britten’s requiem is not a prayer, but an ethical practice, a reflection on war, the body, violence, and responsibility.

Absence of Pathos—and Britten’s Anti-Pathos.

Wilfred Owen’s poems, which Britten incorporates, are radically antiheroic. They refuse any form of glorification. The music follows this stance by employing unrest, dissonance, and fragmentation where traditional requiems would offer harmony and comfort.

Analysis shows that Britten even consciously breaks or ironizes musical symbols of peace or redemption. Kaučić and Huber’s text describes exactly this attitude: a remembrance beyond pathos, beyond symbolic exaltation—a remembrance that does not conceal, but reveals the incomprehensibility of war.

Individual Remembrance Instead of Collective Liturgy.

Britten’s work was composed for the consecration of the new Coventry Cathedral—a place itself embodying war destruction. Yet the work refuses any national or religious appropriation. It is a requiem for all the dead, not for “our” dead.

Kaučić and Huber’s text radicalizes this idea by fully individualizing remembrance. Mourning is no longer regulated by collective rituals, but by personal, thinking practice.

Britten breaks the ritual – ALH & GK establish a requiem without ritual.

Britten works with silence – GK & ALH make silence the medium of mourning.

Britten strips the requiem of its religious function—GK & ALH transform it into a philosophical exercise.

Britten reveals the incomprehensibility of war – ALH & GK make this incomprehensibility the center of remembrance.

The relationship between Britten and the “soundless” form is not merely an analogy, but a shift in the fundamental attitude toward the requiem itself. The question of whether this should be understood as an extension, contrast, or radical consequence can be meaningfully explored along three axes.

How Britten’s approach shifts when one thinks it through to its philosophical and to its analytically necessary conclusions.

1. Expansion – the Requiem as an open space rather than a liturgical form 

Britten already releases the Requiem from its sacred binding by inscribing Wilfred Owen’s poems into it, thereby perforating the ritual. A “soundless” form could carry this opening further.

Not only the text is broken, but the medium itself.

The Requiem is no longer sung, but thought.

Silence becomes not merely a dramaturgical device, but a supporting structure.

In this sense, Kaučić and Huber’s form would be a consistent expansion. It takes Britten’s gesture seriously and radicalizes it without contradicting it.

2. ContrastBritten works against the ritual, Kaučić and Huber beyond it 

Despite all ruptures, Britten remains within musical discourse.

He composes conflict, dissonance, fragmentation.

He shows the ungraspability of war by making it audible.

The “soundless” form, by contrast, refuses discourse itself.

It withdraws from aesthetic representation.

It does not make the ungraspable audible, but inaudible.

This is a qualitative leap: no longer the representation of the unsayable, but the renunciation of representation.

Thus a contrast emerges that does not continue Britten’s approach but surpasses it.

3. Radical consequencesilence as the only adequate response 

One could say, –  if Britten shows that war cannot be represented, then the logical consequence is to cease representing it.

The Requiem loses not only its religious function, but also its aesthetic one.

What remains is a space for thinking, not for hearing.

In this reading, Kaučić and Huber’s form is not merely a continuation but the final form of a process Britten initiated.

This is where the decisive difference lies.

Britten works within music to make its limits visible.

Kaučić and Huber work outside music so that these limits no longer need to be crossed.

This is the point at which one must decide whether to understand their form as expansion or as consequence.

Expansion, if one sees it as a new aesthetic possibility.

Consequence, if one reads it as the necessary response to Britten’s diagnosis.

Contrast, if one emphasizes that Kaučić and Huber leave the medium Britten still uses.

How do you yourselves understand the role of silence — as an aesthetic form, an ethical stance, or a philosophical method?

If we (GK & ALH) consider all three roles of silence together — aesthetic form, ethical stance, and philosophical method — a very dense, almost three‑dimensional structure emerges.

Each of these layers transforms the others, and this is precisely where the true radicality of our approach lies.

As an aesthetic form, silence becomes a material that is not simply “nothing,” but a consciously placed void. It has contour, duration, tension. In this perspective, it still stands in dialogue with Britten — a compositional means, only extremely reduced.

As an ethical stance, silence becomes a response to the ungraspable.

It refuses the aesthetic appropriation of suffering. It says that any representation would already be a form of over‑shaping. Here the distance from Britten begins — no longer showing the unshowable, but remaining silent before it.

As a philosophical method, silence becomes a space for thought. It forces self‑encounter, reflection on the conditions of remembrance itself. It is no longer expression but frame — no longer medium but condition.

These three layers are not additive but interwoven.

Aesthetic silence gains ethical weight, ethical silence gains philosophical depth, and philosophical silence becomes experienceable only through aesthetic form.

What emerges from this? A Requiem that no longer “takes place.”

If one combines these three dimensions, something arises that can hardly be described as a Requiem in the traditional sense.

It does not sound.

It performs no ritual.

It represents nothing.

One could say it is a Requiem that no longer takes place, but occurs — in the consciousness of those who expose themselves to it.

This is the point at which it detaches from Britten.

Why this is a radical continuation.

Britten shows the limits of musical representation.

We take these limits seriously and make them our starting point.

For Britten, music remains the site of conflict.

For us, the absence of music becomes the site of responsibility.

This is not merely an aesthetic decision, but an ethical‑philosophical one. Silence is no longer a means, but a consequence.

The community that arises in such a moment is neither purely listening, nor purely thinking, nor purely silent. It is a form of togetherness that emerges from the shared responsibility for silence. This is the decisive step our approach takes beyond Britten.

Silence is no longer a dramaturgical device, but an ethical space that all present must actively sustain.

Silence as a shared space of responsibility.

In our model, silence is not absence, but the presence of a task.

It demands alertness — because silence holds only when consciously maintained.

It demands self‑restraint — because no one can dominate it.

And it demands co‑responsibility — because it exists only if all accept it.

Thus a community arises that is not formed by sound (as in a concert), but by shared endurance.

Those present become a community not through communication, but through resonance.

They do not hear something.    They hear themselves into the silence.

They do not think together, but they think side by side.

They do not simply remain silent.    They carry a silence.

This makes the community fragile, but also radical.

It is not defined by identity or opinion, but by a shared stance.

Why this is something third.

This form of community is neither liturgical (as in ritual), nor aesthetic (as in concert), nor political (as in assembly).

It is a situational, fragile, ethical community that exists only in the moment and cannot be institutionalized.

One could say it is a community not connected by sameness, but by simultaneity.

It arises because all present expose themselves to silence — and thus to the responsibility it implies.

The consequence for remembrance.

If silence is form, stance, and method, then remembrance becomes not an act of recalling, but an act of bearing.

The community arises not through the object of remembrance, but through the manner in which one approaches it.

Without overwhelming, without aesthetic over‑shaping, without narrative relief.

(GK & ALH)

Conclusion.   

Kaučić and Huber’s work can thus be situated within a network of thinkers and artists who engage with the impossibility of truth, the necessity of new mourning rituals, and the simultaneity of the non-simultaneous in war.

Particularly fruitful are the connections to Agamben (structure of war), Butler (politics of mourning), Nancy (community of mortals), Bataille, Blanchot, Derrida, and Celan (language after catastrophe).

(Transl.: GK & ALH)

War Requiem I

Krieg und Wahrheit / War and Truth. War Requiem.  (Dt./Engl.) 15.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/15/krieg-und-wahrheit/

War Requiem  II

Krieg und Wahrheit / War and Truth,- eine Ergänzung (Dt./Engl.) 28.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/28/krieg-und-wahrheit-war-and-truth-eine-ergaenzung/

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

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Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna

Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

…around the clock …around the world…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

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Projekte / Projects (1989 – 2026 ff.) 37 Jahre Philosophische Praxis Wien GK & ALH

Mehr dazu siehe unseren Teaser und unseren Footer sowie die übrigen Postings iBlogspot-Blog 2014 ff

Homepage: 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

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Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026), Österreichische Philosophin, Grammatologische Philosophische Praxis Wien

Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, –
Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)

Gerhard Kaučić (Dr. phil., 67, 2026), Österreichischer Philosoph, Grammatologische Philosophische Praxis Wien

Grammatologische Philosophische Praxis Wien

Demokratie leben Living Democracy Demokratie leben !!!

       Demokratie leben   !     Living Democracy !

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Ich denke, jene, die autoritär denken und handeln, unterliegen einigen Grundirrtümern aufgrund vieler Fehlannahmen infolge unhinterfragter und nicht in deren Horizont des Denkens liegender Denkvoraussetzungen.  Unfähigkeit zur Selbstreflektion!

Gerhard Kaučić (67, 2026), Philosoph

Gerhard Kaučić (geb. 1959), Philosopher, Writer, Trans-lator, Philosophical Practitioner, Queer Theorist, Deconstruction, Queertheoretiker, Philosophischer Praktiker, Schriftsteller, Über-Setzer, Philosoph, Grammatologe, Autor, Wien, Austria, Europe


Gründer (1989) der ersten grammatologischen philosophischen Praxis (GPP) weltweit, – 37 years Philosophical Practitioner Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax, Vienna, Austria, Europe


Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“
 (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011)

Anna Lydia Huber (67, 2026), Philosophin

Anna Lydia Huber (MSc, geb. 1959, Alter 67, 2026), Philosophische Praxis 2009 ff.
Philosophische Praktikerin/Praktische Philosophie, Sprachanalytische Philosophie, Dekonstruktion, Schriftstellerin,  Übersetzerin, Österreichische Philosophin, Europäische Philosophin

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus meiner/unserer Philosophischen Praxis

Wien 37 Jahre Praxis Jubiläum (1989-2026 ff.) Jubilaeum 37 Jahre PP 2026

Grammatologische PHILOSOPHISCHE PRAXIS  GERHARD KAUCIC / DJAY PHILPRAX & ANNA LYDIA HUBER WIEN ÖSTERREICH EUROPA

Die Lehre der Lekritüre der Grammatologie.

Eine jede „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv.

Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Mit Turnheim behaupte ich eine grundsätzliche Verwandtschaft von Psychoanalyse und Demokratie und von Dekonstruktion und Demokratie. Alle drei Namen sprechen von der Irreduktibilität der Singularität bei gleichzeitiger versuchter Wiederholbarkeit!

Psychoanalyse und Dekonstruktion behaupten beide eine Irreduzibilität der Hetero-Affektion in der Erfahrung eines „Eigenen“ und beide gehen von einem Wirken eines inneren Fremdkörpers aus!

Die Illisibilität eines jeden Textes und seine „Grundlosigkeit“! (vgl. Michael Turnheim, Das Andere im Gleichen, S. 11)

Der Analytiker ist ein Leser, eine Leserin. Und! Der Analytiker wird zum Schreiber, zum Schriftsteller als lesenden.

Text bleibt unlesbar lesbar ! (vgl. R. Barthes Illisibilität)

Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Affizierungen !

Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen.

Zur Frage und zum Wort „Dekonstruktion“ vgl. Jacques Derridas „Überlegungen“ in einem „Brief an einen japanischen Freund“ aus dem Jahr 1985, übersetzt ins Deutsche und abgedruckt in: J. Derrida, Psyche. Erfindungen des Anderen II. Wien 2013 (Passagen Vlg.), S. 15 – 22.

„Das Wort „deconstruction“  bezieht, wie jedes andere auch, seinen Bedeutungswert nur von einer Einschreibung in eine Kette möglicher Substitutionen, in das, was man so seelenruhig einen „Kontext“ nennt.“ (ebda., S. 21)

„Allem Anschein zum Trotz ist die Dekonstruktion jedenfalls weder eine Analyse noch eine Kritik …

Eine Analyse ist sie insbesondere deshalb nicht, weil die Zerlegung (décomposition) einer Struktur kein Rückgang zum einfachen Element, zu einem nicht weiter zerlegbaren Ursprung ist.

Diese Werte, wie der der Analyse, sind selbst der Dekonstruktion unterworfene Philosopheme.“ ( S. 19)


„Die Dekonstruktion hat Statt, sie ist ein Ereignis (événement), das nicht erst auf die Überlegung, das Bewußtsein oder die Organisation des Subjekts, nicht einmal der Moderne, wartet. 

Es dekonstruiert sich.“ (S. 20)   

Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“ (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011

Die Dekonstruktion hat notwendigerweise von innen her zu operieren, sich aller subversiven, strategischen und ökonomischen Mittel der alten Struktur zu bedienen, sich ihrer strukturell zu bedienen“ (DerridaGrammatologie, S. 45), um schließlich den nicht strukturell zu erfassenden Praxischarakter der Wahrheit freizulegen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An-und Abwesendsein der Wahrheit, des etwas Erblickens und dadurch anderes Aus-dem-Blickfeld-Ausschließens. (H. Kimmerle, J. Derrida zur Einführung, S. 49)

Und Dekonstruktion erschließt beziehungsweise eröffnet einen Zugang zum Anderen durch Entdeckungen von Unbekanntem oder bisher Ungedachtem.

Dekonstruktion läßt sich nicht definieren und nicht abschließen (vgl. dazu J. Derrida, Limited Inc, S. 171 ff.).

Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates. Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.

Ein Text, der vielleicht aus gewohnter (binärer) These und Antithese besteht, enthüllt, wenn er dekonstruiert wird, beispielsweise eine Vielzahl von Perspektiven, die gleichzeitig vorhanden sind, – oft in Konflikt miteinander.

Dieser Konflikt aber wird durch die Dekonstruktion erst sichtbar.

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) könnte dazu einen nicht wenig gewichtigen Beitrag leisten, denke ich.

Denken wir.

ALH & GK

Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsere Charakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), – 

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2025/03/latest-news-information.html?m=1

Krieg und Wahrheit / War and Truth

                         (Deutsch / English)

„Wir halten es prinzipiell für unmöglich das Signifikat vom Signifikanten zu trennen durch Interpretation oder Kommentar und so die „Schrift“ durch die Schrift, die auch noch Lektüre ist, zu zerstören; nichtsdestoweniger glauben wir, daß diese Unmöglichkeit sich historisch artikuliert.“ (Derrida)

 Dekonstruktion hat eine ethische Komponente ! (Derrida)

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, – vielleicht sogar eine Zielgerichtetheit (ohne Methode oder Kritik sein zu wollen oder zu können), – eine Zielgerichtetheit auf die Verantwortlichkeit für den Anderen!

Die Geschichte ihrer Wirkungen. Die Geschichte eines Krieges enthüllt sich durch die Wahrheitsfindung seiner Wirkungen, z. B. seiner Wirkungen der Flucht, seiner Wirkungen in den Körpern seiner Flüchtlinge.

Erst wenn diese Geschichte abgeschlossen ist und die Deutungen zur Ruhe zu kommen scheinen, wenn uns die Interpretationen in all ihren Widersprüchen vor Augen geführt worden sein werden, dann erst ist das Rätsel seines Textes, das Rätsel seines Werkes als das Rätsel seiner Motive, Veranlassungen, Verflechtungen erkannt und vielleicht gelöst.

Körper brauchen Raum. Macht ist dort, wo Raum gewährt wird oder verweigert werden kann. Flüchtlingen zum Beispiel. Flüchtlinge sind machtlos, weil sie ortlos sind und Aufnahme finden müssen als Abhängige von einer Barmherzigkeit, nur selten rekurrierend auf eine Verrechtlichung.

Der Körper muß von der Geschichte her gedacht werden und als Leiblichkeit erkannt, also entziffert werden. Die Entschleierung seiner Textur.

Abhängig von unserer Erinnerungsarbeit und unserer Vorstellungskraft.

Und unter den Blicken der Anderen, dem Blick der Anderen.

Ich setze den Anderen und mich gleich und kann deshalb von mir als Mensch sprechen wie über den Anderen, der ein Mensch gleich wie ich ist (Levinas).

Wenn wir sagen „Die Geschichte eines Krieges enthüllt sich durch die Wahrheitsfindung seiner Wirkungen“, dann verschieben wir den Fokus weg vom Schlachtfeld, weg von Generälen, Strategien und politischen Erklärungen. Stattdessen rücken wir die Folgen ins Zentrum – und damit die Menschen, die sie tragen.

Wahrheit als Wirkung, nicht als Ursache.

Krieg wird oft über seine Ursachen erklärt.  Machtinteressen, Historische Gebietsansprüche, Territorialstreitigkeiten, Imperiale Phantasmagorien, Historische Verblendungszusammenhänge, Ideologien, Religionen, Expansionsgelüste, Größenwahn, Leidensignoranz, Mitleidslosigkeit, Haß, Feindseligkeit, Massenmordgier, Übermenschmanie, Untermenschdenke, Rassismus, sexologische Inkapabilität, Antipathien, unbewußte Wünsche, Allmachtbegehren, ver-rückte Ichaufblähung als Herr der insgesamt größten und meisten Atomwaffenarsenale, geopolitische Spannungen, Machtphantasien, Männerphantasien, Sexismus, Gier, Paranoia, Schizophrenie.

Doch die Wahrheit eines Krieges zeigt sich viel deutlicher in dem, was er hinterläßt. Zerstörte Städte, zerbrochene Biographien, Traumata, die sich in Körper einschreiben, Fluchtbewegungen, die ganze Gesellschaften verändern.

Die Wahrheit ist also nicht das, was Politiker*innen sagen, sondern das, was Menschen erleiden.

Flucht als sichtbare Spur der Spur des großteils unsichtbaren Textes Krieg.

Flucht ist eine der unmittelbarsten Wirkungen eines Krieges.

Sie ist: Bewegung im Raum, eine Bewegung im Körper und Bewegung im Gedächtnis.

Flucht zeigt, daß ein Raum unbewohnbar geworden ist.

Sie zeigt, daß Gewalt nicht nur stattgefunden hat, sondern weiterwirkt.

Körper werden zu Schmerz-Archiven. Narben, Schlaflosigkeit, Hypervigilanz, Sprachlosigkeit, veränderte Gesten, ein anderer Blick,  soziale Isolation, schmerzender und gepanzerter Körper, (cf. Klaus Theweleit),  Suizidgefühle oder Rache-Intentionalisierung, Reaktionstumore, Krebs,…

Diese körperlichen Spuren sind oft wahrhaftiger als jede offizielle Geschichtsschreibung.

Sie sind nicht interpretierbar im Sinne politischer Narrative – sie sind.

Die Wahrheit des Krieges ist nicht abstrakt, sondern leiblich. Es entsteht ein radikaler Perspektivwechsel.

Die Wahrheit eines Krieges ist nicht in Dokumenten, sondern in Menschen eingeschrieben.

Sie ist konkret, verletzlich, widersprüchlich, lebendig, tödlich.

Und sie (die Wahrheit) bleibt bestehen, lange nachdem der Krieg offiziell „vorbei“ ist.

Krieg nicht als Ereignis, sondern als Prozeß verstanden.

Ein Prozeß, der in Körpern weiterarbeitet, in Landschaften, in Sprachen, in Familiengeschichten.

Er macht sichtbar, daß Geschichte nicht nur erzählt, sondern erlebt wird.

Und daß Wahrheit nicht nur gedacht, sondern gefühlt wird.

Die Geschichte eines Krieges läßt sich nicht allein aus seinen Ursachen oder seinen offiziellen Chroniken begreifen, sondern vor allem aus den Wirkungen, die er in den Körpern und Bewegungen der Menschen hinterläßt.

Wahrheit erscheint hier nicht als abstrakte Erkenntnis, sondern als leiblich erfahrbare Spur: in der Erschöpfung der Fliehenden, in der Spannung ihrer Muskeln, in den Störungen ihres Schlafs, in den Blicken, die gelernt haben, Gefahr zu antizipieren.

Flucht wird so zur sichtbarsten Form der Wahrheit, weil sie zeigt, daß ein Raum unbewohnbar geworden ist und daß Gewalt nicht nur stattgefunden hat, sondern fortwirkt.

Die Körper der Flüchtenden werden zu Archiven, in denen sich der Krieg einschreibt – nicht als Erzählung, sondern als Rhythmus, als Reflex, als Schmerz.

In ihnen enthüllt sich eine Geschichte, die keine Worte braucht, um wahr zu sein, weil sie im Gewebe des Lebendigen selbst fortbesteht.

Erst wenn diese Geschichte abgeschlossen ist und die Deutungen zur Ruhe zu kommen scheinen, wenn uns die Interpretationen in all ihren Widersprüchen vor Augen geführt worden sein werden, dann erst ist das Rätsel seines Textes, das Rätsel seines Werkes als das Rätsel seiner Motive, Veranlassungen, Verflechtungen erkannt und vielleicht gelöst.

Dann liegt vielleicht die Wahrheit seiner Textur vor Augen.

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente !

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, – vielleicht sogar eine Zielgerichtetheit (ohne Methode oder Kritik sein zu wollen oder zu können), – eine Zielgerichtetheit auf die Verantwortlichkeit für den Anderen!

Körper brauchen Raum. Macht ist dort, wo Raum gewährt wird oder verweigert werden kann.

Flüchtlingen zum Beispiel. Flüchtlinge sind machtlos, weil sie ortlos sind und Aufnahme finden müssen als Abhängige von einer Barmherzigkeit, nur selten rekurrierend auf eine Verrechtlichung.

Der Körper muß von der Geschichte her gedacht werden und als Leiblichkeit erkannt, also entziffert werden. Die Entschleierung seiner Textur. Abhängig von unserer Erinnerungsarbeit und unserer Vorstellungskraft. Und unter den Blicken der Anderen, dem Blick der Anderen. Ich setze den Anderen und mich gleich und kann deshalb von mir als Mensch sprechen wie über den Anderen, der ein Mensch gleich wie ich ist (Levinas).

Ich ist ein „Flüchtling!

Ich empfinde und das heißt, ich kann nicht nur über mich als Empfindenden sprechen, sondern gleichzeitig über die Welt und über die Anderen.

Leiblichkeit antwortet immer schon auf fremden Anspruch, sie ist nach Husserl ein Umschlagplatz zwischen Kultur und Natur. Leiblichkeit formuliert eine Machtgeschichte, die alles betrifft, was unsere Körper ausmacht. Auch besonders unser Denken und Fühlen.

Für Freud ist das Ich von vornherein in einer Sphäre der Triebschicksale eingelassen. Man kann von Liebesschicksalen sprechen, insofern die Beziehung zum Anderen vorgeprägt ist durch eine Vor-vergangenheit, die das Ich schon prägt, bevor es zu dieser Vergangenheit Stellung nehmen hätte können.

Anspruchskonflikte, Autoritätskonflikte, Übertragungen, die in ihren Verknotungen von Leben als Schrift, die nicht oder nur weit in der Nachträglichkeit dechiffrierbar wäre, Möglichkeiten unterbinden. Und anders als erwartbar, ermöglichen.

Über den leiblichen Menschen sprechen und denken heißt über die Natur zu sprechen und zu denken. Demzufolge geht die Frage nach dem Empfinden weit über eine bloß kognitive Orientierung in der Welt hinaus.

Die Wahrheit eines Werks enthüllt sich allein in der Geschichte seiner Wirkungen von Wahrheiten.

„Zu wissen, warum du lebst und gelebt hast, glaubst du, solange du nicht in der Schußlinie des Todes stehst.“ (Erika Burkart, „Grundwasserstrom“ Zürich 2000)

Zur selben Zeit denken wir das Unmögliche und das (dieses >zur selben Zeit<) ist das Unmögliche! (Derrida, Donner le temps I)

Die Gabe gibt, verlangt und nimmt Zeit.

Fiduziarische Vorgänge oder ökonomische.

Eine Gabe verlangt Zeit und Dauer, ein Warten, das nicht vergißt.

Es bedarf einer inneren Notwendigkeit, um aus einem Geben eine Gabe zu machen, es bedarf des Unterschieds zur Schuld und zur Bezahlung. Es braucht einen Unterschied zur Ökonomie des Tausches. Es braucht die Dauer mit open end.

Vielleicht ohne Ende. Ohne eine  Logik des Kredits. (cf. M. Mauss im Gegensatz zu Marx).

Die Gabe wäre ein Ereignis ohne Kreditverschreibung, das dadurch sogar aus dem Gedächtnis verschwinden könnte, also nie zurückkehrt.

Also keine Belohnung für eine Gabe und sei es irgendwann.

Die Gabe als „wirkliche“ Gabe wäre also in unseren Gesellschaften unökonomisch, – ohne Aufzeichnung und ohne Rückgaberecht!

Disseminativer Wahnsinn!? Gabe als reines Geben (cf. Derrida, La  dissémination, passim).

Die Gabe gibt, verlangt und nimmt Zeit.

Fiduziarische Vorgänge oder ökonomische?!?

Aus der Dissemination erwächst das Fruchtbare. Nicht unbedingt, aber möglicherweise.

Nie aus der reinen Ökonomik!

Von da her sollte man die rechtlichen und ökonomischen Begriffe „Freiheit, Pflicht, Freigebigkeit, Großzügigkeit, Verschwendung versus Sparsamkeit, Interesse, Nützlichkeit“ immer im Auge behalten und einer fraglichen Überdenkbarkeit aussetzen.

Die Wahrheit eines Werks (!!!) enthüllt sich erst und allein in der erkannten(!) Geschichte seiner Wirkungen.  

Zur selben Zeit denken wir das Unmögliche und das (dieses >zur selben Zeit<) ist das Unmögliche! (Derrida, Donner le temps I) 

Freude, Freundschaft, Freiheit!    Eine politische Landschaft!  Eine bepflanzte Oberfläche! Pfropfungen in den Leibern.

Diese Grenzlinien vergangener Mächte, sie brechen auf in die Geschichte der Gegenwart. Das verdrängte Unterdrückte bricht ein in den Alltag der sogenannten zivilisierten Gesellschaften.

Autokratien zum Teil, Demokratien, die selbst noch um ihr Kommen ringen.

Die Grenzlinien der Macht sind niemals endgültig gezogen. Sie verschieben sich, überlagern sich, reißen auf.

Wo Macht sich selbst zum Recht erhebt, entstehen jene unsichtbaren Risse, durch die das Vergangene in die Gegenwart zurückkehrt. Rußland. China. Türkei. USA.

Die unterdrückten Erfahrungen früherer Herrschaftsformen verschwinden nicht, sie lagern sich ab wie Sedimente, die unter dem Druck neuer Ordnungen nur scheinbar erstarren. In Momenten gesellschaftlicher Erschütterung brechen sie hervor und dringen in den Alltag der sogenannten (zivilisierten) Gesellschaften ein – Autokratien, Demokratien (oder noch nicht), die selbst noch um ihr eigenes Werden ringen, um die fragile Balance zwischen Freiheit und Kontrolle, zwischen Offenheit und Angst.

So zeigt sich, daß die Geschichte der Macht nicht hinter uns liegt, sondern in jedem politischen und sozialen Gefüge weiterwirkt (sogar fallweise als Krieg herauseitert!), als unruhige Erinnerung und als Mahnung, daß Recht nie selbstverständlich ist, sondern immer neu errungen werden muß.

So wird der Körper zum Ort, an dem sich die Machtverhältnisse der Vergangenheit und die Unsicherheiten der Gegenwart kreuzen. In ihm zeigt sich, daß Krieg nicht endet, wenn die Waffen schweigen, und daß Erinnerung nicht bloß ein mentaler Akt ist, sondern ein fortdauernder Prozeß, der im Gewebe des Lebendigen weiterarbeitet.

Die Wahrheit des Krieges ist nicht abgeschlossen. Sie wandert, sie atmet, sie verändert die Räume, in denen sie ankommt.

Und vielleicht ist es gerade diese Unabgeschlossenheit, die uns zwingt, die Geschichte nicht als etwas Vergangenes zu betrachten, sondern als etwas, das uns berührt, formt und herausfordert – jeden Tag, in jedem Körper, der seine Spuren trägt.

Vielleicht müssen wir zugeben, daß Krieg nicht nur ein historisches Ereignis ist, sondern eine fortdauernde Präsenz, die sich in Körpern, Räumen und politischen Ordnungen sedimentiert.

Erinnerung ist deshalb kein Akt des Rückblicks, sondern ein tastender Versuch, die unsichtbaren Linien zu erkennen, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpfen.

In den Körpern der Überlebenden, in den Bewegungen der Vertriebenen, vielleicht in uns allen, in den Rissen unserer Gesellschaften, in unseren Politkörpern, sogar in unseren Demokratien wird sichtbar, daß die Geschichte nicht vergeht, sondern sich verwandelt – und daß ihre Wahrheit nicht im Archiv der Dokumente liegt, sondern im lebendigen Gewebe derer, die sie tragen.

Vielleicht besteht unsere Aufgabe weniger darin, den Krieg zu erklären, als darin, seine Spuren zu lesen: aufmerksam, verletzlich, ohne die Illusion, daß sie jemals vollständig verschwinden.

Denn erst in dieser Anerkennung beginnt eine Form von Verantwortung, die nicht auf Vergessen baut, sondern auf der Fähigkeit, das Fortwirken des Vergangenen im Jetzt wahrzunehmen – und ihm eine andere Zukunft entgegenzustellen.

Zur abschließenden Erhellung Freud, Lacan, Derrida in Anspruch genommen.

Communio: Lux aeterna.  Lux perpetua luceat eis. Das ewige Licht leuchte ihnen.

Die Psychoanalyse nach Sigmund Freud und Jacques Lacan bietet tiefgreifende, oft unbequeme Einblicke in die menschliche Psyche, die Krieg, Wahrheit, Landschaft, Leib und Begehren nicht als getrennte Phänomene, sondern als miteinander verwobene Aspekte unbewußter Prozesse betrachtet.

Während Freud den Fokus auf Triebdynamik (Es/Ich/Über-Ich) legt, betont Lacan die Strukturierung des Subjekts durch Sprache (Symbolisches) und Mangel.

Krieg (und Aggression)

Freud („Warum Krieg?“, „Zeitgemäßes über Krieg und Tod“):

Krieg ist Ausdruck des Todes- und Zerstörungstriebs (Thanatos), der dem Lebewesen innewohnt und sich gegen den Nächsten richtet. Aggressivität ist ein fundamentales, nicht ausrottbares Triebpotenzial, das bei Kollektiven (Staaten) zügellos ausbrechen kann. Kultur soll den Trieb bändigen, führt aber oft nur zur Sublimierung oder Verschiebung.

Lacan:

Krieg ist eng mit der Unmöglichkeit verbunden, die eigene Jouissance (Genuß/Lustgewinn im Schmerzhaften) zu regulieren. Es ist oft eine Frage der Identifikation im Imaginären (Spiegelstadium), wo der Andere als Feind konstruiert wird.

Wahrheit

Freud:

Die „Wahrheit“ ist oft verdrängt. Sie zeigt sich in Symptomen, Fehlleistungen und Träumen. Die analytische Wahrheit ist eine individuelle Wahrheit, die oft in der „Urgeschichte“ des Subjekts (Kindheit) wurzelt. Die psychoanalytische „Kulturarbeit“ besteht darin, diese verdrängte Wahrheit trotz Widerständen bewußt zu machen.

Lacan:

Wahrheit ist „Struktur der Fiktion“. Sie ist das, was sich der vollständigen sprachlichen Artikulation entzieht, da Sprache (das Symbolische) immer lückenhaft ist. Wahrheit „entsteht“ im Diskurs, ist aber nie ganz greifbar.

Landschaft (und Raum)

Freud/Psychoanalyse:

Räume werden oft als topographische Metaphern für den seelischen Apparat genutzt (Bewußt/Unbewußt). Landschaft kann als Projektionsfläche für innere Zustände (Landschaft als Leib-Metapher) oder als Ort des Traumas (Schlachtfeld) dienen.

Lacan: 

Der Raum wird durch das Symbolische und Imaginäre strukturiert. Das, was man sieht (Landschaft), wird durch das „Zeichen“ (Signifikant/Signifikat/Signifikant/Signifikat, die Sprache) bestimmt, das der Andere (Ordnung) vorgegeben hat. 

Leib (unser je eigener Körper)

Freud: 

Das Ich ist „vor allem ein körperliches Ich“. Es ist die Projektion einer Oberfläche. Triebe (Libido) sind „an den Körper gebunden“. Körperliche Symptome (Hysterie, Phobien, Überlegenheitsgefühle, Schizoidität, Minderwertigkeitsgefühle, Magersucht, Freßsucht, Depressionen, Paranoia, Schizotypie, Schizotypismus, Psychose, Schizophrenie, …) sind Ausdruck verdrängter seelischer Konflikte.

Lacan: 

Der Körper wird erst durch das Bild im Spiegel (Imaginäres) und die Sprache (Symbolisches) als Einheit konstituiert. Lacan unterscheidet zwischen dem biologischen Körper (Need) und dem erogenen Körper, der durch den „Mangel“ (Begehren) strukturiert wird. Die Jouissance durchdringt den Körper. 

Das Begehren (Desire)

Freud: 

Begehren (Wunsch) ist primär das Streben des „Es“ nach Lustbefriedigung (Lustprinzip). Es entsteht aus einem Mangel (z.B. der Triebbefriedigung).

Lacan: 

Dies ist einer seiner Kernbegriffe. „Begehren ist ein Verhältnis des Seins zum Mangel“.   

Kein Bedürfnis: Es ist nicht Hunger (Need), sondern das, was nach Abzug des Bedürfnisses von der Forderung (Demand) übrig bleibt.

Begehren des Anderen: Man begehrt nicht ein Objekt, sondern man begehrt, das zu sein, was dem Anderen fehlt, oder man begehrt, was der Andere begehrt.

Objekt a: Das Objekt des Begehrens ist letztlich unerreichbar (objet petit a), was das Begehren metonymisch (nie endend) am Laufen hält.

Freud sieht den Menschen als von Trieben gesteuert, die in der Kultur (Krieg/Frieden) zivilisiert werden müssen. Lacan betont, daß der Mensch ein „sprechendes Wesen“ ist, das durch Mangel, Sprache und die unaufhörliche Suche nach Anerkennung (Begehren) definiert wird.

Für Freud und Lacan ist der Krieg kein Betriebsunfall der Zivilisation, sondern ein Ausbruch dessen, was unter der Oberfläche immer präsent ist. In ihrer Welt ist der Mensch kein rationales Wesen, sondern ein von unbewußten Kräften getriebenes Subjekt.

Der Mensch als Rohling. Der sich nicht (mehr) erkannt fühlende und beleidigte (ob zurecht oder zuunrecht spielt keine große Rolle) Mensch findet mangels Worten, mangels reflektorischer und sich permanent bearbeitender Bildung des Selbsts keinen Halt mehr in seiner schwach ausgebildeten zivilisatorischen Verfaßtheit.

ER, der Mensch (sehr viel öfter der männlich definierte Mensch) verliert seine Fassung und geht,  außer sich geraten, fassungslos und in gepanzertem Körper erstarrt (cf. Theweleit) in den Mord oder Selbstmord.

Landschaft und Leib

In der Psychoanalyse ist der Körper nicht einfach nur Fleisch, und die Landschaft nicht nur Umgebung.

Der Leib (Le corps): Lacan unterscheidet zwischen dem biologischen Organismus und dem „Leib“. Durch das Spiegelstadium erkennt sich das Kind erstmals als Ganzheit. Der Leib ist also ein Bild, eine imaginäre Konstruktion. Er ist die „Landkarte“ unserer Identität.

Die Landschaft: Sie kann als Projektionsfläche des Unbewußten verstanden werden. In der psychoanalytischen Ästhetik ist die Landschaft oft eine Erweiterung des Leibes oder ein Raum, in dem das Subjekt seine Sehnsüchte und Ängste verortet (das „Unheimliche“). Die Grenze zwischen Innen (Leib) und Außen (Landschaft) ist fließend.

Was heißt hier „Begehren“ ?

Das Begehren (désir) ist der zentrale Motor bei Lacan und unterscheidet sich strikt vom biologischen Bedürfnis.

Begehren versus Bedürfnis: Ein Bedürfnis (Hunger) kann gestillt werden. Das Begehren hingegen ist unendlich, weil es ein Verlangen nach fortwährender Anerkennung ist.

Das Begehren des Anderen:

Lacan sagt berühmterweise „Das Begehren des Menschen ist das Begehren des Anderen.“

Wir begehren das, was andere begehren, oder wir wollen vom Anderen begehrt werden.

Mangel: Das Begehren entsteht aus einem fundamentalen Mangel. Wir suchen ständig nach einem Objekt (dem Objekt klein a), das uns „ganz“ machen soll, aber dieses Objekt existiert nicht.

Landschaft und Leib als „Text“ gelesen und bearbeitet. Das Begehren hält uns am Leben, indem es uns immer weiter suchen läßt, ohne je endgültig ans Ziel zu kommen.

Diese Konzepte sind eng miteinander verwoben. Der Krieg ist oft ein pervertierter Versuch, den Mangel des Begehrens durch totale Zerstörung oder Aneignung von Landschaft und fremden Leibern zu füllen – eine Suche nach einer Wahrheit, die im Kern leer bleibt.

Für Lacan ist das Reale nicht die Realität. Die Realität ist das, was wir durch Sprache und Bilder verstehen. Das Reale hingegen ist das, was sich nicht in Worte fassen läßt – das Trauma, der nackte Tod, der „Lärm und der Zorn“.

Der Krieg als Einbruch. Im Krieg bricht das Reale in unsere geschützte Welt ein. Alle symbolischen Sicherheiten (Gesetze, Moral, Identität) versagen. Die Wahrheit des Krieges ist bei Lacan die Begegnung mit dem Abgrund, den wir normalerweise durch unseren Alltag verdecken.

Derrida würde hier einwenden, daß Krieg niemals „rein“ ist. Er ist immer schon von SCHRIFT, – Ideologien und Rechtfertigungen durchdrungen. Für ihn ist die Wahrheit des Krieges eine Aporie,  – ein unauflösbarer Widerspruch.

Krieg ist der Moment, in dem die „Gerechtigkeit“ (die unmöglich ist) vom „Recht“ (das gewaltsam ist) geschieden wird.

Während Lacan den Leib als Bild (Imaginäres) sieht, versteht Derrida alles als eine Form von Textur.

Für Derrida ist der Leib kein abgeschlossenes Ganzes, sondern eine Einschreibung unter die erste Oberfläche. Verletzungen im Krieg sind gewaltsame unvorhersehbare „Einschreibungen“. Der Leib ist eine Landschaft, auf der die Geschichte ihre Narben hinterläßt.

Landschaft und Différance. Die Landschaft ist bei Derrida nie einfach „da“.

Sie ist geprägt von der Différance (Aufschub und Unterschied). Eine Grenze in der Landschaft ist nicht nur eine Linie, sondern ein gewaltvoller Akt der Trennung.

Die Landschaft im Krieg ist eine „verwundete Textur„, die zeigt, daß Identität immer auf dem Ausschluß des Anderen basiert.

Achten wir weiter dosiert auf Jacques Derrida. Hören wir hin. Wir hören die Ukraine. Leiden. Hoffnung. Weinen. Das Begehren und das Unmögliche.

Lacan sagt, das Begehren sei auf ein Objekt gerichtet, das fehlt. Derrida radikalisiert dies durch die Idee der Unentscheidbarkeit.

Begehren nach dem Anderen. Das Andere. Die Anderen. Lacan sieht das Begehren als den Wunsch, die Leere zu füllen.

[[ Fußnote, Einschub:

„Hostipitalität“ (französisch: hostipitalité) ist ein von Jacques Derrida geprägtes Kofferwort, das die tiefe und paradoxe Verbundenheit von Gastfreundschaft (hospitalité) und Feindseligkeit (hostilité) beschreibt. Es ist ein bezeichnender Begriff seiner dekonstruktivistischen Ethik, der verdeutlicht, daß Gastfreundschaft immer auch das Potenzial zur Feindschaft in sich trägt.

Die Unmöglichkeit reiner Gastfreundschaft.

Derrida unterscheidet zwischen einer bedingungslosen (absoluten) Gastfreundschaft und bedingten Gesetzen der Gastfreundschaft. Wahre Gastfreundschaft fordert, den Fremden willkommen zu heißen, ohne nach seinem Namen, seiner Identität oder seinen Absichten zu fragen.

Hostipitalität eine Aporie. In der Praxis ist Gastfreundschaft jedoch immer an Bedingungen geknüpft (Gesetze, Grenzen, Identitätskontrollen). Diese Bedingungen machen die Gastfreundschaft notwendig, beschränken sie aber gleichzeitig und verwandeln sie in ihr Gegenteil – Hostility (Feindseligkeit).

Der Akt des Empfangens ist somit immer ein Akt, der den Gast kontrolliert und einschränkt.

Der Fremde eine Bedrohung. Der Begriff verdeutlicht, daß der Gast (hôte auf Französisch bedeutet sowohl Gast als auch Gastgeber) potenziell als Feind gesehen wird.

Die „Hostipitalität“ ist die Erfahrung dieses Paradoxons, daß der Schutz des Eigenen (das Zuhause, der Staat) eine feindselige Haltung gegen den Fremden impliziert.

Daraus folgen politische Implikationen. Derrida entwickelte dieses Theorem in Auseinandersetzung mit Xenophobie, Einwanderungsgesetzen und dem Asylrecht. Es hinterfragt, wie Gastfreundschaft in modernen Nationalstaaten praktiziert wird – oft als eine begrenzte, überwachte Aufnahme, die eher auf Mißtrauen als auf absoluter Offenheit beruht.

Hostipitalität ist für Derrida die unlösbare, aber notwendige Spannung, in der Gastfreundschaft stets von Feindseligkeit durchzogen ist.

Kurz einmal auf die Etymologie hinweisend.  Derrida verweist auf das lateinische Wort hostis, das ursprünglich sowohl „Fremder/Gast“ als auch „Feind“ bedeuten konnte.

Die Aporie der Macht. Wahre Gastfreundschaft setzt voraus, daß der Gastgeber Herr in seinem eigenen Haus ist. Doch genau diese Behauptung von Macht und Grenzen stellt bereits eine potenzielle Ausgrenzung oder Kontrolle des Gastes dar. Die Aporie der Macht.

Nun noch zur bedingten versus unbedingten Gastfreundschaft.

Bedingt heißt geregelt durch Gesetze, Pässe und Bedingungen (z.B. staatliches Asylrecht). Sie ist laut Derrida immer mit einer Form von Gewalt oder Kontrolle verbunden.

Unbedingt verlangt eine unmögliche, reine Gastfreundschaft, die den Fremden ohne jede Identitätsprüfung oder Gegenleistung empfängt.

Selbstsaufgabe!?  In der Praxis schlägt Gastfreundschaft oft in Feindseligkeit um, wenn der Gast die Regeln des Hauses bricht oder der Gastgeber seine Kontrolle bedroht sieht – der Gast wird zum „Parasiten“ oder der Gastgeber zum „Geiselnehmer“.

Derridas Konzept verdeutlicht, daß jede Form des Willkommens eine innere Spannung birgt.

Man kann nicht gastfreundlich sein, ohne gleichzeitig Grenzen zu ziehen, die den anderen zum „Anderen“ (und damit potenziellen Feind) machen. ]]

„Wir“ (!?) begehren die Vernichtung des Anderen, weil seine bloße Existenz unsere eigene Identität (unseren Leib, unsere Landschaft) in Frage stellt.

Der Kreml und sein Begehren. Die schlimme Nachricht. Hört dieses Land, seine Führungen jemals auf zu begehren?!

Derrida nutzt die Spannung der Hostipitalität, um zwei sehr einflußreiche politische Konzepte zu dekonstruieren. Immanuel Kants Entwurf des Weltbürgerrechts und die moderne staatliche Flüchtlingspolitik beziehungsweise die europäische Flüchtlingspolitik.

Die Kritik an Immanuel Kant (Weltbürgerrecht)

In seinem Entwurf „Zum ewigen Frieden“ formulierte Kant das Hospitalitätsrecht: Jeder Fremde hat das Recht, bei seiner Ankunft auf fremdem Boden nicht feindselig behandelt zu werden. Doch Derrida sieht hier eine entscheidende Einschränkung:

Das Besuchsrecht versus Gastrecht.  Kant gewährt lediglich ein Besuchsrecht, kein dauerhaftes Gastrecht. Der Fremde darf nur so lange bleiben, wie es für den Austausch (Handel/Kommunikation) nötig ist.

Für Kant ist Gastfreundschaft ein Rechtsbegriff, kein moralisches Umsonst. Sie ist an den Staat und das Gesetz gebunden. Die Regel der Bedingtheit.

Derrida argumentiert, daß Kant damit die Gastfreundschaft domestiziert. Indem man sie rechtlich einrahmt, sichert man primär die Souveränität des Gastgebers ab.

Wahre Gastfreundschaft müßte laut Derrida über das Recht hinausgehen und das Risiko des Unvorhersehbaren akzeptieren.

Derrida überträgt diese philosophische Aporie (Unauflösbarkeit) direkt auf die Politik der Nationalstaaten.

Der Staat als Türsteher. Der Staat verkörpert die Hostipitalität par excellence.

Er bietet Schutz (Hospitalität), fordert aber totale Transparenz (Hostilität). Ein Flüchtling muß sich identifizieren, seine Geschichte beweisen und sich den Regeln unterwerfen.

Das Paradoxon der Integration. Integration wird oft als Akt der Gastfreundschaft verkauft.

Derrida zeigt jedoch auf, daß sie oft eine Form der Assimilation ist: „Du bist willkommen, solange du so wirst wie wir.“

Différance und Hospitalität (statt der Gefahr und den fast zwanghaften Einfall der Hostipitalität).

Zusammenfassende Gegenüberstellung zur besseren Orientierung:

Aspekt     Bedingte Gastfreundschaft (Staat/Kant)       Unbedingte Gastfreundschaft (Derrida/Ethik)

Grundlage        Recht, Gesetz, Vertrag                                Ethik, Gabe, Offenheit

Identität   „Wer bist du?  Zeig deinen Paß.“            „Tritt ein, wer auch immer du bist.“

Ziel        Ordnung und Sicherheit                 Die radikale Begegnung mit dem Anderen

Gefahr        Ausschluß und Bürokratie           Selbstaufgabe des Gastgebers

Für Derrida muß die Politik (das Machbare) immer durch die unmögliche, unbedingte Gastfreundschaft herausgefordert werden, damit sie nicht in reine Verwaltung und Abwehr erstarrt.

In seinem Werk „Von der Gastfreundschaft“ (Passagen Verlag, Wien) faßt Derrida die unauflösbare Spannung zwischen dem Ideal und der Realität treffend zusammen.

Das Paradoxon ist, – wir müssen den Fremden als „Fremden“ identifizieren (Pass, Name), um ihn rechtlich aufzunehmen, – doch in dem Moment, in dem wir ihn identifizieren und Bedingungen stellen, haben wir die reine Gastfreundschaft bereits verraten.

Wichtig bleibt für uns (alle), – trotz dieser Unmöglichkeit darf die „unbedingte Gastfreundschaft“ nicht aufgegeben werden.

Gastfreundschaft ist für Derrida also kein friedlicher Zustand, sondern ein ständiger Kampf mit der eigenen Angst vor dem Kontrollverlust.

Für Jacques Derrida ist die Frage nach dem Namen der Moment, in dem die reine Gastfreundschaft kippt.

In seinem Werk „Von der Gastfreundschaft“ analysiert er dies als den Übergang von der Ethik zum Recht.

Sobald wir den Gast fragen: „Wie heißt du?“, beginnen wir, ihn zu kontrollieren.

Wir verlangen eine Identität, einen sozialen Status oder einen Paß.

Er bricht einfach herein (wie eine Geburt oder ein Ereignis), ohne angekündigt zu sein.

Wenn ich jemanden gastfreundlich aufnehmen will, muß ich ihn ansprechen können. Aber indem ich ihn mit seinem Namen anspreche, mache ich ihn zum Subjekt meiner Sprache und meiner Gesetze. Er ist dann kein „absoluter Anderer“ mehr, sondern ein bekannter Gast.

Der Name ist das Instrument, mit dem der Gastgeber (Host) seine Macht über den Raum behauptet.

Wahre Gastfreundschaft hieße für Derrida: „Komm!“ – ohne zu fragen, wer da kommt.

Da dies in der Realität der Staaten und Gesetze fast unmöglich ist, bleibt die Gastfreundschaft immer ein spannungsgeladener Prozeß zwischen dem Willkommen und der Kontrolle.

Die Kombination dieser Denker zeigt uns, die Wahrheit im Kontext von Krieg ist keine Information, sondern eine Erschütterung.

Alle Liebe Euch!

Krieg und Wahrheit / War and Truth. War Requiem.  (Dt./Engl.) 15.02.2026 Url/Link: 

https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/15/krieg-und-wahrheit/

Krieg und Wahrheit / War and Truth,- eine Ergänzung (Dt./Engl.) 28.02.2026 Url/Link: 

https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/28/krieg-und-wahrheit-war-and-truth-eine-ergaenzung/

                                         

What is a landscape and what is its truth?

“We consider it fundamentally impossible to separate the signified from the signifier through interpretation or commentary and thus to destroy the ‘writing’ through the writing, which is also reading; nevertheless, we believe that this impossibility is historically articulated.” (Derrida)

 Deconstruction has an ethical component! (Derrida)

Deconstruction has an ethical component—perhaps even a purposefulness (without wanting or being able to be methodical or critical)—a purposefulness aimed at responsibility for others!

The history of its effects. The history of a war is revealed through the discovery of the truth about its effects, e.g., its effects on flight, its effects on the bodies of its refugees.

Only when this history is complete and the interpretations seem to have settled, when the interpretations in all their contradictions have been brought before our eyes, only then is the mystery of his text, the mystery of his work as the mystery of his motives, causes, and interrelationships recognized and perhaps solved.

Bodies need space. Power is where space can be granted or denied. Refugees, for example. Refugees are powerless because they are placeless and must find refuge as dependents on mercy, rarely resorting to legalization.

The body must be thought of in terms of history and recognized as physicality, that is, deciphered. The unveiling of its texture.

Dependent on our work of remembrance and our imagination.

And under the gaze of others, the view of others.

I equate the other with myself and can therefore speak of myself as a human being in the same way as I speak of the other, who is a human being just like me (Levinas).

When we say “The history of a war is revealed by uncovering the truth about its effects,” we shift the focus away from the battlefield, away from generals, strategies, and political statements. Instead, we focus on the consequences—and thus on the people who bear them.

Truth as effect, not as cause.

War is often explained in terms of its causes.  Power interests, historical territorial claims, territorial disputes, imperial phantasmagoria, historical delusions, ideologies, religions, expansionist ambitions, megalomania, ignorance of suffering, lack of compassion, hatred, hostility, mass murder greed, superhuman mania, subhuman thinking, racism, sexual incapability, antipathy, unconscious desires, craving for omnipotence, delusional ego inflation as master of the largest and most extensive nuclear arsenal, geopolitical tensions, power fantasies, male fantasies, sexism, greed, paranoia, schizophrenia.

But the truth of war is much more evident in what it leaves behind. Destroyed cities, broken lives, traumas that leave their mark on bodies, waves of refugees that change entire societies.

So the truth is not what politicians say, but what people suffer.

Flight as a visible trace of the largely invisible text of war.

Flight is one of the most immediate effects of war.

It is movement in space, movement in the body, and movement in memory.

Flight shows that a space has become uninhabitable.

It shows that violence has not only taken place, but continues to have an effect.

Bodies become archives of pain. Scars, insomnia, hypervigilance, speechlessness, altered gestures, a different gaze,  social isolation, painful and armored bodies (cf. Klaus Theweleit),  suicidal feelings or intentions of revenge, reactionary tumors, cancer…

These physical traces are often more truthful than any official historiography.

They cannot be interpreted in terms of political narratives—they simply are.

The truth of war is not abstract, but physical. A radical change of perspective emerges.

The truth of a war is not inscribed in documents, but in people.

It is concrete, vulnerable, contradictory, alive, deadly.

And it (the truth) remains long after the war is officially “over.”

War understood not as an event, but as a process.

A process that continues to work in bodies, in landscapes, in languages, in family histories.

It makes it visible that history is not only told, but experienced.

And that truth is not only thought, but felt.

The history of a war cannot be understood solely from its causes or official chronicles, but above all from the effects it leaves on people’s bodies and movements.

Truth here appears not as abstract knowledge, but as a physically tangible trace: in the exhaustion of those fleeing, in the tension of their muscles, in their disturbed sleep, in their eyes, which have learned to anticipate danger.

Flight thus becomes the most visible form of truth, because it shows that a space has become uninhabitable and that violence has not only taken place, but continues to have an effect.

The bodies of those fleeing become archives in which war is inscribed—not as a narrative, but as a rhythm, as a reflex, as pain.

They reveal a story that needs no words to be true, because it lives on in the fabric of life itself.

Only when this story is complete and the interpretations seem to have settled, when the interpretations in all their contradictions have been brought before our eyes, only then will the mystery of his text, the mystery of his work as the mystery of his motives, motivations, and interconnections be recognized and perhaps solved.

Then perhaps the truth of his texture will be before our eyes.

Deconstruction has an ethical component!

Deconstruction has an ethical component—perhaps even a purposefulness (without wanting or being able to be methodical or critical)—a purposefulness aimed at responsibility for others!

Bodies need space. Power is where space can be granted or denied.

Refugees, for example. Refugees are powerless because they are placeless and must find refuge as dependents on mercy, rarely resorting to legal recourse.

Physicality always responds to foreign demands; according to Husserl, it is a transshipment point between culture and nature. Physicality formulates a history of power that affects everything that constitutes our bodies. Especially our thinking and feeling.

For Freud, the ego is embedded from the outset in a sphere of instinctual destinies. One can speak of destinies of love insofar as the relationship to the other is pre-shaped by a pre-past that already shapes the ego before it could have taken a position on this past.

Conflicts of entitlement, conflicts of authority, transference, which in their entanglements of life as writing that cannot be deciphered, or can only be deciphered far in retrospect, prevent possibilities. And, contrary to what might be expected, enable them.

To speak and think about the physical human being is to speak and think about nature. Consequently, the question of feeling goes far beyond a merely cognitive orientation in the world.

The truth of a work is revealed solely in the history of its effects of truths.

“You think you know why you live and have lived as long as you are not in the line of fire of death.” (Erika Burkart, “Grundwasserstrom” Zurich 2000)

Respect flight and refugees! Respect life and living things!

At the same time, we think the impossible, and that (this >at the same time<) is the impossible! (Derrida, Donner le temps I)

Giving takes time, demands time, and requires time.

Fiduciary processes or economic ones.

A giving requires time and duration, a waiting that does not forget.

It requires an inner necessity to turn a giving into a gift; it requires a difference from debt and payment. It requires a difference from the economy of exchange. It requires duration with an open end.

Perhaps without end. Without a logic of credit. (cf. M. Mauss in contrast to Marx).

The gift would be an event without credit, which could even disappear from memory, never to return.

So no reward for a gift, even if it is at some point.

The gift as a “real” gift would therefore be uneconomical in our societies—without record and without the right of return!

Disseminative madness!? Gift as pure giving (cf. Derrida, La dissemination, passim).

The gift gives, demands, and takes time.

Fiduciary processes or economic ones?!?

Fruitfulness arises from dissemination. Not necessarily, but possibly.

Never from pure economics!

From this perspective, one should always keep in mind the legal and economic concepts of “freedom, duty, generosity, extravagance versus thrift, interest, usefulness” and subject them to questioning reconsideration.

The truth of a work (!!!) is revealed only and solely in the recognized (!) history of its effects.  

Living in the same time!!!   Do we live in the same time—which is impossible?!?

At the same time, we think the impossible, and that (this >at the same time<) is the impossible! (Derrida, Donner le temps I) 

Joy, friendship, freedom!    A political landscape!  A planted surface! Grafts in the bodies.

Boundaries of power. “Where power is right.”

These boundaries of past powers break into the history of the present. The repressed and oppressed break into the everyday life of so-called civilized societies.

Some are autocracies, others are democracies still struggling to establish themselves.

The boundaries of power are never definitively drawn. They shift, overlap, and tear apart.

Where power elevates itself to the status of law, invisible cracks appear through which the past returns to the present. Russia. China. Turkey. The USA.

The suppressed experiences of earlier forms of rule do not disappear; they are deposited like sediments that only appear to solidify under the pressure of new orders. In moments of social upheaval, they break out and penetrate the everyday life of so-called (civilized) societies—autocracies, democracies (or not yet), which are themselves still struggling for their own existence, for the fragile balance between freedom and control, between openness and fear.

This shows that the history of power is not behind us, but continues to have an effect in every political and social structure (even occasionally erupting into war!), as a restless memory and a reminder that justice can never be taken for granted, but must always be fought for anew.

Thus, the body becomes the place where the power relations of the past and the uncertainties of the present intersect. It shows that war does not end when the guns fall silent, and that memory is not merely a mental act, but an ongoing process that continues to work in the fabric of life.

The truth of war is not complete. It wanders, it breathes, it changes the spaces it arrives in.

And perhaps it is precisely this incompleteness that forces us to view history not as something that belongs to the past, but as something that touches, shapes, and challenges us—every day, in every body that bears its traces.

Perhaps we must admit that war is not just a historical event, but an ongoing presence that is sedimented in bodies, spaces, and political orders.

Memory is therefore not an act of looking back, but a tentative attempt to recognize the invisible lines that connect the past and the present.

Perhaps our task is less to explain war than to read its traces: attentively, vulnerably, without the illusion that they will ever disappear completely.

For it is only in this recognition that a form of responsibility begins that is not based on forgetting, but on the ability to perceive the continuing effects of the past in the present—and to counter them with a different future.

For final clarification, Freud, Lacan, and Derrida are invoked.

Communio: Lux aeterna.  Lux perpetua luceat eis. May eternal light shine upon them.

Psychoanalysis according to Sigmund Freud and Jacques Lacan offers profound, often uncomfortable insights into the human psyche, which views war, truth, landscape, body, and desire not as separate phenomena, but as interwoven aspects of unconscious processes.

While Freud focuses on drive dynamics (id/ego/superego), Lacan emphasizes the structuring of the subject through language (the symbolic) and lack.

War (and aggression)

Freud (“Why War?”, “Contemporary Thoughts on War and Death”):

War is an expression of the death and destruction instinct (Thanatos) inherent in living beings and directed against their neighbors. Aggressiveness is a fundamental, ineradicable drive potential that can erupt uncontrollably in collectives (states). Culture is supposed to tame the drive, but often only leads to sublimation or displacement.

Lacan:

War is closely linked to the impossibility of regulating one’s own jouissance (enjoyment/pleasure gained from pain). It is often a question of identification in the imaginary (mirror stage), where the other is constructed as an enemy.

Truth

Freud:

The “truth” is often repressed. It manifests itself in symptoms, slips of the tongue, and dreams. Analytical truth is an individual truth that is often rooted in the “prehistory” of the subject (childhood). Psychoanalytic “cultural work” consists of making this repressed truth conscious despite resistance.

Lacan:

Truth is the “structure of fiction.” It is that which eludes complete linguistic articulation, since language (the symbolic) is always incomplete. Truth “arises” in discourse, but is never fully tangible.

Landscape (and space)

Freud/psychoanalysis:

Spaces are often used as topographical metaphors for the psychic apparatus (conscious/unconscious). Landscape can serve as a projection surface for inner states (landscape as a body metaphor) or as a place of trauma (battlefield).

Lacan:

Space is structured by the symbolic and the imaginary. What we see (landscape) is determined by the “sign” (signifier/signified/signifier/signified, language) that the other (order) has prescribed.

Body (our own body)

Freud:

The ego is “above all a physical ego.” It is the projection of a surface. Drives (libido) are “bound to the body.” Physical symptoms (hysteria, phobias, feelings of superiority, schizoidity, feelings of inferiority, anorexia, bulimia, depression, paranoia, schizotypy, schizotypal personality disorder, psychosis, schizophrenia, etc.) are expressions of repressed psychological conflicts.

Lacan:

The body is only constituted as a unity through the image in the mirror (imaginary) and language (symbolic). Lacan distinguishes between the biological body (need) and the erogenous body, which is structured by “lack” (desire). Jouissance permeates the body.

Desire

Freud:

Desire is primarily the striving of the id for pleasure satisfaction (pleasure principle). It arises from a lack (e.g., of drive satisfaction).

Lacan:

This is one of his core concepts. “Desire is a relationship of being to lack.”   

Not a need: It is not hunger (need), but what remains after the need has been subtracted from the demand.

Desire for the other: One does not desire an object, but one desires to be what the other lacks, or one desires what the other desires.

Object a: The object of desire is ultimately unattainable (objet petit a), which keeps desire going metonymically (never ending).

Freud sees humans as driven by instincts that must be civilized in culture (war/peace). Lacan emphasizes that humans are “speaking beings” defined by lack, language, and the incessant search for recognition (desire).

For Freud and Lacan, war is not an occupational hazard of civilization, but an eruption of what is always present beneath the surface. In their world, humans are not rational beings, but subjects driven by unconscious forces.

Lacan sees truth not as facts, but as something that is “structured like a fiction.” In war, the real (the indescribable, the horrific) breaks through the symbolic (laws, language).

For Freud, the truth of war is the unmasking of humans as creatures driven by instinct. The “death drive” (Thanatos) shows that humans have a tendency toward dissolution and destruction.

The truth of war is the failure of language. When words no longer have any effect, physically crude and raw violence takes over. The crude. The uncivilized. The shark brain without foresight and without any reflection on one’s own self and others.

Unrelated. Incapable of relationships. Loner or horde life. (cf. Canetti, Crowds and Power)

Man as a brute. The person who no longer feels recognized and feels insulted (whether rightly or wrongly is irrelevant) finds, for lack of words, for lack of reflective and constantly evolving self-education, no longer any foothold in his weakly developed civilized constitution.

HE, the human being (much more often the male-defined human being) loses his composure and, beside himself, stunned and frozen in an armored body (cf. Theweleit), resorts to murder or suicide.

Landscape and Body

In psychoanalysis, the body is not simply flesh, and the landscape is not merely the environment.

The body (Le corps): Lacan distinguishes between the biological organism and the “body.” Through the mirror stage, the child recognizes itself as a whole for the first time. The body is therefore an image, an imaginary construction. It is the “map” of our identity.

The landscape: It can be understood as a projection surface of the unconscious. In psychoanalytic aesthetics, the landscape is often an extension of the body or a space in which the subject locates its desires and fears (the “uncanny”). The boundary between inside (body) and outside (landscape) is fluid.

What does “desire” mean here?

Desire (désir) is the central driving force in Lacan’s work and is strictly distinguished from biological need.

Desire versus need: A need (hunger) can be satisfied. Desire, on the other hand, is infinite because it is a craving for constant recognition.

The desire of the other:

Lacan famously says, “The desire of man is the desire of the other.”

We desire what others desire, or we want to be desired by others.

Lack: Desire arises from a fundamental lack. We are constantly searching for an object (the object small a) that will make us “whole,” but this object does not exist.

These concepts are closely intertwined. War is often a perverted attempt to fill the void of desire through total destruction or appropriation of landscape and foreign bodies—a search for a truth that remains empty at its core.

The real in war. When order breaks down.

For Lacan, the real is not reality. Reality is what we understand through language and images. The real, on the other hand, is what cannot be put into words – trauma, naked death, “noise and fury.”

War as an intrusion. In war, the real breaks into our protected world. All symbolic certainties (laws, morality, identity) fail. For Lacan, the truth of war is the encounter with the abyss that we normally cover up in our everyday lives.

Derrida would object here that war is never “pure.” It is always already permeated by WRITING, ideologies, and justifications. For him, the truth of war is an aporia, an irresolvable contradiction.

War is the moment when “justice” (which is impossible) is separated from “law” (which is violent).

While Lacan sees the body as an image (imaginary), Derrida understands everything as a form of texture.

For Derrida, the body is not a closed whole, but an inscription beneath the first surface. Injuries in war are violent, unpredictable “inscriptions.” The body is a landscape on which history leaves its scars.

Landscape and différance. For Derrida, the landscape is never simply “there.”

It is marked by différance (deferral and difference). A border in the landscape is not just a line, but a violent act of separation.

Lacan says that desire is directed toward an object that is lacking. Derrida radicalizes this through the idea of undecidability.

Desire for the other. The other. The others. Lacan sees desire as the wish to fill the void.

Derrida’s hospitality. Derrida links desire with ethics.

The deepest desire is for the “totally other” (le tout autre).

He speaks of unconditional hospitality: the desire to welcome the stranger without asking who he is.

[[ Footnote, insertion:

Hostipitality” (French: hostipitalité) is a portmanteau word coined by Jacques Derrida that describes the deep and paradoxical connection between hospitality (hospitalité) and hostility (hostilité). It is a significant term in his deconstructivist ethics, which illustrates that hospitality always carries within it the potential for hostility.

The impossibility of pure hospitality.

Derrida distinguishes between unconditional (absolute) hospitality and conditional laws of hospitality. True hospitality requires welcoming strangers without asking their name, identity, or intentions.

Hostipitality is an aporia. In practice, however, hospitality is always subject to conditions (laws, borders, identity checks). These conditions make hospitality necessary, but at the same time restrict it and transform it into its opposite—hostility.

The act of receiving is thus always an act that controls and restricts the guest.

The stranger, a threat. The term illustrates that the guest (hôte in French means both guest and host) can potentially be seen as an enemy.

Hostipitality” is the experience of this paradox: the protection of one’s own (home, state) implies a hostile attitude toward the stranger.

This has political implications. Derrida developed this theorem in engagement with xenophobia, immigration laws, and asylum rights. It questions how hospitality is practiced in modern nation-states—often as a limited, monitored form of admission based more on mistrust than absolute openness.

For Derrida, hostipitality is the insoluble but necessary tension in which hospitality is always permeated by hostility.

A brief note on etymology: Derrida refers to the Latin word hostis, which originally could mean both “stranger/guest” and “enemy.”

The aporia of power. True hospitality presupposes that the host is master in their own house. Yet this very assertion of power and boundaries already constitutes a potential exclusion or control of the guest. The aporia of power.

Now, on conditional versus unconditional hospitality.

Conditional hospitality is regulated by laws, passports, and conditions (e.g., state asylum law). According to Derrida, it is always associated with a form of violence or control.

Unconditional hospitality demands an impossible, pure hospitality that receives the stranger without any identity check or reciprocity.

Self-surrender?!

In practice, hospitality often turns into hostility when the guest breaks the rules of the house or the host feels their control threatened—the guest becomes a “parasite,” the host a “hostage-taker.”

Derrida’s concept reveals that every form of welcome harbors an inner tension.

One cannot be hospitable without simultaneously drawing boundaries that turn the other into the “Other” (and thus a potential enemy). ]]

Critique of Immanuel Kant (Cosmopolitan Right)

In his essay “Toward Perpetual Peace,” Kant formulates the right of hospitality: every stranger has the right not to be treated with hostility upon arrival on foreign soil. However, Derrida identifies a crucial limitation here:

The right to visit versus the right to be a guest. Kant grants only a right to visit, not a permanent right to be a guest. The stranger may stay only as long as necessary for exchange (trade/communication).

For Kant, hospitality is a legal concept, not a moral gift. It is bound to the state and the law. The rule of conditionality.

Derrida argues that Kant thereby domesticates hospitality. By framing it legally, one primarily secures the sovereignty of the host.

True hospitality, according to Derrida, must go beyond the law and accept the risk of the unpredictable.

Modern/European Refugee Policy

Derrida directly applies this philosophical aporia (irresolvability) to the politics of nation-states.

The state as gatekeeper. The state embodies hostipitality par excellence.

It offers protection (hospitality), but demands total transparency (hostility). A refugee must identify themselves, prove their story, and submit to the rules.

Différance and hospitality (rather than the danger and the almost compulsive intrusion of hostipitality).

Summary Table for Orientation:

Aspect

      Conditional Hospitality (State/Kant)

      Unconditional Hospitality (Derrida/Ethics)

 Foundation

      Law, contract, legislation

      Ethics, gift, openness

    Identity

      “Who are you? Show your passport.”

      “Enter, whoever you are.”

    Goal

      Order and security

      The radical encounter with the Other

    Danger

      Exclusion and bureaucracy

      Self-surrender of the host

For Derrida, politics (the realm of the possible) must always be challenged by the impossible, unconditional hospitality, lest it congeal into mere administration and defense.

In his work Of Hospitality (Passagen Verlag, Vienna), Derrida succinctly captures the irresolvable tension between ideal and reality:

The paradox is this:

— We must identify the stranger as a “stranger” (passport, name) in order to admit them legally,

— Yet the moment we identify them and impose conditions, we have already betrayed pure hospitality.

What remains crucial for us (all) is:

— Despite this impossibility, we must not abandon “unconditional hospitality.”

It serves as an ethical compass to continually question and improve existing laws (such as Kant’s or modern asylum laws).

For Derrida, hospitality is not a peaceful state, but a constant struggle with our own fear of losing control.

For Jacques Derrida, the question of the name is the moment when pure hospitality tips over.

In Of Hospitality, he analyzes this as the transition from ethics to law.

The name as the first boundary. The first hostility.

As soon as we ask the guest, “What is your name?” we begin to control them.

We demand an identity, a social status, or a passport.

In Derrida’s view, this is already a form of violence, as we fit the stranger into our framework of law and order.

The nameless arrival (L’Arrivant). Absolute hospitality is directed at someone who has no name and owes no account.

They simply break in (like a birth or an event), unannounced.

If I want to welcome someone, I must be able to address them. But by addressing them by name, I make them a subject of my language and my laws. They are no longer an “absolute Other,” but a known guest.

True hospitality, for Derrida, would mean: “Come!”—without asking who is coming.

Since this is almost impossible in the reality of states and laws, hospitality remains a tension-filled process between welcome and control.

The combination of these thinkers shows us that truth, in the context of war, is not information, but a tremor.

Lots of love to you all

Krieg und Wahrheit / War and Truth. War Requiem.  (Dt./Engl.) 15.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/15/krieg-und-wahrheit/

Krieg und Wahrheit / War and Truth,- eine Ergänzung (Dt./Engl.) 28.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/28/krieg-und-wahrheit-war-and-truth-eine-ergaenzung/

Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at

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Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

…around the clock …around the world…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

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Projekte / Projects (1989 – 2026 ff.) 37 Jahre Philosophische Praxis Wien GK & ALH

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Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, –
Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)

Grammatologische Philosophische Praxis Wien

Demokratie leben Living Democracy Demokratie leben !!!

       Demokratie leben   !     Living Democracy !

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Ich denke, jene, die autoritär denken und handeln, unterliegen einigen Grundirrtümern aufgrund vieler Fehlannahmen infolge unhinterfragter und nicht in deren Horizont des Denkens liegender Denkvoraussetzungen.  Unfähigkeit zur Selbstreflektion!

Gerhard Kaučić (geb. 1959), Philosopher, Writer, Trans-lator, Philosophical Practitioner, Queer Theorist, Deconstruction, Queertheoretiker, Philosophischer Praktiker, Schriftsteller, Über-Setzer, Philosoph, Grammatologe, Autor, Wien, Austria, Europe


Gründer (1989) der ersten grammatologischen philosophischen Praxis (GPP) weltweit, – 37 years Philosophical Practitioner Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax, Vienna, Austria, Europe


Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“
 (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011)

Anna Lydia Huber (MSc, geb. 1959, Alter 67, 2026), Philosophische Praxis 2009 ff.
Philosophische Praktikerin/Praktische Philosophie, Sprachanalytische Philosophie, Dekonstruktion, Schriftstellerin,  Übersetzerin, Österreichische Philosophin, Europäische Philosophin

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus meiner/unserer Philosophischen Praxis

Wien 37 Jahre Praxis Jubiläum (1989-2026 ff.) Jubilaeum 37 Jahre PP 2026

Die Lehre der Lekritüre der Grammatologie.

Eine jede „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv.

Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Mit Turnheim behaupte ich eine grundsätzliche Verwandtschaft von Psychoanalyse und Demokratie und von Dekonstruktion und Demokratie. Alle drei Namen sprechen von der Irreduktibilität der Singularität bei gleichzeitiger versuchter Wiederholbarkeit!

Psychoanalyse und Dekonstruktion behaupten beide eine Irreduzibilität der Hetero-Affektion in der Erfahrung eines „Eigenen“ und beide gehen von einem Wirken eines inneren Fremdkörpers aus!

Die Illisibilität eines jeden Textes und seine „Grundlosigkeit“! (vgl. Michael Turnheim, Das Andere im Gleichen, S. 11)

Der Analytiker ist ein Leser, eine Leserin. Und! Der Analytiker wird zum Schreiber, zum Schriftsteller als lesenden.

Text bleibt unlesbar lesbar ! (vgl. R. Barthes Illisibilität)

Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Affizierungen !

Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen.

Gegenwartsphilosophie

Contemporary Philosophy

Zur Frage und zum Wort „Dekonstruktion“ vgl. Jacques Derridas „Überlegungen“ in einem „Brief an einen japanischen Freund“ aus dem Jahr 1985, übersetzt ins Deutsche und abgedruckt in: J. Derrida, Psyche. Erfindungen des Anderen II. Wien 2013 (Passagen Vlg.), S. 15 – 22.

„Das Wort „deconstruction“  bezieht, wie jedes andere auch, seinen Bedeutungswert nur von einer Einschreibung in eine Kette möglicher Substitutionen, in das, was man so seelenruhig einen „Kontext“ nennt.“ (ebda., S. 21)

„Allem Anschein zum Trotz ist die Dekonstruktion jedenfalls weder eine Analyse noch eine Kritik …

Eine Analyse ist sie insbesondere deshalb nicht, weil die Zerlegung (décomposition) einer Struktur kein Rückgang zum einfachen Element, zu einem nicht weiter zerlegbaren Ursprung ist.

Diese Werte, wie der der Analyse, sind selbst der Dekonstruktion unterworfene Philosopheme.“ ( S. 19)


„Die Dekonstruktion hat Statt, sie ist ein Ereignis (événement), das nicht erst auf die Überlegung, das Bewußtsein oder die Organisation des Subjekts, nicht einmal der Moderne, wartet. 

Es dekonstruiert sich.“ (S. 20)   

Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“ (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011

Die Dekonstruktion hat notwendigerweise von innen her zu operieren, sich aller subversiven, strategischen und ökonomischen Mittel der alten Struktur zu bedienen, sich ihrer strukturell zu bedienen“ (DerridaGrammatologie, S. 45), um schließlich den nicht strukturell zu erfassenden Praxischarakter der Wahrheit freizulegen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An-und Abwesendsein der Wahrheit, des etwas Erblickens und dadurch anderes Aus-dem-Blickfeld-Ausschließens. (H. Kimmerle, J. Derrida zur Einführung, S. 49)

Dekonstruktion läßt sich nicht in einen „Begriff“ Dekonstruktion einschließen.

Und Dekonstruktion erschließt beziehungsweise eröffnet einen Zugang zum Anderen durch Entdeckungen von Unbekanntem oder bisher Ungedachtem.

Dekonstruktion läßt sich nicht definieren und nicht abschließen (vgl. dazu J. Derrida, Limited Inc, S. 171 ff.).

Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates. Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.

Ein Text, der vielleicht aus gewohnter (binärer) These und Antithese besteht, enthüllt, wenn er dekonstruiert wird, beispielsweise eine Vielzahl von Perspektiven, die gleichzeitig vorhanden sind, – oft in Konflikt miteinander.

Dieser Konflikt aber wird durch die Dekonstruktion erst sichtbar.

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) könnte dazu einen nicht wenig gewichtigen Beitrag leisten, denke ich.

Denken wir.

Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsere Charakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –

Url/Link: 

https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English)   

Sokratismus / Grammatologie

Frage des Schülers:

Ich habe in Ihre Texte schon des Öfteren reingelesen und verstehe noch nicht so ganz, was die klassische Sokratische Methode in einer Philosophischen Praxis unterscheidet von Ihrer Grammatologischen Philosophischen Praxis

GK:

Die Grammatologische Philosophische Praxis ist ein spezifischer Ansatz innerhalb der Philosophischen Praxis, der maßgeblich von uns beiden (Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber)  geprägt wurde.

Er grenzt sich von klassischen Beratungsformen durch seine theoretische Fundierung in der Dekonstruktion und der Sprachanalytischen Philosophie ab.

ALH:

Ich nenne Dir ein paar Kernmerkmale unserer Praxis:

Schrift und Spur: In Anlehnung an Jacques Derridas Grammatologie wird das Augenmerk auf das „Geschriebene/die Textur“ gelegt, die unser Denken und Handeln vorstrukturiert.

(  im weitesten Sinne: Texte, – Text  meint  alles, was als Zeichen oder Diskurs analysiert und dekonstruiert werden kann – also weit mehr als nur geschriebene Worte.   „Text“ in einem erweiterten, philosophischen Sinne.  

Für uns ist „Text“ nicht nur geschriebene Sprache, sondern umfaßt alle Formen von Zeichen, Diskursen, Filmen, Sprache, sogar Institutionen, Strukturen gesetzter (z.B. politischer) Handlungen und alle Formen von  kulturellen Äußerungen.

So kann beispielsweise ein Film als „Text“ gelesen und analysiert werden, indem man seine Zeichen, Strukturen und Bedeutungen dekonstruiert und interpretiert. Diese Herangehensweise stammt aus der Grammatologie und Semiologie, die sich mit der Analyse von Zeichen und ihrer Bedeutung beschäftigen.  

Jacques Derridas Textbegriff ist radikal erweitert und umfaßt nicht nur geschriebene Dokumente, sondern alle Wirklichkeitsbereiche, da alles durch Zeichen, Bedeutungen und Interpretationen vermittelt wird. Seine berühmte Formulierung „il n’y a pas de hors-texte“ (es gibt kein Außerhalb des Textes) bedeutet, daß soziale, historische oder reale Strukturen stets bereits textuell bzw. interpretativ verfaßt sind.    

«Il n’y a pas de hors-texte» (Kein Außerhalb des Textes): Dies ist keine Leugnung der Realität, sondern die Aussage, daß die Realität uns nie „nackt“, sondern immer strukturiert durch Sprache, Zeichen und Bedeutungen – also als Text – erscheint.  

Text ist ein Gewebe von Zeichen (réseau de signes), ein System aus differentiellen Verweisen. Ein Zeichen hat keinen festen, innewohnenden Sinn, sondern erhält seine Bedeutung erst durch die Beziehung zu anderen Zeichen, die wiederum auf andere verweisen.   

Différance und Spuren: Ein Text ist niemals vollständig gegenwärtig oder abgeschlossen. Bedeutung entsteht durch Aufschub (différance) und Spuren, die auf andere, abwesende Texte verweisen. Es gibt nur „Spuren von Spuren“.    

Derrida spricht nicht von einem spezifischen Werk, sondern von einer allgemeinen Textualität, die als Grundstruktur von Welt und Erfahrung fungiert. 

Der Text ist bei Derrida ein dynamisches, offenes „System“ (! ohne Zentrum !), das durch ständige Verschiebung und Ergänzung (Supplement) von Bedeutung gekennzeichnet ist. )   

Methodische Dekonstruktion: Anstatt fertige Lebensantworten zu liefern, zielt unser Ansatz darauf ab, festgefahrene sprachliche und begriffliche Konstruktionen des Klienten zu hinterfragen und zu dekonstruieren.

Wissenschaftliche Einbettung: Unsere Grammatologische Philosophische  Praxis versteht sich als akademisch fundierte Reflexion, die über die bloße Lebensberatung hinausgeht und philosophisches Wissen als Ressource für die Öffentlichkeit nutzbar macht.

Pluralität: Unsere Praxis, so denke ich, ordnet sich in die Vielfalt zeitgenössischer Ansätze ein, die Philosophie nicht als reine Theorie, sondern als „Bildung des Selbst“ und „Untersuchung des Menschseins“ betreiben.

GK:

Nun, du möchtest mehr darüber erfahren, wie sich dieser dekonstruktive Ansatz konkret von der klassischen Sokratischen Methode in der Beratung unterscheidet. Das zu beantworten verlangt eine längere Antwort und bedarf einer kurzen Pause.

Nach etwa 10 Minuten beginnen wir mit einem vorläufigen Antwortversuch:

Ad hoc würde ich sagen, der entscheidende Unterschied liegt im Umgang mit der Wahrheit und dem Subjekt.

Während das Sokratische Gespräch nach (durch die Art und Weise des Fragens gesteuerter) Erkenntnis strebt, fragt die Grammatologische Praxis nach den Strukturen, die diese Erkenntnis überhaupt erst ermöglichen (oder verhindern).

Hier für Dich auf dem Stand-Flipchart in wenigen Worten und Wörtern ein direkter Vergleich der beiden Ansätze:

Vergleich:                                   Sokratik            vs.             Grammatologische Praxis

Merkmal             Sokratische Methode (Mäeutik)              Grammatologische Praxis

Ziel   Die „Geburt“ einer Wahrheit durch Dialog.     Das Sichtbarmachen von Voraussetzungen  festgefahrener „Texte“.

Rolle des/der Berater*in            Geburtshelfer*in, der/die durch Fragen zum Kern führt.            Grammatologe*in, der/die auf Widersprüche und „Spuren“ von Präsenz im Gesagten und auf Ungesagtes hinweist.

Fokus  Der Inhalt   (Was ist Gerechtigkeit? Was will ich?).       Die Form   (Wie ist mein Denken sprachlich konstruiert?).

Ergebnis             (Idealerweise) Klarheit, Einsicht, Definition.         Differenz, Offenlegung von Machtstrukturen (z.B. patriarchale Spuren von Präsenz), Verflüssigung von Dogmen.

Warum die Grammatologische Praxis anders „fragt“(!?)

In der klassischen Sokratik gehen wir davon aus, daß die Wahrheit bereits im Klienten schlummert und nur „hervorgeholt“ werden muß. Die Grammatologische Praxis ist hier skeptischer:

Gegen das „Zentrum“:

Die Grammatologie (nach Derrida) misstraut der Idee, daß es ein festes Zentrum oder eine einzige Wahrheit gibt.

In der Beratung (Auseinandersetzung, manchmal durchaus konfliktuös) bedeutet das: Es gibt keine „wahre Identität“ des Klienten, die man freilegen könnte, sondern nur ein Geflecht aus Erzählungen und Rollen.

Die Macht der Sprache: Während Sokrates die Sprache als Werkzeug nutzt, sieht die Grammatologische Praxis die Sprache als das Medium, das uns beherrscht. Wir sprechen nicht nur Sprache, die Sprache „spricht“ auch uns (durch gesellschaftliche Normen und Begriffe).

Vom Sprechen zum Schreiben (auch das Sprechen ist ein Schreiben, eine Einschreibung als Versuch!): Während Sokrates das mündliche Gespräch (Präsenz/Absenz) privilegierte, betont die Grammatologie die Schriftlichkeit (wir suchen die Texte auf, das Eingeschriebene), die Einschreibung. Strukturen, Gesetze, Sprache, Unterweisungen, Gehörtes schreiben sich ein. In uns Einzelne. In die Gesellschaft als Ganzes.

In unserer Praxis bedeutet das oft auch die Zuhilfenahme von schon Geschriebenem,- die Arbeit mit konkreten Texten, Tagebüchern, Notizen, Autobiographischem oder der Analyse der „Skripte“, die wir im Praxisprogreß mitnotieren, um dann gleich hernach über dieses Aufgezeichnete zu sprechen. Vorerst und zuallererst nur darüber. Ohne allzuviele Digressionen, wenn möglich.  

ALH:

Ein praktisches Beispiel

Stellen wir uns einen Gast/Gästin/Klient*in vor, der/die sagt: „Ich muß endlich authentisch sein.“

Der Sokratiker, die Sokratikerin würde fragen: „Was bedeutet ‚authentisch‘ für dich? Wann fühlst du dich so?“ – Ziel ist die Definition und Annäherung an das Ideal.

Der Grammatologische Praktiker, die Praktikerin würde fragen: „Welcher Diskurs schreibt dir vor, daß man ‚authentisch‘ sein muß?   Woher stammt dieser Begriff in deiner Biografie?   Welche Gegensätze (z.B. echt/unecht werden hier konstruiert?“ – Ziel ist die Dekonstruktion des Begriffszwangs.

Die Grammatologische Praxis ist daher oft „anstrengender“ oder intellektuell fordernder, da sie nicht direkt zur Lösung führt, sondern das Problem selbst als sprachliches Konstrukt auflöst.

Ich möchte Dir noch gern zeigen, wenn ich darf, wenn noch Zeit dafür ist, ganz kurz und schnell, wie sieht ein konkreter Ablauf einer solchen dekonstruktiven Sitzung aus?

In einer grammatologischen Sitzung (nach Kaučić und Huber) steht nicht die Suche nach einer Lösung im Vordergrund, sondern die Analyse der „Textur“ des Problems. Es geht darum, das Thema als ein Geflecht aus Spuren von Verschiebung/Verschiftung, autoritären Begriffsanwendungen und historischen Vorbelastungen zu lesen.

Ein typischer Ablauf läßt sich in diese Phasen unterteilen:

1. Die „Verschriftlichung“ des Anliegens

Statt nur frei zu erzählen, wird der Klient oft ermutigt, sein Problem als „Text“ zu betrachten und wenn möglich kurz schriftlich zu skizzieren.

Aktion: Der Praktiker, die Praktikerin achtet extrem genau auf die Wortwahl. Begriffe wie „müssen“, „natürlich“ oder „eigentlich“ werden als Ankerpunkte markiert.

Ziel: Distanz schaffen. Das Problem ist nicht „im“ Klienten, sondern es zeigt sich „zwischen“ den Worten.

2. Aufspüren binärer Oppositionen

Der dekonstruktive Kern: Jedes Problem basiert meist auf einer versteckten Zweiteilung (z. B. Erfolg vs. Mißerfolg, Natur vs. Kultur, Aktivität vs. Passivität).

Aktion: Der Praktiker fragt: „Welches Gegenteil wird hier unterdrückt?“ Wenn der Klient über „Sinnlosigkeit“ spricht, wird untersucht, welche überhöhte und unerreichbare Definition von „Sinn“ diesen Zustand erst konstruiert.

Ziel: Die Hierarchie zwischen diesen Begriffen ins Wanken zu bringen.

3. Die Suche nach der „Aporie“ (Sackgasse)

In dieser Phase wird der Klient, die Klientin mit den inneren Widersprüchen seiner/ihrer eigenen Argumentation konfrontiert.

Aktion: Der Praktiker zeigt auf, daß die Begriffe, die der Klient, die Klientin zur Lösung nutzen will, Teil des Problems sind. (Beispiel: Man versucht, durch noch mehr „Selbstkontrolle“ die Angst vor „Kontrollverlust“ zu bekämpfen).

Ziel: Ein Moment des Innehaltens, in dem das alte Denksystem nicht mehr greift.

4. Das „Schreiben“ neuer Spuren

Am Ende steht keine fertige Antwort, sondern eine Verschiebung.

Aktion: Es werden neue Begriffe eingeführt oder alte Begriffe „unter Anführungszeichen“ gesetzt (man nutzt sie, markiert aber ihre Unzulänglichkeit oder Fraglichkeit).

Ziel: Der Klient verläßt die Sitzung nicht mit einem Plan, sondern mit einer höheren Sensibilität für die Sprache, die sein Leben formt. Er/Sie erkennt, daß seine/ihre Identität kein fester Kern, sondern ein ständig fortlaufender Schreibprozeß ist.

Beispiel aus der Praxis:

Ein Klient leidet unter „Zeitdruck“.

Klassisch: „Wie priorisierst du?   Was streßt dich?“

Grammatologisch: „Wer hat das ‚Skript‘ geschrieben, daß Zeit etwas ist, das man ‚besitzen‘ oder ‚verlieren‘ kann? Untersuchen wir die Metapher ‚Zeit ist Geld‘ in deiner persönlichen Erzählung.“

Spielen wir noch kurz und einfach ein konkretes Beispiel für eine solche Wort-Analyse (z. B. zum Begriff  „Authentizität“  oder  „Erfolg“) durch.

In der grammatologischen Praxis (wohlgemerkt nach Kaučić & Huber) wird ein Wort nicht als Gefäß für eine feste Bedeutung behandelt, sondern als Schauplatz von Spannungen.

GK:

Nehmen wir das Beispiel „Authentizität“ – ein häufiges Ziel in der Beratung. In einer grammatologischen Sitzung würde dieser Begriff wie folgt dekonstruiert:

1. Das Wort als Zitat (Etymologische Spur)

Zuerst wird die „Unschuld“ des Wortes enttäuscht.

Analyse: „Authentisch“ kommt vom Griechischen authentikós ( αὐθεντικός „echt“, „glaubwürdig“, „originalgetreu“, aber auch „selbstherrlich“). Es steckt das Wort aut-hentēs (αὐθέντης) darin: derjenige, der mit eigener Hand handelt, – was so viel wie „Selbsttäter“, „Urheber“ oder „Herr“ bedeutet – ursprünglich auch in Abwandlung des Kontexts die Bedeutung eines Mörders oder Täters.

Effekt: Der Klient erkennt, daß „Authentizität“ kein sanfter Naturzustand ist, sondern etymologisch mit Macht, Tat und Autorenschaft verknüpft ist.

2. Aufdeckung der binären Opposition

Der Begriff funktioniert nur durch das, was er ausschließt.

Die Hierarchie: Authentisch (gut/echt) vs. Künstlich (schlecht/Fassade).

Die Dekonstruktion: Der Praktiker zeigt auf, daß man „Authentizität“ oft performen muß, um als authentisch zu gelten (z. B. auf Social Media). Das „Echte“ braucht also das „Künstliche“ (die Darstellung), um überhaupt sichtbar zu sein.

Ergebnis: Die scharfe Trennung bricht zusammen. Man erkennt: Authentizität ist selbst eine Form der Inszenierung.

3. Die Arbeit der „Différance“

Nach Derrida verschiebt und verzögert sich Bedeutung ständig.

Frage in der Praxis: „Wenn Sie sagen, Sie wollen ‚ganz Sie selbst‘ sein – welches ‚Selbst‘ schreiben Sie gerade in diesem Moment? Und welches andere Selbst wird durch diesen Text gerade unterdrückt oder überschrieben?“

Ziel: Weg vom statischen Ziel („Ich will authentisch sein“) hin zur Einsicht, daß man ein lebendiger Text ist, der sich ständig ein– und umschreibt.

ALH:

Zusammenfassender Vergleich der Analyse

Begriff:    Erfolg               Klassische Sicht                         Dekonstruktion

Fokus  Erreichen von Zielen.          Wer hat das „Skript“ des Erfolgs geschrieben?

Gegensatz   Erfolg   vs.   Scheitern.       Wo ist das Scheitern im Erfolg bereits eingeschrieben (z. B. Erschöpfung, Erfahrungsmangel, Milieu, ökonomischer Mangel, …)?

Wirkung     Druck, das Ziel zu erreichen.            Befreiung vom Begriffszwang.  Erfolg wird als „Spur“ gesellschaftlicher Erwartungen lesbar.

Dieser Prozeß führt oft zu einer „Ent-Täuschung“ im wörtlichen Sinne: Der Klient ist nicht mehr Gefangener seiner Begriffe, sondern beginnt, die Grammatik seines Lebens aktiv zu hinterfragen.

GK:

In der grammatologischen philosophischen Praxis wird ein Satz wie „Ich bin nicht gut genug“ nicht als psychologische Wahrheit, sondern als ein „fremdes Skript“ behandelt, das dekonstruiert werden muß.

Anstatt gegen das Gefühl anzukämpfen, zerlegen wir die Grammatik des Leidens in vier Schritten:

1. Das Subjekt „Ich“ einklammern

In der Grammatologie ist das „Ich“ kein fester Kern, sondern eine Leerstelle, die durch Sprache gefüllt wird.

Die Frage: Wer spricht hier eigentlich? Ist das „Ich“ in diesem Satz der Autor oder nur der Vorleser eines Textes, den Eltern, Lehrer oder die Leistungsgesellschaft geschrieben haben?

Ziel: Die Identifikation lösen. Nicht du bist mangelhaft, sondern der Satz über dich ist eine Konstruktion.

2. Die Kopula „bin“ erschüttern

Das Wörtchen „bin“ (sein) suggeriert einen statischen, unveränderlichen Zustand (Ontologie).

Die Dekonstruktion: Wir ersetzen das „bin“ durch „werde“ oder „schreibe mich als“.

Aktion: Der Praktiker/die Praktikerin fragt: „In welchem Moment der Schrift deines Lebens wurde dieses ‚bin‘ festgeschrieben?

Können wir es ‚unter Anführungszeichen‘ setzen (bin), um zu zeigen, daß es nur eine provisorische Behauptung ist?“

Anna Lydia und ich betonen hierbei oft die radikale Offenheit des Werdens.

3. Die Leere des Prädikats „gut genug“ entlarven

„Gut“ ist ein leerer Signifikant – er hat keinen festen Inhalt, sondern ist ein Platzhalter für vorangegangene Erwartungen.

Die Analyse: „Gut genug“ braucht immer einen Maßstab. Wir suchen nach dem Supplement (Ergänzung): Gut genug wofür? Gut genug für wen?

Die Paradoxie: Wer „gut genug“ sein will, setzt voraus, daß es einen perfekten Endzustand gibt. Die Grammatologie zeigt: Es gibt keinen fertigen Text.

Ein Text ist immer „unabgeschlossen“ und unabschließbar.

4. Das „Nicht“ als Spur der Differenz

Das „Nicht“ erzeugt eine schmerzhafte Trennung zwischen dem, was ist, und einem Ideal.

Die Umkehrung: In der Dekonstruktion schauen wir auf das, was das „Nicht“ verbirgt.

Oft schützt der Satz „Ich bin nicht gut genug“ vor der Angst, die eigene Freiheit wirklich zu nutzen. Er ist eine bequeme (wenn auch schmerzhafte) Ausrede, um im gewohnten Skript zu bleiben.

ALH, GK:

Das Ergebnis der Sitzung

Am Ende steht kein positiver Glaubenssatz (wie „Ich bin wertvoll“ – das wäre nur ein neues, starres Skript), sondern eine sprachliche Verflüssigung:

„Es gibt eine Erzählung in meinem Leben, die den Begriff  ‚gut genug‘  verwendet, um eine Hierarchie aufzubauen, der ich mich bisher unterworfen habe.

Ich erkenne die Ränder dieses Textes und beginne, am Rand neue Kommentare zu schreiben.“ 

GK:

Para-Graphien. § Para-Graphie : K o m m e n t a r. Parekbase (griechisch parekbasis „Abweichung, Abschweifung“). Parekbase, Parabase (Schlegel, Barthes, Derrida, Cončić-Kaučić) !

P.s.:

Randnotiz ParaGraphie:

Häufig wird auch der Begriff παράβασις (parábasis) verwendet. Während die Parabase den rituellen Akt des „Vortretens“ des Chors in der Komödie betont, fokussiert die Parekbase (besonders in der literaturtheoretischen Rezeption durch Friedrich Schlegel) stärker auf das Heraustreten aus der fiktionalen Illusion. παρέκβασις (parékbasis)

Question from the student:

I have read your texts several times and still don’t quite understand what distinguishes the classical Socratic method in Philosophical Practice from your Grammatological Philosophical Practice

GK:

Grammatological Philosophical Practice (GPP) is a specific approach within philosophical practice that was significantly influenced by both of us (Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber).

It differs from classical forms of counseling in its theoretical foundation in deconstruction and linguistic-analytic philosophy.

ALH:

I’ll mention a few key features of our practice:

Writing and traces: Following Jacques Derrida’s grammatology, attention is focused on the “written/texture” that pre-structures our thoughts and actions.

(  In the broadest sense: texts – text means everything that can be analyzed and deconstructed as a sign or discourse – in other words, much more than just written words.   “Text” in an expanded, philosophical sense. 

For us, “text” is not only written language, but encompasses all forms of signs, discourses, films, language, even institutions, structures of established (e.g., political) actions, and all forms of  cultural expressions.

For example, a film can be read and analyzed as “text” by deconstructing and interpreting its signs, structures, and meanings. This approach stems from grammatology and semiology, which deal with the analysis of signs and their meanings.  

Jacques Derrida’s concept of text is radically expanded and encompasses not only written documents, but all areas of reality, since everything is conveyed through signs, meanings, and interpretations. His famous phrase “il n’y a pas de hors-texte” (there is no outside of the text) means that social, historical, or real structures are always already textual or interpretive.  

 “Il n’y a pas de hors-texte” (There is no outside of the text): This is not a denial of reality, but rather a statement that reality never appears to us “naked,” but always structured by language, signs, and meanings—in other words, as text.  

Text is a network of signs (réseau de signes), a system of differential references. A sign has no fixed, inherent meaning, but only acquires its meaning through its relationship to other signs, which in turn refer to others.  

Différance and traces: A text is never completely present or complete. Meaning arises through deferral (différance) and traces that refer to other, absent texts. There are only “traces of traces.”   

Derrida does not speak of a specific work, but of a general textuality that functions as the basic structure of the world and experience. 

For Derrida, the text is a dynamic, open “system” (without a center!) that is characterized by constant shifts and additions (supplements) of meaning. )  

Methodical deconstruction: Instead of providing ready-made answers to life’s questions, our approach aims to question and deconstruct the client’s entrenched linguistic and conceptual constructions.

Scientific embedding: Our grammatological philosophical  practice sees itself as an academically grounded reflection that goes beyond mere life counseling and makes philosophical knowledge available as a resource for the public.

Plurality: I believe that our practice fits into the diversity of contemporary approaches that pursue philosophy not as pure theory, but as “education of the self” and “exploration of humanity.”

GK:

Well, you want to learn more about how this deconstructive approach differs specifically from the classical Socratic method in counseling. Answering that requires a longer response and a short pause.

After about 10 minutes, we begin with a preliminary attempt at an answer:

Ad hoc, I would say that the decisive difference lies in the treatment of truth and the subject.

While Socratic dialogue strives for insight (guided by the manner of questioning), grammatological practice inquires into the structures that make this insight possible (or prevent it) in the first place.

Here is a direct comparison of the two approaches in a few words and phrases on the stand-up flipchart:

Comparison:                                   Socratic            vs.             Grammatological Practice

Feature                                Socratic method (maieutics)                                Grammatological Practice

Goal                                The “birth” of a truth through dialogue.                                The visualization of the prerequisites of entrenched “texts.”

Role of the consultant: Birthing assistant who guides the client to the core through questions. Grammatologist who points out contradictions and “traces” of presence in what is said and possibly unsaid.

Focus    The content   (What is justice? What do I want?).    The form   (How is my thinking constructed linguistically?).

Result    (Ideally) Clarity, insight, definition.         Difference, disclosure of power structures (e.g., patriarchal traces of presence), liquefaction of dogmas.

Why grammatological philosophical practice “asks” differently (!?)

In classical Socratic dialogue, we assume that the truth already lies dormant within the client and only needs to be “brought out.” Grammatological practice is more skeptical here:

Against the “center”:

Grammatology (according to Derrida) distrusts the idea that there is a fixed center or a single truth.

In counseling (discussion, sometimes quite conflictual), this means that there is no “true identity” of the client that can be uncovered, but only a web of narratives and roles.

The power of language: While Socrates uses language as a tool, grammatological practice sees language as the medium that controls us. We do not only speak language, language also “speaks” us (through social norms and concepts).

From speaking to writing (speaking is also a form of writing, an inscription as an attempt!): While Socrates privileged oral conversation (presence/absence), grammatology emphasizes writing (we seek out texts, the inscribed), inscription. Structures, laws, language, instructions, and what we hear become inscribed. In us as individuals. In society as a whole.

In our practice, this often means making use of what has already been written—working with concrete texts, diaries, notes, autobiographical material, or analyzing the “scripts” that we note down in the course of our practice, in order to then talk about what has been recorded immediately afterwards. For the time being and first and foremost, only about this. Without too many digressions, if possible.

ALH:

A practical example

Let’s imagine a guest/client who says, “I finally have to be authentic.”

The Socratic would ask: “What does ‘authentic’ mean to you? When do you feel that way?” – The goal is to define and approach the ideal.

The grammatological practitioner would ask: “Which discourse dictates that one must be ‘authentic’?   Where does this concept originate in your biography?   What opposites (e.g., real/fake) are constructed here?” The goal is to deconstruct the conceptual constraint.

Grammatological practice is therefore often more “exhausting” or intellectually demanding, as it does not lead directly to a solution, but rather dissolves the problem itself as a linguistic construct.

If I may, and if there is still time, I would like to show you very briefly and quickly what a concrete sequence of such a deconstructive session looks like.

In a grammatological session (according to Kaučić and Huber), the focus is not on finding a solution, but on analyzing the “texture” of the problem. The aim is to read the topic as a web of traces of displacement/deplacement, authoritarian conceptual applications, and historical prejudices.

A typical process can be divided into the following phases:

1. Putting the issue into writing

Instead of just talking freely, the client is often encouraged to view his or her problem as a “text” and, if possible, to briefly outline it in writing.

Action: The practitioner pays extremely close attention to the choice of words. Terms such as “must,” “of course,” or “actually” are marked as anchor points.

Goal: To create distance. The problem is not “in” the client, but manifests itself “between” the words.

2. Identifying binary oppositions

The deconstructive core: Every problem is usually based on a hidden dichotomy (e.g., success vs. failure, nature vs. culture, activity vs. passivity).

Action: The practitioner asks, “Which opposite is being suppressed here?” If the client talks about “meaninglessness,” the practitioner examines which exaggerated and unattainable definition of “meaning” constructs this state in the first place.

Goal: To destabilize the hierarchy between these terms.

3. The search for the “aporia” (dead end)

In this phase, the client is confronted with the internal contradictions of his or her own argumentation.

Action: The practitioner shows that the concepts the client wants to use to solve the problem are part of the problem. (Example: One tries to combat the fear of “loss of control” with even more “self-control”).

Goal: A moment of pause in which the old system of thinking no longer applies.

4. “Writing” new traces

The end result is not a finished answer, but a shift.

Action: New terms are introduced or old terms are put “in quotation marks” (they are used, but their inadequacy or questionable nature is highlighted).

Goal: The client does not leave the session with a plan, but with a greater sensitivity to the language that shapes his or her life. He or she recognizes that his or her identity is not a fixed core, but a constantly ongoing writing process.

Practical example:

A client suffers from “time pressure.”

Classic: “How do you prioritize? What stresses you out?”

Grammatological: “Who wrote the ‘script’ that time is something you can ‘possess’ or ‘lose’? Let’s examine the metaphor ‘time is money’ in your personal narrative.”

Let’s briefly and simply play through a concrete example of such a word analysis (e.g., for the term “authenticity” or “success”).

In grammatological practice (according to Kaučić & Huber, mind you), a word is not treated as a vessel for a fixed meaning, but as a scene of tensions.

GK:

Let’s take the example of “authenticity” – a frequent goal in counseling. In a grammatological session, this term would be deconstructed as follow:

1. The word as a quotation (etymological trace)

First, the “innocence” of the word is disappointed.

Analysis: “Authentic” comes from the Greek authentikós ( αὐθεντικός “genuine,” “credible,” “true to the original,” but also “autocratic”). It contains the word aut-hentēs (αὐθέντης): one who acts with his own hand, which means “self-actor,” “creator,” or “lord”—originally also, in a variation of the context, the meaning of a murderer or perpetrator.

Effect: The client recognizes that “authenticity” is not a gentle natural state, but is etymologically linked to power, action, and authorship.

2. Exposure of the binary opposition

The term only works through what it excludes.

The hierarchy: Authentic (good/real) vs. Artificial (bad/facade).

The deconstruction: The practitioner shows that one often has to perform “authenticity” in order to be considered authentic (e.g., on social media). The ‘real’ therefore needs the “artificial” (the representation) in order to be visible at all.

Result: The sharp distinction collapses. We recognize that authenticity is itself a form of staging.

3. The work of “différance”

According to Derrida, meaning is constantly shifting and delayed.

Practical question: “When you say you want to be ‘completely yourself’—which ‘self’ are you writing about at this very moment? And which other self is being suppressed or overwritten by this text?”

Goal: Move away from the static goal (“I want to be authentic”) toward the realization that you are a living text that is constantly writing and rewriting itself.

ALH:

Summary comparison of the analysis

Term:    Success     Classical view                Deconstruction

Focus    Achieving goals.           Who wrote the “script” for success?

Opposite   Success   vs.   Failure.    Where is failure already inscribed in success (e.g., exhaustion, lack of experience, milieu, economic deprivation, …)?

Effect     Pressure to achieve the goal.    Liberation from conceptual constraints.  Success becomes legible as a “trace” of social expectations.

This process often leads to a “disillusionment” in the literal sense: the client is no longer a prisoner of his concepts, but begins to actively question the grammar of his or her life.

GK:

In grammatological philosophical practice, a sentence such as “I am not good enough” is not treated as psychological truth, but as a “foreign script” that must be deconstructed.

Instead of fighting the feeling, we break down the grammar of suffering in four steps:

1. Bracket the subject “I”

In grammatology, the “I” is not a fixed core, but a void that is filled by language.

The question: Who is actually speaking here? Is the “I” in this sentence the author or just the reader of a text written by parents, teachers, or the meritocracy?

Goal: To dissolve identification. It is not you who is deficient, but the sentence about you that is a construct.

2. Shake up the copula “am”

The little word “am” (to be) suggests a static, unchanging state (ontology).

The deconstruction: We replace “am” with ‘become’ or “write me as.”

Action: The practitioner asks: „At what moment in the writing of your life was this ‘am’ established?

Can we put it in quotation marks (am) to show that it is only a provisional assertion?“

Anna Lydia and I often emphasize the radical openness of becoming.

3. Exposing the emptiness of the predicate “good enough”

“Good” is an empty signifier—it has no fixed content, but is a placeholder for previous expectations.

The analysis: “Good enough” always needs a measuring stick. We look for the supplement (addition): Good enough for what? Good enough for whom?

The paradox: Anyone who wants to be “good enough” assumes that there is a perfect end state. Grammatology shows that there is no finished text.

A text is always “unfinished” and unfinishable.

4. “Not” as a trace of difference

“Not” creates a painful separation between what is and an ideal.

The reversal: In deconstruction, we look at what “not” conceals.

Often, the sentence “I’m not good enough” protects us from the fear of truly exercising our own freedom. It is a convenient (albeit painful) excuse to stay within the familiar script.

ALH, GK:

The outcome of the session

The end result is not a positive belief (such as “I am valuable” – that would just be a new, rigid script), but rather a linguistic fluidity:

„There is a narrative in my life that uses the term ‘good enough’ to establish a hierarchy to which I have submitted myself until now.

I recognize the margins of this text and begin to write new comments in the margins.“ 

GK:

Para-graphs. § Para-graphy: C o m m e n t. Parekbase (Greek parekbasis “deviation, digression”). Parekbase, Parabase (Schlegel, Barthes, Derrida, Cončić-Kaučić)!

Side note paraGraphia:

Kleine Erklärung zum Schluß noch einmal nachgereicht für angehende Derrida-Leser:innen, sich bilden wollende Schüler:innen und noch weitgehend unwissende allgemein Interessierte.

Sokratismus und Grammatologie

Diese Begriffe verknüpfen die antike Tradition der mündlichen Philosophie mit der modernen Sprachkritik, insbesondere im Kontext von Jacques Derridas Grammatologie.

Sokratismus

Der Sokratismus bezeichnet die philosophische Haltung und Methode des Sokrates, die primär auf dem mündlichen Dialog basiert.

Logozentrismus:

Sokrates mißtraute der Schrift, da sie stumm bleibt und sich nicht verteidigen kann. Er sah die lebendige Rede als den direkten Weg zur Wahrheit und Erkenntnis.

Sokratische Methode:

Ein Verfahren der Wissensvermittlung durch gezielte Fragen, um den Partner zur Selbsterkenntnis zu verführen. Ein Mittel zur Steuerung von Erkenntnis und Aneignung. Pädagogik.  

Grammatologie

Die Grammatologie ist die von Jacques Derrida begründete „Wissenschaft von der Schrift“.

Er nennt es vorläufig Dekonstruktion. Etwas, das es so einfach gedacht, gar nicht geben kann. Es ergibt sich! Manchmal! Und letztlich immer wieder. Auch, wenn es noch so lange dauern mag. Derrida kritisiert den Sokratismus insofern als das gesprochene Wort (Phonozentrismus) in der Geschichte des Abendlandes gegenüber der Schrift  privilegiert wird.

Schrift als Ursprung, der keiner ist. Schrift als Ereignis. Er argumentiert, daß Sprache immer schon wie eine Schrift funktioniert – als ein System von Differenzen, in dem Bedeutung niemals vollkommen „präsent“ sein kann, sondern stets aufgeschoben wird (différance).

Der Zusammenhang kurzgefaßt, – sehr kurzgefaßt, – extrem kurzgefaßt !

In der Grammatologie nutzt Derrida den Sokratismus (und Platons Texte) als Paradebeispiel für die abendländische Metaphysik der Anwesenheit. Was bedeutet Metaphysik der Anwesenheit?

Diese Theorie besagt, daß die gesamte westliche Philosophie seit Plato und Aristoteles dazu neigt, „Sein“ mit Anwesenheit (Präsenz) gleichzusetzen. Etwas, das anwesend, gegenwärtig, greifbar oder „vorhanden“ ist, gilt als wahrer und realer als etwas, das abwesend, vergangen oder zukünftig ist.

Die Philosophie bevorzugt demnach das, was jetzt ist, gegenüber dem, was sein könnte (Abwesenheit/Möglichkeit).

Derrida verbindet dies mit dem „Logozentrismus“, der Vorstellung, daß es einen festen Sinn, einen Ursprung oder eine Wahrheit gibt, die in einer unmittelbaren, gegenwärtigen Intuition erfaßt werden kann. Es wird angenommen, daß Worte eine direkte, eine wörtlich buchstäbliche (!) Beziehung zur Bedeutung haben, die den Sprechenden in der Gegenwart vollkommen präsent sei (Selbstgegenwärtigkeit).

Während der Sokratismus die Schrift als „Gift“ für das Gedächtnis und die Wahrheit ablehnt, zeigt die Grammatologie auf, daß die mündliche Rede selbst den temporär erarbeiteten „Strukturen“ (!?) der Schrift unterliegt.

Jacques Derrida dekonstruiert diese Position, indem er zeigt, daß Anwesenheit niemals rein ist, sondern immer schon auf Abwesenheit und Differenz (Unterschiedensein) beruht.

In seiner Analyse von Platons Phaidros, insbesondere im Essay „Platons Apotheke“ (aus dem Band La dissémination) dekonstruiert Jacques Derrida die sokratische Ablehnung der Schrift.

1. Das Rätsel des Pharmakon

Derrida konzentriert sich auf das griechische Wort Pharmakon, das im Mythos von Theuth (dem Erfinder der Schrift) verwendet wird. 

Das Wort bedeutet im Griechischen gleichzeitig Heilmittel und Gift.

Theuth präsentiert König Thamus die Schrift als Heilmittel (Pharmakon) für das Gedächtnis und die Weisheit.

Sokrates‘ Thamus weist sie als Gift (Pharmakon) zurück, da sie nur den Anschein von Weisheit erzeuge und das lebendige Erinnern durch passives Aufzeichnen ersetze.

2. Kritik am Logozentrismus

Der Sokratismus setzt voraus, daß die Wahrheit (der Logos) am besten in der unmittelbaren Anwesenheit des Sprechers bewahrt wird.

Sokrates beschreibt die Schrift als ein Kind ohne Vater, das sich nicht selbst verteidigen kann, wenn es mißverstanden wird.

Derrida zeigt auf, daß auch die gesprochene Rede bereits die Struktur von Schrift besitzt. Bedeutung ist nie sofort „da“, sondern entsteht erst durch die immer schon vorausgegangene Unterschiedenheit und Unterscheidbarkeit der Zeichen (différance). Wortbedeutung entsteht durch Umgebungskontexte. Bedeutung existiert nicht an und für sich schon immer. Bedeutung kriegt etwas erst durch die jeweilige Signifikation. Ich erlese etwas als signifikant (jetzt, für mich, vielleicht nicht für andere, morgen vielleicht auch nicht mehr für mich. „Ich“ liest immerzu. ICH erkennt vielleicht (oder auch nicht)!

3. Die unbewußte Abhängigkeit

Obwohl Sokrates die Schrift verdammt, nutzt Plato sie, um die Worte Sokrates‘ bewahren zu können. Das Archiv.

Schreiben als Notwendigkeit!  Damit Philosophie als System weiter gereicht werden kann, muß sie aufgeschrieben werden. Auf-gezeichnet!

Derrida deckt auf seine spezielle Art und Weise (das, was er als Dekonstruktion benennt!) auf, daß die Hierarchie (Rede = gut, Schrift = schlecht) in sich zusammenbricht, da die Rede ohne die „Spuren“ der Schrift (Iterabilität, Iterationsmöglichkeit, vermeintliche unmögliche Wiederholbarkeit, Verzögerung, Verschiebung, Vershiftung, Markierung, Bezeichnung, Zeichnung, Zeichenkonstitution) gar nicht funktionieren könnte.

Die Metaphysik der Anwesenheit ist keine Lehre, die Philosophen und Philosophinnen aktiv vertreten, sondern eine diagnostische Kritik an der Dominierungs-Struktur und Dominanz-Kultur des abendländischen Denkens.

Derrida zeigt auf, daß „Anwesenheit“ eine Illusion ist. Jeder Begriff erhält seine Bedeutung nur durch die Abgrenzung zu dem, was er nicht ist.

Derrida kritisiert damit die gesamte abendländische Tradition. Er diagnostiziert, daß Philosoph:innen stets versucht haben, die Wahrheit an etwas festzumachen, das „unmittelbar gegenwärtig“ sei, ob es sei die Stimme, die Musik, das Bewußtsein, Gott oder die Ratio.

(GK & ALH)

A brief explanation, added once more for the benefit of:

Aspiring Derrida readers, students seeking to educate themselves, and generally interested but still largely uninformed individuals.

Socraticism and Grammatology

These terms link the ancient tradition of oral philosophy with modern linguistic critique, especially in the context of Jacques Derrida’s grammatology.

Socraticism

Socraticism refers to the philosophical attitude and method of Socrates, which is primarily based on oral dialogue.

Logocentrism:

Socrates distrusted writing because it remains silent and cannot defend itself. He saw living speech as the direct path to truth and knowledge.

Socratic Method:

A method of imparting knowledge through targeted questions, designed to lead the interlocutor to self-knowledge. It is a means of guiding understanding and appropriation—pedagogy in action.

Grammatology

Grammatology is the “science of writing” founded by Jacques Derrida.

He provisionally calls it deconstruction—something that, in its simplicity, cannot truly exist as such. It emerges! Sometimes! And ultimately, again and again. Even if it takes a very long time.

Derrida critiques Socraticism insofar as the spoken word (phonocentrism) has been privileged over writing in the history of the Western world.

Writing as an origin that is not one. Writing as an event. He argues that language always already functions like writing—as a system of differences in which meaning can never be fully “present,” but is always deferred (différance).

The connection in a nutshell—very, very short!

In grammatology, Derrida uses Socraticism (and Plato’s texts) as the prime example of Western metaphysics of presence.

What is metaphysics of presence?

It’s the idea that Western philosophy, since Plato and Aristotle, equates “being” with presence: what is present, immediate, tangible is considered more true and real than what is absent, past, or future.

Philosophy favors what is now over what could be (absence/possibility).

Derrida links this to logocentrism: the belief in a fixed meaning, origin, or truth that can be grasped in immediate, present intuition—words supposedly have a direct, literal relationship to meaning, fully present to the speaker (self-presence).

While Socraticism rejects writing as a “poison” for memory and truth, grammatology reveals that oral speech itself is structured like writing.

Derrida deconstructs this by showing that presence is never pure, but always already depends on absence and difference (différance).

In Plato’s Pharmacy (from Dissemination), Derrida analyzes Plato’s Phaedrus.

The enigma of pharmakon

 Derrida focuses on the Greek word pharmakon, which is used in the myth of Theuth (the inventor of writing).

In Greek, the word means both remedy and poison.

Theuth presents writing to King Thamus as a remedy (pharmakon) for memory and wisdom.

Socrates‘ Thamus rejects it as poison (pharmakon) because it only creates the appearance of wisdom and replaces living memory with passive recording.

Critique of logocentrism

Socratism presupposes that truth (the logos) is best preserved in the immediate presence of the speaker.

Socrates describes writing as a child without a father, unable to defend itself when misunderstood.

Derrida shows that even spoken language already possesses the structure of writing. Meaning is never immediately “there,” but only arises through the ever-preceding difference and distinguishability of signs (différance).

Word meaning arises through contextual surroundings. Meaning does not exist in and of itself. Meaning only acquires significance through the respective signifier.

I read something as significant (now, for me, perhaps not for others, tomorrow perhaps no longer for me. “I” is always reading. I may (or may not) recognize!

Unconscious dependence

Although Socrates condemns writing, Plato uses it to preserve Socrates‘ words. The archive.

Writing as a necessity!  In order for philosophy to be passed on as a system, it must be written down. Recorded!

Derrida reveals in his own special way (what he calls deconstruction!) that the hierarchy (speech = good, writing = bad) collapses in on itself, since speech without the “traces” of writing (iterability, possibility of iteration, supposed impossible repeatability, delay, postponement, versification, marking, designation, drawing, sign constitution) could not function at all.

The metaphysics of presence is not a doctrine actively advocated by philosophers, but a diagnostic critique of the structure of domination and culture of dominance in Western thought.

Derrida shows that “presence” is an illusion. Every concept derives its meaning solely from its distinction from what it is not. Derrida thus criticizes the entire Western tradition. He diagnoses that philosophers have always attempted to anchor truth to something that is “immediately present,” whether it be the voice, music, consciousness, God, or reason.

(ALH & GK)

P.S.:

Side note paraGraphia:

The term παράβασις (parábasis) is also frequently used. While parabase emphasizes the ritual act of the chorus “stepping forward” in comedy, parekbase (especially in Friedrich Schlegel’s literary-theoretical reception) focuses more strongly on stepping out of the fictional illusion. παρέκβασις (parékbasis)

Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, –
Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Grammatologischen Philosophischen Praxis seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)

Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026), Philosopher, Austria, Vienna / Philosophin, Österreich, Wien

Gerhard Kaučić (Dr. phil., 67, 2026), Philosopher, Austria, Vienna / Philosoph, Österreich, Wien

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP), Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax & Anna Lydia Huber, Wien, 1989 – 2026 ff.

Unser Blog als Textereignis im Zusammenspiel zwischen unserer Philosophischen Praxis als Textereignis ohne Protokoll und unserer philosophischen Praxis als „Protokoll“ zwischen Archiv und Anarchiv.

Our blog as a text event in the interaction between our philosophical practice as a text event without protocol and our philosophical practice as a „protocol“ between archive and anarchive.

Mein Lebenswerk, – unsere philosophische Praxis!

Die Erfindung der Wirklichkeit, die Wahrheit eines Werkes, ob eines philosophischen, psychoanalytischen, literarischen, künstlerischen oder eines juristischen, medizinischen, technischen, sportlichen, erfinderischen, organisatorischen, bürokratischen, wissenschaftlichen, architektonischen, fotografischen Werkes oder eines wirtschaftlich-unternehmerischen, politischen, militärischen, ökonomischen Werkes oder einer künstlich-naturhaft herbeigeführten Wirklichkeit als Wahrheit etwa eines Werkes von Klimawandel und Folgen, – – – die Wahrheit eines Werks (!!!) enthüllt sich erst und allein in der erkannten und erkennbaren(!) Geschichte seiner Wirkungen.

Es geht darum, es geht mir in meiner Philosophischen Praxis

(( und dazu gehört das Gespräch in dieser, aber auch meine/unsere Schreibpraxis vorher und nachher einer jeden Setzung / Sitzung(!) ))

immer darum, Texte (geschrieben, gesprochen oder Darstellungen(!) z. B. technischer, künstlerischer, ökonomischer, politischer, institutioneller Art) in ihrer inneren Struktur und in ihrem Zusammenwirken mit anderen Texten zu erfassen.

Die Texte sind nicht nur zu analysieren und zu interpretieren, sondern durch die Praxis der Dekonstruktion ihrer Konflikthaftigkeit, ihrer Aggressivität, ihrer verdeckt mitgeführten Gehalte und Intentionen zu enttarnen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An- und Abwesendsein(!) von Wahrheit.

Wir äußern Sätze gewollter analytischer Wahrheit und verdrängen dadurch gleichzeitig andere eventuale Wahrheits- oder Unwahrheitssätze.

The invention of reality, the truth of a work, whether a philosophical, psychoanalytical, literary, artistic or a juridical, medical, technical, sporting, inventive, organizational, bureaucratic, scientific, architectural, photographic work or an economic, entrepreneurial, political, military, economic work or an artificially-natural reality as the truth of a work of climate change and consequences, – – – the truth of a work (!!!) is revealed only and explicitly in the recognized and recognizable (!) history of its effects.

The point is, in my philosophical practice

(( and this includes the conversation in this, but also my/our writing practice before and after each setting / session(!) )

is always about capturing texts (written, spoken or representations(!) e.g. technical, artistic, economic, political, institutional) in their inner structure and in their interaction with other texts.

The texts are not only to be analysed and interpreted, but also to be unmasked through the practice of deconstructing their conflictual nature, their aggressiveness, their hidden contents and intentions.

What is meant is the visualization of the duality of the simultaneous presence and absence (!) of truth.

We express sentences of desired analytical truth and thereby simultaneously repress other possible sentences of truth or untruth.

[[ Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax (born 1959), Anna Lydia Huber (born 1959), Philosophers, –

Writers, Feminists, Freeriders, Grammatological Philosophical Practice (GPP), Vienna, PP since 1989, Dr. phil., MSc, —

( Copyright, Bildrechte, Urheberrecht, rights to images, copyright, Picture rights, Image Rights, Copyright, –

Texte, Fotos © Anna Lydia Huber, Gerhard Kaučić ) ]]

Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsere Charakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –

Url/Link: 

https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –  

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……………………………………. Anarchiv …………………… Archiv ……………………………………….

Bedenken Sie, was geschrieben werden wird! ……………………..

Gerhard Kaucic ……………………..

auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden.

Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! )

Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit.

Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaučić ……………………….. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache …………………………………………This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, –

a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. GERHARD KAUČIĆ ……………………. Gegenwartsphilosophie

………………………………… Philosophische Praxis ……………………………. Contemporary Philosophy ………………….. Gegenwartsphilosophie ……………………………

Gerhard Kaucic (67), Bibliothek, PP zu Archiv, Speichermedien und Autodekonstruktion  im Gespräch; Philosophische Praxis heute im März 2025 donnerstags, nachmittags, von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr in der Guglgasse im Gasometer Wien bei uns in unserer Privatbibliothek.

Ein die Addenda zur Biographie (oder was die meisten von uns dafür halten!) umklammerndes und hinausleitendes Addendum zum Thema Curriculum, Archiv, Anarchiv und Speichermedien heute!

Jedes Archiv im Sinne einer Veranlagung von etwas beruht auf dem Anarchivischen, dem nicht Archivierbaren (zum Beispiel der Raumklang in einem Konzertsaal), dem noch nicht Archivierten, ja vielleicht dem noch nicht einmal Objektivierten als Produziertes oder zumindest Produzierbares. Dieses Denken des Anarchivs und des Archivs zeitgleich beruht auf dem Denken Derridas in Bezug auf das, was er „Spur“ nennt.  „Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ (J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82). 

vorläufig endend mit dem Medium Fotographie als Botschaft/INformation/Interpretat/Verkehrung der Logik des Sinns/Abgrund/die Ordnung der Dinge als Befragung/das Recht der Dinge auf Eigensinn/Dissemination aus einem Diesseits und Jenseits von Zeit

Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at

If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at

Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna

Grammatological Philosophical Practice (GPP) weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

…around the clock …around the world…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Grammatological Philosophical Practice (GPPVienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

To contact us, please use only these emails:

Projekte / Projects (1989 – 2026 ff.) 37 Jahre Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Wien GK & ALH

Mehr dazu siehe unseren Teaser und unseren Footer sowie die übrigen Postings im Blogspot-Blog 2014 ff.

Homepage: 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html?m=1

https://web.archive.org/web/20250910172931/https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html?m=1

Anna Lydia Huber (67, 2026), Philosopher, Austria, Vienna / Philosophin, Österreich, Wien
Gerhard Kaučić (67, 2026), Philosopher, Austria, Vienna / Philosoph, Österreich, Wien

Mehr zur Vita und zum Werk der Philosophin und Schriftstellerin Anna Lydia Huber (67, 2026, Philosophische Praxis seit 2009) und des Philosophen und Schriftstellers Gerhard Kaučić (67, 2026, Philosophische Praxis seit 1989) in deren Postings  „Künstliche Intelligenz“ hier in diesem Blog !

Künstliche Intelligenz 09.07.2025 Url/Link: 

Künstliche Intelligenz,- eine Ergänzung 25.09.2025 Url/Link: 

Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsere Charakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –

Url/Link: 

https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –  

Url/Link: 

https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2025/03/latest-news-information.html?m=1

Freedom / Freiheit

Zumindest der Versuch eines Protokolls eines Experiments, – aufgezeichnet von Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber:

Zwei Gruppen, ein Thema.

Eine aus München auf Deutsch und eine aus Bratislava auf Englisch.

Die Gesprächs- und Analysegrundlage bildet Kaučićs und Hubers Text

  „The concept of freedom and its freedoms“

vom 13.03.2025 mit dem Url/Link: 

https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2025/03/13/the-concept-of-freedom-and-its-freedoms/

Weiterführende Literatur als Gesprächsgrundlage dieses Experiments einer Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) zweier voneinander unabhängiger Gruppen in 2 unterschiedlichen Sprachen:

Hannah Arendt: Die Freiheit, frei zu sein, Vita activa, Über die Revolution.

Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft (transzendentale Freiheit) und Kritik der praktischen Vernunft (moralische Freiheit) plus Grundlegung zur Metaphysik der Sitten ( Verbindung von Freiheit, Autonomie und dem kategorischen Imperativ). 

Jacques Derrida: Schurken. Zwei Essays über die Vernunft, Von der Gastfreundschaft.

Das Konzept der Freiheit und seine Freiheiten. Über das Konzept und die Verständlichkeit von Freiheit  bei Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber ?

Grundgedanke: Freiheit existiert nur in realen Bedingungen

Kaučić und Huber verstehen Freiheit nicht als abstrakte metaphysische Eigenschaft.

Freiheit wird erst bedeutsam, wenn man sie in den tatsächlichen politischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen betrachtet.

Freiheit ist nie absolut.

Sie ist immer situiert und begrenzt.

Sie muss sich in der Realität bewähren.

Demokratische, transparente und rechtsstaatliche Strukturen sind die Voraussetzung dafür, daß Freiheit überhaupt entstehen kann.

At least an attempt at a protocol of an experiment, recorded by Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber:

(partial translation into German or vice versa into English by GK & ALH)

Two groups, one topic.

One from Munich in German and one from Bratislava in English.

The basis for discussion and analysis is Gerhard Kaučić’s and Anna Lydia Huber’s text

“The concept of freedom and its freedoms”

dated March 13, 2025, with the URL/link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2025/03/13/the-concept-of-freedom-and-its-freedoms/

Further reading as a basis for discussion of this experiment in Grammatological Philosophical Practice (GPP) by two independent groups in two different languages:

Hannah Arendt: The Freedom to Be Free, The Human Condition (Vita Activa), On Revolution.

Immanuel Kant: Critique of Pure Reason (transcendental freedom) and Critique of Practical Reason (moral freedom) plus Groundwork of the Metaphysics of Morals (connection between freedom, autonomy, and the categorical imperative). 

Jacques Derrida:  Rogues: Two Essays on Reason,  Of Hospitality.

1. Core Idea: Freedom Exists Only in Real Conditions

Kaučić and Huber argue that traditional philosophical debates about “free will” fail because they ignore the concrete conditions in which human beings actually live.

Freedom is not a metaphysical essence.

It is something that must be understood within political, economic, and social frameworks.

What we call “free will” is always shaped by these frameworks.

They emphasize that constitutional, transparent, democratic structures are what make freedom even partially possible.

2. Freedom as a Space of Action

According to them, individuals experience freedom as a subjective scope of action:

This scope is limited by economic circumstances.

It is also limited by our own “subjectively diverse reasonableness”—our biases, fears, and internal obstacles.

Real freedom requires constant effort to overcome these internal and external barriers.

Freedom is therefore not a state but a practice.

3. Kant and the Demand for Objective Reality

They invoke Kant to argue that freedom must prove itself in objective reality:

Freedom is not meaningful unless it can be enacted.

Philosophy itself presupposes freedom—without it, thinking collapses.

Thus, freedom is both a precondition and a task.

4. Democracy as the Condition for Free Philosophy

They draw on Derrida’s idea of a “democracy to come”:

A free philosophy requires a democracy in development, always improving.

Freedom is inseparable from democratic structures.

Literature, art, science, and quality journalism also depend on this democratic space.

Freedom is therefore collective, not merely individual.

5. Philosophical Practice as a Way to Navigate Freedom

In their broader work, Kaučić and Huber describe Grammatological Philosophical Practice as:

A method for overcoming fear.

A way to analyze and deconstruct power, authority, and ideology.

A communicative effort to resist domination and open spaces for freedom and emancipation.

This practice is part of their understanding of how freedom can be lived and expanded.

6. What “the freedoms/liberties” mean

The plural—freedoms—signals that:

Freedom is not one thing but many overlapping dimensions.

Political freedom, economic freedom, communicative freedom, artistic freedom, and personal autonomy all interact.

These freedoms can support or undermine one another depending on the conditions.

Freedom is therefore a constellation, not a single concept.

7. Comprehensibility of Freedom

They argue that freedom becomes comprehensible only when:

It is grounded in real-world structures.

It is understood as a dynamic process.

It is seen as something that must be continually defended and enacted.

Freedom is not a mystical enigma. Nor is it a gift. Freedom is not a mystery—it is a practical, lived, and political phenomenon.

Freedom is not a metaphysical mystery, but a practical, lived, and political phenomenon as desire.

The eternal dream of free and unrestricted movement in space.

Personal. Social. Political. Spatial. Economic. Intellectual. Communicative. Informative. Societal. Libidinal. Freedom of the press. Artistic. Performative. Gender. 

Ein Experiment!  

Zumindest der Versuch eines Protokolls eines Experiments, – aufgezeichnet von Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber:

Zwei Gruppen, ein Thema.

Eine aus München auf Deutsch und eine aus Bratislava auf Englisch.

Die Gesprächs- und Analysegrundlage bildet Kaučićs und Hubers Text

vom 13.03.2025 mit dem Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2025/03/13/the-concept-of-freedom-and-its-freedoms/

1. Grundgedanke: Freiheit existiert nur in realen Bedingungen

Kaučić und Huber verstehen Freiheit nicht als abstrakte metaphysische Eigenschaft.

Freiheit wird erst bedeutsam, wenn man sie in den tatsächlichen politischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen betrachtet.

Freiheit ist nie absolut.

Sie ist immer situiert und begrenzt.

Sie muss sich in der Realität bewähren.

Demokratische, transparente und rechtsstaatliche Strukturen sind die Voraussetzung dafür, daß Freiheit überhaupt entstehen kann.

2. Freiheit als Handlungsspielraum

Für Individuen zeigt sich Freiheit als subjektiver Handlungsspielraum:

Er wird durch ökonomische Bedingungen eingeschränkt.

Er wird durch unsere eigenen inneren Grenzen beeinflusst (Ängste, Vorurteile, Gewohnheiten).

Freiheit ist daher kein Zustand, sondern ein ständiger Prozess des Überwindens.

Freiheit ist etwas, das man praktiziert, nicht etwas, das man einfach besitzt.

3. Kant: Freiheit muss sich in der Wirklichkeit zeigen

Kaučić und Huber greifen Kant auf, um zu betonen:

Freiheit ist nur lebbar/sinnvoll, wenn sie wirklich ausgeübt werden kann.

Denken selbst setzt Freiheit voraus.

Freiheit ist sowohl Voraussetzung als auch Aufgabe.

Damit wird Freiheit zu einem Prüfstein: Sie muss sich im Handeln bewähren.

4. Demokratie als Bedingung freier Philosophie

Mit Bezug auf Derridas Idee einer „Demokratie im Kommen“ argumentieren sie:

Freies Denken braucht eine offene, sich entwickelnde Demokratie.

Freiheit ist immer auch kollektiv.

Kunst, Wissenschaft, Qualitäts-Journalismus und Philosophie können nur in einem demokratischen Raum wirklich frei sein.

Freiheit ist also nicht nur individuell, sondern ein gesellschaftliches Projekt.

5. Philosophische Praxis als Weg zur Freiheit

In ihrer Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) betonen Kaučić und Huber:

Philosophie hilft  Angst zu überwinden.

Sie dient dazu, Machtstrukturen sichtbar zu machen und zu dekonstruieren.

Sie schafft Kommunikationsräume, in denen Freiheit wachsen kann. Eine kommunikative Anstrengung, um sich der Herrschaft zu widersetzen und Räume für Freiheit und Emanzipation zu öffnen.

Philosophieren ist für sie ein Werkzeug der Befreiung, der Emanzipation.

6. Warum sie von „Freiheiten“ sprechen

Der Plural — Freiheiten — zeigt:

Freiheit besteht aus vielen Dimensionen.

Politische, ökonomische, kommunikative, künstlerische und persönliche Freiheiten überlagern sich.

Diese Freiheiten können einander stärken oder behindern.

Freiheit ist also ein Geflecht, kein monolithischer Begriff.

7. Die Verständlichkeit von Freiheit

Freiheit wird verständlich, wenn man sie:

in reale Bedingungen einbettet,

als dynamischen Prozess begreift,

als etwas versteht, das ständig verteidigt und gestaltet werden muss.

Freiheit ist kein mystisches Enigma. Und auch kein Geschenk. Freiheit ist kein metaphysisches Rätsel, sondern ein praktisches, gelebtes und politisches Phänomen als Begehren.

Der ewige Traum von freier und freizügiger Bewegung im Raum.

Des weiteren stellten wir alle uns dem Versuch einer Vergleichsanalyse in unserer GPP:

1. Immanuel Kant

Kant versteht Freiheit als Bedingung der Moral, als Fähigkeit, nach selbstgegebenen Vernunftgesetzen zu handeln.

Kaučić & Huber stimmen zu, daß Freiheit sich in der Realität bewähren muss, verschieben den Fokus aber auf politische, soziale und ökonomische Bedingungen und auf den Fokus des psychoanalytisch gedachten sogenannten Begehrens.

Bei Kant ist Freiheit vor allem innerlich (Autonomie).

Bei Kaučić & Huber ist Freiheit diagnostiziert als Begehren, aber auch situiert und abhängig von demokratischen Strukturen.

Kant gründet Freiheit in der Vernunft, Kaučić & Huber in politischer Praxis, Begehrenskultur und gesellschaftlichen Bedingungen.

2. Hannah Arendt

Arendt definiert Freiheit als Handeln im öffentlichen Raum, als Fähigkeit, Neues zu beginnen.

Kaučić & Huber teilen diese Betonung der politischen Freiheit, erweitern sie aber um ökonomische Einschränkungen, subjektive Ängste und die Psychostruktur des Begehrens.

Arendt betont Pluralität und Handlung, Kaučić & Huber sprechen von pluralen Freiheiten in Strukturen.

Arendt betont das politische Handeln, Kaučić & Huber die strukturellen (polit-ökonomisch und subjektorientiert singulär) und die singulären Voraussetzungen dafür.

3. Jacques Derrida

DerridasDemokratie im Kommen“ ist ein offenes, unvollendetes Projekt.

[[ kleiner Einschub dazu / zum besseren Verständnis von Derrida und Demokratiephilosophie:

Müssen wir, können wir, dürfen wir an die Idee der Demokratie Zweifel setzen ?!?

Und an der Demokratiefähigkeit !?!

An der Demokratiemöglichkeit ?! Der Demokratizität !?

Am Demokratischen?!

An der Frage der kommenden Demokratie !?

Warum bezeichnet Jacques Derrida die Demokratie als kommende, – Demokratie !?

Zitat:

Jacques Derrida: „Aufgrund des Geheimnisses möchte ich die Frage der Demokratie abermals aufnehmen, da es ein Konzept der Politik und der Demokratie als Offenheit gibt – wir sind alle gleich und der öffentliche Bereich steht uns allen offen -, was dazu tendiert, das Geheimnis zu negieren, auszustreichen oder zu verbieten;

in jedem Fall tendiert es dazu, das Recht aufs Geheimnis auf den privaten Bereich zu beschränken und damit eine Kultur der Privatsphäre zu etablieren. (Ich denke, das ist die vorherrschende und hegemoniale Tendenz in der Geschichte der Politik des Westens.) …

ich habe versucht, gegen eine derartige Interpretation der Demokratie eine Erfahrung des Geheimnisses und der Singularität zu denken, der gegenüber der öffentliche Bereich keine Rechte und keine Macht in Anschlag bringen kann.“

( Jacques Derrida: Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 179. )

Wir bekräftigen:

Jacques Derrida bezeichnet die kommende Demokratie als eben solche aufgrund des Geheimnisses (!) als Erfahrung des Singulären (!), aus der das Politische nur erwachsen kann, – und zwar erwachsen in seiner Offenheit. Offen ist kommend.

Die Erfahrung ist das, was das Subjekt über ein bisher Erfahrbares hinausführt, – quasi entgegen allen und als Überraschung aller Erwartungen, Hoffnungen, Begehrlichkeiten. Das was den Horizont der Wahrnehmung zu übersteigen vermag.

Das Geheimnis haftet an einer solchen „Übersteigung“ von etwas. Das Geheimnis könnte das unmöglich Scheinende, ja das Unmögliche sein, – das Politische werden, als die Erfahrung eines Unmöglichen.

Das Unmögliche ist das Singuläre!

(vgl. Derrida, Politik der Freundschaft, S. 55 und Die unbedingte Universität, S. 73)

Das Politische erwächst aus der Erfahrung des Singulären aufgrund des Geheimnisses, das die Erfahrung des Singulären zur Voraussetzung hat oder besser noch, diesem anhaftet, als Präsenz der Absenz bleibend. Eben die kommende Demokratie, die immer erst ankommende Demokratie.

Dies ist der Initialeffekt des Denkens der Singularität und also des Geheimnisses dafür, warum zum Beispiel in der Literatur alles gesagt werden kann und weswegen Literatur mit Demokratie verantwortlich (!) zusammenzudenken ist.

Warum bezeichnet Derrida die Demokratie als „kommend“?

Derridas Ausdruck „die kommende Demokratie“ (la démocratie à venir) ist von zentraler Bedeutung.

Er signalisiert, daß Demokratie niemals vollständig erreicht, niemals vollständig präsent ist. Sie befindet sich immer im Werden, wird immer aufgeschoben, wird immer von ihrer eigenen Unmöglichkeit heimgesucht.

Dieses „Kommen“ ist keine zeitliche Verzögerung, sondern ein strukturelles Merkmal: Demokratie ist der Name für ein Versprechen, das niemals erfüllt werden kann, sondern endlos bekräftigt werden muss.

Diese Idee wurzelt in Derridas Dekonstruktion von Präsenz und Identität. Demokratie ist für ihn kein festes Regime, sondern ein Aufruf, eine Forderung, ein Versprechen, das uns in Bewegung hält, zum Hinterfragen anregt und unsere politischen Vorstellungen verändert.

Und das Geheimnis ist nichts, was ich in mir verberge; es ist nicht Ich. Das Geheimnis ist nicht das Geheimnis der Vorstellung, die man im eigenen Kopf einschließt und von der man beschließt, sie niemandem zu sagen, es ist eher ein Geheimnis, das der Erfahrung des Singulären koexistent ist. Das Geheimnis kann nicht auf den öffentlichen Bereich reduziert werden – trotzdem nenne ich es nicht privat -, es kann auch nicht auf die Veröffentlichung oder das Politische reduziert werden, zur selben Zeit liegt dieses Geheimnis dem zugrunde, von dem aus der öffentliche Bereich und der Bereich des Politischen zu sein, und offen zu sein, vermag.“

 ( Jacques Derrida: ebda., Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 178f. )

In der platonischen Ideenlehre ist die Idee des Guten das oberste Prinzip. Ein nicht einfach zu erfassendes Prinzip! Umgelegt auf die heutige Politik möchte ich (GK&ALH) dieses „Prinzip“(!) anwenden auf die modernen Menschenrechtsformulierungen, nach denen sich heutige Politik und PolitikerInnen zu richten hätten, – also auf das, was gut und richtig ist für alle Menschen auf diesem Globus, das sogenannte „planetarische Prinzip“ (vgl. Gayatri Chakravorty Spivak) den „Anderen“ zu denken, im Zeichen der Alterität zu denken, – …

… – ja vom Imperativ(!), das Subjekt als planetarisch zu denken, – auch und besonders auf die großen Herausforderungen der Politik im 21. Jahrhundert gerichtet gedacht.

( cf. Gayatri Chakravorty Spivak: Imperative zur Neuerfindung des Planeten – Imperatives to Re-Imagine the Planet (hg. v. Willi Goetschel engl./dt.). Wien 2013, 2. Aufl., Passagen Verlag, S. 49vv.ff. und Charles Taylor: Multiculturalism and the „Politics of Recognition“. Princeton 1994, p. 28 )  

Eine Demokratie im Werden (sagten wir oben und nicht nur auf nationalstaatlichem Boden, vgl. Kant, Zum ewigen Frieden) in den überstaatlichen Beziehungen, Rechtsverhältnissen und Institutionen, – eine Demokratie, die als kommende noch kaum bis gar nicht begonnen haben dürfte. Das ist das Thema von Liebe und Haß, Frieden und Krieg, Gemeinsames und Einsames, ein Thema der Möglichkeit, Wahrscheinlichkeit und Unmöglichkeit.

Derridas Denken lädt uns dazu ein, Demokratie nicht als ein zu verteidigendes System zu betrachten, sondern als eine Frage, die gelebt werden muss. Es fordert uns auf, wachsam gegenüber dem Dogmatismus jeder politischen Ordnung zu sein, auch der demokratischen.

Es erinnert uns daran, daß die demokratischste Geste darin besteht, die Frage der Demokratie offen zu halten – der Versuchung zu widerstehen, sie abzuschließen, sie ein für alle Mal zu definieren.

Die Demokratie als philosophischer Begriff, die immerwährend im Kommen bleibt (vgl. Teaser in unserem Blogspot-Blog 2014 ff.).  ]]

Kaučić & Huber übernehmen diese Idee: Freiheit ist nie abgeschlossen.

Beide betonen Dekonstruktion von Macht und die Notwendigkeit transparenter demokratischer Prozesse.

Derrida fokussiert Unbestimmtheit, Kaučić & Huber praktische grammatologisch-philosophische Arbeit.

Derridas Freiheit ist aporetisch und konzeptuell, Kaučić & Huber bestehen auf praktischer, institutioneller und persönlicher Freiheit.

Furthermore, we all attempted a comparative analysis in our GPP:

We want the two groups of three people each   a) in German from a university seminar in Munich and   b) in English in Bratislava to compare the position of Kaučić & Huber with Immanuel Kant, Hannah Arendt, and  Jacques Derrida.

1. Immanuel Kant

Kant sees freedom as the condition of morality: the ability to act according to self-given rational laws.

Kaučić & Huber agree that freedom must prove itself in reality, but they shift the focus from moral autonomy to political, social, and economic conditions and on the focus of psychoanalytically conceived so-called desire.

For Kant, freedom is primarily internal (autonomy).

For Kaučić & Huber, freedom is diagnosed as desire, but also situated and dependent on democratic structures.

Kant bases freedom on reason, Kaučić & Huber on political practice, the culture of desire, and social conditions.

2. Hannah Arendt

Arendt defines freedom as action in the public sphere, the ability to begin something new.

Kaučić & Huber share this emphasis on political freedom, but extend it to include economic constraints, subjective fears, and the psychological structure of desire.

Arendt sees freedom as plurality and action.  Kaučić & Huber see it as plural freedoms embedded in structures.

Arendt emphasizes political action, while Kaučić & Huber emphasize structural conditions that make action possible.

3. Jacques Derrida

Derrida’s   “democracy to come” is an open, unfinished project.

[[  A brief aside for a better understanding of Derrida and democratic philosophy:

Must we, can we, are we allowed to question the idea of democracy?

And the capacity for democracy? The possibility of democracy? Democracy itself?

The democratic? The question of the coming democracy?

Why does Jacques Derrida refer to democracy as coming, – democracy!?

Citation:

Jacques Derrida: „Because of secrecy, I would like to revisit the question of democracy, since there is a concept of politics and democracy as openness—we are all equal and the public sphere is open to all of us—which tends to negate, erase, or prohibit secrecy;

in any case, it tends to restrict the right to secrecy to the private sphere and thus establish a culture of privacy. (I think this is the dominant and hegemonic tendency in the history of Western politics.) …

I have tried to counter such an interpretation of democracy with an experience of secrecy and singularity, against which the public sphere can assert no rights and no power.“

(Jacques Derrida: Remarks on Deconstruction and Pragmatism, in: Ch. Mouffe (ed.): Deconstruction and Pragmatism. Democracy, Truth, and Reason. Vienna 1999 (Passagen Verlag), p. 179., german ed.)

A brief digression on our part:

1. Must we, can we, are we allowed to question democracy?

Derrida’s answer is a resounding yes—not only are we allowed, but we must. For Derrida, democracy is not a stable, self-evident system, but a site of constant contestation. To treat democracy as a finished project is to betray its very spirit. Questioning democracy is not anti-democratic; it is the condition of democracy’s survival and evolution.

2. The capacity for democracy? The possibility of democracy? Democracy itself? The democratic?

Derrida distinguishes between democracy (as a historical, institutional reality) and the democratic (as an infinite promise, an ideal that can never be fully realized).

The “capacity for democracy” refers to the conditions that make democracy possible—conditions that are always fragile, contested, and in need of renewal.

The “possibility of democracy” is the open-ended, future-oriented dimension of democracy: it is always to come (à venir), never fully present.

3. Why does Derrida refer to democracy as “coming”?

Derrida’s phrase “democracy to come” (la démocratie à venir) is central.

It signals that democracy is never fully achieved, never fully present. It is always in the process of becoming, always deferred, always haunted by its own impossibility.

This “coming” is not a temporal delay, but a structural feature: democracy is the name for a promise that can never be fulfilled, but must be endlessly reaffirmed.

This idea is rooted in Derrida’s deconstruction of presence and identity. Democracy, for him, is not a fixed regime, but a call, a demand, a promise that keeps us moving, questioning, and transforming our political imaginaries.

4. Secrecy and the Public Sphere

In the passage above, Derrida challenges the dominant Western conception of democracy as transparency, openness, and the eradication of secrecy.

He argues that this vision is not only impossible (since secrecy is inherent to human experience), but also dangerous—it risks becoming a new form of totalitarianism, where everything must be exposed, controlled, and made public.

Derrida insists on the right to secrecy as a condition of democracy. Secrecy is not just a private matter; it is the space where singularity, difference, and the unassimilable can resist the homogenizing forces of the public sphere.

For Derrida, a democracy that cannot tolerate secrecy is a democracy that cannot tolerate the other, the unknown, the unpredictable—it is a democracy that has forgotten its own promise.

5. The Question of the Coming Democracy

The “coming democracy” is not a future democracy, but democracy as the experience of the question itself.

It is the recognition that democracy is always in crisis, always incomplete, always to be reinvented. This is not a weakness, but its strength: democracy’s openness to its own impossibility is what keeps it alive.

Why does this matter?

Derrida’s thought invites us to see democracy not as a system to be defended, but as a question to be lived.

It calls us to be vigilant against the dogmatism of any political order, including democratic ones. It reminds us that the most democratic gesture is to keep the question of democracy open—to resist the temptation to close it off, to define it once and for all.

To reflect further:

How does Derrida’s vision of democracy as “to come” challenge or resonate with your own understanding of political life?

Do you see spaces in contemporary politics where the tension between openness and secrecy, between the public and the singular (in german: das Singuläre), is particularly acute?  ]]

Kaučić & Huber adopt this idea: freedom is never complete, always in development.

Both stress deconstruction of power and the need for transparent democratic processes.

Derrida focuses on indeterminacy; Kaučić & Huber focus on practical philosophical work.

Derrida’s freedom is aporetic and conceptual, while Kaučić & Huber insist on practical, lived, institutional freedom.

English:

How do Kaučić & Huber redefine freedom compared to classical metaphysical accounts?

In what ways does Kant’s concept of autonomy differ from their situated understanding of freedom?

Can freedom exist without democratic structures, according to the authors?

How does Arendt’s idea of political action illuminate or challenge their view?

What does Derrida’s “democracy to come” add to the discussion of freedom?

Are “freedoms” (plural) more useful than “freedom” (singular)?

How do economic constraints shape or limit freedom in contemporary societies?

Is philosophical practice itself a form of political action?

Deutsch:

Wie definieren Kaučić & Huber Freiheit neu im Vergleich zu klassischen metaphysischen Ansätzen?

Worin unterscheidet sich Kants Autonomiebegriff von ihrem situierten Freiheitsverständnis?

Kann Freiheit ohne demokratische Strukturen existieren?

Wie erhellt oder hinterfragt Arendts Begriff des politischen Handelns ihre Position?

Was trägt Derridas „Demokratie im Kommen“ zur Freiheitsdebatte bei?

Sind „Freiheiten“ (Plural) hilfreicher als „Freiheit“ (Singular)?

Wie formen ökonomische Bedingungen die Freiheit in heutigen Gesellschaften?

Ist philosophische Praxis selbst eine Form politischen Handelns?

English:

Concrete grounding: They avoid abstract metaphysics and focus on real political and economic conditions.

Pluralistic approach: Recognizing multiple freedoms reflects contemporary complexity.

Integration of practice: Philosophy becomes a tool for empowerment, not just theory.

Democratic emphasis: They highlight the fragility and necessity of democratic structures.

Underestimation of inner autonomy: By emphasizing structures, they risk downplaying Kantian moral agency.

Potential vagueness: “Plural freedoms” can become conceptually diffuse. (Really? Seriously?!  Are you serious?)

Dependence on democracy: Their model may struggle to explain freedom (!) in non-democratic contexts (!?).

Limited engagement with existential freedom: Thinkers like Sartre or Kierkegaard are absent, though relevant (?! missing or unwanted ?!).

Their concept is powerful for political philosophy and civic practice, but less suited for metaphysical or existential accounts of freedom.    ( !?!? )

(Metaphysics contemporary?! Intellectualism expands!?)

I think I can say that we all worked very hard and were very satisfied with the results (especially with the various complex reading and discussion processes).

It was a wonderful example of intelligent and respectful collaboration. Warm regards to you all, and we hope to see you again in the not too distant future.

Vienna, Austria, Europe, January 29, 2026

Deutsch:

Konkrete Verankerung: Sie vermeiden abstrakte Metaphysik und fokussieren reale politische und ökonomische Bedingungen.

Pluralistischer Ansatz: Die Anerkennung mehrerer Freiheiten entspricht der gesellschaftlichen Komplexität.

Praxisorientierung: Philosophie wird zum Werkzeug der Befreiung.

Demokratiebezug: Sie betonen die Verletzlichkeit und Notwendigkeit demokratischer Strukturen.

Unterschätzung innerer Autonomie: Durch den Fokus auf Strukturen wird die kantische moralische Selbstbestimmung abgeschwächt.

Begriffliche Unschärfe: „Freiheiten“ kann theoretisch ausfransen. (tatsächlich? wirklich?! ernsthaft?)

Demokratieabhängigkeit: Ihr Modell erklärt Freiheit (!) in nicht-demokratischen (!?) Kontexten nur schwer (!)?).

Fehlende (?! fehlend oder unerwünscht ?!) existenzialistische Perspektive: Sartre oder Kierkegaard fehlen, obwohl sie relevant wären.

Ein starkes politisch-philosophisches Freiheitskonzept, aber weniger geeignet für metaphysische oder existenzialistische Fragestellungen.

( !?!? )

( Metaphysik zeitgemäß ?! Intellektualismus expandiert !?)

Ich glaube, ich kann sagen, daß wir alle sehr hart gearbeitet haben und mit den Ergebnissen (besonders mit den divers aufwendigen Lese- und Gesprächsprozessen) sehr zufrieden waren. Es war ein wunderbares Beispiel für intelligente und respektvolle Zusammenarbeit.

Herzliche Grüße an Sie alle, und wir hoffen, Sie in nicht allzu ferner Zukunft wiederzusehen.

Wien, Österreich, Europa,  29.01.2026  

Sein Werk ist geprägt von Dekonstruktion, sprachanalytischer Philosophie und praktischer Philosophie.

Kaucic studierte vergleichende Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Philosophie und Linguistik in Salzburg und Paris.

Er arbeitet an der Schnittstelle von Philosophie, Psychoanalyse, Queer-Theorie und Feminismus.

Seine Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) versteht er als Intervention in gesellschaftliche Diskurse, etwa zu Themen wie Demokratietheorie, Tierphilosophie, Gewalt, Identität und Sprache.

Gerhard Kaučić publiziert auch unter dem gemeinsamen Pseudonym „Gerhard Anna Cončić-Kaučić“ mit Anna Lydia Huber. Seine Schriften befassen sich mit der Inkommunikabilität, dem Ende des Kommunizierbaren und der Dekonstruktion großer Begriffe wie Freiheit, Menschenrechte und Demokratie.

Mehr siehe:

https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de

Sie arbeitet eng mit Gerhard Kaučić zusammen, publiziert gemeinsam mit ihm und teilt seine philosophischen und literarischen Interessen. Huber ist Mitbegründerin der „Grammatologischen Philosophischen Praxis“ (GPP) und Mitautorin der Zeitschrift „Die Grüne F Abyss“.

Ihr Werk ist geprägt von postmoderner Literatur, Dekonstruktion und der Auseinandersetzung mit Sprache, Schrift und gesellschaftlichen Machtstrukturen.

Zusammen mit Kaučić entwickelt sie eine Philosophie, die sich als „Erbarmen der Philosophie“ versteht und sich gegen Onto-Theo-Logozentrismen wendet.

Huber und Kaučić leben und arbeiten in Wien und sind bekannt für ihre interdisziplinäre und politisch engagierte Herangehensweise.

Beide stehen für eine Philosophie, die sich als lebendige Praxis versteht und sich in gesellschaftliche Debatten einmischt – sei es durch Schriften, Vorträge oder künstlerische Interventionen. Ihr gemeinsames Projekt verbindet literarische, philosophische und politische Dimensionen und sucht nach neuen Formen des Denkens jenseits traditioneller Kategorien.

Zentrale Werke und Themen

Gerhard Kaučić ist bekannt für seine Arbeit in der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP), die er gemeinsam mit Anna Lydia Huber betreibt. Seine Texte und Gespräche kreisen um folgende Schwerpunkte:

Dekonstruktion und Subjektivierung: Kaučić arbeitet mit dekonstruktiven Methoden, die stark von Jacques Derrida beeinflusst sind. Er hinterfragt feste Identitäten und gesellschaftliche Konstruktionen.

Politische Philosophie: Er analysiert Machtverhältnisse, Demokratie, Krieg und Widerstand aus philosophischer Perspektive.

Philosophische Lebensberatung: In seiner Praxis bietet er Gespräche an, die sich mit existenziellen Fragen, Lebenskrisen und Sinnsuche beschäftigen.

Veröffentlichungen und Texte

Kaučić publiziert (oft gemeinsam mit AL Huber) regelmäßig auf seiner Website und in philosophischen Blogs. Einige seiner Texte tragen Titel wie:

„Was ist Philosophische Praxis?“

„Krieg und Frieden – eine dekonstruktive Annäherung“

„Subjektivität und Widerstand“

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/?m=1

Diese Texte sind oft essayistisch und laden zur Reflexion ein. Sie sind nicht akademisch im klassischen Sinn, sondern dialogisch und praxisnah.

 Arbeitsweise

Die Gespräche in der Praxis sind nicht therapeutisch, sondern philosophisch. Es geht um das Denken, das Fragen, das Verstehen.

Kaučić verwendet keine festen Methoden, sondern orientiert sich am Gesprächspartner und dessen Anliegen.

Er versteht Philosophie als lebendige Praxis, nicht als abstrakte Theorie.

P.s.:

Anmerkung von uns (GK & ALH)

Diese Zeilen wurden von einer Gruppe von Schülern und Schülerinnen unter der Führung zweier studentischer Moderator:innen in einer unserer zahlreichen Praxiseinheiten in unserer Grammatologischen Philosophischen Praxis in Wien erarbeitet und uns als Ergebnispapier überlassen.

Wir haben an dieser Schüler:innenarbeit nichts geändert und publizieren diese so wie sie uns am Do, 16.10.2025, übergeben worden ist. GK & ALH

In English:

A brief summary of the life’s work of Austrian philosopher Gerhard Kaučić and Austrian philosopher Anna Lydia Huber:

Gerhard Kaučić (born 1959) is an Austrian philosopher, writer, and founder of the “Grammatological Philosophical Practice” (GPP) in Vienna (since 1989). His work is characterized by deconstruction, linguistic-analytical philosophy, and practical philosophy.

Kaučić studied comparative literature, history, philosophy, and linguistics in Salzburg and Paris.

He works at the intersection of philosophy, psychoanalysis, queer theory, and feminism.

He sees his philosophical practice as an intervention in social discourses on topics such as democratic theory, animal philosophy, violence, identity, and language.

Gerhard Kaučić also publishes under the joint pseudonym “Gerhard Anna Cončić-Kaučić” with Anna Lydia Huber. His writings deal with incommunicability, the end of communicability, and the deconstruction of major concepts such as freedom, human rights, and democracy.

For more information, see:

https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de

She works closely with Gerhard Kaučić, publishing jointly with him and sharing his philosophical and literary interests. Huber is co-founder of the “Grammatological Philosophical Practice” (GPP) and co-author of the magazine “Die Grüne F Abyss.”

Her work is influenced by postmodern literature, deconstruction, and the examination of language, writing, and social power structures.

Together with Kaučić, she has developed a philosophy that sees itself as the “compassion of philosophy” and opposes onto-theo-logocentrism.

Huber and Kaučić live and work in Vienna and are known for their interdisciplinary and politically engaged approach.

Both stand for a philosophy that sees itself as a living practice and intervenes in social debates—whether through writings, lectures, or artistic interventions. Their joint project combines literary, philosophical, and political dimensions and seeks new forms of thinking beyond traditional categories.

Key works and themes

Gerhard Kaučić is known for his work in Grammatological Philosophical Practice (GPP), which he runs together with Anna Lydia Huber. His texts and discussions focus on the following topics:

Deconstruction and subjectification: Kaučić works with deconstructive methods that are strongly influenced by Jacques Derrida. He questions fixed identities and social constructs.

Political philosophy: He analyzes power relations, democracy, war, and resistance from a philosophical perspective.

Philosophical life counseling: In his practice, he offers conversations that deal with existential questions, life crises, and the search for meaning.

Publications and texts

Kaučić publishes (often together with AL Huber) regularly on his website and in philosophical blogs. Some of his texts have titles such as:

Cf.:

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/?m=1

These texts are often essayistic and invite reflection. They are not academic in the classical sense, but dialogical and practical.

 Working method

The conversations in the practice are not therapeutic, but philosophical. They are about thinking, questioning, and understanding.

Kaučić does not use fixed methods, but rather orientates himself towards his conversation partner and their concerns.

He understands philosophy as a living practice, not as abstract theory.

P.S.:

Note from us (GK & ALH)

These lines were written by a group of students under the guidance of two university student moderators in one of our numerous practical sessions at our Grammatological Philosophical Practice in Vienna and given to us as a final paper.

We have not changed anything in this student work and are publishing it as it was handed over to us on Thursday, October 16, 2025. GK & ALH

Biographisches / Biographie https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/biographisches-biographie/

Biographisches, Bio, Vita, Biographie https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2017/09/biographisches-bio-vita-biographie.html?m=1

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2017/09/biographisches-bio-vita-biographie.html

Lebenslauf Biographie Gegenwartsphilosophie Philosophische Praxis https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2017/10/lebenslauf-biographie.html?m=1

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2017/10/lebenslauf-biographie.html

Noch mehr zur Vita und zum Werk der Philosophin und Schriftstellerin Anna Lydia Huber (66, 2025, Philosophische Praxis seit 2009) und des Philosophen und Schriftstellers Gerhard Kaučić (66, 2025, Philosophische Praxis seit 1989) in deren Postings  „Künstliche Intelligenz“ hier in diesem Blog !

Künstliche Intelligenz 09.07.2025 Url/Link: 

Künstliche Intelligenz,- eine Ergänzung 25.09.2025 Url/Link: 

Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, –
Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Grammatologischen Philosophischen Praxis seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)

Texte, Fotos © Anna Lydia Huber, Gerhard Kaučić

Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026), Philosopher, Austria, Vienna / Philosophin, Österreich, Wien
Gerhard Kaučić (Dr. phil., 67, 2026), Philosopher, Austria, Vienna / Philosoph, Österreich, Wien

GESPRÄCHE sind EREIGNISSE als TEXT

(( cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 ) ))

Our blog as a text event in the interaction between our philosophical practice as a text event without protocol and our philosophical practice as a „protocol“ between archive and anarchive.

Mein Lebenswerk, – unsere philosophische Praxis!

Es geht darum, es geht mir in meiner Philosophischen Praxis

(( und dazu gehört das Gespräch in dieser, aber auch meine/unsere Schreibpraxis vorher und nachher einer jeden Setzung / Sitzung(!) ))

immer darum, Texte (geschrieben, gesprochen oder Darstellungen(!) z. B. technischer, künstlerischer, ökonomischer, politischer, institutioneller Art) in ihrer inneren Struktur und in ihrem Zusammenwirken mit anderen Texten zu erfassen.

Die Texte sind nicht nur zu analysieren und zu interpretieren, sondern durch die Praxis der Dekonstruktion ihrer Konflikthaftigkeit, ihrer Aggressivität, ihrer verdeckt mitgeführten Gehalte und Intentionen zu enttarnen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An- und Abwesendsein(!) von Wahrheit.

Wir äußern Sätze gewollter analytischer Wahrheit und verdrängen dadurch gleichzeitig andere eventuale Wahrheits- oder Unwahrheitssätze.

The point is, in my philosophical practice

(( and this includes the conversation in this, but also my/our writing practice before and after each setting / session(!) )

is always about capturing texts (written, spoken or representations(!) e.g. technical, artistic, economic, political, institutional) in their inner structure and in their interaction with other texts.

The texts are not only to be analysed and interpreted, but also to be unmasked through the practice of deconstructing their conflictual nature, their aggressiveness, their hidden contents and intentions.

What is meant is the visualization of the duality of the simultaneous presence and absence (!) of truth.

We express sentences of desired analytical truth and thereby simultaneously repress other possible sentences of truth or untruth.

Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026), Philosophin, Feministin, Philosophischer Salon Wien Gasometer
Gerhard Kaučić (Dr. phil., 67, 2026), Philosoph, Feminist, Philosophischer Salon Wien Gasometer
Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, –
Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Philosophischen Praxis seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)

Demokratie leben ! Demokratie im Werden ! Demokratie leben !

Demokratie leben ! Demokratie im Werden ! Demokratie leben !
Gerhard Kaučić (2026, 67), Freerider, Philosoph, Schriftsteller, Grammatologe , – belustigt, erfreut, erstaunt, gelangweilt, Zukunft vor Augen? …..
G K, – eines schönen Sommertages früher Abend , – belustigt, erfreut, erstaunt, gelangweilt, Zukunft vor Augen?! …..
G K, – early evening on a beautiful summer day, – amused, delighted, amazed, bored, future ahead?!

Biographisches / Biographie https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/biographisches-biographie/

Biographisches, Bio, Vita, Biographie https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2017/09/biographisches-bio-vita-biographie.html?m=1

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2017/09/biographisches-bio-vita-biographie.html

Lebenslauf Biographie Gegenwartsphilosophie Philosophische Praxis https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2017/10/lebenslauf-biographie.html?m=1

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2017/10/lebenslauf-biographie.html

Lebenswerk 07.10.2025 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/werk-und-leben/

To contact me/us use only this email: g.kaucic[at]chello.at

Werk und Leben

LEBENSWERK

Noch mehr zur Vita und zum Werk der Philosophin und Schriftstellerin Anna Lydia Huber (67, 2026, Philosophische Praxis seit 2009) und des Philosophen und Schriftstellers Gerhard Kaučić (67, 2026, Philosophische Praxis seit 1989) in den hier am Ende verlinkten Postings.  

Künstliche Intelligenz 09.07.2025 Url/Link: 

Künstliche Intelligenz,- eine Ergänzung 25.09.2025 Url/Link: 

Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsere Charakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –  

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/ 

Musikphilosophie

[ Gastbeitrag einiger Gäste der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) aus den letzten 7 Jahren in Berlin vom 21.01.2026 ] (German/English)

Ein kleines Paper als Versuch zur Musikphilosophie von Dr. Gerhard Kaučić/Djay PhilPrax (* 1959, Philosoph) und Anna Lydia Huber, MSc (* 1959, Philosophin), – entwickelt von einer Seminargruppe im Gefolge einer 5-stündigen Grammatologischen Philosophischen Praxis  und zahlreichen Vorbereitungsstunden auf diese in Berlin im Dezember 2025 zum Thema.

Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber haben ausführlich über Musik geschrieben!

Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber haben ausführlich über Musik geschrieben und noch viel mehr über Musik und Musikalische Erfahrung gesprochen.

Ja, wir gehen sogar so weit, daß wir es riskieren, hier und heute von einer zeitgemäßen Musikphilosophie , einer Musikphilosophie der Dekonstruktion, der Grammatologie, der Grammatotechné , ja der différance (cf. Jacques Derrida, siehe unten die Urls/Links dazu), sprechen zu wollen.

Die Websuche zeigt mehrere aktuelle Texte (2024–2025), in denen Gerhard Kaučić (Dr. phil.,67, 2026) & Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026)  Musik philosophisch, gesellschaftlich und musik-grammatisch‑dekonstruktiv bzw grammatologisch analysieren (besser noch: grammatologisch denken – hören – denken – hören – …), –

Texte, basierend auf zahlreichen Praxis-Units (GPP-Einheiten/Sitzungen) in den vergangenen beinahe schon vier Jahrzehnten mit sehr unterschiedlichen und oft genug einschlägig gebildeten Gästen und vielen Fragestellungen in der Grammatologischen Philosophischen Praxis Wien GK & ALH.  

Worum geht es in deren Texten und ihren GPPs zur Musik?

1. Musikalische Erfahrung (2025)

Kaučić & Huber  beschreiben Musik und sprechen von Musik als nicht-autopoetisches, nicht in sich geschlossenes Phänomen.

Sie betonen, daß Musik nicht auf Klang oder Stil reduziert werden darf.

Musik wird als gesellschaftlich, politisch und kulturell eingebettete Praxis verstanden.

2. Beethovens Musik (2025)

Sie argumentieren, daß Konzertmusik heute eine periphere Rolle im politischen Leben spielt.

Sie fordern eine Vertiefung des Horizonts musikalischer Erfahrung, um Musikgeschichte als Gesellschaftsgeschichte zu verstehen.

Sie plädieren für neue Hörweisen, die über rein musikalische Kategorien hinausgehen.

3. Deconstruction Music (2024/2025)

Ein philosophisch-dekonstruktiver Zugang zur Musik.

Diskutiert wird in „Deconstruction Music“ (Link dazu, siehe unten), ob heute gespielte „alte“ (!) Musik (entworfen, komponiert, in einer Aufzeichnungspraxis festgehalten, die wir Partitur nennen),  heute revolutionär, modern oder bereits Klischee sei. Ob Beethoven heute Klischee sei. Ob die Imagination Beethovens von uns Heutigen bloßes Klischee sei.

Der Text entstand im Kontext philosophischer Gespräche mit Jazz-Studierenden aus mehreren Ländern.

 Was ist charakteristisch für Kaučićs & Hubers Musikphilosophie?

Starke Orientierung an Dekonstruktion und Grammatologie.

Musik wird als kulturelles (!) Zeichensystem verstanden, nicht als bloßes Klangereignis.

Sie  verbinden Musik mit Bewusstsein, Erfahrung, Politik und Gesellschaft.

Sie kritisieren reduktionistische Musikbegriffe und fordern interdisziplinäre Hörweisen.

Zusammenfassung der Musiktexte von GerhardKaučić und Anna Lydia Huber, basierend auf den gefundenen Quellen.

Was schreiben  Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber  über Musik?

Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber  haben in den Jahren 2024–2025 mehrere philosophische Texte über Musik veröffentlicht, die sich alle durch eine stark dekonstruktive, gesellschaftsbezogene und grammatologische Perspektive auszeichnen.

1. Musikalische Erfahrung (2025)

Zentrale Gedanken

Musik ist kein autopoetisches, in sich geschlossenes Phänomen.

Sie darf nicht auf Klang oder Stil reduziert werden.

Musik ist immer politisch, gesellschaftlich und kulturell eingebettet.

Musikgeschichte ist Gesellschaftsgeschichte.

Grammatologisch gedacht geht Musik weit über jede Partitur hinaus.

Bedeutung

Kaučić und Huber  kritisieren traditionelle Musikbegriffe und fordern ein Denken, das Musik als Erfahrungsraum versteht, der unser Bewusstsein prägt.

 2. Beethovens Musik (2025)

Kernaussagen

Konzertmusik und Oper sind heute politisch peripher, anders als im 19. Jahrhundert.

Streaming und Internet ändern daran wenig.

Um Musik zu verstehen, muss man den Horizont musikalischer Erfahrung vertiefen.

Neue Hörweisen sind nötig, die jenseits rein musikalischer Kategorien liegen.

Musik muss in ihren politischen und gesellschaftlichen Implikationen verstanden werden.

Bedeutung

Kaučić und Huber  verbinden Beethoven mit Fragen der Moderne, Postmoderne und kulturellen Relevanz heute.

 3. Deconstruction Music (2024/2025)

Inhalt

Reflexion darüber, ob Beethoven heute  revolutionär, modern, populär oder bereits Klischee ist.

Entstanden im Rahmen philosophischer Gespräche in ihrer Grammatologischen Philosophischen Praxis mit Jazz-Studierenden aus mehreren Ländern.

Der Text existiert in einer englischen Version (2024) und einer erweiterten deutschen Version (2025).

Bedeutung

Kaučić und Huber übertragen dekonstruktive Philosophie (Derridasche Grammatologie, Dekonstruktion, différance, Archiv/Anarchiv, Inkommunikabilität, Dissemination, Performativität, Textur, Textmusik, Textkonfiguration, „permanente“ Parekbase (Schlegel), Idiom, Textperformanz / Wiederholung / Iterabilität /  Markierung !, Selbstreflektivität, Para-Graphie cf. Postings zu Künstlicher Intelligenz, Sporologie cf. Diss. v. GK)  direkt auf musikalische Praxis und Erfahrung.

Gemeinsame Linien ihrer Musikphilosophie

Dekonstruktion als „methodischer“(!) Kern.

Musik als Zeichensystem (Saussure, Greimas, Barthes, Derrida), nicht als bloßes Klangereignis.

Starke Betonung der gesellschaftlichen und politischen Dimension von Musik.

Kritik an reduktionistischen Musikbegriffen.

Forderung nach interdisziplinären Hörweisen.

Wir versuchen Kaučićs & Hubers  Positionen mit anderen Musikphilosophien (Th. W. Adorno, J. Derrida, Lydia Goehr, R. Barthes, D. Charles, …) in Beziehung zu setzen

Gerhard Kaučićs und Anna Lydia Hubers  Musikdenken steht in einem direkten Spannungsfeld zwischen Adornos kritischer Gesellschaftstheorie, Derridas Dekonstruktion, Goehrs institutioneller Musikphilosophie und Barthes’ semiotischer Hörtheorie.

Ihre Texte über Musik zeigen, daß sie Musik weder als autonomes Kunstwerk noch als rein klangliches Phänomen verstehen, sondern als gesellschaftlich-politische, kulturelle und grammatische Praxis.

Im Folgenden versuchen wir  eine präzise, systematische Gegenüberstellung.

1. Kaučić und Adorno

Gemeinsamkeiten

Beide lehnen die Vorstellung ab, Musik sei ein autonomes, in sich geschlossenes System.

Kaučić und Huber:  Musik ist „kein in sich geschlossenes autopoetisches Phänomen“.

Adorno: Musik ist immer Ausdruck gesellschaftlicher Widersprüche.

Beide betonen die gesellschaftliche und politische Dimension von Musik.

Kaučić & Huber: Musikgeschichte = Gesellschaftsgeschichte (abwesend / anwesend / différance)

Adorno: Musik ist gesellschaftliche „Sedimentierung“.

Unterschiede

Adorno bleibt stark an Materialästhetik und Werkimmanenz orientiert.

Kaučić & Huber  gehen  grammatologisch vor:  Musik ist ein Zeichensystem, das über jede Partitur hinausgeht.

Adorno privilegiert „fortschrittliche“ Musik (z. B. Schönberg); Kaučić & Huber  vermeiden normative Hierarchien.

 2. Kaučić und Derrida

Gemeinsamkeiten

Kaučićs und Hubers  Texte sind explizit dekonstruktiv geprägt (z. B. Deconstruction Music).

Beide verstehen Musik als Spur, als etwas, das sich nie vollständig präsent machen läßt.

Beide kritisieren geschlossene Systeme und reine Selbstreferentialität.

Unterschiede

Derrida schreibt wenig systematisch über Musik; seine Musikbezüge sind verstreut.

Kaučić & Huber  übertragen  Derridas Grammatologie direkt auf musikalische Erfahrung:

Kaučić und Huber  arbeiten stärker mit konkreten musikalischen Beispielen (Beethoven, Jazz).

 3. Gerhard Kaučić und Lydia Goehr

Gemeinsamkeiten

Goehr (in The Imaginary Museum of Musical Works) zeigt, daß das „Werk“ eine historische Konstruktion ist.

Kaučić & Huber kritisieren ebenfalls die Vorstellung eines autonomen Werkbegriffs und fordern neue Hörweisen jenseits musikalischer Kategorien.

Unterschiede

Goehr arbeitet musiksoziologisch und institutionell (Werk, Konzertkultur, Normen).

Kaučić & Huber arbeiten philosophisch-grammatologisch und stärker phänomenologisch (!?):

Fokus auf Bewusstsein, Erfahrung, kulturelle Einbettung.

 4. Kaučić / Huber  und Roland Barthes

Gemeinsamkeiten

Barthes’ Idee des „Körpers im Klang“ und des „grain de la voix“ passt zu Kaučićs Betonung der Erfahrung.

Beide sehen Musik als Zeichensystem, das nicht auf Notentext reduzierbar ist.

Unterschiede

Barthes bleibt stärker semiotisch-literaturtheoretisch.

Kaučić & Huber verbinden Semiotik und Semiologie mit Dekonstruktion und politischer Analyse.

Barthes interessiert sich für subjektive Hörlust;   Kaučić & Huber  für gesellschaftliche und philosophische Implikationen.

5. Zusammenfassung in einer Vergleichstabelle

Philosoph:in      Gemeinsame Punkte mit Kaučić & Huber       Zentrale Unterschiede

Adorno                Musik als gesellschaftlich    Kritik der Autonomie          Adorno werkimmanent;

Kaučić & Huber dekonstruktiv

Derrida                       Dekonstruktion, Spur, Kritik geschlossener Systeme          Derrida weniger musikbezogen;    

Kaučić & Huber konkret musikalisch

Goehr     Kritik des Werkbegriffs    Musik als Institution              Goehr institutionell;     

Kaučić & Huber  grammatisch-phänomenologisch-grammatologisch

Barthes               Musik als Zeichensystem        Erfahrung              Barthes semiotisch;

Kaučić & Huber  politisch-grammatologisch

Fazit

Kaučić & Huber stehen zwischen Adorno, Derrida, Goehr und Barthes.

Ihre Musikphilosophie ist:

dekonstruktiv (Derrida)

gesellschaftskritisch (Adorno)

institutionell sensibilisiert (Goehr)

semiotisch-erfahrungsorientiert (Barthes)

… und daraus entsteht eine eigene, originelle Position, die Musik als politisch-kulturelle Grammatik versteht.

Wir möchten hier eine kleine Übersicht zum besseren Verständnis geben:

a) eine grafische Übersicht

b) Kaučićs und Hubers Ansatz in eine philosophische Schule einordnen

c) eine kritische Bewertung ihrer Musikphilosophie formulieren.

 1. Strukturierte „grafische“ Übersicht

(textuell dargestellt, aber wie ein Diagramm aufgebaut)

                         ┌──────────────────────────┐

                         └────────────┬─────────────┘

                                      │

     ┌────────────────────────────────┼────────────────────────────────┐

     │                                │                                │

┌────▼────┐                     ┌─────▼────┐                     ┌─────▼────┐

│ Adorno  │                     │ Derrida  │                     │ Barthes   │

└────┬────┘                     └────┬─────┘                     └────┬─────┘

     │                                │                                │

     │ Gesellschaftlichkeit           │ Dekonstruktion                 │ Semiotik

     │ Kritik der Autonomie           │ Spur / Différance              │ Körper im Klang

     │ Musik als Ausdruck             │ Kritik geschlossener Systeme   │ Hörlust / Textur

     │                                │                                │

     └──────────────┬─────────────────┴───────────────────┬────────────┘

                    │                                     │

                    ▼                                     ▼

            ┌────────────────┐                   ┌──────────────────┐

            │   Lydia Goehr  │                   │   Kaučićs & Hubers Synthese│

            └──────┬─────────┘                   └─────────┬────────┘

                   │                                         │

                   │ Werkbegriff als                         │ Musik als

                   │ historische Konstruktion                 │ politisch-kulturelle

                   │ Institutionenkritik                      │ Grammatik

                   │                                         │

                   └─────────────────────────────────────────┘

Diese Übersicht zeigt gut, wie Kaučić und Huber zwischen den großen Theoretiker:innen stehen, aber eine eigene Achse bilden.

 2. Einordnung in philosophische Schulen

Kaučićs / Hubers Musikphilosophie lässt sich nicht einer einzigen Schule zuordnen – sie ist hybrid, aber klar strukturiert. Die wichtigsten Zuordnungen:

Dekonstruktion / Poststrukturalismus

Stärkster Einfluss: Derrida

Musik als Spur, Differenz, grammatologisches Feld

Ablehnung geschlossener Systeme (z. B. „Werk“ als autonome Einheit)

Kritische Theorie

Nähe zu Adorno, aber ohne dessen normative Werkästhetik

Musik als gesellschaftliches Phänomen

Betonung politischer und historischer Dimensionen

 Institutionelle Musikphilosophie

Anschluss an Lydia Goehr

Kritik des Werkbegriffs

Analyse der Bedingungen, unter denen Musik als „Werk“ erscheint

 Semiotik / Kulturtheorie

Nähe zu Barthes

Musik als Zeichensystem

Bedeutung von Körper, Erfahrung, Hörweisen

 Eigene Position

Kaučić und Huber verbinden diese Stränge zu einer grammatologisch-politischen Musikphilosophie, die Musik als:

kulturelle Praxis

gesellschaftliche Grammatik

Erfahrungsraum

politisches Medium

versteht.

 3. Kritische Bewertung von Kaučićs Musikphilosophie

 Stärken

Interdisziplinäre Tiefe 

GK & ALH verbinden Philosophie, Musiktheorie, Kulturwissenschaft und Gesellschaftsanalyse.

Dekonstruktive Präzision 

Ihre Kritik an reduktionistischen Musikbegriffen ist scharf und überzeugend.

Zeitgenössische Relevanz 

Sie zeigen, warum Musik heute politisch und kulturell anders funktioniert als im 19. Jahrhundert.

Neue Hörweisen 

Ihre Forderung, Musik jenseits von Partitur, Werk und Stil zu denken, öffnet produktive Perspektiven.

Mögliche Schwächen

Hohe Abstraktion 

Ihre Texte sind stark philosophisch und können für Leser:innen ohne Theoriehintergrund schwer zugänglich sein.

Wenig systematische Musikbeispiele 

Im Vergleich zu Adorno oder Goehr arbeiten sie weniger mit detaillierten Analysen konkreter Werke.

Dekonstruktive Offenheit 

Manche Kritiker könnten sagen, daß ihre Positionen „zu offen“ sind und wenig normative Orientierung bieten.

 Gesamturteil

Kaučić und Huber entwickeln eine originelle, eigenständige Musikphilosophie, die sich durch:

Dekonstruktion,

Gesellschaftsanalyse,

Semiotik/Semiologie

und institutionelle Kritik

auszeichnet.

Sie stehen damit in der Nähe der genannten Denker:innen, aber nicht in deren Schatten.

Zur Abrundung:

Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber entwickeln eine eigenständige, stark dekonstruktiv geprägte Musikphilosophie, die Musik als ein Feld von Differenz, Weltverschriftung,  (Grammatologie) und kommunikativer Aporie versteht.

Ihre Texte verbinden philosophische Praxis, Derridas différance und eine kritische Analyse von Macht‑ und Bedeutungsstrukturen in musikalischer Erfahrung.

Grundzüge der Musikphilosophie von Kaučić & Huber

Musik wird nicht als harmonisches Ganzes verstanden, sondern als Spiel von Differenzen, Brüchen und Bedeutungsverschiebungen.

Die Autor*innen sprechen explizit von einer „Musikphilosophie der Dekonstruktion“.

Bezug auf Jacques Derrida: différance, Grammatologie, Schrift, Text, Textmusik, Performativität, Performanz

Musik wird als eine Art Schrift verstanden – nicht im Sinne von Notation, sondern als Struktur von Spuren, Zeichen und Verschiebungen.

Kaučić & Huber sprechen von „Grammato‑techné“, also einer Technik des Schreibens im Medium des Klangs.

Die Musikphilosophie ist eingebettet in ihre Philosophische Praxis, die seit 1989 besteht.

Musik dient als Beispiel für das, was sie „permanent dekonstruktiven Versuch von Kommunikation“ nennen.

Musik wird als Ort verstanden, an dem Autorität, Macht und Diskurse sichtbar und zugleich unterlaufen werden.

Musik erzeugt Situationen, in denen Bedeutung nicht eindeutig ist.

Diese Aporien sind kein Problem, sondern Produktivität: Sie öffnen Räume für neue Bedeutungen und Selbstverhältnisse.

Das passt zu ihrer allgemeinen Praxis der Problematisierung, Identitätsdislokation und Subjektivierung.

Kontext:

Person        Hintergrund         Relevanz

Gerhard Kaučić (Dr. phil., 67) Philosoph, Grammatologe, Übersetzer, Schriftsteller, Philosophischer Praktiker (seit 1989), Feminist, Freerider, –  Schwerpunkt Dekonstruktion, Grammatologie, zeitgenössische Philosophie, Sprachphilosophie, Sozialphilosophie, Praktische Philosophie, Literatur, Linguistik, Musik. Entwickelt theoretische Grundlagen der Musikphilosophie u. a.

Anna Lydia Huber (MSc, 67)   Philosophin, Grammatologin, Übersetzerin, Schriftstellerin, Mediatorin, Philosophische Praktikerin, Feministin, Freeriderin, – Schwerpunkt Dekonstruktion, Grammatologie, zeitgenössische Philosophie, Sprachphilosophie, Sozialphilosophie, Praktische Philosophie, Literatur, Musik, langjährige Partnerin in der Philosophischen Praxis Wien (seit 2009). Mitautorin der musikphilosophischen Texte u. a.

Beide arbeiten in Wien, sprechen und  publizieren regelmäßig zu Themen wie Dekonstruktion, Migration, Postmoderne, Demokratie, Bildung, Institutionen, Geopolitik, Ethik, Musik, Kunst, Kultur, Politik, Ideologien, Religion und Gesellschaft, Psychoanalyse, Machtkritik, Grammatik der Erfahrung und Grammatologische Philosophische Praxis u. a.

Sie ist keine klassische Ästhetik, sondern eine kritische Theorie der musikalischen Erfahrung.

Sie verbindet Philosophische Praxis mit poststrukturalistischer Theorie.

Sie versteht Musik nicht als Objekt, sondern als Ereignis, das Subjekte verändert.

Sie ist zeitgenössisch, radikal und theoretisch anspruchsvoll.

Vertiefte Darstellung der Musikphilosophie von Kaučić & Huber

Kaučić und Huber verstehen Musik nicht als ästhetisches Objekt, sondern als Ereignis, das sich jeder festen Bedeutung entzieht.

Musik ist kein „Werk“, sondern ein Vorgang, der sich im Hören, Spielen und Denken entfaltet.

Sie betonen die Unabschließbarkeit musikalischer Bedeutung: Musik verweist immer über sich hinaus.

Diese Offenheit ist kein Mangel, sondern der Kern musikalischer Erfahrung.

Damit stehen sie in der Nähe von Derrida, Nancy und teilweise auch Deleuze – aber sie bleiben eigenständig, weil sie Musik nicht philosophisch vereinnahmen, sondern als Widerstand gegen philosophische Fixierungen begreifen.

Ein zentraler Begriff ist ihre Idee einer „Grammato‑techné“:

Musik ist eine Schrift, aber nicht im Sinne von Notation.

Sie ist ein System von Spuren, Verschiebungen, Iterationen, Additionen, Mustern, Differenzen.

Klang wird als Materialität der Spur verstanden – etwas, das sich zeigt, indem es sich entzieht.

Das ist radikal, weil es Musik nicht als Ausdruck eines Subjekts sieht, sondern als Ort, an dem Subjektivität erst entsteht.

Ihre Musikphilosophie ist eng mit ihrer Philosophischen Praxis verbunden. Ihrer Grammatologischen Philosophischen Praxis.

Musik wird als Modell für Kommunikation ohne Herrschaft gedacht.

Sie sprechen von einem „permanent dekonstruktiven Versuch von Kommunikation“.

Musik zeigt, wie Verständigung möglich ist, obwohl sie keine eindeutigen Begriffe liefert.

Das macht ihre Musikphilosophie auch politisch. Sie kritisieren jede Form von autoritärem Sinn, der vorgibt, Musik „richtig“ zu verstehen.

Ein Schlüsselbegriff ist die Aporie – die Erfahrung, daß etwas nicht aufgeht.

Musik erzeugt Situationen, in denen man nicht weiß, wie man sie deuten soll.

Diese Unbestimmtheit ist kein Defizit, sondern eine Chance:

Sie öffnet Räume für neue Bedeutungen

Sie destabilisiert feste Identitäten

Sie macht Hören zu einem philosophischen Akt

Musik wird so zu einem Laboratorium der Differenz.

| |

Adorno               Dekonstruktion, Offenheit, Aporie         Dialektik, Werkästhetik, gesellschaftliche Totalität

| |

Nancy          Nähe: Musik als Resonanz                Nancy bleibt stärker phänomenologisch

|

Deleuze/Guattari          Nähe: Prozess, Werden   Kaučić/Huber sind stärker grammatologisch

| |

Traditionelle Ästhetik

| |

                              Musik als Spur, Schrift, Text, Differenz       Musik als Werk, Ausdruck, Schönheit

Empfohlene Lektüre:

in English:

[ Guest contribution by several guests of the Grammatological Philosophical Practice (GPP) from the last 7 years in Berlin, dated January 21, 2026 ]

A short paper as an attempt at music philosophy by Dr. Gerhard Kaučić/Djay PhilPrax (* 1959, philosopher) and Anna Lydia Huber, MSc (* 1959, philosopher), – developed by a seminar group following a 5-hour Grammatological Philosophical Practice  and numerous hours of preparation for it in Berlin in December 2025 on the topic.

Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber have written extensively about music!

Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber have written extensively about music and talked even more about music and musical experience.

Yes, we even go so far as to risk talking here and now about a contemporary philosophy of music, a philosophy of music of deconstruction, of grammatology, of grammatotechné, even of différance (cf. Jacques Derrida, see the URLs/links below).

A web search reveals several recent texts (2024–2025) in which Gerhard Kaučić (Ph.D., 67, 2026) & Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026)  analyze music philosophically, socially, and musically-grammatically-deconstructively or grammatologically (better yet:  grammatologically  think – hear – think – hear – …), –

texts based on numerous Practice Units (GPP units/sessions) over the past nearly four decades with very different and often enough relevantly educated guests and many questions in the Grammatological Philosophical Practice Vienna GK & ALH. 

What are their texts and GPPs on music about?

1. Musical experience (2025)

Kaučić & Huber describe music and speak of music as a non-autopoietic, non-self-contained phenomenon.

They emphasize that music cannot be reduced to sound or style.

Music is understood as a socially, politically, and culturally embedded practice.

2. Beethoven’s Music (2025)

They argue that concert music today plays a peripheral role in political life.

They call for a deepening of the horizon of musical experience in order to understand music history as the history of society and social history.

They advocate new ways of listening that go beyond purely musical categories.

3. Deconstruction Music (2024/2025)

A philosophical-deconstructive approach to music.

Deconstruction Music (link below) discusses whether “old” (!) music played today (conceived, composed, recorded in a practice we call scoring) is revolutionary, modern, or already a cliché. Whether Beethoven is a cliché today. Whether our current imagination of Beethoven is merely a cliché.

The text was written in the context of philosophical discussions with jazz students from several countries.

What characterizes Kaučić and Huber’s philosophy of music?

A strong focus on deconstruction and grammatology.

Music is understood as a cultural (!) sign system, not merely as a sound event.

They connect music with consciousness, experience, politics, and society.

They criticize reductionist concepts of music and call for interdisciplinary ways of listening.

Summary of the music texts by Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber, based on the sources found.

What do Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber write about music?

Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber published several philosophical texts on music in 2024–2025, all of which are characterized by a strongly deconstructive, socially relevant, and grammatological perspective.

1. Musical Experience (2025)

Music is not an autopoietic, self-contained phenomenon.

It cannot be reduced to sound or style.

Music is always embedded in politics, society, and culture.

Music history is  history of society / social history.

From a grammatological perspective, music goes far beyond any musical score.

Kaučić and Huber criticize traditional concepts of music and call for a way of thinking that understands music as a space of experience that shapes our consciousness.

2. Beethoven’s Music (2025)

Concert music and opera are politically peripheral today, unlike in the 19th century.

Streaming and the internet do little to change this.

To understand music, one must deepen one’s horizon of musical experience.

New ways of listening are needed that go beyond purely musical categories.

Music must be understood in terms of its political and social implications.

Kaučić and Huber connect Beethoven with questions of modernity, postmodernity, and cultural relevance today.

3. Deconstruction Music (2024/2025)

Reflection on whether Beethoven is revolutionary, modern, popular, or already a cliché today.

Developed in the context of philosophical discussions in their grammatological philosophical practice with jazz students from several countries.

The text exists in an English version (2024) and an expanded German version (2025).

Common threads in their musical philosophy

Deconstruction as a “methodological” (!) core.

Music as a sign system (Saussure, Greimas, Barthes, Derrida), not merely as a sound event.

Strong emphasis on the social and political dimensions of music.

Criticism of reductionist concepts of music.

Call for interdisciplinary ways of listening.

In the following, we attempt a precise, systematic comparison.

1. Kaučić and Adorno

Both reject the idea that music is an autonomous, self-contained system.

Kaučić and Huber: Music is “not a self-contained autopoietic phenomenon.”

Adorno: Music is always an expression of social contradictions.

Both emphasize the social and political dimensions of music.

Kaučić & Huber: Music history = history of society (absent / present / différance)

Adorno: Music is social “sedimentation.”

Adorno remains strongly oriented toward material aesthetics and immanence of the work.

Kaučić & Huber take a grammatological approach: Music is a sign system that transcends any score.

Adorno privileges “progressive” music (e.g., Schoenberg); Kaučić & Huber avoid normative hierarchies.

2. Kaučić and Derrida

Kaučić’s and Huber’s texts are explicitly deconstructive (e.g., Deconstruction Music).

Both understand music as a trace, as something that can never be made fully present.

Both criticize closed systems and pure self-referentiality.

Derrida writes about music in a less systematic way; his references to music are scattered.

Kaučić & Huber apply Derrida’s grammatology directly to musical experience:

Music “goes far beyond any conceivable form of score.”

Kaučić and Huber work more with concrete musical examples (Beethoven, jazz).

3. Gerhard Kaučić and Lydia Goehr

Goehr (in The Imaginary Museum of Musical Works) shows that the “work” is a historical construction.

Kaučić & Huber also criticize the idea of an autonomous concept of the work and call for new ways of listening beyond musical categories.

Goehr works sociologically and institutionally (work, concert culture, norms).

Kaučić & Huber work philosophically-grammatologically and more phenomenologically (!?):

Focus on consciousness, experience, cultural embedding.

4. Kaučić / Huber and Roland Barthes

Similarities

Barthes‘ idea of the “body in sound” and the “grain de la voix” fits with Kaučić’s emphasis on experience.

Both see music as a sign system that cannot be reduced to musical notation.

Differences

Barthes remains more strongly rooted in semiotics and literary theory.

Kaučić & Huber combine semiotics and semiology with deconstruction and political analysis.

Barthes is interested in subjective listening pleasure;   Kaučić & Huber  in social and philosophical implications.

5. Summary in a comparison table

Philosopher      Common points with Kaučić & Huber       Key differences

Adorno                Music as socially    Critique of autonomy          Adorno inherent in the work;

Kaučić & Huber     deconstructive

Derrida       Deconstruction, trace, critique of closed systems          Derrida less music-related;   

Kaučić & Huber        specifically musical

Goehr     Critique of the concept of the work    Music as an institution        Goehr institutional;    

Kaučić & Huber         grammatical-phenomenological-grammatological

Barthes               Music as a sign system        Experience              Barthes semiotic;

Kaučić & Huber          political-grammatological

Conclusion

Their philosophy of music is:

deconstructive (Derrida)

socially critical (Adorno)

institutionally sensitive (Goehr)

semiotic-experience-oriented (Barthes)…

 and this results in a unique, original position that understands music as a political-cultural grammar.

We would like to provide a brief overview here for a better understanding:

a) a graphical overview

b) classify Kaučić and Huber’s approach within a philosophical school

c) formulate a critical evaluation of their philosophy of music.

 1. Structured “graphical” overview

(presented textually, but structured like a diagram)

                         ┌────── ────────────────────┐

                         └────────────┬─────────────┘

                                      │

     ┌────────────────────────────────┼────────────────────────────────┐

     │                                │                                │

┌────▼────┐                     ┌─────▼────┐                     ┌─────▼────┐

│ Adorno  │                     │ Derrida  │                     │ Barthes   │

└────┬────┘                     └────┬─────┘                     └────┬─────┘

     │                                │                                │

     │ Sociability           │ Deconstruction                 │ Semiotics

     │ Critique of autonomy           │ Trace / Différance              │ Body in sound

     │ Music as expression             │ Critique of closed systems   │ Pleasure of listening / Texture

     │                                │                                │

     └──────────────┬──────────────── ─┴───────────────────┬────────────┘

                    │                                     │

                    ▼                                     ▼

            ┌────────────────┐                   ┌─────── ───────────┐

            │   Lydia Goehr  │                   │   Kaučićs & Hubers Synthesis│

            └──────┬─────────┘                   └─────────┬────────┘

                   │                                         │

                   │ Concept of work as                         │ Music as

                   │ historical construction                 │ political-cultural

                   │ critique of institutions                      │ grammar

                   │                                         │

                   └─────────────────────────────────────────┘

This overview clearly shows how Kaučić and Huber stand between the great theorists, but form their own axis.

 2. Classification into philosophical schools

Kaučić/Huber’s philosophy of music cannot be classified into a single school—it is hybrid, but clearly structured. The most important classifications:

Deconstruction / Poststructuralism

Strongest influence: Derrida

Music as trace, difference, grammatological field

Rejection of closed systems (e.g., “work” as an autonomous unit)

Critical theory

Proximity to Adorno, but without his normative aesthetics of the work

Music as a social phenomenon

Emphasis on political and historical dimensions

Institutional music philosophy

Connection to Lydia Goehr

Critique of the concept of the work

Analysis of the conditions under which music appears as a “work”

 Semiotics / cultural theory

Proximity to Barthes

Music as a sign system

Significance of body, experience, ways of listening

 Own position

Kaučić and Huber combine these threads into a grammatological-political philosophy of music that understands music as:

cultural practice

social grammar

space of experience

political medium.

 3. Critical evaluation of Kaučić’s & Huber’s Philosophy of Music

Interdisciplinary depth

GK & ALH combine philosophy, music theory, cultural studies, and social analysis.

Deconstructive precision

Their critique of reductionist concepts of music is sharp and convincing.

They show why music functions differently today, politically and culturally, than it did in the 19th century.

New ways of listening

Their call to think about music beyond scores, works, and styles opens up productive perspectives.

High level of abstraction

Their texts are highly philosophical and may be difficult to access for readers without a background in theory.

Few systematic examples of music

Compared to Adorno or Goehr, they work less with detailed analyses of specific works.

Deconstructive openness

Some critics might say that their positions are “too open” and offer little normative orientation.

Kaučić and Huber develop an original, independent philosophy of music that is characterized by:

Deconstruction,

Social analysis,

Semiotics/semiology,

and Institutional criticism.

They are thus close to the aforementioned thinkers, but not overshadowed by them.

Music philosophy Kaucic and Huber

Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber have developed an independent, strongly deconstructive philosophy of music that understands music as a field of difference, world-writing,  (grammatology), and communicative aporia.

Their texts combine philosophical practice, Derrida’s différance, and a critical analysis of structures of power and meaning in musical experience.

Basic principles of Kaučić & Huber’s philosophy of music

Music is not understood as a harmonious whole, but as a play of differences, breaks, and shifts in meaning.

The authors explicitly refer to a “philosophy of music as deconstruction.”

Reference to Jacques Derrida: différance, grammatology, scripture, text, text music, performativity, performance.

Music is understood as a kind of scripture – not in the sense of notation, but as a structure of traces, signs, and shifts.

Kaučić & Huber speak of “grammato-techné,” i.e., a technique of writing in the medium of sound.

Music Philosophy is embedded in its Philosophical Practice, which has existed since 1989.

Music serves as an example of what they call the “permanent deconstructive attempt at communication.”

Music is understood as a place where authority, power, and discourse are made visible and at the same time undermined.

Music creates situations in which meaning is not clear.

These aporias are not a problem, but rather productive: they open up spaces for new meanings and self-relationships.

This fits in with their general practice of problematization, identity dislocation, and subjectification.

Context:

Person                           Background               Relevance

Gerhard Kaučić (Ph.D., 67)     Philosopher, grammatologist, translator, writer, philosophical practitioner (since 1989), feminist, freerider, –  focus on deconstruction, grammatology, contemporary philosophy, philosophy of language, social philosophy, practical philosophy, literature, linguistics, music. Develops theoretical foundations of music philosophy, among other things.

Anna Lydia Huber (MSc, 67)   Philosopher, grammatologist, translator, writer, mediator, philosophical practitioner, feminist, freerider, – focus on deconstruction, grammatology, contemporary philosophy, philosophy of language, social philosophy, practical philosophy, literature, music, long-time partner in Philosophische Praxis Wien (since 2009). Co-author of music-philosophical texts, among other things.

Both work in Vienna, speak and publish regularly on topics such as deconstruction, migration, postmodernism, democracy, education, institutions, geopolitics, ethics, music, art, culture, politics, ideologies, religion and society, psychoanalysis, critique of power, grammar of experience, and grammatological philosophical practice, among others.

Why is their music philosophy special?

It is not classical aesthetics, but a critical theory of musical experience.

It (music philosophy) combines philosophical practice with poststructuralist theory.

It understands music not as an object, but as an event that changes subjects.

It is contemporary, radical, and theoretically sophisticated.

In-depth presentation of Kaučić & Huber’s philosophy of music

Kaučić and Huber understand music not as an aesthetic object, but as an event that eludes any fixed meaning.

Music is not a “work,” but a process that unfolds in listening, playing, and thinking.

They emphasize the inconclusiveness of musical meaning: music always points beyond itself.

This openness is not a deficiency, but the core of musical experience.

In this respect, they are close to Derrida, Nancy, and, to some extent, Deleuze—but they remain independent because they do not appropriate music philosophically, but understand it as resistance to philosophical fixations.

A central concept in Kaucic & Huber’s work is their idea of a “grammato-techné”:

Music is a form of scripture, but not in the sense of notation.

It is a system of traces, shifts, iterations, additions, patterns, and differences.

Sound is understood as the materiality of the trace—something that reveals itself by eluding us.

This is radical because it does not see music as the expression of a subject, but as a place where subjectivity first arises.

Kaucic and Huber’s philosophy of music is closely linked to their philosophical practice. Their grammatological philosophical practice.

Music is conceived as a model for communication without domination.

Kaucic and Huber speak of a “permanently deconstructive attempt at communication.”

Music shows how understanding is possible even though it does not provide unambiguous concepts.

This also makes their philosophy of music political. They (GK & ALH) criticize any form of authoritarian meaning that pretends to understand music “correctly.”

A key concept is aporia—the experience that something does not add up.

Music creates situations in which one does not know how to interpret it.

This indeterminacy is not a deficit, but an opportunity:

It opens up spaces for new meanings.

It destabilizes fixed identities.

It turns listening into a philosophical act.

Music thus becomes a laboratory of difference.

Comparison               Kaučić & Huber                                    Other positions

                                                         |                                                                      |

Adorno    Deconstruction, openness, aporia    Dialectics, aesthetics of the work, social totality

                                                         |                                                                     |

Nancy            Proximity: music as resonance     Nancy remains more phenomenological

                                                         |

Deleuze/Guattari    Proximity: process, becoming   Kaučić/Huber are more grammatological

Traditional aesthetics

                                                        |                                                                                  |

           Music as trace, writing/scripture, text, difference         Music as work, expression, beauty

They consciously position themselves against any metaphysical or harmonizing conception of music.

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Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

…around the clock …around the world…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

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Mehr dazu siehe unseren Teaser und unseren Footer sowie die übrigen Postings iBlogspot-Blog 2014 ff

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Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, –
Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Ich denke, jene, die autoritär denken und handeln, unterliegen einigen Grundirrtümern aufgrund vieler Fehlannahmen infolge unhinterfragter und nicht in deren Horizont des Denkens liegender Denkvoraussetzungen.  Unfähigkeit zur Selbstreflektion!

Gerhard Kaučić (67, 2026), Philosoph

Gerhard Kaučić (geb. 1959), Philosopher, Writer, Trans-lator, Philosophical Practitioner, Queer Theorist, Deconstruction, Queertheoretiker, Philosophischer Praktiker, Schriftsteller, Über-Setzer, Philosoph, Grammatologe, Autor, Wien, Austria, Europe


Gründer (1989) der ersten grammatologischen philosophischen Praxis (GPP) weltweit, – 37 years Philosophical Practitioner Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax, Vienna, Austria, Europe

Anna Lydia Huber (MSc, geb. 1959, Alter 67, 2026), Philosophische Praxis 2009 ff.
Philosophische Praktikerin/Praktische Philosophie, Sprachanalytische Philosophie, Dekonstruktion, Schriftstellerin,  Übersetzerin, Österreichische Philosophin, Europäische Philosophin

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus meiner/unserer Philosophischen Praxis

Wien 37 Jahre Praxis Jubiläum (1989-2026 ff.) Jubilaeum 37 Jahre PP 2026

Die Lehre der Lekritüre der Grammatologie.

Eine jede „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv.

Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Mit Turnheim behaupte ich eine grundsätzliche Verwandtschaft von Psychoanalyse und Demokratie und von Dekonstruktion und Demokratie. Alle drei Namen sprechen von der Irreduktibilität der Singularität bei gleichzeitiger versuchter Wiederholbarkeit!

Psychoanalyse und Dekonstruktion behaupten beide eine Irreduzibilität der Hetero-Affektion in der Erfahrung eines „Eigenen“ und beide gehen von einem Wirken eines inneren Fremdkörpers aus!

Die Illisibilität eines jeden Textes und seine „Grundlosigkeit“! (vgl. Michael Turnheim, Das Andere im Gleichen, S. 11)

Der Analytiker ist ein Leser, eine Leserin. Und! Der Analytiker wird zum Schreiber, zum Schriftsteller als lesenden.

Text bleibt unlesbar lesbar ! (vgl. R. Barthes Illisibilität)

Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Affizierungen !

Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen.

Zur Frage und zum Wort „Dekonstruktion“ vgl. Jacques Derridas „Überlegungen“ in einem „Brief an einen japanischen Freund“ aus dem Jahr 1985, übersetzt ins Deutsche und abgedruckt in: J. Derrida, Psyche. Erfindungen des Anderen II. Wien 2013 (Passagen Vlg.), S. 15 – 22.

„Das Wort „deconstruction“  bezieht, wie jedes andere auch, seinen Bedeutungswert nur von einer Einschreibung in eine Kette möglicher Substitutionen, in das, was man so seelenruhig einen „Kontext“ nennt.“ (ebda., S. 21)

„Allem Anschein zum Trotz ist die Dekonstruktion jedenfalls weder eine Analyse noch eine Kritik …

Eine Analyse ist sie insbesondere deshalb nicht, weil die Zerlegung (décomposition) einer Struktur kein Rückgang zum einfachen Element, zu einem nicht weiter zerlegbaren Ursprung ist.

Diese Werte, wie der der Analyse, sind selbst der Dekonstruktion unterworfene Philosopheme.“ ( S. 19)


„Die Dekonstruktion hat Statt, sie ist ein Ereignis (événement), das nicht erst auf die Überlegung, das Bewußtsein oder die Organisation des Subjekts, nicht einmal der Moderne, wartet. 

Es dekonstruiert sich.“ (S. 20)   

Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“ (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011

Die Dekonstruktion hat notwendigerweise von innen her zu operieren, sich aller subversiven, strategischen und ökonomischen Mittel der alten Struktur zu bedienen, sich ihrer strukturell zu bedienen“ (DerridaGrammatologie, S. 45), um schließlich den nicht strukturell zu erfassenden Praxischarakter der Wahrheit freizulegen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An-und Abwesendsein der Wahrheit, des etwas Erblickens und dadurch anderes Aus-dem-Blickfeld-Ausschließens. (H. Kimmerle, J. Derrida zur Einführung, S. 49)

Und Dekonstruktion erschließt beziehungsweise eröffnet einen Zugang zum Anderen durch Entdeckungen von Unbekanntem oder bisher Ungedachtem.

Dekonstruktion läßt sich nicht definieren und nicht abschließen (vgl. dazu J. Derrida, Limited Inc, S. 171 ff.).

Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates. Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.

Ein Text, der vielleicht aus gewohnter (binärer) These und Antithese besteht, enthüllt, wenn er dekonstruiert wird, beispielsweise eine Vielzahl von Perspektiven, die gleichzeitig vorhanden sind, – oft in Konflikt miteinander.

Dieser Konflikt aber wird durch die Dekonstruktion erst sichtbar.

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) könnte dazu einen nicht wenig gewichtigen Beitrag leisten, denke ich.

Denken wir. (ALH & GK)

Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsere Charakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –  

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/ 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2025/03/latest-news-information.html?m=1

Österreichische Philosophie der Gegenwart 

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax geb. 1959, Dr. phil., Alter 66, 2025

Anna Lydia Huber geb. 1959, MSc, Alter 66, 2025, Wien

Philosophische Praxis 1989 ff.  

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus unserer Philosophischen Praxis in Wien und in der Welt andernorts

Kann man Philosophieren/Philosophie innerhalb der Grenzen von Nationalstaaten kennzeichnen, auszeichnen und damit abgrenzen, einsperren, umzäunen und zähmen?

Gegenwartsphilosophie in Salzburg, Innsbruck, Graz, Klagenfurt, Wien?

Gegenwartsphilosophie in Deutschland?

Gegenwartsphilosophie in Bayern?

Gegenwartsphilosophie in Frankreich?

Gegenwartsphilosophie in der Schweiz?

Gegenwartsphilosophie in Italien?

Gegenwartsphilosophie in Spanien? 

Gegenwartsphilosophie in Griechenland? 

Gegenwartsphilosophie in Island? 

Gegenwartsphilosophie in Irland? 

Gegenwartsphilosophie in Katalonien?

Gegenwartsphilosophie in Brasilien?

Gegenwartsphilosophie in Kanada?

Gegenwartsphilosophie in Argentinien?

Gegenwartsphilosophie in Mexiko?

Gegenwartsphilosophie in Vietnam?

Gegenwartsphilosophie in Indonesien?

Gegenwartsphilosophie in Thailand?

Gegenwartsphilosophie in Äthiopien?

Gegenwartsphilosophie in Japan?

Gegenwartsphilosophie in China?

Gegenwartsphilosophie in Indien?

Gegenwartsphilosophie in Südafrika?

Gegenwartsphilosophie in Holland, Niederlande?

Gegenwartsphilosophie in England, Schottland, Irland, Großbritannien?

Gegenwartsphilosophie in Schweden, Norwegen, Dänemark, Skandinavien?

Gegenwartsphilosophie in Israel?

Gegenwartsphilosophie in Ägypten?

Gegenwartsphilosophie in der Türkei?

Gegenwartsphilosophie in Iran?

Gegenwartsphilosophie in Rußland?

Gegenwartsphilosophie in Polen?

Gegenwartsliteratur in Litauen?

Gegenwartsphilosophie in den Vereinigten Staaten (USA)?

Gegenwartsphilosophie in Neuseeland?

Gegenwartsphilosophie in Australien?   

    ……….      


Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Affizierungen !

Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen.

Philosophische Praxis in neun Einheiten (2024/25) zum Thema „Philosophieren heute und wozu philosophieren(?!) wir“  
(warum und wozu philosophieren wir heute?, warum und wozu können wir heute noch(!?) ernsthaft philosophieren)

Inskriptionen, Archive, Geschichte der Philosophie, Biographien mit Voreinschreibungen, Narzißmen, …

Jacques Derrida:

„Es gibt weder den Narzißmus noch den Nicht-Narzißmus; es gibt mehr oder weniger verständnisvolle, freigiebige, offene und ausgedehnte Narzißmen, und was man normalerweise als Nicht-Narzißmus bezeichnet, ist für gewöhnlich nur die Ökonomie eines viel einladenderen und gastlicheren Narzißmus, der offen gegenüber der Erfahrung des Anderen als Anderem ist. Ich glaube, daß die Beziehung zum anderen ohne die Bewegung der narzißtischen Wiederaneignung vollkommen zerstört wäre, von vornherein zerstört. Die Beziehung zum anderen muß … – selbst wenn sie asymmetrisch bleibt, offen und ohne mögliche Wiederaneignung – sie muß eine Bewegung der Wiederaneignung in das Selbstbildnis skizzieren, damit beispielsweise Liebe möglich ist. Liebe ist narzißtisch.

Da gibt es kleine Narzißmen, da gibt es große Narzissmen, und am Ende steht der Tod als Grenze. Noch in der Erfahrung – wenn es eine ist – des Todes selbst gibt der Narzissmus nicht vollkommen auf.“ (J. Derrida, in „Auslassungspunkte“, S. 212, Passagen Verlag Wien 1998)

[ vgl. S. Freud, Zur Einführung des Narzißmus, 1914; und vgl. bes. :

J. Lacan, Écrits, s. 174 u. 187 u. Lacan, Propos sur la causalité psychique, 1946; ]

Der Narzißmus ist der erotische „Atem“ zum Anderen als sein Spiegelbild zu sich selbst.

(Gerhard Anna Concic-Kaucic)

face à face:

Die narzißtische Beziehung – und eine „Beziehung“ ohne Narzißmus ist nicht denkbar – begründet die imaginäre Definition einer jeden menschlichen Beziehung (Gerhard Kaucic).

Ich denke, ja, ich bin mir sicher, sicher für mich selbst, – politische Handlungen, Setzungen, Neuerungen, Innovationen, Interventionen, Erfahrungen berühren etwas, was viele von uns als Philosophie verstehen.

Politische Handlungen implizieren Philosophisches. Das Politische deckt sich nicht mit dem Staatlichen.

Ich hatte das Glück die großen Jahrzehnte der französischen Philosophie und Wissenschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jh. denkend und reflektierend miterlebt zu haben. Das war und ist ein großes Glück für mich.

Die Epoche „Foucault, Deleuze, Derrida u.a.“ ist eine einzigartig herausragende und im höchsten Maße einflußreiche Epoche des intellektuellen Schreibens und Denkens, die im Werk Jacques Derridas einen unausdenkbaren, einen uneinholbaren und unaufhebbaren Höhepunkt gezeitigt hat.

Eine derart intensive, dichte und wirkmächtige Macht des Denkens wird sich in der Geschichte der Menschheit nicht so schnell wieder ereignen können, wenn überhaupt.   

Die Sprache ist immer heterogen. Man schreibt immer, man spricht immer, man denkt immer, um lebendig zu bleiben, lebendig zu machen. Immer um das Leben zu befreien. Immer um Fluchtlinien zu ziehen. Das Leben von Einkerkerungen zu befreien. Um Einkerkerungen zu entkommen oder diesen zu entgehen.

ZUM PRÄLIMINÄREN ENDE EINES BEGINNS. DER BEGINN, EIN DENKEN ÜBER DEN MENSCHEN UND …

Philosophische Praxis heute. Philosophisches Denken heute.

Zum präliminären Ende eines Beginns. Der Beginn, ein Denken über den Menschen und besonders ein Denken über die „Geburt“ des Menschen.

Seit Hegel spätestens macht man sich Gedanken über das Ende des Menschen.

Von Hegel bis Horstmann und Sloterdijk und darüber hinaus.

Nun ist es allerdings erzwungenermaßen so, daß man das Ende nicht denken kann, ohne sich Gedanken zu machen über die Anfänge, die Ursprünge, den Ursprung des Menschen. Die Kortikalisierung! (Vgl. meinen BlogPost „Postanthropozän (!?) in diesem Blog)

Man kann nicht über den Tod nachdenken ohne über die Geburt nachzudenken.

In Respektierung des Wissens der Wissenschaften haben wir die Möglichkeit und vor allem die Notwendigkeit in einen Dialog einzutreten mit Jacques Derrida und seiner Beschreibung des Lebensprozesses

(cf. BlogTeaser Blogspot-Blog 2014 ff.dazu!, Deutsch/Englisch, – ich zitiere: 

Es findet sich nie und nirgends die Möglichkeit einer reinen „Präsenz“oder „Präsentation“. Jede Re-präsentation ( re-praesentatio = wieder präsent machen ! ) ist kontaminiert durch Alterität und affiziert durch Momente der Abwesenheit.

Nie wird es „präsentative Einfachheit gegeben haben“, sondern immer wieder eine weitere „Falte“, eine weitere nicht-repräsentierbare Differenz. „Was hat es auf sich mit dem Nicht-präsentierbaren oder Nicht-repräsentierbaren? Wie es denken?“ (Derrida, Psyche I, S. 122)

Strukturell unabschließbare Nachträglichkeit ( vgl. Derrida) und unendliches Spiel der Signifikanten errichten temporäre Textkonfigurationen, die der permanenten Arbeit der Übersetzung, der Interpretation und der „Dekonstruktion“ ( siehe dazu weiter unten: „Dekonstruktion als philosophische Praxis ! ) ausgesetzt sind.

Bei seiner Beschreibung der beiden Tempi, die der „Todestrieb“ ( vgl. auch bes. J. Lacan, zu „pulsion de mort“,- in: Se 2, 375 u. in: Se 11, 232 u. in: Écrits, 848 ) einerseits und die Lebenstriebe andererseits veranstalten, spricht Freud in Jenseits des Lustprinzips von einem „Zauderrhythmus“, der das Resultat dieser zwei Bewegungen darstellt.

Der Todestrieb folgt blind seiner prioritären Tendenz, das organische System an sein entropisches Ende zu bringen. Die Lebenstriebe dagegen sichern und übertragen jenes Wissen, das die Organismen in Millionen von Jahren auf ihrem Weg zum Tod erwerben.

Der Anfang des Lebens und seiner Zeichen liegt in jenem beinahe Nichts einer Falte, eines Intervalls, das Derrida an die Stelle aller Ursprünge gerückt hat, – ( der différance, J. Derrida, La différance, – in: Randgänge der Philosophie, Wien, Passagen, 1988 ) im Zusammenhang mit seinem Différance-Denken.

Das Denken des Lebens mit dem „Begriff“(!) (vgl. m. Blogpost „Dekonstruktion“ in diesem Blog!) d i f f é r a n c e, der Praxis(!) Différance.

Das ist das Neue, wenn wir vom Philosophieren sprechen. Vom Philosophieren über Anfang und Ende des Menschen.

Vom Philosophieren heute!

Philosophische Praxis! (cf. m. BlogPosts in diesem Blog)

Die philosophische Arbeit, die Arbeit der différance, bedeutet für uns die Anerkennung der eigenen Grenzen, der ethnozentrischen, der geographischen, der politgeographischen und der sprachlichen Grenzen und gleichzeitig die permanente Überschreitung dieser Grenzen ohne diese zu diffamieren oder zu diskriminieren.

Das Erbe der griechischen Philosophie ist der unaufhörliche Prozeß einer Universalisierung. Von daher auch die Universalisierung der Menschenrechte, die Ausdehnung und damit die Befreiung von ethnischen, politischen, kulturellen und sprachlichen Grenzen.

Die griechische Philosophie und ihr Erbe als europäisches Denken ist ein Denken der kritischen Kritik der Vernunft, der Verschiebung, ja der Identitätsdislokation als einer Art Bewußtseinsveränderung, der Verwandlung und der temporären Entwurzelung und Neuentwerfung

Die europäische Abstammung der Philosophie als Überwindung dieser europäischen und eurozentristischen Eingrenzung.

Die Befreiung auch vom Europazentrismus.

Die ständige Entfaltung der Universalisierung als Befreiung und Selbstbrechung. Dies ist der Widerspruch von Europa selbst.

Das Erbe der griechischen Philosophie eine Universalisierung. Das Erbe der griechischen Philosophie eine Befreiung von Zwängen und Begrenzungen kultureller, politischer, ethnischer, sexueller und sprachlicher Natur(!).

Unendliche Vervollkommnung zum Beispiel und vor allem der Menschenrechte. 

Jubilaeum, – 28 Jahre Philosophische Praxis Gerhard Kaucic, – Jubiläum (1989-2017ff) Jubilee 2017

… philosophical practices …

Kontinentale Philosophie (continental philosophy), Europäische Philosophie, Deutsche Philosophie, Französische Philosophie, Österreichische Philosophie, Philosophie Wien/Vienna, Österreich/Austria, Europa/Europe, Deutsche Philosophen heute, Deutschsprachige PhilosophInnen, Österreichische Philosophen/Philosophinnen des 20. Jahrhunderts und des 21. Jh., Philosophen und Philosophinnen der Gegenwart, Philosophierende der Gegenwart in Österreich/Europa und in der Welt

Österreichische Philosophie der Gegenwart. Philosophien der Gegenwart. PhilosophInnen heute. Österreichische Philosophen und Philosophinnen heute, in der Gegenwart, in Österreich und in der Welt.

Die Dekonstruktion als philosophische Praxis und Haltung. Wien, Österreich, Europa, Welt. Geophilosophie. Kritische Geophilosophie. Interkulturelle Philosophie. Intercultural Philosophy, Konvivialismus, Convivialism, Intercultural Philosophy, Multikulturalismus, Multiculturalism, Interkulturalismus, Interculturalism, Kosmopolitanismus, Cosmopolitanism, New Cosmopolitanism, World Philosophy, Weltphilosophie, Interculturality, Interkulturelle Kommunikation, Intercultural Communication, Inkommunikabilität, Incommunicability, individual, familial, lokal, regional, global (!!!???)

Ausgew. neueste Literatur:

Dominic Busch (2016): Rethinking Interculturality Will Require Moral Confessions: Analysing the Debate Among Convivialists, Interculturalists, Cosmopolitanists and Intercultural Communication Scholars.

Interkulturalität neu denken erfordert moralische Bekenntnisse. Die Analyse einer Debatte zwischen Vertreter*innen von Konvivialismus, Interkulturalismus, Kosmopolitismus sowie Autor*innen zur interkulturellen Kommunikation. interculture journal 15/26 (2016)

www.interculture-journal.com/index.php/icj/article/download/273/366 · PDF Datei

Centre for Global Cooperation Research (2014): Convivialist Manifesto. A declaration

of interdependence (Global Dialogues 3), with an introduction by Frank Adloff, translated

from the French by Margaret Clarke.

Duisburg: Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK / GCR21). URL:
https://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-39520/Convivialist_Manifesto_2198_0403_GD_3.pdf 

Alexander, B. K. / Arasaratnam, L. A. / Avant-Mier, R. / Durham, A., et al. (2014): Defining and Communicating What “Intercultural” and “Intercultural Communication”Means to Us. Journal of International and Intercultural Communication 7(1), pp. 14-37.

Geophilosophie, Geophilosophy, Ecopsychoanalysis, (Rousseau, Kant, Nietzsche, Philosophie und Bewegung im Raum, Nietzsches philosophische Geographie, Husserl, Merleau-Ponty, Horkheimer, Adorno, Foucault, Lyotard, Deleuze, Guattari, Derrida, Fr. M. Wimmer, St. Günzel, D. Harvey, K. Schlögel, S. Weigel, B. Neumann, Spivak : Raumtheorien, Geographien, Politiken, Denkweisen, Kommunikationshandlungen, Territorialisierungen, Deterritorialisierungen, Dekonstruktivismen, Konstruktivismen, kritische Geopolitiken(!), Dehierarchisierungen, Verschiebungen, Identitätsdislokationen, Chorologie, hyle/morphe-Strukturen als reelle/nicht reale(!) Momente des Erlebten (Husserl,Derrida), sinnliche(!) in der différance erlebte(!) bzw gestaltete Materie(!), 

„planetarisches Subjekt“, „animal turn“, „spatial turn“, Demokratiephilosophie, Interkulturelle Philosophie, Menschenrechte, Menschenpflichten 

Gerhard Kaučić, Anna Lydia Huber, Österreichische/r Philosoph:in der Gegenwart, Österreichische Philosophie der Gegenwart, (österreichische) Philosophie der Gegenwart, Gegenwartsphilosophie, Zeitgenössische Philosophie, Philosophie des 21. Jahrhunderts, Europäische Philosophie

Philosoph des Denkens der Différance, Philosophie der Différance, Praxis der Différance, Arbeit(!) der Différance 
( lies dazu „Die différance“, – in: Jacques Derrida: Randgänge der Philosophie, Passagen Verlag, Wien 1988, S. 29-52 )

Wozu philosophieren? Wozu Philosophie? Wozu praktische Philosophie? Wozu philosophische Praxis?!

Das Begehren (!) ( bitte nicht zu verwechseln mit Bedürfnis ! ) führt uns zum Begehren auch des Denkens, des Denkens des Begehrens und des irgendwie Habhaftwerdenwollens der je eigenen „Zeit“, – vgl. Teaser, Blogspot-Blog 2014 ff. ! (der Epoche, unserer Epoche!)

Der Epoché (!?) des Post-Anthropozäns!?

Das Begehren, die Leidenschaft (vgl. Teaser!), das ist das, was auf das Anwesende und auf das Abwesende (vgl. Teaser) zielt. Dies hält uns auf Trab. Das erzeugt unsere Identität.

Das Philosophieren vereint uns im Streit, hält uns in der Differenz, auch zu uns selbst, bildet uns zu KulturteilhaberInnen, die sich in ihrem Denken begreifen wollen und zu erkunden suchen.

Warum also nicht philosophieren? Warum also kein Philosophieren?!

Warum also ausgerechnet nicht Praxis der Philosophie???!!!

Die Grenzen der Begriffe und der Werte, die sich im Laufe dieser Geschichte durchgesetzt und die als selbstverständlich (als „natürlich“) betrachtet und verstanden werden (vgl. Derrida, Gesetzeskraft, Der „mystische Grund der Autorität“).
Genau das versuche ich in meiner nun schon jahrzehntelangen Arbeit in meiner Praxis zu erreichen. Ein kleiner Hinweis in eigener Sache zur Dekonstruktion muß erlaubt sein. Ich feiere den Namen, „die Signatur“ (vgl. J. Derrida) „Derrida“ (und Dekonstruktion) in vielen verschiedenen Zusammenhängen (auch) in diesem Jahr 2025. Das 36-jährige Jubiläum einer „Praxis“ im „Namen“ und durch die „Signatur“ J. D.!

36 Jahre ( 1989 – 2025 ) philosophische Praxis GK, 36 Jahre, 1989 – 2025 ff. Dekonstruktion, 36 Jahre Gespräch, Diskurs, Assoziationen, Analyse, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Komplizierung, Dekonstruktion . G. K.

Was und wie wäre eine angemessene Denkpraxis heute.

Worin >ist<(!) Philosophie heute denkbar und wodurch bzw woheraus ist das, was wir mit Philosophie je unterschiedlich meinen, zu praktizieren.

Der Begriff(!)  Différance  stellt den Menschen in gewissem Sinne in Frage und zeichnet dadurch die Geschichte des Lebens überhaupt.  

Noch  einmal zum Humanismus als Logozentrismus bzw Phonologozentrismus.  

Derrida zeigt, daß die traditionell hierarchische Anordnung der beiden Bestandteile des  Z e i c h e n s  dekonstruktiv verkehrt werden muß.

Bis hinein in die moderne Sprachwissenschaft wird nämlich die ideelle Bedeutung eines Zeichens,  S i g n i f i k a t  (die Vorstellung) genannt, dem materiellen Träger der Bedeutung,  S i g n i f i k a n t  (das Laut – oder Schriftbild) genannt, übergeordnet.   

Stets wird versucht, den äußerlichen Signifikanten, die Schrift, auf ein transzendentales Signifikat hin auszurichten.  Denken Sie an das, was wir vorher über Religion, Gott und Mensch gesagt haben.  Vgl Sie dazu: 

http://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2017/04/religion-und-gesellschaft-teil-2.html 

Jedes Signifikat (Die Vorstellung!) befindet sich aber (laut Derrida) „immer schon in der Position des Signifikanten“ (Derrida, Grammatologie, S. 129).  

Es kann keine Bedeutung geben und keinen Sinn, der der Verräumlichung und Verzeitlichung sowie dem differentiellen Spiel der Signifikantenbeziehungen entgehen könnte.  

Die Schrift ist nach dieser Definition Zeichen von Zeichen, Signifikant von Signifikanten.

Mit dieser Verkehrung soll vor allem gezeigt werden, daß die Materialität des Signifikanten zum Sinn nicht etwa nachträglich und äußerlich hinzutritt, sondern umgekehrt, daß der Sinn  E f f e k t  einer immer schon  n a c h t r ä g l i c h e n  Signifikation ist.

Derrida hat auf diese Weise das Verhältnis von Sprache und Schrift neuformuliert und umformuliert.  Durch Derridas Transformation des Schriftbegriffs geht dieser über den der Sprache hinaus und begreift diesen mit ein.   Aus all dem folgt ein völlig neues,  weil mehrfach transformiertes Verständnis  und  Ereignis  von  T e x t.

Einem solchen Text(verständnis) ist das „Wesen“, die Praxis der Dekonstruktion, inhärent, also „ein-geschrieben“ (vgl. Derrida, Freud und der Schauplatz der Schrift bzw Freuds „Wunderblock“).   Das Denken der Differänz/différance ist die inhärente Praxis der „Dekonstruktion“.   

Es geht darum, es geht mir/uns in meiner/unserer Philosophischen Praxis (( und dazu gehört das Gespräch in dieser, aber auch meine/unsere Schreibpraxis vorher und nachher einer jeden Setzung / Sitzung(!) )) immer darum, Texte  (geschrieben, gesprochen oder Darstellungen(!) z. B. technischer, künstlerischer, ökonomischer, politischer, institutioneller Art)  in ihrer inneren Struktur und in ihrem Zusammenwirken mit anderen Texten zu erfassen.  

Die Texte sind nicht nur zu analysieren und zu interpretieren, sondern durch die Praxis der Dekonstruktion ihrer Konflikthaftigkeit, ihrer Aggressivität, ihrer verdeckt mitgeführten Gehalte und Intentionen zu enttarnen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An- und Abwesendsein(!) von Wahrheit.

Wir äußern Sätze gewollter analytischer Wahrheit und verdrängen dadurch gleichzeitig andere eventuale Wahrheits- oder Unwahrheitssätze.  Jacques Derrida beschreibt mit der Erfindung seiner  D i f f é r a n c e  den Prozeß des Lebens (cf. Teaser, dt. u. engl.), in dem der Mensch ein Spezialfall ist, ein einzigartiger Fall.   Ein Zufall fast und doch ab einer gewissen zurückgelegten Strecke an Prozessen physikalischer, chemischer und dann neurologischer Art dann zunehmend stringenter, definierter, festgelegter.  

Wo liegt der Grenzübergang vom Tier zum Menschen?  Das ist spannend und aufregend. Gibt es überhaupt so etwas wie eine Grenzziehungsmöglichkeit?!  

Ich stelle diese Frage ganz ohne die Absicht, den Menschen zum Tier machen zu wollen.   Wir sind tier – lich, aber eben nicht tierisch allein.  

Und was heißt hier  T i e r ! ( in diesem Blog,-   vgl. mein BlogPosting „Tierphilosophie“ !!! )   Tiere sind viele verschiedene Individuen! Und jedes Tier für sich einzigartig !!!   

Und manche Tiere besitzen sogar sogenannte menschliche Eigenschaften wie Gedächtnisinhalte, Technikvermögen, spezielles Können, Schlußfolgerungsfähigkeit, Liebe, Kommunikation u.a.!   Und teilweise sogar Bewußtsein!  

Jacques Derridas Phonologozentrismus bedeutet unter anderem, daß jeder Humanismus logozentristisch ist und jede Metaphysik ein Humanismus sei.  

Auch wenn das bis heute die meisten Philosophen und Philosophinnen nicht gerne hören wollen.

Ich kann jetzt hier(!) nicht alles aufrollen (das geht uns immer so!), schauen Sie meine Tierphilosophie im Blogspot-Blog 2014 ff. an, – lesen Sie Derridas Arbeiten dazu und achten Sie auf den „Sünden“(!) – Katalog, – meine rote Liste zur „kommenden Demokratie“!  

(Stichwort „Artensterben“, „Klimawandel“, … etc.; immer zu finden im Anhang eines jeden Postings in roter Schrift, engl. u. dt.).  

Wenn die Grammatologie  „nicht eine Wissenschaft vom Menschen sein kann“ ,  dann genau deshalb,  „weil sie von Anfang an die für sie grundlegende Frage nach dem Namen des Menschen stellt“ (J. Derrida, Grammatologie, Frf. 1974, S. 148).  

in English:

>What could „philosophize today“ mean< !

What and how would an adequate thinking practice be today.

In what >is<(!) philosophy conceivable today and what or out of what is what we mean by philosophy to practice differently.

The term(!) Différance questions man in a certain sense and thereby draws the history of life in general. Once again to humanism as logocentrism or phonologocentrism.

Derrida shows that the traditional hierarchical arrangement of the two components of the Sign must be reversed deconstructively.

Even in modern linguistics, the ideological meaning of a sign, called S i g n i f i e d (imagination), is superior to the material carrier of meaning, called S i g n i f i e r (sound or writing). The attempt is always made to direct the external signifier, writing, towards a transcendental signified.

Think of what we said before about religion, God and man. Cf. you in addition: 

http://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2017/04/religion-und-gesellschaft-teil-2.html

Each signified (The Imagination!) is however (according to Derrida) „always already in the position of the signifier“ (Derrida, Grammatologie, p. 129).

There can be no meaning and no sense that could escape the spatialization and temporalization as well as the differential play of signifier relations.

According to this definition, writing is a sign of signs, a signifier of signifiers.

The purpose of this reversal is above all to show that the materiality of the signifier does not add to the meaning retrospectively and externally, but vice versa, that the meaning is the effect of an always subsequent / belated signification.

Derrida has thus reformulated and reformulated the relationship between language and writing.

Through Derrida’s transformation of the concept of writing, it goes beyond the concept of language and includes it.

From all this follows a completely new understanding and event of T e x t, because it has been transformed several times.

The „essence“, the practice of deconstruction, is inherent in such a text (understanding), thus „inscribed“ (cf. Derrida, Freud und der Schauplatz der Schrift or Freud’s „Wunderblock“).

The thinking of difference/différance is the inherent practice of „deconstruction“.

My philosophical practice is always about understanding texts (written, spoken or representations (!) e.g. technical, artistic, economic, political, institutional) in their inner structure and in their interaction with other texts.

The texts are not only to be analyzed and interpreted, but to be uncovered through the practice of deconstructing their conflict, their aggressiveness, their hidden contents and intentions.

What is meant is the visualization of the duality of the simultaneous presence and absence (!) of truth.

We express sentences of deliberate analytical truth and at the same time displace other possible sentences of truth or falsehood.

Jacques Derrida describes with the invention of his D i f f é r a n c e the process of life (cf. Teaser), in which man / human being is a special case, a unique case. A coincidence almost and yet from a certain distance covered in processes of a physical, chemical and then neurological nature then increasingly more stringent, more defined, more fixed.

Where is the border crossing from animal to human?

This is fascinating and exciting. Is there such a thing as a possibility to draw the line?

I ask this question completely without the intention to make man an animal.

We are animalistic, but not animal alone.

And what does animal mean here! (in this Blog, – see my BlogPosting animal philosophy!!! )

Animals are! Are many different individuals! And every animal is unique !!!

And some animals even possess so-called human characteristics like memory contents, technical ability, special ability, conclusion ability, love, communication etc.! And partly even consciousness!

Jacques Derridas phonologocentrism means among other things that every humanism is logocentric and every metaphysics is a humanism.

Even if most philosophers do not want to hear that until today.

I can’t roll everything up here(!) now (it’s always like this for us!), look at my animal philosophy in the blog, – read Derrida’s work on it and pay attention to the „Sins“(!) – catalogue, – my red list on „coming democracy„!

(keyword „species extinction“, „climate change“, … etc.; always to be found in the appendix of each posting in red letters, English and German).

If grammatology „cannot be a science of mankind“, then it is precisely because, „from the very beginning, it poses the fundamental question of the name of the human being“ (J. Derrida, Grammatologie, Frf. 1974, p. 148). 

Die gesamte Geschichte der Metaphysik ist eine Geschichte der Reduktion auf das „Wesen“, eine gedachte Konstruktion zur Vereinfältigung der Vielheiten, eine Verneinung der „Fältelung“ (Derrida), eine Abwehrstruktur gegenüber dem komplizierenden Denken zur Ermöglichung einfacher Aussagen über das Seiende.

Der Surplus (Derrida) als Überschuß der Überraschung des Kommenden (!), die différance (!) (Derrida), – das Abenteuer des Denkbaren als permanente Verschiebung des Standpunktes (!) infolge erkennbar werdender Perspektiveneröffnungen (!) nach hinten in die nie anwesend gewesene Gegenwart einer Vergangenheit und nach vorne in die nie ganz präsent werdende Gegenwärtigung einer Gegenwart (!) ( im Ablaufgeschehen des Historischwerdens ! ) durch signifikativ fast und beinahe fixpunktfreie Permutations- und Konnotationsmöglichkeiten, zeitlichräumliche Verschiebungsstrategien, Verschiebungsarrangements und Verschiebungsderangements sowie durch Veränderungswahrscheinlichkeiten von Ereigniswahrnehmung (!) in aufeinander bezogen werden könnender Lesarten (retour und en avant).

( vgl. Marshall McLuhan, Die magischen Kanäle. Understanding Media, Wien 1968, S. 99:

„Jede Form von Transport befördert nicht nur, sondern überträgt und verändert den Absender, den Empfänger und die Botschaft.“ )

Die Lesarten sind überbordend und überfordernd. Das Menschsein in der Natur und als Natur ändert sich gerade gewaltig. Die Technikkultur erreicht einen neuen Level auf der nach oben unsichtbaren Spirale der Erforsch- und Erfindbarkeiten (Stichwort: Nanotechniken etc.). Natur als Natur gibt es beinahe nicht mehr, weder um den Menschen herum noch in uns Menschen drin (Stichwort: Medizintechnik, Prothesenkultur).

Leuchtet uns hier ein Hoffnungsschimmer?! Gar einer zur Denkbarkeit der Vergrößerbarkeit unseres ökologischen Fußabdrucks?! 3 Erden, 5 Erden, 7 Erden auf unserer einen Erdkugel !?

Denkbar!? Machbar?! Infolge techno-naturtechnischnatürlicher (!) Verkopplungseffekte in näherer oder fernerer Zukunft?!

Disruptive Innovation!? Disruptive Technologien als Ausweg? Als Notausgang!?

Je ne sais pas !

I don’t know !

Ich weiß (es) nicht !!! WIR wissen es nicht. Können wir es wissen?

Die Gedächtnisspeicher wachsen im Sekundentakt. Niemand kann sich seiner selbst mehr sicher genug sein, um eine Behauptung zu versuchen. Wir verneigen unser Haupt manchmal und wir neigen manchmal und temporär zur Setzung von etwas, – dies aber beinahe (?) immer mit Anführungsstrichen markiert. Jede Autorität ist als bleibend vorläufig markiert.

Auch die Autoritäten der Techniken, der Religionen, der Kulturen und der Menschenbildungen überhaupt.

Wissen und Information stehen unausweichlich in Frage und unter dem Vorbehalt der Skepsis.

Künstliche Intelligenz und sich selbst organisierende Systeme heben den Anspruch der Unterscheidbarkeit von Natur und Kultur weitgehend auf. Beide unterliegen strukturierter Prozeßhaftigkeit von „Information“, also Formationen von Codes und unbeschränkbarer und unbegrenzter Umkodierungspotentiale.

Die Geschichte des Menschen und der Erde im „Post-Anthropozän“ (!?).

Im oder am Abgrund / Abyss !?

( Zur Erinnerung: Unsere Zeitschrift aus den 80er und 90er Jahren, — „Die Grüne F Abyss“, 1989-1999, — spricht davon ! )

Eine Geschichte der Enteignung des Selbst (!) und der Aneignungsversuche von Vorstellungen menschlicher Selbstverhältnisse und menschlichen Selbstverständnisses.

Subjektivität“ und „Identität“ wird weiterhin erlebbar und erlebt, allerdings ebenso heftig und oft beinahe unheimlich (!) dekonstruiert und dekonstruierbar.

Mille Plateaux“ (Deleuze) für jeden begreifbar, für jeden und jede denkbar. Das Leben als Vielheiten.

Vernetzte Welten, komplizierte Welten, komplizennotwendige Welten, Einsichten in Komplexitäten, Neues denken lernen und neu und neuerdings denken und auf einsichtige Menschen mit Vertrauensvorschüssen hören, – zumindest hinhören!

Verstehen wird zunehmend erschwert. Täglich machen wir Erfahrungen, deren Zusammenhänge uns meist nicht ganz klar werden. Einzeldisziplinen der Wissenschaft stellen uns oft nicht ausreichend Erklärungsmodule zur Verfügung.

Ob Biodiversität, ob Artensterben, ob Finanzmärkte und Realwirtschaft, ob Verkehr und Transportwesen, ob internationaler Tourismus, Geldverkehr, Geldveranlagung, Telekommunikation, Wasserverbrauch, individuelles Autofahren, Hunger in der Welt, Kindersterblichkeit, Geopolitik, Machtinteressen, Konzerninteressen, Menschenrechte, Kriege, Terror, Landverlust, Lebensraumverlust u.a. . . .

Alles hängt „irgendwie“(!) mit allem zusammen und kaum jemand reflektiert das Ganze auf sich selbst herunter, – auf sein je eigenes Verhalten und seine je eigenen Möglichkeiten des richtigen Denkens, Handelns und Tuns.

Was kann ich tun !? Wie lebe ich ethisch und richtig angesichts der teilweise undurchsichtigen Weltverhältnisse?! Mache ich mir überhaupt irgendwelche Gedanken zur Lage der Anderen in der Welt?! Wie bringe ich mich ein?

Bringe ich mich ein?! Kann ich mich konkret mit einem Stück Welt auseinandersetzen? Oder bin ich ein Ignorant? Bin ich vielleicht gar einer von den Rücksichtslosen und egomanisch durch das Leben (auch vieler anderer) Hetzenden?!

Ich erlebe bei vielen Menschen ein Gefühl von Machtlosigkeit angesichts der Dynamiken von Ökonomie und Politik, angesichts der Turbulenzen der Märkte und ihrer Folgen. Verzweiflung, Depressionen und Burnouts angesichts der Aussichtslosigkeit vielerorts und der generellen Abnahme des Sozialstaats und der wachsenden Arbeitslosigkeit und vor allem der exorbitanten Arbeitslosigkeitsraten bei den Jugendlichen in vielen Staaten dieser Welt.

Ich erlebe ganz allgemein eine Art Erschöpfung des gemeinen Selbst, – einhergehend mit der Verschleißung und Verschließung des aufmerksamen Blicks von Ich zu Ich bzw vom Ich zum DU !

Das Anthropozän (Crutzen) und die Beschleunigung aller Formate. Die „Technosphäre“ scheint sich zu verselbständigen. Der Mensch bleibt zurück. So die große Sorge vieler. Genügend Anlässe darüber gründlich nachzudenken. Praxis des Denkens! Praktiken des Handelns!   

Ein kleiner Hinweis noch zur Ideen- und Erkenntnislehre PlatonSokrates‘ (!)

( cf. J. Derrida, Dissemination, Wien 1995, S. 84ff.; J. D., Von der Gastfreundschaft. Wien 2001, S. 20-58; J. D.: Grammatologie, Frf. 1983, S. 459ff.; 

J. D., Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen, – in: J. D.: Die Schrift und die Differenz. Frf. 1976, S. 422ff.): cf. esp.: Sonnengleichnis, bes. Liniengleichnis und Höhlengleichnis in: Platon, Der Staat (Politeia VI, 507 – 518) : die platonische Ordnung des Wissens entlang einer (aufsteigenden?) epistemologischen Linie ( altgrch. γραμμή / grammḗ, –

cf. Derrida in „Ousia und gramme“ zur Schrift, Linie, Punkt, Zeit, Kreis, Raum anhand einer Fußnote in Sein und Zeit Heideggers und zu „Gramme und Zahl“ in Aristoteles‘ Physik IV;

Jacques Derrida: Ousia und gramme. Notiz über eine Fußnote in Sein und Zeit, – in: J. D.: Randgänge der Philosophie. Wien 1988, Passagen, S. 84 ) im so bezeichneten „Liniengleichnis“ ( Politeia VI, 509-511 ) der Politeia als Skala von Erkenntnisweisen: die Stufe der Erkenntnis der eikasia als Meinungs- oder Mutmaßungswissen; Wahrscheinlichkeit! Möglichkeit! die Stufe der Erkenntnis der pistis als Wahrnehmung der sichtbaren Welt (Tiere, Pflanzen, Artefakte) und der dianoia, dem begrifflichen Verstand (geometrischer Operationen); Verstandesgewißheit! und die Stufe der Erkenntnis der noesis als die Einsicht durch Vernunft! ( laut Theodor Ebert vertrat Platon keine dualistische Metaphysik mit ontologischer Trennung (Chorismos) zwischen intelligibler und sinnlich wahrnehmbarer Welt; 

Eberts Auffassung nach handelt es sich nicht um vier, sondern nur um drei Erkenntnisweisen: um wahrnehmende, mathematische und dialektische Erkenntnis in funktionaler Verkettung, – in: Theodor Ebert: Meinung und Wissen in der Philosophie Platons, Berlin 1974, S. 181–193 )

Platons Erkenntnislehre läuft auf das Licht ( „Sonne“, Erhellung, Aufklärung, „Wahrheit“ ) als das „Gute“ zu, – in Analogie zur Sonne.

Die „Wahrheit“ hat ihren „Grund“ (!) „im Guten“ und entspringt ihm, so wie das Licht von der Sonne aus strahlt.

Allein durch die Einsicht (!!!! das Problem dabei !?, das Problem der Problematizität von Einsicht !!! cf. Marie-Françoise Plissart / Jacques Derrida: Recht auf Einsicht. Wien 1998) der Vernunft kann das Gute erkannt werden! Das Gute als das Wesen der Ideen!

Direkte Einsicht der Vernunft in das Wesen der Ideen. Platons Erkenntnistheorie als buchstäbliche Meta-Physik.

„Bedingungen“(!) einer Lektüre der platonisch-metaphysischen Wahrheitsfindung bzw Bedingungen und Bedingtheiten einer Wahrheitsfindungslektüre des Begriffes der „Wahrheit“ bei PlatoSokratesVorsatz: Recht auf Einsicht?!

„Du wirst niemals, Sie auch nicht, all die Geschichten kennen, die ich mir beim Anschauen dieser Bilder noch habe erzählen können.“ (Derrida, Plissart)

Bedingung 1)

Das Denken der différance (Derrida, Die différance, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 29-53) ist ein Denken hin zu dem, was sein kann!

Bedingung 2)

„Eine Verbindung (articulation) … gibt Spielraum.“ (!) (Derrida, passim)

Bedingung 3)

In der Praxis des Sagens steckt die Behauptung von „etwas und etwas“, ein Surplus, ein Exorbitantes (Grammatologie 279f.). Spielraum der Dekonstruktion, – der „Spielraum“ zwischen den „etwas“!

Bedingung 4)

Unter différance begreift Derrida das, was im Zwischenraum des etwas als etwas sich ereignet oder ereignen kann. Die Gespenstigkeit von etwas liegt im Spielraum der radikalen Möglichkeit, den die différance zu eröffnen vermag. Derrida zeigt uns die „radikale Möglichkeit“ einer „Gespenstigkeit“ in allem, was wir erleben. (cf. Derrida, Die Stimme und das Phänomen, S. 49ff. und bes. Marx‘ Gespenster, passim)

Bedingung 5)

Derrida macht deutlich, dass die Gegenwärtigkeit der Wahrheit überhaupt in Zweifel zu ziehen sei (vgl. dazu auch Hilary Putnam: Vernunft, Wahrheit und Geschichte. Frf. 1990, stw 853, bes. S. 15 ff. u. S. 202 ff.; engl. V.: H. Putnam: Reason, Truth and History. Cambridge University Press 1981).

Derrida stellt die zentrale Frage nach dem Legitimationsgrund, der es erlaubt, im wissenschaftlichen Rahmen von einer Erfahrung der „Wahrheit“ zu sprechen, die grundlegend verschieden ist von den Begriffen und Kategorien wissenschaftssprachlichen Zugriffs.

„Unter“(!) einer jeden Textarbeit erscheint durch die Arbeit des Dekonstruierens ein Gleiten von Sinn und vielfach Gefälteltes, Übereinandergeschichtetes an Bedeutungshaftigkeit, das uns immer nur als Spur begreifbar werden kann und nie als ein Text in seiner Präsenzhaftigkeit des quasi endgültigen Ausdrucks.

Bedingung 6)

Die Welt heute ist zu einem einzigen großen Raum geworden, wie es sich Platon und alle seine NachfolgerInnen bis ins 20. Jahrhundert herauf nicht haben erträumen (!) können. Doch hat dieser Raum und darauf verweist Derrida mehrfach, ja vielfach und ausdrücklich, auch eine ihnen unbekannte Qualität: hybrid in all seinen kulturellen Bedingungen, Voraussetzungen, Bestimmungen und Verschiebungen, – allseits sich überlagernd, zuspitzend, überschießend, heterotop, global und vielleicht auch kommend (!?!) planetarisch.

(( cf. dazu, – anregend kontrovers: Texte von Chantal Mouffe, Richard Rorty, Simon Critchley, Ernesto Laclau und Jacques Derrida, – in: Chantal Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Vlg.) und Chantal Mouffe: Welche Weltordnung: kosmopolitisch oder multipolar?, – in: Chantal Mouffe: Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion. Frankfurt am Main 2007, S. 118 ff. (edition suhrkamp) und bes.: Jacques Rancière: Der Hass der Demokratie. Berlin, August Verlag 2011; sowie: Colin Crouch: Postdemokratie. Frankf. 2008; 

und schließlich noch Platons „heikle“ und provokative (!?) Formulierungen zur Demokratie als ein politisches Regime, das keines ist (!?!), – in: Platon, Politeia, Buch VIII, 562d ff. ))


Nachsätze: Judith N. Shklar: 

„ Dem Liberalismus der Furcht vorzuwerfen, er würde seine Erwartungen zu niedrig ansetzen, hieße, Gefühle für geringer zu achten als Ideen und besonders politische Anliegen und Sachen.“ (S. 50)

„Ein hiermit in Verbindung stehender Einwand gegen den Liberalismus der Furcht lautet, dass er die genuin menschliche durch eine > instrumentelle Vernunft < ersetze (vgl.: Seyla Benhabib: Kritik, Norm und Utopie. Die normativen Grundlagen der Kritischen Theorie. Frf. 1992).

Meistens wird die Bedeutung der ersteren im Dunkeln gelassen, aber in der Regel geht es dabei nicht um irgendeine Version des platonischen Idealismus.

Der Begriff > instrumentelle Vernunft < bezieht sich auf politische Praktiken, die auf Effizienz aus sind oder nur Zweck-Mittel-Kalkulationen betreiben und dabei weder die Rationalität noch einen anderen möglichen Wert ihrer Ziele oder Ergebnisse hinterfragen.

Weil der Liberalismus der Furcht sehr klare Ziele hat – nämlich Furcht und Grausamkeit zu vermindern – , scheint dieses Argument ziemlich irrelevant zu sein.“ (S. 51)

„Jeder Versuch von Bürgererziehung in einer liberalen Demokratie muss das Ziel haben, gut informierte und selbstbestimmte Erwachsene hervorzubringen. Das vollendete Portrait eines mustergültigen Liberalen findet sich in Kants Tugendlehre, die uns detailliert die Gesinnung einer Person beschreibt, die andere Menschen ohne Herablassung, Arroganz, Demut oder Furcht respektiert. Er oder sie beleidigt andere nicht durch Lügen oder Grausamkeit, die den eigenen Charakter nicht weniger verderben als sie das Opfer verletzen.“ (S. 54)

aus: Judith N. ShklarDer Liberalismus der Furcht. Mit einem Vorwort von Axel Honneth und Essays von Michael Walzer, Seyla Benhabib und Bernard Williams. Herausgegeben, aus dem Amerikanischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Hannes Bajohr. 176 Seiten, Berlin 2013 (Matthes & Seitz).

John Dunn: „In der Politik ist Demokratie heute der Name für das, was wir nicht haben können – doch was wir uns dennoch sehnlich wünschen.“ ( John Dunn: Western Political Theory in the Face of the Future. Cambridge University Press 1979, p. 27 )

Ingolfur Blühdorn: „Diese Feststellung ist sogar aktueller denn je. Nach der postdemokratischen Wende könnte man allerdings noch pointierter sagen: Demokratie ist heute der Name für das, was wir nicht haben wollen – doch was wir uns dennoch sehnlich wünschen. Diese Neuformulierung würde den postdemokratischen Stand des demokratischen Paradoxes voll erfassen. Und dieses spezifisch postdemokratische Paradox entsteht eben, weil die Modernisierung die Logik des flexiblen und flüchtigen Subjekts (und also die Logik der Postdemokratie) immer schneller vorantreibt, dabei aber die Logik des traditionellen, identischen Subjekts (und also die Logik der Demokratie) keineswegs aussetzt.“ ( Ingolfur Blühdorn: Simulative DemokratieNeue Politik nach der postdemokratischen Wende. Berlin 2013 (Suhrkamp Verlag), S. 162 f. )

Müssen wir, können wir, dürfen wir an die Idee der Demokratie Zweifel setzen ?!?

Und an der Demokratiefähigkeit !?!

An der Demokratiemöglichkeit ?!

Der Demokratizität !?

Am Demokratischen?!

An der Frage der Demokratie !?

Warum bezeichnet Jacques Derrida die Demokratie als kommende, – die kommende Demokratie !?

Jacques Derrida: „Aufgrund des Geheimnisses möchte ich die Frage der Demokratie abermals aufnehmen, da es ein Konzept der Politik und der Demokratie als Offenheit gibt – wir sind alle gleich und der öffentliche Bereich steht uns allen offen -, was dazu tendiert, das Geheimnis zu negieren, auszustreichen oder zu verbieten;

in jedem Fall tendiert es dazu, das Recht aufs Geheimnis auf den privaten Bereich zu beschränken und damit eine Kultur der Privatsphäre zu etablieren. (Ich denke, das ist die vorherrschende und hegemoniale Tendenz in der Geschichte der Politik des Westens.) …

ich habe versucht, gegen eine derartige Interpretation der Demokratie eine Erfahrung des Geheimnisses und der Singularität zu denken, der gegenüber der öffentliche Bereich keine Rechte und keine Macht in Anschlag bringen kann.“

( Jacques Derrida: Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 179. )

Jacques Derrida bezeichnet die kommende Demokratie als eben solche aufgrund des Geheimnisses (!) als Erfahrung des Singulären (!), aus der das Politische nur erwachsen kann, – und zwar erwachsen in seiner Offenheit. Offen ist kommend.

Die Erfahrung ist das, was das Subjekt über ein bisher Erfahrbares hinausführt, – quasi entgegen allen und als Überraschung aller Erwartungen, Hoffnungen, Begehrlichkeiten. Das was den Horizont der Wahrnehmung zu übersteigen vermag.

Das Geheimnis haftet an einer solchen „Übersteigung“ von etwas.

Das Geheimnis könnte das unmöglich Scheinende, ja das Unmögliche sein, – das Politische werden, als die Erfahrung eines Unmöglichen.

Das Unmögliche ist das Singuläre! 

(vgl. Derrida, Politik der Freundschaft, S. 55 und Die unbedingte Universität, S. 73)

Das Politische erwächst aus der Erfahrung des Singulären aufgrund des Geheimnisses, das die Erfahrung des Singulären zur Voraussetzung hat oder besser noch, diesem anhaftet, als Präsenz der Absenz bleibend.

Eben die kommende Demokratie, die immer erst ankommende Demokratie.

Dies ist der Initialeffekt des Denkens der Singularität und also des Geheimnisses dafür, warum zum Beispiel in der Literatur alles gesagt werden kann und weswegen Literatur mit Demokratie verantwortlich (!) zusammenzudenken ist.“

Und das Geheimnis ist nichts, was ich in mir verberge; es ist nicht Ich.

Das Geheimnis ist nicht das Geheimnis der Vorstellung, die man im eigenen Kopf einschließt und von der man beschließt, sie niemandem zu sagen, es ist eher ein Geheimnis, das der Erfahrung des Singulären koexistent ist.

Das Geheimnis kann nicht auf den öffentlichen Bereich reduziert werden – trotzdem nenne ich es nicht privat -, es kann auch nicht auf die Veröffentlichung oder das Politische reduziert werden, zur selben Zeit liegt dieses Geheimnis dem zugrunde, von dem aus der öffentliche Bereich und der Bereich des Politischen zu sein, und offen zu sein, vermag.“

(( Jacques Derrida: ebda., Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 178f. ))

In der platonischen Ideenlehre ist die Idee des Guten das oberste Prinzip. Ein nicht einfach zu erfassendes Prinzip! Umgelegt auf die heutige Politik möchte ich dieses „Prinzip“(!) anwenden auf die modernen Menschenrechtsformulierungen, nach denen sich heutige Politik und PolitikerInnen zu richten hätten, – also auf das, was gut und richtig ist für alle Menschen auf diesem Globus, das sogenannte „planetarische Prinzip“ (vgl. Gayatri Chakravorty Spivak) den „Anderen“ zu denken,

im Zeichen der Alterität zu denken,

(( cf. Teaser-Ende zur Spur„Die Spur, in der sich das Verhältnis zum Anderen abzeichnet, …“ „Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ 

(J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82)

„The trace must be thought before the entity.“ 

(J. Derrida, op. cit., of Grammatology, p. 47)

„ Il faut penser la trace avant l’étant.“ 

( Jacques Derrida, op. cit., DE LA GRAMMATOLOGIE, p. 69 ) ))

ja vom Imperativ(!), das Subjekt als planetarisch zu denken, –

auch und besonders auf die großen Herausforderungen der Politik im 21. Jahrhundert gerichtet gedacht:

wie Migration (Flüchtlinge, Refugees), Welt als Umwelt und deren Zerstörung, Treibhausgase, Temperatur(anstieg), Ressourcenknappheit, Wohlstandsgefälle, Bevölkerungsdichte, Wasserkriege, Religionskriege, Klimawandel, Klimafolgen, Erderwärmung, Atomare Überbleibsel, Klimakriege, Klimakatastrophen, Bürgerkriege, „ethnische Säuberungen“ (!), Völkermord, Gewaltkonflikte, soziale Katastrophen, Terror, Naturkatastrophen, Bevölkerungswanderungen, instabile Staatsgebilde, Armut, Korruption, Waffen(lieferungen), Terrorismus, Artenvielfalt, Biodiversität, Massentierhaltung, Tierfabriken, Tierverzehr, „Fleischproduktion“!, Tierrechte, Tierphilosophie 

((…ich beziehe mich in der Hauptsache auf Derrida und seine Texte über „das Tier“, – in: J. D.: „Das Tier, das ich also bin“. Wien 2010.;…

alle Philosophen, von Aristoteles bis Descartes, Kant, Heidegger, Levinas bis Lacan, sprechen von „das Tier (cf. S. 58f.); … alle Tiere werden als Tier zusammengedacht!, – das „Tier als solches“ !

Die berüchtigte Formel, die „Als-solche-Struktur“, das ist das, was Derridas Dekonstruktion zu überschreiten, zu attackieren versucht, – das Einheiten bilden in einem Urteil, z. B. Heideggers Ausdruck „Weltbilden“, das ist das , was der Mensch (die Menschen!) kann und was diesen vom Tier(! welchem?) unterscheide;

dieses sei „weltarm“!

Eine Unterscheidung mit vielen Folgen!

Diese Tier-Mensch-Unterscheidung ist der Grundstein der abendländischen Metaphysik und ihrer Serien binärer, hierarchischer Oppositionen als Grundlage für Weltaussagen und Urteile (!) über diese (cf. S. 164)…

Derrida spricht von der Teilnahme an einem „veritablen Krieg der Arten, jedesmal wenn „man“ „Das Tier“ sagt ! (cf. S. 58);… 

das Zusammendenken aller Tiere als Tier!

Mit dem Singular das Tier wird eine metaphysische Formulierung und Denkweise privilegiert, – das Tier als solches !

Was wären die Kriterien für die Zusammenführung aller Tierarten und Tierindividuen unter einen Begriff!?

Es kann nur die Fundamentalopposition zum Begriff des Menschen / der Menschen gemeint sein. Eine Abwertung!

Das Lebewesen Tier, die Tiere seien weniger als ein Mensch und der Mensch sei mehr als ein Tier!

Für Derrida bleibt die Beziehung zum Seienden immer eine tierliche Beziehung, dies gelte auch für uns Menschen.… Derrida denkt, der durch die metaphysischen Oppositionen bewirkte Separatismus (gegenüber uns Menschen) bedeute die andauernde gedankenlose und brutale Fortsetzung der Gewalt gegen Tiere.

Gleichzeitig fürchtet er die Reduzierung des menschlichen Lebens auf tierisches Leben durch viele Biologen bzw Biologisten und damit die Gefahr, daß Menschen der nämlichen Gewalt ausgesetzt sein werden und seien!

(ebda.)… Menschen und Tiere „erleben“(!) den Tod nicht „als solchen“!

Die Möglichkeit und die Realität des Todes nehmen wir nicht „als solche“ wahr, sondern nur über den Umweg (!) über andere. Die Menschen genauso wie die Tiere.

Das ist „uns allen“(!) gemeinsam, – bei aller Fremdheit, die wir Tieren gegenüber empfinden (sollten!

Für Derrida eine Fremdheit, die wir kultivieren sollten.

Eine Andersheit, deren Schönheit wir genießen und schützen und bewahren sollten und müssen!)…

wir alle, Tiere wie Menschen, sind körperliche Lebewesen, verletzlich, vergänglich und singulär!

Extrem rar!

Teil einer kleinen, kostbaren, schützenswerten, permanent gefährdeten Welt. 

Gewaltminimierung ist Derridas Auftrag an uns!

( Jacques Derrida: Das Tier, das ich also bin. S. 58ff., S. 63ff., bes. S. 67 und ff., S. 79ff., S. 206ff. ); Tierphilosophie also )), 

Cyber-Crime, Rassismus, Hunger, Landraub (Land-Grabbing), Soziale Ungleichheit, Verkehr, Produktion und Konsum, Gerechtigkeit, …

( cf. Gayatri Chakravorty Spivak: Imperative zur Neuerfindung des Planeten – Imperatives to Re-Imagine the Planet (hg. v. Willi Goetschel engl./dt.). Wien 2013, 2. Aufl., Passagen Verlag, S. 49vv.ff. und Charles Taylor: Multiculturalism and the „Politics of Recognition“. Princeton 1994, p. 28 )

„Le sens du monde“ (J.-L. Nancy)

Der Sinn der Welt Die Sinne der Welt Sense

Interlacements Inkommunikabilität

Philosophische Praxis die rätselhafte und verstörende Notwendigkeit Von Kommunikation!!! 

vgl. unbedingt und zuallererst zum Wort „Kommunikation“ und zur Bedeutung und zur Situierung im semantischen Feld von Kommunikation Jacques Derridas „Signatur Ereignis Kontext“ , – in: Randgänge der Philosophie. Wien 1988, S. 291ff. !!!

Philosophical Practices / Politics / Disseminations

Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben.

Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist.

The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable.

The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context.

More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! !

((   Body Politics!   Sport und Alter, Sport und Altern,  Körperwissen, Medizin, Technik und Ethik, Mensch und Technik, Lebenserwartung, Körpertechnie, wie leben?!, welches Leben!?, wozu(!?) leben, Lebenserwartungen(!?), Sportivität bis mindestens 140 !? Body Politics! Sport in die Körper einschreiben!  Körper schreiben! Lust und Schmerz Körper erschreiben! Körperschrift als Lebenslust! 

Das Leben lebendig leben! Leidenschaften! Liebe leiden! Body Politics! Besetzungen erarbeiten! Libido entwickeln! Leben (h)aushalten! Body Politics! Différance!!! (vgl. Teaser, Blogspot-Blog!) 

1. Die Différance des Menschen“, – in: Bernard Stiegler: Technik und Zeit. Zürich-Berlin 2009 (diaphanes), S. 181ff. „Die Technik als philosophisches Problem

2. Menschliche Natur und conditio humana

3. Warum Technik?“, – in: Massimo De Carolis: Das Leben im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Zürich-Berlin 2009 (diaphanes), S. 20ff. „Derrida und die Technologie. Die Treue an den Grenzen der Dekonstruktion und die Prothesen des Glaubens“, – in: Bernard Stiegler: Denken bis an die Grenzen der Maschine. Zürich-Berlin 2009 (diaphanes), S. 111ff.

Ökotechnie der Körper, vgl. J. Derrida: Berühren, Jean-Luc Nancy. Berlin 2007, S. 145 Körpertechné! Körpertechnie! Body Politics! Körpertechnik(en), –  den Körper seinem Gebrauch anpassen! 

Die Verschiebungen der Aporien des Körpers!!!???   Body Politics! Mauss, Marcel: Soziologie und Anthropologie 2: Gabentausch, Soziologie und Psychologie, Todesvorstellungen, Körpertechniken, Begriff der Person, Frankfurt am Main 1997, S. 199f., S. 219ff. Körpertechnik! „den Körper seinem Gebrauch anzupassen“ (M. Mauss, 199), –

Stichwort „Prothesen“! Vgl. Jean-Luc Nancy und sein Herz! „(DIES IST MEIN HERZ, >>DAS HERZ EINES ANDEREN<<) in: . J. Derrida: Berühren, Jean-Luc Nancy. Berlin 2007, S. 121ff. J.-L. Nancy: Corpus. Berlin, Zürich 2014, S. 87f.:

„Die Ökotechnik funktioniert mit technischen Apparaten, an die sie uns von allen Seiten anschließt.“

Body Politics! Körpertechné! Körpertechnie! Körperwissen! Body Politics! Körpertechnik(en), –                          

den Körper seinem Gebrauch anpassen!  Body Politics!   ))                                                           

vorläufige Antwort auf vor-läufige (!) Fragen: 


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund

vorläufige Antwort auf vor-läufige (!) Fragen: 


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund


Kurzbiographie siehe Homepage bzw
Teaser und Blogposts zu „Was ist Philosophische Praxis? I und II und III“

Denken der Schrift. Grammatologie. (vgl. Blog-Teaser)

Gegenwartsphilosophie

Körperphilosophie Demokratiephilosophie

Kommen Sie gut nach Hause. 

Mit den besten Wünschen für 2025, –

Philosoph, Philosophin,

Philosophische/r  Praktiker:in, Schriftsteller:in (Jg. 1959)

 PP Wien

Gerhard Kaučić Djay PhilPrax & Anna Lydia Huber Gasometer Wien

Philosophischer Salon Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber 

Film Denken 
https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2018/03/philosophischer-salon-gerhard-kaucic.html    

Mobile Version (ohne Teaser): 

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PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA

[[ In Klammern:

Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!

Klammern zu ]]

DR. GERHARD KAUČIĆ / DJAY PHILPRAX (JG. 1959) LEITER EINER PHILOSOPHISCHEN PRAXIS SEIT 1989

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer

Gerhard Kaučić,

b. 1959, Philosopher, Writer, 66, 2025

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Gerhard Anna Cončić-Kaučić (geboren 1959, Schriftsteller:in – Wiener Postmoderne – Dekonstruktion – Wien – Vertreter:in der Wiener Spielart der Dekonstruktion im Sinn Jacques Derridas)

Titel von Gerhard Anna Cončić-Kaučić bei Passagen

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON II
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON III
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON I
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt.
Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden.
„Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON IV
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt.
Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON V
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

In English:

CORONA WHEELING CROWNING

The leap. Leaving the book. The production, the emancipation, the liberation of writing.

……………………. Semeion Aoristicon oder zur Autobiographie Sem Schauns …………………..

……. THE SENTENCE ………. the jump ……… the set ……. the leap o f ….

I ask if Sem VI is not my / our blog composition !?!

I ask (me / us) if Sem VII is not my / our blog.

I ask if my/our blog will not be Sem VI and Sem VII?

And shall be!

Or must be?

Already is, will be or even must be and will have to be !?!

The set. The leaving of the book.

The production, the emancipation, the liberation of the writing.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns

If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at

Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna, Austria, Europe

Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

around the clock …around the world

cf. Jacques DerridaSignatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

To contact us, please use only these emails:

Homepage: 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

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Wiener Postmoderne

Immer wieder werde ich in meiner Praxis und auch außerhalb darauf angesprochen. Angesprochen auf Dekonstruktion, Postmoderne, Sprache, Kultur, Ideologie, Kommunikation, Lesen.

Hier nun ein paar weitere Brösel als Anmerkungen zu dem oben angedeuteten Themenkomplex und unter der Aufrufung des Wortes Postmoderne (als Post-/-Moderne!).

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus meiner/unserer Philosophischen Praxis, – – – aus einer, zu einer und nach einer philosophischen Praxiseinheit zum schwierigen, aufregenden und noch immer umstrittenen Thema Moderne versus Postmoderne. 

Wir selbst sehen uns  und unser Werk  als einen Teil der Wiener Postmoderne.

In früheren Schriften sowie in meinem Blog hier (und in unzähligen philosophischen Praxiseinheiten der letzten drei Jahrzehnte fanden solche statt) finden sich zahlreiche Annäherungen und Exploitationen dieses Feldes.

Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.

Alle unsere Teletechnologien (vom TV bis zur Drohne und darüberhinaus) bewirken eine real praktizierte Dekonstruktion traditioneller Begriffe und Vorstellungen von Staat, Bürger, Staatsbürger, Ausländer, Tourist, Einheimischer, Eingebürgerter etc., soweit diese an ein konkretes Territorium gebunden sind.

Jedes Land hat seine Geschichte, sein Gedächtnis und seinen speziellen Umgang mit seiner Archiv-Ökonomie.

Immer wenn man ein Archiv öffnet, sich gewisser Ereignisse erinnert, bringt man das Drama, dieses Ereignis, zur Sprache und holt es ins Gedächtnis zurück.

Man macht „es“ sich bewußt !

Bewußtwerdung ist aber noch lange nicht alles, worum es geht ! Spricht man vom Holocaust oder der Shoah, so bahnt man (ob man will oder nicht!) einen Weg zum jeweils individuellen wie auch zum sogenannten nationalen Unbewußten !

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können. Affizierungen !

Postmoderne, so meine These, hat etwas mit Freud zu tun, – mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds!

Ich meine damit die Aufbringung der Krise. Eine epochale Krise der „Aufklärung“ der SCHRIFT.

Die Herkunft des Terms Postmodernismus ist ungewiß. Wir wissen aber, Federico de Onis verwendete das Wort in seiner „Antologia de la poesia espanola e hispanoamericana“. Das Werk wurde in Madrid 1934, zwei Jahre nach seinem Tod, publiziert. Arnold Toynbee verwendete es 1947 in „A Study of History“ und bezeichnete damit einen neuen Zyklus in der westlichen Zivilisation, den er um das Jahr 1875 beginnen ließ. Harry Levin und andere griffen die neue Etikette in den 50ern des 20. Jahrhunderts auf. Ein Begriff für eine neue Epoche war gefunden. Leute, die Überblickswerke schreiben, verwenden gerne neue Etiketten, um sich von anderen abzugrenzen, Medien springen gerne auf, es gibt ja was angeblich Neues. Und so schließen sich viele andere Medienmenschen zu einem Strom zusammen und bauen schließlich eine sogenannte neue Epoche. Ob zurecht oder zu unrecht.

„Die Struktur der Nachträglichkeit verbietet  es, die Temporalisation (Temporisation) einfach zu einer dialektischen Komplikation der lebendigen Gegenwart zu machen, als originärer und unaufhörlicher, ständig auf sich selbst zurückgeführter, in sich selbst zusammengefaßter, zusammenfassender Synthese von retentionalen und protentionalen Spuren.  

Bei der Andersheit des ´Unbewußten` haben wir es nicht mit Horizonten von modifizierten – vergangenen oder ankommenden – Gegenwarten zu tun, sondern mit einer ´Vergangenheit`, die nie anweste und die nie anwesen wird, deren ´An-kunft` nie die Produktion oder Reproduktion in der Form der Anwesenheit sein wird.

Der Begriff der Spur ist also mit dem der Retention, des Vergehens dessen, was gegenwärtig war, inkommensurabel. Man kann die Spur – und also die différancenicht von der Gegenwart oder vom Anwesen des Anwesenden her denken“.

(cf. G. Kaucic, Grammatotechne als …, S. 55 f., G. Kaucic hier im Blog (Blogspot-Blog 2014 ff.) die Postings zu Dekonstruktion und zu Was ist Dekonstruktion und bes. J. Derrida, Randgänge, S. 28 f. ).

Postmoderne betrifft vielleicht nur die westliche Zivilisation, die europäisch-amerikanische Kultur und deren große „Krise“ (cf. meinen Post hier im Blogspot-Blog 2014 ff. zu „Freiheit und Krise. Krise der Freiheit“). Dekonstruktivismus und der Begriff der Schrift (wie Derrida diesen versteht!) betrifft und hat statt in allen Kulturen, ob alphabetisiert oder nicht.

Die Grenze zwischen der Moderne und der Postmoderne hat keine zeitliche Ordnung. Die Ordnung der Dinge ist außerzeitlich und die Frage nach der Grenze zwischen gibt hier das Zentrum. Es handelt sich um eine qualitative Grenze und nicht um eine zeitliche quantifizierbare Ordnung. Rabelais oder Sterne und viele andere sind für mich/uns ohne Zweifel und gut begründbar „postmodern“!

Handke oder Bernhard hingegen nicht. Joyce oder Pynchon und viele andere hingegen ganz klar (cf. meine früheren gedruckten Schriften oder auch unseren Blog als Ganzes!).

Alle Schriften Derridas schreiben die „Theorie“ der textuellen Pfropfung und spielen folgende „Praxis“: „schreiben heißt pfropfen … Die Pfropfung vollzieht sich nicht am „Eigentlichen“ der „Sache“. Es gibt ebensowenig die Sache wie den Originaltext“ (Derrida, Dissémination, german edition, S. 395).

Die PfropfreisschreibArt verwandelt den Text in ein Gewebe aus „Zitaten“. Sie verwandelt ihn nicht eigentlich, denn der Text ist immer schon ein Gewebe von Zitaten; es ändert nichts daran, wenn der „Autor“ dies nicht weiß oder zur Kenntnis nehmen kann. Insertieren in ein Register, um den Einbruch des Theaters in das Buch, der Verräumlichung in die Innerlichkeit zu bezeichnen (Double séance, Dissémination, S. 264).

Die übernommenen und eingefügten Texte werden weder zu Collagen noch zu Illustrationen. Ohne diese Pfropfreise, „die sich selbst nur im Vollzug ihrer Wiedereinschreibung lesen“ (Dissémination, 395), existiert der Text nicht.

Eine Grenze, die die Metaphysik, der Logozentrismus, um jeden Preis aufrechterhalten möchte. Die Opposition zwischen dem Drinnen und dem Draußen ist konstitutiv für die Logik der Identität. Es gibt keine Identität im wirklichen Sinn! (vgl. weiter unten zum Begriff des Zeichens hier in diesem Posting und im Footer des Blogspot-Blogs 2014 ff.!)

Zwischen Drinnen und Draußen liegt die Differenz. Die Schrift ist die Differenz, ist ursprüngliche Verräumlichung zwischen Selbst und Selbst, die Verräumlichung als Unterbrechung der „Anwesenheit“ im „Zeichen“.

Die Texte arbeiten selbst schon an ihrer Dekonstruktion, an ihrer Auslegung und Auseinanderlegung, wodurch die Erfahrung des Abwesenden gemacht werden kann, die Erfahrung dessen, was ausgeblendet, nicht beschienen, verworfen worden war. Die dekonstruktive Lektüre ist so die Fortsetzung des sogenannten „Textes“ und nicht dessen erklärende Metaebene.

Die Postmoderne beziehungsweise die Wiener Postmoderne und deren Dekonstruktivismen bzw die DekonstruktivistInnen sind nicht d´accord und nicht Dekor des Gesellschaftskörpers oder des politischen Raumes, sie sind dessen „Gift“. 

Alles ist singulär! Die lebendige Welt ist kein Puzzle!

DekonstruktivistInnen in der ganzen Welt haben ein Instrumentarium entwickelt die alles verschlingende mediale Diskursivität zumindest zu stören.

Hier gibt es keine Trauer nach dem verlorenen Ganzen, bloß die lustvolle Erkenntnis und die Lust am Text, der besagt, eine solche Ganzheit hat es nie gegeben.

Sowohl die Idee der Ganzheit wie die Idee des Verlustes einer wie immer gearteten Ganzheit sind bloß ein Mythos des kapitalistischen Systems.

DEKONSTRUKTION / DECONSTRUCTION

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2018/06/dekonstruktion.html

Dekonstruktion. Was ist Dekonstruktion.

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2016/09/dekonstruktion-was-ist-dekonstruktion.html

( „Dekonstruktion ist

nicht was Du denkst“, G. Bennington )

Again and again I am approached about this in my practice and also outside. Addressed on deconstruction, postmodernism, language, culture, ideology, communication, reading.

Here are a few more crumbs as remarks on the complex of topics mentioned above and under the invocation of the word Postmodernism (as post-/-modernism!).

Stories, reports, analyses, reflections from practice/from my/our philosophical practice on the difficult, exciting and still controversial topic of modernity versus postmodernity / modernism versus postmodernism.

We see ourselves and our work as part of Viennese postmodernism.

In earlier writings as well as in my blog here (and in countless philosophical practice units of the last three decades there have been such), there are numerous approaches and exploitations of this field.

The „inscription“ is not „forever“, every inscription is finally like the subject himself, whose „archive“ can be destroyed like any archive. Also every media archive.

All our tele-technologies (from TV to drone and beyond) cause a deconstruction, in real practice, of traditional concepts and notions of state, citizen, national, foreigner, tourist, native, naturalized, etc., in so far as they are bound to a concrete territory.

Every country has its history, its memory and its special way of dealing with its archive economy.

Whenever one opens an archive, remembers certain events, one brings up the drama, this event, and brings it back to memory.

One makes „it“ conscious !

But awareness is by no means the only thing that matters ! If one speaks of the Holocaust or the Shoah, one is (whether one wants to or not!) paving the way to the individual as well as the so-called national unconscious!

Through the work of raising awareness, things happen which we cannot plan or control. Affections !

Postmodernism, so my thesis, has something to do with Freud, – with the psychoanalysis of Sigmund Freud!

I mean the raising of the crisis. An epochal crisis of the „Enlightenment“ of the WRITTEN/Scriptures.

The origin of the term postmodernism is uncertain. But we do know that Federico de Onis used the word in his „Antologia de la poesia espanola e hispanoamericana“ . The work was published in Madrid in 1934, two years after his death. Arnold Toynbee used it in 1947 in „A Study of History“, marking a new cycle in Western civilization, which he had begun around 1875. Harry Levin and others took up the new etiquette in the 50s of the 20th century.

A term for a new epoch was found. People who write general works like to use new labels to distinguish themselves from others, media like to jump up, there is supposedly something new. And so many other media people join together in a stream and finally build a so-called new epoch. Whether rightly or wrongly.

The talk of posteriority and Derrida’s talk of the structure of posteriority could be a witty „definition“ of postmodernism, which does not say goodbye to the frequently used definition of simplicity, like the simple statement that postmodernism comes as an epoch (temporally) after modernity.

„The structure of posteriority forbids making temporalization (temporisation) simply a dialectical complication of the living present, as an original and incessant, constantly self-referenced, self-contained, summarising synthesis of retentional and protentional traces

In the otherness of the ‚unconscious‘ we are not dealing with horizons of modified presences – past or arriving – but with a ‚past‚ that is never present and will never be present, whose ‚arrival‘ will never be production or reproduction in the form of presence.

The concept of trace is thus incommensurable with that of retention, of the passing away of what was present. One cannot think the trace – and thus the différance – from the present or from the presence of the present“.

(cf. G. Kaucic, Grammatotechne as …, pp. 55 f., G. Kaucic here in the blog the postings on Deconstruction and on What is Deconstruction and especially  Derrida, Randgänge, p. 28 f. ). 

Postmodernism perhaps only affects Western civilization, European-American culture and its great „crisis“ (cf. my post here in the blog on „Freedom and Crisis. Crisis of Freedom“). Deconstructivism and the concept of writing (as Derrida understands it!) concerns and has instead of in all cultures, whether alphabetized or not.

The border between modernity and postmodernity has no temporal order. The order of things is out of time and the question of the boundary between gives here the centre. It is a qualitative border and not a temporal quantifiable order. Rabelais or Sterne  and many others are for me without doubt and well justifiable „postmodern“!

Handke or Bernhard on the other hand are not. Joyce or Pynchon and many others, however, are clearly (cf. my earlier printed writings or our blog as a whole!)

All of Derrida’s writings write the „theory“ of textual grafting and play the following „practice“: „to write means to graft … The grafting does not take place on the „actual“ of the „thing“. There is just as little the thing as the original text“ (Derrida, Dissémination, german edition, p. 395).

The grafting Art  transforms the text into a web of „quotations“. It does not actually transform it, for the text has always been a web of quotations; it does not change anything if the „author“ does not know or cannot take note of it. Insertion into a register to signify the intrusion of theatre into the book, of spatialisation into inwardness (Double séance, Dissémination, p. 264).

The adopted and inserted texts become neither collages nor illustrations. Without these grafts, „which read themselves only in the execution of their re-inscription“ (Dissémination, 395), the text does not exist.

By removing and reintroducing text particles – creating con-texts – the grafting breaks through the boundary between the inside and the outside of a context.

A border that metaphysics, logocentrism, wants to maintain at all costs. The opposition between the inside and the outside is constitutive of the logic of identity. There is no identity in the real sense! (cf. further down on the concept of sign here in this posting and in the footer of the blogspot-blog 2014 ff.!)

The texts themselves are already working on their deconstruction, on their interpretation and decomposition, through which the experience of the absent can be made, the experience of that which had been faded out, not shone at, rejected. The deconstructive reading is thus the continuation of the so-called „text“ and not its explanatory meta-level.

Everything is singular! The living world is not a puzzle!

Deconstructivists all over the world have developed an instrument to at least disturb the all devouring media discursivity.

Here there is no mourning for the lost whole, only the joyful realization and the pleasure of the text, which says that such a wholeness has never existed.

Both the idea of wholeness and the idea of the loss of a wholeness of whatever kind are merely a myth of the capitalist system.

DerridaschreibtKaucicschreibtDerridaschreibtKaucic

Dr. Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber, MSc, (born 1959), Philosophical Practice Vienna 1989 ff.


Und noch einmal  (Wiener) Postmoderne als Aufklärung!

 in German:

LIMITED INC

Dekonstruktion und philosophische Praxis / Philosophische Praxis als Dekonstruktion

Wenn wir Sprache benützen, rufen wir unweigerlich Effekte bei uns und beim Anderen hervor. Wir verwandeln uns, aber auch den Anderen und wir verwandeln das Andere, die Sprache. Sprache ist ein Name für unser Tun, – die Handlung, die wir gerade tun, – und ein Name für das, was wir bewirken, – die Handlung und ihre Folgen.

Ein Satz tut etwas.

Die Aufmerksamkeit der Dekonstruktion ist immer eingeschrieben in die vielen verschiedenen pragmatischen Anliegen und Aufgaben.

Die Dekonstruktion ist immer und überall erfinderisch(!) (vgl. Teaser und Post „Poésie engagée“), sonst ist (!) sie nicht.

Diese dekonstruktive Aufmerksamkeit nenne ich die philosophische Verantwortlichkeit. Nicht gefangen bleiben im Empirizismus!

Jeder Satz ein Sprung.

Ein Sprung, der einen Kontext sprengt.

Es existiert immer schon eine oratio obliqua, eine strukturelle Unbewußtheit der Intention in der Aktualität der Aussage. Vergessen Sie nie daran zu erinnern, daß in der Sache und der Auffassung davon ein Gespenst sein Wesen treibt, – das teleologische Trugbild des Bewußtseins (vgl. bes. „Signatur, Ereignis, Kontext“ von J. Derrida, in: Randgänge der Philosophie).

Jedes Gespräch, jeder Diskurs, jede Dekonstruktion birgt Gefahr. Die Gefährdung des Eigenen!

Eines vermeintlichen Eigenen. „Das Eigene“ als Eigenes gibt es so(!) nie und nirgends.

Die Politik der Freundschaft ist eine schwierige.

Und die Dekonstruktion ist nachträglich und vorläufig(!). Vergleichen Sie das Konzept der „Spur“ Derridas! Die Gegenwart, keine Gegenwart ist jemals präsent und eine Vergangenheit ist nie als Gegenwart vollpräsent gewesen. Auch diese Erkenntnis läuft via Sprache. Wir sind Zeugen und Involvierte einer absoluten Dislokation (vgl. Teaser).

Ich meine die Spaltung der Struktur einer Erfahrung der Zugehörigkeit, eines sogenannten „Eigenen“(!). Zugehörigkeiten ausgedrückt in den Begriffen wie Familie, Ethnie, Nation, Religion, Staat oder sogar Beruf.

Ich muß noch kurz auf die >Verantwortung< (!) zu sprechen kommen. Dies berührt die Subjektwerdung, die Subjektfähigkeit, also auch die Diskurse über die Grenzziehung zwischen Mensch und Tier (vgl. Teaser!).

Ich möchte hinweisen auf die allgemeine Beunruhigung in den Wissenschaften vom Menschen, wenn man eine Logik des Unbewußten anspricht oder sogar darauf setzt (wie ich z.B.).

Eine Logik des Unbewußten, die uns im Bewußtsein der Freiheit (!), die dann also immer Verantwortung impliziert, jede Gewißheit und Versicherung (auch unserer selbst!) unterläuft.

Hier wird sofort der Vorwurf laut, daß damit (mit der Inkludierung dieser Logik des Ubw) jegliche Verantwortung und Ethik in Zweifel gezogen werden würde und also jede Entscheidung (und auch ein Quäntchen Nichtentscheidbarkeit in sich bürge).

Ich sage denen, die diesen Vorwurf erheben, immer wieder, daß ja gerade das Gegenteil der Fall sei, daß doch genau dieses Faktum des Zweifels an Verantwortung, Entscheidbarkeit und einem eigenen Ethisch-Sein das unbestimmbare Wesen(!) der Verantwortung, der Entscheidung und der Ethik ausmache.

Zum Ende kommend noch einmal sei angeführt die „kommende Demokratie“ J. Derridas. Eine Demokratie im Werden (und nicht nur auf nationalstaatlichem Boden, vgl. Kant, Zum ewigen Frieden) in den überstaatlichen Beziehungen, Rechtsverhältnissen und Institutionen, – eine Demokratie, die als kommende noch kaum bis gar nicht begonnen haben dürfte. Das ist das Thema von Liebe und Haß, Frieden und Krieg, Gemeinsames und Einsames, ein Thema der Möglichkeit, Wahrscheinlichkeit und Unmöglichkeit.

Die Demokratie als philosophischer Begriff, die immerwährend im Kommen bleibt (vgl. Teaser).

Die Gefühle des Hasses als Aporetikum, als Aporieaffekt des Demokratischen! Vielleicht auch das Kuckucksei einer jeden Revolution?!

 Destruktive Entwicklungen sind nicht nur repressiv zu eliminieren(!), sondern durch kommunikative Inklusion zu pädagogisieren und zu zivilisieren.

„Die Dekonstruktion hat notwendigerweise von innen her zu operieren, sich aller subversiven, strategischen und ökonomischen Mittel der alten Struktur zu bedienen, sich ihrer strukturell zu bedienen“ (Derrida, Grammatologie, S. 45), um schließlich den nicht strukturell zu erfassenden Praxischarakter der Wahrheit freizulegen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An-und Abwesendsein der Wahrheit, des etwas Erblickens und dadurch anderes Aus-dem-Blickfeld-Ausschließens. (H. Kimmerle, J. Derrida zur Einführung, S. 49)

Dekonstruktion läßt sich nicht in einen „Begriff“ Dekonstruktion einschließen. Und Dekonstruktion erschließt beziehungsweise eröffnet einen Zugang zum Anderen durch Entdeckungen von Unbekanntem oder bisher Ungedachtem. Dekonstruktion läßt sich nicht definieren und nicht abschließen (vgl. dazu J. Derrida, Limited Inc, S. 171 ff.).

Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates. Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.

Ein Text, der vielleicht aus gewohnter (binärer) These und Antithese besteht, enthüllt, wenn er dekonstruiert wird, beispielsweise eine Vielzahl von Perspektiven, die gleichzeitig vorhanden sind, – oft in Konflikt miteinander.

Dieser Konflikt aber wird durch die Dekonstruktion erst sichtbar.

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Philosophische Praxis könnte dazu einen nicht wenig gewichtigen Beitrag leisten, denke ich.

In English:

And once again (Viennese) postmodernism as enlightenment!

LIMITED INC

DECONSTRUCTION AND PHILOSOPHICAL PRACTICE / PHILOSOPHICAL PRACTICE AS DECONSTRUCTION

When we use language, we inevitably cause effects in ourselves and in others. We transform ourselves, but also the other, and we transform the other, the language.

Language is a name for our actions, – the action we are doing, – and a name for what we effect with the linguistic setting, – the action and its consequences.

A sentence does something.

The attention of deconstruction is always inscribed in the many different pragmatic concerns and tasks.

Deconstruction is always and everywhere inventive(!) (cf. teaser and post „Poésie engagée“), otherwise (!) it is not.

I call this deconstructive attention philosophical responsibility. Do not remain trapped in empiricism!

Every sentence a leap.

A leap that breaks a context.

There is always already an oratio obliqua, a structural unconsciousness of intention in the topicality of the statement. Never forget to remember that in the thing and the conception of it a ghost drives its essence – the teleological delusion of consciousness (cf. especially „Signature, Event, Context“ by J. Derrida, in: Randgänge der Philosophie).

Every conversation, every discourse, every deconstruction holds danger. The endangerment of one’s own!

An alleged own. The „own“ as the own never (!) exists anywhere.

The politics of friendship is a difficult one.

And the deconstruction is retrospective and provisional(!). Compare the concept of „trace“ Derridas! The present, no present is ever present and a past has never been fully present as present. This realization also runs via language. We are witnesses and involved in an absolute dislocation (cf. Teaser).

I mean the splitting of the structure of an experience of belonging, a so-called „own“(!). Belongings expressed in terms of family, ethnicity, nation, religion, state or even occupation.

I still have to speak briefly about >responsibility< (!). This touches the becoming of the subject, the subjectivity, thus also the discourses about the demarcation between man and animal (cf. teaser!).

I would like to point out the general concern in the sciences of man, if one addresses a logic of the unconscious or even sets on it (like I e.g.).

A logic of the unconscious which, in the consciousness of freedom (!), which then always implies responsibility, undermines every certainty and assurance (also of ourselves!). 

Here the accusation becomes immediately loud that (with the inclusion of this logic of the Ubw) any responsibility and ethics would be doubted and thus every decision (and also a grain of undecidability in itself would guarantee).

I keep telling those who make this accusation that just the opposite is the case, that it is precisely this fact of doubting responsibility, decidability and one’s own ethical existence that constitutes the indeterminable essence (!) of responsibility, decision and ethics.

 Coming to the end, once again the „coming democracy“ of J. Derridas should be mentioned. A democracy in the making (and not only on nation-state soil, cf. Kant, Zum ewigen Frieden) in supranational relations, legal relationships and institutions – a democracy which as a coming democracy may hardly have begun or not begun at all. This is the theme of love and hatred, peace and war, the common and the lonely, a theme of possibility, probability and impossibility.

Democracy as a philosophical concept that remains in constant flux (cf. Teaser of the blogspot blog 2014 ff.).

The feelings of hatred as an aporetic, as an aporia effect of the democratic! Perhaps also the cuckoo’s egg of every revolution!

Destructive developments must not only be repressively eliminated (!), but pedagogized and civilized through communicative inclusion.

„Deconstruction necessarily has to operate from within, to make use of all subversive, strategic and economic means of the old structure, to make use of its structure“ (Derrida, Grammatologie, p. 45), in order finally to uncover the practical character of truth, which cannot be grasped structurally.

What is meant is the visualization of the duality of the simultaneous presence and absence of the truth, of a certain sight and thereby a different exclusion from the field of vision. (H. Kimmerle, J. Derrida for Introduction, p. 49)

Deconstruction cannot be included in a „term“ deconstruction. And deconstruction opens up or opens up an access to the other through discoveries of the unknown or the previously unthought. Deconstruction cannot be defined or completed (cf. J. Derrida, Limited Inc, p. 171 ff.).

Deconstruction is and always will be the questioning of the origins, the foundations and the limits of our conceptual, theoretical and normative apparatus. And this always in the double movement of the Différance.

A text that perhaps consists of habitual (binary) thesis and antithesis, when deconstructed, reveals, for example, a multitude of perspectives that exist simultaneously, often in conflict with each other.

This conflict, however, only becomes visible through deconstruction.

Deconstruction has an ethical component, since it opens the relationship to the other, insofar as it finds access to the previously unimagined or the previously excluded and possibly invents or finds new social, new interpersonal, new political, new scientific, new legal, new technical, new philosophical and artistic ways of thinking and acting (cf. E. Lévinas and J. Derrida).

Philosophical Practice could make a not insignificant contribution to this, I think. 

Postmoderne / Wiener Postmoderne Teil I 

(German/English)

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2020/01/postmoderne-wiener-postmoderne-teil-i_33.html   

Wiener Postmoderne/Postmoderne Teil V (German/English)

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2020/01/wiener-postmoderne-postmoderne-teil-v.html   

Wiener Postmoderne/Postmoderne Teil VII (German/English)

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2020/01/wiener-postmoderne-postmoderne-teil-vii.html

Sexism, racism, fascism, cultural-historical considerations and reflections on violence and gender, – limits of mediation, limits of enlightenment, limits of philosophy, limits of psychoanalysis, responsibility and legal consequences up to a necessary future change of legal philosophy and legislation under demand of applied psychoanalytic reflectories as deconstruction. „Because I’m a Girl.“ 

Sexism, racism, fascism, cultural-historical considerations and reflections on violence and gender, – limits of mediation, limits of enlightenment, limits of philosophy, limits of psychoanalysis, responsibility and legal consequences up to a necessary future change of legal philosophy and legislation under demand of applied psychoanalytic reflectories as deconstruction. „Because I’m a Girl.“ 

PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA

[[ In Klammern:

Fahrradfahren, Etappenende, Tagesausklang, FreibadenNackterfahrungBerührtwerden, Berühren

Fahrradfahren, Etappenende, Tagesausklang, Freibaden, FKK, FreiKörperKultur, Freiheit, Lebensqualität, Lebenslust, Lebensfreude, Lebensnotwendigkeit, Naturismus, Erfahrung der Nacktheit, Berühren, Schönheit, Natur, Kultur, Freundschaft  

  Freundschaft Freude Freiheit Naturismus

Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching,, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship 

Fahrradfahren, Etappenende, Tagesausklang, Freibaden, FKK, FreiKörperKultur, Freiheit, Lebensqualität, Lebenslust, Lebensfreude, Lebensnotwendigkeit, Naturismus, Erfahrung der Nacktheit, Berühren, Schönheit, Natur, Kultur, Freundschaft  

Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!

Klammern zu ]]

DR. GERHARD KAUČIĆ / DJAY PHILPRAX (JG. 1959) LEITER EINER PHILOSOPHISCHEN PRAXIS SEIT 1989

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer

Gerhard Kaučić,

b. 1959, Philosopher, Writer, 66, 2025

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Titel von Gerhard Anna Cončić-Kaučić bei Passagen

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON II
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON III
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON I
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt.
Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden.
„Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON IV
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt.
Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON V
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

In English:

CORONA WHEELING CROWNING

The leap. Leaving the book. The production, the emancipation, the liberation of writing.

……………………. Semeion Aoristicon oder zur Autobiographie Sem Schauns …………………..

……. THE SENTENCE ………. the jump ……… the set ……. the leap o f ….

I ask if Sem VI is not my / our blog composition !?!

I ask (me / us) if Sem VII is not my / our blog.

I ask if my/our blog will not be Sem VI and Sem VII?

And shall be!

Or must be?

Already is, will be or even must be and will have to be !?!

The set. The leaving of the book.

The production, the emancipation, the liberation of the writing.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns

Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at

If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at

Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world

Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

…around the clock …around the world…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

To contact us, please use only these emails:

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html?m=1

Deconstruction Music

Because this year (2025) and the year before (2024) a whole series of philosophical talks ( in our Philosophical Practice in Vienna ) on the topic of Deconstruction Music Deconstruction Musical Experience Deconstruction is running/being performed (this time in German with jazz students from Switzerland, the Federal Republic of Germany, Austria, Australia and Italy), here is the text published last year (January 2024 only in English) slightly modified and supplemented with information on practice in English and from today also available in German. (cf. link)

Philosopher, Feminist, Mediator, Author, Freerider, born 1959, Dr. phil., age 66, 2025

Associate in the grammatological philosophical Practice since 2009 in Vienna and beyond

Philosophin, Feministin, Mediatorin, Autorin, Freerider:in, geboren 1959, MSc, Alter 66, 2025

The musical experience and its political, social and philosophical-grammatological implications and presuppositions

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2024/01/musical-experience-grammatology.html

Mobile Version (lesen  ohne Teaser und Footer im Blogspot-Blog 2014 ff.):

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2024/01/musical-experience-grammatology.html?m=1

Beethoven heute Beethoven seinerzeit

 „Ist“ Beethovens Musik?

 Revolutionär, modern, populär oder gar inzwischen Klischee?

Music today, — revolutionary, modern, popular or even now cliché?

Music deconstruction    Musical experience deconstruction

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2020/11/ist-beethovens-musik-beethoven-heute.html

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2018/03/philosophischer-salon-gerhard-kaucic.html

Mobile Version (ohne Teaser im Blogspot-Blog 2014 ff.):

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2018/03/philosophischer-salon-gerhard-kaucic.html?m=1

Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaucic & AL Huber Vienna, Austria, – Gerhard Kaučić (*1959), head of a philosophical practice for 36 years in Vienna ( 1989-2025 ff.)

To contact us, please use only these emails:

Narratives, Reports, Analyses, Reflections from the Practice/from my/our Philosophical Practice

Vienna 36 years of practice jubilee (1989-2025 ff.) jubilee 36 years PP 2025

PHILOSOPHICAL PRACTICE Gerhard Kaučić (Dr. phil., b. 1959) & Anna Lydia Huber (MSc, b. 1959) VIENNA AUSTRIA  EUROPE

Music today, — revolutionary, modern, popular or even now cliché?

                 Music    Education Culture Politics     Text    

Beethoven’s Ninth (200 years May 2024)

Schönberg (150 years September 2024)

                                                

           Revolutionary, modern, popular or even now cliché?

An addition, a supplement, a repetition, – a philosophical practice yesterday, today and tomorrow

Gerhard Kaučić (*1959), head/director of a Philosophical Practice for 36 years in Vienna (1989-2025 ff.)

[ Conversations, analysis, discourse, problematization, identity dislocation, subjectivation, formalization, folding, complication, aporia, deconstruction

Gerhard Kaučić Djay PhilPrax, Philosopher, Writer, Feminist,  experienced practised music Listener and relevant Reader for 50 years, Freerider, Philosophical Practice, Vienna, PP since 1989, Dr. phil.

Gerhard Kaučić (born 1959), Philosopher, philosophical Practitioner 1989 ff., grammatologist, author, feminist, translator, cyclist, freerider, ecomobilist, the philosopher as cyclist, the philosopher as freerider,  the philosopher as circulator, the philosopher as mover, the philosopher as scout ……..   trace……. Trace ……..  … ]

It is a fact – concert music and opera have become (in contrast to the 19th century) a rather peripheral matter of political life today.

No streaming platforms, no YouTube and no Internet help here either.

We need to deepen the horizon of the musical experience if we want to talk about music and music history as a social history and thus think about it. We must open up access to ways of listening that are located in history and in the respective culture beyond music.

We must make the political, social and philosophical implications of music visible. Music is not an independent closed circuit of aesthetic phenomena and its stylistic characteristics, instrumentation, arrangements, performance practices etc. are not independent of other social force fields of the past and present.

In particular, the economies, the media and the ever-present techniques, including their culturalisation between the power blocks of politics, capitalism, state, society, mediatisation, science, religion, class society, power relations and the state of industrialisation.

Using Vienna as an example, Western musical culture from the Baroque to modern and postmodern times – from Haydn and Mozart in the mid-18th century to Schönberg  ( 13.09.1874 Wien –  13.07.1951 Los Angeles, 2024, 150th anniversary, P.s. see footnoteY  ), Krenek and Berg in the first half of the 20th century, to Clemens Gadenstätter, Bernhard Lang, Olga Neuwirth and many others in the second half of the 20th century and the first two decades of the 21st century – shows us a very rare opportunity for our thinking to access our European and Austrian past via musical creation, and especially the self-image of today’s Vienna. The arts bear witness to us and our best values for freedom and sociality as well as the possibility of growing beyond ourselves.

footnoteY:

[ To what extent does Schoenberg speak of himself as a „freetone composer“ and not of „atonality “ or twelve-tone composer?

Schönberg rejects the fighting term „atonality“, – he speaks of himself as a „free toner„!

Arnold Schönberg described himself as a „free toner“ to describe his musical task. This term is associated with the development from free atonality to twelve-tone technique.

In the phase of free “atonality”, which Schönberg practised from around 1907, he broke with traditional tonal structures. The contrast between consonance and dissonance is cancelled. A continuum of different tonal colours emerges. The reference to a fundamental tone is abandoned. Tones and sounds stand in a new, non-repeatable relationship to one another.

Schönberg introduced the twelve-tone technique in order to transform free atonality into a bound form. In this technique, each score is based on a twelve-note row that contains each note of the tempered scale once. The choice and arrangement of this row is at the composer’s discretion. The twelve-tone technique opened up new possibilities for musical structuring and Schönberg had a significant influence on a wide range of musicians.

Overall, Schönberg revolutionised the world of music with his radical approach to tonality, creating a new approach to musical experience as a phenomenon of musical complexity and the lust effects of listening. The human body recognises itself as a body of pleasure and as a body of pain (cf. Freud!,- for more on this, see below in the depths and lengths of our posting or our blogs/weblogs) ]

Sounds today are quotations, clichés, semantic objects, not mere series of structurable parameters. The extreme case today is the recontextualisation of often only minimal change into a „new“ work. Almost a real readymade.

Particularly frequent is the transformation from other media into the music and the playing of different soundtracks by means of various machines ( Miles Davis already played revolutionary in his 1969 album „Bitches Brew“, called Fusion Jazz, before him also Frank Zappa, influences from Woodstock to Stockhausen were mentioned as decisive for this; cf. esp. J Dilla, James Dewitt Yancey, auch Jay Dee gerufen, 1974 – 2006, also great influence especially on jazz musicians ).

Sampling and other similar digital techniques spread all over the globe, only the concert halls are largely unimpressed by them.  This is also a major reason for the marginalisation of these traditional music businesses. The sailing ships among today’s high-tech boats.

Cage as father figure of all these developments. Collage, bricolage, assemblage, remix, sampling, patch-work, mash-up, intertextuality, texture …

The Internet, collage, the art of the future and the art of the present. Availability of the audio archives of the world. Democracy as a pre-condition. Postmodernism, the possibility of participation for all. Art and enlightenment, the intellectual light of the world. The deconstruction of Derrida.  

Understanding Beethoven and/or understanding Beethoven’s music? Along the discourses of the last 300 years between the representatives of programmatic music on the one hand and those of absolute music on the other.

The almost eternal question: Do Beethoven’s instrumental music have an „extra-musical“ meaning or do they have no such meaning?

The group of absolute music (Hanslick, Schönberg, Pfitzner, Schenker, Adorno) works in the conviction that Beethoven’s work has been withdrawn from understanding by the dominant post-Wagnerian „Beethoven image“(!).

What role(s) does music play within the great social discourses of the 19th and 20th centuries.

How does music work and why does it become popular?

For clarification, a large sociological discourse on the bourgeois European institutions, the clients, the musical rhetorical traditions and the increasing participation of amateurs as well as the industrialization of music is needed.

Likewise, there is a need to include discourses on the philosophy of language (keywords: F. Schlegel, F. Nietzsche, Kierkegaard, Husserl, Saussure, Marshall McLuhan, Heidegger, W. Benjamin, Th. W. Adorno, P. de Man, R. Barthes, Cynthia Chase, W. Hamacher, Anselm Haverkamp, H. Blumenberg, J. Derrida) on the unambiguity and ambiguity of word and music.

It is thus also about our field, which Kierkegaard had already touched on in the 19th century – about the process of reading (cf. especially  Herbert Marshall McLuhan, Paul de Man and first of all you read Jacques Derrida) and the relationship between author, reader and medium.

Education expanded considerably after 1830, especially musical education. General knowledge and musical knowledge developed in parallel.

Kierkegaard wanted to learn to understand consciousness through patterns of repetition. According to Kierkegaard, consciousness arises from contradictory relationships between a so-called ideal sphere and the external(!) reality, which collided in consciousness. This would result in the experience of repetition, which would require that the event must have already appeared once in reality(!).

Note that Kierkegaard speaks without Freud!

Repetition makes people happy, says Kierkegaard. Memory makes them restless.

But Kierkegaard knows almost Freudian that there can be no pure repetition.

In the psychoanalytical literature, the concept of repetition, the concept of the compulsion to repeat, and in general the various phenomena of repetition are discussed problematically and in a very diverse way.

Also in Freud’s writing „Beyond the pleasure principle“ (1920) itself.

For the time being, the following applies to us here in general: repetition phenomena for the benefit of the ego are working off mechanisms whose task it is to resolve tensions by changing the inner(!) conditions (cf. Bibring, E.: The conception of the repetition compulsion).

Discourses, analyses, descriptions, critiques, explanations inevitably always fall under the category „commentary“.

Comments are always something added. They try to approach a thing, an event, an institution, an action, in short, a text in any form, even if it is music. Comments try to suspend something. This always fails. Comments create a displacement, a repression as well. And with time they often cover up the thing itself.

Why?!

The „commentary“ limits the open semantic game with the means of identity, repetition and the temptation to represent the same. In this way it makes itself a mechanism of control and order by restricting and delimiting discourse and trying to establish unambiguity.

A translation is never a replacement ! Every setting is already a translation of the thought and the unthought. A translation changes the place, shifts and changes and is thus always a different text.

Only an approximate signified can be saved over(!) this way.

There is no criterion for the identity of the meaning of an expression: the interpretation becomes in the scientific sense a matter of undecidability, which does not mean that one could and should not temporarily quasi-fix and evaluate it in a passagere consent of many readers.

Understanding also in the sense of: a small or larger group of discourse participants „stands“(!) temporarily on temporarily secured „understanding“ – or understanding – ground!

This reason for understanding, this „territory“ of limited (temporally and spatially) understanding, the image of temporary text configurations, the image of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortions and performances, a mirror of originally unoriginal transformations, – a mirror that gives off the image (! ) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally !

(See J. Derrida, La dissémination, p. 350 and passim)

The commentary sets the author as the supreme principle of the order of discourse (vg. M. Foucault, Ordnung des Diskurses) and generates its authorities.

„We“(!) represent the task of disseminal critical communication as an open text of a writing, escaping exegesis and the re-presentation of the commentary.

The task is also to be expressed in such a way that „the speech is first as good and then better understood as its author“ (Schleiermacher, Hermeneutik und Kritik, p. 94).

For us, the only critique to be accepted is the permanently critical critique, i.e. a permanently deconstructing critique whose object is the writable of the text, a permanently multiplying text.

„A signifier is, from the outset, the possibility of its own repetition, its own image or its similarity to itself. This is the condition of its ideality. What identifies it as a signifier and as such gives it its function and relates it to a signified can never be a ‚unique and special reality‘ for the same reasons. From the moment the sign appears, that is, from ever since, there is no possibility of finding the pure ‚reality‘, ‚uniqueness‘, and ’specialness‘.” (Derrida, Grammatology, p. 165, germ. ed.)

The authority of the Logos, the commentary, the dominion of the interpretation of scripture nailed to its origins has for some time been exposed to the critical criticism of deconstruction and thus the chance of democracy in the coming (Derrida).

All this points to a radical possibility that cannot be thought of by any single science or abstract discipline (Derrida, Grammatologie, 168f., german edition).

Intertextuality and the underlying multiplicity of codes is in principle unlimited and cannot be limited.The resulting deconstructive textualities and their connotation texture cannot be included or even determined by any context.

The “text” has ceased to be an object in itself. The permanently absent presence of

I n t e r t e x t u a l i t y (this applies to every text, and has done since time immemorial), in which the power of the break with its contexts as a sum of never fully present presences has always been structurally immanent in every sign of writing, has always determined writing – writing without origin and destination (arche, telos).

One thing is clearly true of Beethoven’s music: Beethoven’s music provided a framework for the experienced past (or what one might think of as such!), for aesthetic repetition, subjective impressions, educated imagination and its associations and their extra-musical levels of meaning.

Whether the last decades of research have been able to bring us closer to Beethoven in Nietzsche’s sense remains to be seen.

One thing is also clear: new future generations of listeners should learn to distinguish between historical Beethoven and the traditional (!) reception. And that means: read read read read!

The different ways of reading have become inherent in the music itself(!).

Performers and composers should be knowledgeable(!) and at the same time not hide behind scientific and philosophical literature.

Each one may interpret, inspire and be passionately fascinating and intrigued.

It is a very long way to the appropriation of what we call our own history. Have the courage to ever adequately appropriate appropriation.

a) For the birds John Cage in conversation with Daniel Charles. Merve Verlag, Berlin, 1984 (Original French, Paris 1976).

b) Daniel Charles: Periods Performance Music Aesthetics. Merve Verlag, Berlin, 1989.

c) Ivanceanu/Schweikhardt: KKK Art. Sound. War XMedia by Vintila Ivanceanu and Josef Schweikhardt, Passagen Verlag, Vienna 2008.

d) Fuhrmann/Mahnkopf (Hg.): Perspektiven der Musikphilosophie. Suhrkamp Verlag Berlin 2021.

P.s:

As a passionate listener with an acoustically formed ear and sensitive senses in general, and especially as a reader ( ! see above ! ), allow me, at the provisional end of my few lines of memoir on some philosophical Prater walks with guests in connection with our grammatological philosophical practice in Vienna, to give you an interesting literature tip on music and Beethoven:

Leon Botstein: The Memory of Modernism. From Beethoven to Berg. Vienna, Zsolnay Verlag, 2013 (translated from English by Sven Hiemke)

As an introduction to our PPs, I recommend the short essay by Claus-Steffen MahnkopfDer Strukturbegriff der musikalischen Dekonstruktion, – easy to find on the Internet! (published as pdf on August 09, 2021 in German, 19 pages)

Url or link: https://www.claussteffenmahnkopf.de/wp-content/uploads/2021/08/Mahnkopf-Der-Strukturbegriff-der-musikalischen-Dekonstruktion.pdf

https://web.archive.org/web/20211026075311/https://www.claussteffenmahnkopf.de/wp-content/uploads/2021/08/Mahnkopf-Der-Strukturbegriff-der-musikalischen-Dekonstruktion.pdf

(German/English)

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2020/11/ist-beethovens-musik-beethoven-heute.html

Translation into English, Gerhard Kaučić (Dr. phil., born 1959, Age 66, 2025, PP 1989 ff.)

“A text is only a text if it conceals from the first glance… the law of its composition and the rule of its play.

“The concealment of the texture may well require centuries to uncover its fabric (toile).” Derrida, Plato’s Pharmacy, in: Dissemination, p.71 (Vienna 1995, Passagen Verlag)

about deconstruction one cannot speak one must read “it/her ”.

Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte 

Die Sprache, das Sprechen, das Unbewußte (Ubw) 

Der Satz und die Philosophie 

DR. GERHARD KAUČIĆ / DJAY PHILPRAX (JG. 1959) LEITER EINER PHILOSOPHISCHEN PRAXIS SEIT 1989

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer

Gerhard Kaučić,

b. 1959, Philosopher, Writer, 66, 2025

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Titel von Gerhard Anna Cončić-Kaučić bei Passagen

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON II
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON III
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON I
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt.
Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden.
„Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON IV
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt.
Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON V
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

In English:

CORONA WHEELING CROWNING

The leap. Leaving the book. The production, the emancipation, the liberation of writing.

……………………. Semeion Aoristicon oder zur Autobiographie Sem Schauns …………………..

……. THE SENTENCE ………. the jump ……… the set ……. the leap o f ….

I ask if Sem VI is not my / our blog composition !?!

I ask (me / us) if Sem VII is not my / our blog.

I ask if my/our blog will not be Sem VI and Sem VII?

And shall be!

Or must be?

Already is, will be or even must be and will have to be !?!

The set. The leaving of the book.

The production, the emancipation, the liberation of the writing.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns

……. THE SET …….. THE LEAVING OF THE BOOK …….. !?

If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at

Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna

Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

…around the clock …around the world…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

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Homepage: 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

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Musikalische Erfahrung

Politische, gesellschaftliche und philosophisch-grammatologische Implikationen und Voraussetzungen

Musikgeschichte in all seinen/ihren Bedeutungen. Grammatologisch gedacht und gezeichnet,-  weit über jede denkbare Form von Partitur hinausgehend! Was und wie kann der Beitrag für unser Bewußtsein und unsere Erfahrungen heute und morgen sein?

Musik ist kein in sich geschlossenes autopoetisches Phänomen und nicht bloß eine Folge von selbstreferenziellen Stilen, die von all den anderen Aspekten des modernen Lebens unabhängig oder losgelöst gedacht und gehört werden könnte. Musik darf somit nie und nicht auf klangliche und stilistische Aspekte reduziert gedacht und aufgeführt werden.

Jede Art von Musik beruht auf einer vorgelagerten Musikkultur, bestehend aus den vorhandenen Techniken des Musizierens, den Technologien der Instrumentenindustrien, den Musikgeschichte(n), den gesellschaftlichen Herrschaftsformen (oftmalig verbunden und verbündet mit althergebrachten Gottesideologien) und deren Ritualen und Traditionen, den diversen Medien der Musikverbreitung und -besprechung, den Bildungsinstitutionen und deren Ideologien im generationellen Wandel der Zeiten/Epochen und den politgeographischen Räumen.

Musikalische Erfahrung entsteht in den Implikationen und Relationen der Geräusche der Welt, implementiert weit vor und jenseits aller komponierten Klangwelten, die wir dann im Laufe der Zeitläufte als Musik wahrnehmen und als solche deklarieren. Inkludierend alles vom Verkehrslärm bis zu Kriegsgeräuschen (cf. Schweikhardt, Ivanceanu, KKK Kunst.Klang.Krieg, Wien, Passagen Verlag), manchmal in Hubschraubersinfonien (Karlheinz Stockhausen, Helikopter-Streichquartett) endend.  

Die musikalische Kultur Wiens zum Beispiel ist ein Teil unserer Vergangenheitsvorstellungen als turbulente und opulente Mischung aus lokalen, nationalen und global-mondialistischen Einflüssen, Affizierungen, Einschreibungen, Vorstellungen, Deutungen, Projektionen, Identifizierungen, Verwerfungen grammatologischer Natur (cf. dazu unsere Postings zu „Grammatologie“, „différance“, „Affizierung“, „Dekonstruktion“,  „Beethovens Musik“ und  „Ästhetische Erfahrung Radphilosophie Freiheitserfahrung Grenzerfahrung(en)“ sowie unseren Teaser und unseren Footer zu unserem Blogspot-Blog 2014 ff.!).

Die europäische Idee wäre davon ein gewichtiger, aber nicht einziger Punkt in diesem nichtlinearen Raumprogramm dessen, was wir hier Musikalische Erfahrung nennen wollen.

Die vielen Diskussionen und Publikationen zur sogenannten „reinen“ musikalischen Vorstellung der jeweiligen KomponistInnen, die Frage nach der „absoluten“ Musik (man vergleiche nur etwa Schönberg oder Adorno zu diesem „Punkt“ einer „Linie“ im musikalischen „Raum“), die Frage nach einer „außermusikalischen“ Bedeutung musikalischer Werke, die schon so lange und schon so oft gestellt worden war (z. B. Wagner u.v.a.), – in welchen Denkraum könnte uns all das Gehörte, Gesprochene, Geschriebene und all das Medialisierte und Mediatisierte ver/führen!?

Was macht Musikalische Erfahrung aus? Hat Musik etwas mit Lesen (vgl. unser Posting zu „Beethoven“) zu tun. Mit Unlesbarkeit. Illisibilität. Denken Sie hier an Kierkegaard, aber nicht nur an ihn. Denken Sie an Derrida. Jacques Derrida. Lesen Sie unsere Postings dazu und unseren Blog-Teaser!

Kierkegaard dachte über den Prozeß des Lesens und die Beziehung zwischen Autor und Leser nach und all dies im 19. Jahrhundert. In einem Jahrhundert, in dem sich musikalische Bildung zunehmend verbreitete und allgemeine Bildung schnell als politisch subversiv eingestuft wurde, entstand zunehmend mehr Augenmerk auf die Parallelen zwischen Bildung und Hören. Das Konstrukt der Wiederholung ( vgl. unser Posting zu „Beethoven“) rutschte immer mehr ins Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit (cf. Liszt, Kierkegaard, Nietzsche u.a.), besonders die Illusion der Wiederholung (!) in der Musik.  

Kierkegaard führte in seinen Journalen näher aus, was ihn an dem Phänomen der Wiederholung am meisten interessierte, – das Bewußtsein zu verstehen! Genauer, die Erfahrung von Wiederholung, da ja das Bewußtsein von Wiederholung voraussetzt, daß dieses Ereignis in der Wirklichkeit schon einmal mindestens stattgehabt haben muß.

Kierkegaard behauptete sogar, daß Wiederholung den Menschen glücklich macht, wiewohl er sich darüber sehr bewußt war, daß es die reine Wiederholung nicht geben könne (vgl. unser Posting im Blogspot-Blog zu Beethoven zum Komplex der „Wiederholung“).

Musikhörer:innen waren und sind auch Leser:innen von alphabetisch verfaßten Texten, von Literatur im literarischen Sinn (gibt es diesen?) und von Literatur aller möglichen Kultur- und Wissenschaftsdisziplinen. Hörerwartungen von Musikhörer:innen leiten sich zu einem Gutteil von literarischen Erfahrungen ab. Besonders von Dichtung (!). Barabara Naumann hat dazu ausführlich gearbeitet.  

Musik kann die Prämissen liefern für erfahrene Vergangenheit. Für ästhetische und aisthetische Wiederholung.

Sind musikalische Erfahrungen, so sie reflektiert sind, Texte?  

Texte ähnlich literarischen Texten oder besser ähnlich Texten in alphabetischer Schrift?

Was ein (literarischer) Text sagt, steht nie nur für das Bedeutete oder gar das Bedeutende.

Was aber bedeutet es, das Figurative einer figurativen Aussage zu interpretieren? Was bedeutet Interpretieren? Derrida näher zu kommen, hieße ihn, den Namen Derrida markieren.

Der grammatologische Raum gestaltet sich durch Marken/Markierungen, deren vermeintlich oder temporär betrachtet, kleinste Einheit das Gramma bildet, die Linie und der Punkt einer Linie, der Punkt in einem Punkt und so weiter.  

Interpretieren setzt das Lesen voraus. Paul de Man setzt Lesen als Metapher der Totalisierung sämtlicher Erfahrungsbereiche, dessen metaphorische Struktur, – heißt deren sich immer weiter übertragenden Struktureinheiten (und sei es nur um ein Pünktchen in einer Attosekunde),- unaufhörlich und unabschließbar von Figuren der Kontingenz entstellt werden kann und werden wird bis selbst hin zur Zerstörung, dann muß so gesehen jeder Text, der sich auf ein Lesen bezieht, seine Kontexte und schließlich sogar sein „eigenes“ Thema so weit verschieben, daß er schließlich der Unlesbarkeit anheim fallen muß und einer neuen Decodierung unterworfen werden wird.

Der Text der Lektüre und der diversen Interpretationen ist somit eine Allegorie der Unverständlichkeit (P. de Man) sowohl des Textes der Lektüre als auch selbst des Aktes der Lektüre. Lesen ist eine Allegorie der Unlesbarkeit, der Illisibilität (R. Barthes). Das Lesen als Notwendigkeit und mit dem Wissen um die Aporie zwischen Lesbarkeitsversuchen und -versuchungen und der Unlesbarkeit oder Interpretation als Kommunikationsnotwendigkeit in der Demokratie und die temporär erkennbare Inkommunikabilität.

Musikalische Erfahrung kann die Aporie der Unlesbarkeit und eventuell daraus erstehende Ideologien ins „Licht“ der Freiheit (Beethoven?) verführen oder aber auch ins Abgründige (Wagner?) der Ungerechtigkeit, der Unwissenheit, der Unmenschlichkeit drängen und zwingen.

Literarische, architektonische, musikalische, politische und zahllose andere Schreibverfahren ähneln in vielen Bereichen einander und sind doch oft radikal divers.

Iannis Xenakis‘  Partituren und die daraus resultierenden, sich oftmals verformenden Klangbilder vergleicht der Komponist selbst mit Wolken und Galaxien und bezeichnet sie als „Stochastische Musik“.

Peter Eisenman’s  deconstructivism rechnet mit Aura und Exzeß als Aporienüberschreitung zwischen Planung und Realisierung der Planung.

Hans Wollschlägers Herzgewächse-Text vergreift sich an der Tiefenstruktur von Sprache als Musik.

Jacques Derrida dekonstruiert in der Postkarte ( Die Postkarte von Sokrates bis an Freud und jenseits) und in Glas die Grenzgänge des Denkbaren (bei Freud) und des Undenkbaren (bei Hegel) und verweist damit auf die Allegorie der Unlesbarkeit als temporäre Inkommunikabilität.

Sprache und Musik sind niemals gesellschaftlich zuende strukturiert.

Recht und Vernunft bilden da keine geeigneten Kategorien des Umgangs. Die Kunst ist frei, heißt es. Die performative Gewalt von Sprache und Musik oder von Sprache als Musik und von Musik als Sprache ist überwiegend eine Gewalt der Ideologisierung.

Kommunikationseffekte gibt es. Deren Erkenntnisimmanenz darf aber in jedem Fall immer nur hypothetisch und mit Vorbehalt entgegen genommen werden. Dann läßt sich eine einigermaßen geglückte Kommunikation als solche erkennen. Unterstellt man hingegen von vorneherein identische Bedeutungszuschreibungen von etwas, wird man zum ersten Krieger von Konsensideologien. Man wird somit zum Vereinssprecher sogenannter erpreßter Versöhnungen, wie das Adorno zu nennen pflegte.

„Die Erfahrung der Unlesbarkeit ist die der Alteration des Lesens – im Lesen. Lesen ist eine Figur und eine Praxis, die die Aporie von Verständigung und Unverständlichkeit aufzulösen versucht.“ (W. Hamacher, Unlesbarkeit)

( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden!

Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden.

Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen)   

Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte.

Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen!

Ver-stehen auch im Sinne von:   eine kleine oder größere Gruppe von DiskurspartizipantInnen  „steht“(!)  temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“ –  beziehungsweise  Verständnis – Grund!

Musikalische Erfahrung. Hören Sie. Erhören Sie die Musik und sehen Sie, lesen Sie die vielen interagierenden Punkte, das Netz, das Muster, die Grafik der Tonfolgen, der lauten Klänge, der leisen Klänge, der Höhen und Tiefen, der Kürzen und der Längen, der Rhythmen, der Beats, der Stimmen, der Geräusche, der Mikrotonalität, der Obertonakkorde (bis zum  Wyschnegradsky), deren Markierungen, die Komplexität, die Zeitebenen, die Zeitdauern, die Wahrheitskonstrukte, die jeweilige Neuartigkeit der temporär auftauchenden, sich zeigenden und gleich wieder verschallenden Komplexitäten, Kombinationen, Überraschungen, Übertreibungen, Fragmentierungen und/als die Spurungen des Aufeinanderbezogenseins unterschiedener Elemente in der je temporär musikalischen Erscheinung als solche.

Lesen Sie die Klangfolgen, die Klangwelten. Von Bach, Beethoven, Schönberg (2024, 150ster Geburtstag, P.s. siehe FußnoteY), Cage und darüberhinaus. Von Liszt, Strauss, Charles Ives, Berg bis Stockhausen, Holger Czukay, Jimy Hendrix, Miles Davis, Carla Bley (verstorben am 22. 10. 2023, notierte ihre Musik oft grafisch!), Laurie Anderson, Luigi Nono, Steve Reich, Bernd Alois Zimmermann, Luciano Berio, Wolfgang Rihm, Helmut Lachenmann, La Monte Young, Ryoji Ikeda („Die Töne leben in deinem Ohr, …, bevölkern deinen Körper, …, eine Musik für Körper, bis an die Grenze gedacht, nicht für Subjekte.“ Diedrich Diederichsen, – in: Musikzimmer, Die Ortung der Ohren 8, Ryoji Ikeda, dumb type, John Cage, La Monte Young, Köln 2005, Verlag Kiepenheuer & Witsch, S. 53-56), Björk, Philip Glass, Kaija Saariah (verstorben am 02.06. 2023), Mars Williams (verstorben am 20. Nov. 2023), Jean-Baptiste Barrière, John Zorn, J Dilla (James Dewitt Yancey, auch Jay Dee genannt, 1974 – 2006, auch großer Einfluss insbesondere auf Jazzmusiker), Heiner Goebbels, Christian Muthspiel, Georg Friedrich Haas, Bernhard Lang, Beat Furrer, Elisabeth Schimana, Rebecca Saunders, Olga Neuwirth, Clemens Gadenstätter, Wolfgang Muthspiel, Wolfgang Mitterer, Maria Gstättner (geb. 1977), Peter Jakober (geb. 1977), Julia Holter (geb. 1984), Arca (Alejandra Ghersi Rodriguezgeb. 1989), Mitski Miyawaki (geboren 1990) u. a. und darüber hinaus.  

Fußnote Y, P.s.: 

Inwiefern spricht Schönberg von sich als „Freitöner“ und nicht von „Atonalität “ beziehungsweise Zwölftöner?

 Schönberg lehnt den Kampf-Begriff  „Atonalität“ ab, – er spricht von sich als einem „Freitöner!

Arnold Schönberg bezeichnet sich selbst als “Freitöner”, um seine musikalische Aufgabe zu beschreiben. Dieser Begriff steht im Zusammenhang mit der Entwicklung von der freien Atonalität zur Zwölftontechnik.

In der Phase der freien Atonalität, die Schönberg etwa ab 1907 praktizierte, bricht er mit den traditionellen tonalen Strukturen. Der Gegensatz zwischen Konsonanz und Dissonanz wird aufgehoben. Es entsteht ein Kontinuum von verschiedenen Klangfarben. Der Bezug auf einen Grundton wird aufgegeben. Töne und Klänge stehen in einer neuen nicht wiederholbaren Beziehung zueinander.

Schönberg führt die Zwölftontechnik ein, um die freie Atonalität in eine gebundene Form zu überführen. Bei dieser Technik basiert jede Partitur auf einer zwölfstufigen Reihe, die jeden Ton der temperierten Tonleiter einmal enthält. Die Auswahl und Anordnung dieser Reihe obliegt den KomponistInnen.

Durch die Zwölftontechnik entstanden neue Möglichkeiten der musikalischen Strukturierung und Schönberg beeinflusste damit maßgeblich diverseste Musiker:innen.

Insgesamt revolutionierte Schönberg die Musikwelt mit seiner radikalen Herangehensweise an die Tonalität und schuf damit einen neuen Zugang zur  musikalischen Erfahrung als  musikalischer Komplexitätserscheinung und der Lusteffekte des Hörens

Der menschliche Körper erkennt sich als ein Körper der Lust und als ein Körper des Schmerzes (cf. Freud!,- mehr dazu siehe weiter unten in den Weiten und Längen unseres Postings beziehungsweise unserer Blogs/Weblogs) ]

 Ich zeichne mir diese musikalische Komplexitätserscheinung in meinem „inneren“ Auge auf und erfreue mich. Wehe, wehe, wenn das erhörte „gesehene“ Muster langweilig, weil allzubekannt. Dann verwandelt sich mein Lusteffekt des Hörens, des Genießens eines so noch nicht Gehörten, des Wahrnehmens, des Timings und der Vibrations in Schmerz der Unterforderung, der Langeweile, der Lustlosigkeit, ja der ungeliebten, unerfreulichen Deprimiertheit und ich verlasse die Schallgemeinden der ewig sich gleichenden Phonokraturen der großen Klangpaläste und Soundhütten dieser Welt und ihrer fast zahllosen Adepten.

Kant (Kritik der Urteilskraft) aufrufend sei angemerkt, daß die systematische Wiederholung der Klangempfindung Langeweile hervorruft und sogar zum Tod führen kann, – zum „taedium vitae“ (Lebensekel oder des Lebens überdrüssig), wie Seneca das nennt und was  in der Psychoanalyse den Verlust oder die Verminderung der Lebensfreude bei deprimierenden Ereignissen und einem daraus erwachsenden depressiven Syndrom bedeutet.

M. McLuhan: „Unter dem Primat des Auditiven vergewissert sich der Mensch, Teil eines umfassenden Organismus, …, zu sein. Er sucht Zuflucht  in einem auditiven Netz und nistet sich in eine magisch resonierende Welt simultaner Verbindungen des akustischen und oralen Raums ein.“ (Die Gutenberg Galaxis. Das Ende des Buchzeitalters, 34)  

Das gilt im übrigen für alle sonstigen kulturellen Erscheinungsweisen, – ob Theater, ob Film, ob Politik, ob Wissenschaft, ob Architektur, ob Kunst, ob Literatur. Wir schätzen es ganz und gar nicht, deprimiert zu werden!  Könnten wir doch als Folgewirkung von gehäuft auftretender Deprimiertheit sogar depressiv gemacht werden.

Wer sollte es uns gegenüber verantworten können, stürben wir infolgedessen früher als es unser Zufall wäre

Allgemeine Geräusche der Welt sind mir dann lieb und lieber. Wind, Wasser, Wellen, Tierrufe in der Nacht. Liebesgeräusche der zufälligen Nachbarn auf einer Alm oder Berghütte. Stille.

Kann es Stille geben? („Es gibt keine Stille“. Cage). Sterne. Sonne. Der Freilauf meines Fahrrads.

Musikalische Erfahrung. Zwischen Minimalismus und Gigantomanie (vgl. Martin Vogel, Schönberg und die Folgen, Bd. 2, 1997, – darin u.a.  zur großmogulischen Selbsterhöhung und Maßlosigkeit (!) Schönbergs, z. B. die Amsterdamer Aufführung von 1920 mit 750 Mitwirkenden!)

Politisches Bewußtsein. Des Politischen bewußt werden. Des Raumes gewahr werden. Die Zeit erspüren.

Erkenntnislagen erwachsend aus dem Heterophonen, dem Brüchigen, dem Bruchstückscheinhaften, dem Diskontinuierlichen, dem Widersinnlichen, dem Doppeltgedachten, dem Posttonalen, dem Geräuschhaften, dem Rauschhaften, dem Traumhaften, dem Netzhaften, dem Grammatologischen, dem dekonstruktiv Kritischen.  

Auch des körperlichen Angeschlossenseins an Musik, Literatur, Philosophie, Welt, Politik, Ökonomie, Kunst, Wissenschaft, Kultur. Das All kennenlernen wollen. Die Welt der Musik. Von Lü-Buwe, den Pythagoräern, von Plato über Boethius bis zu Schönberg und Stockhausen und darüber hinaus.

Die Rhetorik des Universums als ewig gültige (!) Partitur?.

Auch und vor allem als A-Partitur. Analog zu denken zu Anarchiv.

Jedes Archiv im Sinne einer Veranlagung von etwas beruht auf dem Anarchivischen, dem nicht Archivierbaren (zum Beispiel der Raumklang in einem Konzertsaal), dem noch nicht Archivierten, ja vielleicht dem noch nicht einmal Objektivierten als Produziertes oder zumindest Produzierbares. Dieses Denken des Anarchivs und des Archivs zeitgleich beruht auf dem Denken Derridas in Bezug auf das, was er „Spur“ nennt.  „Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ (J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82). 

„Die Spur, in der sich das Verhältnis zum Anderen abzeichnet, drückt ihre Möglichkeit im ganzen Bereich des Seienden aus, welches die Metaphysik von der verborgenen Bewegung der Spur her als Anwesend-Seiendes bestimmt hat. Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken. …

Auch ist die Spur, von der wir sprechen, so wenig natürlich (sie ist nicht das Merkmal, das natürliche Zeichen oder das Indiz im Husserlschen Sinne) wie kulturell, so wenig physisch wie psychisch, so wenig biologisch wie geistig. Sie erst ermöglicht das Unmotiviert-werden des Zeichens und damit alle späteren Gegensätze zwischen der physis und ihrem Anderen. …

Die Unmotiviertheit der Spur muß von nun an als eine Tätigkeit und nicht als ein Zustand begriffen werden, als eine aktive Bewegung, als eine Ent-Motivierung und nicht als eine gegebene Struktur.

Als Wissenschaft von der Arbitrarität des Zeichens, Wissenschaft von der Unmotiviertheit der Spur, Wissenschaft von der Schrift ( vor der Rede und in der Rede ) würde die Grammatologie einen sehr umfassenden Bereich bedecken, von dem die Linguistik per abstractionem den ihr zustehenden Raum mit den Grenzen umgeben könnte, welche Saussure ihrem inneren System vorschrieb. Dieser Raum aber müßte für jedes Rede/Schrift-System, in der Welt und in der Geschichte, von neuem überprüft werden.“

Op. cit., Jacques Derrida: Grammatologie, S. 81-88 (engl. Version, p. 46-51; fr. Original, p. 68-74)

„ >>Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.<< Dieser grammatologische Imperativ gilt auch für Bilder: Es gilt, die Spuren vor den existierenden Bildern zu denken – genauer: die Spuren, die denjenigen Bildern, die wir sehen, vorausgehen.  Mit einer Grammatologie der Bilder soll die Aufmerksamkeit auf die Spuren desjenigen gelenkt werden, was vor dem Bild liegt, auf das, was sich (noch) nicht in ikonischer oder piktorialer Gestalt – oder auch als Denkbild – darstellt oder in Erscheinung tritt: das Andere oder auch Unähnliche des Bildes.“

Op. cit., Sigrid Weigel: Grammatologie der Bilder. Berlin 2015 (Suhrkamp Tb Wi), S. 9

„Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ (J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82)

„The trace must be thought before the entity.“ (J. Derrida, op. cit., of Grammatology, p. 47)

„ Il faut penser la trace avant l’étant.“ ( Jacques Derrida, op. cit., DE LA GRAMMATOLOGIE, p. 69 )

Die Spur, in der sich das Verhältnis zum Anderen abzeichnet, drückt ihre Möglichkeit im ganzen Bereich des Seienden aus, welches die Metaphysik von der verborgenen Bewegung der Spur her als Anwesend-Seiendes bestimmt hat. Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken. … Op. cit., Jacques Derrida: Grammatologie, S. 81-88 (engl. Version, p. 46-51; fr. Original, p. 68-74)

Vergleichen Sie unseren Teaser (zum/im Blogspot-Blog) dazu.  

Eine Partitur entsteht aus dem Dazwischensein. Zwischen Archiv, – also einem Archivierten von etwas, was noch nicht archiviert worden ist oder vielleicht auch nie archiviert werden könnte, – und dem Anarchiv, das, was dem Archivierten oder dem Archivierbaren entläuft oder sogar entgegenstünde, ein Nichtarchiviertes, vielleicht ein Nochnichtarchiviertes, das auch ein Dekonstruktivum sein könnte ].  

Die Macht der Musik und die Dekonstruktion der Allmachtsphantasien der Mächtigen und der diversen Komponisten. Musikalische Erfahrung. Weit jenseits von allem Demokratischen.

Die maßlose Selbstermächtigung. Ob Wagner, ob Hauer, ob Ives ( Ives’ letztes, unvollendetes Projekt war die Universe Symphony“, zu der erste Skizzen 1911–1915 entstanden, an der er aber 1927/1928 und bis drei Jahre vor seinem Tod ( gestorben 1954) weiterarbeitete. 

Ives imaginierte eine Besetzung von 4 520 Musikern, die in 5–14 Gruppen aufzuteilen wären, – „Punkte“(!) auf einer Linie, — Thoreau, Natur, Metaphysik, Urgewalt, Universum, „astrale“ Musik, Größenwahn, Allmachtsphantasien, Urväter der Moderne, –   „The Unanswered Question“ – kommt Ihnen das nicht allzubekannt vor (?), – Charles Ives gilt als der „Vater der modernen amerikanischen Musik“ ( der Größenwahn der Moderne!, das Ubw Freuds, – lesen Sie Klaus Theweleit dazu! ), die  „Universe Symphony“  wird erst 1994 uraufgeführt, mit „nur“ 200 Musiker:innen in sieben Gruppen ), ob Mahler, ob Varèse, ob Schönberg, ob Stockhausen, ob Cage, ob Adorno und wie sie sonst noch alle heißen (werden).  

Musikgeschichte schreiben heute. Musikkulturen.

Wie verbinde ich gesellschaftspolitische Relationen mit dem Ausdenken und Ausprobieren von Musik? Wie könnte ich heute Musikgeschichte schreiben? Musikgeschichte in all seinen/ihren Bedeutungen. Grammatologisch gedacht und gezeichnet,-  weit über jede denkbare Form von Partitur hinausgehend! Was und wie kann der Beitrag für unser Bewußtsein und unsere Erfahrungen heute und morgen sein?  

Jede Lektüre   ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden!

Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden.

Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! )   

muß erst eine signifikante Struktur produzieren.

Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte.

Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen!

Ver-stehen auch im Sinne von:   eine kleine oder größere Gruppe von DiskurspartizipantInnen  „steht“(!)  temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“ –  beziehungsweise  Verständnis – Grund!

Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim)

Der Kommentar setzt den Autor als oberstes Prinzip der Diskursordnung  (vg. M. Foucault, Ordnung des Diskurses) und generiert sich seine Autoritäten.

„Wir“(!) vertreten die Aufgabe der disseminalen kritischen Kommunikation als offener Text einer Schrift, entlaufend der Exegese und der Re-präsentation des Kommentars.

Die Aufgabe ist auch so auszudrücken, „die Rede zuerst ebensogut und dann besser zu verstehen als ihr Urheber“ (Schleiermacher, Hermeneutik und Kritik, S. 94).

Als einzig zu akzeptierende Kritik gilt uns die permanent kritische Kritik, d. h. eine permanent dekonstruierende Kritik, deren Gegenstand das Schreibbare des Textes, eines sich permanent multiplizierenden Textes, ist.

„Ein Signifikant ist von Anfang an die Möglichkeit seiner eigenen Wiederholung, seines eigenen Abbildes oder seiner Ähnlichkeit mit sich selbst. Das ist die Bedingung seiner Idealität. Was ihn als Signifikant ausweist und ihm als solchem seine Funktion gibt und ihn auf ein Signifikat bezieht, kann aus denselben Gründen niemals eine ‚einzigartige und besondere Wirklichkeit‘ sein. Von dem Augenblick an, wo das Zeichen in Erscheinung tritt, das heißt seit je, besteht keine Möglichkeit, die reine ‚Wirklichkeit‘, ‚Einzigartigkeit‘, und ‚Besonderheit‘ ausfindig zu machen.“ (Derrida, Grammatologie, S. 165)

Die Autorität des Logos, des Kommentars, die Herrschaft der ursprungsvernagelten Interpretation von Schrift ist seit geraumer Zeit der kritischen Kritik der Dekonstruktion ausgesetzt und somit die Chance der Demokratie im Kommen (Derrida) .

All das verweist auf eine radikale Möglichkeit, die von keiner Einzelwissenschaft und keiner abstrakten Disziplin gedacht werden kann (Derrida, Grammatologie, 168f.).

Die Intertextualität und die ihr zugrundeliegende Multiplizität der Codes ist grundsatzmäßig unbegrenzt und unbegrenzbar. Die erwachsenden Dekonstruktionstextualitäten und deren Konnotationstextur sind von keinem Kontext einschließbar oder gar determinierbar.

Praxis der d i f f é r a n c e ! ! !   

P.s.:

Da ich (wir) nicht immer alles wiederholen kann (können), was meine/unsere Philosophie als Philosophische Praxis der Dekonstruktion  ausmacht, bleibt mir nur immer wieder in gewissen Zeit-/Raum-Rhythmen des Schreibens auf unsere anderen Schriften, Publikationen, Postings hinzuweisen, insbesonders auch auf unseren Blog-Teaser und unseren Blog-Footer (nur lesbar bzw sichtbar/sehbar/erkennbar in der Web-Version unseres Blogs!).

Mit der Aufforderung und der freundlichen  Einladung zu einer Lektüre vor und nach einer Praxisstunde oder auch anstatt einer solchen.

Lektüre ist ein Fest des Verstandes, laut Hegel besser des Geistes.

(Vgl. Sie zumindest und auch unseren Blogpost zu Hegel. Nur, wenn Sie wirklich ehrlich und aufrichtig bemüht sind und das durchstehen möchten, sollten Sie dieses kleine Wagnis eingehen und „schaun“, ob Sie’s auch können).

Unser Verstand ist analog zum Alpinistischen ein Kletterer, eine Kletterin in unwegsamem Gelände von Texttopographien. Welt Text Ge-dicht. Ein Abenteuer des Lesens.

Setzungen, Sprünge, Negationen, Aufhebungen, Diskrepanzen, Differenzen, Ausbuchtungen, Umschlingungen, Mutationen, Expositionen, Zerfaserungen, Wiederholungen, Erwartungsverweigerungen, Surplus, Schönheit der Komplexität, Dekonstruktion, Dekonstruktiva, grammatologische Spurungen, …  

Musik kann (vielleicht sogar, – sollte?) Identitätslogiken und -dislogiken widerstreben, sich ihrer Determinierungen alltäglicher Erfahrungen widersetzen, sie zur Reflexion verführen oder sogar zwingen bis zur Aufhebung oder sogar bis zum Furor wider sie selbst.

Immerhin und zumindest Neuerung, Entwicklung, Entführung gegen ein allzu leicht Musikalisches einer Erfahrung als solche.

John Cage und seine Philosophie der Stille als musikalische Erfahrung eröffnete vielleicht und sogar wahrscheinlich die Grenzen der Definitionen von Ton, von Klang und von Musik überhaupt.

Meiner Ansicht nach bleibt Cage aber auf halbem Weg stehen, wenn er meint, heute müßte Musik nicht mehr strukturiert werden, da „Struktur“ der zuhörenden Person entspränge, quasi von selbst.

Ein „von selbst“ kann es nicht geben, da ja jede Person durch die je eigene und je einzigartige biographische Erfahrung in Sinnlichkeit, Gefühl, Emotion, Bewußtsein, Gedächtnis, Reflexionsfähigkeit und ja, – auch im Ubw (vgl. Freud, Lacan, Theweleit, Roudinesco u. bes. Alenka  Zupančič, Warum Psychoanalyse?) jeden Tag geformt und umgeformt wird, also Erfahrungen macht, sofern Wahrnehmungen einer Bearbeitung in Bezug auf „sich selbst“ und in Bezug auf „Welt“, auf „Schrift“ jeglicher Art und Weise, unterzogen werden kann und werden wird.

John Cage hätte die Chance wahrnehmen können  Jacques Derrida zu lesen. Dessen „Schrift und die Differenz“, seine „Grammatologie“, seine „Randgänge der Philosophie“ (darin besonders „Signatur Ereignis Kontext“). Allesamt auf Deutsch zu Lebzeiten von Cage erschienen. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts bei Suhrkamp und Passagen Verlag Wien. Auf Englisch und Französisch ein paar Jahre früher sogar.

Begriffe wie Syntax, Grammatik (Greimas), Sprache, Laut, Ton, Klang, Stimme (Derrida), Lesen (P. de Man), Verstehen (Blumenberg), Differenz (Derrida), Bewußtsein, Vernunft (Kant, Hegel, Freud, Lacan, Derrida, M. Turnheim), Phänomen, Montage, Satz (Hamacher), Aporie (Derrida), Partitur, Gespräch, Dialog, Metapher (Haverkamp), Text (R. Barthes), Schrift (Derrida), Kommunikation (Luhmann, McLuhan), Kultur, Natur (Dewey), Musik (Adorno, Bloch, Diederichsen, G. Marcus, V. Jankélévitch, Die Musik und das Unaussprechliche), Literatur (Heißenbüttel, Benjamin, Cixous, Blanchot, Bachtin, Barthes, Bataille, Artaud, Genet, Nietzsche, Valery, Derrida, Wollschläger, Gass, Joyce), Erfahrung, Wahrnehmung, Gedächtnis, Sinn, Bedeutung, Zeichen (Saussure), Markierung (Derrida), Code, Logozentrismus (Derrida), Politik, Aufklärung (Derrida), Demokratie (Derrida) hätte Cage dann in komplexerem Licht erblickt.  

Thoreau, Bloch, Heidegger, Nishitani, Suzuki sind da nicht gerade die nächsten Freunde.

Cage hat die Vokabel(!)  „Inkommunikabilität“, soweit ich sehe, nie verwendet. Sein Kampf galt der Kommunikabilität (trotz allem!), ohne das grammatologische „Ereignis“ der Inkommunikabilität zu denken. Er führte seinen Überlebenskampf innerhalb des Archivs ohne Bewußtmachung der Nichtrahmbarkeit des diesem „zugrunde“(!)-spurenden AnArchivs.

Beethovens Musik beispielsweise lieferte einen Rahmen für die erfahrene Vergangenheit (oder was man/frau jeweils für eine solche hält!), für ästhetische Wiederholung, subjektive Eindrücke, gebildetes Vorstellungsvermögen und ihre Assoziationen und deren außermusikalische Bedeutungsebenen.

Ob die letzten Jahrzehnte an Forschung uns näher an Beethoven im Sinne Nietzsches heranbringen konnten, sei dahingestellt.

Eines ist auch klar, neue zukünftige Hörergenerationen sollten zwischen dem historischen Beethoven und der überlieferten(!) Rezeption zu unterscheiden lernen. Und das bedeutet: lesen lesen lesen!

Die verschiedenen Lesarten sind der Musik selbst(!) inhärent geworden(!).

InterpretInnen und KomponistInnen mögen sich erlesen(!) und gleichzeitig nicht hinter wissenschaftlicher und philosophischer Literatur verstecken.

Jede(r) möge selber deuten, sich inspirieren und leidenschaftlich faszinieren und fasziniert sein.

Lesen Sie bitte dazu und darüberhinaus:

 a)  Für die Vögel John Cage im Gespräch mit Daniel Charles. Merve Verlag, Berlin, 1984 (Original Französisch, Paris 1976).

 b)  Daniel Charles:  Zeitspielräume Performance Musik Ästhetik. Merve Verlag, Berlin, 1989.

c)  Ivanceanu/Schweikhardt:  KKK   Kunst. Klang. Krieg   XMedia von Vintila Ivanceanu und Josef Schweikhardt, Passagen Verlag, Wien 2008.

d) Fuhrmann/Mahnkopf (Hg.): Perspektiven der Musikphilosophie. Suhrkamp Verlag, Berlin 2021.

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PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA

[[ In Klammern:

Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!

Klammern zu ]]

DR. GERHARD KAUČIĆ / DJAY PHILPRAX (JG. 1959) LEITER EINER PHILOSOPHISCHEN PRAXIS SEIT 1989

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer

Gerhard Kaučić,

b. 1959, Philosopher, Writer, 66, 2025

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Titel von Gerhard Anna Cončić-Kaučić bei Passagen

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON II
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON III
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON I
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt.
Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden.
„Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON IV
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt.
Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON V
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

In English:

CORONA WHEELING CROWNING

The leap. Leaving the book. The production, the emancipation, the liberation of writing.

……………………. Semeion Aoristicon oder zur Autobiographie Sem Schauns …………………..

……. THE SENTENCE ………. the jump ……… the set ……. the leap o f ….

I ask if Sem VI is not my / our blog composition !?!

I ask (me / us) if Sem VII is not my / our blog.

I ask if my/our blog will not be Sem VI and Sem VII?

And shall be!

Or must be?

Already is, will be or even must be and will have to be !?!

The set. The leaving of the book.

The production, the emancipation, the liberation of the writing.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns

Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

…around the clock …around the world…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

To contact us, please use only these emails:

Homepage: 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html?m=1

Philosophical Practices / Politics / Disseminations Philosophische Praxis PP (Dt./Engl.)

(German / English)

If you are interested in a GPP (Grammatological Philosophical Practice) with me/us, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at

Vienna

Grammatological Philosophical Practice (GPP) Vienna weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Wien Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Grammatological Philosophical Practice (GPP) Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

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mit Gerhard Kaučić (Dr. phil.) und Anna Lydia Huber (MSc), (Jg. ’59, 2026, Alter 67) Gespräch, Diskurs, Dekonstruktion

Dies hier ermöglicht vielleicht eine erleichterte Einführung, eine Art Hereinführung, eine Inductio in unsere Denk- und Arbeitswelt des philosophischen Denkens der Dekonstruktion (nach Derrida).

Mit herzlichen Grüßen an unsere GästInnen.

Bleiben Sie uns weiterhin gewogen, –

Ihre

Wien

In English: 

with Gerhard Kaučić (Dr. phil.) and Anna Lydia Huber (MSc), (born ’59, 2026, age 67) Conversation, discourse, deconstruction

This may provide a facilitated introduction, a kind of induction, an induction into our thinking and working world of the philosophical thinking of deconstruction (according to Derrida).

With best regards to our guests.

Please continue to stay with us, –

Yours

Vienna 

Grammatological Philosophical Practice (GPP) weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

around the clock …around the world

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Cf. list of publications at:  https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de

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Projekte / Projects (1989 – 2026 ff.) 37 Jahre Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Wien GK & ALH 

Künstliche Intelligenz 09.07.2025 Url/Link: 

Künstliche Intelligenz,- eine Ergänzung 25.09.2025 Url/Link: