Weiterführende Literatur als Gesprächsgrundlage dieses Experimentseiner Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) zweier voneinander unabhängiger Gruppen in 2 unterschiedlichen Sprachen:
Hannah Arendt: Die Freiheit, frei zu sein, Vita activa, Über die Revolution.
Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft (transzendentale Freiheit) und Kritik der praktischen Vernunft (moralische Freiheit) plus Grundlegung zur Metaphysik der Sitten ( Verbindung von Freiheit, Autonomie und dem kategorischen Imperativ).
Jacques Derrida: Schurken. Zwei Essays über die Vernunft, Von der Gastfreundschaft.
Das Konzept der Freiheit und seine Freiheiten. Über das Konzept und die Verständlichkeit von Freiheit bei Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber ?
Grundgedanke: Freiheit existiert nur in realen Bedingungen
Kaučić und Huber verstehen Freiheit nicht als abstrakte metaphysische Eigenschaft.
Freiheit wird erst bedeutsam, wenn man sie in den tatsächlichen politischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen betrachtet.
Freiheit ist nie absolut.
Sie ist immer situiert und begrenzt.
Sie muss sich in der Realität bewähren.
Demokratische, transparente und rechtsstaatliche Strukturen sind die Voraussetzung dafür, dass Freiheit überhaupt entstehen kann.
An experiment!
At least an attempt at a protocol of an experiment, recorded by Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber:
(partial translation into German or vice versa into English by GK & ALH)
Two groups, one topic.
One from Munich in German and one from Bratislava in English.
The basis for discussion and analysis is Gerhard Kaučić’s and Anna Lydia Huber’s text
Further reading as a basis for discussion of this experiment in Grammatological Philosophical Practice (GPP) by two independent groups in two different languages:
Hannah Arendt: The Freedom to Be Free, The Human Condition (Vita Activa), On Revolution.
Immanuel Kant: Critique of Pure Reason (transcendental freedom) and Critique of Practical Reason (moral freedom) plus Groundwork of the Metaphysics of Morals (connection between freedom, autonomy, and the categorical imperative).
Jacques Derrida: Rogues: Two Essays on Reason, Of Hospitality.
The concept of freedom and its liberties. On the concept and comprehensibility of freedom by Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber ?
A concise way to think about Gerhard Kaučić’s and Anna Lydia Huber’s idea of freedom is this:
they treat freedom not as an abstract metaphysical property (“free will”) but as something that only becomes meaningful within real political, economic, and constitutional conditions.
Freedom is never absolute—it is always situated, always constrained, and always something that must prove itself in lived reality.
Below you will find a clear, structured explanation of Kaučić and Huber’s position based on the text we mentioned.
1. Core Idea: Freedom Exists Only in Real Conditions
Kaučić and Huber argue that traditional philosophical debates about “free will” fail because they ignore the concrete conditions in which human beings actually live.
Freedom is not a metaphysical essence.
It is something that must be understood within political, economic, and social frameworks.
What we call “free will” is always shaped by these frameworks.
They emphasize that constitutional, transparent, democratic structures are what make freedom even partially possible.
2. Freedom as a Space of Action
According to them, individuals experience freedom as a subjective scope of action:
This scope is limited by economic circumstances.
It is also limited by our own “subjectively diverse reasonableness”—our biases, fears, and internal obstacles.
Real freedom requires constant effort to overcome these internal and external barriers.
Freedom is therefore not a state but a practice.
3. Kant and the Demand for Objective Reality
They invoke Kant to argue that freedom must prove itself in objective reality:
Freedom is not meaningful unless it can be enacted.
Weiterführende Literatur als Gesprächsgrundlage dieses Experimentseiner Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) zweier voneinander unabhängiger Gruppen in 2 unterschiedlichen Sprachen:
Hannah Arendt: Die Freiheit, frei zu sein, Vita activa, Über die Revolution.
Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft (transzendentale Freiheit) und Kritik der praktischen Vernunft (moralische Freiheit) plus Grundlegung zur Metaphysik der Sitten ( Verbindung von Freiheit, Autonomie und dem kategorischen Imperativ).
Jacques Derrida: Schurken. Zwei Essays über die Vernunft, Von der Gastfreundschaft.
Das Konzept der Freiheit und seine Freiheiten. Über das Konzept und die Verständlichkeit von Freiheit bei Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber ?
1. Grundgedanke: Freiheit existiert nur in realen Bedingungen
Kaučić und Huber verstehen Freiheit nicht als abstrakte metaphysische Eigenschaft.
Freiheit wird erst bedeutsam, wenn man sie in den tatsächlichen politischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen betrachtet.
Freiheit ist nie absolut.
Sie ist immer situiert und begrenzt.
Sie muss sich in der Realität bewähren.
Demokratische, transparente und rechtsstaatliche Strukturen sind die Voraussetzung dafür, dass Freiheit überhaupt entstehen kann.
2. Freiheit als Handlungsspielraum
Für Individuen zeigt sich Freiheit als subjektiver Handlungsspielraum:
Er wird durch ökonomische Bedingungen eingeschränkt.
Er wird durch unsere eigenen inneren Grenzen beeinflusst (Ängste, Vorurteile, Gewohnheiten).
Freiheit ist daher kein Zustand, sondern ein ständiger Prozess des Überwindens.
Freiheit ist etwas, das man praktiziert, nicht etwas, das man einfach besitzt.
3. Kant: Freiheit muss sich in der Wirklichkeit zeigen
Kaučić und Huber greifen Kant auf, um zu betonen:
Freiheit ist nur lebbar/sinnvoll, wenn sie wirklich ausgeübt werden kann.
Denken selbst setzt Freiheit voraus.
Freiheit ist sowohl Voraussetzung als auch Aufgabe.
Damit wird Freiheit zu einem Prüfstein: Sie muss sich im Handeln bewähren.
4. Demokratie als Bedingung freier Philosophie
Mit Bezug auf Derridas Idee einer „Demokratie im Kommen“ argumentieren sie:
Freies Denken braucht eine offene, sich entwickelnde Demokratie.
Freiheit ist immer auch kollektiv.
Kunst, Wissenschaft, Qualitäts-Journalismus und Philosophie können nur in einem demokratischen Raum wirklich frei sein.
Freiheit ist also nicht nur individuell, sondern ein gesellschaftliches Projekt.
5. Philosophische Praxis als Weg zur Freiheit
In ihrer Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) betonen Kaučić und Huber:
Philosophie hilft Angst zu überwinden.
Sie dient dazu, Machtstrukturen sichtbar zu machen und zu dekonstruieren.
Sie schafft Kommunikationsräume, in denen Freiheit wachsen kann. Eine kommunikative Anstrengung, um sich der Herrschaft zu widersetzen und Räume für Freiheit und Emanzipation zu öffnen.
Philosophieren ist für sie ein Werkzeug der Befreiung, der Emanzipation.
6. Warum sie von „Freiheiten“ sprechen
Der Plural — Freiheiten — zeigt:
Freiheit besteht aus vielen Dimensionen.
Politische, ökonomische, kommunikative, künstlerische und persönliche Freiheiten überlagern sich.
Diese Freiheiten können einander stärken oder behindern.
Freiheit ist also ein Geflecht, kein monolithischer Begriff.
7. Die Verständlichkeit von Freiheit
Freiheit wird verständlich, wenn man sie:
in reale Bedingungen einbettet,
als dynamischen Prozess begreift,
als etwas versteht, das ständig verteidigt und gestaltet werden muss.
Freiheit ist kein mystisches Enigma. Und auch kein Geschenk. Freiheit ist kein metaphysisches Rätsel, sondern ein praktisches, gelebtes und politisches Phänomen als Begehren.
Der ewige Traum von freier und freizügiger Bewegung im Raum.
Des weiteren stellten wir alle uns dem Versuch einer Vergleichsanalyse in unserer GPP:
1) Wir wollen die 2 Gruppen von je drei Leuten a) auf Deutsch aus einem Uni-Seminar in München und eines b) auf Englisch in Bratislava die Kaučić – Hubersche Position mit Immanuel Kant, Hannah Arendt und Jacques Derrida vergleichen lassen
2) das Ganze in Fragen für ein Seminar verwandeln
und
3) eine kritische Analyse der Argumentation zu formulieren versuchen.
1. Immanuel Kant
Bezug zu Kaučić & Huber:
Kant versteht Freiheit als Bedingung der Moral, als Fähigkeit, nach selbstgegebenen Vernunftgesetzen zu handeln.
Kaučić & Huber stimmen zu, dass Freiheit sich in der Realität bewähren muss, verschieben den Fokus aber auf politische, soziale und ökonomische Bedingungen und auf den Fokus des psychoanalytisch gedachten sogenannten Begehrens.
Bei Kant ist Freiheit vor allem innerlich (Autonomie).
Bei Kaučić & Huber ist Freiheit diagnostiziert als Begehren, aber auch situiert und abhängig von demokratischen Strukturen.
Zentraler Unterschied:
Kant gründet Freiheit in der Vernunft, Kaučić & Huber in politischer Praxis, Begehrenskultur und gesellschaftlichen Bedingungen.
2. Hannah Arendt
Bezug zu Kaučić & Huber:
Arendt definiert Freiheit als Handeln im öffentlichen Raum, als Fähigkeit, Neues zu beginnen.
Kaučić & Huber teilen diese Betonung der politischen Freiheit, erweitern sie aber um ökonomische Einschränkungen, subjektive Ängste und die Psychostruktur des Begehrens.
Arendt betont Pluralität und Handlung, Kaučić & Huber sprechen von pluralen Freiheiten in Strukturen.
Zentraler Unterschied:
Arendt betont das politische Handeln, Kaučić & Huber die strukturellen (polit-ökonomisch und subjektorientiert singulär) und die singulären Voraussetzungen dafür.
3. Jacques Derrida
Bezug zu Kaučić & Huber:
Derridas „Demokratie im Kommen“ ist ein offenes, unvollendetes Projekt.
[[ kleiner Einschub dazu / zum besseren Verständnis von Derrida und Demokratiephilosophie:
Müssen wir, können wir, dürfen wir an die Idee der Demokratie Zweifel setzen ?!?
Und an der Demokratiefähigkeit !?!
An der Demokratiemöglichkeit ?! Der Demokratizität !?
Am Demokratischen?!
An der Frage der kommenden Demokratie !?
Warum bezeichnet Jacques Derrida die Demokratie als kommende, – Demokratie !?
Zitat:
Jacques Derrida: „Aufgrund des Geheimnisses möchte ich die Frage der Demokratie abermals aufnehmen, da es ein Konzept der Politik und der Demokratie als Offenheit gibt – wir sind alle gleich und der öffentliche Bereich steht uns allen offen -, was dazu tendiert, das Geheimnis zu negieren, auszustreichen oder zu verbieten;
in jedem Fall tendiert es dazu, das Recht aufs Geheimnis auf den privaten Bereich zu beschränken und damit eine Kultur der Privatsphäre zu etablieren. (Ich denke, das ist die vorherrschende und hegemoniale Tendenz in der Geschichte der Politik des Westens.) …
ich habe versucht, gegen eine derartige Interpretation der Demokratie eine Erfahrung des Geheimnisses und der Singularität zu denken, der gegenüber der öffentliche Bereich keine Rechte und keine Macht in Anschlag bringen kann.“
( Jacques Derrida: Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 179. )
Wir bekräftigen:
Jacques Derrida bezeichnet die kommende Demokratie als eben solche aufgrund des Geheimnisses (!) als Erfahrung des Singulären (!), aus der das Politische nur erwachsen kann, – und zwar erwachsen in seiner Offenheit. Offen ist kommend.
Die Erfahrung ist das, was das Subjekt über ein bisher Erfahrbares hinausführt, – quasi entgegen allen und als Überraschung aller Erwartungen, Hoffnungen, Begehrlichkeiten. Das was den Horizont der Wahrnehmung zu übersteigen vermag.
Das Geheimnis haftet an einer solchen „Übersteigung“ von etwas. Das Geheimnis könnte das unmöglich Scheinende, ja das Unmögliche sein, – das Politische werden, als die Erfahrung eines Unmöglichen.
Das Unmögliche ist das Singuläre!
(vgl. Derrida, Politik der Freundschaft, S. 55 und Die unbedingte Universität, S. 73)
Das Politische erwächst aus der Erfahrung des Singulären aufgrund des Geheimnisses, das die Erfahrung des Singulären zur Voraussetzung hat oder besser noch, diesem anhaftet, als Präsenz der Absenz bleibend. Eben die kommende Demokratie, die immer erst ankommende Demokratie.
Dies ist der Initialeffekt des Denkens der Singularität und also des Geheimnisses dafür, warum zum Beispiel in der Literatur alles gesagt werden kann und weswegen Literatur mit Demokratie verantwortlich (!) zusammenzudenken ist.
Warum bezeichnet Derrida die Demokratie als „kommend“?
Derridas Ausdruck „die kommende Demokratie“ (la démocratie à venir) ist von zentraler Bedeutung.
Er signalisiert, dass Demokratie niemals vollständig erreicht, niemals vollständig präsent ist. Sie befindet sich immer im Werden, wird immer aufgeschoben, wird immer von ihrer eigenen Unmöglichkeit heimgesucht.
Dieses „Kommen“ ist keine zeitliche Verzögerung, sondern ein strukturelles Merkmal: Demokratie ist der Name für ein Versprechen, das niemals erfüllt werden kann, sondern endlos bekräftigt werden muss.
Diese Idee wurzelt in Derridas Dekonstruktion von Präsenz und Identität. Demokratie ist für ihn kein festes Regime, sondern ein Aufruf, eine Forderung, ein Versprechen, das uns in Bewegung hält, zum Hinterfragen anregt und unsere politischen Vorstellungen verändert.
„Und das Geheimnis ist nichts, was ich in mir verberge; es ist nicht Ich. Das Geheimnis ist nicht das Geheimnis der Vorstellung, die man im eigenen Kopf einschließt und von der man beschließt, sie niemandem zu sagen, es ist eher ein Geheimnis, das der Erfahrung desSingulären koexistent ist. Das Geheimnis kann nicht auf den öffentlichen Bereich reduziert werden – trotzdem nenne ich es nicht privat -, es kann auch nicht auf die Veröffentlichung oder das Politische reduziert werden, zur selben Zeit liegt dieses Geheimnis dem zugrunde, von dem aus der öffentliche Bereich und der Bereich des Politischen zu sein, und offen zu sein, vermag.“
( Jacques Derrida: ebda., Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 178f. )
In der platonischen Ideenlehre ist die Idee des Guten das oberste Prinzip. Ein nicht einfach zu erfassendes Prinzip! Umgelegt auf die heutige Politik möchte ich (GK&ALH) dieses „Prinzip“(!) anwenden auf die modernen Menschenrechtsformulierungen, nach denen sich heutige Politik und PolitikerInnen zu richten hätten, – also auf das, was gut und richtig ist für alle Menschen auf diesem Globus, das sogenannte „planetarische Prinzip“ (vgl. Gayatri Chakravorty Spivak) den „Anderen“ zu denken, im Zeichen der Alterität zu denken, – …
[ „Die Spur, in der sich das Verhältnis zum Anderen abzeichnet, …“ „Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ (J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82)
„The trace must be thought before the entity.“ (J. Derrida, op. cit., of Grammatology, p. 47)
„ Il faut penser la trace avant l’étant.“ ( Jacques Derrida, op. cit., DE LA GRAMMATOLOGIE, p. 69 ) ]
… – ja vom Imperativ(!), das Subjekt als planetarisch zu denken, – auch und besonders auf die großen Herausforderungen der Politik im 21. Jahrhundert gerichtet gedacht.
( cf. Gayatri Chakravorty Spivak: Imperative zur Neuerfindung des Planeten – Imperatives to Re-Imagine the Planet (hg. v. Willi Goetschel engl./dt.). Wien 2013, 2. Aufl., Passagen Verlag, S. 49vv.ff. und Charles Taylor: Multiculturalism and the „Politics of Recognition“. Princeton 1994, p. 28 )
Eine Demokratie im Werden (sagten wir oben und nicht nur auf nationalstaatlichem Boden, vgl. Kant, Zum ewigen Frieden) in den überstaatlichen Beziehungen, Rechtsverhältnissen und Institutionen, – eine Demokratie, die als kommende noch kaum bis gar nicht begonnen haben dürfte. Das ist das Thema von Liebe und Haß, Frieden und Krieg, Gemeinsames und Einsames, ein Thema der Möglichkeit, Wahrscheinlichkeit und Unmöglichkeit.
Derridas Denken lädt uns dazu ein, Demokratie nicht als ein zu verteidigendes System zu betrachten, sondern als eine Frage, die gelebt werden muss. Es fordert uns auf, wachsam gegenüber dem Dogmatismus jeder politischen Ordnung zu sein, auch der demokratischen.
Es erinnert uns daran, dass die demokratischste Geste darin besteht, die Frage der Demokratie offen zu halten – der Versuchung zu widerstehen, sie abzuschließen, sie ein für alle Mal zu definieren.
Die Demokratie als philosophischer Begriff, die immerwährend im Kommen bleibt (vgl. Teaser in unserem Blogspot-Blog 2014 ff.). ]]
Kaučić & Huber übernehmen diese Idee: Freiheit ist nie abgeschlossen.
Beide betonen Dekonstruktion von Macht und die Notwendigkeit transparenter demokratischer Prozesse.
Derrida fokussiert Unbestimmtheit, Kaučić & Huber praktische grammatologisch-philosophische Arbeit.
Zentraler Unterschied:
Derridas Freiheit ist aporetisch und konzeptuell, Kaučić & Huber bestehen auf praktischer, institutioneller und persönlicher Freiheit.
In English:
Furthermore, we all attempted a comparative analysis in our GPP:
We want the two groups of three people each a) in German from a university seminar in Munich and b) in English in Bratislava to compare the position of Kaučić & Huber with Immanuel Kant, Hannah Arendt, and Jacques Derrida.
I. COMPARISON WITH KANT, ARENDT, AND DERRIDA
1. Immanuel Kant
Relation to Kaučić & Huber:
Kant sees freedom as the condition of morality: the ability to act according to self-given rational laws.
Kaučić & Huber agree that freedom must prove itself in reality, but they shift the focus from moral autonomy to political, social, and economic conditions and on the focus of psychoanalytically conceived so-called desire.
For Kant, freedom is primarily internal (autonomy).
For Kaučić & Huber, freedom is diagnosed as desire, but also situated and dependent on democratic structures.
Key difference:
Kant bases freedom on reason, Kaučić & Huber on political practice, the culture of desire, and social conditions.
2. Hannah Arendt
Relation to Kaučić & Huber:
Arendt defines freedom as action in the public sphere, the ability to begin something new.
Kaučić & Huber share this emphasis on political freedom, but extend it to include economic constraints, subjective fears, and the psychological structure of desire.
Arendt sees freedom as plurality and action. Kaučić & Huber see it as plural freedoms embedded in structures.
Key difference:
Arendt emphasizes political action, while Kaučić & Huber emphasize structural conditions that make action possible.
3. Jacques Derrida
Relation to Kaučić & Huber:
Derrida’s “democracy to come” is an open, unfinished project.
[[ A brief aside for a better understanding of Derrida and democratic philosophy:
Must we, can we, are we allowed to question the idea of democracy?
And the capacity for democracy? The possibility of democracy? Democracy itself?
The democratic? The question of the coming democracy?
Why does Jacques Derrida refer to democracy as coming, – democracy!?
Citation:
Jacques Derrida: „Because of secrecy, I would like to revisit the question of democracy, since there is a concept of politics and democracy as openness—we are all equal and the public sphere is open to all of us—which tends to negate, erase, or prohibit secrecy;
in any case, it tends to restrict the right to secrecy to the private sphere and thus establish a culture of privacy. (I think this is the dominant and hegemonic tendency in the history of Western politics.) …
I have tried to counter such an interpretation of democracy with an experience of secrecy and singularity, against which the public sphere can assert no rights and no power.“
(Jacques Derrida: Remarks on Deconstruction and Pragmatism, in: Ch. Mouffe (ed.): Deconstruction and Pragmatism. Democracy, Truth, and Reason. Vienna 1999 (Passagen Verlag), p. 179., german ed.)
A brief digression on our part:
1. Must we, can we, are we allowed to question democracy?
Derrida’s answer is a resounding yes—not only are we allowed, but we must. For Derrida, democracy is not a stable, self-evident system, but a site of constant contestation. To treat democracy as a finished project is to betray its very spirit. Questioning democracy is not anti-democratic; it is the condition of democracy’s survival and evolution.
2. The capacity for democracy? The possibility of democracy? Democracy itself? The democratic?
Derrida distinguishes between democracy (as a historical, institutional reality) and the democratic (as an infinite promise, an ideal that can never be fully realized).
The “capacity for democracy” refers to the conditions that make democracy possible—conditions that are always fragile, contested, and in need of renewal.
The “possibility of democracy” is the open-ended, future-oriented dimension of democracy: it is always to come (à venir), never fully present.
3. Why does Derrida refer to democracy as “coming”?
Derrida’s phrase “democracy to come” (la démocratie à venir) is central.
It signals that democracy is never fully achieved, never fully present. It is always in the process of becoming, always deferred, always haunted by its own impossibility.
This “coming” is not a temporal delay, but a structural feature: democracy is the name for a promise that can never be fulfilled, but must be endlessly reaffirmed.
This idea is rooted in Derrida’s deconstruction of presence and identity. Democracy, for him, is not a fixed regime, but a call, a demand, a promise that keeps us moving, questioning, and transforming our political imaginaries.
4. Secrecy and the Public Sphere
In the passage above, Derrida challenges the dominant Western conception of democracy as transparency, openness, and the eradication of secrecy.
He argues that this vision is not only impossible (since secrecy is inherent to human experience), but also dangerous—it risks becoming a new form of totalitarianism, where everything must be exposed, controlled, and made public.
Derrida insists on the right to secrecy as a condition of democracy. Secrecy is not just a private matter; it is the space where singularity, difference, and the unassimilable can resist the homogenizing forces of the public sphere.
For Derrida, a democracy that cannot tolerate secrecy is a democracy that cannot tolerate the other, the unknown, the unpredictable—it is a democracy that has forgotten its own promise.
5. The Question of the Coming Democracy
The “coming democracy” is not a future democracy, but democracy as the experience of the question itself.
It is the recognition that democracy is always in crisis, always incomplete, always to be reinvented. This is not a weakness, but its strength: democracy’s openness to its own impossibility is what keeps it alive.
Why does this matter?
Derrida’s thought invites us to see democracy not as a system to be defended, but as a question to be lived.
It calls us to be vigilant against the dogmatism of any political order, including democratic ones. It reminds us that the most democratic gesture is to keep the question of democracy open—to resist the temptation to close it off, to define it once and for all.
To reflect further:
How does Derrida’s vision of democracy as “to come” challenge or resonate with your own understanding of political life?
Do you see spaces in contemporary politics where the tension between openness and secrecy, between the public and the singular (in german: das Singuläre), is particularly acute? ]]
Kaučić & Huber adopt this idea: freedom is never complete, always in development.
Both stress deconstruction of power and the need for transparent democratic processes.
Derrida focuses on indeterminacy; Kaučić & Huber focus on practical philosophical work.
Key difference:
Derrida’s freedom is aporetic and conceptual, while Kaučić & Huber insist on practical, lived, institutional freedom.
II. SEMINAR QUESTIONS
English:
How do Kaučić & Huber redefine freedom compared to classical metaphysical accounts?
In what ways does Kant’s concept of autonomy differ from their situated understanding of freedom?
Can freedom exist without democratic structures, according to the authors?
How does Arendt’s idea of political action illuminate or challenge their view?
What does Derrida’s “democracy to come” add to the discussion of freedom?
Are “freedoms” (plural) more useful than “freedom” (singular)?
How do economic constraints shape or limit freedom in contemporary societies?
Is philosophical practice itself a form of political action?
Deutsch:
Wie definieren Kaučić & HuberFreiheitneu im Vergleich zu klassischen metaphysischen Ansätzen?
Worin unterscheidet sich Kants Autonomiebegriff von ihrem situierten Freiheitsverständnis?
Kann Freiheit ohne demokratische Strukturen existieren?
Wie erhellt oder hinterfragt Arendts Begriff des politischen Handelns ihre Position?
Was trägt Derridas „Demokratie im Kommen“ zur Freiheitsdebatte bei?
Sind „Freiheiten“ (Plural) hilfreicher als „Freiheit“ (Singular)?
Wie formen ökonomische Bedingungen die Freiheit in heutigen Gesellschaften?
Ist philosophische Praxis selbst eine Form politischen Handelns?
III. CRITICAL ANALYSIS
English:
Strengths
Concrete grounding: They avoid abstract metaphysics and focus on real political and economic conditions.
We, Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber, do not share all of the views or the “results” of the two seminar groups recorded here. We merely moderated, translated where necessary, took the minutes of the meeting, and were responsible for the final editing!
Under our strict guidance through the (to put it mildly!) challenging texts and trains of thought (the long and laborious preparation time should also be mentioned here!), we achieved an intellectually high-quality team structure in both groups with many very interesting, even exciting questions and attempts at answers, which improved greatly in their sharpness of thought from hour to hour and subsequently led to very similar work results, so that Anna and I would like to speak of a more precisely defined and determinable approximation of truth.
I think I can say that we all worked very hard and were very satisfied with the results (especially with the various complex reading and discussion processes).
It was a wonderful example of intelligent and respectful collaboration. Warm regards to you all, and we hope to see you again in the not too distant future.
Thank you, and a special thank you to Anna Lydia!
Vienna, Austria, Europe, January 29, 2026
Deutsch:
Stärken
Konkrete Verankerung: Sie vermeiden abstrakte Metaphysik und fokussieren reale politische und ökonomische Bedingungen.
Pluralistischer Ansatz: Die Anerkennung mehrerer Freiheiten entspricht der gesellschaftlichen Komplexität.
Praxisorientierung: Philosophie wird zum Werkzeug der Befreiung.
Demokratiebezug: Sie betonen die Verletzlichkeit und Notwendigkeit demokratischer Strukturen.
Schwächen / Kritikpunkte (?)
Unterschätzung innerer Autonomie: Durch den Fokus auf Strukturen wird die kantische moralische Selbstbestimmung abgeschwächt.
Begriffliche Unschärfe: „Freiheiten“ kann theoretisch ausfransen. (tatsächlich? wirklich?! ernsthaft?)
Demokratieabhängigkeit: Ihr Modell erklärt Freiheit (!) in nicht-demokratischen (!?) Kontexten nur schwer (!)?).
Fehlende (?! fehlend oder unerwünscht ?!) existenzialistische Perspektive: Sartre oder Kierkegaard fehlen, obwohl sie relevant wären.
Gesamturteil
Ein starkes politisch-philosophisches Freiheitskonzept, aber weniger geeignet für metaphysische oder existenzialistische Fragestellungen.
Wir, Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber, teilen nicht in jedem Punkt die Anschauungen bzw die hier protokollierten „Ergebnisse“ der beiden Seminargruppen. Wir haben bloß moderiert, fallweise übersetzt, das Meeting – Protokoll geführt und hatten die Endredaktion übernommen!
Unter unserer strengen Führung durch die (harmlos formuliert!) nicht einfachen Texte und Gedankengänge (auch die lange und aufwendige Vorbereitungszeit soll hier Erwähnung finden!) erzielten wir ein intellektuell hochwertiges Teamgefüge in beiden Gruppen mit vielen sehr interessanten, ja spannenden Fragen und Antwortversuchen, die sich von Stunde zu Stunde in ihrer Gedankenschärfe stark verbesserten und in der Folge in einander sehr ähnelnden Arbeits-Ergebnissen mündeten, sodaß wir, Anna und ich, von einer näher bestimmten und bestimmbaren Wahrheitsannäherung sprechen möchten.
Ich glaube, ich kann sagen, dass wir alle sehr hart gearbeitet haben und mit den Ergebnissen (besonders mit den divers aufwendigen Lese- und Gesprächsprozessen) sehr zufrieden waren. Es war ein wunderbares Beispiel für intelligente und respektvolle Zusammenarbeit.
Herzliche Grüße an Sie alle, und wir hoffen, Sie in nicht allzu ferner Zukunft wiederzusehen.
Ich danke Ihnen und besonders gern auch Anna Lydia!
Wien, Österreich, Europa, 29.01.2026
Gerhard Kaučić (geb. 1959) ist ein österreichischer Philosoph, Schriftsteller und Begründer der „Grammatologischen PhilosophischenPraxis“ (GPP) in Wien (seit 1989).
Sein Werk ist geprägt von Dekonstruktion, sprachanalytischer Philosophie und praktischer Philosophie.
Kaucic studierte vergleichende Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Philosophie und Linguistik in Salzburg und Paris.
Er arbeitet an der Schnittstelle von Philosophie, Psychoanalyse, Queer-Theorie und Feminismus.
Seine Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) versteht er als Intervention in gesellschaftliche Diskurse, etwa zu Themen wie Demokratietheorie, Tierphilosophie, Gewalt, Identität und Sprache.
Gerhard Kaučić publiziert auch unter dem gemeinsamen Pseudonym „Gerhard Anna Cončić-Kaučić“ mit Anna Lydia Huber. Seine Schriften befassen sich mit der Inkommunikabilität, dem Ende des Kommunizierbaren und der Dekonstruktion großer Begriffe wie Freiheit, Menschenrechte und Demokratie.
Anna Lydia Huber (geb. 1959) ist eine österreichische Schriftstellerin und Philosophin der Wiener Postmoderne.
Sie arbeitet eng mit Gerhard Kaučić zusammen, publiziert gemeinsam mit ihm und teilt seine philosophischen und literarischen Interessen. Huber ist Mitbegründerin der „Grammatologischen PhilosophischenPraxis“ (GPP) und Mitautorin der Zeitschrift „Die Grüne F Abyss“.
Ihr Werk ist geprägt von postmoderner Literatur, Dekonstruktion und der Auseinandersetzung mit Sprache, Schrift und gesellschaftlichen Machtstrukturen.
Zusammen mit Kaučić entwickelt sie eine Philosophie, die sich als „Erbarmen der Philosophie“ versteht und sich gegen Onto-Theo-Logozentrismen wendet.
Huber und Kaučić leben und arbeiten in Wien und sind bekannt für ihre interdisziplinäre und politisch engagierte Herangehensweise.
Beide stehen für eine Philosophie, die sich als lebendige Praxis versteht und sich in gesellschaftliche Debatten einmischt – sei es durch Schriften, Vorträge oder künstlerische Interventionen. Ihr gemeinsames Projekt verbindet literarische, philosophische und politische Dimensionen und sucht nach neuen Formen des Denkens jenseits traditioneller Kategorien.
Zentrale Werke und Themen
Gerhard Kaučić ist bekannt für seine Arbeit in der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP), die er gemeinsam mit Anna Lydia Huber betreibt. Seine Texte und Gespräche kreisen um folgende Schwerpunkte:
Dekonstruktion und Subjektivierung: Kaučić arbeitet mit dekonstruktiven Methoden, die stark von Jacques Derrida beeinflusst sind. Er hinterfragt feste Identitäten und gesellschaftliche Konstruktionen.
Politische Philosophie: Er analysiert Machtverhältnisse, Demokratie, Krieg und Widerstand aus philosophischer Perspektive.
Philosophische Lebensberatung: In seiner Praxis bietet er Gespräche an, die sich mit existenziellen Fragen, Lebenskrisen und Sinnsuche beschäftigen.
Veröffentlichungen und Texte
Kaučić publiziert (oft gemeinsam mit AL Huber) regelmäßig auf seiner Website und in philosophischen Blogs. Einige seiner Texte tragen Titel wie:
„Was ist Philosophische Praxis?“
„Krieg und Frieden – eine dekonstruktive Annäherung“
Diese Texte sind oft essayistisch und laden zur Reflexion ein. Sie sind nicht akademisch im klassischen Sinn, sondern dialogisch und praxisnah.
Arbeitsweise
Die Gespräche in der Praxis sind nicht therapeutisch, sondern philosophisch. Es geht um das Denken, das Fragen, das Verstehen.
Kaučić verwendet keine festen Methoden, sondern orientiert sich am Gesprächspartner und dessen Anliegen.
Er versteht Philosophie als lebendige Praxis, nicht als abstrakte Theorie.
P.s.:
Anmerkung von uns (GK & ALH)
Diese Zeilen wurden von einer Gruppe von Schülern und Schülerinnen unter der Führung zweier studentischer Moderator:innen in einer unserer zahlreichen Praxiseinheiten in unserer Grammatologischen Philosophischen Praxis in Wien erarbeitet und uns als Ergebnispapier überlassen.
Wir haben an dieser Schüler:innenarbeit nichts geändert und publizieren diese so wie sie uns am Do, 16.10.2025, übergeben worden ist. GK & ALH
In English:
A brief summary of the life’s work of Austrian philosopher Gerhard Kaučić and Austrian philosopher Anna Lydia Huber:
Gerhard Kaučić (born 1959) is an Austrian philosopher, writer, and founder of the “Grammatological Philosophical Practice” (GPP) in Vienna (since 1989). His work is characterized by deconstruction, linguistic-analytical philosophy, and practical philosophy.
Kaučić studied comparative literature, history, philosophy, and linguistics in Salzburg and Paris.
He works at the intersection of philosophy, psychoanalysis, queer theory, and feminism.
He sees his philosophical practice as an intervention in social discourses on topics such as democratic theory, animal philosophy, violence, identity, and language.
Gerhard Kaučić also publishes under the joint pseudonym “Gerhard Anna Cončić-Kaučić” with Anna Lydia Huber. His writings deal with incommunicability, the end of communicability, and the deconstruction of major concepts such as freedom, human rights, and democracy.
Anna Lydia Huber (born 1959) is an Austrian writer and philosopher of the Viennese Postmodernism.
She works closely with Gerhard Kaučić, publishing jointly with him and sharing his philosophical and literary interests. Huber is co-founder of the “Grammatological Philosophical Practice” (GPP) and co-author of the magazine “Die Grüne F Abyss.”
Her work is influenced by postmodern literature, deconstruction, and the examination of language, writing, and social power structures.
Together with Kaučić, she has developed a philosophy that sees itself as the “compassion of philosophy” and opposes onto-theo-logocentrism.
Huber and Kaučić live and work in Vienna and are known for their interdisciplinary and politically engaged approach.
Both stand for a philosophy that sees itself as a living practice and intervenes in social debates—whether through writings, lectures, or artistic interventions. Their joint project combines literary, philosophical, and political dimensions and seeks new forms of thinking beyond traditional categories.
Key works and themes
Gerhard Kaučić is known for his work in Grammatological Philosophical Practice (GPP), which he runs together with Anna Lydia Huber. His texts and discussions focus on the following topics:
Deconstruction and subjectification: Kaučić works with deconstructive methods that are strongly influenced by Jacques Derrida. He questions fixed identities and social constructs.
Political philosophy: He analyzes power relations, democracy, war, and resistance from a philosophical perspective.
Philosophical life counseling: In his practice, he offers conversations that deal with existential questions, life crises, and the search for meaning.
Publications and texts
Kaučić publishes (often together with AL Huber) regularly on his website and in philosophical blogs. Some of his texts have titles such as:
These texts are often essayistic and invite reflection. They are not academic in the classical sense, but dialogical and practical.
Working method
The conversations in the practice are not therapeutic, but philosophical. They are about thinking, questioning, and understanding.
Kaučić does not use fixed methods, but rather orientates himself towards his conversation partner and their concerns.
He understands philosophy as a living practice, not as abstract theory.
P.S.:
Note from us (GK & ALH)
These lines were written by a group of students under the guidance of two university student moderators in one of our numerous practical sessions at our Grammatological Philosophical Practice in Vienna and given to us as a final paper.
We have not changed anything in this student work and are publishing it as it was handed over to us on Thursday, October 16, 2025. GK & ALH
Noch mehr zur Vita und zum Werk der Philosophin und Schriftstellerin Anna Lydia Huber (66, 2025, Philosophische Praxis seit 2009) und des Philosophen und Schriftstellers Gerhard Kaučić (66, 2025, Philosophische Praxis seit 1989) in deren Postings „Künstliche Intelligenz“ hier in diesem Blog !
Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, – Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Grammatologischen Philosophischen Praxis seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)
(( cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 ) ))
Grammatologische Philosophische Praxis (GPP), Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax & Anna Lydia Huber, Wien, 1989 – 2025 ff.
Unser Blog als Textereignis im Zusammenspiel zwischen unserer Philosophischen Praxis als Textereignis ohne Protokoll und unserer philosophischen Praxis als „Protokoll“ zwischen Archiv und Anarchiv.
CONVERSATIONS ARE EVENTS AS TEXT
Our blog as a text event in the interaction between our philosophical practice as a text event without protocol and our philosophical practice as a „protocol“ between archive and anarchive.
Mein Lebenswerk, – unsere philosophische Praxis!
Die Erfindung der Wirklichkeit, die Wahrheit eines Werkes, ob eines philosophischen, psychoanalytischen, literarischen, künstlerischen oder eines juristischen, medizinischen, technischen, sportlichen, erfinderischen, organisatorischen, bürokratischen, wissenschaftlichen, architektonischen, fotografischen Werkes oder eines wirtschaftlich-unternehmerischen, politischen, militärischen, ökonomischen Werkes oder einer künstlich-naturhaft herbeigeführten Wirklichkeit als Wahrheit etwa eines Werkes von Klimawandel und Folgen, – – – die Wahrheit eines Werks (!!!) enthüllt sich erst und allein in der erkannten und erkennbaren(!) Geschichte seiner Wirkungen.
Es geht darum, es geht mir in meiner Philosophischen Praxis
(( und dazu gehört das Gespräch in dieser, aber auch meine/unsere Schreibpraxis vorher und nachher einer jeden Setzung / Sitzung(!) ))
immer darum, Texte (geschrieben, gesprochen oder Darstellungen(!) z. B. technischer, künstlerischer, ökonomischer, politischer, institutioneller Art) in ihrer inneren Struktur und in ihrem Zusammenwirken mit anderen Texten zu erfassen.
Die Texte sind nicht nur zu analysieren und zu interpretieren, sondern durch die Praxis der Dekonstruktion ihrer Konflikthaftigkeit, ihrer Aggressivität, ihrer verdeckt mitgeführten Gehalte und Intentionen zu enttarnen.
Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An- und Abwesendsein(!) von Wahrheit.
Wir äußern Sätze gewollter analytischer Wahrheit und verdrängen dadurch gleichzeitig andere eventuale Wahrheits- oder Unwahrheitssätze.
The invention of reality, the truth of a work, whether a philosophical, psychoanalytical, literary, artistic or a juridical, medical, technical, sporting, inventive, organizational, bureaucratic, scientific, architectural, photographic work or an economic, entrepreneurial, political, military, economic work or an artificially-natural reality as the truth of a work of climate change and consequences, – – – the truth of a work (!!!) is revealed only and explicitly in the recognized and recognizable (!) history of its effects.
The point is, in my philosophical practice
(( and this includes the conversation in this, but also my/our writing practice before and after each setting / session(!) )
is always about capturing texts (written, spoken or representations(!) e.g. technical, artistic, economic, political, institutional) in their inner structure and in their interaction with other texts.
The texts are not only to be analysed and interpreted, but also to be unmasked through the practice of deconstructing their conflictual nature, their aggressiveness, their hidden contents and intentions.
What is meant is the visualization of the duality of the simultaneous presence and absence (!) of truth.
We express sentences of desired analytical truth and thereby simultaneously repress other possible sentences of truth or untruth.
To contact me/us use only this email: g.kaucic[at]chello.at
Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026), Philosophin, Feministin, Philosophischer Salon Wien GasometerGerhard Kaučić (Dr. phil., 67, 2026), Philosoph, Feminist, Philosophischer Salon Wien GasometerPhilosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, – Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Philosophischen Praxis seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)
Demokratie leben !Demokratie im Werden ! Demokratie leben !
Demokratie leben !Demokratie im Werden ! Demokratie leben !Gerhard Kaučić (2026, 67), Freerider, Philosoph, Schriftsteller, Grammatologe , – belustigt, erfreut, erstaunt, gelangweilt, Zukunft vor Augen? ….. G K, – eines schönen Sommertages früher Abend , – belustigt, erfreut, erstaunt, gelangweilt, Zukunft vor Augen?! ….. G K, – early evening on a beautiful summer day, – amused, delighted, amazed, bored, future ahead?!
To contact me/us use only this email: g.kaucic[at]chello.at
GESPRÄCHE sind EREIGNISSE als TEXT
Werk und Leben
LEBENSWERK
Noch mehr zur Vita und zum Werk der Philosophin und Schriftstellerin Anna Lydia Huber (67, 2026, Philosophische Praxis seit 2009) und des Philosophen und Schriftstellers Gerhard Kaučić (67, 2026, Philosophische Praxis seit 1989) in den hier am Ende verlinkten Postings.
Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsereCharakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –
For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –
[ Gastbeitrag einiger Gäste der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) aus den letzten 7 Jahren in Berlin vom 21.01.2026 ] (German/English)
Ein kleines Paper als Versuch zur Musikphilosophie von Dr. Gerhard Kaučić/Djay PhilPrax (* 1959, Philosoph) und Anna Lydia Huber, MSc (* 1959, Philosophin), – entwickelt von einer Seminargruppe im Gefolge einer 5-stündigen Grammatologischen Philosophischen Praxis und zahlreichen Vorbereitungsstunden auf diese in Berlin im Dezember 2025 zum Thema.
Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber haben ausführlich über Musik geschrieben!
Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber haben ausführlich über Musik geschrieben und noch viel mehr über Musik und Musikalische Erfahrung gesprochen.
Ja, wir gehen sogar so weit, dass wir es riskieren, hier und heute von einer zeitgemäßen Musikphilosophie , einer Musikphilosophie der Dekonstruktion, der Grammatologie, der Grammatotechné , ja der différance (cf. Jacques Derrida, siehe unten die Urls/Links dazu), sprechen zu wollen.
Die Websuche zeigt mehrere aktuelle Texte (2024–2025), in denen Gerhard Kaučić (Dr. phil.,67, 2026) & Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026) Musik philosophisch, gesellschaftlich und musik-grammatisch‑dekonstruktiv bzw grammatologisch analysieren (besser noch: grammatologisch denken – hören – denken – hören – …), –
Texte, basierend auf zahlreichen Praxis-Units (GPP-Einheiten/Sitzungen) in den vergangenen beinahe schon vier Jahrzehnten mit sehr unterschiedlichen und oft genug einschlägig gebildeten Gästen und vielen Fragestellungen in der Grammatologischen Philosophischen Praxis Wien GK & ALH.
Worum geht es in deren Texten und ihren GPPs zur Musik?
1. Musikalische Erfahrung (2025)
Kaučić & Huber beschreiben Musik und sprechen von Musik als nicht-autopoetisches, nicht in sich geschlossenes Phänomen.
Sie betonen, dass Musik nicht auf Klang oder Stil reduziert werden darf.
Musik wird als gesellschaftlich, politisch und kulturell eingebettete Praxis verstanden.
2. Beethovens Musik (2025)
Sie argumentieren, dass Konzertmusik heute eine periphere Rolle im politischen Leben spielt.
Sie fordern eine Vertiefung des Horizonts musikalischer Erfahrung, um Musikgeschichte als Gesellschaftsgeschichte zu verstehen.
Sie plädieren für neue Hörweisen, die über rein musikalische Kategorien hinausgehen.
3. Deconstruction Music (2024/2025)
Ein philosophisch-dekonstruktiver Zugang zur Musik.
Diskutiert wird in „Deconstruction Music“ (Link dazu, siehe unten), ob heute gespielte „alte“ (!) Musik (entworfen, komponiert, in einer Aufzeichnungspraxis festgehalten, die wir Partitur nennen), heute revolutionär, modern oder bereits Klischee sei. Ob Beethoven heute Klischee sei. Ob die Imagination Beethovens von uns Heutigen bloßes Klischee sei.
Der Text entstand im Kontext philosophischer Gespräche mit Jazz-Studierenden aus mehreren Ländern.
Was ist charakteristisch für Kaučićs & Hubers Musikphilosophie?
Starke Orientierung an Dekonstruktion und Grammatologie.
Musik wird als kulturelles (!) Zeichensystem verstanden, nicht als bloßes Klangereignis.
Sie verbinden Musik mit Bewusstsein, Erfahrung, Politik und Gesellschaft.
Sie kritisieren reduktionistische Musikbegriffe und fordern interdisziplinäre Hörweisen.
Zusammenfassung der Musiktexte von GerhardKaučić und Anna Lydia Huber, basierend auf den gefundenen Quellen.
Was schreiben Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber über Musik?
Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber haben in den Jahren 2024–2025 mehrere philosophische Texte über Musik veröffentlicht, die sich alle durch eine stark dekonstruktive, gesellschaftsbezogene und grammatologische Perspektive auszeichnen.
1. Musikalische Erfahrung (2025)
Zentrale Gedanken
Musik ist kein autopoetisches, in sich geschlossenes Phänomen.
Sie darf nicht auf Klang oder Stil reduziert werden.
Musik ist immer politisch, gesellschaftlich und kulturell eingebettet.
Musikgeschichte ist Gesellschaftsgeschichte.
Grammatologisch gedacht geht Musik weit über jede Partitur hinaus.
Bedeutung
Kaučić und Huber kritisieren traditionelle Musikbegriffe und fordern ein Denken, das Musik als Erfahrungsraum versteht, der unser Bewusstsein prägt.
2. Beethovens Musik (2025)
Kernaussagen
Konzertmusik und Oper sind heute politisch peripher, anders als im 19. Jahrhundert.
Streaming und Internet ändern daran wenig.
Um Musik zu verstehen, muss man den Horizont musikalischer Erfahrung vertiefen.
Neue Hörweisen sind nötig, die jenseits rein musikalischer Kategorien liegen.
Musik muss in ihren politischen und gesellschaftlichen Implikationen verstanden werden.
Bedeutung
Kaučić und Huber verbinden Beethoven mit Fragen der Moderne, Postmoderne und kulturellen Relevanz heute.
3.Deconstruction Music (2024/2025)
Inhalt
Reflexion darüber, ob Beethoven heute revolutionär, modern, populär oder bereits Klischee ist.
Entstanden im Rahmen philosophischer Gespräche in ihrer Grammatologischen Philosophischen Praxis mit Jazz-Studierenden aus mehreren Ländern.
Der Text existiert in einer englischen Version (2024) und einer erweiterten deutschen Version (2025).
Bedeutung
Kaučić und Huber übertragen dekonstruktive Philosophie (Derridasche Grammatologie, Dekonstruktion, différance, Archiv/Anarchiv, Inkommunikabilität, Dissemination, Performativität, Textur, Textmusik, Textkonfiguration, „permanente“ Parekbase (Schlegel), Idiom, Textperformanz / Wiederholung / Iterabilität / Markierung !, Selbstreflektivität, Para-Graphie cf. Postings zu Künstlicher Intelligenz, Sporologie cf. Diss. v. GK) direkt auf musikalische Praxis und Erfahrung.
Die Spur von etwas gilt es vor dem Seienden zu denken! (Derrida)
Gemeinsame Linien ihrerMusikphilosophie
Dekonstruktion als „methodischer“(!) Kern.
Musik als Zeichensystem (Saussure, Greimas, Barthes, Derrida), nicht als bloßes Klangereignis.
Starke Betonung der gesellschaftlichen und politischen Dimension von Musik.
Kritik an reduktionistischen Musikbegriffen.
Forderung nach interdisziplinären Hörweisen.
Wir versuchen Kaučićs & Hubers Positionen mit anderen Musikphilosophien (Th. W. Adorno, J. Derrida, Lydia Goehr, R. Barthes, D. Charles, …) in Beziehung zu setzen
Gerhard Kaučićs und Anna Lydia Hubers Musikdenken steht in einem direkten Spannungsfeld zwischen Adornos kritischer Gesellschaftstheorie, Derridas Dekonstruktion, Goehrs institutioneller Musikphilosophie und Barthes’ semiotischer Hörtheorie.
Ihre Texte über Musik zeigen, dass sie Musik weder als autonomes Kunstwerk noch als rein klangliches Phänomen verstehen, sondern als gesellschaftlich-politische, kulturelle und grammatische Praxis.
Im Folgenden versuchen wir eine präzise, systematische Gegenüberstellung.
1. Kaučić und Adorno
Gemeinsamkeiten
Beide lehnen die Vorstellung ab, Musik sei ein autonomes, in sich geschlossenes System.
Kaučić und Huber: Musik ist „kein in sich geschlossenes autopoetisches Phänomen“.
Adorno: Musik ist immer Ausdruck gesellschaftlicher Widersprüche.
Beide betonen die gesellschaftliche und politische Dimension von Musik.
Diese Übersicht zeigt gut, wie Kaučić und Huber zwischen den großen Theoretiker:innen stehen, aber eine eigene Achse bilden.
2. Einordnung in philosophische Schulen
Kaučićs / Hubers Musikphilosophie lässt sich nicht einer einzigen Schule zuordnen – sie ist hybrid, aber klar strukturiert. Die wichtigsten Zuordnungen:
Dekonstruktion / Poststrukturalismus
Stärkster Einfluss: Derrida
Musik als Spur, Differenz, grammatologisches Feld
Ablehnung geschlossener Systeme (z. B. „Werk“ als autonome Einheit)
Kritische Theorie
Nähe zu Adorno, aber ohne dessen normative Werkästhetik
Musik als gesellschaftliches Phänomen
Betonung politischer und historischer Dimensionen
Institutionelle Musikphilosophie
Anschluss an Lydia Goehr
Kritik des Werkbegriffs
Analyse der Bedingungen, unter denen Musik als „Werk“ erscheint
Semiotik / Kulturtheorie
Nähe zu Barthes
Musik als Zeichensystem
Bedeutung von Körper, Erfahrung, Hörweisen
Eigene Position
Kaučić und Huber verbinden diese Stränge zu einer grammatologisch-politischen Musikphilosophie, die Musik als:
kulturelle Praxis
gesellschaftliche Grammatik
Erfahrungsraum
politisches Medium
versteht.
3. Kritische Bewertung von Kaučićs Musikphilosophie
Stärken
Interdisziplinäre Tiefe
GK & ALH verbinden Philosophie, Musiktheorie, Kulturwissenschaft und Gesellschaftsanalyse.
Dekonstruktive Präzision
Ihre Kritik an reduktionistischen Musikbegriffen ist scharf und überzeugend.
Zeitgenössische Relevanz
Sie zeigen, warum Musik heute politisch und kulturell anders funktioniert als im 19. Jahrhundert.
Neue Hörweisen
Ihre Forderung, Musik jenseits von Partitur, Werk und Stil zu denken, öffnet produktive Perspektiven.
Mögliche Schwächen
Hohe Abstraktion
Ihre Texte sind stark philosophisch und können für Leser:innen ohne Theoriehintergrund schwer zugänglich sein.
Wenig systematische Musikbeispiele
Im Vergleich zu Adorno oder Goehr arbeiten sie weniger mit detaillierten Analysen konkreter Werke.
Dekonstruktive Offenheit
Manche Kritiker könnten sagen, dass ihre Positionen „zu offen“ sind und wenig normative Orientierung bieten.
Gesamturteil
Kaučić und Huber entwickeln eine originelle, eigenständige Musikphilosophie, die sich durch:
Dekonstruktion,
Gesellschaftsanalyse,
Semiotik/Semiologie
und institutionelle Kritik
auszeichnet.
Sie stehen damit in der Nähe der genannten Denker:innen, aber nicht in deren Schatten.
Zur Abrundung:
Musikphilosophie Kaucic und Huber
Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber entwickeln eine eigenständige, stark dekonstruktiv geprägte Musikphilosophie, die Musik als ein Feld von Differenz, Weltverschriftung, (Grammatologie) und kommunikativer Aporie versteht.
Ihre Texte verbinden philosophische Praxis, Derridas différance und eine kritische Analyse von Macht‑ und Bedeutungsstrukturen in musikalischer Erfahrung.
Grundzüge der Musikphilosophie von Kaučić & Huber
1. Musik als Dekonstruktion
Musik wird nicht als harmonisches Ganzes verstanden, sondern als Spiel von Differenzen, Brüchen und Bedeutungsverschiebungen.
Die Autor*innen sprechen explizit von einer „Musikphilosophie der Dekonstruktion“.
Bezug auf Jacques Derrida: différance, Grammatologie, Schrift, Text, Textmusik, Performativität, Performanz
2. Musik als Grammatologie
Musik wird als eine Art Schrift verstanden – nicht im Sinne von Notation, sondern als Struktur von Spuren, Zeichen und Verschiebungen.
Kaučić & Huber sprechen von „Grammato‑techné“, also einer Technik des Schreibens im Medium des Klangs.
3. Philosophische Praxis und musikalische Erfahrung
Die Musikphilosophie ist eingebettet in ihre Philosophische Praxis, die seit 1989 besteht.
Musik dient als Beispiel für das, was sie „permanent dekonstruktiven Versuch von Kommunikation“ nennen.
Musik wird als Ort verstanden, an dem Autorität, Macht und Diskurse sichtbar und zugleich unterlaufen werden.
4. Musik als Erfahrung von Aporie
Musik erzeugt Situationen, in denen Bedeutung nicht eindeutig ist.
Diese Aporien sind kein Problem, sondern Produktivität: Sie öffnen Räume für neue Bedeutungen und Selbstverhältnisse.
Das passt zu ihrer allgemeinen Praxis der Problematisierung, Identitätsdislokation und Subjektivierung.
Kontext:
Wer sind Kaučić & Huber?
Person Hintergrund Relevanz
Gerhard Kaučić (Dr. phil., 67) Philosoph, Grammatologe, Übersetzer, Schriftsteller, Philosophischer Praktiker (seit 1989), Feminist, Freerider, – Schwerpunkt Dekonstruktion, Grammatologie, zeitgenössische Philosophie, Sprachphilosophie, Sozialphilosophie, Praktische Philosophie, Literatur, Linguistik, Musik. Entwickelt theoretische Grundlagen der Musikphilosophie u. a.
Anna Lydia Huber (MSc, 67) Philosophin, Grammatologin, Übersetzerin, Schriftstellerin, Mediatorin, Philosophische Praktikerin, Feministin, Freeriderin, – Schwerpunkt Dekonstruktion, Grammatologie, zeitgenössische Philosophie, Sprachphilosophie, Sozialphilosophie, Praktische Philosophie, Literatur, Musik, langjährige Partnerin in der Philosophischen Praxis Wien (seit 2009). Mitautorin der musikphilosophischen Texte u. a.
Beide arbeiten in Wien, sprechen und publizieren regelmäßig zu Themen wie Dekonstruktion, Migration, Postmoderne, Demokratie, Bildung, Institutionen, Geopolitik, Ethik, Musik, Kunst, Kultur, Politik, Ideologien, Religion und Gesellschaft, Psychoanalyse, Machtkritik, Grammatik der Erfahrung und Grammatologische Philosophische Praxis u. a.
Warum ist ihre Musikphilosophie besonders?
Sie ist keine klassische Ästhetik, sondern eine kritische Theorie der musikalischen Erfahrung.
Sie verbindet Philosophische Praxis mit poststrukturalistischer Theorie.
Sie versteht Musik nicht als Objekt, sondern als Ereignis, das Subjekte verändert.
Sie ist zeitgenössisch, radikal und theoretisch anspruchsvoll.
Vertiefte Darstellung der Musikphilosophie von Kaučić & Huber
1. Musik als dekonstruktives Ereignis
Kaučić und Huber verstehen Musik nicht als ästhetisches Objekt, sondern als Ereignis, das sich jeder festen Bedeutung entzieht.
Musik ist kein „Werk“, sondern ein Vorgang, der sich im Hören, Spielen und Denken entfaltet.
Sie betonen die Unabschließbarkeit musikalischer Bedeutung: Musik verweist immer über sich hinaus.
Diese Offenheit ist kein Mangel, sondern der Kern musikalischer Erfahrung.
Damit stehen sie in der Nähe von Derrida, Nancy und teilweise auch Deleuze – aber sie bleiben eigenständig, weil sie Musik nicht philosophisch vereinnahmen, sondern als Widerstand gegen philosophische Fixierungen begreifen.
2. Grammatologie des Klangs
Ein zentraler Begriff ist ihre Idee einer „Grammato‑techné“:
Musik ist eine Schrift, aber nicht im Sinne von Notation.
Sie ist ein System von Spuren, Verschiebungen, Iterationen, Additionen, Mustern, Differenzen.
Klang wird als Materialität der Spur verstanden – etwas, das sich zeigt, indem es sich entzieht.
Das ist radikal, weil es Musik nicht als Ausdruck eines Subjekts sieht, sondern als Ort, an dem Subjektivität erst entsteht.
3.Musik und Philosophische Praxis
Ihre Musikphilosophie ist eng mit ihrer Philosophischen Praxis verbunden. Ihrer Grammatologischen Philosophischen Praxis.
Musik wird als Modell für Kommunikation ohne Herrschaft gedacht.
Sie sprechen von einem „permanent dekonstruktiven Versuch von Kommunikation“.
Musik zeigt, wie Verständigung möglich ist, obwohl sie keine eindeutigen Begriffe liefert.
Das macht ihre Musikphilosophie auch politisch. Sie kritisieren jede Form von autoritärem Sinn, der vorgibt, Musik „richtig“ zu verstehen.
4. Aporie als produktive Erfahrung
Ein Schlüsselbegriff ist die Aporie – die Erfahrung, dass etwas nicht aufgeht.
Musik erzeugt Situationen, in denen man nicht weiß, wie man sie deuten soll.
Diese Unbestimmtheit ist kein Defizit, sondern eine Chance:
Sie öffnet Räume für neue Bedeutungen
Sie destabilisiert feste Identitäten
Sie macht Hören zu einem philosophischen Akt
Musik wird so zu einem Laboratorium der Differenz.
[ Guest contribution by several guests of the Grammatological Philosophical Practice (GPP) from the last 7 years in Berlin, dated January 21, 2026 ]
A short paper as an attempt at music philosophy by Dr. Gerhard Kaučić/Djay PhilPrax (* 1959, philosopher) and Anna Lydia Huber, MSc (* 1959, philosopher), – developed by a seminar group following a 5-hour Grammatological Philosophical Practice and numerous hours of preparation for it in Berlin in December 2025 on the topic.
Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber have written extensively about music!
Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber have written extensively about music and talked even more about music and musical experience.
Yes, we even go so far as to risk talking here and now about a contemporaryphilosophy of music, a philosophy of music of deconstruction, of grammatology, of grammatotechné, even of différance (cf. Jacques Derrida, see the URLs/links below).
A web search reveals several recent texts (2024–2025) in which Gerhard Kaučić (Ph.D., 67, 2026) & Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026) analyze music philosophically, socially, and musically-grammatically-deconstructively or grammatologically (better yet: grammatologically think – hear – think – hear – …), –
texts based on numerous Practice Units (GPP units/sessions) over the past nearly four decades with very different and often enough relevantly educated guests and many questions in the Grammatological Philosophical Practice Vienna GK & ALH.
What are their texts and GPPs on music about?
1. Musical experience (2025)
Kaučić & Huber describe music and speak of music as a non-autopoietic, non-self-contained phenomenon.
They emphasize that music cannot be reduced to sound or style.
Music is understood as a socially, politically, and culturally embedded practice.
2. Beethoven’s Music (2025)
They argue that concert music today plays a peripheral role in political life.
They call for a deepening of the horizon of musical experience in order to understand music history as the history of society and social history.
They advocate new ways of listening that go beyond purely musical categories.
3. Deconstruction Music (2024/2025)
A philosophical-deconstructive approach to music.
Deconstruction Music (link below) discusses whether “old” (!) music played today (conceived, composed, recorded in a practice we call scoring) is revolutionary, modern, or already a cliché. Whether Beethoven is a cliché today. Whether our current imagination of Beethoven is merely a cliché.
The text was written in the context of philosophical discussions with jazz students from several countries.
What characterizes Kaučić and Huber’s philosophy of music?
A strong focus on deconstruction and grammatology.
Music is understood as a cultural (!) sign system, not merely as a sound event.
They connect music with consciousness, experience, politics, and society.
They criticize reductionist concepts of music and call for interdisciplinary ways of listening.
Summary of the music texts by Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber, based on the sources found.
What do Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber write about music?
Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber published several philosophical texts on music in 2024–2025, all of which are characterized by a strongly deconstructive, socially relevant, and grammatological perspective.
1. Musical Experience (2025)
Key ideas
Music is not an autopoietic, self-contained phenomenon.
It cannot be reduced to sound or style.
Music is always embedded in politics, society, and culture.
Music history is history of society / social history.
From a grammatological perspective, music goes far beyond any musical score.
Significance
Kaučić and Huber criticize traditional concepts of music and call for a way of thinking that understands music as a space of experience that shapes our consciousness.
2. Beethoven’s Music (2025)
Key messages
Concert music and opera are politically peripheral today, unlike in the 19th century.
Streaming and the internet do little to change this.
To understand music, one must deepen one’s horizon of musical experience.
New ways of listening are needed that go beyond purely musical categories.
Music must be understood in terms of its political and social implications.
Significance
Kaučić and Huber connect Beethoven with questions of modernity, postmodernity, and cultural relevance today.
3. Deconstruction Music (2024/2025)
Content
Reflection on whether Beethoven is revolutionary, modern, popular, or already a cliché today.
Developed in the context of philosophical discussions in their grammatological philosophical practice with jazz students from several countries.
The text exists in an English version (2024) and an expanded German version (2025).
Significance
Kaučić and Huber transfer deconstructive philosophy (Derrida’s grammatology, deconstruction, différance, archive/anarchive, incommunicability, dissemination, performativity, texture, text music, text configuration, “permanent” parekbase (Schlegel), idiom, text performance/repetition/iterability/marking!, self-reflexivity, para-graphy cf. postings on artificial intelligence, sporology cf. dissertation by GK) directly to musical Practice and Experience.
The trace of something must be thought before being! (Derrida)
Common threads in their musical philosophy
Deconstruction as a “methodological” (!) core.
Music as a sign system (Saussure, Greimas, Barthes, Derrida), not merely as a sound event.
Strong emphasis on the social and political dimensions of music.
Criticism of reductionist concepts of music.
Call for interdisciplinary ways of listening.
We attempt to relate Kaučić’s & Huber’s positions to other musical philosophies (Th. W. Adorno, J. Derrida, Lydia Goehr, R. Barthes, D. Charles, …)
Gerhard Kaučić’s and Anna Lydia Huber’s thinking about music is caught in a direct tension between Adorno’s critical social theory, Derrida’s deconstruction, Goehr’s institutional philosophy of music, and Barthes‘ semiotic theory of listening.
Their texts on music show that they understand music neither as an autonomous work of art nor as a purely sonic phenomenon, but as a socio-political, cultural, and grammatical practice.
In the following, we attempt a precise, systematic comparison.
1. Kaučić and Adorno
Similarities
Both reject the idea that music is an autonomous, self-contained system.
Kaučić and Huber: Music is “not a self-contained autopoietic phenomenon.”
Adorno: Music is always an expression of social contradictions.
Both emphasize the social and political dimensions of music.
Kaučić & Huber: Music history = history of society (absent / present / différance)
Adorno: Music is social “sedimentation.”
Differences
Adorno remains strongly oriented toward material aesthetics and immanence of the work.
Kaučić & Huber take a grammatological approach: Music is a sign system that transcends any score.
This overview clearly shows how Kaučić and Huber stand between the great theorists, but form their own axis.
2. Classification into philosophical schools
Kaučić/Huber’s philosophy of music cannot be classified into a single school—it is hybrid, but clearly structured. The most important classifications:
Deconstruction / Poststructuralism
Strongest influence: Derrida
Music as trace, difference, grammatological field
Rejection of closed systems (e.g., “work” as an autonomous unit)
Critical theory
Proximity to Adorno, but without his normative aesthetics of the work
Music as a social phenomenon
Emphasis on political and historical dimensions
Institutional music philosophy
Connection to Lydia Goehr
Critique of the concept of the work
Analysis of the conditions under which music appears as a “work”
Semiotics / cultural theory
Proximity to Barthes
Music as a sign system
Significance of body, experience, ways of listening
Own position
Kaučić and Huber combine these threads into a grammatological-political philosophy of music that understands music as:
cultural practice
social grammar
space of experience
political medium.
3. Critical evaluation of Kaučić’s & Huber’s Philosophy of Music
Strengths
Interdisciplinary depth
GK & ALH combine philosophy, music theory, cultural studies, and social analysis.
Deconstructive precision
Their critique of reductionist concepts of music is sharp and convincing.
Contemporary relevance
They show why music functions differently today, politically and culturally, than it did in the 19th century.
New ways of listening
Their call to think about music beyond scores, works, and styles opens up productive perspectives.
Possible weaknesses
High level of abstraction
Their texts are highly philosophical and may be difficult to access for readers without a background in theory.
Few systematic examples of music
Compared to Adorno or Goehr, they work less with detailed analyses of specific works.
Deconstructive openness
Some critics might say that their positions are “too open” and offer little normative orientation.
Overall assessment
Kaučić and Huber develop an original, independent philosophy of music that is characterized by:
Deconstruction,
Social analysis,
Semiotics/semiology,
and Institutional criticism.
They are thus close to the aforementioned thinkers, but not overshadowed by them.
To complete the picture:
Music philosophy Kaucic and Huber
Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber have developed an independent, strongly deconstructive philosophy of music that understands music as a field of difference, world-writing, (grammatology), and communicative aporia.
Their texts combine philosophical practice, Derrida’s différance, and a critical analysis of structures of power and meaning in musical experience.
Basic principles of Kaučić & Huber’s philosophy of music
1. Music as deconstruction
Music is not understood as a harmonious whole, but as a play of differences, breaks, and shifts in meaning.
The authors explicitly refer to a “philosophy of music as deconstruction.”
Reference to Jacques Derrida: différance, grammatology, scripture, text, text music, performativity, performance.
2. Music as grammatology
Music is understood as a kind of scripture – not in the sense of notation, but as a structure of traces, signs, and shifts.
Kaučić & Huber speak of “grammato-techné,” i.e., a technique of writing in the medium of sound.
3. Philosophical Practice and Musical Experience
Music Philosophy is embedded in its Philosophical Practice, which has existed since 1989.
Music serves as an example of what they call the “permanent deconstructive attempt at communication.”
Music is understood as a place where authority, power, and discourse are made visible and at the same time undermined.
4. Music as an experience of aporia
Music creates situations in which meaning is not clear.
These aporias are not a problem, but rather productive: they open up spaces for new meanings and self-relationships.
This fits in with their general practice of problematization, identity dislocation, and subjectification.
Context:
Who are Kaučić & Huber?
Person Background Relevance
Gerhard Kaučić (Ph.D., 67) Philosopher, grammatologist, translator, writer, philosophical practitioner (since 1989), feminist, freerider, – focus on deconstruction, grammatology, contemporary philosophy, philosophy of language, social philosophy, practical philosophy, literature, linguistics, music. Develops theoretical foundations of music philosophy, among other things.
Anna Lydia Huber (MSc, 67) Philosopher, grammatologist, translator, writer, mediator, philosophical practitioner, feminist, freerider, – focus on deconstruction, grammatology, contemporary philosophy, philosophy of language, social philosophy, practical philosophy, literature, music, long-time partner in Philosophische Praxis Wien (since 2009). Co-author of music-philosophical texts, among other things.
Both work in Vienna, speak and publish regularly on topics such as deconstruction, migration, postmodernism, democracy, education, institutions, geopolitics, ethics, music, art, culture, politics, ideologies, religion and society, psychoanalysis, critique of power, grammar of experience, and grammatological philosophical practice, among others.
Why is their music philosophy special?
It is not classical aesthetics, but a critical theory of musical experience.
It (music philosophy) combines philosophical practice with poststructuralist theory.
It understands music not as an object, but as an event that changes subjects.
It is contemporary, radical, and theoretically sophisticated.
In-depth presentation of Kaučić & Huber’s philosophy of music
1. Music as a deconstructive event
Kaučić and Huber understand music not as an aesthetic object, but as an event that eludes any fixed meaning.
Music is not a “work,” but a process that unfolds in listening, playing, and thinking.
They emphasize the inconclusiveness of musical meaning: music always points beyond itself.
This openness is not a deficiency, but the core of musical experience.
In this respect, they are close to Derrida, Nancy, and, to some extent, Deleuze—but they remain independent because they do not appropriate music philosophically, but understand it as resistance to philosophical fixations.
2. Grammatology of Sound
A central concept in Kaucic & Huber’s work is their idea of a “grammato-techné”:
Music is a form of scripture, but not in the sense of notation.
It is a system of traces, shifts, iterations, additions, patterns, and differences.
Sound is understood as the materiality of the trace—something that reveals itself by eluding us.
This is radical because it does not see music as the expression of a subject, but as a place where subjectivity first arises.
3. Music and Philosophical Practice
Kaucic and Huber’s philosophy of music is closely linked to their philosophical practice. Their grammatological philosophical practice.
Music is conceived as a model for communication without domination.
Kaucic and Huber speak of a “permanently deconstructive attempt at communication.”
Music shows how understanding is possible even though it does not provide unambiguous concepts.
This also makes their philosophy of music political. They (GK & ALH) criticize any form of authoritarian meaning that pretends to understand music “correctly.”
4. Aporia as a productive experience
A key concept is aporia—the experience that something does not add up.
Music creates situations in which one does not know how to interpret it.
This indeterminacy is not a deficit, but an opportunity:
It opens up spaces for new meanings.
It destabilizes fixed identities.
It turns listening into a philosophical act.
Music thus becomes a laboratory of difference.
5. Distinction from other philosophies of music
Comparison Kaučić & Huber Other positions
| |
Adorno Deconstruction, openness, aporia Dialectics, aesthetics of the work, social totality
| |
Nancy Proximity: music as resonance Nancy remains more phenomenological
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Deleuze/Guattari Proximity: process, becoming Kaučić/Huber are more grammatological
Traditional aesthetics
| |
Music as trace, writing/scripture, text, difference Music as work, expression, beauty
They consciously position themselves against any metaphysical or harmonizing conception of music.
Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
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Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world
Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion
Öffnungszeiten / Hours of opening: Mo – Do: 11 – 20 Uhr
Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement
Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…
…around the clock …around the world…
GESPRÄCHE sind EREIGNISSE als TEXT
cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )
Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026), Österreichische Philosophin, Grammatologische Philosophische Praxis Wien
Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, – Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)
Gerhard Kaučić (Dr. phil., 67, 2026), Österreichischer Philosoph, Grammatologische Philosophische Praxis Wien
Demokratie leben Living Democracy Demokratie leben !!!
Demokratie leben ! Living Democracy!
Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).
Ich denke, jene, die autoritär denken und handeln, unterliegen einigen Grundirrtümern aufgrund vieler Fehlannahmen infolge unhinterfragter und nicht in deren Horizont des Denkens liegender Denkvoraussetzungen. Unfähigkeit zur Selbstreflektion!
Gründer (1989) der ersten grammatologischen philosophischen Praxis (GPP) weltweit, – 37 years Philosophical Practitioner Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax, Vienna, Austria, Europe
Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“(cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011)
Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus meiner/unserer Philosophischen Praxis
Wien 37 Jahre Praxis Jubiläum (1989-2026 ff.) Jubilaeum 37 Jahre PP 2026
GrammatologischePHILOSOPHISCHE PRAXIS GERHARD KAUCIC / DJAY PHILPRAX & ANNA LYDIA HUBER WIEN ÖSTERREICH EUROPA
Die Lehre der Lekritüreder Grammatologie.
Eine jede „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv.
Auch jedes Medienarchiv.
Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.
Mit Turnheim behaupte ich eine grundsätzliche Verwandtschaft von Psychoanalyse und Demokratie und von Dekonstruktion und Demokratie. Alle drei Namen sprechen von der Irreduktibilität der Singularität bei gleichzeitiger versuchter Wiederholbarkeit!
Psychoanalyse und Dekonstruktion behaupten beide eine Irreduzibilität der Hetero-Affektion in der Erfahrung eines „Eigenen“ und beide gehen von einem Wirken eines inneren Fremdkörpers aus!
Die Illisibilität eines jeden Textes und seine „Grundlosigkeit“! (vgl. Michael Turnheim, Das Andere im Gleichen, S. 11)
Der Analytiker ist ein Leser, eine Leserin. Und! Der Analytiker wird zum Schreiber, zum Schriftsteller als lesenden.
Text bleibt unlesbar lesbar ! (vgl. R. Barthes Illisibilität)
Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.
Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.
Affizierungen !
Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen.
Gegenwartsphilosophie
Contemporary Philosophy
Zur Frage und zum Wort „Dekonstruktion“ vgl. Jacques Derridas „Überlegungen“ in einem „Brief an einen japanischen Freund“ aus dem Jahr 1985, übersetzt ins Deutsche und abgedruckt in: J. Derrida, Psyche. Erfindungen des Anderen II. Wien 2013 (Passagen Vlg.), S. 15 – 22.
„Das Wort „deconstruction“ bezieht, wie jedes andere auch, seinen Bedeutungswert nur von einer Einschreibung in eine Kette möglicher Substitutionen, in das, was man so seelenruhig einen „Kontext“ nennt.“ (ebda., S. 21)
„Allem Anschein zum Trotz ist die Dekonstruktion jedenfalls weder eine Analyse noch eine Kritik …
Eine Analyse ist sie insbesondere deshalb nicht, weil die Zerlegung (décomposition) einer Struktur kein Rückgang zum einfachen Element, zu einem nicht weiter zerlegbaren Ursprung ist.
Diese Werte, wie der der Analyse, sind selbst der Dekonstruktion unterworfene Philosopheme.“ ( S. 19)
„Die Dekonstruktion hat Statt, sie ist ein Ereignis (événement), das nicht erst auf die Überlegung, das Bewußtsein oder die Organisation des Subjekts, nicht einmal der Moderne, wartet.
Es dekonstruiert sich.“ (S. 20)
Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“(cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011)
„Die Dekonstruktion hat notwendigerweise von innen her zu operieren, sich aller subversiven, strategischen und ökonomischen Mittel der alten Struktur zu bedienen, sich ihrer strukturell zu bedienen“ (Derrida, Grammatologie, S. 45), um schließlich den nicht strukturell zu erfassenden Praxischarakter der Wahrheit freizulegen.
Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An-und Abwesendsein der Wahrheit, des etwas Erblickens und dadurch anderes Aus-dem-Blickfeld-Ausschließens. (H. Kimmerle, J. Derrida zur Einführung, S. 49)
Dekonstruktion läßt sich nicht in einen „Begriff“ Dekonstruktion einschließen.
Und Dekonstruktion erschließt beziehungsweise eröffnet einen Zugang zum Anderen durch Entdeckungen von Unbekanntem oder bisher Ungedachtem.
Dekonstruktion läßt sich nicht definieren und nicht abschließen (vgl. dazu J. Derrida, Limited Inc, S. 171 ff.).
Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates. Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.
Ein Text, der vielleicht aus gewohnter (binärer) These und Antithese besteht, enthüllt, wenn er dekonstruiert wird, beispielsweise eine Vielzahl von Perspektiven, die gleichzeitig vorhanden sind, – oft in Konflikt miteinander.
Dieser Konflikt aber wird durch die Dekonstruktion erst sichtbar.
Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).
Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) könnte dazu einen nicht wenig gewichtigen Beitrag leisten, denke ich.
Denken wir. (ALH & GK)
[[ Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax (born 1959), Anna Lydia Huber (born 1959), Philosophers, –
Writers, Feminists, Freeriders, Grammatological Philosophical Practice (GPP), Vienna, PP since 1989, Dr. phil., MSc, —
( Copyright, Bildrechte, Urheberrecht, rights to images, copyright, Picture rights, Image Rights, Copyright, –
Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsereCharakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –
For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –
„Wir“ seien im Krieg! Längst im hybriden Krieg! So artikulieren viele europäische Politiker, Berater, Militäranalysten. So auch der französische Präsident Macron. So oder so ähnlich die polnische Regierung, die skandinavischen Regierungen oder auch der deutsche Verteidigungsminister.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat in einer Rede an die Nation am 12. März 2025 eine deutliche Haltung gegenüber Russland eingenommen, die von manchen Beobachtern fälschlich (!) als eine Art „Kriegserklärung„(!) interpretiert wurde. Macron betonte, dass Europa die Ukraine gegen Russland weiter unterstützen müsse und sprach davon, den Krieg nötigenfalls auf russischem Territorium zu führen, wenn Rußland unter Putin zu keinerlei Waffenstillstandsverhandlungen mit der Ukraine bereit sei.
Macron hat die Entsendung europäischer Bodentruppen in die Ukraine nicht ausgeschlossen. Er erklärte, dass Frankreich und andere europäische Länder alles tun würden, was nötig sei, damit Russland den Krieg nicht gewinnen könne.
Präsident Macron hat den Ausdruck „Wir sind im Krieg“ in verschiedenen Kontexten verwendet. Zum Beispiel während der COVID-19-Pandemie, um die Dringlichkeit und Ernsthaftigkeit der Situation zu betonen. In Bezug auf Russland spricht Macron von der Notwendigkeit, sich besser zu verteidigen und die Ukraine zu unterstützen, um zukünftige Angriffe zu verhindern.
Russland greift weiterhin Ziele in der Ukraine an, darunter zivile und militärische Infrastruktur. Die Angriffe umfassen Raketen, Drohnen und andere militärische Mittel, die zahlreiche zivile Opfer (darunter auch Kinder!), erhebliche Schäden und enorme militärische Verluste auf beiden Seiten verursachen.
Der Ausnahmezustand (vgl. C. Schmitt, H. Arendt, W. Benjamin, M. Foucault, G. Agamben) ist rechtlich und politisch schwer zu fassen. Es gilt zumindest die unterstellte Differenz zwischen Politischem und Rechtlichem.
Die Differenz zwischen Normalzustand und „Ausnahmezustand“ fußt auf einer staatlich – gesellschaftlichen Problematik der Unentscheidbarkeit.
Ausnahmevorkehrungen als Folge bzw Antwort auf gesellschaftliche, politische Krisen.
Gestern die Coronavirus – Krise, – die Sars COVID – 19 – K r i s e.
Heute!?
Morgen!?
Meist in Bürgerkriegszeiten in Verwendung, – dieser „Begriff“ A u s n a h m e z u s t a n d !
Ein Notstand, vorerst ohne Rechtsform, da der Begriff Ausnahmezustand auf einem Grenzgang zwischen Recht und politischem Handeln grundelt. Der verfassungsmäßige Boden wird hierbei dünn. Freiheitsrechte werden beschnitten, beschränkt, ausgehebelt.
Öffentliche Räume werden eingeschränkt. Exkludierungen. Bewegungsfreiheit reduziert oder gänzlich verboten.
Das Versammlungsrecht ausgesetzt.
Anführung der Grundrechte (Österreich), zitiert aus:
Grundrechte sind dem Staatsbürger (Bürgerrechte) bzw. jedem Menschen (Menschenrechte/Jedermannsrechte) im Verfassungsrang eingeräumte subjektive Rechte. Der vom B-VG selbst verwendete Begriff ist „verfassungsgesetzlich gewährleistete Rechte„. Die Grundrechte sind in Österreich nicht zentral verankert, sondern auf mehrere Gesetze verteilt. Grundrechte enthalten die Bundesverfassung, das Staatsgrundgesetz von 1867 („über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger“), die Staatsverträge von Saint-Germain (1919) und Wien (1955), die Europäische Menschenrechtskonvention von 1958, das Zivildienstgesetz und das Datenschutzgesetz, das Auslieferungs- und Rechtshilfegesetz; das Minderheiten-SchulG für das Burgenland; das Minderheiten-SchulG für Kärnten.
Folgende besonders wichtige Grundrechte enthält das österreichische Verfassungsrecht: Gleichheit vor dem Gesetz (verbunden mit einem allgemeinen Sachlichkeitsgebot für Gesetzgeber und Vollziehung); gleiche Zugänglichkeit zu öffentlichen Ämtern; Recht der Freizügigkeit der Person und des Vermögens; Freiheit des Aufenthalts, der Einreise und der Auswanderung; Recht auf Unverletzlichkeit des Eigentums (eingeschränkt durch die Möglichkeit der Enteignung); Freiheit des Liegenschaftserwerbs; Aufhebung des Untertänigkeits- und Hörigkeitsverbands (seit 1848); Freiheit der Erwerbstätigkeit (aus bestimmten sachlichen Gründen einschränkbar); Schutz der persönlichen Freiheit (einschränkbar nur aufgrund einer richterlichen Anordnung);
Recht auf ein Verfahren vor dem gesetzlichen (das ist zuständigen) Richter; Unverletzlichkeit des Hausrechts; Schutz des Brief- und des Fernmeldegeheimnisses (einschränkbar jeweils aufgrund richterlicher Anordnung); Petitionsrecht; Vereins- und Versammlungsfreiheit; Meinungs- und Pressefreiheit; Verbot der Vorzensur; Glaubens- und Gewissensfreiheit; Freiheit der Wissenschaft und ihrer Lehre sowie der Künste; Unterrichtsfreiheit; Recht auf Bildung;
Freiheit der Berufswahl und der Berufsausbildung; Rechte der Minderheiten; Recht auf Leben; Recht auf Datenschutz; Recht auf Befreiung von der Wehrpflicht, Verbot von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung; Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens; Recht der Eheschließung und Familiengründung; Wahlrecht; Recht auf ein faires Verfahren; Recht auf eine wirksame Beschwerde.
Die vorgenannten Grundrechte können in folgende Kategorien eingeteilt werden: Freiheitsrechte; Gleichheitsrechte; politische Grundrechte; Minderheitenrechte; Verfahrensrechte; soziale Grundrechte.
Literatur
F. Ermacora, Grundriß der Menschenrechte in Österreich, 1988
Adamovich/Funk/Holzinger/Frank, Österreichisches Staatsrecht, Band 3: Grundrechte (2003)
Im Corona – Fall wird die Krise zur sozialen Dissoziation. Geselligkeitsverbote. Gesellschaftsuntersagung. Ausgehverbote. Isolation. Aussonderung.
Explizites Aussetzen von Rechten und von „psychischer Realität“. Dislokationen des Gemeinschaftssinns. Ausnahmezustand. Ausnahmezustände. Notverordnungen.
Oft genug im 20. Jahrhundert geschah es, daß es für Staaten zur gängigen Praxis geworden war, willentlich einen permanenten Notstand zu schaffen. Von einer ausnahmsweise ergriffenen provisorischen Maßnahme zu einer Technik des Regierens.
[[„“Wird Ungarn der erste diktatorisch regierte Mitgliedsstaat der Europäischen Union sein? (… ) Der am Freitag vorgelegte Gesetzesentwurf (…) besiegelt den Übergang zu einer unkontrollierbaren Autokratie.
Abgelehnt von allen Oppositionsparteien, von allen unabhängigen Rechtsexperten und den NGOs, also von der Zivilgesellschaft, wird die Regierung trotzdem mit ihrer Zweidrittelmehrheit das Gesetz in acht Tagen endgültig beschließen.
Dieses erlaubt Orbán, für eine unbegrenzte Zeit mit Notverordnungen zu regieren, das Parlament auszuschalten und alle Wahlen abzusagen. (…)
Mit seiner bewährten und in der Flüchtlingskrise 2015 erfolgreich angewendeten Methode – mit dem Hinweis auf eine Ausnahmesituation außerordentliche Maßnahmen durchzusetzen – handelt der Ministerpräsident im Sinne Carl Schmitts, dass Politik die Unterscheidung zwischen Freunden und Feinden sei:
„Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.“
Orbán kündigte am Freitag im Radio an: „Zu den lebenswichtigen Firmen habe ich Militärstäbe beordert, falls die Übernahme der Aufsicht oder der Leitung notwendig werden sollte, dann müssen dort Soldaten und Polizisten bei der Hand sein.“ In den Städten sieht man Militärpatrouillen.
Viktor Orbán, der am 23. Mai seinen 57. Geburtstag feiert, ist schon bisher der nahezu uneingeschränkte Herrscher gewesen. Warum will er praktisch diktatorische Vollmachten?
Dieser zutiefst zynische, mit allen Wassern gewaschene Berufspolitiker mit einem unheimlichen Machtinstinkt baut vor.
Die überraschende Wahlniederlage der Regierungspartei im Oktober 2019 bei den Kommunalwahlen in Budapest und einigen anderen Städten galt für den gerissenen Machtmenschen als Anzeichen einer möglichen Niederlage bei den im April 2022 fälligen Parlamentswahlen.
Jeder Ungar weiß, dass das Gesundheitssystem (wie auch das Bildungswesen) in einem miserablen Zustand ist.
Infolge einer akuten Krise könnten gemeinsame Kandidaten der (heute gespaltenen) Opposition in den 106 Wahlbezirken die Regierungspartei schlagen und eine Wachablöse herbeiführen.
In diesem Fall würde eine beträchtliche Anzahl der Schlüsselfiguren des (nach Bulgarien) korruptesten EU-Staates wohl früher oder später hinter Gittern landen. (Paul Lendvai, 23.3.2020)““ ]]
Zitat-Ende
Ausnahmezustände löschen oder beeinträchtigen politisch den rechtlichen Status von Individuen.
Notstand C o r o n a !
Wie weit entrechtet das Virus und „seine“(!) Politik des „Ausnahmezustandes“ uns Individuen. Hier und weltweit.
Welche Maßnahmen sind angemessen? Welche nicht!
Demokratien und Autokratien auf die Probe gestellt.
Achten wir auf jeden politischen Schritt, den Regierungen machen. Protokollieren wir mit.
Was bedeutet es in Deutschland heute (um ein großes Land und seine Terminologie beispielhaft zu nehmen) „politisch handeln“!?
Die deutschsprachige Terminologie „Ausnahmezustand“ bezeichnet jedenfalls kein Sonderrecht (wie zum Beispiel das Kriegsrecht), sondern die Suspendierung der „normalen“ Rechtsordnung! Ist somit ein Begriff der Grenzziehung zur Rechtsordnung.
Die Möglichkeit und zumindest die temporäre Faktizität einer Rechtsverschiebung.
Die englischsprachige Welt spricht von „martial law“ und „emergency powers“!
Ein gefährliches Instrument, – besonders in digitalen Zeiten!
Wer leistet eine wirksame Kontrolle von Machtkonzentration?
Wer ist der Souverän?
Gilt noch immer Carl Schmitts Formel: „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“!?
In China! In Rußland! In der Türkei! In den USA!
Heute! Gestern! Morgen!
Regierungen kommen! Regierungen gehen!
? ? ?
Wie oben angemerkt ist die Wahl eines Begriffes für reale Umstände nicht rein zufällig, sondern durchaus immer (verdeckt oder unverdeckt) signifikant oder zumindest signifikativ.
Der Begriff „Ausnahmezustand“ als Begriff einer unentscheidbaren Grenzziehung zur Rechtsordnung als faktischer Rechtsverschiebung, – als einer Horizontverschiebung !!
Der griechische Gehalt des Wortes H o r i z o n t ist eine Öffnung u n d eine Grenze.
Eine Grenze, die die Öffnung beschränkt.
Der Ausnahmezustand als Horizontverschiebung, – mithin eine Öffnung zur Grenzverschiebung.
Eine Grenzverschiebung von Rechten und Maßnahmen politischer Natur.
Hin zum unendlichen (!) Fortschritt oder hin zu bestimmten und bestimmbaren Erwartungen.
Hin zur Freiheit des Souveräns.
Der S o u v e r ä n ! ? Eine Aporie?!
Eine angemessene Entscheidung ist immer unmittelbar erforderlich. Informationen zum jeweiligen Jetzt – Zustand.
Nicht mehr und nicht weniger.
Keine grenzenlosen Informationsstände. Nicht die nötige Zeit. Und nicht das notwendige Wissen.
Der jeweilige Augenblick der Entscheidung ein Augenblick der Urgenz, der Überforderung, der Überstürzung.
Ich denke (mit Kierkegaard), der Augenblick der Entscheidung, – in actu -, ist immer ein Wahn! (vgl. Freud zu Bewußtsein und Traum, siehe hier unten im Blogspot-posting und im Footer des Blogspot-Blogs 2014 ff. in der Webversion!)
Beschulungskrise Gesundheitskrise Quarantänekrise Wirtschaftskrise (Wirtschaftszusammenbruch?, Arbeitslosigkeit?, das große Sterben und Töten?) Gesellschaftskrise Psychokrise Bandenkrise Politischer Ausnahmezustand für längere Zeit(en) Machtkonsolidierung Machtkonzentration Demokratiefernung …
Der Ausnahmezustand, der Notstand, kennt keine angemessenen Wege des Politischen Handelns.
Der Ausnahmezustand ist das politische Handeln durch Rechtsverschiebung infolge Horizontöffnung zur Grauzone des noch nicht Verrechtlichten oder im Rückgriff auf veraltetes, nicht mehr zeitgemäßes oder sogar totes Recht. (siehe besonders derzeit USA unter Trump!)
Eine Flucht in eine Art fiktiver Rechtsverankerung oder gar rechtliches Placebo!
Meine Hoffnung, – die Blickrichtung: Demokratie im Kommen!
Meine Hoffnung, – die Blickrichtung: Demokratie im Kommen!
MEINE / UNSERE Erwartung !!!
P.s.:
Nur mal so zur Erinnerung, daß es an der Zeit wäre unsere Hintern zu heben, uns in Bewegung zu setzen und in die richtige Richtung zu arbeiten, wollen wir nicht untergehen und uns nicht von dem Planeten Erde für immer verabschieden.
Denkanstöße für eine nichtlineare Lektüre zum Aufruf einer dekonstruierenden und dekonstruktiven Denk- und Lebenshaltung:
1)
John Bellamy Foster, Brett Clark, Richard York: Der ökologische Bruch. Der Krieg des Kapitals gegen den Planeten (Originaltitel: The Ecological Rift: Capitalism’s War on the Earth. Monthly Review Press, New York 2011.).
LAIKA-Verlag, Hamburg 2011 // LAIKAtheorie Band 6, ÜS aus d. Engl. v. Klaus E. Lehmann.
2)
Körperphilosophie
Demokratiephilosophie
Body Philosophy
Philosophy of Democracy
Macht ist Körpern den Zugang zu Räumen versperren zu können!
Power is being able to block access to spaces for bodies!
Hans Ulrich Gumbrecht, „Was sich nicht wegkommunizieren läßt“, – in: Kommunikation. Medien. Macht, hg. v. R. Maresch, Niels Werber, Frf. 1999, S. 331:
„Macht ist die Möglichkeit, Räume mit Körpern zu besetzen, und das heißt auch: Körper aus Räumen zu verdrängen und Körpern den Zugang zu Räumen versperren zu können.“
(Transl.: Power is the possibility to occupy spaces with bodies, and that also means: to displace bodies out of spaces and to be able to deny them access to spaces.)
Körper Politik Gewalt Text … Sp … Ur
The own and the foreign !
Husserl, Merleau – Ponty, Levinas, Derrida and many others have worked on it.
The European heritage is crises !
Crisis and deconstruction !
Our bodies are political!
CORPUS MUNDUS
CONTEMPORARY PHILOSOPHY
PHILOSOPHY OF THE 21ST CENTURY
PHILOSOPHIZING IN THE 21ST CENTURY
The Heir to Philosophy. The heritage of Greek philosophy. The heritage of Greek philosophy as a European Philosophy a paradox.
The philosophical work, the work of the différance, means for us the recognition of the own borders, the ethnocentric, the geographical, the politgeographical and the linguistic borders and at the same time the permanent exceedance of these borders without defaming or discriminating against them.
to contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
Anna Lydia Huber, Philosophin, Schriftstellerin (66)Gerhard Kaučić, Philosoph, Schriftsteller (66)
PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA
Grammatologische Philosophische Praxis, Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax und Anna Lydia Huber Wien
Philosophische/r Praktiker:in, GrammatologIn, Schriftsteller:in, Radfahrer:in, Ökomobilist:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrer:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Fahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Bewegte/r und Bewegende/r, der Philosoph/die Philosophin als Scout ……. trace ……. Spur ……. Grammatologie Dekonstruktion
Die Subjekthaftigkeit! Die Sprache! Der Andere! Das Berühren und das Berührtwerden! (vgl. Derrida und meinen/unseren Teaser im Blogspot-Blog 2014 ff.)
Berührtwerden
[[ In Klammern:
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
Vom Fahrrad aus
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching,, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Erfahrung der Nacktheit, Erfahrung der Natur, John Dewey – Natur – Leben – Körper – Mentalität, Dewey – ästhetische Erfahrungen, John Dewey – Erfahrung und Natur, John Dewey – Experience and Nature
Anna Lydia Huber (geb. 1959, MSc, Philosophin, Naturistin, Freeriderin)
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
John Dewey, amerikanischer Pragmatist, wollte seinen Lebenssinn darin sehen, den meßbaren Dingen zu entgehen. Er schrieb in Erfahrung und Natur:
„Das charakteristisch menschliche Bedürfnis ist das nach Besitz und Genuß der Bedeutung von Dingen, und dieses Bedürfnis wird im traditionellen Begriff des Nützlichen ignoriert und unbefriedigend gelassen.“ (Frf. 1995, S. 341)
Dewey meint, wir erfahren immer etwas, wenn wir in Bewegung bleiben und interagieren. Gewisse Ereignisse wirken auf uns, nicht alle gleichermaßen.
Genau diese bestimmten Ereignisse meint Dewey, wenn er von ästhetischen Erfahrungen spricht.
Ästhetische Erfahrungen lassen die Welt um uns für uns bedeutsam werden. Sie erscheint uns dann wie verwandelt oder besser als verwandelt. Das hält und macht uns lebendig. Lebenslang.
Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!
Freundschaft Freude Freiheit Naturismus
Friendship Joy Freedom Naturism
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
Vom Fahrrad aus
Klammern zu ]]
Berührtwerden
Dieses Dritte, diese Schrift enthält Vieles, – auch Namen!
Diese Schrift erzeugt Benennung und Benennbarkeit und! Anerkennung !!!
Der Name ist ein Erzeuger und Erhalter der Lebendigkeit, ein Modus der Anerkennung und Wertschätzung eines anderen (der/die/das).
Unser Leben ist ein Leben der Differenzen. Die Differenz ermöglicht Wahrnehmung und Lebendigkeit.
Philosoph:in des Denkens der Différance, Philosophie der Différance, Praxis der Différance, Arbeit(!) der Différance ( lies dazu „Die différance“, – in: Jacques Derrida: Randgänge der Philosophie, Passagen Verlag, Wien 1988, S. 29-52 )
Erstkontakt:
To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello[dot]at
Öffnungszeiten: Mo – Do: 11.00 – 20.00 Uhr
GerhardKaučić & Anna Lydia Huber Grammatologische Philosophische Praxis / Grammatological Philosophical Practice gegründet 1989 / established 1989
Gerhard Kaučić, Anna Lydia Huber, Philosophers, (66), Austria, Vienna, Europe
Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax & Anna Lydia Huber Wien 1989 ff.
Globale Herausforderungen und viele notwendige kleine Schritte!
Wozu philosophieren?
Das Begehren (!) ( bitte nicht zu verwechseln mit Bedürfnis ! ) führt uns zum Begehren auch des Denkens, des Denkens des Begehrens und des irgendwie Habhaftwerdenwollens der je eigenen „Zeit“, – der Epoche, unserer Epoche! (vgl. Teaser!)
Der Epoché (!?) des Post-Anthropozäns !?
Das Begehren, die Leidenschaft (vgl. Teaser und Footer Blogspot-Blog 2014!), das ist das, was auf das Anwesende und auf das Abwesende (vgl. Teaser) zielt.
Dies hält uns auf Trab. Das erzeugt unsere Identität. Das Philosophieren vereint uns im Streit, hält uns in der Differenz, auch zu uns selbst, bildet uns zu KulturteilhaberInnen, die sich in ihrem Denken begreifen wollen und zu erkunden suchen.
To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
Jeder Satz hat zu wenig Zeit. Jeder Satz verdrängt, indem er springt. Er verdrängt viele andere mögliche und notwendige (!) Sätze (mehr vgl. mein/unser Youtube-Video zu „Der Satz“).
Jeder Satz, jedes Wort, jeder Code treibt sein Wesen und sein Unwesen in der Inkommunikabilität!
Jeder Satz grüßt ein Gespenst. Jeder Satz ist ein Gespenst.
Jeder Satz in einer jeden Setzung und einer jeden Sitzung (auch der in einer PP/Philosophischen Praxis).
Ich sollte/wir sollten immer die Möglichkeit haben, alle psychoanalytischen, ökonomischen, politischen und juridischen Implikationen des oben Gesagten/Gesetzten darzulegen.
Ich verweise alle LeserInnen auf meine/unsere Publikationen im Netz und auf die Veröffentlichungen auf Papier.
Das Terrain der Lektüre ist abgründig(!) und unbegrenzbar!
Philosophische Praxis
die rätselhafte und verstörende Notwendigkeit
Von Kommunikation
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Philosophischer Salon Gerhard Kaučić Djay PhilPrax & Anna Lydia Huber Gasometer Wien
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren.
Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben
Gegenwartsphilosophie
Adventure Philosophy!
Philosophische Praxis
Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer
Gerhard Anna Cončić-Kaučić (geboren 1959, Schriftsteller:in – Wiener Postmoderne – Dekonstruktion – Wien – Vertreter:in der Wiener Spielart der Dekonstruktion im Sinn Jacques Derridas)
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden. „Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt. Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttel nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.
Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns
……. THE SET …….. THE LEAVING OF THE BOOK …….. !?
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/
Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte
Die Sprache, das Sprechen, das Unbewußte (Ubw)
Der Satz und die Philosophie
Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use onlythis email: g.kaucic[at]chello.at
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Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world
Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion
Öffnungszeiten / Hours of opening: Mo – Do: 11 – 20 Uhr
Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement
Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…
…around the clock …around the world…
GESPRÄCHE sind EREIGNISSE als TEXT
cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )
Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsereCharakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –
For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –
TIERPHILOSOPHIE als Baustein einer Demokratietheorie
Anna Lydia Huber, Philosophin, Schriftstellerin (66)
Gerhard Kaučić, Philosoph, Schriftsteller (66)
PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA
Grammatologische Philosophische Praxis, Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax und Anna Lydia Huber Wien
Philosophische/r Praktiker:in, GrammatologIn, Schriftsteller:in, Radfahrer:in, Ökomobilist:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrer:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Fahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Bewegte/r und Bewegende/r, der Philosoph/die Philosophin als Scout ……. trace ……. Spur ……. Grammatologie Dekonstruktion
Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus unserer Philosophischen Praxis
Philosoph:in des Denkens der Différance, Philosophie der Différance, Praxis der Différance, Arbeit(!) der Différance ( lies dazu „Die différance“, – in: Jacques Derrida: Randgänge der Philosophie, Passagen Verlag, Wien 1988, S. 29-52 )
Erstkontakt:
To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello[dot]at
Öffnungszeiten: Mo – Do: 11.00 – 20.00 Uhr
GerhardKaučić Grammatologische Philosophische Praxis / Grammatological Philosophical Practice gegründet 1989 / established 1989
Schwanengesang
Schwanengesang! ? Sirenengesang! ?
In „Phaidon“ erklärt Sokrates den elegisch eindrucksvollen und morbid-fröhlichen Gesang der Schwäne vor ihrem Tod mit deren Vorkenntnis des Guten(!) in der „Nachwelt“. (!?!) Der „Liber Monstrorum“ zeichnet die Sirenen als die vorbeisegelnden Seefahrer lockenden Mischwesen(!) infolge verheißungsvollen und betörenden Gesanges, deren untere Hälfte aus einem geschuppten Fischleib bestünde.
Laut Boccaccio waren sie bis zum Nabel menschenförmig(!), darunter fischförmig und besaßen außerdem Flügel.
Laut Homer, der die älteste literarische Überlieferung der Sirenensage liefert, lockten die Sirenen Seefahrer nicht nur durch ihre betörende Stimme, sondern vor allem durch ihre Fähigkeit, alles auf Erden Geschehende zu wissen und vorhersagen zu können.
In der Geschichte der Mythologie zählt man sie zu den Todesdämonen(!). Sirenengesänge!!! Schwanengesänge??? !!! Bedrohte Natur,- Mensch! Gelingt der Turnaround? Alarmstufe Rot!
ist die Idee des Guten das oberste Prinzip. Ein nicht einfach zu erfassendes Prinzip!
Umgelegt auf die heutige Politik möchte ich dieses „Prinzip“(!) anwenden auf die modernen Menschenrechtsformulierungen, nach denen sich heutige Politik und PolitikerInnen zu richten hätten, –
also auf das, was gut und richtig ist für alle Menschen auf diesem Globus, das sogenannte „planetarische Prinzip“ (vgl. Gayatri Chakravorty Spivak) den „Anderen“ zu denken, – im Zeichen der Alterität zu denken,
(( cf. Teaser-Ende Blogspot-Blog 2014 ff. zur Spur:
„Die Spur, in der sich das Verhältnis zum Anderen abzeichnet, …“
„Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ (J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82)
„The trace must be thought before the entity.“ (J. Derrida, op. cit., of Grammatology, p. 47)
„ Il faut penser la trace avant l’étant.“ ( Jacques Derrida, op. cit., DE LA GRAMMATOLOGIE, p. 69 ) ))
ja vom Imperativ(!), das Subjekt als planetarisch zu denken, – auch und besonders auf die großen Herausforderungen der Politik im 21. Jahrhundert gerichtet gedacht: wie Migration (Flüchtlinge, Refugees), Welt als Umwelt und deren Zerstörung, Treibhausgase, Temperatur(anstieg), Ressourcenknappheit, Wohlstandsgefälle, Bevölkerungsdichte, Wasserkriege, Religionskriege, Klimawandel, Klimafolgen, Erderwärmung, Atomare Überbleibsel, Klimakriege, Klimakatastrophen, Bürgerkriege, „ethnische Säuberungen“ (!), Völkermord, Gewaltkonflikte, soziale Katastrophen, Terror, Naturkatastrophen, Bevölkerungswanderungen, instabile Staatsgebilde, Armut, Korruption, Waffen(lieferungen), Terrorismus,
((( …ich beziehe mich in der Hauptsache auf Derrida und seine Texte über „das Tier“, – in: J. D.: „Das Tier, das ich also bin“. Wien 2010.;
…alle Philosophen, von Aristoteles bis Descartes, Kant, Heidegger, Levinas bis Lacan, sprechen von „das Tier“ (cf. S. 58f.);
… alle Tiere werden als Tier zusammengedacht!, – das „Tier als solches“ !
Die berüchtigte Formel, die „Als-solche-Struktur“, das ist das, was Derridas Dekonstruktion zu überschreiten, zu attackieren versucht, – das Einheiten bilden in einem Urteil, z. B. Heideggers Ausdruck „Weltbilden“, das ist das , was der Mensch (die Menschen!) kann und was diesen vom Tier(! welchem?) unterscheide; dieses sei „weltarm“!
Eine Unterscheidung mit vielen Folgen! Diese Tier-Mensch-Unterscheidung ist der Grundstein der abendländischen Metaphysik und ihrer Serien binärer, hierarchischer Oppositionen als Grundlage für Weltaussagen und Urteile (!) über diese (cf. S. 164)
… Derrida spricht von der Teilnahme an einem „veritablen Krieg der Arten, jedesmal wenn „man“ „Das Tier“ sagt ! (cf. S. 58);
… das Zusammendenken aller Tiere als Tier!
Mit dem Singular das Tier wird eine metaphysische Formulierung und Denkweise privilegiert, – das Tier als solches !
Was wären die Kriterien für die Zusammenführung aller Tierarten und Tierindividuen unter einen Begriff!?
Es kann nur die Fundamentalopposition zum Begriff des Menschen / der Menschen gemeint sein. Eine Abwertung!
Das Lebewesen Tier, die Tiere seien weniger als ein Mensch und der Mensch sei mehr als ein Tier!
Für Derrida bleibt die Beziehung zum Seienden immer eine tierliche Beziehung, dies gelte auch für uns Menschen.
… Derrida denkt, der durch die metaphysischen Oppositionen bewirkte Separatismus (gegenüber uns Menschen) bedeute die andauernde gedankenlose und brutale Fortsetzung der Gewalt gegen Tiere.
Gleichzeitig fürchtet er die Reduzierung des menschlichen Lebens auf tierisches Leben durch viele Biologen bzw Biologisten und damit die Gefahr, daß Menschen der nämlichen Gewalt ausgesetzt sein werden und seien! (ebda.)
… Menschen und Tiere „erleben“(!) den Tod nicht „als solchen“!
Die Möglichkeit und die Realität des Todes nehmen wir nicht „als solche“ wahr, sondern nur über den Umweg (!) über andere. Die Menschen genauso wie die Tiere.
Das ist „uns allen“(!) gemeinsam, – bei aller Fremdheit, die wir Tieren gegenüber empfinden (sollten!
Für Derrida eine Fremdheit, die wir kultivieren sollten. Eine Andersheit, deren Schönheit wir genießen und schützen und bewahren sollten und müssen!)
… wir alle, Tiere wie Menschen, sind körperliche Lebewesen, verletzlich, vergänglich und singulär! Extrem rar!
Teil einer kleinen, kostbaren, schützenswerten, permanent gefährdeten Welt.
Gewaltminimierung ist Derridas Auftrag an uns!
Das Anthropozän (Crutzen) und die Beschleunigung aller Formate. Die „Technosphäre“ scheint sich zu verselbständigen.
Der Mensch bleibt zurück. So die große Sorge vieler.
Genügend Anlässe darüber gründlich nachzudenken.
Praxis des Denkens! Praktiken des Handelns!
Noch ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen.
Im Post-Anthropozän (!?) denkend philosophieren, – eine Überlebensnotwendigkeit.
Eine Notwendigkeit und eine Wendigkeit des Lebens. Praktiken und Praxis. Praktiken des Philosophierens.
Notwendigkeiten des Philosophierens!!!
Und Praktiken des Handelns in den Feldern Multispezies-Ethnographie und Zoopolis-Konstruktionen bzw die notwendige und brisante Forderung der Ausdehnung des Forschungsinteresses der Sozialwissenschaften auf Mensch-Tierbeziehungen, quasi der „animal turn“ der Sozialwissenschaften als überlebensnotwendige Praktiken und Praxis einer zeitgerechten Tierphilosophie (vgl. Teaser, Blogspot-Blog 2014 ff. !!!) im Anthropozän bzw Post-Anthropozän (!?) zur Bändigung und Beendigung der so sehr destruktiven Kräfte der Spezies Mensch.
Hauptproblemfelder dringenden Handelns:
Artenvielfalt, Biodiversität, Standardisierungen, Massentierhaltung, Tierfabriken, Tierverzehr, „Fleischproduktion“!, Tierrechte, Volatilität der Grenze zwischen Mensch und Tier, Tierphilosophie ( vgl. Teaser! ), — „animal turn“ !!!
( vgl. Anne Peters, Tier-Recht im Zeitalter des Menschen, – in: Renn/Scherer (Hg.), Das Anthropozän. Zum Stand der Dinge. Berlin 2015, S. 67-87 )
( Jacques Derrida: Das Tier, das ich also bin. S. 58ff., S. 63ff., bes. S. 67 und ff., S. 79ff., S. 206ff. )
Tierphilosophie, Tierrechte, Tierschutz
Lassen Sie mich hier zum vorläufigen Ende noch die Dichter zitieren und ans Herz legen (mittels Zitierung von Mathias Schreiber aus „Der Spiegel“ Spiegel online vom 26.03.2001 mit dem Wollschläger zitierenden Titel „Tiere sehen dich an“), –
besonders meinen geistigen Mentor, seelenverwandten Freund und 2007 verstorbenen Kollegen, den Autor der „Herzgewächse“ HansWollschläger mit seiner Streitschrift „TIERE SEHEN DICH AN oder das Potential Mengele“, Verlag Die Republik, Salzhausen-Luhmühlen im April 1987:
>>> Die anrührendsten Tierbilder stammen von lyrisch empfindenden Dichtern wie Lord Byron („Inschrift auf dem Denkmal eines Neufundländer-Hundes“), Theodor Storm (in seinen Gedichten tummeln sich Laufkäfer, Störche, Möwen und Nachtigallen) oder Alexander Puschkin – seine Ballade „Das Lied vom weisen Oleg“ ist die ergreifende Liebeserklärung an ein Pferd („Ach, wenn mich mein Ross heut noch trüge!“).
Nachgewirkt hat diese Tradition das ganze 20. Jahrhundert.
Unvergesslich ist Rainer Maria Rilkes Bild vom Hund, der „fast mit einem Flehen“ sein Gesicht in die Menschenwelt hält – „und doch verzichtend, denn er wäre nicht“. Und natürlich das berühmte „Panther“-Gedicht:
„Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille / sich lautlos auf. Dann geht ein Bild hinein / geht durch der Glieder angespannte Stille / und hört im Herzen auf zu sein.“
Diese Schlussstrophe deutet an: Ein Tier wie der Panther ist nicht nur stattlich, es verfügt auch über eine verborgene Teilhabe am Weltganzen, und sei diese noch so flüchtig – also über eine Vorstufe zum Menschen-„Geist“.
Darum beklagt der Gedichtanfang das Eingesperrtsein des Panthers, der „hinter tausend Stäben keine Welt“ mehr ahnen darf.
Wie ein Echo auf Rilkes „Vorhang der Pupille“ mutet der Titel eines Groß-Essays von Hans Wollschläger an: „Tiere sehen dich an.“
Darum beklagt der Gedichtanfang das Eingesperrtsein des Panthers, der „hinter tausend Stäben keine Welt“ mehr ahnen darf.
Wie ein Echo auf Rilkes „Vorhang der Pupille“ mutet der Titel eines Groß-Essays von Hans Wollschläger an: „Tiere sehen dich an.“
Wollschläger ist Übersetzer wie der heilige Hieronymus.
Der James-Joyce-Spezialist veröffentlichte 1987 eine Polemik gegen die (Tier-) „Zucht- und Schlachtanstalten der so genannten zivilisierten Nationen“, die so heftig wie ak-tuell ist. Angesichts der „Gräuel“ von Massentierhaltung, Massentiertötung und Tierversuchs-Unwesen vergehe, so Wollschläger, dem sensiblen Zeitgenossen allmählich die „Fähigkeit, seines Mitlebens froh zu werden“.
Sogar „eine Verbindung zwischen den Leiden der Tiere und den sich pandemisch verbreitenden psychischen Krankheiten ihrer menschlichen Mittiere, gar deren täglich unbändigerer Bösartigkeit“ sei nicht so „absurd“, wie sich der nüchterne Blick das einbilde. <<< (Zitat-Mathias Schreiber-im Spiegelonline-Ende) ))),
( cf. Gayatri Chakravorty Spivak: Imperative zur Neuerfindung des Planeten – Imperatives to Re-Imagine the Planet (hg. v. Willi Goetschel engl./dt.). Wien 2013, 2. Aufl., Passagen Verlag, S. 49vv.ff.
und
Charles Taylor:Multiculturalism and the „Politics of Recognition“. Princeton 1994, p. 28 ) }}}
Tiere sind! Sind viele verschiedene Individuen! Und jedes Tier für sich einzigartig !!!
Und manche Tiere besitzen sogar sogenannte menschliche Eigenschaften wie Gedächtnisinhalte, Technikvermögen, spezielles Können, Schlußfolgerungsfähigkeit, Liebe, Kommunikation u.a.! Und teilweise sogar Bewußtsein!
Jacques Derridas Phonologozentrismus bedeutet unter anderem, daß jeder Humanismus logozentristisch ist und jede Metaphysik ein Humanismus sei.
Auch wenn das bis heute die meisten Philosophen und Philosophinnen nicht gerne hören wollen.
Der Humanismus als Metaphysik ist der Feind der Tiere.
Der Feind der Tiere und schließlich auch der Feind der Menschen.
Schwanengesang ?!
Wo liegt der Grenzübergang vom Tier zum Menschen?
Gibt es überhaupt so etwas wie eine Grenzziehungsmöglichkeit?!
Wenn die Grammatologie „nicht eine Wissenschaft vom Menschen sein kann“ , dann genau deshalb, „weil sie von Anfang an die für sie grundlegende Frage nach dem Namen des Menschen stellt“ (J. Derrida, Grammatologie, Frf. 1974, S. 148).
Was ist eine Information? Was ist ein Satz? Was ist eine Frage? Was bedingt eine Frage?
Philosophische Praxis als Überwindung der Angst! Der ewige Konflikt mit Autorität als permanent dekonstruktiver Versuch von Kommunikation, – das Geheimnis des Kommunikativen in der andauernd bedrohlichen Inkommunikabilität.
Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, indem wir die Ideologeme und deren Codes analysieren und dekonstruieren.
Jeder Satz hat zu wenig Zeit. Jeder Satz verdrängt, indem er springt. Er verdrängt viele andere mögliche und notwendige (!) Sätze (mehr vgl. mein/unser Youtube-Video zu „Der Satz“).
Jeder Satz, jedes Wort, jeder Code treibt sein Wesen und sein Unwesen in der Inkommunikabilität!
Jeder Satz grüßt ein Gespenst. Jeder Satz ist ein Gespenst.
Jeder Satz in einer jeden Setzung und einer jeden Sitzung (auch der in einer PP/Philosophischen Praxis).
Ich sollte/wir sollten immer die Möglichkeit haben, alle psychoanalytischen, ökonomischen, politischen und juridischen Implikationen des oben Gesagten/Gesetzten darzulegen.
Ich verweise alle LeserInnen auf meine/unsere Publikationen im Netz und auf die Veröffentlichungen auf Papier.
Das Terrain der Lektüre ist abgründig(!) und unbegrenzbar!
Philosophische Praxis
die rätselhafte und verstörende Notwendigkeit
Von Kommunikation
PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA
Grammatologische Philosophische Praxis, Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax und Anna Lydia Huber Wien
Philosophische/r Praktiker:in, GrammatologIn, Schriftsteller:in, Radfahrer:in, Ökomobilist:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrer:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Fahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Bewegte/r und Bewegende/r, der Philosoph/die Philosophin als Scout ……. trace ……. Spur ……. Grammatologie Dekonstruktion
Die Subjekthaftigkeit! Die Sprache! Der Andere! Das Berühren und das Berührtwerden! (vgl. Derrida und meinen/unseren Teaser im Blogspot-Blog 2014 ff.)
Berührtwerden
[[ In Klammern:
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
Vom Fahrrad aus
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching,, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Erfahrung der Nacktheit, Erfahrung der Natur, John Dewey – Natur – Leben – Körper – Mentalität, Dewey – ästhetische Erfahrungen, John Dewey – Erfahrung und Natur, John Dewey – Experience and Nature
Anna Lydia Huber (geb. 1959, MSc, Philosophin, Naturistin, Freeriderin)
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
John Dewey, amerikanischer Pragmatist, wollte seinen Lebenssinn darin sehen, den meßbaren Dingen zu entgehen. Er schrieb in Erfahrung und Natur:
„Das charakteristisch menschliche Bedürfnis ist das nach Besitz und Genuß der Bedeutung von Dingen, und dieses Bedürfnis wird im traditionellen Begriff des Nützlichen ignoriert und unbefriedigend gelassen.“ (Frf. 1995, S. 341)
Dewey meint, wir erfahren immer etwas, wenn wir in Bewegung bleiben und interagieren. Gewisse Ereignisse wirken auf uns, nicht alle gleichermaßen.
Genau diese bestimmten Ereignisse meint Dewey, wenn er von ästhetischen Erfahrungen spricht.
Ästhetische Erfahrungen lassen die Welt um uns für uns bedeutsam werden. Sie erscheint uns dann wie verwandelt oder besser als verwandelt. Das hält und macht uns lebendig. Lebenslang.
Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!
Freundschaft Freude Freiheit Naturismus
Friendship Joy Freedom Naturism
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben
Gegenwartsphilosophie
Adventure Philosophy!
Philosophische Praxis
Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer
Gerhard Anna Cončić-Kaučić (geboren 1959, Schriftsteller:in – Wiener Postmoderne – Dekonstruktion – Wien – Vertreter:in der Wiener Spielart der Dekonstruktion im Sinn Jacques Derridas)
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden. „Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt. Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttel nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.
Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns
……. THE SET …….. THE LEAVING OF THE BOOK …….. !?
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/
Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte
Die Sprache, das Sprechen, das Unbewußte (Ubw)
Der Satz und die Philosophie
Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
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Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world
Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion
Öffnungszeiten / Hours of opening: Mo – Do: 11 – 20 Uhr
Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement
Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…
…around the clock …around the world…
GESPRÄCHE sind EREIGNISSE als TEXT
cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )
Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsereCharakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –
For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –
Immer wieder werde ich in meiner Praxis und auch außerhalb darauf angesprochen. Angesprochen auf Dekonstruktion, Postmoderne, Sprache, Kultur, Ideologie, Kommunikation, Lesen.
Hier nun ein paar weitere Brösel als Anmerkungen zu dem oben angedeuteten Themenkomplex und unter der Aufrufung des Wortes Postmoderne (als Post-/-Moderne!).
Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus meiner/unserer Philosophischen Praxis, – – – aus einer, zu einer und nach einer philosophischen Praxiseinheit zum schwierigen, aufregenden und noch immer umstrittenen Thema Moderne versus Postmoderne.
Wir selbst sehen uns und unser Werk als einen Teil der Wiener Postmoderne.
In früheren Schriften sowie in meinem Blog hier (und in unzähligen philosophischen Praxiseinheiten der letzten drei Jahrzehnte fanden solche statt) finden sich zahlreiche Annäherungen und Exploitationen dieses Feldes.
Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.
Alle unsere Teletechnologien (vom TV bis zur Drohne und darüberhinaus) bewirken eine real praktizierte Dekonstruktion traditioneller Begriffe und Vorstellungen von Staat, Bürger, Staatsbürger, Ausländer, Tourist, Einheimischer, Eingebürgerter etc., soweit diese an ein konkretes Territorium gebunden sind.
Jedes Land hat seine Geschichte, sein Gedächtnis und seinen speziellen Umgang mit seiner Archiv-Ökonomie.
Immer wenn man ein Archiv öffnet, sich gewisser Ereignisse erinnert, bringt man das Drama, dieses Ereignis, zur Sprache und holt es ins Gedächtnis zurück.
Man macht „es“ sich bewußt !
Bewußtwerdung ist aber noch lange nicht alles, worum es geht ! Spricht man vom Holocaust oder der Shoah, so bahnt man (ob man will oder nicht!) einen Weg zum jeweils individuellen wie auch zum sogenannten nationalen Unbewußten !
Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können. Affizierungen !
Postmoderne, so meine These, hat etwas mit Freud zu tun, – mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds!
Ich meine damit die Aufbringung der Krise. Eine epochale Krise der „Aufklärung“ der SCHRIFT.
Die Herkunft des Terms Postmodernismus ist ungewiß. Wir wissen aber, Federico de Onis verwendete das Wort in seiner „Antologia de la poesia espanola e hispanoamericana“. Das Werk wurde in Madrid 1934, zwei Jahre nach seinem Tod, publiziert. Arnold Toynbee verwendete es 1947 in „A Study of History“ und bezeichnete damit einen neuen Zyklus in der westlichen Zivilisation, den er um das Jahr 1875 beginnen ließ. Harry Levin und andere griffen die neue Etikette in den 50ern des 20. Jahrhunderts auf. Ein Begriff für eine neue Epoche war gefunden. Leute, die Überblickswerke schreiben, verwenden gerne neue Etiketten, um sich von anderen abzugrenzen, Medien springen gerne auf, es gibt ja was angeblich Neues. Und so schließen sich viele andere Medienmenschen zu einem Strom zusammen und bauen schließlich eine sogenannte neue Epoche. Ob zurecht oder zu unrecht.
Das Wort Postmodernismus überschreitet den Modernismus insofern der „Feind“, das Gift, im eigenen Wortleib selbst sitzt. Post-Modernismus denotiert temporale Linearität und konnotiert „Nachträglichkeit“.
Die Rede von der Nachträglichkeit und Derridas Rede der Struktur der Nachträglichkeit könnte eine geistreich ins Spiel gebrachte „Definition“ von Postmodernismus sein, die sich nicht in die häufig vorgebrachte Einfältigkeitsdefinition verabschiedet, wie die simple Aussage, die Postmoderne käme als Epoche (zeitlich) nach der Moderne.
„Die Struktur der Nachträglichkeitverbietet es, die Temporalisation (Temporisation) einfach zu einer dialektischen Komplikation der lebendigen Gegenwart zu machen, als originärer und unaufhörlicher, ständig auf sich selbst zurückgeführter, in sich selbst zusammengefaßter, zusammenfassender Synthese von retentionalen und protentionalen Spuren.
Bei der Andersheit des ´Unbewußten` haben wir es nicht mit Horizonten von modifizierten – vergangenen oder ankommenden – Gegenwarten zu tun, sondern mit einer ´Vergangenheit`, die nie anweste und die nie anwesen wird, deren ´An-kunft` nie die Produktion oder Reproduktion in der Form der Anwesenheit sein wird.
Der Begriff der Spur ist also mit dem der Retention, des Vergehens dessen, was gegenwärtig war, inkommensurabel. Man kann die Spur – und also die différance – nicht von der Gegenwart oder vom Anwesen des Anwesenden her denken“.
(cf. G. Kaucic, Grammatotechne als …, S. 55 f., G. Kaucic hier im Blog (Blogspot-Blog 2014 ff.) die Postings zu Dekonstruktion und zu Was ist Dekonstruktion und bes. J. Derrida, Randgänge, S. 28 f. ).
Postmoderne betrifft vielleicht nur die westliche Zivilisation, die europäisch-amerikanische Kultur und deren große „Krise“ (cf. meinen Post hier im Blogspot-Blog 2014 ff. zu „Freiheit und Krise. Krise der Freiheit“). Dekonstruktivismus und der Begriff der Schrift (wie Derrida diesen versteht!) betrifft und hat statt in allen Kulturen, ob alphabetisiert oder nicht.
Die Grenze zwischen der Moderne und der Postmoderne hat keine zeitliche Ordnung. Die Ordnung der Dinge ist außerzeitlich und die Frage nach der Grenze zwischen gibt hier das Zentrum. Es handelt sich um eine qualitative Grenze und nicht um eine zeitliche quantifizierbare Ordnung. Rabelais oder Sterne und viele andere sind für mich/uns ohne Zweifel und gut begründbar „postmodern“!
Handke oder Bernhard hingegen nicht. Joyce oder Pynchon und viele andere hingegen ganz klar (cf. meine früheren gedruckten Schriften oder auch unseren Blog als Ganzes!).
Alle Schriften Derridas schreiben die „Theorie“ der textuellen Pfropfung und spielen folgende „Praxis“: „schreiben heißt pfropfen … Die Pfropfung vollzieht sich nicht am „Eigentlichen“ der „Sache“. Es gibt ebensowenig die Sache wie den Originaltext“ (Derrida, Dissémination, german edition, S. 395).
Die PfropfreisschreibArt verwandelt den Text in ein Gewebe aus „Zitaten“. Sie verwandelt ihn nicht eigentlich, denn der Text ist immer schon ein Gewebe von Zitaten; es ändert nichts daran, wenn der „Autor“ dies nicht weiß oder zur Kenntnis nehmen kann. Insertieren in ein Register, um den Einbruch des Theaters in das Buch, der Verräumlichung in die Innerlichkeit zu bezeichnen (Double séance, Dissémination, S. 264).
Die übernommenen und eingefügten Texte werden weder zu Collagen noch zu Illustrationen. Ohne diese Pfropfreise, „die sich selbst nur im Vollzug ihrer Wiedereinschreibung lesen“ (Dissémination, 395), existiert der Text nicht.
Indem Textpartikel entnommen und wiedereingeführt werden – Kon-texte erzeugend – durchbricht die Pfropfung die Grenze zwischen dem Drinnen und dem Draußen eines Kontexts.
Eine Grenze, die die Metaphysik, der Logozentrismus, um jeden Preis aufrechterhalten möchte. Die Opposition zwischen dem Drinnen und dem Draußen ist konstitutiv für die Logik der Identität. Es gibt keine Identität im wirklichen Sinn! (vgl. weiter unten zum Begriff des Zeichens hier in diesem Posting und im Footer des Blogspot-Blogs 2014 ff.!)
Zwischen Drinnen und Draußen liegt die Differenz. Die Schrift ist die Differenz, ist ursprüngliche Verräumlichung zwischen Selbst und Selbst, die Verräumlichung als Unterbrechung der „Anwesenheit“ im „Zeichen“.
Ein Text-Äußeres gibt es nicht! (Derrida)
DerridaschreibtKaucicschreibtDerrida
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Die Texte arbeiten selbst schon an ihrer Dekonstruktion, an ihrer Auslegung und Auseinanderlegung, wodurch die Erfahrung des Abwesenden gemacht werden kann, die Erfahrung dessen, was ausgeblendet, nicht beschienen, verworfen worden war. Die dekonstruktive Lektüre ist so die Fortsetzung des sogenannten „Textes“ und nicht dessen erklärende Metaebene.
Text und Lektüre sind so immer schon Lekritüre. Dichtung und Wahrheit sind immer „bloß“ TEXT.
Die Postmoderne beziehungsweise die Wiener Postmoderne und deren Dekonstruktivismen bzw die DekonstruktivistInnen sind nicht d´accord und nicht Dekor des Gesellschaftskörpers oder des politischen Raumes, sie sind dessen „Gift“.
Alles ist singulär! Die lebendige Welt ist kein Puzzle!
DekonstruktivistInnen in der ganzen Welt haben ein Instrumentarium entwickelt die alles verschlingende mediale Diskursivität zumindest zu stören.
Hier gibt es keine Trauer nach dem verlorenen Ganzen, bloß die lustvolle Erkenntnis und die Lust am Text, der besagt, eine solche Ganzheit hat es nie gegeben.
Sowohl die Idee der Ganzheit wie die Idee des Verlustes einer wie immer gearteten Ganzheit sind bloß ein Mythos des kapitalistischen Systems.
Again and again I am approached about this in my practice and also outside. Addressed on deconstruction, postmodernism, language, culture, ideology, communication, reading.
Here are a few more crumbs as remarks on the complex of topics mentioned above and under the invocation of the word Postmodernism (as post-/-modernism!).
Stories, reports, analyses, reflections from practice/from my/our philosophical practice on the difficult, exciting and still controversial topic of modernity versus postmodernity / modernism versus postmodernism.
We see ourselves and our work as part of Viennese postmodernism.
In earlier writings as well as in my blog here (and in countless philosophical practice units of the last three decades there have been such), there are numerous approaches and exploitations of this field.
The „inscription“ is not „forever“, every inscription is finally like the subject himself, whose „archive“ can be destroyed like any archive. Also every media archive.
All our tele-technologies (from TV to drone and beyond) cause a deconstruction, in real practice, of traditional concepts and notions of state, citizen, national, foreigner, tourist, native, naturalized, etc., in so far as they are bound to a concrete territory.
Every country has its history, its memory and its special way of dealing with its archive economy.
Whenever one opens an archive, remembers certain events, one brings up the drama, this event, and brings it back to memory.
One makes „it“ conscious !
But awareness is by no means the only thing that matters ! If one speaks of the Holocaust or the Shoah, one is (whether one wants to or not!) paving the way to the individual as well as the so-called national unconscious!
Through the work of raising awareness, things happen which we cannot plan or control. Affections !
Postmodernism, so my thesis, has something to do with Freud, – with the psychoanalysis of Sigmund Freud!
I mean the raising of the crisis. An epochal crisis of the „Enlightenment“ of the WRITTEN/Scriptures.
The origin of the term postmodernism is uncertain. But we do know that Federico de Onis used the word in his „Antologia de la poesia espanola e hispanoamericana“ . The work was published in Madrid in 1934, two years after his death. Arnold Toynbee used it in 1947 in „A Study of History“, marking a new cycle in Western civilization, which he had begun around 1875. Harry Levin and others took up the new etiquette in the 50s of the 20th century.
A term for a new epoch was found. People who write general works like to use new labels to distinguish themselves from others, media like to jump up, there is supposedly something new. And so many other media people join together in a stream and finally build a so-called new epoch. Whether rightly or wrongly.
The word postmodernism transcends modernism in so far as the „enemy“, the gift, sits in its own word body. Post-modernism denotes temporal linearity and connotizes “ posteriority“.
The talk of posteriority and Derrida’s talk of the structure of posteriority could be a witty „definition“ of postmodernism, which does not say goodbye to the frequently used definition of simplicity, like the simple statement that postmodernism comes as an epoch (temporally) after modernity.
„The structure of posteriority forbids making temporalization (temporisation) simply a dialectical complication of the living present, as an original and incessant, constantly self-referenced, self-contained, summarising synthesis of retentional and protentional traces.
In the otherness of the ‚unconscious‘ we are not dealing with horizons of modified presences – past or arriving – but with a ‚past‚ that is never present and will never be present, whose ‚arrival‘ will never be production or reproduction in the form of presence.
The concept of trace is thus incommensurable with that of retention, of the passing away of what was present. One cannot think the trace – and thus the différance – from the present or from the presence of the present“.
(cf. G. Kaucic, Grammatotechne as …, pp. 55 f., G. Kaucic here in the blog the postings on Deconstruction and on What is Deconstruction and especially Derrida, Randgänge, p. 28 f. ).
Postmodernism perhaps only affects Western civilization, European-American culture and its great „crisis“ (cf. my post here in the blog on „Freedom and Crisis. Crisis of Freedom“). Deconstructivism and the concept of writing (as Derrida understands it!) concerns and has instead of in all cultures, whether alphabetized or not.
The border between modernity and postmodernity has no temporal order. The order of things is out of time and the question of the boundary between gives here the centre. It is a qualitative border and not a temporal quantifiable order. Rabelais or Sterne and many others are for me without doubt and well justifiable „postmodern“!
Handke or Bernhard on the other hand are not. Joyce or Pynchon and many others, however, are clearly (cf. my earlier printed writings or our blog as a whole!)
All of Derrida’s writings write the „theory“ of textual grafting and play the following „practice“: „to write means to graft … The grafting does not take place on the „actual“ of the „thing“. There is just as little the thing as the original text“ (Derrida, Dissémination, german edition, p. 395).
The grafting Art transforms the text into a web of „quotations“. It does not actually transform it, for the text has always been a web of quotations; it does not change anything if the „author“ does not know or cannot take note of it. Insertion into a register to signify the intrusion of theatre into the book, of spatialisation into inwardness (Double séance, Dissémination, p. 264).
The adopted and inserted texts become neither collages nor illustrations. Without these grafts, „which read themselves only in the execution of their re-inscription“ (Dissémination, 395), the text does not exist.
By removing and reintroducing text particles – creating con-texts – the grafting breaks through the boundary between the inside and the outside of a context.
A border that metaphysics, logocentrism, wants to maintain at all costs. The opposition between the inside and the outside is constitutive of the logic of identity. There is no identity in the real sense! (cf. further down on the concept of sign here in this posting and in the footer of the blogspot-blog 2014 ff.!)
Between inside and outside lies the difference. Writing is the difference, is original spatialization between self and self, spatialization as an interruption of the „presence“ in the „sign“.
There is no text-outside! (Derrida)
The texts themselves are already working on their deconstruction, on their interpretation and decomposition, through which the experience of the absent can be made, the experience of that which had been faded out, not shone at, rejected. The deconstructive reading is thus the continuation of the so-called „text“ and not its explanatory meta-level.
Text and reading have thus always been lecture scriptures. Poetry and truth are always „merely“ TEXT.
Postmodernism or Viennese Postmodernism and its deconstructivisms or deconstructivists are not d’accord and not the decoration of the social body or the political space, they are its „poison/gift“.
Everything is singular! The living world is not a puzzle!
Deconstructivists all over the world have developed an instrument to at least disturb the all devouring media discursivity.
Here there is no mourning for the lost whole, only the joyful realization and the pleasure of the text, which says that such a wholeness has never existed.
Both the idea of wholeness and the idea of the loss of a wholeness of whatever kind are merely a myth of the capitalist system.
Structures of rationality and displacement censure!
Dr. Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber, MSc, (born 1959), Philosophical Practice Vienna 1989 ff.
Gegenwartsphilosophie
Contemporary Philosophy
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Und noch einmal (Wiener) Postmoderne als Aufklärung!
in German:
LIMITED INC
Dekonstruktion und philosophische Praxis / Philosophische Praxis als Dekonstruktion
Wenn wir Sprache benützen, rufen wir unweigerlich Effekte bei uns und beim Anderen hervor. Wir verwandeln uns, aber auch den Anderen und wir verwandeln das Andere, die Sprache. Sprache ist ein Name für unser Tun, – die Handlung, die wir gerade tun, – und ein Name für das, was wir bewirken, – die Handlung und ihre Folgen.
Ein Satz tut etwas.
Die Aufmerksamkeit der Dekonstruktion ist immer eingeschrieben in die vielen verschiedenen pragmatischen Anliegen und Aufgaben.
Die Dekonstruktion ist immer und überall erfinderisch(!) (vgl. Teaser und Post „Poésie engagée“), sonst ist (!) sie nicht.
Diese dekonstruktive Aufmerksamkeit nenne ich die philosophische Verantwortlichkeit. Nicht gefangen bleiben im Empirizismus!
Jeder Satz ein Sprung.
Ein Sprung, der einen Kontext sprengt.
Es existiert immer schon eine oratio obliqua, eine strukturelle Unbewußtheit der Intention in der Aktualität der Aussage. Vergessen Sie nie daran zu erinnern, daß in der Sache und der Auffassung davon ein Gespenst sein Wesen treibt, – das teleologische Trugbild des Bewußtseins (vgl. bes. „Signatur, Ereignis, Kontext“ von J. Derrida, in: Randgänge der Philosophie).
Jedes Gespräch, jeder Diskurs, jede Dekonstruktion birgt Gefahr. Die Gefährdung des Eigenen!
Eines vermeintlichen Eigenen. „Das Eigene“ als Eigenes gibt es so(!) nie und nirgends.
Die Politik der Freundschaft ist eine schwierige.
Und die Dekonstruktion ist nachträglich und vorläufig(!). Vergleichen Sie das Konzept der „Spur“ Derridas! Die Gegenwart, keine Gegenwart ist jemals präsent und eine Vergangenheit ist nie als Gegenwart vollpräsent gewesen. Auch diese Erkenntnis läuft via Sprache. Wir sind Zeugen und Involvierte einer absoluten Dislokation (vgl. Teaser).
Ich meine die Spaltung der Struktur einer Erfahrung der Zugehörigkeit, eines sogenannten „Eigenen“(!). Zugehörigkeiten ausgedrückt in den Begriffen wie Familie, Ethnie, Nation, Religion, Staat oder sogar Beruf.
Ich muß noch kurz auf die >Verantwortung< (!) zu sprechen kommen. Dies berührt die Subjektwerdung, die Subjektfähigkeit, also auch die Diskurse über die Grenzziehung zwischen Mensch und Tier (vgl. Teaser!).
Ich möchte hinweisen auf die allgemeine Beunruhigung in den Wissenschaften vom Menschen, wenn man eine Logik des Unbewußten anspricht oder sogar darauf setzt (wie ich z.B.).
Eine Logik des Unbewußten, die uns im Bewußtsein der Freiheit (!), die dann also immer Verantwortung impliziert, jede Gewißheit und Versicherung (auch unserer selbst!) unterläuft.
Hier wird sofort der Vorwurf laut, daß damit (mit der Inkludierung dieser Logik des Ubw) jegliche Verantwortung und Ethik in Zweifel gezogen werden würde und also jede Entscheidung (und auch ein Quäntchen Nichtentscheidbarkeit in sich bürge).
Ich sage denen, die diesen Vorwurf erheben, immer wieder, daß ja gerade das Gegenteil der Fall sei, daß doch genau dieses Faktum des Zweifels an Verantwortung, Entscheidbarkeit und einem eigenen Ethisch-Sein das unbestimmbare Wesen(!) der Verantwortung, der Entscheidung und der Ethik ausmache.
Zum Ende kommend noch einmal sei angeführt die „kommende Demokratie“ J. Derridas. Eine Demokratie im Werden (und nicht nur auf nationalstaatlichem Boden, vgl. Kant, Zum ewigen Frieden) in den überstaatlichen Beziehungen, Rechtsverhältnissen und Institutionen, – eine Demokratie, die als kommende noch kaum bis gar nicht begonnen haben dürfte. Das ist das Thema von Liebe und Haß, Frieden und Krieg, Gemeinsames und Einsames, ein Thema der Möglichkeit, Wahrscheinlichkeit und Unmöglichkeit.
Die Demokratie als philosophischer Begriff, die immerwährend im Kommen bleibt (vgl. Teaser).
Die Gefühle des Hasses als Aporetikum, als Aporieaffekt des Demokratischen! Vielleicht auch das Kuckucksei einer jeden Revolution?!
Destruktive Entwicklungen sind nicht nur repressiv zu eliminieren(!), sondern durch kommunikative Inklusion zu pädagogisieren und zu zivilisieren.
„Die Dekonstruktion hat notwendigerweise von innen her zu operieren, sich aller subversiven, strategischen und ökonomischen Mittel der alten Struktur zu bedienen, sich ihrer strukturell zu bedienen“ (Derrida, Grammatologie, S. 45), um schließlich den nicht strukturell zu erfassenden Praxischarakter der Wahrheit freizulegen.
Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An-und Abwesendsein der Wahrheit, des etwas Erblickens und dadurch anderes Aus-dem-Blickfeld-Ausschließens. (H. Kimmerle, J. Derrida zur Einführung, S. 49)
Dekonstruktion läßt sich nicht in einen „Begriff“ Dekonstruktion einschließen. Und Dekonstruktion erschließt beziehungsweise eröffnet einen Zugang zum Anderen durch Entdeckungen von Unbekanntem oder bisher Ungedachtem. Dekonstruktion läßt sich nicht definieren und nicht abschließen (vgl. dazu J. Derrida, Limited Inc, S. 171 ff.).
Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates. Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.
Ein Text, der vielleicht aus gewohnter (binärer) These und Antithese besteht, enthüllt, wenn er dekonstruiert wird, beispielsweise eine Vielzahl von Perspektiven, die gleichzeitig vorhanden sind, – oft in Konflikt miteinander.
Dieser Konflikt aber wird durch die Dekonstruktion erst sichtbar.
Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).
Philosophische Praxis könnte dazu einen nicht wenig gewichtigen Beitrag leisten, denke ich.
In English:
And once again (Viennese) postmodernism as enlightenment!
LIMITED INC
DECONSTRUCTION AND PHILOSOPHICAL PRACTICE / PHILOSOPHICAL PRACTICE AS DECONSTRUCTION
When we use language, we inevitably cause effects in ourselves and in others. We transform ourselves, but also the other, and we transform the other, the language.
Language is a name for our actions, – the action we are doing, – and a name for what we effect with the linguistic setting, – the action and its consequences.
A sentence does something.
The attention of deconstruction is always inscribed in the many different pragmatic concerns and tasks.
Deconstruction is always and everywhere inventive(!) (cf. teaser and post „Poésie engagée“), otherwise (!) it is not.
I call this deconstructive attention philosophical responsibility. Do not remain trapped in empiricism!
Every sentence a leap.
A leap that breaks a context.
There is always already an oratio obliqua, a structural unconsciousness of intention in the topicality of the statement. Never forget to remember that in the thing and the conception of it a ghost drives its essence – the teleological delusion of consciousness (cf. especially „Signature, Event, Context“ by J. Derrida, in: Randgänge der Philosophie).
Every conversation, every discourse, every deconstruction holds danger. The endangerment of one’s own!
An alleged own. The „own“ as the own never (!) exists anywhere.
The politics of friendship is a difficult one.
And the deconstruction is retrospective and provisional(!). Compare the concept of „trace“ Derridas! The present, no present is ever present and a past has never been fully present as present. This realization also runs via language. We are witnesses and involved in an absolute dislocation (cf. Teaser).
I mean the splitting of the structure of an experience of belonging, a so-called „own“(!). Belongings expressed in terms of family, ethnicity, nation, religion, state or even occupation.
I still have to speak briefly about >responsibility< (!). This touches the becoming of the subject, the subjectivity, thus also the discourses about the demarcation between man and animal (cf. teaser!).
I would like to point out the general concern in the sciences of man, if one addresses a logic of the unconscious or even sets on it (like I e.g.).
A logic of the unconscious which, in the consciousness of freedom (!), which then always implies responsibility, undermines every certainty and assurance (also of ourselves!).
Here the accusation becomes immediately loud that (with the inclusion of this logic of the Ubw) any responsibility and ethics would be doubted and thus every decision (and also a grain of undecidability in itself would guarantee).
I keep telling those who make this accusation that just the opposite is the case, that it is precisely this fact of doubting responsibility, decidability and one’s own ethical existence that constitutes the indeterminable essence (!) of responsibility, decision and ethics.
Coming to the end, once again the „coming democracy“ of J. Derridas should be mentioned. A democracy in the making (and not only on nation-state soil, cf. Kant, Zum ewigen Frieden) in supranational relations, legal relationships and institutions – a democracy which as a coming democracy may hardly have begun or not begun at all. This is the theme of love and hatred, peace and war, the common and the lonely, a theme of possibility, probability and impossibility.
Democracy as a philosophical concept that remains in constant flux (cf. Teaser of the blogspot blog 2014 ff.).
The feelings of hatred as an aporetic, as an aporia effect of the democratic! Perhaps also the cuckoo’s egg of every revolution!
Destructive developments must not only be repressively eliminated (!), but pedagogized and civilized through communicative inclusion.
„Deconstruction necessarily has to operate from within, to make use of all subversive, strategic and economic means of the old structure, to make use of its structure“ (Derrida, Grammatologie, p. 45), in order finally to uncover the practical character of truth, which cannot be grasped structurally.
What is meant is the visualization of the duality of the simultaneous presence and absence of the truth, of a certain sight and thereby a different exclusion from the field of vision. (H. Kimmerle, J. Derrida for Introduction, p. 49)
Deconstruction cannot be included in a „term“ deconstruction. And deconstruction opens up or opens up an access to the other through discoveries of the unknown or the previously unthought. Deconstruction cannot be defined or completed (cf. J. Derrida, Limited Inc, p. 171 ff.).
Deconstruction is and always will be the questioning of the origins, the foundations and the limits of our conceptual, theoretical and normative apparatus. And this always in the double movement of the Différance.
A text that perhaps consists of habitual (binary) thesis and antithesis, when deconstructed, reveals, for example, a multitude of perspectives that exist simultaneously, often in conflict with each other.
This conflict, however, only becomes visible through deconstruction.
Deconstruction has an ethical component, since it opens the relationship to the other, insofar as it finds access to the previously unimagined or the previously excluded and possibly invents or finds new social, new interpersonal, new political, new scientific, new legal, new technical, new philosophical and artistic ways of thinking and acting (cf. E. Lévinas and J. Derrida).
Philosophical Practice could make a not insignificant contribution to this, I think.
To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
Postmoderne, so meine These, hat etwas mit Freud zu tun, – mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds!
Ich meine damit die Aufbringung der Krise. Eine epochale Krise der „Aufklärung“ der SCHRIFT.
POSTMODERNISM, SO MY THESIS, HAS SOMETHING TO DO WITH FREUD, – WITH SIGMUND FREUD’S PSYCHOANALYSIS!
I’M REFERRING TO THE UPSETTING/THE RAISING OF THE CRISIS. AN EPOCHAL CRISIS OF THE „ENLIGHTENMENT“ OF THE SCRIPTURE.
Gerhard Kaučić (Dr. phil., born 1959, age 66, 2025)
Sexism, racism, fascism, cultural-historical considerations and reflections on violence and gender, – limits of mediation, limits of enlightenment, limits of philosophy, limits of psychoanalysis, responsibility and legal consequences up to a necessary future change of legal philosophy and legislation under demand of applied psychoanalytic reflectories as deconstruction. „Because I’m a Girl.“
Anna Lydia Huber (MSc, born 1959, age 66, 2025)
Sexism, racism, fascism, cultural-historical considerations and reflections on violence and gender, – limits of mediation, limits of enlightenment, limits of philosophy, limits of psychoanalysis, responsibility and legal consequences up to a necessary future change of legal philosophy and legislation under demand of applied psychoanalytic reflectories as deconstruction. „Because I’m a Girl.“
Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte
Die Sprache, das Sprechen, das Unbewußte (Ubw)
Der Satz und die Philosophie
PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA
Grammatologische Philosophische Praxis, Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax und Anna Lydia Huber Wien
Philosophische/r Praktiker:in, GrammatologIn, Schriftsteller:in, Radfahrer:in, Ökomobilist:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrer:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Fahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Bewegte/r und Bewegende/r, der Philosoph/die Philosophin als Scout ……. trace ……. Spur ……. Grammatologie Dekonstruktion
Die Subjekthaftigkeit! Die Sprache! Der Andere! Das Berühren und das Berührtwerden! (vgl. Derrida und meinen/unseren Teaser im Blogspot-Blog 2014 ff.)
Berührtwerden
[[ In Klammern:
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
Vom Fahrrad aus
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching,, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Erfahrung der Nacktheit, Erfahrung der Natur, John Dewey – Natur – Leben – Körper – Mentalität, Dewey – ästhetische Erfahrungen, John Dewey – Erfahrung und Natur, John Dewey – Experience and Nature
Anna Lydia Huber (geb. 1959, MSc, Philosophin, Naturistin, Freeriderin)
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
John Dewey, amerikanischer Pragmatist, wollte seinen Lebenssinn darin sehen, den meßbaren Dingen zu entgehen. Er schrieb in Erfahrung und Natur:
„Das charakteristisch menschliche Bedürfnis ist das nach Besitz und Genuß der Bedeutung von Dingen, und dieses Bedürfnis wird im traditionellen Begriff des Nützlichen ignoriert und unbefriedigend gelassen.“ (Frf. 1995, S. 341)
Dewey meint, wir erfahren immer etwas, wenn wir in Bewegung bleiben und interagieren. Gewisse Ereignisse wirken auf uns, nicht alle gleichermaßen.
Genau diese bestimmten Ereignisse meint Dewey, wenn er von ästhetischen Erfahrungen spricht.
Ästhetische Erfahrungen lassen die Welt um uns für uns bedeutsam werden. Sie erscheint uns dann wie verwandelt oder besser als verwandelt. Das hält und macht uns lebendig. Lebenslang.
Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!
Freundschaft Freude Freiheit Naturismus
Friendship Joy Freedom Naturism
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben
Gegenwartsphilosophie
Adventure Philosophy!
Philosophische Praxis
Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer
Gerhard Anna Cončić-Kaučić (geboren 1959, Schriftsteller:in – Wiener Postmoderne – Dekonstruktion – Wien – Vertreter:in der Wiener Spielart der Dekonstruktion im Sinn Jacques Derridas)
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden. „Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt. Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.
Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at
Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world
Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion
Öffnungszeiten / Hours of opening: Mo – Do: 11 – 20 Uhr
Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement
Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…
…around the clock …around the world…
GESPRÄCHE sind EREIGNISSE als TEXT
cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )
Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsereCharakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –
For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –
Und was die politische Rechte nie verstehen wird, wenn sie von Dekonstruktion spricht oder besser, – von dieser Vokabel halluziniert.
Das rechte Weltbild ist ein ängstliches und beschränktes Weltbild. Im Gefolge immer der Haß und die Bedrohung. Die Ablehnung. Die Ausgrenzung. Die Umgrenzung. Eine Mauer. So schnell wie möglich eine Mauer.
Rechte Kritikverkennt vollkommen die Moderne. Ihr Kulturverständnis ist ein inversives. Die Kultur soll nach dem Verständnis der politischen Rechten dem Staat dienen. Sie solle dem Staat quasi eine Aura als Erhöhung der Nationsgeschichte liefern. Am besten eine Heldenaura.
Daraus speisen sich auch die vielen Männerbünde mit ihren sogenannten Mutproben als Vorstufe für weitere „Heldentaten“ (vgl. Polen, Rußland, Orbans Ungarn oder auch die Bünde, Burschenschaften, Sängerschaften, Corps in Österreich auf der Seite der Freiheitlichen mit leider oft antisemitischen Tendenzen und Aktivitäten).
Was die Rechte (als politisches Spektrum) aufregt! Der Multikulturalismus als Aufgabe einer vermeintlich spezifischen kulturellen Identität. Das Festhalten an einer (eingebildeten) Gemeinschaft eines(!) Volkes und einer(!) Sprache und einer Ritualgewohnheit! (Feste, Feiern, Riten einer Religion, Zweigeschlechtlichkeit, Heteronormativität, nationale Währung, Kapitalismus mit tradierter Bodenständigkeit etc.). Die Rückkehr zur Nationalkultur. So gedacht als Kultur des Einheitlichen, Übersichtlichen und Zeitlosen.
Im rechten Weltbild ist die Kultur etwas Einheitliches, Bekanntes, Gewohnheitsmäßiges. Und alle diejenigen, die dazugehören, das sind „wir“!
Die Anderen, das sind die Fremden! Die werden nicht gewollt. Die sind der Feind. Das Fremde ist der Feind, vor dem man sich und sein Volk schützen muß. Der Fremde darf nur als Tourist mit Visum mit einem selbst in Kontakt treten.
Das ist das gefährliche Demokratieverständnis auf der rechten Seite des Parteienspektrums. Frei nach dem fürchterlichen Staatstheoretiker Carl Schmitt (Der Begriff des Politischen): „Die politische Kraft einer Demokratie zeigt sich darin, daß sie das Fremde und Ungleiche, die Homogeneität Bedrohende zu beseitigen oder fernzuhalten weiß.“
Notfalls mit Waffengewalt!!! (Geäußert von Rechtsdenkenden im Jahr 2015ff., dem Jahr mit einer deutlich größeren Anzahl von aus Kriegsgebieten geflüchteten Menschen)
Politik der Angst. Politik mit der Angst.
Rechte Politik spielt(!) damit seit vielen Jahren in Europa. Die Angst vor Multikulturalismus (cf. Ch. Taylor), die Angst vor Identitätsverlust in einer einfältigen, eingebildeteten kleinen Welt, die Angst vor Verantwortung, die Angst vor Subjektwerdung.
Die Rechte in Europa hat Großes vor und sie stellt für die Demokratie, die Kunst und Kultur und für die Freiheit (in all ihren Dimensionen!, cf. m. Blogspot-Blog 2014 ff. zu „Freiheit und Krise. Krise der Freiheit.“) der Menschen eine ernstzunehmende Gefahr da.
Das einzige echte Bollwerk gegen derlei Umtriebe bilden die Verträge der Europäischen Union. Das ist auch der Grund, warum die europäische Rechte die Union zerstören möchte. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte
( Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wurde 1959 in Straßburg von den Mitgliedstaaten des Europarats errichtet, um die Einhaltung der Europäischen Menschenrechtskonvention sicherzustellen. Diese wurde 1950 unterzeichnet. Der EGMR urteilt über Beschwerden einzelner Personen sowie Personengruppen und Staaten, die sich auf Verletzungen der in der Europäischen Menschenrechtskonvention anerkannten Rechte beziehen. Seit 1998 ist der EGMR ein ständig tagender Gerichtshof. Bürger können sich, nachdem die innerstaatlichen Rechtsbehelfe erschöpft sind, mit Beschwerden direkt an ihn wenden. Die vom Gerichtshof gefällten Urteile sind für die betroffenen Staaten bindend und haben Regierungen dazu veranlasst ihre Gesetze und ihre Verwaltungspraxis in vielen Bereichen zu ändern. )
wacht über unsere schwer erkämpften Freiheitsrechte!
Wir freiheitsliebenden Freigeister müssen das Konstrukt „EU“ stärken, nicht nur erhalten.
Die universalistischen Prinzipien der Verfassungsgesetze sind zu schützen. Die europäische Rechte spricht von „Volkswohl“, dieses stünde über den Gesetzen, so heißt es in Polens Parlament. Der Front National in Frankreich reiht die „eingeborenen Franzosen“ vor den französischen Bürgern mit ausländischen Wurzeln.
Zuerst das Volkswohl, dann erst die Verfassung und die Gesetze, so der Tenor. Die Hetze der Rechten schürt Mißgunst, Neid und Haß, die Vorbedingungen für Rassismus und Faschismus (vgl. meine Postings zum Haßsprech, zur Haßpolitik und zur Haßgesellschaft hier in diesem Blogspot-Blog 2014 ff.).
„Volk“, „Tradition“, „Kultur“, „Volkswohl“, „Volksdemokratie“, „Kulturgemeinschaft“ und alle diese exkludierenden, Grenzen ziehenden Begrifflichkeiten ohne konkrete Aussagekraft lassen fast jede Interpretation zu, – und fast jede Tat! Kampfbegriffe allesamt.
Begrifflichkeiten aus dem rechten Eck mit einer langen, langen Blutspur in der Geschichte des europäischen Kontinents und darüber hinaus.
Ohne Zweifel haben Finanzkrise und rigide Sparpolitik die rechten Versuche einer Machtübernahme stark befördert. Niemand wird behaupten wollen, die Demokratisierung der EU sei voll und ganz gelungen.
Die rechten Parteien formieren sich als Gegenmacht zum politischen Liberalismus und gaukeln den Wählern vor, sie gingen auch gut und gern gegen den ökonomischen Imperialismus der Konzerne und der Finanzoligarchie auf dem Globus vor.
Mitnichten versuchten sie Letzteres auch nur.
Ganz im Gegenteil (siehe Trump, Putin u.a.). Die Umverteilung nach oben und die grassierende Korruption der sogenannten Eliten schreitet munter voran.
Die Rechte kommt ihrem Ziel, der Zerstörung der liberalen Gesellschaft, näher. Derzeit.
Was ist Philosophische Praxis für mich/uns. Und was ist Dekonstruktion für mich/uns. Eine Bemühung um die angemessene Verwendung des Wortes Dekonstruktion und vor allem der Praxis des Angesprochenen. Kaum jemand, der/die versteht, was gesagt wird, wenn Dekonstruktion geäußert wird. „Dekonstruktion ist nicht was Du denkst, wenn Du Dekonstruktion sagst oder denkst!„
Als Einladung für besonders geneigte Interessierte:
Was ist Philosophische Praxis als Dekonstruktion und wie „geht“ meine/unsere dekonstruierende PP bzw wie geht Dekonstruktion als philosophische Praxis .
Die Erfindung der Wirklichkeit, die Wahrheit eines Werkes, ob eines philosophischen, literarischen, künstlerischen oder eines wissenschaftlichen, architektonischen, fotografischen Werkes oder eines politischen, militärischen, ökonomischen Werkes oder einer künstlich-naturhaft herbeigeführten Wirklichkeit als Wahrheit etwa eines Werkes von Klimawandel und Folgen, – – – die Wahrheit eines Werks (!!!) enthüllt sich erst und allein in der erkannten und erkennbaren(!) Geschichte seiner Wirkungen.
Zur selben Zeit denken wir das Unmögliche und das (dieses >zur selben Zeit<) ist das Unmögliche! (Derrida, Donner le temps I)
Die Vivifizierung durch Dekonstruktion tut not.
Die Befreiung aus der Trübsal der Einsinnigkeit des Wortes, der Simplizität der Wörter, der Totalität der Glaubenssätze, der Aussagefähigkeit nicht kontextualisierter Sätze.
Mißtraut den Parolen! Mißtraut den Sätzen! Jeder Satz ein Sprung.
Welten zwischen den Sätzen. Welten in den Sätzen. Welt in jedem Satz, – in jedem Sprung!
Ästhetisch und ethisch zeitgleich!
Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, – vielleicht sogar eine Zielgerichtetheit (ohne Methode oder Kritik sein zu wollen oder zu können), – eine Zielgerichtetheit auf die Verantwortlichkeit für den Anderen!
Mein Lebenswerk, – meine philosophische Praxis!
Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates.
Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.
Die Dekonstruktion nach Derrida ist zu beschreiben als eine Praxis der Annäherung an die Grenzen, die das menschliche Subjekt zum Maßstab des Angemessenen und des Unangemessenen, des Gerechten und des Ungerechten machen im Namen einer Gerechtigkeitsforderung, die nicht und nie zufriedenzustellen ist.
Die Aufgabe der Dekonstruktion ist es die Grenzen der Begriffe der Gerechtigkeit, des Gesetzes, des Rechts, der wissenschaftlichen Begriffsbildungen, die Grenzen der Werte und Normen und Vorschriften (wieder) ins Gedächtnis zurückzurufen.
Die Grenzen der Begriffe und der Werte, die sich im Laufe dieser Geschichte durchgesetzt und die als selbstverständlich (als „natürlich“) betrachtet und verstanden werden ( vgl.Derrida, Gesetzeskraft, Der „mystische Grund der Autorität“ ).
Genau das versuchen wir in meiner/unserer nun schon jahrzehntelangen Arbeit in meiner Praxis zu erreichen.
Nun schon 36 Jahre, – fast schon mein erwachsenes Leben lang, 1989 – 2025 ff., Dekonstruktion, – heißt: 36 Jahre, open end, indoor / outdoor, mehr als 3500 Gespräche, Diskurs, Assoziationen, Analyse, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion, Begleitung.
Und viele, viele Reisen und ebenso viele GästInnen in meiner/unserer langen Praxiszeit.
Kleines Postskriptum zum Ende hin:
Man kann nicht über die Zeit nachdenken ohne über die Geburt und den Tod nachzudenken.
In Respektierung des Wissens der Wissenschaften haben wir die Möglichkeit und vor allem die Notwendigkeit und Dringlichkeit in einen Dialog einzutreten mit Jacques Derrida und seiner Beschreibung des Lebensprozesses.
Allen Gästinnen und Gästen und all meinen/unseren LeserInnen herzliche Grüße, –
Ihr Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax (Jg. ’59, 66, 2025,Wien), –
Ihre Anna Lydia Huber (b. ’59, age 66, 2025, Wien)
Als Einladung für besonders geneigte Interessierte:
Was ist Philosophische Praxis als Dekonstruktion und wie „geht“ meine dekonstruierende PP bzw wie geht Dekonstruktion als philosophische Praxis .
Und ! – Ist …“Denken“ …fragen !?…Beantwortet die „Philosophische Praxis“ … Fragen…?…!… Antwortet … „Philosophie“ … auf Fragen ? … Beantwortet Philosophie Fragen?
( vgl. J. Derrida zur Frage des Fremden als die Frage des Fragens, – in: J. D. : Von der Gastfreundschaft. Wien 2001, S. 13-59; fr. Version: J. D. : De l’hospitalité. Paris 1997;
und E. Lévinas zur Gerechtigkeit und die Situation des Dritten als „die Geburt der Frage„, – in: Emmanuel Lévinas: Jenseits des Seins oder anders als Sein geschieht. Freiburg/München 1998, S. 342 )
Was Dekonstruktion in meiner/unserer Praxis nicht ist.
Jacques Derridas Phonologozentrismus bedeutet unter anderem, daß jeder Humanismus logozentristisch ist und jede Metaphysik ein Humanismus sei.
Auch wenn das bis heute die meisten Philosophen und Philosophinnen nicht gerne hören wollen.
Der Humanismus als Metaphysik ist der Feind der Tiere.
Der Feind der Tiere und schließlich auch der Feind der Menschen.
Ich kann jetzt hier(!) nicht alles aufrollen (das geht uns immer so!), schauen Sie meine Tierphilosophie im Blog an, – lesen Sie Derridas Arbeiten dazu und achten Sie auf den „Sünden“(!) – Katalog, – meine rote Liste zur „kommenden Demokratie“! (Stichwort „Artensterben“, „Klimawandel“, … etc.; immer zu finden im Anhang eines jeden Postings in roter Schrift, engl. u. dt.).
Wenn die Grammatologie „nicht eine Wissenschaft vom Menschen sein kann“ , dann genau deshalb, „weil sie von Anfang an die für sie grundlegende Frage nach dem Namen des Menschen stellt“ (J. Derrida, Grammatologie, Frf. 1974, S. 148).
Zur Frage und zum Wort „Dekonstruktion“ vgl. Jacques Derridas „Überlegungen“ in einem „Brief an einen japanischen Freund“ aus dem Jahr 1985, übersetzt ins Deutsche und abgedruckt in: J. Derrida, Psyche. Erfindungen des Anderen II. Wien 2013 (Passagen Vlg.), S. 15 – 22.
„Das Wort „deconstruction“ bezieht, wie jedes andere auch, seinen Bedeutungswert nur von einer Einschreibung in eine Kette möglicher Substitutionen, in das, was man so seelenruhig einen „Kontext“ nennt.“ (ebda., S. 21) „Allem Anschein zum Trotz ist die Dekonstruktion jedenfalls weder eine Analyse noch eine Kritik … Eine Analyse ist sie insbesondere deshalb nicht, weil die Zerlegung (décomposition) einer Struktur kein Rückgang zum einfachen Element, zu einem nicht weiter zerlegbaren Ursprung ist.
Diese Werte, wie der der Analyse, sind selbst der Dekonstruktion unterworfene Philosopheme.“ ( S. 19) „Die Dekonstruktion hat Statt, sie ist ein Ereignis (événement), das nicht erst auf die Überlegung, das Bewußtsein oder die Organisation des Subjekts, nicht einmal der Moderne, wartet.
Es dekonstruiert sich.“ (S. 20)
Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“(cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011)
1.3. Dekonstruktion ist nicht was Du denkst – wenn das, was man denkt, ein Inhalt ist, dem Gehirn gegenwärtig, „in the mind’s presence-room“ (Locke). Aber daß man denkt, könnte schon Dekonstruktion sein.
2. Dekonstruktion ist nicht (was Du denkst, wenn Du denkst es sei) essentiell eine Angelegenheit der Sprache.
2.1. Nichts ist gewöhnlicher als die Beschreibung von Dekonstruktion als abhängig von einer „Erweiterung des linguistischen Paradigmas“. Derridas „Es gibt nichts außerhalb des Textes“ beweist das ja offensichtlich.
2.1.1. Jeder weiß aber auch, daß das nicht ganz stimmt. „Text“ ist eigentlich keine Erweiterung eines bekannten Konzepts, sondern dessen Verschiebung oder Wiedereinschreibung. Text im allgemeinen ist jedes System von Markierungen, Spuren, Rückbeziehungen (nicht Verweise, etwas mehr Gespür haben wir schon). Wahrnehmung ist ein Text.
2.2. Denken wir an Erkenntnis. Zwei Erfordernisse: daß das zu erkennende Objekt prinzipiell als das selbe Objekt in einem anderen Kontext wiederholbar sei; daß es in dem gegebenen Kontext als von den anderen Elementen jenes Kontextes unterschiedlich identifizierbar sei. (Falls es hilft, denken wir das erste als temporales Erfordernis, das zweite als Räumliches: doch Raum und Zeit determinieren den Text nicht, sie werden möglich durch ihn.)
2.2.1. Gegenwart würde bedeuten, daß es keine Differenz gäbe, keinen Rückbezug, keine Spur. Das ist unmöglich. Und es gäbe auch keine Gegenwart, wenn es keine Differenz, keinen Rückbezug, keine Spur gäbe. Gegenwart wird von der Spur ermöglicht, was hingegen pure Präsenz unmöglich macht: jeder gegenwärtige Moment ist essentiell durch seine Retention einer Spur eines vergangenen Moments konstituiert. Das ist genauso wahr vom „ersten“ gegenwärtigen Moment wie von jedem anderen, der demnach ein Verhältnis zu einer Vergangenheit hat, die nie gegenwärtig war: absolute Vergangenheit.
2.3. „Rückbezug“ ist kein Verweis im linguistischen Sinn. Dekonstruktion hat keinen Platz für eine Sprache hier und eine Welt da, auf die die Sprache sich bezieht. Elemente in der Sprache beziehen sich für ihre Identität nur aufeinander, und verweisen auf nicht-linguistische Markierungen, die sich für ihre Identität und Differenz wiederum aufeinander beziehen. Es gibt keine essentielle Differenz zwischen Sprache und Welt, der einen als Subjekt, der anderen als Objekt. Es gibt Spuren.
2.3.1. Stellen wir uns Dekonstruktion als Erweiterung des Weltparadigmas vor, wenn nötig. Es kommt auf das selbe heraus, so lange wir uns die Welt nicht als dort draußen uns gegenüber aufgestellt vorstellen.
2.4. Natürlich bedeutet Text nicht Diskurs. Wahrnehmung ist kein Diskurs, sie ist ein Text. Diskurs ist ein Text. (Aber niemand denkt, man könne Dekonstruktion von der Sprache trennen; oder von der Welt. Text ist keine Vermittlung zwischen Sprache und Welt, sondern das Milieu, in dem sich solche Unterscheidungen erst ziehen lassen.)
3. Dekonstruktion ist keine Theorie und auch kein Projekt. Sie schreibt weder eine Gewohnheit vor, der sie mehr oder weinger treu ist, noch entwirft sie das Bild eines wünschenswerten Zustands, der erreicht werden soll.
3.1 Dekonstruktion ist notwendig.
[…]
4. Malerei. Nicht nur daß Malerei wahrscheinlich ohne Sprache undenkbar ist, sicherlich ist Malen nicht „wie Sprache“. Aber Malerei läßt sich problemlos als Differenz und Spur denken. Das „Ereignis der Gegenwart“ (Lyotard), das ein Bild darstellt, wäre ansonsten ganz unrepräsentierbar.
4.1. Ein Bild ist natürlich ein Text. Das Problem ist, zu wissen, was für eine Sorte Text. Dekonstruktion hat nichts zu tun mit der Behandlung eines Bildes als „geschriebenem“ Text, den man „liest“ usw. (Außer „Lesen“ ist auf die gleiche Weise verschoben wie Text.)
4.1.1. Lesen ist nicht ein einfacher Prozeß des Entzifferns, noch des Interpretierens, für die
Dekonstruktion. Sie ist weder völlig respektvoll noch einfach gewalttätig. „Sicheres Erzeugen von Unsicherheit“ (Derrida). Lesen wird nicht von einem Subjekt gegen ein Textobjekt vollzogen: Lesen ist im Text, den es liest, impliziert. Hinterlaß eine Spur im Text, wenn Du kannst.
4.2. Schreib über die Weise, in der über Malerei geschrieben wurde (insbesondere in ihrer unterstellten Relation zur Wahrheit), mehr auf der Seite der Malerei als auf der Seite der Versuche über die Wahrheit. Das ist das eine.
4.3. Aber sei vorsichtig, bevor Du über Malerei schreibst.
4.3.1. Über Malerei zu schreiben ist einfach, wenn man glaubt, Schreiben und Malerei seien verschiedene Dinge. Solange Malerei keine Schrift ist und Schrift keine Malerei, ist es ein leichtes, zu schreiben (oder zu malen). Aber es ist genauso schlimm zu denken, Malerei und Schrift seien ein und die selbe Sache (ut pictura poiesis ).
4.3.2. Doch im Rückbezug auf den Text gibt die Sicherheit der Trennungen nach, und mit ihr die Sicherheit der Passagen über diese Trennungen hinweg. Es ist kein großes Drama, eine Grenze zu überqueren, so lange man weiß, wo sie ist.
4.3.3. Schreiben kann zweifellos Dinge tun, die Malerei nicht kann, und vice versa. Aber mach nicht zu viel aus der Iterabilität und Idealität auf der Seite der Schrift, oder aus der Singularität und Materialität auf der Seite der Malerei. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen einem literarischen Text und einem Bild: doch das letztere ist ebenso reproduzierbar. Das Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit (Benjamin) befällt ein Bild nicht wie eine Katastrophe: Aura verliert sich immer schon.
[…]
5. Farbe. Wo ist die Farbe in der Dekonstruktion?
5.1. Farbe ist eine Frage von differentiellen Werten, und daher Spuren. Hier geht es nicht um Farbvokabular, sondern um Farbe. Dekonstruktion ist kein linguistischer Relativismus. Farbe existiert, in der Dekonstruktion.
[…]
6. „Dekonstruktivistisches Malen“ kann nicht das Resultat einer erfolgreichen „Anwendung“ von Derridas „Theorie“ (siehe 3) sein.
6.1. Dekonstruktion in der Malerei hat immer schon begonnen.
6.2. Natürlich kann Malerei von Derridas Werk „beeinflußt“ sein. Aber das macht sie noch nicht ipso facto „dekonstruktiv“.
6.2.1. Es ist durchaus möglich, daß die dekonstruktivsten Bilder in Unkenntnis von Derridas Arbeit geschehen (sind), obwohl Kenntnis von Derridas Arbeit uns ermöglichen sollte, über diese Malerei zu reden, und über andere.
[…]
7. Ein Bild könnte versuchen, eine „Lektüre“ von Texten von Derrida sein. Adami. Hinterlaß eine Spur im Text, wenn Du kannst. ))
Der „Kommentar“ beschränkt das offene semantische Spiel mit den Mitteln der Identität, der Wiederholung und der Versuchung der Repräsentation des Gleichen. Er macht sich dadurch zum Mechanismus einer Kontrolle und einer Ordnung, indem er den Diskurs beschränkt, eingrenzt und Eindeutigkeit herzustellen versucht.
Eine Übersetzung ist niemals eine Er – setzung ! Eine jede Setzung ist schon eine Über-Setzung von Gedachtem und Ungedachtem.
Eine Übersetzung verändert den Ort, verschiebt und wechselt und ist somit immer ein anderer Text. Nur ein ungefähres Signifikat kann so hinüber(!) gerettet werden.
Jede Lektüre
( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! )
muß erst eine signifikante Struktur produzieren.
Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks:
die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte.
Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund!
Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise enabime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim)
Verantwortung!
Die Dekonstruktion unterhält eine Beziehung zum je Anderen.
In der Beziehung auf den Anderen entsteht Verantwortung und der Versuch als Versuchung von Gerechtigkeit.
Die Begegnung mit dem anderen Menschen (face à face) von Angesicht zu Angesicht bestimmt Lévinas als den Moment in dem Verantwortung entstehen kann unter der Voraussetzung, daß der Andere immer anders sein darf und als so Anderer erkannt werden will.
Also auch anerkannt in seinem Anderssein!
Die Begegnung mit dem Anderen macht mich verantwortlich!
Verantwortlich für die Singularität des Anderen. Für die Unberechenbarkeit des Anderen im Anderssein.
So versuche ich es in meiner verantwortungsvollen philosophischen Praxis des Denkens und Handelns.
Ich versuche den anderen so zu nehmen, wie der Andere ist und ich versuche zu erkennen, zu sehen(!), was das Andere ist bzw was es mir sagen kann (zu meinem Anderssein sagen könnte).
Die dekonstruierende Denkhaltung macht mich anders und zu einem Anderen.
Vielleicht begegne ich dem Anderen „wirklicher“, heißt vielleicht auch ehrlicher, vielleicht ethischer(!).
Ich versuche es.
Wir versuchen es.
Philosophische Praxis
die rätselhafte und verstörende
Notwendigkeit
Von Kommunikation
Kommunikativen in der andauernd bedrohlichen
Inkommunikabilität.
Dekonstruktive Aufmerksamkeit
Ein vertrauliches Diskursangebot.
Nein, besser, – ein vertrauliches Gesprächsangebot oder vielmehr ein Angebot oder sagen wir’s doch gleich ganz aufrichtig, – eine Gabe!
Die Gabe eines Anbots für ein vertrauliches, auf unser jeweiliges Thema konzentriertes, aufrichtiges Gespräch, –
ein möglichst wahrhaftiges Ge-spräch,-
samt damit einhergehender nach Möglichkeit kritischer und selbstreflektiver sowie so weit wie möglich selbstreflexiver Versuche von Bearbeitung eben dieses unseres eben produzierten, erfahrenen und aufmerksam wahrgenommenen Gesprächsinhaltes.
face to face / face à face.
Ich pflege die intellektuelle Intimität der dekonstruktiven Aufmerksamkeit.
Die verschiedenen propositionalen Formen in Diskussionen, Vorträgen, Unterrichtungen, Aufträgen, Besprechungen, Kritiken, Einwürfen, Plädoyers, Versammlungsreden, Meetings, Dienstbesprechungen, Supervisionen, Tagungen, Präsentationen, Talks, Interviews, Unterhaltungen, Einträgen in sozialen Medien etc. löschen zumeist die Aufmerksamkeit auf diese Mikrologie und reduzieren vieles von dem, was Sprache alles transportiert.
Den Takt! Den Tonfall! Die Mimik! Die Gestik!
Die Sprechgeschwindigkeit! Das Vokabular! Die Digressionen!
Die Übertreibungen! Die Lautstärke!
Die ideologischen Minimalrassismen!
Gewisse Floskeln als Mikroaggressionen!
Streng nach dem Setting vertrauliches „Einzel-Gespräch“, –
confidential „one-to-one conversation“, „face à face“, –
mit open end, –
indoor so wie outdoor
…………………………………………………………………
„Gespräche“, „Diskurse“,
„Dekonstruktionen“,
„Begleitungen“,
„Text“
Arrangements in einer Arbeit des In-Beziehung-Setzens!
Die Metapher, die hinüberträgt auf ein je Anderes.
Die Schönheit des Hier und Jetzt in der Übertragung als Beziehung zwischen Anwesenheit und Abwesenheit.
Keine Projektionen einer anderen oder gar jenseitigen Welt!
Hier und Jetzt!
Die Welt ist Metapher.
Die Welt ist Literatur.
Die Welt ist Text.
„Die Welt“ ist unwahrnehmbar!
Das Spiel des Texts der Welt als das Spiel der Arbeit eines In-Beziehung-Setzens von Anwesenheit und Abwesenheit in Sinnarrangements und Bedeutungskonfigurationen.
Offen, transparent, kritisierbar, justierbar, verschiebbar, endlich, temporär, spatial und im Etwas von Jetzt und Jetzt und Jetzt und etwas und etwas …
Die Moderne liegt im „und“ von etwas und etwas!
Das Und kennt keinen Beginn von etwas, kein anfängliches Erkennen, kein ursprüngliches Beginnen.
Die Spur von etwas gilt es vor dem Seienden zu denken! (Derrida)
Heraklit schon nennt die wach Denkenden die, die die Dinge nicht „so denken, wie sie ihnen begegnen“.
, – das Geheimnis des Kommunikativen in der andauernd
bedrohlichen Inkommunikabilität
To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte
Die Sprache, das Sprechen, das Unbewußte (Ubw)
Der Satz und die Philosophie
PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA
Grammatologische Philosophische Praxis, Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax und Anna Lydia Huber Wien
Philosophische/r Praktiker:in, GrammatologIn, Schriftsteller:in, Radfahrer:in, Ökomobilist:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrer:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Fahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Bewegte/r und Bewegende/r, der Philosoph/die Philosophin als Scout ……. trace ……. Spur ……. Grammatologie Dekonstruktion
Die Subjekthaftigkeit! Die Sprache! Der Andere! Das Berühren und das Berührtwerden! (vgl. Derrida und meinen/unseren Teaser im Blogspot-Blog 2014 ff.)
Berührtwerden
[[ In Klammern:
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
Vom Fahrrad aus
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching,, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Erfahrung der Nacktheit, Erfahrung der Natur, John Dewey – Natur – Leben – Körper – Mentalität, Dewey – ästhetische Erfahrungen, John Dewey – Erfahrung und Natur, John Dewey – Experience and Nature
Anna Lydia Huber (geb. 1959, MSc, Philosophin, Naturistin, Freeriderin)
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
John Dewey, amerikanischer Pragmatist, wollte seinen Lebenssinn darin sehen, den meßbaren Dingen zu entgehen. Er schrieb in Erfahrung und Natur:
„Das charakteristisch menschliche Bedürfnis ist das nach Besitz und Genuß der Bedeutung von Dingen, und dieses Bedürfnis wird im traditionellen Begriff des Nützlichen ignoriert und unbefriedigend gelassen.“ (Frf. 1995, S. 341)
Dewey meint, wir erfahren immer etwas, wenn wir in Bewegung bleiben und interagieren. Gewisse Ereignisse wirken auf uns, nicht alle gleichermaßen.
Genau diese bestimmten Ereignisse meint Dewey, wenn er von ästhetischen Erfahrungen spricht.
Ästhetische Erfahrungen lassen die Welt um uns für uns bedeutsam werden. Sie erscheint uns dann wie verwandelt oder besser als verwandelt. Das hält und macht uns lebendig. Lebenslang.
Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!
Freundschaft Freude Freiheit Naturismus
Friendship Joy Freedom Naturism
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Berührtwerden
Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben
Gegenwartsphilosophie
Adventure Philosophy!
Philosophische Praxis
Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer
Gerhard Anna Cončić-Kaučić ( Schriftsteller:in – Wiener Postmoderne – Dekonstruktion – Vertreter:in der Wiener Spielart der Dekonstruktion im Sinn Jacques Derridas)
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden. „Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt. Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.
Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at
Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world
Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion
Öffnungszeiten / Hours of opening: Mo – Do: 11 – 20 Uhr
Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement
Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…
…around the clock …around the world…
GESPRÄCHE sind EREIGNISSE als TEXT
cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )
Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsereCharakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –
For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –
(geb. 1959, Dr. phil., Alter 66, 2025), Philosophische Praxis Wien 1989 ff. Philosoph, Schriftsteller, Übersetzer, Mediator, Feminist, dekonstruierter Hegelianer, Philosophischer Praktiker/Praktische Philosophie, Sprachanalytische Philosophie, Dekonstruktion, Philosophische Praxis Wien Österreich Europa
Philosoph des Denkens der Différance, Philosophie der Différance, Praxis der Différance, Arbeit(!) der Différance
( lies dazu „Die différance“, – in: Jacques Derrida: Randgänge der Philosophie, Passagen Verlag, Wien 1988, S. 29-52 )
Zuerst und vor allem noch einmal zu >was könnte „Philosophieren heute“ besagen< ! Was und wie wäre eine angemessene Denkpraxis heute.
Worin >ist<(!) Philosophie heute denkbar und wodurch bzw woheraus ist das, was wir mit Philosophie je unterschiedlich meinen, zu praktizieren.
Der Begriff(!) Différance stellt den Menschen in gewissem Sinne in Frage und zeichnet dadurch die Geschichte des Lebens überhaupt.
Noch einmal zum Humanismus als Logozentrismus bzw Phonologozentrismus.
Derrida zeigt, daß die traditionell hierarchische Anordnung der beiden Bestandteile des Z e i c h e n s dekonstruktiv verkehrt werden muß. Bis hinein in die moderne Sprachwissenschaft wird nämlich die ideelle Bedeutung eines Zeichens, S i g n i f i k a t (die Vorstellung) genannt, dem materiellen Träger der Bedeutung, S i g n i f i k a n t (das Laut – oder Schriftbild) genannt, übergeordnet. Stets wird versucht, den äußerlichen Signifikanten, die Schrift, auf ein transzendentales Signifikat hin auszurichten.
Jedes Signifikat (Die Vorstellung!) befindet sich aber (laut Derrida) „immer schon in der Position des Signifikanten“ (Derrida, Grammatologie, S. 129).
Es kann keine Bedeutung geben und keinen Sinn, der der Verräumlichung und Verzeitlichung sowie dem differentiellen Spiel der Signifikantenbeziehungen entgehen könnte.
Die Schrift ist nach dieser Definition Zeichen von Zeichen, Signifikant von Signifikanten.
Mit dieser Verkehrung soll vor allem gezeigt werden, daß die Materialität des Signifikanten zum Sinn nicht etwa nachträglich und äußerlich hinzutritt, sondern umgekehrt, daß der Sinn E f f e k t einer immer schon n a c h t r ä g l i c h e n Signifikation ist. Derrida hat auf diese Weise das Verhältnis von Sprache und Schrift neuformuliert und umformuliert.
Durch Derridas Transformation des Schriftbegriffs geht dieser über den der Sprache hinaus und begreift diesen mit ein.
Aus all dem folgt ein völlig neues, weil mehrfach transformiertes Verständnis und Ereignis von T e x t.
Einem solchen Text(verständnis) ist das „Wesen“, die Praxis der Dekonstruktion, inhärent, also „ein-geschrieben“ (vgl. Derrida, Freud und der Schauplatz der Schrift bzw Freuds „Wunderblock“).
Das Denken der Differänz/différance ist die inhärente Praxis der „Dekonstruktion“.
Es geht darum, es geht mir in meiner Philosophischen Praxis
(( und dazu gehört das Gespräch in dieser, aber auch meine/unsere Schreibpraxis vorher und nachher einer jeden Setzung / Sitzung(!) ))
immer darum, Texte (geschrieben, gesprochen oder Darstellungen(!) z. B. technischer, künstlerischer, ökonomischer, politischer, institutioneller Art) in ihrer inneren Struktur und in ihrem Zusammenwirken mit anderen Texten zu erfassen.
Die Texte sind nicht nur zu analysieren und zu interpretieren, sondern durch die Praxis der Dekonstruktion ihrer Konflikthaftigkeit, ihrer Aggressivität, ihrer verdeckt mitgeführten Gehalte und Intentionen zu enttarnen.
Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An- und Abwesendsein(!) von Wahrheit.
Wir äußern Sätze gewollter analytischer Wahrheit und verdrängen dadurch gleichzeitig andere eventuale Wahrheits- oder Unwahrheitssätze.
Jacques Derrida beschreibt mit der Erfindung seiner D i f f é r a n c e den Prozeß des Lebens (cf. Teaser, Blogspot-Blog 2014 ff., dt. u. engl.), in dem der Mensch ein Spezialfall ist, ein einzigartiger Fall. Ein Zufall fast und doch ab einer gewissen zurückgelegten Strecke an Prozessen physikalischer, chemischer und dann neurologischer Art dann zunehmend stringenter, definierter, festgelegter.
Wo liegt der Grenzübergang vom Tier zum Menschen?
Das ist spannend und aufregend. Gibt es überhaupt so etwas wie eine Grenzziehungsmöglichkeit?!
Ich stelle diese Frage ganz ohne die Absicht, den Menschen zum Tier machen zu wollen.
Wir sind tier – lich, aber eben nicht tierisch allein. Und was heißt hier T i e r ! ( in diesem Blog,- vgl. mein BlogPosting „Tierphilosophie“ !!! )
Tiere sind! Sind viele verschiedene Individuen! Und jedes Tier für sich einzigartig !!!
Und manche Tiere besitzen sogar sogenannte menschliche Eigenschaften wie Gedächtnisinhalte, Technikvermögen, spezielles Können, Schlußfolgerungsfähigkeit, Liebe, Kommunikation u.a.! Und teilweise sogar Bewußtsein!
Jacques Derridas Phonologozentrismus bedeutet unter anderem, daß jeder Humanismus logozentristisch ist und jede Metaphysik ein Humanismus sei.
Auch wenn das bis heute die meisten Philosophen und Philosophinnen nicht gerne hören wollen.
Der Humanismus als Metaphysik ist der Feind der Tiere.
Der Feind der Tiere und schließlich auch der Feind der Menschen.
Ich kann jetzt hier(!) nicht alles aufrollen (das geht uns immer so!), schauen Sie meine Tierphilosophie im Blog an, – lesen Sie Derridas Arbeiten dazu und achten Sie auf den „Sünden“(!) – Katalog, – meine rote Liste zur „kommenden Demokratie“! (Stichwort „Artensterben“, „Klimawandel“, … etc.; immer zu finden im Anhang eines jeden Postings in roter Schrift, engl. u. dt.).
Wenn die Grammatologie „nicht eine Wissenschaft vom Menschen sein kann“ , dann genau deshalb, „weil sie von Anfang an die für sie grundlegende Frage nach dem Namen des Menschen stellt“ (J. Derrida, Grammatologie, Frf. 1974, S. 148).
Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“(cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011)
Zur Frage und zum Wort „Dekonstruktion“ vgl. Jacques Derridas „Überlegungen“ in einem „Brief an einen japanischen Freund“ aus dem Jahr 1985, übersetzt ins Deutsche und abgedruckt in: J. Derrida, Psyche. Erfindungen des Anderen II. Wien 2013 (Passagen Vlg.), S. 15 – 22.
„Das Wort „deconstruction“ bezieht, wie jedes andere auch, seinen Bedeutungswert nur von einer Einschreibung in eine Kette möglicher Substitutionen, in das, was man so seelenruhig einen „Kontext“ nennt.“ (ebda., S. 21)
„Allem Anschein zum Trotz ist die Dekonstruktion jedenfalls weder eine Analyse noch eine Kritik … Eine Analyse ist sie insbesondere deshalb nicht, weil die Zerlegung (décomposition) einer Struktur kein Rückgang zum einfachen Element, zu einem nicht weiter zerlegbaren Ursprung ist. Diese Werte, wie der der Analyse, sind selbst der Dekonstruktion unterworfene Philosopheme.“ ( S. 19)
„Die Dekonstruktion hat Statt, sie ist ein Ereignis (événement), das nicht erst auf die Überlegung, das Bewußtsein oder die Organisation des Subjekts, nicht einmal der Moderne, wartet. Es dekonstruiert sich.“ (S. 20)
Flüchten und Fluchten der europäischen Flüchtlingspolitik
Zur Logik des Einzäunens, über den Stachel bzw das vorverurteilende Vor-Urteil des „Fremden“ als Feindliches und die „Migrationspanik“ der boulevardesken Medien als Einspänner der Populisten
Grundsätzliches vorab:
Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates.
Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.
Die Dekonstruktion, die Praxis der Dekonstruktion, ist nicht zu denken, ist nicht „denkbar“ ohne die „différ/a/nce“, – nicht denkbar ohne das Denken der Differ/ä/nz.
Unter différance begreift Derrida das, was im Zwischenraum des etwas als etwas sich ereignet oder ereignen kann.
In der Praxis des Sagens steckt die Behauptung von „etwas und etwas“, ein Surplus, ein Exorbitantes.
Das Spiel des Texts der Welt als das Spiel der Arbeit eines In-Beziehung-Setzens von Anwesenheit und Abwesenheit in Sinnarrangements und Bedeutungskonfigurationen.
Offen, transparent, kritisierbar, justierbar, verschiebbar, endlich, temporär, spatial und im Etwas von Jetzt und Jetzt und Jetzt und etwas und etwas …
Die Moderne liegt im „und“ von etwas und etwas! Das Und kennt keinen Beginn von etwas, kein anfängliches Erkennen, kein ursprüngliches Beginnen.
Die Spur von etwas gilt es vor dem Seienden zu denken! (Derrida)
Heraklit schon nennt die wach Denkenden die, die die Dinge nicht „so denken, wie sie ihnen begegnen“.
Hier und Jetzt!
Die Welt ist Metapher.
Die Welt ist Literatur.
Die Welt ist Text. „Die Welt“ ist unwahrnehmbar!
Arrangements in einer Arbeit des In-Beziehung-Setzens! Metapher statt Metaphysik! Literatur! Übertragung!
Die Metapher, die hinüberträgt auf ein je Anderes. Die Schönheit des Hier und Jetzt in der Übertragung als Beziehung zwischen Anwesenheit und Abwesenheit. Keine Projektionen einer anderen oder gar jenseitigen Welt!
Hier und Jetzt!
Das Eigene und das Fremde !
Husserl, Merleau – Ponty, Levinas, Derrida und viele andere haben sich daran abgearbeitet.
Husserls strenger Satz als Paradox von der Erfahrung des Fremden als eine Erfahrung unüberwindlicher Abwesenheit wurde von ihm selbst entschärft bzw aufgehoben durch die Definition der Fremderfahrung als Abwandlung der Selbsterfahrung (! sic).
Émile Benveniste zeigt in seinem Artikel
((cf. Émile Benveniste in seinem von Agamben ins Englische übersetzte „Dictionary of Indo-European Concepts and Society, Chicago 2016 wiederaufgelegt, S. 289-294; original french edition 1969))
„The Slave and the Stranger“ die historisch unangenehme Wahrheit bis in die Sprache hinein auf, –
nämlich, der Fremde war immer schon in den alten Zivilisationen (z.B. die Sumerisch-Akkadische u.a.) auch der Feind und der Feind war notwendigerweise immer ein Fremder. Der Fremde kam als Kriegsgefangener von außen in die Stadt, als ein Mensch ohne Rechte wurde der Gefangene zum Sklaven qua „Kriegsrecht“. Es gibt keine Sklaven, die Bürger sind!
Man darf an heutige Flüchtlinge auf den Booten im Mittelmeer denken, die man zum Teil ertrinken läßt, indem man sie nicht anlanden läßt. Sie genießen in diesem Zustand quasi keinerlei Rechte und gelten für viele Menschen aus dem rechtspopulistischen Spektrum der europäischen Politik (z.B. Lega Nord in Italien oder CSU und AfD in Deutschland oder auch zahlreiche Mitglieder der FPÖ und leider auch der sogenannten christlichen (!), konservativen ÖVP in Österreich) als Feinde Europas!!!
Und dort, wo diese es nicht sagen, zeigen es umsomehr ihre Handlungen, wenn sie (mit) an der Macht sind.
Wenn Sie es nicht glauben können, stellen Sie sich einmal ein Schiff voller Touristen auf dem Mittelmeer vor! Das sind die mit allen Rechten ausgestatteten freien BürgerInnen, – selbstverständlich ausgestattet mit allen Landerechten.
Menschen auf der einen Erde!
Auf der einen Seite die „Freien“ und auf der anderen Seite die „Rechtlosen“, – trotz der Europäischen Menschenrechtskonvention zum Schutz der Menschenrechte (!!!) und Grundfreiheiten (wir schreiben das Jahr 2025!!!, – 77 Jahre Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten / Convention for the Protection of Human Rights and Fundamental Freedoms).
Zum Selbst habe ich mich schon oben (mit Freud) geäußert! Wie wir wissen, kann es keine unmittelbare Selbsterfahrung geben, – wir bleiben immer auf Distanz zu uns selbst ! (vgl. Derrida, Psyche, Erfindungen des Anderen)
Ich selbst bin mir ein bekannter Fremder (!!!)
Ich erinnere an das Potential der Affizierung und Immunisierung bzw der Auto-Immunisierung (vgl. Derrida) !
Die Brücken zum Anderen und zum „eigenen“ Anderen sowie die Passagen, Markierungen, Spurungen, Königswege zum Ubw als das Andere, – das gefährliche gefährdete Andere !
Das Unbewußte, das invasive Ubw, die Krise der Hermeneutik !
Das Andere als Öffnung zur „Unentscheidbarkeit“ hin.
Derrida (vgl. „Gesetzeskraft“) spricht von einem „Gespenst“ des Unentscheidbaren, das jedes Entscheidungs-Ereignis heimsucht.
Das Gespensterhafte dekonstruiert jede Möglichkeit von Gewißheit, jede Möglichkeit einer Selbstversicherung, jede Möglichkeit von Gegenwärtigkeitsversicherung, jegliche Kriteriologie zur versuchten und vermeintlichen Absicherung der Gerechtigkeit einer Entscheidung.
Politik kann somit keine Anleitungen in normativer Hinsicht leisten, es herrscht quasi eine normative Unbestimmtheitsrelation zwischen Politik und Gesellschaft vor.
Die Freiheit der Andersheit des Anderen ermöglicht Lebenspraxen des Überlebens, die sich in der Begegnung der „Others of the Other und der Others of myself (J. Butler, Undoing Gender, New York 2004, p. 131ff.) vollzieht.
Das Denken der Schrift (vgl. Blog-Teaser) ereignet sich auch in einer Art „Wiederkehr des Verdrängten“!
Die Kulturleistungen verdanken ihre Kraft und zwingende Macht der Wiederkehr des Verdrängten, besonders gut sichtbar an den Religionen dieser Welt. Es handelt sich um permanente Erinnerungsarbeit, um Wiedererinnerungen von meist sehr alten, sehr effektiven weil sehr affektiven bzw affizierenden Vorgängen in der Geschichte der Menschheit.
Diese historischen Wahrheiten aufgrund der permanenten Wiederholung machen diese Kulturen so stark, mehr als das reale Ereignis und seine Wahrheit!
Beispiele wie Moses, Jesus oder Mohammed zeigen das in aller Vehemenz bis heute. Mit allen negativen und positiven Wirkungen und Nebenwirkungen. Und wider alle Vernunft! (vgl. Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft )
Die Wiederkehr des Verdrängten ereignet sich individuell, aber auch auf staatlicher Ebene.
Die verdrängten Körper vor der „Festung Europa“ etwa. Die Folgen des europäischen Imperialismus der letzten Jahrhunderte. Die Verschiebungen der durch den Imperialismus gezogenen Grenzlinien.
Grenzlinien von Staaten auf ehemaligen und in Resten noch vorhandenen Stammesgebieten.
Grenzlinien der Macht. „Wo Macht Recht ist.“
Diese Grenzlinien vergangener Mächte, sie brechen auf in die Geschichte der Gegenwart. Das verdrängte Unterdrückte bricht ein in den Alltag der sogenannten zivilisierten Demokratien.
Demokratien, die selbst um ihr Kommen ringen.
Ein Marker für Demokratien im Kommen ist die Abschaffung der Todesstrafe. Ein anderer Marker wäre und ist das Aufnehmen von Flüchtlingen.
Was ist los mit den Mutterländern der Demokratie?! Was ist los mit England? Was mit den USA? Was denken deren gewählte Führer, was ihre Völker denken?! Diesbezüglich!
Grenzlinien der Macht. Sie brechen auf. Migrationsbewegungen sind das sichtbare Symptom.
Europa und die übrige Welt muß handeln im Sinne der Menschenrechte und im Sinne der Menschlichkeit ! (vgl. meinen Blog-Post „Für eine menschenfreundliche Flüchtlingspolitik“ vom 11. 10. 2013)
Empathie! Hilfe!
Der Andere, – das bin Ich! Und das bist Du!
Die Struktur und die Artikulationsweise des Unbewußten sorgen dafür, daß wir immer im Verzug sind und uns immer etwas vorausliegt.
Unsere Vergangenheit, unsere Geschichte, die sich nie und nirgends in voller Selbst – Gegenwärtigkeit und Selbst – Präsenz erfahren hat lassen und läßt.
Nicht aneigenbar! Kein Eigenes! Ein Fremdes! (vgl. Blog-Teaser!)
Ein Ent-stelltes! Verdichtet, verschoben, nachträglich bearbeitet. Traum – Arbeit! Traum und Wahn aus ein- und derselben Quelle! (cf. Freud und weiter unten in meinem Posting dazu Lacan!)
Achtung! Gefahr der Entstellung!
Auch der Psycho – Analyse! Immer! Überall!
Denken der Schrift. Grammatologie. (vgl. Blog-Teaser, Blogspot-Blog 2014 ff.)
77 Jahre Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten
Convention for the Protection of Human Rights and Fundamental Freedoms
Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,
da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,
da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,
da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,
da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,
da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,
da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,
verkündet die Generalversammlung
diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.
Artikel 1
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.
Artikel 2
Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebiets, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.
Artikel 3
Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.
Artikel 4
Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen ihren Formen verboten.
Artikel 5
Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.
Artikel 6
Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.
Artikel 7
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.
Artikel 8
Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenen Grundrechte verletzt werden.
Artikel 9
Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.
Artikel 10
Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.
Artikel 11
Jeder, der wegen einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.
Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwerere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.
Artikel 12
Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.
Artikel 13
Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.
Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.
Artikel 14
Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.
Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen.
Artikel 15
Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit.
Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsanghörigkeit zu wechseln.
Artikel 16
Heiratsfähige Frauen und Männer haben ohne Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.
Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.
Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.
Artikel 17
Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben.
Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.
Artikel 18
Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.
Artikel 19
Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.
Artikel 20
Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.
Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.
Artikel 21
Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.
Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.
Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder in einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.
Artikel 22
Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.
Artikel 23
Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.
Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.
Artikel 24
Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.
Artikel 25
Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen gewährleistet sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.
Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.
Artikel 26
Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.
Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.
Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.
Artikel 27
Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.
Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.
Artikel 28
Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.
Artikel 29
Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.
Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.
Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.
Artikel 30
Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.
Am Europakongress im Mai 1948 nahmen 650 Politiker (die wenigsten davon waren Regierungsvertreter) fast aller europäischen Länder teil – Forderung der politischen Einheit Europas, Schaffung eines Europarates und einer Menschenrechtkonvention als Grundlage der zukünftigen Gemeinschaft. Es wurde eine Kommission eingerichtet, welche die Menschenrechtskonvention entwerfen sollte.
Mit Bezugnahme auf die im Dezember 1948 beschlossene AEMR wurde gefordert, dass es nicht nur der Proklamierung von Rechten bedarf sondern eines entsprechenden Rechtsschutzes.
Der Konventionsentwurf wurde dem vorläufigen Ministerkomitee des Europarates im Juni 1949 vorgelegt.
Schließlich begnügte man sich nicht mit einer Liste der Menschenrechte, diese sollten auch entsprechend definiert werden.
Die EMRK (Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten) wurde am 4.11.1950 in Rom in der 6. Sitzung des Ministerkomitees unterzeichnet und ist am 3. September 1953 (nach Ratifikation durch 10 Mitgliedstaaten) in Kraft getreten (in Österreich am 3.9.1958, zwei Jahre nach Aufnahme in den Europarat, BGBl. 210/1958); seit BGBl. 59/1964 ist die EMRK und deren 1. ZP in Verfassungsrang; die nachfolgend ratifizierten ZP (Zusatzprotokolle) wurden ebenfalls in Verfassungsrang erlassen.
Zivile und politische Rechte und Freiheiten finden sich darin, ebenso ein System für deren Durchsetzbarkeit gegenüber den Mitgliedstaaten.
Das Ministerkomitee hat am 4.11.1950 aber auch beschlossen, ein Zusatzprotokoll auszuarbeiten, das die bislang strittigen und daher nicht in die Konvention aufgenommenen Rechte regeln sollte (Eigentumsgarantie, Elternrecht, politische Bürgerrechte).
Das Vereinigte Königreich hat die EMRK als erster am 8.3.1951 ratifiziert, dann folgten Norwegen, Schweden, die BRD, Irland und Griechenland, welches zwischen 1971 und 1974 ausgetreten war.
Drei Organe wurden eingerichtet:
Die Europäische Kommission für Menschenrechte (1954)
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (1959)
Das Ministerkomitee (bestehend aus den Außenministern der Mitgliedstaaten)
Ein Mitgliedstaat konnte danach Beschwerde gegen einen andern Mitgliedstaat wegen Verletzung von Konventionsrechten einlegen.
Die Individualbeschwerde war nur möglich, wenn der jeweilige Mitgliedstaat diese zugelassen hat.
Die Kommission prüfte die Beschwerde auf ihre Zulässigkeit, kam es zu keiner gütlichen Einigung, erstellte sie einen Bericht, der dem Ministerkomitee übergeben wurde. Binnen drei Monaten konnte die Kommission und der Mitgliedstaat den Fall vor den Gerichtshof bringen; dies war Einzelpersonen nicht möglich.
Wurde der Fall nicht an den Gerichtshof herangetragen, entschied das Ministerkomitee über die Frage des Vorliegens einer Konventionsverletzung und sprach allenfalls eine gerechte Entschädigung zu. Dieses überwachte auch die innerstaatliche Umsetzung der Urteile des Gerichtshofs.
Seither kam es zur Verabschiedung von 14 Zusatzprotokollen (ZP).
Weitere Rechte und Freiheiten sind in den Zusatzprotokollen Nr. 1, 4, 6, 7, 12 und 13 enthalten, das 2. ZP ermächtigt den GH, Gutachten zu erstellen. Seit dem 9. ZP können Individualbeschwerden vor den GH gebracht werden, wenn der jeweilige Mitgliedstaat dieses ratifiziert hatte und ein Richterausschuss dem zustimmte.
Der rasante Anstieg der Anzahl der (registrierten) Beschwerden (1981: 404; 1997: 4750) und die vor dem GH gebrachten Fälle (1981: 7 und 1997: 119) machte eine Reform des Verfahrens notwendig.
Am 11.5.1994 wurde das 11. Zusatzprotokoll in Straßburg von allen Mitgliedern des Europarate (ohne Italien) unterzeichnet, welches am 1.11.1998 (bei einer einjährigen Übergangsfrist – Weiterbehandlung der bis dahin zulässig erklärten Beschwerden durch die Kommission) in Kraft trat und einen einzigen ständig tagenden Gerichtshof schuf. Ziel: Verkürzung der Verfahrensdauer vor dem GH und Abschaffung der Rechtsprechung des Ministerkomitees, dieses ist nur mehr für die Überwachung der Durchführung der Rechtsprechung des Gerichtshofes zuständig.
Der Beschwerdeführer kann nun den Gerichtshof direkt und als einziges Konventionsorgan anrufen; die bisher von der Kommission wahrgenommenen Aufgaben wurden von Dreirichter-Ausschüssen des GH übernommen. Es ist beabsichtigt, die Verfahrensdauer in absehbarer Zeit auf zwei Jahre zu verkürzen.
Das Protokoll Nr.11, in Österreich kundgemacht durch BGBl.Nr. 30/1998, hat eine völlige Umstrukturierung des Rechtsschutzes der Konvention gebracht.
Der GH tagt nun ständig und ist mit hauptberuflichen Richtern besetzt. Alle (damals) 40 Mitgliedstaaten stellen einen Richter, welcher über Dreiervorschläge der Regierungen von der parlamentarischen Versammlung für eine Amtsdauer von sechs Jahren bestellt werden und bis zu einer Altersgrenze von 70 Jahren wiederwählbar sind.
Der GH tagt in Kammern von sieben Richtern, die große Kammer umfasst 17 Richter, die Ausschüsse drei und fünf Richter.
An den materiellen Bestimmungen (EMRK 1950 und die Zusatzprotokolle 1, 4, 6 und 7) hat sich dadurch nichts geändert, die verfahrensrechtlichen Protokolle Nr. 2, 3, 5 und 8 wurden in den neuen Text der Konvention eingebaut. Das Protokoll Nr. 9 ist hinfällig geworden.
Beschwerden sind jetzt direkt an den GH zu richten. Jede Person, Organisation oder Personenvereinigung, die sich in einem garantierten Recht verletzt erachtet, kann Beschwerde an den GH erheben.
Die neue Verfahrensordnung ist in deutscher Übersetzung in Österreich im BGBl. III Nr. 13/2000 kundgemacht.
Die Amtssprachen des GH sind Englisch und Französisch. Beschwerden können aber in allen Amtssprachen der Mitgliedstaaten eingebracht werden.
Die globale Migration als eine der größten Herausforderungen für alle wohlhabenden Gesellschaften
In das Hoheitsgebiet eines anderen Staates einzureisen oder sich anzusiedeln ist bis heute in keinem Menschenrechtsdokument völkerrechtlich verbrieft. In der Genfer Flüchtlingskonvention gibt es ein Abkommen (vom 28. Juli 1951) über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und ein weiteres Papier als Protokoll vom 31. Jänner 1967.
Die Genfer Konvention führt eine große Zahl von Rechten an, die Flüchtlingen in Aufnahmeländern zugestanden werden sollen, – z. B. der Zugang zu Bildungseinrichtungen. Besonders wichtig der Artikel 33, der die Zurückweisung und die Ausweisung von Flüchtlingen verbietet bei Bedrohung von deren Leben und Freiheiten. Hannah Arendt moniert in ihrer Schrift „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Antisemitismus, Imperialismus, totale Herrschaft. Berlin 1986, S. 601-615“, daß Minderheiten und Flüchtlinge, die staatenlos (de jure oder de facto) sind, auch rechtlich schutzlos seien und der Menschenrechtskatalog daher in so einem Fall aporetisch sei. Was bedeutet, diese Flüchtlinge können nur an die Rechte appellieren und nicht auf den Schutzstatus eines Staatsbürgers zugreifen.
In der politischen Philosophie spielt das Thema Migration seit John Rawls‘ „Eine Theorie der Gerechtigkeit“ aus dem Jahr 1971 eine zunehmend größere Rolle und auch im deutschsprachigen politischen Raum gibt es zunehmend intensivere Diskurse zum Thema Einwanderung und der Migrationsproblematik. Noch einmal besonders deutlich angestoßen durch Frau Merkels Politik der offenen Grenzen im Jahr 2015.
Im Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit und der philosophischen Diskussion steht die kontroversiell geführte Frage, ob denn souveräne Staaten dazu verpflichtet werden können, ihre Grenzen für Migranten zu öffnen. Und der Anspruch vieler Staaten, Außenstehenden, die nicht der staatlichen Gemeinschaft angehören, den Zutritt zu ihrem Herrschaftsbereich verweigern zu dürfen.
Die Legitimation der Exklusion von Personen, die nicht der staatlichen Gemeinschaft angehören!!!???
Aber hallo! Leute, im Ernst???
Zur Sache, jetzt, im Ernst, hier:
DER POLITISCHE KÖRPER UND DAS ANDERE
Gegenwartsphilosophie
Der Politische Körper und das Andere
Affektionen,
Einschreibungen
Wiedererinnerungen
Die Einschreibung Europas in Europa. Europa besitzt Einschreibungen, Inskriptionen, Gravuren!
Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.
Alle unsere Teletechnologien (vom TV bis zur Drohne und darüberhinaus) bewirken eine real praktizierte Dekonstruktion traditioneller Begriffe und Vorstellungen von Staat, Bürger, Staatsbürger, Ausländer, Tourist, Einheimischer, Eingebürgerter etc., soweit diese an ein konkretes Territorium gebunden sind.
Jedes Land hat seine Geschichte, sein Gedächtnis und seinen speziellen Umgang mit seiner Archiv-Ökonomie.
Immer wenn man ein Archiv öffnet, sich gewisser Ereignisse erinnert, bringt man das Drama, dieses Ereignis, zur Sprache und holt es ins Gedächtnis zurück.
Man macht „es“ sich bewußt !
Bewußtwerdung ist aber noch lange nicht alles, worum es geht ! Spricht man vom Holocaust oder der Shoah, so bahnt man (ob man will oder nicht!) einen Weg zum jeweils individuellen wie auch zum sogenannten nationalen Unbewußten !
Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können. Affizierungen !
Breivik z. B. ist so ein affizierter Hominide. Bei ihm entwickelte die Erinnerungskultur des Staates Norwegen und anderes ein Psychogramm der Tötungslust ! (vgl. Klaus Theweleit, Das Lachen der Täter, St. Pölten 2015, Residenzverlag)
Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen. Man muß sehr wachsam sein, – als Einzelner wie als Gesellschaft.
Die Aktivität der Diskurse, des politischen Handelns, der Rituale des Gedächtnisses, der Öffnung der Archive und deren Erforschung hat eine sehr begrenzte, oberflächliche Effektivität bei dieser Performativität des Unbewußten, eines sogenannten nationalen Ubw.
Die staatlichen Institutionen müßten hier die Psychoanalyse arbeiten lassen (vgl. Derrida) in der Form einer Neuerarbeitung des Rechtes, auch des internationalen Rechtes, auch des Strafrechts !
Nicht nur mit der Psa arbeiten, sondern diese in allen möglichen Zusammenhängen mobilisieren (Derrida, Echographien, S. 153).
Was die Affizierungsmöglichkeiten und ebenso die diversen Immunisierungstechniken angeht, wäre ein ernsthaftes Verständnis und eine damit einhergehende tiefgreifende Änderung des Subjektverständnisses notwendig, damit insbesonders ein Verstehen der freudschen Konzeptualisierung der Sexualität.
Sexualität ist ein allumfassender Begriff. „Sexuell“ ist nicht bloß „genital“ (Freud, Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie, – in: Ges. Werke, Bd. V, S. 98).
Die „genitale sexuelle Organisation“ ist nicht „natürlich“, sie ist das Produkt einer vielstufigen Entwicklung physiologischer Reifung, – besonders in Bezug auf kulturell-symbolische Relationen (ebda., S. 133).
Die sogenannte „normale“, menschliche Sexualität ist eine paradoxale, künstlich gewachsene „Naturalisierung“ der immer schon de – naturalisierten Triebe.
Die Spaltung ist ursprünglich !
Die Sexualität bzw der Sexualitätsbegriff in diesem umfassenden Sinn eröffnet den Königsweg zum „Unbewußten“. Der König auf diesem Weg ist der Traum (vgl. Felix de Mendelssohn, Der Mann, der sein Leben einem Traum verdankte, Salzburg 2014).
Das Unbewußte interpretiert mit !
Nach Beendigung einer bewußten Interpretation fährt das Unbewußte fort zu interpretieren. Wir können das nicht verhindern und nur begrenzt steuern. Wir sind gezwungen daran zu arbeiten. Die Psychoanalyse arbeitet, der Traum arbeitet, das Unbewußte arbeitet. Die Arbeit der Psychoanalyse auch in der Psychoanalyse (sic!) könnte das Bewußtwerden fördern und erweitern. Antworten auf „Warum macht der das?“ gibt es !
Laplanche betont, daß die „psychische Realität“ nicht von einem selbst geschaffen wird, sondern wesentlich invasiv ist: Sie kommt von außen auf uns als das Unbewußte anderer ! (vgl. A. Zupancic, Warum Psychoanalyse?, S. 40 und vgl. meine Videos zu Sprache und Unbewußtes)
„Wenn etwas in unserem Ubw verändert werden soll, muss es in der Struktur , die es stützt, geändert werden.“ (ebda., S. 44)
Das Ubw quasi als Ding, als Vorhandenes, gar Beobachtbares oder Messbares, gibt es nicht. Das Unbewußte ist eine Schrift von außen, die einen Text bzw eine „temporäre Textkonfiguration“ ( vgl. Blog-Teaser ! ) innen in uns erzeugt.
Dieser Text bleibt unlesbar lesbar ! (vgl. R. BarthesIllisibilität)
Einen Lesezugang bietet die Traumarbeit, nicht zu verwechseln mit dem Trauminhalt! (vgl. Freuds „Traumdeutung“, vgl. Rudolf Heinz, Wolfgang Tress (Hg.), Traumdeutung, Zur Aktualität der Freudschen Traumtheorie, Wien 2001, Passagen Verlag und vgl Felix de Mendelssohn, Der Mann, der sein Leben einem Traum verdankte, Salzburg 2015)
„Wo Macht Recht ist.“
Freud spricht von einer Zeichenbeziehung (G. W. II/III, 283f.) und deren Bedeutung in der Spracheder Traumgedanken.
Also nicht der „bildliche“ Inhalt der Traum-Zeichen bestimmt den Wert für die Analyse, sondern deren Beziehungen zu anderen Zeichen.
Die signifikanten Elemente in dieser Logik bzw Graphik der Relationen eines Traums sind oft räumliche, gleichsam syntaktische Relationen einzelner Signifikanten. Freud spricht von einem logischen Zusammenhang, der im Traum als Gleichzeitigkeit wiedergegeben wird.
Einander räumlich nahe gelegene bzw markierte Elemente bestimmt Freud als innige!
Innig bedeutet hier zusammengehörig, aufeinander verweisend und also signifikant und dies wieder und immer im Zusammenhang mit anderen ebenso markierten Elementen. So entsteht beim Analytiker bei großer Aufmerksamkeit („frei schwebender Aufmerksamkeit“ oder „gleichschwebender Aufmerksamkeit“ nach Freud) der „Text“ des Traumes.
Analog zu F. de Saussures Semiotik aus dem Nachlaß.
Der Analytiker ist ein Leser, eine Leserin. Und! Der Analytiker wird zum Schreiber, zum Schriftsteller als lesenden.
Die Lekritüre der Grammatologie.
Die Unauslesbarkeit als Paradox des Traums.
Die Illisibilität eines jeden Textes und seine „Grundlosigkeit“! (vgl. Michael Turnheim, Das Andere im Gleichen, S. 11)
Mit Turnheim behaupte ich eine grundsätzliche Verwandtschaft von Psychoanalyse und Demokratie und von Dekonstruktion und Demokratie. Alle drei Namen sprechen von der Irreduktibilität der Singularität bei gleichzeitiger versuchter Wiederholbarkeit!
Psychoanalyse und Dekonstruktion behaupten beide eine Irreduzibilität der Hetero-Affektion in der Erfahrung eines „Eigenen“ und beide gehen von einem Wirken eines inneren Fremdkörpers aus!
In psychoanalytischen Denkfiguren spielen die Phänomene der Selbstaffektion eine sogenannte wesentliche Rolle.
Freud schreibt im „Entwurf einer Psychologie“ in den gesammelten Werken im Nachtragsband auf Seite 412, daß er nicht daran zweifelt, daß die „Wunschbelebung zunächst dasselbe ergibt wie die Wahrnehmung, nämlich eine Halluzination“. Das Subjekt stellt sich selbst in halluzinatorischer Art und Weise die Befriedigung eines Wunsches vor.
Es nimmt sich selbst das Leben. Es tötet selbst. Das jeweilig so disponierte, also inskribierte Subjekt versucht, sich möglichst ohne Aufschub und ohne jegliche Umwege Gegenwärtigkeit (vgl. Blog-Teaser!) zu verschaffen.
Trotz der versuchten Herstellung von Gegenwärtigkeit leidet das Subjekt an einem kleinen Rest von Widerstand, einem kleinen Bestand an Unreinheit der Selbstaffektion. Es spürt den „Fremdkörper“ im eigenen Inneren, das Subjekt gewahrt das Gemachte!
Es ahnt, daß das Zustandekommen der scheinbar unmittelbaren Selbstaffektion nicht ohne die Möglichkeit eines fremdbleibenden Dritten, einem Äußeren zustandekommen kann und zur „Auto-Hetero-Affektion“ verkommt.
Nichts geht ohne Körper und nichts geht ohne „Vorstellung“ (vgl. Blog-Teaser!) und nichts geht ohne Vorstellung des sogenannten eigenen Körpers. Diese Spaltung ist der Widerstand und gleichzeitig der Aufruf zu einem immer wieder neuen Anlauf zur Wiederholung der Selbstaffektion als Halluzination.
Die reine Selbstaffektion gibt es nicht und gerät immer wieder zur Auto-Hetero-Affektion!
Wir kennen das Beispiel des Norwegers und anderer Serienkiller. Wiederholung ist Alles!!! Die „reine“ Selbstaffektion bedeutete die Auslöschung des „Fremden“, des „Fremdkörpers“ (auch als eigenem)! (vgl. Derrida, Le toucher, Jean-Luc Nancy, p. 206 u. passim und Melanie Klein, Das Seelenleben des Kleinkindes, S. 133)
Der Ort und die Zeit, das Territorium „Wo Macht Recht ist.“
Unsere Körper sind politische!
In jedem Fall wird es eine Arbeit am verfügbaren Repertoire historischer Phantasien geben.
Moira Gatens „kulturelles Imaginäres“ (in: M. Gatens, Imaginary Bodies. Ethics, Power and Corporeality, London/New York 1996) stellt Vorstellungen und Bilder für jedes Subjekt bereit, an denen sich Wahrnehmungen, Empfindungen des eigenen Körpers orientieren ebenso wie Entwürfeund Planungen technischer und industrieller Art.
Medien und Weltordnungen! Und das geopolitisch biopolitische Unbewußte der Medien! Wir selbst sind medial und medial gemacht!
Massenmedien verbreiten seit Jahrzehnten Selbstbeschreibungsversuche einer Weltgesellschaft oder einer Welt und ihrer diversen Gesellschaften.
Massenmediale Skripten und Einschreibungen prägen permanent die Geopolitik der Welt.
Überzeugend (ob Filme, Spiele, Serien etc.) ist, was aufgrund von Räumen, Medien und sozialen Ordnungen für plausibel gehalten werden kann.
Sexuelle, ethnische und nationale Identitäten sind nicht körperbiologisch begründbar. Es handelt sich (wie oben dargelegt) um Realitätseffekte performativer Handlungen.
Das europäische Erbe ist einerseits eine Anbindung von Recht und Politik an die Souveränität des „Subjekts“, zum anderen besteht für viele Subjekte (z.B. konservative Zuwanderer) die „Gefahr“ und die Chance und Möglichkeit dekonstruiert zu werden.
Bedeutet, – die Globalisierung ist die Europäisierung !
Das europäische Erbe sind infolgedessen zahlreiche Verschiebungen, territorial und deterritorial, individual, ethnisch, religiös u.a.
Das europäische Erbe sind Krisen !
Krise und Dekonstruktion !
Temporäre Textkonfiguration !
Das europäische Erbe: Krise, Psychoanalyse, Dekonstruktion, Demokratie !
Räume und Grenzen sind keine objektiv messbaren und erhaltbaren Gegebenheiten.
Räume und Grenzen kommen und gehen, immer schon, durch Krise und Dekonstruktion. Effekte psychosozialer Dynamiken, Affizierung und Immunisierung. Politiken!
Seit 9/11 2001 eine sich beschleunigende Spirale von Antiterror-Krieg und Terror, Cyber-War, Drohnen-Krieg, Aufstände, Revolutionen, Religionen im Krieg, Flüchtlingswellen (! Wellen ?! oder ein großer Andrang, eine hohe Anzahl von Menschen auf der Flucht !?), Flüchtlingsleid, Fluchttragödien, Zuschau-Mentalität, Rettungsaktionen, Gezerre und Geschiebe um Konventionen (Genfer K. etc.) und Abmachungen, internationale Verträge, Flüchtlingsverteilungen bzw Aufnahme-Kontingente, Aufnahmekrise!?, Sterben und Tod, Handlungsunfähigkeit von links und rechts, von Austria bis Australia.
Migrationsströme (Ströme oder Andrang von Menschen!?, Aufnahmekrise!?!, Vertreibungskrise!?! oder Flüchtlingskrise!!!?) an den Außengrenzen der „Festung Europa“, Sklavenhandel, Terrorismus, Imperialismus. Das Erbe Europas.
Neue, fairere Verhältnislagen schaffen! Neue Narrative, neue Bilder, neue Selbstbildnisse, neue Selbstbeschreibungen.
Es geht um das Aushalten und Lebbarmachen neuer und alter Differenzen!
Der posthumane, globale Eine ohne den Anderen, ohne das Andere eine Illusion des Cyberspace und seiner Vertrauten.
Die Vollendung der Geschichte oder Fukuyamas „Ende der Geschichte“ eine Ideologie aus dem Pentagon der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Ein Set an Begriffen begleitet diese Mediendiskurse, die diese Ideologien befördern.
Ideologien des einen beherrschbaren Marktes durch einige wenige Riesen-Konzerne.
Sie lauten: Netzwerkgesellschaft, Weltgesellschaft, One World, Neue Weltordnung, TTIP, CETA, ACTA, …, Globalisierung, Weltkommunikation, World Wide Web, War on Terror, NSA, …
Hans Ulrich Gumbrecht, „Was sich nicht wegkommunizieren läßt“, in: Kommunikation. Medien. Macht, hg. v. R. Maresch, N. Werber, Frf. 1999, S. 331:
„Macht ist die Möglichkeit, Räume mit Körpern zu besetzen, und das heißt auch: Körper aus Räumen zu verdrängen und Körpern den Zugang zu Räumen versperren zu können.“
Ich erinnere nur an Australien, Stichwort „Aborigines“, an die USA, Stichwort „Indianer“ und an Europa, Stichwort „Festung Europa“ !
Das Eigene und das Fremde !
Husserl, Merleau – Ponty, Levinas, Derrida und viele andere haben sich daran abgearbeitet.
Husserls strenger Satz als Paradox von der Erfahrung des Fremden als eine Erfahrung unüberwindlicher Abwesenheit wurde von ihm selbst entschärft bzw aufgehoben durch die Definition der Fremderfahrung als Abwandlung der Selbsterfahrung (! sic).
Zum Selbst habe ich mich schon oben (mit Freud) geäußert! Wie wir wissen, kann es keine unmittelbare Selbsterfahrung geben, – wir bleiben immer auf Distanz zu uns selbst ! (vgl. Derrida, Psyche, Erfindungen des Anderen)
Ich selbst bin mir ein bekannter Fremder (!!!)
Ich erinnere an das Potential der Affizierung und Immunisierung bzw der Auto-Immunisierung (vgl. Derrida) zu Anfang !
Die Brücken zum Anderen und zum „eigenen“ Anderen sowie die Passagen, Markierungen, Spurungen, Königswege zum Ubw als das Andere, – das gefährliche gefährdete Andere !
Das Unbewußte, das invasive Ubw, die Krise der Hermeneutik !
Das Andere als Öffnung zur „Unentscheidbarkeit“ hin.
Derrida (vgl. „Gesetzeskraft“) spricht von einem „Gespenst“ des Unentscheidbaren, das jedes Entscheidungs-Ereignis heimsucht.
Das Gespensterhafte dekonstruiert jede Möglichkeit von Gewißheit, jede Möglichkeit einer Selbstversicherung, jede Möglichkeit von Gegenwärtigkeitsversicherung, jegliche Kriteriologie zur versuchten und vermeintlichen Absicherung der Gerechtigkeit einer Entscheidung.
Politik kann somit keine Anleitungen in normativer Hinsicht leisten, es herrscht quasi eine normative Unbestimmtheitsrelation zwischen Politik und Gesellschaft vor.
Die Freiheit der Andersheit des Anderen ermöglicht Lebenspraxen des Überlebens, die sich in der Begegnung der „Others of the Other und der Others of myself (J. Butler, Undoing Gender, New York 2004, p. 131ff.) vollzieht.
Das Denken der Schrift (vgl. Blog-Teaser) ereignet sich auch in einer Art „Wiederkehr des Verdrängten“!
Die Kulturleistungen verdanken ihre Kraft und zwingende Macht der Wiederkehr des Verdrängten, besonders gut sichtbar an den Religionen dieser Welt. Es handelt sich um permanente Erinnerungsarbeit, um Wiedererinnerungen von meist sehr alten, sehr effektiven weil sehr affektiven bzw affizierenden Vorgängen in der Geschichte der Menschheit.
Diese historischen Wahrheiten aufgrund der permanenten Wiederholung machen diese Kulturen so stark, mehr als das reale Ereignis und seine Wahrheit!
Beispiele wie Moses, Jesus oder Mohammed zeigen das in aller Vehemenz bis heute. Mit allen negativen und positiven Wirkungen und Nebenwirkungen. Und wider alle Vernunft! (vgl. Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft )
Die Wiederkehr des Verdrängten ereignet sich individuell, aber auch auf staatlicher Ebene.
Die verdrängten Körper vor der „Festung Europa“ etwa. Die Folgen des europäischen Imperialismus der letzten Jahrhunderte. Die Verschiebungen der durch den Imperialismus gezogenen Grenzlinien.
Grenzlinien von Staaten auf ehemaligen und in Resten noch vorhandenen Stammesgebieten.
Grenzlinien der Macht. „Wo Macht Recht ist.“
Diese Grenzlinien vergangener Mächte, sie brechen auf in die Geschichte der Gegenwart. Das verdrängte Unterdrückte bricht ein in den Alltag der sogenannten zivilisierten Demokratien.
Demokratien, die selbst um ihr Kommen ringen.
Ein Marker für Demokratien im Kommen ist die Abschaffung der Todesstrafe. Ein anderer Marker wäre und ist das Aufnehmen von Flüchtlingen.
Was ist los mit den Mutterländern der Demokratie?! Was ist los mit England? Was mit den USA? Was denken deren gewählte Führer, was ihre Völker denken?! Diesbezüglich!
Grenzlinien der Macht. Sie brechen auf. Migrationsbewegungen sind das sichtbare Symptom.
Europa und die übrige Welt muß handeln im Sinne der Menschenrechte und im Sinne der Menschlichkeit ! (vgl. meinen Blog-Post „Für eine menschenfreundliche Flüchtlingspolitik“ vom 11. 10. 2013)
Empathie! Hilfe!
Der Andere, – das bin Ich! Und das bist Du!
Die Struktur und die Artikulationsweise des Unbewußten sorgen dafür, daß wir immer im Verzug sind und uns immer etwas vorausliegt.
Unsere Vergangenheit, unsere Geschichte, die sich nie und nirgends in voller Selbst – Gegenwärtigkeit und Selbst – Präsenz erfahren hat lassen und läßt.
Nicht aneigenbar! Kein Eigenes! Ein Fremdes! (vgl. Blog-Teaser!)
Ein Ent-stelltes! Verdichtet, verschoben, nachträglich bearbeitet. Traum – Arbeit!
Achtung! Gefahr der Entstellung!
Auch der Psycho – Analyse! Immer! Überall!
Denken der Schrift. Grammatologie. (vgl. Blog-Teaser)
Gegenwartsphilosophie
Philosophische Praxis
Flucht und Flüchtlinge, Politiken, Ethik, Zeit, Geben
Zur selben Zeit denken wir das Unmögliche und das (dieses >zur selben Zeit<) ist das Unmögliche! (Derrida, Donner le temps I)
Weiters dort, – die Gabe gibt, verlangt und nimmt Zeit. Fiduziarische Vorgänge oder ökonomische. Eine Gabe verlangt Zeit und Dauer, ein Warten, das nicht vergißt. Es bedarf einer inneren Notwendigkeit, um aus einem Geben eine Gabe zu machen, es bedarf des Unterschieds zur Schuld und zur Bezahlung. Es braucht einen Unterschied zur Ökonomie des Tausches. Es braucht die Dauer mit open end. Vielleicht ohne Ende. Ohne eine Logik des Kredits. (cf. M. Mauss im Gegensatz zu Marx).
Die Gabe wäre ein Ereignis ohne Kreditverschreibung, das dadurch sogar aus dem Gedächtnis verschwinden könnte, also nie zurückkehrt. Also keine Belohnung für eine Gabe und sei es irgendwann. Die Gabe als „wirkliche“ Gabe wäre also in unseren Gesellschaften unökonomisch, – ohne Aufzeichnung und ohne Rückgaberecht! Disseminativer Wahnsinn!? Gabe als reines Geben (cf. Derrida, La dissémination, passim). Die Gabe dieses Gebens entspricht somit einem gewissen Wahnsinn der Gabe! Keine Rückkehr zu einem Vater! ( Vgl. Lacan, Mauss, Derrida und meinen Text zu Charlie Hebdo in diesem Blog! ) Dies ist vorerst einmal alles zur ersten Eingabe zum disseminativen Wahnsinn des Sinns „Gabe“.
Aus der Dissemination erwächst das Fruchtbare. Nicht unbedingt, aber möglicherweise. Nie aus der reinen Ökonomik! Von da her sollte man die rechtlichen und ökonomischen Begriffe „Freiheit, Pflicht, Freigebigkeit, Großzügigkeit, Verschwendung versus Sparsamkeit, Interesse, Nützlichkeit“ immer im Auge behalten und einer fraglichen Überdenkbarkeit aussetzen.
Mauss bezeichnet den Wahnsinn der Gabe als Geben ohne Ökonomie des erwartbaren Tauschens von. Ich denke, er meint den Akt des Gebens mehr als die Gabe als Ding. Das, was zurückkommt, falls etwas zurückkommt(!), kann nicht erwartet werden und soll auch nicht erwartbar sein. Das Geben als Gabe als ein Nehmen ohne Adresse für ein Tauschgeschäft. Der Wahnsinn des Gebens und Nehmens, – des Nehmens als Geben und des Gebens als Nehmen ohne Rückkehr.
Wenn wir Geflüchteten (als ein besonderes Beispiel) etwas geben, dann die Gabe der Zeit. Alle andere Gabe als ökonomisches und notwendiges(?) Kalkül. In derselben Zeit leben! Leben wir in der selben Zeit, die unmöglich ist!?
Zur selben Zeit denken wir das Unmögliche und das (dieses >zur selben Zeit<) ist das Unmögliche! (Derrida, Donner le temps I)
Der Versuch zu geben, – die Gabe zuallererst (!?)
Die sadistische Agressivität gegenüber den Gabenempfängern!!!
Läßt sich die Gabe nicht mit Recht der Wahnsinn des Tages nennen? (cf. M. Blanchot, La folie du jour)
Lesen Sie meine Posting-Texte zu Charlie Hebdo, zu Trump und zum Attentat und auch die zu Religion und Gesellschaft hier in diesem Blog!
Der Vatersignifikant hat kein Einspruchsrecht, – die alltägliche Psychose und die allüberall alltägliche Paranoia, – kein Einspruchsrecht mehr, weil keine angemessene Einschreibungsfähigkeit mehr (?!).
Vergleichen Sie meine Posts und deren Endigung im Thema Traum und Wahn aus derselben Quelle (vgl. Freud)
Die Einschreibung Europas in Europa. Europa besitzt Einschreibungen, Inskriptionen, Gravuren!
Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.
Alle unsere Teletechnologien (vom TV bis zur Drohne und darüberhinaus) bewirken eine real praktizierte Dekonstruktion traditioneller Begriffe und Vorstellungen von Staat, Bürger, Staatsbürger, Ausländer, Tourist, Einheimischer, Eingebürgerter etc., soweit diese an ein konkretes Territorium gebunden sind.
Jedes Land hat seine Geschichte, sein Gedächtnis und seinen speziellen Umgang mit seiner Archiv-Ökonomie.
Immer wenn man ein Archiv öffnet, sich gewisser Ereignisse erinnert, bringt man das Drama, dieses Ereignis, zur Sprache und holt es ins Gedächtnis zurück.
Man macht „es“ sich bewußt !
Bewußtwerdung ist aber noch lange nicht alles, worum es geht ! Spricht man vom Holocaust oder der Shoah, so bahnt man (ob man will oder nicht!) einen Weg zum jeweils individuellen wie auch zum sogenannten nationalen Unbewußten !
Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können. Affizierungen !
Breivik z. B. ist so ein affizierter Hominide. Bei ihm entwickelte die Erinnerungskultur des Staates Norwegen und anderes ein Psychogramm der Tötungslust ! (vgl. Klaus Theweleit, Das Lachen der Täter, St. Pölten 2015, Residenzverlag)
Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen. Man muß sehr wachsam sein, – als Einzelner wie als Gesellschaft.
Die Aktivität der Diskurse, des politischen Handelns, der Rituale des Gedächtnisses, der Öffnung der Archive und deren Erforschung hat eine sehr begrenzte, oberflächliche Effektivität bei dieser Performativität des Unbewußten, eines sogenannten nationalen Ubw.
Die staatlichen Institutionen müßten hier die Psychoanalyse arbeiten lassen (vgl. Derrida) in der Form einer Neuerarbeitung des Rechtes, auch des internationalen Rechtes, auch des Strafrechts !
Nicht nur mit der Psa arbeiten, sondern diese in allen möglichen Zusammenhängen mobilisieren (Derrida, Echographien, S. 153).
Was die Affizierungsmöglichkeiten und ebenso die diversen Immunisierungstechniken angeht, wäre ein ernsthaftes Verständnis und eine damit einhergehende tiefgreifende Änderung des Subjektverständnisses notwendig, damit insbesonders ein Verstehen der freudschen Konzeptualisierung der Sexualität.
Sexualität ist ein allumfassender Begriff. „Sexuell“ ist nicht bloß „genital“ (Freud, Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie, – in: Ges. Werke, Bd. V, S. 98).
Die „genitale sexuelle Organisation“ ist nicht „natürlich“, sie ist das Produkt einer vielstufigen Entwicklung physiologischer Reifung, – besonders in Bezug auf kulturell-symbolische Relationen (ebda., S. 133).
Die sogenannte „normale“, menschliche Sexualität ist eine paradoxale, künstlich gewachsene „Naturalisierung“ der immer schon de – naturalisierten Triebe.
Die Spaltung ist ursprünglich !
Die Sexualität bzw der Sexualitätsbegriff in diesem umfassenden Sinn eröffnet den Königsweg zum „Unbewußten“. Der König auf diesem Weg ist der Traum (vgl. Felix de Mendelssohn, Der Mann, der sein Leben einem Traum verdankte, Salzburg 2014).
Das Unbewußte interpretiert mit !
Nach Beendigung einer bewußten Interpretation fährt das Unbewußte fort zu interpretieren. Wir können das nicht verhindern und nur begrenzt steuern. Wir sind gezwungen daran zu arbeiten. Die Psychoanalyse arbeitet, der Traum arbeitet, das Unbewußte arbeitet. Die Arbeit der Psychoanalyse auch in der Psychoanalyse (sic!) könnte das Bewußtwerden fördern und erweitern. Antworten auf „Warum macht der das?“ gibt es !
Laplanche betont, daß die „psychische Realität“ nicht von einem selbst geschaffen wird, sondern wesentlich invasiv ist: Sie kommt von außen auf uns als das Unbewußte anderer ! (vgl. A. Zupancic, Warum Psychoanalyse?, S. 40 und vgl. meine Videos zu Sprache und Unbewußtes)
„Wenn etwas in unserem Ubw verändert werden soll, muss es in der Struktur , die es stützt, geändert werden.“ (ebda., S. 44)
Das Ubw quasi als Ding, als Vorhandenes, gar Beobachtbares oder Messbares, gibt es nicht. Das Unbewußte ist eine Schrift von außen, die einen Text bzw eine „temporäre Textkonfiguration“ ( vgl. Blog-Teaser ! ) innen in uns erzeugt.
Dieser Text bleibt unlesbar lesbar ! (vgl. R. Barthes Illisibilität)
Einen Lesezugang bietet die Traumarbeit, nicht zu verwechseln mit dem Trauminhalt! (vgl. Freuds „Traumdeutung“, vgl. Rudolf Heinz, Wolfgang Tress (Hg.), Traumdeutung, Zur Aktualität der Freudschen Traumtheorie, Wien 2001, Passagen Verlag und vgl Felix de Mendelssohn, Der Mann, der sein Leben einem Traum verdankte, Salzburg 2015)
„Wo Macht Recht ist.“
Freud spricht von einer Zeichenbeziehung (G. W. II/III, 283f.) und deren Bedeutung in der Sprache der Traumgedanken.
Also nicht der „bildliche“ Inhalt der Traum-Zeichen bestimmt den Wert für die Analyse, sondern deren Beziehungen zu anderen Zeichen.
Die signifikanten Elemente in dieser Logik bzw Graphik der Relationen eines Traums sind oft räumliche, gleichsam syntaktische Relationen einzelner Signifikanten. Freud spricht von einem logischen Zusammenhang, der im Traum als Gleichzeitigkeit wiedergegeben wird.
Einander räumlich nahe gelegene bzw markierte Elemente bestimmt Freud als innige!
Innig bedeutet hier zusammengehörig, aufeinander verweisend und also signifikant und dies wieder und immer im Zusammenhang mit anderen ebenso markierten Elementen. So entsteht beim Analytiker bei großer Aufmerksamkeit („frei schwebender Aufmerksamkeit“ oder „gleichschwebender Aufmerksamkeit“ nach Freud) der „Text“ des Traumes.
Analog zu F. de Saussures Semiotik aus dem Nachlaß.
Der Analytiker ist ein Leser, eine Leserin. Und! Der Analytiker wird zum Schreiber, zum Schriftsteller als lesenden.
Die Lekritüre der Grammatologie.
Die Unauslesbarkeit als Paradox des Traums.
Die Illisibilität eines jeden Textes und seine „Grundlosigkeit“! (vgl. Michael Turnheim, Das Andere im Gleichen, S. 11)
Mit Turnheim behaupte ich eine grundsätzliche Verwandtschaft von Psychoanalyse und Demokratie und von Dekonstruktion und Demokratie. Alle drei Namen sprechen von der Irreduktibilität der Singularität bei gleichzeitiger versuchter Wiederholbarkeit!
Psychoanalyse und Dekonstruktion behaupten beide eine Irreduzibilität der Hetero-Affektion in der Erfahrung eines „Eigenen“ und beide gehen von einem Wirken eines inneren Fremdkörpers aus!
In psychoanalytischen Denkfiguren spielen die Phänomene der Selbstaffektion eine sogenannte wesentliche Rolle.
Freud schreibt im „Entwurf einer Psychologie“ in den gesammelten Werken im Nachtragsband auf Seite 412, daß er nicht daran zweifelt, daß die „Wunschbelebung zunächst dasselbe ergibt wie die Wahrnehmung, nämlich eine Halluzination“. Das Subjekt stellt sich selbst in halluzinatorischer Art und Weise die Befriedigung eines Wunsches vor.
Es nimmt sich selbst das Leben. Es tötet selbst. Das jeweilig so disponierte, also inskribierte Subjekt versucht, sich möglichst ohne Aufschub und ohne jegliche Umwege Gegenwärtigkeit (vgl. Blog-Teaser!) zu verschaffen.
Trotz der versuchten Herstellung von Gegenwärtigkeit leidet das Subjekt an einem kleinen Rest von Widerstand, einem kleinen Bestand an Unreinheit der Selbstaffektion. Es spürt den „Fremdkörper“ im eigenen Inneren, das Subjekt gewahrt das Gemachte!
Es ahnt, daß das Zustandekommen der scheinbar unmittelbaren Selbstaffektion nicht ohne die Möglichkeit eines fremdbleibenden Dritten, einem Äußeren zustandekommen kann und zur „Auto-Hetero-Affektion“ verkommt.
Nichts geht ohne Körper und nichts geht ohne „Vorstellung“ (vgl. Blog-Teaser!) und nichts geht ohne Vorstellung des sogenannten eigenen Körpers. Diese Spaltung ist der Widerstand und gleichzeitig der Aufruf zu einem immer wieder neuen Anlauf zur Wiederholung der Selbstaffektion als Halluzination.
Die reine Selbstaffektion gibt es nicht und gerät immer wieder zur Auto-Hetero-Affektion!
Wir kennen das Beispiel des Norwegers und anderer Serienkiller. Wiederholung ist Alles!!! Die „reine“ Selbstaffektion bedeutete die Auslöschung des „Fremden“, des „Fremdkörpers“ (auch als eigenem)! (vgl. Derrida, Le toucher, Jean-Luc Nancy, p. 206 u. passim und Melanie Klein, Das Seelenleben des Kleinkindes, S. 133)
Der Ort und die Zeit, das Territorium „Wo Macht Recht ist.“
Unsere Körper sind politische!
In jedem Fall wird es eine Arbeit am verfügbaren Repertoire historischer Phantasien geben.
Moira Gatens „kulturelles Imaginäres“ (in: M. Gatens, Imaginary Bodies. Ethics, Power and Corporeality, London/New York 1996) stellt Vorstellungen und Bilder für jedes Subjekt bereit, an denen sich Wahrnehmungen, Empfindungen des eigenen Körpers orientieren ebenso wie Entwürfe und Planungen technischer und industrieller Art.
Medien und Weltordnungen! Und das geopolitisch biopolitische Unbewußte der Medien! Wir selbst sind medial und medial gemacht!
Massenmedien verbreiten seit Jahrzehnten Selbstbeschreibungsversuche einer Weltgesellschaft oder einer Welt und ihrer diversen Gesellschaften.
Massenmediale Skripten und Einschreibungen prägen permanent die Geopolitik der Welt.
Überzeugend (ob Filme, Spiele, Serien etc.) ist, was aufgrund von Räumen, Medien und sozialen Ordnungen für plausibel gehalten werden kann.
Sexuelle, ethnische und nationale Identitäten sind nicht körperbiologisch begründbar. Es handelt sich (wie oben dargelegt) um Realitätseffekte performativer Handlungen.
Das europäische Erbe ist einerseits eine Anbindung von Recht und Politik an die Souveränität des „Subjekts“, zum anderen besteht für viele Subjekte (z.B. konservative Zuwanderer) die „Gefahr“ und die Chance und Möglichkeit dekonstruiert zu werden.
Bedeutet, – die Globalisierung ist die Europäisierung !
Das europäische Erbe sind infolgedessen zahlreiche Verschiebungen, territorial und deterritorial, individual, ethnisch, religiös u.a.
Das europäische Erbe sind Krisen !
Krise und Dekonstruktion !
Temporäre Textkonfiguration !
Das europäische Erbe: Krise, Psychoanalyse, Dekonstruktion, Demokratie !
Räume und Grenzen sind keine objektiv messbaren und erhaltbaren Gegebenheiten.
Räume und Grenzen kommen und gehen, immer schon, durch Krise und Dekonstruktion. Effekte psychosozialer Dynamiken, Affizierung und Immunisierung. Politiken!
Seit 9/11 2001 eine sich beschleunigende Spirale von Antiterror-Krieg und Terror, Cyber-War, Drohnen-Krieg, Aufstände, Revolutionen, Religionen im Krieg, Flüchtlingswellen (! Wellen ?! oder ein großer Andrang, eine hohe Anzahl von Menschen auf der Flucht !?), Flüchtlingsleid, Fluchttragödien, Zuschau-Mentalität, Rettungsaktionen, Gezerre und Geschiebe um Konventionen (Genfer K. etc.) und Abmachungen, internationale Verträge, Flüchtlingsverteilungen bzw Aufnahme-Kontingente, Aufnahmekrise!?, Sterben und Tod, Handlungsunfähigkeit von links und rechts, von Austria bis Australia.
Migrationsströme (Ströme oder Andrang von Menschen!?, Aufnahmekrise!?!, Vertreibungskrise!?! oder Flüchtlingskrise!!!?) an den Außengrenzen der „Festung Europa“, Sklavenhandel, Terrorismus, Imperialismus. Das Erbe Europas.
Neue, fairere Verhältnislagen schaffen! Neue Narrative, neue Bilder, neue Selbstbildnisse, neue Selbstbeschreibungen.
Es geht um das Aushalten und Lebbarmachen neuer und alter Differenzen!
Der posthumane, globale Eine ohne den Anderen, ohne das Andere eine Illusion des Cyberspace und seiner Vertrauten.
Die Vollendung der Geschichte oder Fukuyamas „Ende der Geschichte“ eine Ideologie aus dem Pentagon der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Ein Set an Begriffen begleitet diese Mediendiskurse, die diese Ideologien befördern.
Ideologien des einen beherrschbaren Marktes durch einige wenige Riesen-Konzerne.
Sie lauten: Netzwerkgesellschaft, Weltgesellschaft, One World, Neue Weltordnung, TTIP, CETA, ACTA, …, Globalisierung, Weltkommunikation, World Wide Web, War on Terror, NSA, …
Hans Ulrich Gumbrecht, „Was sich nicht wegkommunizieren läßt“, in: Kommunikation. Medien. Macht, hg. v. R. Maresch, N. Werber, Frf. 1999, S. 331:
„Macht ist die Möglichkeit, Räume mit Körpern zu besetzen, und das heißt auch: Körper aus Räumen zu verdrängen und Körpern den Zugang zu Räumen versperren zu können.“
Ich erinnere nur an Australien, Stichwort „Aborigines“, an die USA, Stichwort „Indianer“ und an Europa, Stichwort „Festung Europa“ !
Das Eigene und das Fremde !
Husserl, Merleau – Ponty, Levinas, Derrida und viele andere haben sich daran abgearbeitet.
Husserls strenger Satz als Paradox von der Erfahrung des Fremden als eine Erfahrung unüberwindlicher Abwesenheit wurde von ihm selbst entschärft bzw aufgehoben durch die Definition der Fremderfahrung als Abwandlung der Selbsterfahrung (! sic).
Zum Selbst habe ich mich schon oben (mit Freud) geäußert! Wie wir wissen, kann es keine unmittelbare Selbsterfahrung geben, – wir bleiben immer auf Distanz zu uns selbst ! (vgl. Derrida, Psyche, Erfindungen des Anderen)
Ich selbst bin mir ein bekannter Fremder (!!!)
Ich erinnere an das Potential der Affizierung und Immunisierung bzw der Auto-Immunisierung (vgl. Derrida) zu Anfang !
Die Brücken zum Anderen und zum „eigenen“ Anderen sowie die Passagen, Markierungen, Spurungen, Königswege zum Ubw als das Andere, – das gefährliche gefährdete Andere !
Das Unbewußte, das invasive Ubw, die Krise der Hermeneutik !
Das Andere als Öffnung zur „Unentscheidbarkeit“ hin.
Derrida (vgl. „Gesetzeskraft“) spricht von einem „Gespenst“ des Unentscheidbaren, das jedes Entscheidungs-Ereignis heimsucht.
Das Gespensterhafte dekonstruiert jede Möglichkeit von Gewißheit, jede Möglichkeit einer Selbstversicherung, jede Möglichkeit von Gegenwärtigkeitsversicherung, jegliche Kriteriologie zur versuchten und vermeintlichen Absicherung der Gerechtigkeit einer Entscheidung.
Wichtig dabei ist, obwohl das mögliche Selbst meist virtuell bleibt, so ist es doch ein besonderes Moment des Selbstverständnisses! Im möglichen Selbst erfolgt eine affektive Besetzung. Da diese meist begehrenswert erscheint (warum auch immer liegt allein in der Biographiewerdung des Individuums), kommt es zu Vorstellungen und Gefühlen teils absonderlichster Art, d.h. das mögliche Selbst formiert sich zu einem Modus vielfältiger Identifizierungen und Formationen des Begehrens.
Vom Begehren nach Macht Besessene müßten sich umbauen durch Bearbeitungen ihrer Wünsche und Träume. Im Gegenteil, sie arbeiten meist an sogenannten kavalieresken Begründungszusammenhängen zur Abwehr von Kritik von außen. Die Formung als mögliches Selbst bilden sie sich meist in der Form eines Versprechens ihrer Besonderheit. Sie meinen es ja nur gut, so der Ausfluß dümmlicher Unverständniskultur für Erniedrigungen aller Art (des je Anderen).
Jede Demokratie, jede kommende Demokratie, wird sich mit diesen Energiearrangements(!) (Libidoverschwendern) von irrationalen, leicht bis schwer paranoid größenwahnsinnigen Persönlichkeiten immer und immer wieder herumschlagen müssen. Nicht zu Ende Geborene (cf. Theweleit, Männerphantasien)!
Die körperliche Architektur ist politisch ( vgl. Monique Wittigs Analyse der Heterosexualität als polit. Regime und M. Foucaults Analysen des Dispositivs der Sexualität sowie Judith Butlers Analysen der performativen Identität ).
Körper sind sozial konstruierte Texte (vgl. Beatriz Preciados Kontrasexuelles Manifest).
Bewußtsein entspringt Körpern in Strukturen.
Handlungen sind gegründet in Wahnvorstellungen in Träumen und als Traum.
In der Psychose ist die Vaterfunktion auf das Bild des Vaters reduziert.
Das Symbolische wird auf das Imaginäre reduziert. Der Mensch lebt unter gewissen Realvoraussetzungen seinen Traum als Wahnsinn in Handlung gesetzt,- er folgt seinem Vexierbild des Vaters. Dessen Rebus bleibt ihm verschlossen. Distanz zu sich selbst kennt er nicht. Er erkennt kein reales Selbst in Beziehung zu den/dem Anderen. Relationsverschiebungen. Verwerfungen. Größenwahn. Ich/ICH als Gott! Einbildung als unerschütterliche Notwendigkeit (s)eines Selbst.
Genaugenommen handelt es sich im Wesentlichen um Lacans Annäherungen an den Wahnsinn!
Lacan definiert die Psychose als eine von drei klinischen Strukturen, die durch den Mechanismus der Verwerfung definiert ist.
In diesem Mechanismus wird der „Name-des-Vaters“ (cf. „Einführung in die Namen-des-Vaters“, – in: Jacques Lacan: Namen-des-Vaters. Wien 2006, übersetzt aus dem Französischen v. Hans-Dieter Gondek, Vlg. Turia+Kant, S. 63-102) im symbolischen Universum des Psychotikers nicht integriert, es bleibt eine Lücke. Es kam zu einer „Verwerfung“!
In der Psychose gibt es zwar ein Unbewußtes, allerdings gemäß Lacan ein nicht funktionierendes Unbewußtes. Also eine Lücke oder ein Loch in der symbolischen Ordnung mangels Name-des-Vaters, eine Disfunktion des Unbewußten, vielleicht besser eine Parafunktion des Ubw. Die psychotische Struktur entsteht aufgrund einer Fehlfunktion des Ödipuskomplexes, eines Mangels der Vaterfunktion.
„Traum und Wahn stammen aus derselben Quelle, vom Verdrängten her; der Traum ist der sozusagen physiologische Wahn des normalen Menschen. Ehe das Verdrängte stark genug geworden ist, um sich im Wachleben als Wahn durchzusetzen, kann es leicht seinen ersten Erfolg unter den günstigeren Umständen des Schlafzustandes in Gestalt eines nachhaltig wirkenden Traumes errungen haben. Während des Schlafes tritt nämlich, mit der Herabsetzung der seelischen Tätigkeit überhaupt, auch ein Nachlaß in der Stärke des Widerstandes ein, den die herrschenden psychischen Mächte dem Verdrängten entgegensetzen. Dieser Nachlaß ist es, der die Traumbildung ermöglicht, und darum wird der Traum für uns der beste Zugang zur Kenntnis des unbewußten Seelischen. Nur daß für gewöhnlich mit der Herstellung der psychischen Besetzungen des Wachens der Traum wieder verfliegt, der vom Unbewußten gewonnene Boden wieder geräumt wird.“ (S. Freud, Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva, Kapitel 2)
Vergleichen Sie auch und besonders Jacques Lacan, Nicolas Abraham/Maria Torok „Kryptonymie. Das Verbarium des Wolfsmanns“ und Jacques Derrida „Fors“ (ÜS aus dem Französischen Werner Hamacher), Basel 2008 (vor allem S.71ff. „Einverleibung, interne Hysterie, Kryptonymie“ und S. 94ff. „Die interne Hysterie. Aufbau und Funktionieren einer Maschinerie“).
Lacan wird hier von Abraham/Torok/Derrida nicht zugestimmt, daß es sich hier beim Wolfsmann um bloß einen Neurotiker handle, sondern in Wahrheit handelt es sich um einen Psychotiker, dessen „Verwerfungen“ dem Symbolisierungsvermögen nicht zugänglich seien!!!
In und durch die „Kryptonymie“ werden die Fragen der Philosophie (vor allem von J. Derrida noch zusehends extensiviert und konzentriert disseminiert) beinhart auf der Ebene der Psychoanalyse gestellt und auf eben dieser Ebene der Psa. wird der Philosophie die Antwortmöglichkeit kategorisch und grammatologisch bestritten.
Zwischenschritt zur bewußtseinserweiternden Lektüre zum Thema!
Ziehen wir beim Thema Sexismus, Rassismus, Faschismus (!) immer wieder zu Rate und vergessen wir sie nicht, — die Faschismusanalysen und Sexualökonomietheorien von Wilhelm Reich ( „Massenpsychologie des Faschismus. Zur Sexualökonomie der politischen Reaktion und zur proletarischen Sexualpolitik“ 1933 ) und Klaus Theweleit ( „Männerphantasien“ 1980, bes. Bd. 2 „männerkörper – zur psychoanalyse des weißen terrors“ 1978 )
Sexualökonomien!
Begehren und Verantwortung!
Vergessen wir nicht ! ! !
Die Psychoanalyse ! ! !
Wenn wir Sprache benützen, rufen wir unweigerlich Effekte bei uns und beim Anderen hervor. Wir verwandeln uns, aber auch den Anderen und wir verwandeln das Andere, die Sprache. Sprache ist ein Name für unser Tun, – die Handlung, die wir gerade tun, – und ein Name für das, was wir bewirken, – die Handlung und ihre Folgen.
Ein Satz tut etwas.
Sprache ist „Handlungsmacht“. Das Tun der Sprache ist handlungsmächtig! Auch diese Setzung gerade und diese Figuration/Konfiguration (vgl. meinen Teaser dazu) ist „Handlungsmacht“ und erläutert grade in aller Kürze die sprachliche Handlungsmacht (vgl. Teaser und mein Video zum „Satz“!).
Sprache als Figur für die Handlungsmacht und Handlungsmacht als Figur der Sprache. Die Handlungsmacht der Sprache ist nicht dieselbe wie die des Subjekts, das Dinge mit der Sprache tun kann, aber auch in der Sprache (vgl. dazu Teaser zu „Dekonstruktion“ und différance / Derrida!).
Sprache gründet sich auf eine geteilte, ich möchte sagen, gedoppelte Wesensart, ein in sich geteiltes Operativum. Sprache ist bzw das Instrument der Aussagen teilt etwas „Wesentliches“ mit der Sprache, weil, gerade weil keine Aussage auf ihr Instrument reduzierbar ist (wer tiefer eintauchen möchte in diese >Angelegenheit< „Sprache“, lese „Limited Inc“ von Derrida samt der Texte der Sprechakttheoretiker Austin und Searle u.a.).
Worte, Wörter, Sätze können verletzen!
Die Subjekte, das Medium, die Sprache, die Aussage, die Aussageweise, das Ausgesagte, die berührten(!) Kontexte, die LeserInnen, die BügerInnen, die Gesetze, den Staat, das Gemeinwesen, den Gesellschaftsvertrag!
Haß-Formulierungen, aggressive Sprache bzw Sprachführung, können zum Tod des Subjekts führen, wenn dieser „Sprech“ in die Position der Herrschaft gerät oder eine solche aufrufen kann, – dann wird dieser Sprechakt(!) zur Artikulationsform der herrschenden Macht und also zu einer Art Reproduktion der Macht (vgl. etwa Chile unter Pinochet oder Deutschland und Österreich unter Hitler oder heute Syrien unter Assad; wie wir wissen, gäbe es noch viele Beispiele).
Wiederholungen von Sätzen als Haß-Sprech und deren Veröffentlichung können (müssen nicht! Brücke der Rede, Subversion ist immer möglich, immer sprachmöglich!, – vgl. Althusser, Foucault, Deleuze, bes. Derrida) und werden die Subjekte formen, die äußernden und die angerufenen. Anstößige Formulierungen rufen auf, sie rufen auf die Lokalisation diskursiver und physischer Gewalt, sie gehen jeder Äußerung voraus, die sie in Szene setzt, versuchen und zeitigen diese gleichsam. Dem Subjekt liegt die Äußerung als vorhanden vor, das Subjekt wird geformt und das Subjekt führt den Diskurs als unterwerfenden fort.
Nach Freud verschiebt sich ein verbotenes Begehren im Unbewußten von einem Ding auf das nächste. Diese unendliche Übertragbarkeit des Begehrens, die verführt wird über ein Verbot, eine Blockade, ein Tabu, steuert quasi unkontrollierbar diese Logik der Infizierung in einem sogenannten metonymischen Strömen (denken Sie an Ihre eigene „Lust“ Verbotenes zu tun, – z. B. bei Veränderung gewohnter Umstände!).
In Freuds „Das Unbehagen in der Kultur“ wird der Ort der Libido verschoben und selbst zum Lustort des Verbots. Hier nimmt die Unterdrückung jene Form an, in der sie selbst zur libidinösen Tätigkeit wird.
Dies gilt für den banalen Haßposter wie für den im zivilen Leben als Anwalt arbeitenden Freizeit – Hooligan wie für den sadistisch besetzten Mörder / Lustmörder / Serienmörder / Massenmörder oder den theologisch bearbeiteten Jugendlichen (u.a.) für Mordattacken (wie im Bataclan etc., vgl. meine Posts „Charly Hebdo“ und „Attentat“ in diesem Blog).
Jeder Satz ein Sprung.
Ein Sprung, der einen Kontext sprengt.
Jede Aussage ist primär eine Behauptung und schiebt Einwände vorerst beiseite.
Die Kraft einer performativen Äußerung kann enorm sein, – in beide Richtungen!
Denunziation und Selbstdenunziation!
Je nach Lesart und je nach Leserschaft und Leserstandort (politisch, ideologisch, intellektuell).
Der Bruch mit dem Kontext (Derrida) einer performativen Äußerung ist immer dieser inhärent, einer jeden Äußerung Mißlingen durch die Sache „Sprache“ eingezeichnet. Nur merken dies viele Akteure nicht! Haß-Sprech-Akteure merken die Selbstdenunziation offenbar fast nie oder zu spät.
Die Geschichte der Unterworfenheit ist (auch) eine Geschichte der Sprache und des Sprechens.
Menschenbildung ist daraus folgend die erste Angelegenheit einer jeden demokratischen Gesellschaft.
Jede Kultur benötigt Subjektivität, Subversivität, Kritik und eine große Portion an Gemeinsamkeit (auch in der Differenz).
Sollte der Neid eine menschliche Konstante sein, dann gilt es diesen Neid zu sublimieren durch die Instanzen unserer Kultur hindurch und also den anderen nicht schaden wollen, ihm was wegnehmen wollen etc., sondern ich hebe meinen Neid auf die Stufe sportlichen, beruflichen oder intellektuellen Ehrgeizes.
Ich hasse also nicht aufgrund etwaig vorhandenen Neides auf jemand, sondern ich münze meinen Neid um in besondere Fähigkeiten, die ich mir durch Fleiß und Übung zu eigen mache.
Vielleicht ist das der Ansporn für Wissenschaft, Kunst und Sport, Erfindungskraft, Unternehmertum, Hilfsbereitschaft und: L i e b e (!?) ?! (vgl. Lacan, Seminar X)
Haß ist kein Begriff. Haß ist eine Übertreibung des Neidbegehrens aus Mangel und Verlust.
Vernunft ist dies sublimieren zu können und zu wollen.
Therapien könnten zu dieser Einsicht (der Vernunft) führen!! (Oder diesen Vorgang beschleunigen.) (vgl. Teaser!)
Um noch kurz mit Derrida zu sprechen, um uns daran zu erinnern, wie notwendig das immer sein wird: Das Subjekt einer Äußerung kann kaum gewahr sein und muß gewahr sein, daß jede „Kommunikation“ einer allgemeinen graphematischen Struktur unterliegt.
Eine Konsequenz daraus ist, daß die Iterationsstruktur gegeben ist und also die Intention einer Äußerung niemals sich selbst und ihrem Inhalt zur Gänze präsent sein kann. Das bedeutet, die Iteration erzeugt immer einen Bruch, die Iteration strukturiert a p r i o r i.
Es existiert immer schon eine oratio obliqua, eine strukturelle Unbewußtheit der Intention in der Aktualität der Aussage. Vergessen Sie nie daran zu erinnern, daß in der Sache und der Auffassung davon ein Gespenst sein Wesen treibt, – das teleologische Trugbild des Bewußtseins (vgl. bes. „Signatur, Ereignis, Kontext“ von J. Derrida, in: Randgänge der Philosophie).
Das gilt auch und vielleicht noch mehr für den Akteur eines Haß-Sprechs, denn für den Adressaten. Also Obacht auf den immer möglichen Bumerang-Effekt der Selbstbeschädigung! Im Privaten wie im Öffentlichen! Ob Einzel-Person-Akteur oder Staaten.
Es gilt immer auch die Lektüre und die Lekritüre der Konnotationen eines Textes.
Jacques Derrida hat darauf hingewiesen, daß Artaud mit seinem dramatischen Atmen, Schreien, Bewegen nicht nur an Rousseaus Ursprache der Affekte anschließt, sondern auch an Freuds Konzeption der Traumsprache, die aus „Rücksicht auf Darstellbarkeit“ die Wortvorstellungen zugunsten einer Art unmittelbarer Bilderschrift aufgibt (ebda., S. 365ff. und bes. J. D.: Artaud Moma. Ausrufe, Zwischenruf und Berufungen, Passagen Verlag, S. 13ff. u. vgl. auch Concic-Kaucic, Sem II, Passagen Verlag, 1994).
Artaud sucht das Reale, das rohe Fleisch.
Dieses Design sehen wir auch im Netz, in den sozialen Medien sehr häufig. Das Rohe! Nicht sehr oft das Gekochte!
Das Rohe! Der Haß – Sprech! Das Rohe! Die Vergewaltigung! Das Rohe! Das Attentat!
Paranoia! Sinnkonspirationen! Krankheiten im Kopf! (Kant)
Geschichte schreiben ohne Leistung! Den eigenen Namen der Geschichte als Geschichtsschreibung einschreiben, einbrennen.
In der Geschichte auftauchen. Vorkommen. Hervorkommen. Sich zeigen. Sich präsent machen wollen.
Viele und immer mehr Haß-Sprech-Akteure! Sie wollen sich zeigen, so wie sie sind. Häßlich! Haßerfüllt. Immer öfter mit dem bürgerlichen Namen. Die Signatur. Die schauerliche Herrschaft des Unsinns und Zufalls (Leibniz).
Gruppenkohärenz. Kollektive Gewalterscheinungen (Fanon). „Gewalt tritt auf den Plan, wo Macht in Gefahr ist.“ (H. Arendt)
Gefühle wie Neid, Haß, – oder auch Liebe sind eine integrale Disponiertheit eines unbewußten Triebsystems, welches nach Lacan geschichtlich, zivilisatorisch mehr oder weniger / so oder so sozialisiert wird und ist.
Bildungserfahrungen u. a. in der früheren Kindheit bilden das temporäre Substrat für spätere Gefühle, scheinobjektive Logiken und rationale irrationale Handlungen (Dschihadisten, Attentäter, Amokläufer, Folterer, Mörder, Vergewaltiger, Hasardeure jeder Form).
Handlungen wie Äußerungen des Hasses aufgrund fehlenden Empathievermögens infolge zunehmender neoliberaler Realitäten aller Art (ökonomisch, sozial, existenziell) gibt Anlaß zur Sorge um die Gegenwart und Zukunft folgender Generationen und deren Lebensspielräume.
Gefühlskälte, destruktive Exzesse, Schmähungen, Verletzungen, Ressentiments, die anderen entgegenschlagen, führten schon oft und besonders in der Nazizeit (durch rassistisch rationalisierten Haß) zur beherrschenden Klimatik und Großstimmung und ebendort und ebendann zur Lagerpolitik und zur Shoah (Holocaust), zur industriell durchgeführten Massenvernichtung in den Konzentrationslagern.
Was ist ein Freund? Und was ist Freundschaft? Und was ist die Politik der Freundschaft?
Die Sprache als Erkenntniswerkzeug läßt uns Wirklichkeit erahnen. Seien wir vorsichtig! Mit dem Hammer zu philosophieren bringt Not und Notwendigkeit. So einfach ist es nicht mit der Sprache wie Carl Schmitt (Begriff des Politischen) das meint und handhabt!
Die Politik der Freundschaft ist eine schwierige.
Und die Dekonstruktion ist nachträglich und vorläufig(!). Vergleichen Sie das Konzept der „Spur“ Derridas! Die Gegenwart, keine Gegenwart ist jemals präsent und eine Vergangenheit ist nie als Gegenwart vollpräsent gewesen. Auch diese Erkenntnis läuft via Sprache. Wir sind Zeugen und Involvierte einer absoluten Dislokation (vgl. Teaser).
Ich meine die Spaltung der Struktur einer Erfahrung der Zugehörigkeit, eines sogenannten „Eigenen“(!). Zugehörigkeiten ausgedrückt in den Begriffen wie Familie, Ethnie, Nation, Religion, Staat oder sogar Beruf.
Diese Spaltungen bewirken Diskurse der Erschütterung. Diskurse von Schiller, Kleist, Nietzsche bis Derrida (vgl. Politik d. Freundschaft), Nancy u. a.
Und eben auch Miniausbrüche wie Haß-Postings.
Die aber in ihrer Vielzahl gefährlich groß zu werden vermögen. Auch in ihrer Struktur!
Ihrer Struktur der „undarstellbaren Gemeinschaft“ (Nancy), der technischen Vorrichtungen in Form von Shit-Storms, Cyber-Mobbing etc. Darin leuchtet der Sturm auf. Der Sturm im Wasserglas irgendwann als globaler Tsunami durch viele / alle Körper hindurch.
Eine der praktikabelsten Einsichten in das Phänomen des Hasses gibt uns die Psychoanalyse in der
Definition von Otto Kernberg:
„Haß ergibt sich aus der Transformation des vorübergehenden Affekts der Wut in einen dauerhaften, strukturierten Affekt, welcher eine spezifische internalisierte Objektbeziehung impliziert. (…)
Während die Wut unmittelbar auf die Beseitigung der Quelle einer Irritation oder eines zwischen dem Selbst und einer Gratifikation stehenden Hindernisses zielt, impliziert der Hass die Konsolidierung einer internalisierten Objektbeziehung zwischen einem leidenden Selbst und einem Objekt, das absichtlich das Leiden des Selbst zu induzieren scheint.“
Zum Ende kommend noch einmal sei angeführt die „kommende Demokratie“ J. Derridas. Eine Demokratie im Werden (und nicht nur auf nationalstaatlichem Boden, vgl. Kant, Zum ewigen Frieden) in den überstaatlichen Beziehungen, Rechtsverhältnissen und Institutionen, – eine Demokratie, die als kommende noch kaum bis gar nicht begonnen haben dürfte. Das ist das Thema von Liebe und Haß, Frieden und Krieg, Gemeinsames und Einsames, Eigenes und Anderes, Eigenes und Fremdes, ein Thema der Möglichkeit, Wahrscheinlichkeit und Unmöglichkeit.
Die Demokratie als philosophischer Begriff, die immerwährend im Kommen bleibt (vgl. Teaser und meinen BlogPost zur Demokratiephilosophie).
Die Gefühle des Hasses als Aporetikum, als Aporieaffekt des Demokratischen! Vielleicht auch das Kuckucksei einer jeden Revolution?!
Destruktive Entwicklungen sind nicht nur repressiv zu eliminieren(!), sondern durch kommunikative Inklusion zu pädagogisieren und zu zivilisieren.
Philosophische Praxis kann dazu einen gewichtigen Beitrag leisten, denke ich.
Ich möchte hinweisen auf die allgemeine Beunruhigung in den Wissenschaften vom Menschen, wenn man eine Logik des Unbewußten anspricht oder sogar darauf setzt (wie ich z.B.).
Eine Logik des Unbewußten, die uns im Bewußtsein der Freiheit (!), die dann also immer Verantwortung impliziert, jede Gewißheit und Versicherung (auch unserer selbst!) unterläuft.
Hier wird sofort der Vorwurf laut, daß damit (mit der Inkludierung dieser Logik des Ubw) jegliche Verantwortung und Ethik in Zweifel gezogen werden würde und also jede Entscheidung (und auch ein Quäntchen Nichtentscheidbarkeit in sich bürge).
Ich sage denen, die diesen Vorwurf erheben, immer wieder, daß ja gerade das Gegenteil der Fall sei, daß doch genau dieses Faktum des Zweifels an Verantwortung, Entscheidbarkeit und einem eigenen Ethisch-Sein das unbestimmbare Wesen(!) der Verantwortung, der Entscheidung und der Ethik ausmache.
Wir reagieren nicht nur, wir antworten. Sprachlich, semiotisch.
Die Funktion der Sprache besteht nicht nur in der Information.
Im Sprechen suche ich die Antwort des anderen. In meinem Sagen und Fragen und in meinem Zweifeln liegt die Möglichkeit der Subjektwerdung.
Menschen (und zum Teil Tiere) sind keine cartesischen Tier-Maschinen (!). Lebewesen haben kein vollkommen vorprogrammiertes Verhalten und Interagieren (schon gar nicht bei Verlängerung des Beobachtungszeitraums über Generationen!).
Jedes gefestigte Wissen, jede unbezweifelte theoretische Sicherheit würde die alten metaphysischen Vorurteile von der bloßen „Reaktion“ anstelle einer Möglichkeit zu antworten(!)
(d. h. „lesen“(!) können, – bedeutet Spielraum, also Freiheit, nicht festgelegt sein als bloße Tiermaschine, als bloßer Reaktionsapparat)
nur weiter behaupten und bekräftigen.
Die Dominierung des Anderen als Konsequenz des Mangels an Zweifel.
PHILOSOPHISCHE PRAXIS DIE RÄTSELHAFTE UND
VERSTÖRENDE NOTWENDIGKEIT … VON KOMMUNIKATION
P.S.:
„ >>Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.<<
Dieser grammatologische Imperativ gilt auch für Bilder: Es gilt, die Spuren vor den existierenden Bildern zu denken – genauer: die Spuren, die denjenigen Bildern, die wir sehen, vorausgehen. Mit einer Grammatologie der Bilder soll die Aufmerksamkeit auf die Spuren desjenigen gelenkt werden, was vor dem Bild liegt, auf das, was sich (noch) nicht in ikonischer oder piktorialer Gestalt – oder auch als Denkbild – darstellt oder in Erscheinung tritt: das Andere oder auch Unähnliche des Bildes.“
Op. cit., Sigrid Weigel: Grammatologie der Bilder. Berlin 2015 (Suhrkamp Tb Wi), S. 9
„Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ (J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82)
„The trace must be thought before the entity.“ (J. Derrida, op. cit., of Grammatology, p. 47)
„ Il faut penser la trace avant l’étant.“ ( Jacques Derrida, op. cit., DE LA GRAMMATOLOGIE, p. 69 )
Der Politische Körper und das Andere
Affektionen
Einschreibungen
Wiedererinnerungen
In äußerster Kürze und Kompliziertheit kurzgefaßt. Der politische Körper!
Selbstermächtigung! Begehren als Effekt soziohistorischer Machtverhältnisse!
Macht- und Herrschaftsverhältnisse verbinden individuelle, soziale, physische und virtuelle Körper miteinander.
Alles spielt sich dort ab, wo der Grund sich zum Abgrund öffnet, wo das Begründen von etwas sich von zahllosen Abgründen angezogen fühlt. Die ParaNoia lebt, solange es Libido geben wird. Wir müssen sie einhegen, nicht rationalisieren, einhegen und pflegen, sprich zivilisieren, bilden.
Begehren bewegt sich immer durch all die spezifischen Machtkategorien, die einen geo-historischen Kontext ausmachen (Elspeth Probyn 1996), wenn auch trotz allem einzigartig und singulär. Gesellschaft als Spurung (Derrida) „relationaler Singularitäten“ (Probyn).
Identitätsdislokationen, Chorologie, hyle/morphe-Strukturen als reelle/nicht reale(!) Momente des Erlebten (Husserl, Derrida).
Das mögliche Selbst (Hochschild 1999) ist ein idealisierter und nicht realisierter Teil der eigenen Existenz. Die Bilder und Vorbilder(!) unserer Kulturen bilden die Verbindung zwischen unseren möglichen Selbsten.
Wichtig dabei ist, obwohl das mögliche Selbst meist virtuell bleibt, so ist es doch ein besonderes Moment des Selbstverständnisses!
Im möglichen Selbst erfolgt eine affektive Besetzung. Da diese meist begehrenswert erscheint (warum auch immer liegt allein in der Biographiewerdung des Individuums), kommt es zu Vorstellungen und Gefühlen teils absonderlichster Art, d.h. das mögliche Selbst formiert sich zu einem Modus vielfältiger Identifizierungen und Formationen des Begehrens.
Adventure Philosophy!
Dr. Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax ( geb. 1959 ), Wien, Philosophische Praxis 1989 ff.
Diskursraum, Arbeitszimmer, Gesellschaftszimmer, Arbeitsraum, Philosophischer Salon Philosophische Praxis Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax Gasometer City Wien Österreich Europa
Und wie immer haben wir zu wenig Zeit.
Jeder Satz hat zu wenig Zeit. Jeder Satz verdrängt, indem er springt. Er verdrängt viele andere mögliche und notwendige (!) Sätze (mehr vgl. mein Youtube-Video zu „Der Satz“).
Jeder Satz, jedes Wort, jeder Code treibt sein Wesen und sein Unwesen in der Inkommunikabilität!
Jeder Satz grüßt ein Gespenst. Jeder Satz ist ein Gespenst.
Jeder Satz in einer jeden Setzung und einer jeden Sitzung (auch der in einer PP/Philosophischen Praxis).
Ich sollte immer die Möglichkeit haben, alle psychoanalytischen, ökonomischen, politischen und juridischen Implikationen des oben Gesagten/Gesetzten darzulegen.
Ich verweise alle LeserInnen auf meine/unsere Publikationen im Netz und auf die Veröffentlichungen auf Papier.
Das Terrain der Lektüre ist abgründig(!) und unbegrenzbar!
P.S.1.:
a In der Psychose ist die Vaterfunktion auf das Bild des Vaters reduziert.
Das Symbolische wird auf das Imaginäre reduziert. Der Mensch lebt unter gewissen Realvoraussetzungen seinen Traum als Wahnsinn in Handlung gesetzt,- er folgt seinem Vexierbild des Vaters. Dessen Rebus bleibt ihm verschlossen. Distanz zu sich selbst kennt er nicht. Er erkennt kein reales Selbst in Beziehung zu den/dem Anderen. Relationsverschiebungen. Verwerfungen. Größenwahn. Ich/ICH als Gott! Einbildung als unerschütterliche Notwendigkeit (s)eines Selbst. Trumputinismus.
Lacans Theorem vom Borromäischen Knoten!
Die drei Ringe des Knotens stellen die drei Ordnungen dar.
Das Reale, das Symbolische, das Imaginäre.
Diese drei zusammenhängenden Ringe lösen sich in der Psychose voneinander. Welten tun sich auf. Wahnsinn in personam. Autokratische bis faschistische „Großpolitiker“! Autokratismus. Faschismus. Tod. Horribilität.
Verfassungen sind nur dann gute, wenn sie das Aufkommen von (größenwahnsinnigen) Politikern als Psychotiker in staatliche Führungspositionen verhindern helfen können.
(( Vergleichen Sie auch und besonders Jacques Lacan, Nicolas Abraham/Maria Torok „Kryptonymie. Das Verbarium des Wolfsmanns“ und Jacques Derrida „Fors“ (ÜS aus dem Französischen Werner Hamacher), Basel 2008 (vor allem S.71ff. „Einverleibung, interne Hysterie, Kryptonymie“ und S. 94ff. „Die interne Hysterie. Aufbau und Funktionieren einer Maschinerie“);
Lacan wird hier von Abraham/Torok/Derrida nicht zugestimmt, daß es sich hier beim Wolfsmann um bloß einen Neurotiker handle, sondern in Wahrheit handelt es sich um einen Psychotiker, dessen „Verwerfungen“ dem Symbolisierungsvermögen nicht zugänglich seien!!! ( Stichwort Trumputin! ). In und durch die „Kryptonymie“ werden die Fragen der Philosophie (vor allem von J. Derrida noch zusehends extensiviert und konzentriert disseminiert) beinhart auf der Ebene der Psychoanalyse gestellt und auf eben dieser Ebene der Psa. wird der Philosophie die Antwortmöglichkeit kategorisch und grammatologisch bestritten .
„Was ist eine Krypta? (selbiger Band S. 11, 12) …
…….
Die Ordnung der Fragen umkehren, den Namen Krypta nicht mehr für eine Metapher im geläufigen Sinne halten, das wird vielleicht heißen, von der Psychoanalyse und in ihr von einer neuen Kryptologie zu einer anasemischen Retranskription sämtlicher Konzepte überzugehen, zu jener <<radikalen semantischen Veränderung, welche die Psychoanalyse in die Sprache eingeführt hat>> (Nicolas Abraham/Maria Torok: „L’écorce et le noyau“. Paris 1978.). ))
Kryptologie Philosophische Praxis Gerhard Kaucic Djay PhilPrax (*1959)
Die Ordnung der Fragen umkehren
das ewige Rätsel Kommunikation, die Notwendigkeit von philosophischer Praxis
Dr. Gerhard Kaucic (geb. 1959), Philosophische Praxis Wien 1989ff
PP, – von einer neuen Kryptologie zu einer anasemischen Retranskription sämtlicher Konzepte
übergehen }}}
Franz Kafka schrieb in seinem Tagebuch 1911, „das Versteckte in einem Vexierbild sei deutlich und unsichtbar. Deutlich für den, der gefunden hat, wonach zu schauen er aufgefordert war, unsichtbar für den, der gar nicht weiß, daß es etwas zu suchen gilt.“
Politik der Liebe und der Freundschaft. Nur wer liebt, kann wissen, was Lieben heißt.
Paranoiker, Autokraten und Faschisten lieben sehr schnell und sehr heftig. Sie lieben zuallererst ihr je eigenes Vexierbild. Ihr Narzissmus sagt, liebe, was das Zeug hält. Sag dem Volk oft und immer wieder, daß und wie sehr Du es liebst. Es wird Dir schließlich Glauben schenken.
Jede Demokratie, jede kommende Demokratie, wird sich mit diesen Energiearrangements(!) (Libidoverschwendern) von irrationalen, leicht bis schwer paranoid größenwahnsinnigen Führungspersönlichkeiten immer und immer wieder herumschlagen müssen. Nicht zu Ende Geborene (cf. Theweleit, Männerphantasien)!
Auf den fragilen Oberflächen (ohne Geländer) zwischenstaatlicher Beziehungen stellt sich diese Problematik stets von neuem. Bis heute ist Demokratie ein nationales, innerstaatliches politisches Organisationsmodell. Die Grenzen des Staatswesens werden nach wie vor und wie es aussieht morgen noch weniger als bisher (Stichwort: Rechtspopulismus) nicht überschritten. Das planetarische Subjekt(!) gerät in noch weitere Ferne, so bekomm ich das Gefühl. Die Fragen der Außenpolitik als eine Frage der Innenpolitik zu behandeln kommt im „Contrat social“ noch immer nicht vor bzw wird weiter aufgeschoben, ja sogar fast aufgehoben. Trump will alle(!?) bestehenden Verträge ignorieren und löschen. Trump will die Europäische Union zerstören. Er hilft Putin seine prioritären Ziele zu erreichen.
Kurz, Seehofer, Orban, Salvini und all die anderen Rechtspopulisten, Rechtsextremen und Faschisten helfen den beiden Vorgenannten dabei.
Wir werden sehen, was wir sehen werden. Sind Sie sicher? Seid Ihr Eurer sicher?!
Alles spielt sich dort ab, wo der Grund sich zum Abgrund öffnet, wo das Begründen von etwas sich von zahllosen Abgründen angezogen fühlt. Die ParaNoia lebt, solange es Libido geben wird. Wir müssen sie einhegen, nicht rationalisieren, einhegen und pflegen, sprich zivilisieren, bilden.
Demokratien bilden mittels Bildung, – vor allem Menschenbildung im Sinne von Menschenrechten und Menschenpflichten. Gesetzesentwicklungen entlang den Menschenrechten und im Sinne der Europäischen Konvention ( 70 Jahre Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten / Convention for the Protection of Human Rights and Fundamental Freedoms. Text dazu: siehe weiter oben in diesem Post ).
Yes, we can!?
Post scriptum/after the bound/Nachsatz:
Post scriptum/after the bound/Nachsatz:
The tasks of a future democracy/a democracy on the rise/a permanent advent/arrival of democracy/a democracy in the arrival ( Jacques Derrida ), to think the subject as „planetary“ (cf. G. Ch. Spivak, see teaser, – the teaser from my blog; note: the teaser is only visible in the web-version!), – especially concerning the great challenges of politics in the 21st century: Utopia (?!) of reflexive solidarity (Spivak),
borders of a planet (John Bellamy Foster et al. (Ed.): The Ecological Rift: Capitalism’s War on the Earth, 2011), deconstructive politics as an ideological-critical reading of the imperial archive, geopolitics, geopolitical involvement, geopolitical interest driven policy and/as value policy, power, morals and human rights, analysis of power, gender and governmentality, teletechnology, political bodies, complexities of rule, citizenship, parliamentarianism, peace policy, institution building and institution maintenance, economically correct and fair redistribution of social wealth, proper management of Migration (Flüchtlinge, Refugees), …
proper handling of migration (refugees), migration and capitalism, Postkolonialismus, neocolonialism, postcolonialism, Kolonialisierung auf allen Ebenen, Kolonialismus, Rassismus, Faschismus, Neo – Kolonialismus, Ökonomismus, Imperialismus,
Ökonomischer Imperialismus (angeleitet durch die Neue Institutionenökonomik, die Transaktionskostenökonomik und die Prinzipal-Agent-Theorie; im Gefolge des New Public Management treten an die Stelle von Handeln nach Maßgabe professioneller Ethiken Kontraktmanagement mit Zielvereinbarungen und anstelle einer Berufsethik Qualitätsmanagement und Benchmarking samt Controlling und Leistungsrechnung mit all ihren Schattenseiten und ungeplanten Nebenwirkungen, – vgl. Richard Münch: Globale Eliten, lokale Autoritäten, Frf. 2009, Suhrkamp, S. 18 vv.ff.),
the world as environment and its destruction, manmade environmental disasters, shipping, esp. container shipping, pollution of oceans, pollution of soil, greenhouse gases, temperature rise, shortage of resources, prosperity gap,
population density, urban development ( e.g. „Gängeviertel“ in Hamburg, the initiative „Komm in die Gänge“ stands for discourse and practice of a different (!) form of urban development and is an example and symbol that gives hope against gentrification and the destruction of old buildings ),
urban development towards a green city, urban philosophy, reddening of the city, city of dreams, madness and society, madness and city, city and sexuality, desire and city, city as text, city and writing, city as writing, the city and the divided I, the city and the power, the city and the political, the city as a mechanism of discipline, the city as a social testing lab, the city and the philosophical practice with many practices, the world as a city and the other, water wars, religious wars, climate change, climate consequences, global warming, nuclear relicts, climate wars, climate catastrophes, civil wars, „ethnic cleansing“ (!), genocide, violent conflicts, social questions, ecological questions, planetary principle, tradition history, the question of a global government (!?), social catastrophes, terrorism, natural disasters, migration, unstable states, poverty, wealth, corruption, media policy and presence-ideologies, war and non-war, world order and biopolicy, weapon development, arms delivery, violent and oppressive power politics, religious fanaticism, party political fanaticism, terrorism, biodiversity, standardization, factory farming, animal factories, animal consumption, „meat production“!, animal rights, animal philosophy,
„animal turn“ (vgl. Anne Peters, Tier-Recht im Zeitalter des Menschen, – in: Renn/Scherer (Hg.), Das Anthropozän. Zum Stand der Dinge. Berlin 2015, S. 67ff.),
ethical norms, euthanasia, terminal care, aging, health and sports, sports and age, ethics and medicine, cyber war, cyber crime, technology and space, political demarcation, deterritorialization, tourism, mass media, mass mediality, neoliberalization of the subjects, power,
truth and passion (vgl.: Gabriele Michalitsch: Die neoliberale Domestizierung des Subjekts. Von den Leidenschaften zum Kalkül. Campus Verlag, Frankf. a. M. 2006, bes. S. 29ff. und S. 101ff.),
sex labour, difference and the shaping of the social ( Antke Engel: Bilder von Sexualität und Ökonomie. Queere kulturelle Politiken im Neoliberalismus. Bielefeld 2009, S. 138ff. ),
automobility, digitalia and upbringing, education, unemployment, debt crisis, failing of democratization, neglect of the common good,
production and consumption (David Harvey), globalized consumption, market fanaticism, power of the market, democratization of the market, power of the globally operating financial markets, education, social policy, urban policy, policy of affordable housing, youth unemployment, social inequality, exclusion, individuality, sovereignty, liberalism, egalitarianism, limits of growth, mobility, traffic and communication, ecology, freedom, justice, interests of corporate groups, turbo-capitalism, global tax culture, international tax evasion, tax fraud, Drogierungsverhalten, drug laws, drug culture,
the own and the foreign, fascism, antisemitism, racism, sexism, human trafficking,
modern slavery (cf.: Kevin Bales, dt. Üs: „Die neue Sklaverei“, engl. V.: K. B., „Disposable People. New Slavery in the Global Economy“ und Hanns Wienold ),
„Neger, Rasse, Rassen-Subjekt, Rassismus, Schwarze Vernunft, Versklavung, Sklaverei, Massenversklavung in der Geschichte gestern heute morgen, das Rassensubjekt/Negro, race, racial subject, racism, black reason, enslavement, slavery, mass slavery in history, yesterday – today – tomorrow, the racial subject“
((cf.: Achille Mbembe: Critique de la raison nègre. Paris 2013 ( Orig. fr. ). Achille Mbembe: Critique of Black Reason. Duke University Press Books 2017 (transl., Laurent Dubois). Achille Mbembe: Kritik der schwarzen Vernunft. Berlin, Suhrkamp, 2014 (ÜS aus d. Franz., Michael Bischoff). )),
arms trade, private purchase of weapons, possession of weapons, increase in complexity, knowledge generation, urbanization and population growth, democracy deficit, sustainability crisis, green energy, energy regime, energy crisis, legitimization crisis, territoriality, agricultural policy, fishing policy, famine (cf. Jean Ziegler),
famine and capitalism, „the right to food“
(( human right, UN-social covenant, Article 11 (1) and (2); human dignity ( primary normative principle of human rights, ethical principle, „dignitas“ (Cicero), the „idea of the good“ (Plato), fundamental „equal worth of all human beings“ (Kant), protection of the human dignity in Article 2 of the Treaty on European Union )),
need of land, land grabbing, land robbery, justice, human rights, decolonization of thinking, policy of displacement, solidarity across class, race, and national boundaries (Mohanty, passim),
just policy as a policy of strengthening the weak
(( zum planetarischen Subjekt cf. Gayatri Chakravorty Spivak: Imperative zur Neuerfindung des Planeten – Imperatives to Re-Imagine the Planet (hg. v. Willi Goetschel engl./dt.). Wien 2013, 2. Aufl., Passagen Verlag, S. 49vv.ff.
and Charles Taylor: Multiculturalism and the „Politics of Recognition“. Princeton 1994, p. 28 ))
P.S.2.:
Auch in der Demokratie sind die Ideen von Vaterland, Nation und Männerfreundschaft und Brüderlichkeit noch existent und relevant (vor allem im rechten Spektrum des parteipolitischen Feldes).
In solchen politischen Räumen der Hierarchien gibt es nach wie vor die Regeln des Ausschließens, gibt es die geschlechtsspezifischen Diskriminierungen, die Gewalt in den Ehen und die verkrampften Sexualpraktiken mit allen Folgen für Politik, Arbeit und Recht.
Aber immerhin haben in Demokratien die Söhne das Ende des Patriarchats zu träumen begonnen, mit gleichzeitiger Diskursführung samt schon lange erhoffter (hierzulande etwas zögerlicher) Verrechtlichung.
1938 schreibt Freud im Abriß der Psychoanalyse: „Der Traum ist eine Psychose, mit allen Ungereimtheiten, Wahnbildungen, Sinnestäuschungen einer solchen.“ (Freud, Abriß d. Psa., S. 98).
Und auf Seite 92 schreibt Freud, der Traum sei eine „Wunscherfüllung“. Diese vom ICH zugestandene und aufgehobene (!) Wunscherfüllung gilt es umzusetzen in der Gesellschaft und somit ins Recht zu setzen. Die Beendigung des Patriarchats in all seinen Strukturen, – die Auslöser für Wahnbildungen im Bewußtsein.
Ich fürchte, es kommt noch eine lange Zukunft brüderlicher (Kain/Abel) Pathologien.
Die körperliche Architektur ist politisch ( vgl. Monique Wittigs Analyse der Heterosexualität als polit. Regime und M. Foucaults Analysen des Dispositivs der Sexualität sowie Judith Butlers Analysen der performativen Identität ).
Körper sind sozial konstruierte Texte (vgl. Beatriz Preciados Kontrasexuelles Manifest).
Bewußtsein entspringt Körpern in Strukturen.
Handlungen sind gegründet in Wahnvorstellungen in Träumen und als Traum.“
In der Psychose ist die Vaterfunktion auf das Bild des Vaters reduziert.
Das Symbolische wird auf das Imaginäre reduziert. Der Mensch lebt unter gewissen Realvoraussetzungen seinen Traum als Wahnsinn in Handlung gesetzt,- er folgt seinem Vexierbild des Vaters. Dessen Rebus bleibt ihm verschlossen. Distanz zu sich selbst kennt er nicht. Er erkennt kein reales Selbst in Beziehung zu den/dem Anderen.
Lacan diskutiert die Psychose in seinem Seminar „Die Psychosen“ von 1955-56.
Version Miller/Turnheim:
Das Seminar, Buch 3 (1955 – 1956). Die Psychosen. Übersetzt von Michael Turnheim nach dem von Jacques-Alain Miller hergestellten französischen Text. 1. Auflage. Quadriga, Weinheim u.a. 1997.
Genaugenommen handelt es sich im Wesentlichen um Lacans Annäherungen an den Wahnsinn!
Lacan definiert die Psychose als eine von drei klinischen Strukturen, die durch den Mechanismus der Verwerfung definiert ist.
In diesem Mechanismus wird der „Name-des-Vaters“ (cf. „Einführung in die Namen-des-Vaters“, – in: Jacques Lacan: Namen-des-Vaters. Wien 2006, übersetzt aus dem Französischen v. Hans-Dieter Gondek, Vlg. Turia+Kant, S. 63-102) im symbolischen Universum des Psychotikers nicht integriert, es bleibt eine Lücke. Es kam zu einer „Verwerfung“!
In der Psychose gibt es zwar ein Unbewußtes, allerdings gemäß Lacan ein nicht funktionierendes Unbewußtes. Also eine Lücke oder ein Loch in der symbolischen Ordnung mangels Name-des-Vaters, eine Disfunktion des Unbewußten, vielleicht besser eine Parafunktion des Ubw. Die psychotische Struktur entsteht aufgrund einer Fehlfunktion des Ödipuskomplexes, eines Mangels der Vaterfunktion.
Philosophische Praxis, Grammatologie und Stadt
( ( zur „Lichtung“ vgl. Heidegger und zu Heideggers Lichtung vgl. Peter Sloterdijk: Domestikation des Seins. Die Verdeutlichung der Lichtung, – in: P. Sl.: Nicht gerettet. Versuche nach Heidegger. Frf. a. Main (Suhrkamp) 2001, S. 142 – S. 234. , darin unter anderem die Sujets Homo Sapiens, Sorgetier, Selbstsorgesysteme, Stadt/Land, Technikkulturen, Gesellschaft der Zukunft, Wohnlichkeit, zu Hause sein, menschliche face-à-face Sexualität, Gesicht, Lichtung als Epidermis, Organe der Lichtung (bes. S. 194f.), Zerebralität, Produktion des Menschen, Menschwerdung, conditio humana, Lichtung als Menschwerdung (S. 159), Welt und Umwelt, „Um den Menschen herum wird alles zur Welt … weil seine Positionalität monströs ist.“ … „Was Heidegger die Lichtung nennt … ist Teil der Logik und Poesie des Monströsen.“ (S. 164f.), Mensch-Tier, Onto-Anthropo-Monstrologie, … ; vgl. dazu die Monstrologie (!) NancyDerridaNancys, – in: J. D.: Berühren, Jean-Luc Nancy. Bln. 2007, S. 66-86, bes. S. 80-83 und J.-L. Nancy: Corpus, S. 9-10 und Ego sum sowie „Les Muses“, 1994, S. 35ff. ) )
Stadt und Religion, Stadt und Traum, Stadt und Verdrängung, Stadt und Wahn.
„Die Suche nach Wahrheit“ (Abraham, Torok, Kryptonymie, S. 109ff.) ein Phänomen der Stadt und des Kollektivs, „Vom Alptraum zur Phobie“ (Abraham, Torok, ebda., S. 123ff.) „Der Traum von den Heiligenbildern“, „Der verklärte Wolfstraum“, „Der Traum vom Wolkenkratzer“, „Der Traum vom Strafgesetz“ (ebda., S. 156- 163)
„Das Wort und der Sinn“ (ebda., S. 174f.)
Nun stelle man sich vor, die Traumbilder seien die sozusagen physiologischen Wahnschöpfungen des Menschen, die Kompromißergebnisse jenes Kampfes zwischen Verdrängtem und Herrschendem, den es wahrscheinlich bei jedem, auch tagsüber völlig geistesgesunden Menschen gibt.“ ( S. Freud, Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva, Kapitel 2) )
Macht der Sozialisation, Gewalt der Sozialisation, Verdrängung, Einschreibung, Trauma, Halluzination, Narzissmus, Wahn, Gespenst der Zivilisation, das Andere, Traum und Wahn, der Traum und der Wahnsinn, Wirklichkeit, Geschichte, Gedächtnis, Erinnerung, Archiv, Umschreibung, Aufrufung, Sprachruf, Analyse, Dekonstruktion
Philosophische Praxis, Grammatologie und Stadt, + Statt der Träume der Wahn
„ … scheint gewußt zu haben, daß das Verdrängte bei seiner Wiederkehr aus dem Verdrängenden selbst hervortritt.“ (S. Freud, Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva, Kapitel 1)
Noch einmal zu unserem Bad Couple Trump-Putin als Demonstrativum eines bestimmten politischen
(denken Sie an die Formel „Unsere Körper sind politische“, Körper sind sozial konstruierte Texte, Bewußtsein entspringt Körpern in Strukturen)
Handelns und Denkens und deren Voraussetzungen und Bestimmtheiten:
Aristoteles erklärt uns in der „Eudemischen Ethik“, daß es besser sei zu lieben als geliebt zu werden.
Es geht um Politik und Gerechtigkeit. Es geht um Freundschaft. Was ist einer Freundschaft angemessen? Was ist in ihr das Gerechte?
Trump nannte Putin seinen Freund. Liebt er ihn? Und wenn ja, auf welche Weise liebt er ihn? Wie sehr lenkt ihn sein Narzissmus? Er liebt ihn nicht im üblichen Sinn, auch hier liebt er nur sein Vexierbild (cf. weiter oben). Davon bin ich überzeugt. Er kann gar nicht wirklich lieben, außer sich selbst und dies auch wieder nur als sein Vexierbild von sich selbst. Die Trumps und die Putins aller Arten können nicht lieben, denn sie können nicht geben als Gabe ohne Kredit und Schuld. Sie können nicht lieben ohne Ökonomik. An die Stelle des Liebenkönnens trat bei diesen die Figur der Selbstermächtigung und die Gier als Begehren nach Macht. Dies ist der eklatante Ausdruck eines Mangels (an Zweifel) aufgrund einer Lücke der symbolischen Ordnung, eine Disfunktion oder Parafunktion des Unbewußten (vgl. weiter oben).
Vor jeder anderen Frage stellt sich die Frage nach dem Angemessenen, die Frage nach dem Gerechten. Die Frage nach der Gerechtigkeit definiert eine Verhaltensweise in einer Freundschaft. Welche Notwendigkeit hat die Frage nach dem Angemessenen und dem Gerechten in einer Freundschaft.
Vergessen wir nicht, es geht um Politik. Um politische Freundschaft. Was ist ein Freund? Was ist Freundschaft? Kann es eine Freundschaft überhaupt geben in der Realität der Interessen? Was ist die Bedeutung, – besser, was wird die Bedeutung sein in dieser Rede von der Freundschaft. Ich meine die Rede Trumps über Putin, seinen Freund!
Aporetisches gibt es auf diesem Weg zur Freundschaft oder von(!) der Freundschaft sonderzahl.
Aristoteles erinnert uns darin (in seiner eudemischen Ethik!!!) und ganz gewichtig daran, daß das „Werk des Politischen“, der sogenannte politische Akt, genau darin besteht, soviel(!) Freundschaft wie möglich zu generieren(!).
Quantitäten an Freundschaft also. So viele wie möglich.
Freundschaft ist ohne scharfsinnigen Zweifel quasi fraglos(!) eine Form der Liebe. Freund sein heißt lieben. Dieser Akt der Freundschaft als Liebe ist einer Freundschaft inhärenter(!), also wesensmäßiger, wesensnäher als die Situation derjenigen, die sich lieben lassen (müssen!!!).
Putin wartet ab und ist erfreut, grundsätzlich und vorerst einmal. Trump liebt sein Vexierbild, sein narzisstisches Selbstbildnis im „Referenten“ Putin. Trump möchte Putin sein als er selbst. Ein noch gewaltigerer Trump-putin. Ein Trumputin. Das Vexierbild ist ein Rätsel. Ein Rebus (cf. dazu „Traumdeutung“ von Sigmund Freud, – dort auch mehr zu „Traumgedanken“ und „Trauminhalt“ etc.- siehe weiter oben in diesem Posting).
Soviel vorerst zum Vorauszusetzenden politischen Handelns und seiner Personnages.
P.S.3.:
In seiner Arbeit zur Geburt der Biopolitik schreibt Michel Foucault, der Liberalismus westlicher Demokratien unterhält ein Verhältnis zur Herstellung und zur Zerstörung von Freiheit (cf. M. F., Die Geburt der Biopolitik. Geschichte der Gouvernementalität II, Frf. a. Main 2004, S. 98).
Die Herstellung der Freiheit beruht auf dem Kalkül von Sicherheit und Schutz. Die Machtökonomie liberaler Demokratien beruht auf dem Wechselspiel zwischen Freiheit, Sicherheit und Schutz vor gegenwärtigen oder medialpolitisch insinuierten Bedrohungen, Risiken und Gefahren.
Diese Bedrohungslage der Freiheiten kann hausgemacht sein oder äußeren Ursprungs sein. Nach gewissen Theorien politologischer Art bedarf es des Antagonismus zur Aufrechterhaltung einer Ordnung als Sinnanker. Differenzpolitik funktioniere nicht, so der Tenor. Zu den Triebkräften eines Liberalismus dieser Definition gehört die Panikmache boulevardesker Medien und anderer Erregungsmaschinen à la soziale Medien. Shitstorms etc. sind beliebte Instrumente gewisser Regierungen zur allgemeinen Verunsicherung und zur Erzeugung einer Kultur der Angst. Dazu bedient man sich besonders gern der sogenannten Flüchtlingswellen und –ströme. Diese bildhaften Kraftausdrücke funktionieren in den Gratismedien besonders effizient zur Spurung von PolitikerInnenverhalten. Der Rassismus bildete immer schon eine der tragenden Säulen dieser Art liberaler Demokratie bzw sogenannter liberaler Demokratie (cf. USA). Eine Folge dieser Kultur der Angst war der künstlich hochgehaltene Erregungszustand der Stammtischgemüter samt Funktionärsanhang mit folgerichtiger enormer Ausweitung von Verfahren der Kontrolle, der Beschränkung und des Zwangs, die allesamt das Gegenstück zu den Freiheiten bilden. Die Flüchtlinge und der medial aufgeheizte und hernach und im Vorhinein partei-politisch instrumentalisierte Rassismus via Integrationshysterie, Pauschalverdächtigungen junger ausländischer Männer und pauschal verdächtigte Religionsgemeinschaften sowie pauschalisierungsfähige Einzelattentate von Nichtinländern, also von „Fremden“ bilden die treibenden Kräfte dieser Politik der Angst und Unfreiheit. Und diese Politik soll vor allem der Zerstörung der europäischen Werte dienen und der Rückkehr zum sogenannten Nationalstaat mit Abschottung und kleiner Pfründenherrschaft und zugehöriger Hörigengefolgschaft mit sogenannter Volkskulturpflege und Intellektuellenfeindlichkeit gratis dazu.
Diese rechtspopulistische Politik folgt einer Logik der Zäune und einer Logik der Einzäunung mit allen Folgen wie Zensur, gröbster Einschränkung der Freiheit des kritischen Geistes und der Künste sowie genauer Festlegung von Grenzen der Bewegungsräume verschiedener Bevölkerungsgruppen (z. B. Roma, Sinti, Migranten, Flüchtlinge, Ausländer, Arbeitslose, Bildungsrechte, Frauenrechte, Polizeigewalt, Justiz, Gerichtsbarkeit etc., man schaue nur nach Polen, nach Ungarn, in die Türkei und anderswo). Es folgen wie immer in der Geschichte die Einschränkung der Bewegungsfreiheit, die Inhaftierung und die Deportation. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind weiter verbreitete Phänomene als so mancher unter uns glauben mag.
Die Versuche der Abschottung und des Nichtsehenwollens werden die Probleme nicht lösen. Die zugelegte Hartherzigkeit auch nicht. Flüchtende Schutzsuchende und aus diversen Gründen migrierende Menschen wird es in großer Zahl weltweit weiterhin geben, soviel steht fest. Die Ursachen sind die wachsende Zahl gescheiterter Staaten und die daraus resultierenden gesetzlosen Warlord-Territorien. Schickanierung, Bedrohung, Ausraubung, Versklavung, Ermordung, Massenmorde, endlose Kriege zwischen diversen Gruppierungen, Hunger, Arbeitslosigkeit, Verfolgung, Vergewaltigung, Unterdrückung versuchter Eigenständigkeit, Gesetzlosigkeit, entfesselte Gewalt vollkommen willkürlich ausgeübt. All das führt zu vermehrter Flucht oder vermehrten Migrationsversuchen in ein besseres Leben anderswo, z. B. in Europa.
In großem Ausmaß handelt es sich um die Folgen fehlgeleiteter militärischer Unternehmungen seit Jahrzehnten und besonders in Afghanistan und dem Irak mit Unterstützung einer gierigen meist westlichen Rüstungsindustrie samt politisch unkontrollierter Konzernsöldner.
Die daraus folgende ansteigende Migration aus armen Ländern in reiche Länder bezeichnet die Zahl von 20 auf 60 Millionen in den Jahren 1960 – 2000. Dieser Anstieg dürfte in diesem Ausmaß anhalten bis sich vielleicht irgendwann die Wohlstandsniveaus angeglichen haben werden.
Seit Beginn der Moderne fliehen Menschen vor Kriegsgräueln und Despotien aller Arten und erhoffen sich Frieden und Wohlstand in Ländern anderer Völker. Für die Menschen in diesen anderen Ländern waren sie immer Fremde. Und viele, relativ viele Fremde lösen Ängste aus. So war es in Österreich und Deutschland auch 2015. Wobei zu sagen ist, ein nicht kleiner Teil dieser Bevölkerungen war sehr hilfsbereit und ist es zum Teil noch.
Viele vertrauten allerdings nicht ihrem Gewissen und ihren Gebensimpulsen, sondern ließen sich von den Panikmedien und den diese bedienenden rechten PolitikerInnen ins Bockshorn jagen und gegen „die Fremden“ aufhetzen. Die Fremdenfeindlichkeit wuchs und viele BürgerInnen wählten dann auch die sich als Sicherheitspartei gerierende rechtspopulistische FPÖ bzw den türkis bewegten fremdenfeindlichen Außenminister der ÖVP, Herrn Kurz, zum Bundeskanzler. Kurz an der Macht und schon begann die Politik der Streichung, Kürzung und Einengung, territorial wie finanziell. Die Deckelung der Mindestsicherung, die Kürzung der Grundversorgung, die Indexierung der Kinderbeihilfe, die beabsichtigte Einschränkung des Bewegungsraumes von im Asylverfahren befindlichen asylsuchenden Flüchtlingen auf ein Bundesland.
Das städtische Leben ist sicher nicht einfacher geworden und Teile der städtischen Bevölkerung in ärmeren Stadtvierteln bezeichnen die vermehrte Einwanderung als das größte Problem für die EU und für sich selbst. Sie sprechen von verstärktem Ressentiment und höheren Aggressionspotentialien. Subjektiv oder auch objektiv, wer will das messen können.
Das in den letzten zwei Jahrzehnten entstandene sogenannte Prekariat fürchtet (teilweise zurecht!) um seine ohnehin schon geringen Besitzstände und die gefährdeten sozialen Positionen. Eine linke Politik könnte bessere Umverteilungsmechanismen schaffen. Unterstützt die Benachteiligten. Besteuert die Wohlhabenden. Viele würden sogar freiwillig mehr geben wollen. Wählt nicht rechts! Rechts war und ist immer gegen die Kleinen! Immer schon! Die Rechte schürt den Groll gegenüber Flüchtlingen und sogenannten Wirtschaftsmigranten. Die Rechte nützt die Angst um den möglichen Verlust des eigenen Einkommens und Auskommens zu ihren Gunsten und zu Ihrem Nachteil. Die Rechte ist nicht auf Ausgleich aus. Sie ist immer unfair neoliberal und spricht von Leistungsträgern. Nicht jeder kann dieser Leistungsdefinition entsprechen. Leben ist vielfältiger. Leistung ist nur eine Dimension und eine Dimension führt nicht zu einer ausgeglichenen politischen Räumlichkeit, sondern zum sozialen gesellschaftlichen Tod, zum Kältetod. Auch der menschlichen Regungen und Gefühle. Kurz zum Faschismus. Letztlich immer.
Die Politik der Abschottung, die Politik der Einzäunung und Mauern führt nur in die weitere Verschärfung der Haßpotentiale auf allen Seiten. Es ginge und geht vielmehr um die Verbesserung der Lebensumstände und die dafür notwendige möglichst ungestörte individuelle und gesamtgesellschaftliche Kommunikation und einen plausiblen Problemlösungsoptimismus mit guten menschlich angemessenen Realverbesserungen abseits aller Verzerrungen der Realitäten durch Hetze und Panikmodus.
Der Kontakt mit den anderen ist unausweichlich. Ein Planet. Eine Menschheit. Eine Herausforderung. Nicht Spaltung! Vereinigung. Empathie. Hilfe. Auf den Anderen achtgeben.
Gabe ohne Ökonomik. Geben in derselben(!?) Zeit.
Liebe. Libido. Sexualökonomie. Subjektwerdung. Bildung. Geben als Gabe.
Aus der Dissemination erwächst das Fruchtbare. Nicht unbedingt, aber möglicherweise. Nie aus der reinen Ökonomik! Von da her sollte man die rechtlichen und ökonomischen Begriffe „Freiheit, Pflicht, Freigebigkeit, Großzügigkeit, Verschwendung versus Sparsamkeit, Interesse, Nützlichkeit“ immer im Auge behalten und einer fraglichen Überdenkbarkeit aussetzen.
Marcel Mauss bezeichnet den Wahnsinn der Gabe als Geben ohne Ökonomie des erwartbaren Tauschens von. Ich denke, er meint den Akt des Gebens mehr als die Gabe als Ding. Das, was zurückkommt, falls etwas zurückkommt(!), kann nicht erwartet werden und soll auch nicht erwartbar sein. Das Geben als Gabe als ein Nehmen ohne Adresse für ein Tauschgeschäft. Der Wahnsinn des Gebens und Nehmens, – des Nehmens als Geben und des Gebens als Nehmen ohne Rückkehr.
Wenn möglich. Lieben.
Das Nehmen und das Geben. Eine kulturelle Transformation. Zugrundeliegende „kommunizierende Gefäße“, – die Subjekte. Ausgangslagen: Subjektbildungsprozesse. Konfigurationen. Transformationen. Disseminationen (cf. weiter oben Gesagtes!).
Zum „vorläufigen“ Enden der philosophischen Praxis und zur kommenden (?) Transformation des Menschenrechts auf Asyl und den Problemen der Migrationspolitiken politologisch formuliert hindurchgehend durch die politische Philosophie folgendes:
Die Gabe als Machtinstrument. Nur, wer ökonomisch kalkulierend gibt, herrscht. Die Macht der Produktion. Das Eigentum an den Produktionsmitteln. Die Macht-Besessenen. Und die Krise der globalen und europäischen Asyl- und Migrationspolitik. Die Lippenbekenntnisse zu einer „Europäisierung“ des „Migrationsproblems“ bei gleichzeitiger Weigerung, die daraus resultierenden Pflichten für das jeweils eigene Land zu akzeptieren.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in diesen Tagen zu ihrer vielleicht letzten einschlägigen Mission unterwegs, um die europäischen Regierungen auf ihre Linie zu bringen. Stichworte sind die Sicherung der europäischen Außengrenzen, die Verteilung der Flüchtlinge einem Schlüssel gemäß im Inneren der EU und die Finanzierung und vertragliche Bindung vor allem afrikanischer Staaten zur Errichtung von Camps außerhalb der EU.
Kein Wort zu den eigentlichen Ursachen der globalen Flucht- und Migrationsbewegungen und deren Bekämpfung.
Als da wären:
a) die wachsende ökonomische Ungleichheit als Folge einer verfehlten neoliberalen Wirtschaftspolitik der letzten vier Jahrzehnte (cf. Manfred Nowak, Human Rights or Global Capitalism. The Limits of Privatization, Pennsylvania Press, Pittsburgh 2017 und ders., Responsibility to Protect. Is International Law Moving from Hobbes to Locke?, in: Gerhard Hafner u.a., Hg., Völkerrecht und die Dynamik der Menschenrechte, Wien 2012, S. 342-369).
b) die Rüstungsindustrie und deren gigantische Waffen- und noch wichtiger fast Munitionslieferungen an terroristische Gruppen und kriegsführende Parteiungen und Staaten mit Bürgerkriegen und Warlords.
c) = b) der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die bewaffneten Konflikte und der Terrorismus im Nahen Osten und in Afrika.
d) der Klimawandel und die Folgen als Konsequenz aller möglichen menschlichen Fehlentscheidungen, Fehlhandlungen, Fehlverhaltensweisen und Fehldenkungsarten soll hier jetzt nur mal kurz Erwähnung finden. In der Zukunft vielleicht der größte Fall unter den Kriegsursachen und darausfolgenden Flucht- und Migrationsbewegungen.
Die vier großen Krisenherde der Welt, die die meisten Flüchtlinge produzieren(!), sind in der Ukraine, sind in Syrien (Assad, IS und al-Nusra Front), sind in Somalia (Shabab-Milizen) und im fast vergessenen Sudan.
Die 2005 von den Vereinten Nationen verabschiedete Doktrin der Responsibility to Protect (R2P) zum Schutz der Bevölkerung gegen schwere und systematische Verletzungen der Menschenrechte (Völkermord, ethnische Säuberungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen) hätte in Syrien zur Anwendung kommen müssen, wenn der Sicherheitsrat nicht durch das Veto Rußlands und Chinas blockiert gewesen wäre. Der Menschenrechtsrat und die Generalversammlung der UNO haben wiederholt auf diese Verantwortung hingewiesen.
Mit dieser Struktur sind die Vereinten Nationen eine globale Institution, ein Völkerechtssubjekt mit fallender Anerkennung (von den Bevölkerungen dieser Erde betrachtet mit Mißtrauen, wenig Respekt und geringem Ansehen bedacht) und können so die Aufgabe der Friedenssicherung als ihre Kernaufgabe nicht wahrnehmen.
Die Eigeninteressen der Großmächte gehen weit vor den Menschenrechten und dem Schutz gegen Menschenrechtsverletzungen.
Ist das der bleibende Zustand, gehen die Wachstumsraten der globalen Migrations- und Fluchtbewegungen weiter nach oben. So die Aussichten auf das Flüchten und die Fluchten der Migrationspolitiken.
Weiter oben sprach ich von dem Anderen als den Fremden und zitierte Benveniste mit den Worten, der Fremde war immer schon und a priori der Feind.
Nun, um zu einem Ende zu kommen, – übrigens, das war auch der Inhalt des Endens unserer kürzlich vor zwei Tagen erfahrenen philosophischen Praxis gewesen, – noch schnell ein paar Gedanken aus dem psychoanalytischen Feld zum Thema Fremdenfeindlichkeit und Gewalt.
Psychoanalyse ist zuerst einmal Psychoanalyse des Individuums und erst aus den daraus gewonnenen Erfahrungen mithilfe der psa Begrifflichkeit eine Möglichkeit sich gesellschaftlichen Phänomenen und Beschreibungen zu öffnen, um diese zu analysieren und hernach in einem dritten Schritt so weit wie möglich zu dekonstruieren.
Ich erinnere an das „Fremdeln“ des Kindes, – eine intrapsychische Wahrnehmung der Nicht-Identität des Fremden mit dem Erinnerungsbild der grad im Moment abwesenden Bezugsperson (immer noch häufig und in erster Linie die Mutter, aber nicht notwendigerweise!).
Wir alle wissen, daß diese Fremdheit meist bald schwindet und daß Fremderfahrung eine aufhebbare ist, nicht nur zwischen Einzelwesen, sondern auch zwischen Gruppen und sogar ganzen Völkern.
Selbstbehauptung in gewissen Milieus geschieht mittels Abgrenzung von anderen, den so genannten Fremden. Und falls diese Fremden wenig geachtete Leute sind, verschafft das den Mitgliedern von Gruppen in diesen Milieus eine gewisse Selbsterhöhung.
Die Ausgrenzung von Fremden und die Ausgrenzung des Fremden generell ist oft ein wichtiger Teil der Identitätsfindung und Selbststabilisierung. Eine Bejahung des als eigen erfahrenen Selbsts.
Schon Nietzsche sprach seinerzeit von „Schlechtweggekommenen“ und meinte damit vor allem die Antisemiten (cf. Nietzsches Nachlaß).
Später dann führte Hitlers Machtübernahme zu einer wahren nationalen Selbstaufblähung und jeder dieser vorhin von Nietzsche so genannten „Schlechtweggekommenen“ erfuhr dadurch seine „eigene“ Selbstaufblähung.
Seine Stabilisierung und Sozialisierung als nationalsozialistischer >Anti-Sozialer<, vor allem aber Antisemit. In der primären Sozialisation vielfach Personen mit narzißtischen Wunden und Beeinträchtigungen der Selbstwertregulation. In Belastungssituationen wie z. B. in der Pubertät häufig beladen mit Minderwertigkeitsgefühlen infolge nicht vorhanden gewesener Anerkennung etc., Hoffnungslosigkeit, Demotiviertheit und Leere-Gefühlen.
Kaum Bindungsfähigkeit an unmittelbar vorhandene Menschen. Identifikationsfehlschläge mit entfernten, sogenannten starken Persönlichkeiten. Andere werden idealisiert oder abgewertet. Fremde werden fast immer abgewertet, vor allem „fremd“ Aussehende.
Autoritäre oder sogar totalitäre Doktrinen und Ideologien verfangen bei diesen Personen oft über Nacht (cf. Jugendliche in Europa und der IS in den letzten Jahren).
Gruppenkohäsion kann sehr stark bindend wirken im Falle einer Führergestalt, die alle in der Gruppe als vorbildlich ansehen und der sie sich alle gemeinsam unterwerfen und so quasi einen Bund stiften.
Adornosund anderer Studie zur autoritären Persönlichkeit ist vielen von uns bekannt. Ich brauche das hier nicht näher ausführen, bloß die beinahe Binsenwahrheit auszusprechen bzw anzusprechen, nämlich daß die innerfamiliären Sozialisationsprozesse der kleinbürgerlichen Familie ausschlaggebend seien für die Bildung des Charakters und besonders des autoritären Charakters durch fehlende emotionale Wärme zu den Bezugspersonen, meist den Eltern, sowie gewaltsam gelöste Krisen und Konflikte durch charakterschwache Väterfiguren, in vielen Fällen auch der Näheentzug durch Abwesenheit mindestens einer Hauptbezugsperson, – die des Vaters in den meisten Fällen.
„Autoritätsgebundene Charaktere, Personen, denen unter dem Druck von Kindheitserlebnissen die Kristallisation eines autonomen Ichs mißlang, neigen besonders zu totalitären Ideologien“ (Adorno 1954).
Sehr häufig erfuhren diese Jugendlichen in ihrer Sozialisation Gewalt und sexualisierte Gewalt. Soziale Ohnmacht wird in Macht und Gewalt gegen andere verkehrt. Diesen so genannten „Prügelknabenmechanismus“ kriegen fast nur die Schwächeren zu spüren. Es richtet sich in solchen Gruppen auch sehr oft gegen Ausländer. Selbsthaß wird zum Fremdhaß und endet oft in einer ekstatischen Gewaltorgie mit vielen Fußtritten auf schon am Boden Liegende. Keine Empathie. Kein Vorstellungsvermögen über mögliches Leid des Anderen. Die Haudraufkomödie nicht selten als reale Tragödie. Angeheizt und angeleitet auch oft durch einschlägige Verfilmungen solcher Gewaltausbrüche. Unreflektiert angeschaut und übernommen.
Identität durch Körpererfahrung in der Form von Gewalt und das Erleben und Selberspüren der eigenen Gewaltfähigkeit als Machtgefühl. Fremdenfeindlichkeit und Gewalt als Stabilitätsfaktor des autoritär entstandenen Charakters. Oft auch in der Form der Gewaltausübung an Frauen. Eine Definition von Männlichkeit als gelebte Brutalität auch im Hinblick auf etwaige beunruhigende Fragen nach der eigenen Geschlechtsidentität.
Wie man da wieder zurückfinden könnte zu einem „normalen“ Leben?
Ein schwieriger Weg. Gewiß!
Aber gewisse Therapien beschreiben die Möglichkeiten in Form vieler Gespräche, daß es darauf ankäme, den „Patienten“ dorthin zu führen, wo dieser irgendwann in die Lage kommen könnte, seine eigene Unvollkommenheit zu bejahen und sich selbst wie den anderen nicht aus Gründen der medienunterfütterten, herbeiphantasierten Vollkommenheit zu lieben, sondern aus einer Anerkenntnis realer und real zu erlebender Unvollkommenheit zu mögen lernen und ihn schließlich sogar zu lieben lernen imstande wäre.
Den Anderen lieben lernen wollen und schließlich vielleicht auch einmal lieben können und so in eine echte Partnerschaft hineinwachsen können, – das müßte den Weg weg von der Fremdenfeindlichkeit und der Gewaltwelt hin zu einem Friedensweg mit sich selbst und damit zu einem Anderen hin ermöglichen können. Mit Sicherheit ein langer, schwierig zu gehender Weg, aber ein Weg!
Ich selbst bin mir ein Fremder! Das wäre die richtige Punktlandung in diesem Gelände. Wie Freud 1933 sagte: „Wir sind alle Ausländer!“.
Das eigene „innere Ausland“ (Freud) akzeptieren können und die eigene Fremdheit!
Die Gabe zu lieben! Die Gabe zu geben. Geben ohne ökonomisches Kalkül. Lieben. Liebe geben.
Jetzt schließe ich aber schnell und abrupt!, … ich spreche beinahe schon wie der Papst … haha
Der Humor hat uns wieder! Der wohl einzige gewinnende „Feind“ des Furor.
Der Humor macht den Menschen zum Menschen.
Gegenwartsphilosophie
………………………………… Philosophische Praxis …………………………..
Ein paar Worte als Wörter eines kleinen Vorworts als Nachwort dieser Blogkomposition zu einer Versuchsanlage von Vergegenwärtigung von Präsenz einer Gegenwartsphilosophie als philosophischer Praxis von heute (2018 vv.ff.) Gegenwart Philosophie Der Schock der Gegenwart.
Gegenwart kann schockieren, kann schockierend sein, kann schockierend werden in der Folge von Aufklärung, Ent-täuschung(!), Wahrheit, wahr sein(!).
Ich hielt mich und ich halte mich von den akademischen Zwängen meiner Zeit fern. Warum? Um mich entwickeln, – mich entfalten zu können! Im deutschsprachigen Raum ein Muß für persönliche, individuelle (vielleicht singuläre!) Entwicklungsmöglichkeiten. Die Trägheit gerät hier nur allzuoft zur Trögheit.
Meine Diagnose: Denkfäulnis im Plapperstil. In meiner avancierten ökonomischen Wahrnehmung von Welt geht es in Wahrheit immer um die Unterscheidung zwischen der unüberschreitbaren und der überschreitbaren Grenze von und zu etwas.
Lebenslang beschäftige ich mich mit der Erfahrung der Grenze, an der traditionelle Schreibweisen(!) noch, gerade noch, möglich sind, – und mit der anderen Seite (wenn man das so ausdrücken will!) dieser Grenze, auf bzw in(!) der eine veränderte Schreibweise (impliziert Denkweise) statthat, – eine Schreibweise, die die Auswirkungen der Mittel und nachfolgenden Erfahrungen einer technischen Welt in ihre Verfahrens- und Denkweisen einbezieht, mitsamt der notwendigen permanenten Selbstreflexion.
Wie in der neueren Musik seit Cage, Stockhausen und anderen gilt es auch das Schweigen, die Pausen, die Geräusche, die Gesten als ebenso bedeutsam zu nehmen wie das zu Hörende und das (vermeintliche?) Gehörte.
Die ach so wichtigen Pausen, Löcher, Zerbröselungen des Ungehörten und des Ungesagten, worüber das Gesagte, Gedachte, Gehörte unentwegt (leider un-entwegt!) hinwegspringt.
Jeder Satz ein Sprung!
Das gemeine Denken springt im gewohnten Rhythmus von durch Wiederholung, unreflektierter Wiederholung, erzeugten Indexwörtern. Was sich dabei entfalten kann, dürfte eben eher nur das Geringstmögliche sein.
So war es, so ist es, so wird es sein. So scheint es mir gegenwärtig zu sein! Versuchen wir dagegen zu halten, indem wir uns die Mühe machen, dahinterher zu arbeiten. Unsere PPs. Unsere philosophischen Praxen und ihre Praktiken. Ich grüße Sie. …………………………………………………………….
Mit freundlichen Grüßen, – Gerhard Kaučić (Dr. phil., Jg.‘59) Ihr Djay PhilPrax, Betreiber und Leiter einer Philosophischen Praxis seit 1989 hier in Wien und fast überall sonst in und auf der Welt.
Der Traum(!) von einer konfliktfreien Welt(?!) als Wahn(!?) einer nachträglichen Struktur der Dekonstruktion!!!
Begehren und Verantwortung!
PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA
Grammatologische Philosophische Praxis, Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax und Anna Lydia Huber Wien
Philosophische/r Praktiker:in, GrammatologIn, Schriftsteller:in, Radfahrer:in, Ökomobilist:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrer:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Fahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Bewegte/r und Bewegende/r, der Philosoph/die Philosophin als Scout ……. trace ……. Spur ……. Grammatologie Dekonstruktion
Die Subjekthaftigkeit! Die Sprache! Der Andere! Das Berühren und das Berührtwerden! (vgl. Derrida und meinen/unseren Teaser im Blogspot-Blog 2014 ff.)
Berührtwerden
[[ In Klammern:
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
Vom Fahrrad aus
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching,, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Erfahrung der Nacktheit, Erfahrung der Natur, John Dewey – Natur – Leben – Körper – Mentalität, Dewey – ästhetische Erfahrungen, John Dewey – Erfahrung und Natur, John Dewey – Experience and Nature
Anna Lydia Huber (geb. 1959, MSc, Philosophin, Naturistin, Freeriderin)
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
John Dewey, amerikanischer Pragmatist, wollte seinen Lebenssinn darin sehen, den meßbaren Dingen zu entgehen. Er schrieb in Erfahrung und Natur:
„Das charakteristisch menschliche Bedürfnis ist das nach Besitz und Genuß der Bedeutung von Dingen, und dieses Bedürfnis wird im traditionellen Begriff des Nützlichen ignoriert und unbefriedigend gelassen.“ (Frf. 1995, S. 341)
Dewey meint, wir erfahren immer etwas, wenn wir in Bewegung bleiben und interagieren. Gewisse Ereignisse wirken auf uns, nicht alle gleichermaßen.
Genau diese bestimmten Ereignisse meint Dewey, wenn er von ästhetischen Erfahrungen spricht.
Ästhetische Erfahrungen lassen die Welt um uns für uns bedeutsam werden. Sie erscheint uns dann wie verwandelt oder besser als verwandelt. Das hält und macht uns lebendig. Lebenslang.
Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!
Freundschaft Freude Freiheit Naturismus
Friendship Joy Freedom Naturism
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben
Gegenwartsphilosophie
Adventure Philosophy!
Philosophische Praxis
Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer
Gerhard Anna Cončić-Kaučić (geboren 1959, Schriftsteller:in – Wiener Postmoderne – Dekonstruktion – Wien – Vertreter:in der Wiener Spielart der Dekonstruktion im Sinn Jacques Derridas)
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden. „Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt. Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttel nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.
Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns
……. THE SET …….. THE LEAVING OF THE BOOK …….. !?
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/
Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte
Die Sprache, das Sprechen, das Unbewußte (Ubw)
Der Satz und die Philosophie
Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at
Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world
Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion
Öffnungszeiten / Hours of opening: Mo – Do: 11 – 20 Uhr
Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement
Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…
…around the clock …around the world…
GESPRÄCHE sind EREIGNISSE als TEXT
cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )
Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsereCharakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –
For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –
Vermögen Einfluß Macht Politische Maßnahmen Privatisierung Ungerechtigkeit Unternehmenssteuersenkungen Finanzliberalisierungen Deregulierung Reduzierung des öffentlichen Vermögens Privatvermögensanstieg Reichtum Armut Überreichtum (Plato) Vermögenskonzentration Marktmacht Gewinnmaximierung Einkommensungleichheitsanstieg Armutsanstieg Tod
Für Plato sind die „Überreichen“ die Lasterhaften, die Tugendlosen.
Der heutige Stand der Dinge besagt, das reichste Prozent der Weltbevölkerung besitzt beinahe so viel an Vermögen wie der ganze Rest (Credite Suisse, World Wealth Report, Figure 5, S. 9). ————————————————————————————————————————————–
Montaigne in seinen Essais: „Die Frucht des Reichtums ist Fülle, Fülle aber zeigt sich im Genughaben.“
Was aber ist genug?
Große Einkommensungleichheiten wirken sich negativ auf das ganze Gesellschaftssystem aus. Neidgefühle, Haßgefühle, Anerkennungsmangel, Gesundheitsprobleme, Depressionen, Verzweiflung, soziale Verwerfungen aller Arten, Attentate, Amok, Krankheiten, früheres Sterben.
Glück, Zufriedenheit, Angstfreiheit, Demokratie für alle, gleich!?
Harry Frankfurt meint, Reichtum ähnelt der Gefräßigkeit derer, die beim Essen mehr hinunterschlingen, als ihnen gut tut, eine „Art ökonomische Freßgier“ (Frankfurt, Ungleichheit, S. 14).
Rechtssysteme und die Forderungen nach Gerechtigkeit. Eine Philosophische Praxis und eine philosophische Frage (vielleicht?!). Für die Vorbereitung besonders hilfreich war mir eine jüngst erschienene Publikation, nämlich die von Martin Schürz: Überreichtum. Frankfurt am Main 2019, Campus Verlag. (M)Eine Empfehlung!
Hier einige Brösel hin zu einer philosophischen Praxis und aus dieser einige Notizen, Digressionen und Brosamen zum eventualen Umdenken und Denken einer „anderen“ politischen Theorie und Praxis.
Die Luhmannsche „Kontingenzformel des Rechts“, in der die Gerechtigkeit nicht in erster Linie (wenn überhaupt!) als Philosophem herumgeistert, sondern als konkrete Praxis diverser und diversifizierter Selbstbeschreibungen von Rechtssystemen und deren unterschiedlicher Kontextualisierungen.
Birgt das Wort und die Vorstellung davon die Möglichkeit eines Begriffes, ein präzise definierbares Begreifen von „Gerechtigkeit“?
Elemente des Bedeutens funktionieren ja nicht durch die Definierungsversuche von sogenannten Kernpunkten, sondern durch ein Netz von Oppositionen, die diese voneinander unterscheiden und aufeinander beziehen.
Saussure sagt, „Beliebigkeit“ und „Verschiedenheit“ seien zwei korrelative Eigenschaften (Saussure, Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft, S. 141).
Dieses Differenzprinzip tangiert die „Totalität des Zeichens“, was bedeutet, zu gleicher Zeit (cf. dazu weiter unten hier im Blogspot-posting 2014 ff.!) die Seite des Signifikats und die Seite des Signifikanten!
Die Folgen daraus sind die Nichtgegenwärtigkeit des Begriffes, der bezeichneten Vorstellung, jeder Begriff ist seinem Gesetz nach eingeschrieben in eine Kette oder ein sogenanntes System, in dem er durch das systematische Spiel von Differenzen auf andere Begriffe verweist.
Ein solches Spiel ist nicht einfach ein Begriff, sondern die Möglichkeit der Begrifflichkeit, des Begriffsprozesses an sich. Derrida nennt das, – dieses „Spiel“, – die différance (cf. Derrida, die différance, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 29 ff.)
Wir drei kamen überein, die politische Philosophie müsse Gesellschaftsanalyse betreiben und ihre Aussagen an eine konkrete Kritik von Beteiligten anbinden, will sie sich nicht sofort den Vorwurf der Ideologisierung und der Entbehrlichkeit einfangen. Abstrakt vorgetragene Ideale von Gerechtigkeit haben noch nirgendwo eine ideale Realfassung vorgelegt.
Karl Marx kritisierte mit Recht die Gerechtigkeitsdebatten, die bloß und einzig zur Sache der Verteilungsgerechtigkeit Stellung bezogen, denn dort bleibt das Thema und das Problem der Vermögensentstehung unbeachtet und unbearbeitet.
Obergrenzen für privates Vermögen sind eine tiefgreifende wirtschaftspolitische Maßnahme, die an die Grundlagen und „Grundsätze“ der Vermögensakkumulation ginge. Politische Radikalität kommt selten vor. Diese Maßnahme wäre eine solche!
Das Problem der Renditen!
Größere und große Vermögen erzielen höhere Renditen und „wachsen“ quasi von selbst. Die Differenz zu den Wachstumsraten des Arbeitseinkommens vergrößert sich fast automatisch, – automatenhaft!
Karl Marx legte seinen Fokus nicht auf Gerechtigkeitsdebatten mit Verteilungsfragen, sondern auf die Frage nach der Verfügungsgewalt der Produktionsmittel.
John Rawls strebte eine normative Gerechtigkeitstheorie an, eine Art Grundstruktur für gerechte Verhältnisse.
Quasi, gerechte Institutionen und wirtschaftliche Effizienz gewährleistet durch den Markt. Steuerumverteilung und staatliche Mindestwohlfahrt.
Rawls als sozialdemokratischer Philosoph des Wohlfahrtsstaates für alle. Ein weitgehend abstraktes Konstrukt von Gerechtigkeitsnormen, konzentriert auf Einkommensfragen ohne Konzepte für Vermögensgerechtigkeit.
Und Rawls‘ Theorie ist insofern eine ideologische, als sie dem Phänomen Macht und deren Einfluß auf unser aller Leben und Wirken realiter keine angemessene Aufmerksamkeit schenkt.
Rawls überlegt nirgendwo, wo denn seine „Intuitionen“ der Gerechtigkeit herkommen, woraus und wodurch sich diese formen und bilden (cf. Moira Gatens, Alenka Zupančič, Cornelius Castoriadis).
Der Gedanke, daß diese Intuitionen, auf die er sich andauernd beruft (Freud, Lacan, Foucault, Derrida u.a. gehören offenbar nicht ernsthaft in seinen Wissenshorizont), selbst nichts anderes als nebuloses Vermutungswissen und „Ideologie“ (also eine Form von Herrschaftswissen) sein könnten und meiner Ansicht nach auch sind, scheint ihm nie gekommen zu sein.
Unserer Ansicht nach müßte das Hauptaugenmerk auf die ungleichen Eigentumsverhältnisse gerichtet werden.
Nicht die Managergehälterdebatten, sondern die Eigentumsdebatten.
Die Milliardärsfrage ist zu stellen.
Plato legte eine sehr niedrige Obergrenze fest. Im amerikanischen Senat versuchte man vor Jahrzehnten den Vorschlag einer Obergrenze von 50 Millionen Dollar durchzusetzen. Wie erwartet, es scheiterte an der fehlenden Zustimmung.
Die ökonomische Freßgier war größer (vgl. Frankfurt oben!).
Georg Simmel in seiner „Philosophie des Geldes“ (S. 276) meinte, der Reiche wirkt nicht nur durch das, „was er tut, sondern auch durch das, was er tun könnte“.
Das ist durchaus auch als Drohung zu verstehen.
Judith Shklar (Über Ungerechtigkeit) erklärt dazu die meist ruhig bleibenden Verhältnisse dahingehend, daß eine gewisse Grundangst vor Veränderung in den Menschen läge, die die Überreichen als >Untugendler< (cf. Plato, Gesetze; Plato, Der Staat;) auszunützen wüßten.
Freiheit ist nicht gleich Freiheit.
Die Konservativen als Parteigänger meinen die Freiheit des Individuums als Unabhängigkeit vom Staat bzw dessen Einschränkungen und die Freiheit des Konsumenten.
Dieses Freiheitsverständnis hat als Trägeridee die Idee des Marktes und des gerechten Preises (vgl. dazu Joseph Stiglitz, den vollständigen Preis als perfekten Preis, der Marktpreis als Abbildung einer komplett vollständigen Information, die es allerdings nie geben kann, Grossman-Stiglitz-Paradoxon).
Wie Albert Hirschman (Engagement und Enttäuschung, 1988, S.142) erläutert, läßt sich im Gegensatz zum Kampf um die Macht „die Erzeugung materiellen Reichtums als ein Spiel feiern, bei dem alle Beteiligten gewinnen können“.
Ich markiere hier besonders die Vokabel „alle Beteiligten“ (man beachte die Auslassung und Ausschließung der Nichtbeteiligten, der Vermögenslosen!) und das letzte Wort „können“ (aber nicht müssen! Bei Spielen dieser Art ist der Kern der Sache immer der, daß einer oder einige gewinnen und alle anderen verlieren! Bedeutet, die Nichtbeteiligten und die meisten Beteiligten verlieren!).
Unser derzeit jüngster Spieler und beliebtester Spieler auf dieser politischen Bühne mit dem Hang zum Reich/Arm – Spiel, der österreichische Exkanzler und bald vermutlich Wiederkanzler Kurz empfahl Immobilieneigentum sogar als Ausweg aus der Altersarmut!!! (cf.: https://derstandard.at/2000065348368/Eigenheim-fuer-Junge-immer-spaeter-leistbar. Zynismus pur. Bua.
Wir erinnern uns an die Fannie Mae und Freddie Mac Turbulenzen 2008
Die Eigenheimbesitzerkrise (Eigentum auf Pump, Projekt einer Eigentümergesellschaft aus den 90ern, Eigenheimbesitzer ohne Einkommen und Job und bald auch wieder ohne Eigenheim durch Kredite und naives Marktvertrauen.
Die Frage nach der Demokratiephilosophie.
Die Frage und die Sache der Demokratie.
Ohne den sogenannten freien Tausch auf dem Markt wäre unser heutiges Wirtschaftssystem nicht denkbar.
Alle ProduzentInnen und KonsumentInnen begegnen sich als frei und gleich und treffen in ihrem jeweils spezifischen Interesse nach individueller Interessenverwirklichung die für sie jeweils besten Entscheidungen.
Der klassischen Schule der Nationalökonomie zufolge dient das freie Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage auf dem Markt dabei zeitgleich dem Interesse der Gesellschaft nach bestmöglicher Güterversorgung.
Nach Adam Smith die sogenannte „unsichtbare Hand“ des Marktes.
Gibt es diese „invisible hand“ tatsächlich?
Wir denken Nein. Es handelt sich bei diesem Handelsrelationalismus um Ideologie, versuchte Mythologie und auch um ein bißchen „Volksverblödung“ (?!)
Die Orientierung an marktspezifischen Handlungslogiken, mehr oder weniger verdeckten Ausbeutungslogiken und zahllosen Disparitäten gewann im Verlauf der Geschichte der politischen als ökonomischer Macht immer mehr an Dominanz und auch wenn heute Donald J. Trump das pazifische Handelsabkommen TPP aufgekündigt hat und das transatlantische Freihandelsabkommen TTIPP (offiziell: Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft, englisch: Transatlantic Trade and Investment Partnership) vorerst nicht weiter verhandelt wird, wird die „Logik“(!?) der „freien Marktwirtschaft“ auch in Zukunft ein Grundpfeiler des westlichen Freiheitsversprechens sein, – persönlicher Freiheit und Individualität.
Mit allen demokratischen Werten westlicher Demokratien.
Das ist nicht wenig.
Ich frage aber immer gern für wen?!
Zweifellos für relativ viele Menschen in diesen Staaten mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Das gebe ich gerne zu. Und das ist wichtig und nicht kleinzureden. Aber die vielen Tausenden und Millionen Menschen, die hier in diesen westlichen Ländern nicht dabei sind, auch im vielbesprochenen Deutschland! Was ist mit diesen!
Da geht unsere Politik flugs darüber hinweg und die meisten von uns schauen schnell weg.
Darüber wird wenig nachgedacht. Und das freut und nützt die politische äußerste Rechte und spielt damit in der gesellschaftlichen und politischen Arena.
Die Rechte wächst.
Die relative Armut bleibt und wächst da und dort sogar beträchtlich. Zum Beispiel in Frankreich. Die Umverteilungsmaschine verteilt nach oben!!!
Das nährt die Faschisten und die Rassismen genau wie die Reichtumsvermehrer allüberall. Global.
Die Milliardärszahlen steigen jedes Jahr weltweit um fast 20 %!
Und gleichzeitig findet global die rasant zunehmende Vernichtung von Lebensressourcen statt. Land wird da und dort knapp durch Landraub. Wasser wird überall extrem verschmutzt und unsere Konzerne produzieren in den außereuropäischen Ländern auf eine Weise wie es in Europa nicht erlaubt ist und plündern Staaten und ganze Gesellschaften und vernichten deren zukünftige Lebens- und Überlebensgrundlagen.
Fluchtbewegungen aufgrund von Knappheitskriegen, Machtinstabilitäten mit gräßlichsten Auswüchsen und keine Chance auf Besserung in diesem Leben.
Und in Europa die Fremdheitsgefühlsausbeuter und Erzeuger von Rassismus aller Arten gegenüber Zuwandernden.
Sogenannte „Demokratien der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ wanken und mauern sich ein.
Die Gefahr des Rechtspopulismus, der zum Faschismus mutiert, wächst und wächst bis zum Kippeffekt.
Und Schluß dann mit individuellen Freiheiten und Rechtsstaatlichkeit entlang und mit den Menschenrechten ( siehe Japan, Polen, Slowakei, Ungarn, Türkei, Rußland,… – und: USA!(?) ).
Wo bleibt die Freiheit für alle! Und vor allem welche!?
Die soziale Freiheit, die ökonomische Freiheit, die politische Freiheit, die Meinungsfreiheit, die …
Wo gibt es diese und für wen!? Und für wie lange?!
Für die Roma in der Slowakei oder in Tschechien?! Für die Verarmten in Griechenland!? Für die „Hartz IV-ler“ in Deutschland!?
Für die terrorisierten und ausgebombten Syrer und Syrerinnen? Für die eingesperrten oder sonstwie drangsalierten und bedrohten politisch oppositionell Denkenden in der Türkei?
Für die zerkriegten(!) Menschen in der Ost-Ukraine?
Und! Und! Und!
Die Krise des neoliberalen Kapitalismus!?
Die globale Finanzkrise verursachte Milliarden und Billionen an Verlusten. Masseneinkommen sanken, Arbeitsplätze sonderzahl gingen verloren, ganze Branchen in der Industrie verschwanden. Zur gleichen Zeit aufsehenerregende Publikationen und Forschungen zum Klimawandel .
Lebensbedingungen von Millionen Menschen sind bedroht. Und überall und immer wieder im Kleinen wie im Großen eine einfältige oder gar gänzlich ignorierende Politik. Man schaue nur nach Deutschland und die dortige Autobahngeschwindigkeitspolitik à la Alexander Dobrindt.
Und. Und. Und.
Die kapitalistische Produktions- und Konsumweise!!! Das Produktions- und Konsummodell in den kapitalistischen Metropolen!!!
Nach Karl Marx ist das zinstragende Kapital „die Mutter aller verrückten Formen“ (MEW 25, 483).
Stichworte: Steigender Massenkonsum! Steigender Massenverbrauch!! An begrenzten Landflächen und Rohstoffen!!!
Oder Radikalkur samt Umlenkung und radikale Veränderung der globalen Wirtschaftsgeographie!!!???
Regulierung des Kapitalismus ein Ausweg oder ein Holzweg oder eine Aporie!?
Was ist wirtschaftliche Freiheit?!
Steht sie in irgendeinem Zusammenhang mit Rede-, Presse- oder Versammlungsfreiheit, also mit den Freiheiten, die sich auf das Recht beziehen am politischen Leben teilzunehmen und die öffentliche Politik mitzugestalten?!
Befriedigt wirtschaftliche Freiheit Grundbedürfnisse, die die Voraussetzung abgeben könnten, um an kulturellen und politischen Entwicklungen mitarbeiten zu können?!
Milton Friedman ist kein Anhänger von John Deweys demokratischen Idealen.
Er will die Freiheit der Wahl und meint damit die Freiheit einzukaufen, also Geld auszugeben (er meint nur die, die welches haben!). Friedman spricht von einer Freiheit jenseits der staatlichen Kontrolle, also von einer „Wirtschaftslandschaft“, in der nur und wirklich nur die privaten Kräfte das Sagen haben (sollen).
Freiheit als Wirtschaft und Leben jenseits staatlicher und also gesellschaftlicher (gar gemeinschaftlicher!) Kontrolle!
Freiheit als die Freiheit des Kaufwunsches nach besserer Kleidung, Ernährung! Konsum! ?
Die Freiheit, soviel Geld für Privatschulen und Universitäten zu verlangen, wie es der sogenannte „Markt“ hergibt, also zuläßt. Also maximal zuläßt!
Die Gewinnmaximierung überall!!! Ob Schule. Ob Gefängnis. Ob Berufswahl. Ob Samenbank.
Die Wahl ist frei, weil sie nur mehr, fast nur mehr eine Geldangelegenheit ist, eine Frage des Geldes als des Geldhabens.
Die Anderen, – die, die kein Geld haben oder zu wenig für Wohnen, Bildung, Ernährung, ja die interessieren aus diesem Blickwinkel nicht.
Und!, – die Freiheit des Einkaufens(!) beinhaltet auch die Möglichkeit, den Lebensunterhalt anderer Menschen zu kaufen und zu verkaufen!!!
Das bedeutet, die Kapitalmärkte haben das Sagen. Die Wallstreet. Sie entscheiden dann allein, ob ein Unternehmen weitergeführt wird, wohin es sich entwickeln können soll oder ob man es untergehen läßt und kurzerhand zusperrt! Stichwort: Rust Belt! Reagan. Thatcher. Bush.
Industriepolitik gibt es keine mehr. Gewerkschaften haben wenn überhaupt, dann zahnlos zu sein. Keine Stimme mehr. Die Verbraucher? Uninteressant. Umwelt! Eine Lüge der Linken! Siehe Trump, Bannon etc.
Die Investmentbanken wie Goldman Sachs haben das Sagen. Kritik daran unerwünscht. Viele sind dieser Meinung. Sie befürworten die Freiheit des Einkaufens!
Freiheit herrscht demnach dort, wo das Geld regiert!!! Frei nach Frank Stronach, einem in Österreich bekannten Milliardär, „wer das Gold hat, macht die Regel“!
Wir Menschen hängen auch vom Leben der vielen Insektenarten ab. 80% aller Insekten wurden einer neuen Studie zufolge in den letzten 20 Jahren ausgerottet!!!!!
Philosophischer Praxen wird es noch sehr sehr vieler bedürfen. Die politischen Theorien und die Politik(en) gründen alle in den Axiomatiken und Wertschätzungen philosophischer Provenienzen.
Müssen wir, können wir, dürfen wir an die Idee der Demokratie Zweifel setzen ?!? Und an der Demokratiefähigkeit !?! An der Demokratiemöglichkeit ?! Der Demokratizität !?
Am Demokratischen?! An der Frage der Demokratie !? Warum bezeichnet Jacques Derrida die Demokratie als kommende, – die kommende Demokratie !?
Jacques Derrida: „Aufgrund des Geheimnisses möchte ich die Frage der Demokratie abermals aufnehmen, da es ein Konzept der Politik und der Demokratie als Offenheit gibt – wir sind alle gleich und der öffentliche Bereich steht uns allen offen -, was dazu tendiert, das Geheimnis zu negieren, auszustreichen oder zu verbieten; in jedem Fall tendiert es dazu, das Recht aufs Geheimnis auf den privaten Bereich zu beschränken und damit eine Kultur der Privatsphäre zu etablieren. (Ich denke, das ist die vorherrschende und hegemoniale Tendenz in der Geschichte der Politik des Westens.) …
ich habe versucht, gegen eine derartige Interpretation der Demokratie eine Erfahrung des Geheimnisses und der Singularität zu denken, der gegenüber der öffentliche Bereich keine Rechte und keine Macht in Anschlag bringen kann.“ ( Jacques Derrida: Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 179. )
Jacques Derrida bezeichnet die kommende Demokratie als eben solche aufgrund des Geheimnisses (!) als Erfahrung des Singulären (!), aus der das Politische nur erwachsen kann, – und zwar erwachsen in seiner Offenheit. Offen ist kommend. Die Erfahrung ist das, was das Subjekt über ein bisher Erfahrbares hinausführt, – quasi entgegen allen und als Überraschung aller Erwartungen, Hoffnungen, Begehrlichkeiten. Das was den Horizont der Wahrnehmung zu übersteigen vermag.
Das Geheimnis haftet an einer solchen „Übersteigung“ von etwas. Das Geheimnis könnte das unmöglich Scheinende, ja das Unmögliche sein, – das Politische werden, als die Erfahrung eines Unmöglichen. Das Unmögliche ist das Singuläre! (vgl. Derrida, Politik der Freundschaft, S. 55 und Die unbedingte Universität, S. 73)
Das Politische erwächst aus der Erfahrung des Singulären aufgrund des Geheimnisses, das die Erfahrung des Singulären zur Voraussetzung hat oder besser noch, diesem anhaftet, als Präsenz der Absenz bleibend. Eben die kommende Demokratie, die immer erst ankommende Demokratie.
Dies ist der Initialeffekt des Denkens der Singularität und also des Geheimnisses dafür, warum zum Beispiel in der Literatur alles gesagt werden kann und weswegen Literatur mit Demokratie verantwortlich (!) zusammenzudenken ist.
„Und das Geheimnis ist nichts, was ich in mir verberge; es ist nicht Ich. Das Geheimnis ist nicht das Geheimnis der Vorstellung, die man im eigenen Kopf einschließt und von der man beschließt, sie niemandem zu sagen, es ist eher ein Geheimnis, das der Erfahrung des Singulären koexistent ist.
Das Geheimnis kann nicht auf den öffentlichen Bereich reduziert werden – trotzdem nenne ich es nicht privat -, es kann auch nicht auf die Veröffentlichung oder das Politische reduziert werden, zur selben Zeit liegt dieses Geheimnis dem zugrunde, von dem aus der öffentliche Bereich und der Bereich des Politischen zu sein, und offen zu sein, vermag.“ (( Jacques Derrida: ebda., Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 178f. ))
In der platonischen Ideenlehre ist die Idee des Guten das oberste Prinzip. Ein nicht einfach zu erfassendes Prinzip!
Umgelegt auf die heutige Politik möchte ich dieses „Prinzip“(!) anwenden auf die modernen Menschenrechtsformulierungen, nach denen sich heutige Politik und PolitikerInnen zu richten hätten, – also auf das, was gut und richtig ist für alle Menschen auf diesem Globus, das sogenannte „planetarische Prinzip“ (vgl. Gayatri Chakravorty Spivak) den „Anderen“ zu denken, im Zeichen der Alterität zu denken,
(( cf. Teaser-Ende (Blogspot-Blog 2014 ff.) zur Spur: „Die Spur, in der sich das Verhältnis zum Anderen abzeichnet, …“ „Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ (J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82)
„The trace must be thought before the entity.“ (J. Derrida, op. cit., of Grammatology, p. 47)
„ Il faut penser la trace avant l’étant.“ ( Jacques Derrida, op. cit., DE LA GRAMMATOLOGIE, p. 69 ) ))
mehr cf. mein Blogposting „Demokratie – Philosophie / Demokratiephilosophie“
hier in diesem Blog, – das Blogarchiv befindet sich am Ende des Footer
( nur sichtbar in der Webversion! Blogspot-blog 2014 ff.)
(( Blogpost zur Demokratie(theorie) / Demokratie(philosophie)
veröffentlicht am 07. 10. 2016, – some sections in English! ))
Die etwas abstrakte Denkweise politischer Philosophie muß aufhören, bloß theoretisch normativ über Politik und Gesellschaft zu sprechen, sie muß sich hineinbegeben in die jeweils speziellen Kontexte und speziell anwendbare Begründungen für Argumentationen im Konkreten herausarbeiten, möchte sie jemals wieder als eine Art Leitfaden und Grundlagentext für politisches Handeln wahrgenommen werden können.
Die Luhmannsche „Kontingenzformel des Rechts“, in der die Gerechtigkeit nicht in erster Linie (wenn überhaupt!) als Philosophem herumgeistert, sondern als konkrete Praxis diverser und diversifizierter Selbstbeschreibungen von Rechtssystemen und deren unterschiedlichen Kontextualisierungen.
Birgt das Wort und die Vorstellung davon die Möglichkeit eines Begriffes, ein präzise definierbares Begreifen von „Gerechtigkeit“?
Elemente des Bedeutens funktionieren ja nicht durch die Definierungsversuche von sogenannten Kernpunkten, sondern durch ein Netz von Oppositionen, die diese voneinander unterscheiden und aufeinander beziehen.
Saussure sagt, „Beliebigkeit“ und „Verschiedenheit“ seien zwei korrelative Eigenschaften (Saussure, Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft, S. 141).
Dieses Differenzprinzip tangiert die „Totalität des Zeichens“, was bedeutet, zu gleicher Zeit (cf. dazu weiter unten hier im Blogposting!) die Seite des Signifikats und die Seite des Signifikanten!
Die Folgen daraus sind die Nichtgegenwärtigkeit des Begriffes, der bezeichneten Vorstellung, jeder Begriff ist seinem Gesetz nach eingeschrieben in eine Kette oder ein sogenanntes System, in dem er durch das systematische Spiel von Differenzen auf andere Begriffe verweist.
Ein solches Spiel ist nicht einfach ein Begriff, sondern die Möglichkeit der Begrifflichkeit, des Begriffsprozesses an sich. Derrida nennt das, – dieses „Spiel“, – die différance (cf. Derrida, die différance, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 29 ff.)
Wir drei kamen überein, die politische Philosophie müsse Gesellschaftsanalyse betreiben und ihre Aussagen an eine konkrete Kritik von Beteiligten anbinden, will sie sich nicht sofort den Vorwurf der Ideologisierung einfangen. Abstrakt vorgetragene Ideale von Gerechtigkeit haben noch nirgendwo eine ideale Realfassung vorgelegt.
Wie ich und wir drei hier alle glauben, müssen wir zwischen der Gerechtigkeit (im jeweils immer anders gearteten und erkennbar erscheinenden Kontext) und dem Recht unterscheiden.
Und des weiteren glaube ich, daß es eine Geschichte des Rechts gibt, also eine im Lauf der Geschichte vonstatten gehende Transformation von Recht und somit auch eine Transformation von juridischer Macht, in der sich die Gerechtigkeit als erkennbare zeigen muß, eine in der Transformation verkörperte Gerechtigkeit mit erkennbarem Antlitz.
Quasi ein juristisches Werk mit erkennbarem Gerechtigkeitseffekt.
Das Werk und die Wahrheit gemäß einem meiner „Leitsätze“:
„Die Erfindung der Wirklichkeit, die Wahrheit eines Werkes, ob eines philosophischen, literarischen, künstlerischen oder eines wissenschaftlichen, architektonischen, fotografischen Werkes oder eines politischen, juristischen, militärischen, ökonomischen Werkes oder einer künstlich-naturhaft herbeigeführten Wirklichkeit als Wahrheit etwa eines Werkes von Klimawandel und Folgen, – – – die Wahrheit eines Werks (!!!) enthüllt sich erst und allein in der erkannten und erkennbaren(!) Geschichte seiner Wirkungen.“
Zur selben Zeit denken wir das Unmögliche und das (dieses >zur selben Zeit<) ist das Unmögliche! (Derrida, Donner le temps I)“
Das ist die politische Verantwortung des Gesetzgebers, eines Parlamentes, einer Regierung. Wir drei, wir anderen alle, wir werden versuchen, im jeweiligen Anlaßfall, zu erkennen, in den Texten, den Handlungen, den Urteilen, den Anträgen, den Verhandlungen, den Reden und deren Auswirkungen, welche Chancen der Gerechtigkeit in den Momenten verblieben sein werden, in denen Staatslenker und Staatslenkerinnen ihre Strategien berechnet haben werden, über die sie Rechenschaft haben ablegen müssen oder Rechenschaft ablegen werden müssen, und die politische und menschliche Verantwortung abwägen oder abgewogen haben werden, die sie zu übernehmen haben würden.
Eine politische Verantwortung vor dem eigenen Gewissen, dem Interesse des Staates und dem Gemeinwohl und vor dem Weltgedächtnis.
Was aber bedeutet das alles mit den Überlegungen zur Gerechtigkeit in einer sich zunehmend und mächtig verkomplizierenden Welt, in einer Welt mit Staaten, in denen ein paar hundert Familien reicher sind als ganze Staaten auf diesem Erdball ?!?
Und was macht all das mit der Realität und der Vorstellung von Demokratie als kommender Demokratie???
Mit der Demokratiephilosophie?
Ich danke meinen Gästen und Gästinnen für die anregenden und Hoffnung (!) machenden Überlegungen, Gedankengänge und Gedankenschöpfungen, – manchmal und immer wieder auch am Rande der Abgründigkeit.
Kein Grund ohne Abgrund!? Philosophische Praxis als Baustelle mit Bausteinen, Ruinen, Schotter, Schrott und Techné und als freies Experimentierlabor für Gedankenspaziergänge in Gedankengebäuden und Ruinen auch archäologischer Natur.
Und: Wie immer haben wir zu wenig Zeit!
Jeder Satz hat zu wenig Zeit. Jeder Satz verdrängt, indem er springt. Er verdrängt viele andere mögliche und notwendige (!) Sätze (mehr vgl. mein Youtube-Video zu „Der Satz“).
Jeder Satz, jedes Wort, jeder Code treibt sein Wesen und sein Unwesen in derInkommunikabilität!
Jeder Satz grüßt ein Gespenst. Jeder Satz ist ein Gespenst.
Jeder Satz in einer jeden Setzung und einer jeden Sitzung (auch der in einer PP/Philosophischen Praxis).
Ich sollte immer die Möglichkeit haben, alle psychoanalytischen, ökonomischen, politischen und juridischen Implikationen des oben Gesagten/Gesetzten darzulegen.
Ich verweise alle LeserInnen auf meine/unsere Publikationen im Netz und auf die Veröffentlichungen auf Papier.
Das Terrain der Lektüre ist abgründig(!) und unbegrenzbar!
Es gibt keine Selbstidentitäten. Auch nicht die Selbstidentität des Geschriebenen (außer im Livre irréalisé von Mallarmé), auch nicht und besonders nicht die eines Gesagten! (cf. J. Derrida, Die Schrift und die Differenz, Suhrkamp Tb, S. 44 f.)
Liebe herzliche Grüße!
Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber
PP Wien
And here for the time being, at the end, –
first in German , it is more precise in some respects :
Und hier zum vorläufigen Ende hin noch zur Erinnerung (!) (besonders für diejenigen LeserInnen, die zum ersten Mal in unseren Blog hineingelesen haben werden):
Dekonstruieren heißt nicht Philosophieren! Philosophie ist eine restringierte Tätigkeit.
Dekonstruktion hebt vielleicht Philosophie auf, – in mehrerlei Hinsichten als Einsichten. Hebt die Inkohärenzen, die Disparitäten, die inhärenten Dislogiken auf. Das, was Sie hier in den jeweiligen Postings lesen ist vielleicht dekonstruktiv.
Unsere Gespräche sind vielleicht dekonstruktiv. Sie müssen es nicht sein.
Sie können es nicht immer sein, – vielleicht sogar nur im Falle einer eher nicht ganz so häufig vorkommenden äußerst gelungenen Zusammenarbeit zwischen den GesprächsteilnehmerInnen.
Ob Dekonstruieren im Gange war, kann jede(r) nur für sich selbst zu beantworten suchen. Als Leser betrachte ich meine Texte, – sicher nicht alle, – aber doch die meisten unter den veröffentlichten, als dekonstruktive Textvorstellungen.
Jedenfalls aber das jeweils gelungene Gespräch als Dekonstruktionsversuch eines von meinen Gästen (und mir) jeweils vorgebrachten Gespräch-Performanz-Ereignisses.
Dieses zu lesen(!), – und das sehe ich als meine Aufgabe hier, – dieser jeweilige Leseversuch in actu eines Gespräches und die nachträgliche (!) „Exploitation“
(die Ausnutzung eines vorliegenden Wissens, die intentionale Bearbeitung eines vorhandenen Wissens zum Zwecke der Einsichtigmachung inhärenter, verdeckter, unbemerkter Dislogiken als Dekonstruktion)
dieses stattgehabten Ereignisses in meiner Praxis als meine/unsere Praxis
(ich nenne das der Einfachheit halber, zum Zwecke des vordergründigen Verstehens für etwaige an einer philosophischen Praxis Interessierte, „Philosophische Praxis“)
ergibt dann und sollte ergeben, das, was wir mit Derrida als Dekonstruieren von etwas Vorangegangenem bezeichnen, das, was wir unter Dekonstruktion verstehen.
Also die Praxisereignishaftigkeit, die Erinnerung daran, die nachträgliche Reflexion darüber und der dargestellte Aufschreibeversuch als Einschreibungsintervention in das meist komplexe Thema in der Form eines Postings in diesen Blog in der Form wie er sich Ihnen präsentiert, also in der Webversion samt Teaser, Sidebars und Footer ( Blogspot-Blog 2014 ff.) und letztere als weiterer Spiegelungsversuch der Thematiken, all das zusammen bewirkt vielleicht so etwas wie Dekonstruktion, –
Dekonstruktion von etwas als Leseereignis beim Leser, der Leserin, also bei Ihnen wie auch bei mir selber
(als Autor und Leser, – Stichwort: französisch lécriture, Lekritüre!, – bedeutet in einem Wort Lesen und Schreiben, jeder Leser, jede Leserin liest Geschriebenes und schreibt Gelesenes, ob in alphabetischer Formation oder in und bei und durch andere Ereignisse wie Tanz, Politik, Baukultur, Film etc. ).
Dekonstruktion ist kein Begriff! Ja, nicht einmal ein Wort im herkömmlichen Sinn.
And here for the time being, at the end, for the memory (!) (especially for those readers who will have read our blog for the first time):
Deconstructing does not mean philosophizing! Philosophy is a restricted activity.
Deconstruction perhaps repeals philosophy – in several ways than insights. It repeals the incoherences, the disparities, the inherent logics. What you read here in the respective postings is perhaps deconstructive.
Our conversations may be deconstructive. They don’t have to be.
They cannot always be, perhaps even only in the case of an extremely successful cooperation between the discussion participants, which does not occur quite so often.
Whether deconstruction was in progress can only be answered by each person for himself/herself. As a reader, I regard my texts – certainly not all of them, but most of the published ones – as deconstructive representations of texts.
In any case, the respective successful conversation as an attempt at deconstruction of a conversation performance event presented by my guests (and myself).
To read this (!), – and I see this as my task here, – this respective attempt to read in actu of a conversation and the subsequent (!)) „Exploitation“
(the exploitation of an existing knowledge, the intentional processing of an existing knowledge for the purpose of revealing inherent, concealed, unnoticed logics as deconstruction)
of this event taking place in my/our practice as my/our practice
(I call this for the sake of simplicity, for the purpose of superficial understanding for anybody interested in philosophical practice, „philosophical practice„)
then, and should, result in what we call with Derrida as deconstructing something previous, that what we understand by deconstruction.
So the event practice in recollection, the memory of it, the subsequent reflection on it and the attempt to write it down as an inscription intervention in the mostly complex topic in the form of a posting in this blog in the form it presents itself to you, that is, in the web version with teaser, sidebars and footer and the latter as a further attempt to mirror the themes, all of this together perhaps causes something like deconstruction, –
deconstruction of something as a reading event for the reader (m/f), thus for you as well as for myself
( as author and reader, – cue: ReadingWriting, in french original: lécriture !, – means reading and writing in one word, every reader writes what she/he has read and reads the written, the scriptions of any kind, whether in alphabetical order or in and with and through other events such as dance, politics, building culture, film, etc. ).
Deconstruction is not a concept! Yes, not even a word in the conventional sense.
Die Geschichte ihrer Wirkungen. Die Geschichte eines Krieges enthüllt sich durch die Wahrheitsfindung seiner Wirkungen, z. B. seiner Wirkungen der Flucht, seiner Wirkungen in den Körpern seiner Flüchtlinge.
Erst wenn diese Geschichte abgeschlossen ist und die Deutungen zur Ruhe zu kommen scheinen, wenn uns die Interpretationen in all ihren Widersprüchen vor Augen geführt worden sein werden, dann erst ist das Rätsel seines Textes, das Rätsel seines Werkes als das Rätsel seiner Motive, Veranlassungen, Verflechtungen erkannt und vielleicht gelöst.
Dann liegt vielleicht die Wahrheit seiner Textur vor Augen.
„Ein Text ist nur dann ein Text, wenn er dem ersten Blick,…, das Gesetz seiner Zusammensetzung und die Regel seines Spiels verbirgt. Ein Text bleibt im übrigen stets unwahrnehmbar.“
„Die Verschleierung der Textur kann durchaus Jahrhunderte erfordern ihr Gewebe (toile) freizulegen.“ Derrida, Platons Pharmazie, in: Dissemination, S.71 (Wien 1995, Passagen Verlag)
( Über ) Dekonstruktion kann man nicht sprechen man/frau muß „sie “ >lesen<.
Was hier lesen meint, darüber und dazu können Sie im Blog-Teaser und im Footer (cf. Webversion! Blogspot-Blog 2014 ff.) sowie in zahlreichen BlogPostings mehr erfahren!
„Wir halten es prinzipiell für unmöglich, durch „Interpretation“ oder „Kommentar“ das Signifikat vom Signifikanten zu trennen und so die „Schrift“ durch die Schrift, die auch noch Lektüre ist, zu zerstören; nichtsdestoweniger glauben wir, daß diese Unmöglichkeit sich historisch artikuliert.“
Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, – vielleicht sogar eine Zielgerichtetheit (ohne Methode oder Kritik sein zu wollen oder zu können), – eine Zielgerichtetheit auf die Verantwortlichkeit für den Anderen!
Für besonders Interessierte hier noch ein Lesevorschlag(!) zum Thema „Lesen und Verstehen“:
Deconstruction enables the relationship to the other and the relationship to the other enables (perhaps) deconstruction. Différance as a matter of freedom and liberation.
Time becoming of space and space becoming of time and being different, being recognizable, not being identical! Only he who is not equal to all others is recognizable as one, as another!
Otherness from the dissimilar logically requires that between the distinguishable units or elements interval, distance, spatialization emerge in persistent repetition (Derrida, Randgänge, p. 33, german edition!). Other, Other, Other, …
There’s the time since life has existed.
To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
What the philosophical practice wants and can do – in search of the true life, „the true life“.
Deconstruction cannot be included in a „term“ deconstruction.
And deconstruction opens up or opens up an access to the other through discoveries of the unknown or the previously unthought.
Deconstruction cannot be defined or completed (cf. J. Derrida, Limited Inc, p. 171 ff., germ. edition).
Deconstruction is and always will be the questioning of the origins, the foundations and the limits of our conceptual, theoretical and normative apparatus. And this always in the double movement of the Différance / Différance .
A text that perhaps consists of habitual (binary) thesis and antithesis, when deconstructed, reveals, for example, a multitude of perspectives that exist simultaneously – often in conflict with each other.
This conflict, however, only becomes visible through deconstruction.
Deconstruction has an ethical component, since it opens the relationship to the other, insofar as it finds access to the previously unimagined or the previously excluded and possibly invents or finds new social, new interpersonal, new political, new scientific, new legal, new technical, new philosophical and artistic ways of thinking and acting (cf. E. Lévinas and J. Derrida).
Philosophical practice could make a not insignificant contribution to this, I think.
Deconstruction has an ethical component !
[[ Gerhard Kaučić Djay PhilPrax (born 1959), Philosopher, Writer, Freerider, Philosophical Practice, Vienna, PP since 1989, Dr. phil., —
Practice and Practices: What happens in a philosophical practice like ours. What happens in a philosophical practice? What is a philosophical practice? What is philosophical practice? ( see below in this blog post and see especially above in the teaser of Blogspot-Blog 2014 ff. ! ) What happens in my philosophical practice.
The compact citation context text „Corpus“ here (!) is owed to a lucid, precise and concise reading accuracy and reading simultaneity (strictly speaking only almost / nearby!) – a kind of grammatological necessity of thinking!
In my/our grammatological philosophical practice we do not formulate about something, not about texts (said / unsaid / thought / interpreted / written / drawn / filmed / meant / mediated / realities of any kind) // (in relation and reference to supposed truths of reality), but we work as precisely as possible as readers of a text passage by reading it and subsequently analysing the concrete (!) ( and only these!). ) linguistic units and perpetual incessant interrelation (!) of the analyzed and its decoding by deconstruction of all (!) implications, references, (un) thoughts and the thinking of the trace ( cf. teaser on grammatology and on the trace:
„The trace in which the relationship to the other emerges expresses its possibility in the whole realm of the existing, which metaphysics has determined from the hidden movement of the trace as being present. It is necessary to think the trace before the existing. …“ Op. cit., Jacques Derrida: Grammatologie, Suhrkamp, pp. 81-88 ).
And all this almost in the form of the locally almost tangible „simultaneity“ (!), – thus in the form of highest attention to the text just read and in question now (!).
After all, in quite a considerable and appropriate topicality and freshness of the respective present time and as present ego (!), – thus of a bold and courageous kind of acuteness (!) in the time of a present and present and present as well as in the formatting/configuration of a space of the desired, ( perhaps „dreamed“! ), and as realistically first of all unthought through presence of ego and ego. „face à face“
face to face / face à face.
DECONSTRUCTION HAS AN ETHICAL COMPONENT!
Conversations are events of a very or more or less intelligent being together of two or more people on a topic to be determined.
Conversations in this kind of philosophical practice are confidential!
Conversations are thereforetext events without a protocol.
Conversations in my philosophical practice result in this blog as a further text event (and at the same time as a presupposition!).
For the question and the word „deconstruction“ see Jacques Derrida’s „Reflections“ in a „Letter to a Japanese Friend“ from 1985, translated into German and reprinted in: J. Derrida, Psyche. Inventions of the Other II. Vienna 2013 (Passagen Verlag.), pp. 15 – 22.
„The word „deconstruction“, like any other, draws its meaning value only from an inscription into a chain of possible substitutions, into what is so calmly called a „context“. (ibid., p. 21)
„Despite all appearances, deconstruction is in any case neither an analysis nor a critique … It is not an analysis, particularly because the decomposition of a structure is not a decline to a simple element, to an origin that cannot be further decomposed.
These values, such as that of analysis, are themselves philosophemes exposed to deconstruction“. ( S. 19)
„Deconstruction is in place, it is an event (événement) that does not wait for the reflection, the consciousness or the organization of the subject, not even of modernity. It deconstructs itself.“ (S. 20)
Philosophy … Deconstruction … „Right to Insight, or the Invention of the Other“ (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Vienna 2011)
contemporary philosophy
Begehren und Verantwortung!
PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA
Grammatologische Philosophische Praxis, Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax und Anna Lydia Huber Wien
Philosophische/r Praktiker:in, GrammatologIn, Schriftsteller:in, Radfahrer:in, Ökomobilist:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrer:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Fahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Bewegte/r und Bewegende/r, der Philosoph/die Philosophin als Scout ……. trace ……. Spur ……. Grammatologie Dekonstruktion
Die Subjekthaftigkeit! Die Sprache! Der Andere! Das Berühren und das Berührtwerden! (vgl. Derrida und meinen/unseren Teaser im Blogspot-Blog 2014 ff.)
Berührtwerden
[[ In Klammern:
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
Vom Fahrrad aus
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching,, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Erfahrung der Nacktheit, Erfahrung der Natur, John Dewey – Natur – Leben – Körper – Mentalität, Dewey – ästhetische Erfahrungen, John Dewey – Erfahrung und Natur, John Dewey – Experience and Nature
Anna Lydia Huber (geb. 1959, MSc, Philosophin, Naturistin, Freeriderin)
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
John Dewey, amerikanischer Pragmatist, wollte seinen Lebenssinn darin sehen, den meßbaren Dingen zu entgehen. Er schrieb in Erfahrung und Natur:
„Das charakteristisch menschliche Bedürfnis ist das nach Besitz und Genuß der Bedeutung von Dingen, und dieses Bedürfnis wird im traditionellen Begriff des Nützlichen ignoriert und unbefriedigend gelassen.“ (Frf. 1995, S. 341)
Dewey meint, wir erfahren immer etwas, wenn wir in Bewegung bleiben und interagieren. Gewisse Ereignisse wirken auf uns, nicht alle gleichermaßen.
Genau diese bestimmten Ereignisse meint Dewey, wenn er von ästhetischen Erfahrungen spricht.
Ästhetische Erfahrungen lassen die Welt um uns für uns bedeutsam werden. Sie erscheint uns dann wie verwandelt oder besser als verwandelt. Das hält und macht uns lebendig. Lebenslang.
Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!
Freundschaft Freude Freiheit Naturismus
Friendship Joy Freedom Naturism
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben
Gegenwartsphilosophie
Adventure Philosophy!
Philosophische Praxis
Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer
Gerhard Anna Cončić-Kaučić (geboren 1959, Schriftsteller:in – Wiener Postmoderne – Dekonstruktion – Wien – Vertreter:in der Wiener Spielart der Dekonstruktion im Sinn Jacques Derridas)
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden. „Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt. Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.
Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns
……. THE SET …….. THE LEAVING OF THE BOOK …….. !?
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/
Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte
Die Sprache, das Sprechen, das Unbewußte (Ubw)
Der Satz und die Philosophie
Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at
Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world
Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion
Öffnungszeiten / Hours of opening: Mo – Do: 11 – 20 Uhr
Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement
Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…
…around the clock …around the world…
GESPRÄCHE sind EREIGNISSE als TEXT
cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )
Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsereCharakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –
For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –
Es ist eine Tatsache, – die Konzertmusik und die Oper sind heute (im Gegensatz zum 19. Jahrhundert) eine eher periphere Angelegenheit des politischen Lebens geworden.
Da helfen auch keine Streaming-Plattformen, kein YouTube und kein Internet.
Wir müssen den Horizont der musikalischen Erfahrung vertiefen, wenn wir über Musik und Musikgeschichte als Gesellschaftsgeschichte sprechen und also denken wollen. Wir müssen Zugänge zu Hörweisen eröffnen, die in der Geschichte und in der jeweiligen Kultur jenseits von Musik angesiedelt sind.
Es heißt die politischen, gesellschaftlichen und philosophischen Implikationen von Musik sichtbar zu machen. Musik ist kein unabhängiger geschlossener Kreislauf ästhetischer Phänomene und deren Stilausprägungen, Instrumentierungen, Arrangements, Aufführungspraktiken etc. sind nicht unabhängig von anderen gesellschaftlichen Kraftfeldern der Vergangenheiten und der Gegenwarten. Insbesondere der Ökonomien, der Medien und der je gegenwärtigen Techniken samt deren Kulturalisierung zwischen den Machtblöcken von Politik, Kapitalismus, Staat, Gesellschaft, Mediatisierung, Wissenschaften, Religion, Klassengesellschaft, Herrschaftsverhältnissen und dem Stand der Industrialisierung.
Am Beispiel Wiens zeigt uns die westliche Musikkultur vom Barock bis zur Moderne und Postmoderne, – von Haydn und Mozart Mitte des 18. Jahrhunderts bis zu Schönberg, Krenek und Berg in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis hin zu Clemens Gadenstätter, Bernhard Lang, Olga Neuwirth und vielen anderen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und den ersten zwei Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts, – eine ganz rare Zugangsmöglichkeit unseres Denkens via Musikschaffen zu unserer europäischen und österreichischen Vergangenheit und besonders auch für das Selbstverständnis des heutigen Wiens. Die Künste zeugen uns und unsere besten Werte für Freiheit und Sozialität sowie die Möglichkeit des über uns selbst Hinauswachsenkönnens.
Klänge sind heute Zitate, Klischees, semantische Objekte, nicht bloße Serien strukturierbarer Parameter. Der extreme Fall ist heute die Rekontextualisierung von oft auch nur minimaler Veränderung hin zu einem „neuen“ Werk. Beinahe ein echtes Readymade.
Besonders häufig das Transformieren aus anderen Medien hinein in die Musik und das Zuspielen verschiedener Tonspuren mittels diverser Maschinen (schon Miles Davis spielte damit revolutionär in seinem Album von 1969 „Bitches Brew“, Fusion Jazz genannt, vor ihm auch schon Frank Zappa, Einflüsse von Woodstock bis Stockhausen waren dafür ausschlaggebend genannt worden). Sampling und andere ähnliche digitale Techniken verbreiteten sich über den ganzen Globus, nur die Konzertsäle zeigen sich davon weitgehend unbeeindruckt. Auch ein maßgeblicher Grund für die Randständigkeit dieser herkömmlichen Musikbetriebe. Die Segelschiffe unter den heutigen Hightech-Booten.
Cage als Vaterfigur all dieser Entwicklungen. Collage, Bricolage, Assemblage, Remix, Sampling, Patch-Work, Mash-up, Intertextualität, Textur …
Das Internet, die Collage, die Kunst der Zukunft und die Kunst der Gegenwart. Verfügbarkeit der Audioarchive der Welt. Demokratie als Voraussetzung. Postmoderne, die Teilnahmsmöglichkeit für alle. Kunst und Aufklärung, das intellektuelle Licht der Welt. Die Dekonstruktion Derridas.
Doch noch erwischt vom Beethovenjahr!
Das Beethovenjahr 2020 und seine Wellen führte (man möchte fast sagen, Corona sei dank!) so manche Musikkenner bis hin zu Musikspezialisten sogar in eine Philosophische Praxis wie die unsrige.
Covid 19 ließ und läßt kulturell und künstlerisch wenig zu.
Kaum ein Auftreten vor Leuten war heuer auf den Bühnen dieser Welt möglich.
Die philosophische Praxis outdoor (z. B. philosophische Gesundheitsspaziergänge im Prater unter Einhaltung der Abstandsregeln ermöglichen dennoch so manch interessantes Gespräch entlang der Hauptallee des Wiener Prater) ermöglichte uns einige spannende und herausfordernde Gespräche in den Tagen, Wochen, Monaten mit Menschen aus der weitgehend gelockdownten, stillgelegten Musikbranche.
Zuletzt ein Komponist moderner Musik aus Graz zum Thema „Beethoven verstehen und/oder Beethovens Musik verstehen?“
Entlang der Diskurse der letzten 300 Jahre zwischen den Vertretern der programmatischen Musik einerseits und denen der absoluten Musik andererseits.
Die fast schon ewige Frage: Haben Beethovens Instrumentalmusiken eine „außermusikalische“ Bedeutung oder haben sie keine solche.
Das Lager der absoluten Musik (Hanslick, Schönberg, Pfitzner, Schenker, Adorno) arbeitet in der Überzeugung, das Beethovensche Werk sei durch das dominierende nachwagnerianische „Beethoven-Bild“(!) dem Verstehen entzogen worden.
Welche Rolle spielt(e) Musik innerhalb der großen gesellschaftlichen Diskurse im 19. und 20. Jahrhundert.
Wie arbeitet beziehungsweise funktioniert Musik und warum wird etwas populär.
Zur Klärung bedarf es großer soziologischer Diskurse zu den bürgerlichen europäischen Institutionen, den Auftraggebern, den musikrhetorischen Überlieferungen und der zunehmenden Teilhabe von Amateuren sowie der Industrialisierung von Musik.
Ebenso braucht es die Einbeziehung sprachphilosophischer Diskurse (Stichwort: Nietzsche, Kierkegaard, Husserl, Saussure, Heidegger, de Man, Derrida) über die Eindeutigkeit und Mehrdeutigkeit von Wort und Musik.
Es geht also auch um unser Feld, das schon Kierkegaard im 19. Jahrhundert angerissen hatte, – um den Prozeß des Lesens (cf. bes. Paul de Man und Jacques Derrida) und die Beziehung zwischen Autor:in, Leser:in und Medium.
Die Bildung erfuhr eine beträchtliche Erweiterung nach 1830, besonders die musikalische Bildung. Allgemeinwissen und musikalische Kenntnisse entwickelten sich parallel.
Kierkegaard wollte in den Wiederholungsmustern das Bewußtsein verstehen lernen. Bewußtsein entsteht nach Kierkegaard durch widersprüchliche Beziehungen zwischen einer sogenannten Idealsphäre und der externen(!) Realität, die im Bewußtsein aufeinander prallten.
Daraus entstünde die Erfahrung von Wiederholung, die zur Voraussetzung hätte, daß das Ereignis in der Wirklichkeit(!) schon einmal in Erscheinung getreten sein mußte.
Beachten Sie, Kierkegaard spricht ohne Freud!
Wiederholung mache den Menschen glücklich, so Kierkegaard. Erinnerungmache sie unruhig.
Kierkegaard weiß aber fast schon freudianisch, daß es reine Wiederholung nicht geben könne.
In der psychoanalytischen Literatur wird der Begriff der Wiederholung, der Begriff des Wiederholungszwanges und insgesamt die diversen Wiederholungsphänomene problematisch und sehr divers diskutiert.
Auch in Freuds Schrift „Jenseits des Lustprinzips“ (1920) selbst.
Für uns hier gilt vorerst ganz allgemein: Wiederholungsphänomene zum Nutzen des Ichs sind Abarbeitungsmechanismen, deren Aufgabe es ist, Spannungen zu lösen, indem sie die inneren(!) Bedingungen ändern
(cf. Bibring, E.: The conception of the repetition compulsion).
Diskurse, Analysen, Beschreibungen, Kritiken, Erklärungen fallen zwangsläufig immer unter die Rubrik „Kommentar“. Kommentare sind immer etwas Hinzugesetztes.
Sie versuchen, sich einer Sache, einem Ereignis, einer Institution, einer Handlung, kurz, einem Text in irgendeiner Gestalt und sei diese auch Musik, zu nähern.
Kommentare versuchen eine Aufhebung von etwas.
Diese mißlingt immer. Kommentare erzeugen eine Verschiebung, eine Verdrängung auch. Und sie verdecken mit der Zeit auch oft die Sache selbst.
Warum?!
Der „Kommentar“ beschränkt das offene semantische Spiel mit den Mitteln der Identität, der Wiederholung und der Versuchung der Repräsentation des Gleichen. Er macht sich dadurch zum Mechanismus einer Kontrolle und einer Ordnung, indem er den Diskurs beschränkt, eingrenzt und Eindeutigkeit herzustellen versucht.
Eine Übersetzung ist niemals eine Er – setzung ! Eine jede Setzung ist schon eine Über-Setzung von Gedachtem und Ungedachtem. Eine Übersetzung verändert den Ort, verschiebt und wechselt und ist somit immer ein anderer Text.
Nur ein ungefähres Signifikat kann so hinüber(!) gerettet werden.
Jede Lektüre
( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden!
Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden.
Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! )
muß erst eine signifikante Struktur produzieren.
Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte.
Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von DiskurspartizipantInnen „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“ – beziehungsweise Verständnis – Grund!
Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim)
Der Kommentar setzt den Autor als oberstes Prinzip der Diskursordnung (vg. M. Foucault, Ordnung des Diskurses) und generiert sich seine Autoritäten.
„Wir“(!) vertreten die Aufgabe der disseminalen kritischen Kommunikation als offener Text einer Schrift, entlaufend der Exegese und der Re-präsentation des Kommentars.
Die Aufgabe ist auch so auszudrücken, „die Rede zuerst ebensogut und dann besser zu verstehen als ihr Urheber“ (Schleiermacher, Hermeneutik und Kritik, S. 94).
Als einzig zu akzeptierende Kritik gilt uns die permanent kritische Kritik, d. h. eine permanent dekonstruierende Kritik, deren Gegenstand das Schreibbare des Textes, eines sich permanent multiplizierenden Textes, ist.
„Ein Signifikant ist von Anfang an die Möglichkeit seiner eigenen Wiederholung, seines eigenen Abbildes oder seiner Ähnlichkeit mit sich selbst. Das ist die Bedingung seiner Idealität.
Was ihn als Signifikant ausweist und ihm als solchem seine Funktion gibt und ihn auf ein Signifikat bezieht, kann aus denselben Gründen niemals eine ‚einzigartige und besondere Wirklichkeit‘ sein.
Von dem Augenblick an, wo das Zeichen in Erscheinung tritt, das heißt seit je, besteht keine Möglichkeit, die reine ‚Wirklichkeit‘, ‚Einzigartigkeit‘, und ‚Besonderheit‘ ausfindig zu machen.“ (Derrida, Grammatologie, S. 165)
Die Autorität des Logos, des Kommentars, die Herrschaft der ursprungsvernagelten Interpretation von Schrift ist seit geraumer Zeit der kritischen Kritik der Dekonstruktion ausgesetzt und somit die Chance der Demokratie im Kommen (Derrida) .
All das verweist auf eine radikale Möglichkeit, die von keiner Einzelwissenschaft und keiner abstrakten Disziplin gedacht werden kann (Derrida, Grammatologie, 168f.).
Die Intertextualität und die ihr zugrundeliegende Multiplizität der Codes ist grundsatzmäßig unbegrenzt und unbegrenzbar. Die erwachsenden Dekonstruktionstextualitäten und deren Konnotationstextur sind von keinem Kontext einschließbar oder gar determinierbar.
Praxis der d i f f é r a n c e ! ! !
Eines gilt für Beethovens Musik ganz klar: Beethovens Musik lieferte einen Rahmen für die erfahrene Vergangenheit (oder was man/frau jeweils für eine solche hält!), für ästhetische Wiederholung, subjektive Eindrücke, gebildetes Vorstellungsvermögen und ihre Assoziationen und deren außermusikalische Bedeutungsebenen.
Ob die letzten Jahrzehnte an Forschung uns näher an Beethoven im Sinne Nietzsches heranbringen konnten, sei dahingestellt.
Eines ist auch klar, neue zukünftige Hörergenerationen sollten zwischen dem historischen Beethoven und der überlieferten(!) Rezeption zu unterscheiden lernen. Und das bedeutet: lesen lesen lesen!
Die verschiedenen Lesarten sind der Musik selbst(!) inhärent geworden(!).
InterpretInnen und KomponistInnen mögen sich erlesen(!) und gleichzeitig nicht hinter wissenschaftlicher und philosophischer Literatur verstecken.
Jede(r) möge selber deuten, sich inspirieren und leidenschaftlich faszinieren und fasziniert sein.
Es ist ein sehr langer Weg hin zur Appropriation dessen, was wir unsere eigene Geschichte zu nennen pflegen.
Haben Sie Mut zur je adäquaten Aneignung. Mut zur Dekonstruktion.
P.s.:
Als leidenschaftlicher Hörer mit akustisch gebildetem Gehör und sensiblen Sinnen überhaupt und vor allem als Leser ( ! siehe oben ! ) erlauben Sie mir, Ihnen hier zum vorläufigen Ende meiner paar wenigen Gedächtnis-Protokollzeilen zu einigen philosophischen Praterspaziergängen mit GästInnen im Zusammenhang mit unserer Grammatologischen Philosophischen Praxis in Wien einen interessanten Literaturtipp zum Thema Musik und Beethoven zu übermitteln:
Leon Botstein: Das Gedächtnis der Moderne. Von Beethoven zu Berg. Wien, Zsolnay Verlag, 2013 (ÜS aus dem Englischen von Sven Hiemke)
Pp.s.:
Da ich nicht immer alles wiederholen kann, was meine/unsere Philosophie als Philosophische Praxis der Dekonstruktion ausmacht, bleibt mir nur immer wieder in gewissen Zeit-/Raum-Rhythmen des Schreibens auf unsere anderen Schriften, Publikationen, Postings hinzuweisen, insbesonders auch auf unseren Blog-Teaser und unseren Blog-Footer im Blogspot-Blog 2014 ff.
Mit der Aufforderung und der freundlichen Einladung zu einer Lektüre vor und nach einer Praxisstunde oder auch anstatt einer solchen.
Lektüre ist ein Fest des Verstandes, laut Hegel besser des Geistes.
Unser Verstand ist analog zum Alpinisten ein Kletterer in unwegsamem Gelände von Texttopographien. Welt Text Ge-dicht. Ein Abenteuer des Lesens.
Abenteuer Philosophische Praxis!
in English:
It is a fact – concert music and opera have become (in contrast to the 19th century) a rather peripheral matter of political life today.
No streaming platforms, no YouTube and no Internet help here either. We need to deepen the horizon of the musical experience if we want to talk about music and music history as a social history and thus think about it.
We must open up access to ways of listening that are located in history and in the respective culture beyond music. We must make the political, social and philosophical implications of music visible. Music is not an independent closed circuit of aesthetic phenomena and its stylistic characteristics, instrumentation, arrangements, performance practices etc. are not independent of other social force fields of the past and present.
In particular, the economies, the media and the ever-present techniques, including their culturalisation between the power blocks of politics, capitalism, state, society, mediatisation, science, religion, class society, power relations and the state of industrialisation.
Using Vienna as an example, Western musical culture from the Baroque to modern and post-modern times – from Haydn and Mozart in the mid-18th century to Schönberg, Krenek and Berg in the first half of the 20th century, to Clemens Gadenstätter, Bernhard Lang, Olga Neuwirth and many others in the second half of the 20th century and the first two decades of the 21st century – shows us a very rare opportunity for our thinking to access our European and Austrian past via musical creation, and especially the self-image of today’s Vienna.
The arts bear witness to us and our best values for freedom and sociality as well as the possibility of growing beyond ourselves. Sounds today are quotations, clichés, semantic objects, not mere series of structurable parameters. The extreme case today is the recontextualisation of often only minimal change into a „new“ work. Almost a real readymade.
Particularly frequent is the transformation from other media into the music and the playing of different soundtracks by means of various machines (Miles Davis already played revolutionary in his 1969 album „Bitches Brew“, called Fusion Jazz, before him also Frank Zappa, influences from Woodstock to Stockhausen were mentioned as decisive for this). Sampling and other similar digital techniques spread all over the globe, only the concert halls are largely unimpressed by them. This is also a major reason for the marginalisation of these traditional music businesses. The sailing ships among today’s high-tech boats. Cage as father figure of all these developments.
Collage, bricolage, assemblage, remix, sampling, patch-work, mash-up, intertextuality, texture … The Internet, collage, the art of the future and the art of the present. Availability of the audio archives of the world. Democracy as a pre-condition. Postmodernism, the possibility of participation for all.
Art and enlightenment, the intellectual light of the world.The deconstruction of Derrida. But still caught up in the Beethoven Year! The Beethoven Year 2020 and its waves led (one might almost say thanks to Corona!) some music connoisseurs and even music specialists into a philosophical practice like ours.
Covid 19 allowed and still allows for little in the way of culture and art.Hardly an appearance in front of people was possible this year on the stages of this world. The philosophical practice outdoor (e.g. philosophical health walks in the Prater under observance of the rules of distance make nevertheless so many interesting discussions possible along the main avenue of the Viennese Prater) makes some exciting and challenging discussions possible for us in the days, weeks, months with humans from the to a large extent lured, shut down music industry. Most recently a composer of modern music from Graz on the topic „Understanding Beethoven and/or understanding Beethoven’s music?
Along the discourses of the last 300 years between the representatives of programmatic music on the one hand and those of absolute music on the other.The almost eternal question: Do Beethoven’s instrumental music have an „extra-musical“ meaning or do they have no such meaning? The group of absolute music (Hanslick, Schönberg, Pfitzner, Schenker, Adorno) works in the conviction that Beethoven’s work has been withdrawn from understanding by the dominant post-Wagnerian „Beethoven image“(!). What role(s) does music play within the great social discourses of the 19th and 20th centuries.
How does music work and why does it become popular? For clarification, a large sociological discourse on the bourgeois European institutions, the clients, the musical rhetorical traditions and the increasing participation of amateurs as well as the industrialization of music is needed.
Likewise, there is a need to include discourses on the philosophy of language (keywords: Nietzsche, Kierkegaard, Husserl, Saussure, Heidegger, de Man, Derrida) on the unambiguity and ambiguity of word and music. It is thus also about our field, which Kierkegaard had already touched on in the 19th century – about the process of reading (cf. especially Paul de Man and Jacques Derrida) and the relationship between author, reader and medium.
Education expanded considerably after 1830, especially musical education. General knowledge and musical knowledge developed in parallel.Kierkegaard wanted to learn to understand consciousness through patterns of repetition.
According to Kierkegaard, consciousness arises from contradictory relationships between a so-called ideal sphere and the external(!) reality, which collided in consciousness. This would result in the experience of repetition, which would require that the event must have already appeared once in reality(!). Note that Kierkegaard speaks without Freud! Repetition makes people happy, says Kierkegaard. Memory makes them restless.
But Kierkegaard knows almost Freudian that there can be no pure repetition. In the psychoanalytical literature, the concept of repetition, the concept of the compulsion to repeat, and in general the various phenomena of repetition are discussed problematically and in a very diverse way. Also in Freud’s writing „Beyond the pleasure principle“ (1920) itself.
For the time being, the following applies to us here in general: repetition phenomena for the benefit of the ego are working off mechanisms whose task it is to resolve tensions by changing the inner(!) conditions (cf. Bibring, E.: The conception of the repetition compulsion).
Discourses, analyses, descriptions, critiques, explanations inevitably always fall under the category „commentary„.
Comments are always something added. They try to approach a thing, an event, an institution, an action, in short, a text in any form, even if it is music. Comments try to suspend something. This always fails. Comments create a displacement, a repression as well. And with time they often cover up the thing itself. Why?! The „commentary“ limits the open semantic game with the means of identity, repetition and the temptation to represent the same.
In this way it makes itself a mechanism of control and order by restricting and delimiting discourse and trying to establish unambiguity. A translation is never a replacement ! Every setting is already a translation of the thought and the unthought. A translation changes the place, shifts and changes and is thus always a different text.Only an approximate signified can be saved over(!) this way.
Every reading
( even „conversations“ must be read!What has been heard has been heard and „read“ in the understanding activity of the mind.Read out! Selected! Sorted out! From the heard „reality“ heard and de-heard, inter-heard, realized, interlinked, speech-connected, inter-read, read together, collected, assembled, collected, doubled, set, productively read out! )
must first produce a significant structure.
There is no criterion for the identity of the meaning of an expression: the interpretation becomes in the scientific sense a matter of undecidability, which does not mean that one could and should not temporarily quasi-fix and evaluate it in a passagere consent of many readers. So-called „islands of understanding“ of temporary text configurations!
Understanding also in the sense of: a small or larger group of discourse participants „stands“(!) temporarily on temporarily secured „understanding“ – or understanding – ground! This reason for understanding, this „territory“ of limited (temporally and spatially) understanding, the image of temporary text configurations ( mise en abime, image within the image within the image…), „image“ for the metaphor of re-reflection, the image of the mirror without tinfoil, the image of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortions and performances, a mirror of originally unoriginal transformations, – a mirror that gives off the image (! ) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (See J. Derrida, La dissémination, p. 350 and passim)
The commentary sets the author as the supreme principle of the order of discourse (vg. M. Foucault, Ordnung des Diskurses) and generates its authorities.“We“(!) represent the task of disseminal critical communication as an open text of a writing, escaping exegesis and the re-presentation of the commentary.The task is also to be expressed in such a way that „the speech is first as good and then better understood as its author“ (Schleiermacher, Hermeneutik und Kritik, p. 94).
For us, the only critique to be accepted is the permanently critical critique, i.e. a permanently deconstructing critique whose object is the writable of the text, a permanently multiplying text. „A signifier is, from the outset, the possibility of its own repetition, its own image or its similarity to itself. This is the condition of its ideality. What identifies it as a signifier and as such gives it its function and relates it to a signified can never be a ‚unique and special reality‘ for the same reasons. From the moment the sign appears, that is, from ever since, there is no possibility of finding the pure ‚reality‘, ‚uniqueness‘, and ’specialness‘. (Derrida, Grammatology, p. 165, germ. ed.)
The authority of the Logos, the commentary, the dominion of the interpretation of scripture nailed to its origins has for some time been exposed to the critical criticism of deconstruction and thus the chance of democracy in the coming (Derrida). All this points to a radical possibility that cannot be thought of by any single science or abstract discipline (Derrida, Grammatologie, 168f., german edition).
Intertextuality and the underlying multiplicity of codes is in principle unlimited and cannot be limited.The resulting deconstructive textualities and their connotation texture cannot be included or even determined by any context.
Practice of d i f f é r a n c e ! ! !
One thing is clearly true of Beethoven’s music: Beethoven’s music provided a framework for the experienced past (or what one might think of as such!), for aesthetic repetition, subjective impressions, educated imagination and its associations and their extra-musical levels of meaning.
Whether the last decades of research have been able to bring us closer to Beethoven in Nietzsche’s sense remains to be seen. One thing is also clear: new future generations of listeners should learn to distinguish between historical Beethoven and the traditional (!) reception. And that means: read read read read!
The different ways of reading have become inherent in the music itself(!). Performers and composers should be knowledgeable(!) and at the same time not hide behind scientific and philosophical literature.
Each one may interpret, inspire and be passionately fascinating and intrigued.
It is a very long way to the appropriation of what we call our own history.
Have the courage to ever adequately appropriate appropriation. Have the courage to deconstruct.
P.s:
As a passionate listener with an acoustically formed ear and sensitive senses in general, and especially as a reader ( ! see above ! ), allow me, at the provisional end of my few lines of memoir on some philosophical Prater walks with guests in connection with our grammatological philosophical practice in Vienna, to give you an interesting literature tip on music and Beethoven:
Leon Botstein: The Memory of Modernism. From Beethoven to Berg. Vienna, Zsolnay Verlag, 2013 (translated from English by Sven Hiemke)
Adventure Philosophy! JEDES JAHR EIN JUBILÄUM / JEDES JAHR BEWUSST LEBEN …………… Abenteuer Philosophie ……. Abenteuer Leben !!!
……………………………………… Grammatologische Praxis, Philosophische Praxis, Philosophie, was ist Philosophie?, das Verstehen, das Begehren, Verknotung, Knoten von Leben und Schrift u. von Leben als Schrift, Semiologie wird zur Grammatologie, Philosophie als Wissenschaft, differ/a/nce, Sokratismus als Verdummung, Theoria als höchste Form der Praxis. ……………………………………………….
Die Schrift (vgl. Teaser), die Sprache, der Satz, das Wort. Jeder Satz ist ein Sprung!
Persönliche Geschichte und Allgemeingeschichte; Sprache Bewußtsein Unbewußtes; was hat das mit der Allgemeingeschichte, der Erfahrung, der Phänomenologie (z. B. die von Merleau-Ponty), dem Begehren (z.B. Freud, z.B. Lacan, z. B. Melanie Klein), der Bearbeitung, der Wirklichkeit, der „psychischen Realität“ (Freud) zu tun (?!) ……………………………………………………..
……………………………………………………………………. ich versuche darzulegen, warum ich Anfragen nach Vorträgen, Seminaren oder Diskussionen permanent und beharrlich (fast) verneinend beantworte; meine grammatologische philosophische Praxis bedingt Dekonstruktion. ………………………………………………………………………………………………………………………………………… Und diese bedingt Rücksichtslosigkeit und Unabhängigkeit und höchste Aufmerksamkeit ! …………………………………………………………………………………………………………………………………………………..Zu einem Menschen, dem man zuhören können möchte und dessen Worte man wahrnehmen können möchte, in aller Offenheit, zu einem solchen Menschen sollte man eine Liebe, eine Leidenschaft, wenigstens aber eine Zuneigung entwickeln wollen und können.
Dabei sollte der Körper nicht nur nicht ignoriert werden, sondern offenen Blickes wahr und für wert genommen werden, – in aller Gebrechlichkeit, Fragilität und Verletzlichkeit ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..Körper bedeutet auch Stimme, Farbe der Stimme, Tonfall, Rhythmus, Tempo, Gestus, Bewegung, Gesicht, Augen, Blicke, Ausdruck etc. ……………………………………………………. der Körper ist etwas Schönes, – …………… …………………………………………………….
(die Kunst zeigt uns den Körper, traditionelle Stammeskulturen in Afrika, Australien und Amerika ebenfalls; man hat Lust am Körper als Text und “beschreibt” ihn auch oftmals mittels Tattoos), ……………………………………………………., – heute
und in früheren Kulturen. …………………………………………………….
Der Körper ist die Grundlage für jede Strukturalität gelingender intellektueller Intimität einer jeden philosophischen Praxis als Gespräch.
PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA
P.s.:
Since I cannot always repeat everything that makes up my/our philosophy as a philosophical practice of deconstruction, it only remains for me to repeatedly refer to our other writings, publications, postings in certain time/space rhythms of writing, especially to our blog teaser and our blog footer ( cf. blogspot-blog 2014 ff.).
With the call and the friendly invitation to read before and after a practical lesson or even instead of one. Reading is a celebration of the mind, according to Hegel better of the ghost/mind spirit. Our mind, analogous to the alpinist, is a climber in the impassable terrain of text topographies.
World Text Poem. An adventure of reading.
Adventure Philosophical Practice!
At the same time we think the impossible and that (this >at the same time<) is the impossible! (Derrida, Donner le temps I)
Philosophie der Gegenwart Philosophie im 21. Jahrhundert
Philosophische Praxis ….. rund um die Welt ….. rund um die Uhr
Philosophical Practice ….. around the world ….. around the clock
PHILOSOPHIZING IN THE 21ST CENTURY
The legacy of Greek philosophy is the incessant process of universalization. Hence the universalization of human rights, the expansion and thus the liberation of ethnic, political, cultural and linguistic borders.
Greek philosophy and its legacy as European thought is a thinking of the critical critique of reason, of displacement, indeed of identity dislocation as a kind of change of consciousness, of transformation and of temporary uprooting and redesign.
The design or the possibility – first the mental possibility of a new design of one’s own (!) self.
The European descent of philosophy as overcoming this European and Eurocentric limitation. The liberation also from European centrism. The constant development of universalization as liberation and self-break. This is the contradiction of Europe itself. Europe and universalization as the deconstruction of one’s own restriction, of one’s own restriction, of colonization and imperialization – also of economic imperialization.
The heritage of Greek philosophy a universalization. The heritage of Greek philosophy a liberation from constraints and limitations of cultural, political, ethnic, sexual and linguistic nature(!). Infinite perfection, for example, and above all the infinite perfection of the human rights.
And finally …
As in the newer music since Cage, Stockhausen and others, silence, pauses, noises, gestures are just as important as what you hear and what you (supposedly?) hear. The oh so important pauses, holes, crumbling of the unheard and the unsaid, over which the said, thought, heard jumps incessantly (unfortunately incessantly!).
Every sentence a jump!
Common thinking jumps in the usual rhythm of index words generated by repetition, unreflected repetition. What can unfold in the process is more likely to be the least possible.
Let us try to hold against it by taking the trouble to work behind it. Our PPs. Our philosophical practices and their practicings. I salute you. Stay cool and considerate.
With kind regards, – Gerhard Kaučić (Dr. phil., age 66, born 1959) Djay PhilPrax, operator and head of a philosophical practice since 1989 here in Vienna and almost everywhere else in and around the world.
The Political Body and the Other
contemporary philosophy
Body Philosophy
body philosophy
Let’s not forget! ! !
Psychoanalysis ! ! !
Let’s not forget –
Jacques Derrida! ! !
Recently deepening continuing:
How would it be to philosophize in such a mixture of situations in the age of social media – tempi, in times of internet reading and in times of accelerated exchange of information?
Plato, Aristotle, Rousseau, Descartes, Leibniz, Kant, Hegel were encyclopaedic intellectuals and they all corresponded and reflected with the sciences and the justifications of their time. This is very often no longer the case today.
I think we philosophers should at least be firm in the disciplines of history, linguistics, political science, literature and psychoanalysis.
The deeper that goes in the singular, the better and the more chance there is of creativity and invention. Fiction and invention can lead to inscription, to intervention. One must try, at least try.
Shuttle-finding between these disciplines and philosophy could always open up the possibility of philosophizingly entering New Terrain, perhaps even opening it up.
In Heidegger’s example we can see where it led him – keyword „black booklets“ – to leave the political sciences out of the equation / field.
Heidegger is an interesting thinker in the language of metaphysics, but this led him into the political desert of the non-thinking of the political up to the point of excluding the other. He seemed to know who >we< are and who and what is the people that „we“ are.
The killer as a political baby. Democracy was an horror to him.
In psychosis, the father function is reduced to the image of the father.
The symbolic is reduced to the imaginary. Under certain real conditions man lives his dream as madness put into action,- he follows his father’s picture puzzle. His Rebus remains closed to him. He does not know distance to himself.
He does not recognize a real self in relation to the other. Relational shifts. Condemnations. Delusions of grandeur. I/ICH as God! Imagination / Phantasma as an unshakeable necessity of a self.
Trumputinism. HeideggerHitlerism.
Lacan’s theorem of the Borromean knot!
The three rings of the knot represent the three orders.
The real, the symbolic, the imaginary.
These three connected rings separate from each other in psychosis. Worlds open up. Insanity in personam. Autocratic to fascist „big politicians“! Autocracy. Fascism. Death. Horribility.
Constitutions are only good if they can help prevent the emergence of (megalomaniac) politicians as psychotics in state leadership positions.
Towards the end! Inclined!
Sentences that mean the world!
Sentences that interpret the truth!
What the philosophical practice wants and can do – in search of the true life, „the true life“.
Principles! Truth theorems! A statement of truth!
Our use and setting of words must interrupt, shift, cross these discourse formations of word trust, of belief in consciousness.
Thus an immediate rises directly in the midst of deconstruction.
Directly from the signature. From the posteriority and its trace. From the „how“ of the mediation itself ! From the text itself!
Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben
Gegenwartsphilosophie
Adventure Philosophy!
Philosophische Praxis
Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer
Gerhard Anna Cončić-Kaučić (geboren 1959, Schriftsteller:in – Wiener Postmoderne – Dekonstruktion – Wien – Vertreter:in der Wiener Spielart der Dekonstruktion im Sinn Jacques Derridas)
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden. „Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt. Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttel nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.
Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns
……. THE SET …….. THE LEAVING OF THE BOOK …….. !?
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/
Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte
Die Sprache, das Sprechen, das Unbewußte (Ubw)
Der Satz und die Philosophie
Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nurunter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at
If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at
Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world
Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion
Öffnungszeiten / Hours of opening: Mo – Do: 11 – 20 Uhr
Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement
Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…
…around the clock …around the world…
GESPRÄCHE sind EREIGNISSE als TEXT
cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )
Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsereCharakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –
For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –
Musik ist kein in sich geschlossenes autopoetisches Phänomen und nicht bloß eine Folge von selbstreferenziellen Stilen, die von all den anderen Aspekten des modernen Lebens unabhängig oder losgelöst gedacht und gehört werden könnte. Musik darf somit nie und nicht auf klangliche und stilistische Aspekte reduziert gedacht und aufgeführt werden.
Jede Art von Musik beruht auf einer vorgelagerten Musikkultur, bestehend aus den vorhandenen Techniken des Musizierens, den Technologien der Instrumentenindustrien, den Musikgeschichte(n), den gesellschaftlichen Herrschaftsformen (oftmalig verbunden und verbündet mit althergebrachten Gottesideologien) und deren Ritualen und Traditionen, den diversen Medien der Musikverbreitung und -besprechung, den Bildungsinstitutionen und deren Ideologien im generationellen Wandel der Zeiten/Epochen und den politgeographischen Räumen.
Musikalische Erfahrung entsteht in den Implikationen und Relationen der Geräusche der Welt, implementiert weit vor und jenseits aller komponierten Klangwelten, die wir dann im Laufe der Zeitläufte als Musik wahrnehmen und als solche deklarieren. Inkludierend alles vom Verkehrslärm bis zu Kriegsgeräuschen (cf. Schweikhardt, Ivanceanu, KKK Kunst.Klang.Krieg, Wien, Passagen Verlag), manchmal in Hubschraubersinfonien (Karlheinz Stockhausen, Helikopter-Streichquartett) endend.
Die musikalische Kultur Wiens zum Beispiel ist ein Teil unserer Vergangenheitsvorstellungen als turbulente und opulente Mischung aus lokalen, nationalen und global-mondialistischen Einflüssen, Affizierungen, Einschreibungen, Vorstellungen, Deutungen, Projektionen, Identifizierungen, Verwerfungen grammatologischerNatur (cf. dazu unsere Postings zu „Grammatologie“, „différance“, „Affizierung“, „Dekonstruktion“, „Beethovens Musik“ und „Ästhetische Erfahrung Radphilosophie Freiheitserfahrung Grenzerfahrung(en)“ sowie unseren Teaser und unseren Footer zu unserem Blogspot-Blog 2014 ff.!).
Die europäische Idee wäre davon ein gewichtiger, aber nicht einziger Punkt in diesem nichtlinearen Raumprogramm dessen, was wir hier Musikalische Erfahrung nennen wollen.
Die vielen Diskussionen und Publikationen zur sogenannten „reinen“ musikalischen Vorstellung der jeweiligen KomponistInnen, die Frage nach der „absoluten“ Musik (man vergleiche nur etwa Schönberg oder Adorno zu diesem „Punkt“ einer „Linie“ im musikalischen „Raum“), die Frage nach einer „außermusikalischen“ Bedeutung musikalischer Werke, die schon so lange und schon so oft gestellt worden war (z. B. Wagner u.v.a.), – in welchen Denkraum könnte uns all das Gehörte, Gesprochene, Geschriebene und all das Medialisierte und Mediatisierte ver/führen!?
Was macht Musikalische Erfahrung aus? Hat Musik etwas mit Lesen (vgl. unser Posting zu „Beethoven“) zu tun. Mit Unlesbarkeit. Illisibilität. Denken Sie hier an Kierkegaard, aber nicht nur an ihn. Denken Sie an Derrida. Jacques Derrida. Lesen Sie unsere Postings dazu und unseren Blog-Teaser!
Kierkegaard dachte über den Prozeß des Lesens und die Beziehung zwischen Autor und Leser nach und all dies im 19. Jahrhundert. In einem Jahrhundert, in dem sich musikalische Bildung zunehmend verbreitete und allgemeine Bildung schnell als politisch subversiv eingestuft wurde, entstand zunehmend mehr Augenmerk auf die Parallelen zwischen Bildung und Hören. Das Konstrukt der Wiederholung( vgl. unser Posting zu „Beethoven“) rutschte immer mehr ins Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit (cf. Liszt, Kierkegaard, Nietzsche u.a.), besonders die Illusion der Wiederholung (!) in der Musik.
Kierkegaard führte in seinen Journalen näher aus, was ihn an dem Phänomen der Wiederholung am meisten interessierte, – das Bewußtsein zu verstehen! Genauer, die Erfahrung von Wiederholung, da ja das Bewußtsein von Wiederholung voraussetzt, daß dieses Ereignis in der Wirklichkeit schon einmal mindestens stattgehabt haben muß.
Kierkegaard behauptete sogar, daß Wiederholung den Menschen glücklich macht, wiewohl er sich darüber sehr bewußt war, daß es die reine Wiederholung nicht geben könne (vgl. unser Posting im Blogspot-Blog zu Beethoven zum Komplex der „Wiederholung“).
Musikhörer:innen waren und sind auch Leser:innen von alphabetisch verfaßten Texten, von Literatur im literarischen Sinn (gibt es diesen?) und von Literatur aller möglichen Kultur- und Wissenschaftsdisziplinen. Hörerwartungen von Musikhörer:innen leiten sich zu einem Gutteil von literarischen Erfahrungen ab. Besonders von Dichtung (!). Barabara Naumann hat dazu ausführlich gearbeitet.
Musik kann die Prämissen liefern für erfahrene Vergangenheit. Für ästhetische und aisthetische Wiederholung.
Sind musikalische Erfahrungen, so sie reflektiert sind, Texte?
Texte ähnlich literarischen Texten oder besser ähnlich Texten in alphabetischer Schrift?
Was ein (literarischer) Text sagt, steht nie nur für das Bedeutete oder gar das Bedeutende.
Was aber bedeutet es, das Figurative einer figurativen Aussage zu interpretieren? Was bedeutet Interpretieren? Derrida näher zu kommen, hieße ihn, den Namen Derrida markieren.
Der grammatologische Raum gestaltet sich durch Marken/Markierungen, deren vermeintlich oder temporär betrachtet, kleinste Einheit das Gramma bildet, die Linie und der Punkt einer Linie, der Punkt in einem Punkt und so weiter.
Die Schrift ersteht als eine nicht abschließbare Ordnung von Differenzen aus Grammata. Der jeweilige Text als Effekt der aus den Punkten sich gerierenden Linien und daraus der Grammata, der Marken und Markierungen zur je eigenwilligen Schrift (ob alphabetisch, genetisch, neuronal, verbal, tonal, visuell, haptisch oder sonstwie) und deren Schauplatz (Freud, Derrida, „Dekonstruktion des Logozentrismus“).
Interpretieren setzt das Lesen voraus. Paul de Man setzt Lesen als Metapher der Totalisierung sämtlicher Erfahrungsbereiche, dessen metaphorische Struktur, – heißt deren sich immer weiter übertragenden Struktureinheiten (und sei es nur um ein Pünktchen in einer Attosekunde),- unaufhörlich und unabschließbar von Figuren der Kontingenz entstellt werden kann und werden wird bis selbst hin zur Zerstörung, dann muß so gesehen jeder Text, der sich auf ein Lesen bezieht, seine Kontexte und schließlich sogar sein „eigenes“ Thema so weit verschieben, daß er schließlich der Unlesbarkeit anheim fallen muß und einer neuen Decodierung unterworfen werden wird.
Der Text der Lektüre und der diversen Interpretationen ist somit eine Allegorie der Unverständlichkeit (P. de Man) sowohl des Textes der Lektüre als auch selbst des Aktes der Lektüre. Lesen ist eine Allegorie der Unlesbarkeit, der Illisibilität (R. Barthes). Das Lesen als Notwendigkeit und mit dem Wissen um die Aporie zwischen Lesbarkeitsversuchen und -versuchungen und der Unlesbarkeit oder Interpretation als Kommunikationsnotwendigkeit in der Demokratie und die temporär erkennbare Inkommunikabilität.
Musikalische Erfahrung kann die Aporie der Unlesbarkeit und eventuell daraus erstehende Ideologien ins „Licht“ der Freiheit (Beethoven?) verführen oder aber auch ins Abgründige (Wagner?) der Ungerechtigkeit, der Unwissenheit, der Unmenschlichkeit drängen und zwingen.
Literarische, architektonische, musikalische, politische und zahllose andere Schreibverfahren ähneln in vielen Bereichen einander und sind doch oft radikal divers.
Iannis Xenakis‘ Partituren und die daraus resultierenden, sich oftmals verformenden Klangbilder vergleicht der Komponist selbst mit Wolken und Galaxien und bezeichnet sie als „Stochastische Musik“.
Peter Eisenman’s deconstructivism rechnet mit Aura und Exzeß als Aporienüberschreitung zwischen Planung und Realisierung der Planung.
Hans Wollschlägers Herzgewächse-Text vergreift sich an der Tiefenstruktur von Sprache als Musik.
Jacques Derrida dekonstruiert in der Postkarte ( Die Postkarte von Sokrates bis an Freud und jenseits) und in Glas die Grenzgänge des Denkbaren (bei Freud) und des Undenkbaren (bei Hegel) und verweist damit auf die Allegorie der Unlesbarkeit als temporäre Inkommunikabilität.
Sprache und Musik sind niemals gesellschaftlich zuende strukturiert.
Recht und Vernunft bilden da keine geeigneten Kategorien des Umgangs. Die Kunst ist frei, heißt es. Die performative Gewalt von Sprache und Musik oder von Sprache als Musik und von Musik als Sprache ist überwiegend eine Gewalt der Ideologisierung.
Kommunikationseffekte gibt es. Deren Erkenntnisimmanenz darf aber in jedem Fall immer nur hypothetisch und mit Vorbehalt entgegen genommen werden. Dann läßt sich eine einigermaßen geglückte Kommunikation als solche erkennen. Unterstellt man hingegen von vorneherein identische Bedeutungszuschreibungen von etwas, wird man zum ersten Krieger von Konsensideologien. Man wird somit zum Vereinssprecher sogenannter erpreßter Versöhnungen, wie das Adorno zu nennen pflegte.
„Die Erfahrung der Unlesbarkeit ist die der Alteration des Lesens – im Lesen. Lesen ist eine Figur und eine Praxis, die die Aporie von Verständigung und Unverständlichkeit aufzulösen versucht.“ (W. Hamacher, Unlesbarkeit)
Jede Lektüre
(auch „Gespräche“ müssen gelesen werden!
Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden.
Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! )
muß erst eine signifikante Struktur produzieren.
Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte.
Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von DiskurspartizipantInnen „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“ – beziehungsweise Verständnis – Grund!
Musik hören. Eine Praxis der Erfahrung.
Musikalische Erfahrung. Hören Sie. Erhören Sie die Musik und sehen Sie, lesen Sie die vielen interagierenden Punkte, das Netz, das Muster, die Grafik der Tonfolgen, der lauten Klänge, der leisen Klänge, der Höhen und Tiefen, der Kürzen und der Längen, der Rhythmen, der Beats, der Stimmen, der Geräusche, der Mikrotonalität, der Obertonakkorde (bis zum Wyschnegradsky), deren Markierungen, die Komplexität, die Zeitebenen, die Zeitdauern, die Wahrheitskonstrukte, die jeweilige Neuartigkeit der temporär auftauchenden, sich zeigenden und gleich wieder verschallenden Komplexitäten, Kombinationen, Überraschungen, Übertreibungen, Fragmentierungen und/als die Spurungen des Aufeinanderbezogenseins unterschiedener Elemente in der je temporär musikalischen Erscheinung als solche.
Lesen Sie die Klangfolgen, die Klangwelten. Von Bach, Beethoven, Schönberg (2024, 150ster Geburtstag, P.s. siehe FußnoteY), Cage und darüberhinaus. Von Liszt, Strauss, Charles Ives, Berg bis Stockhausen, Holger Czukay, Jimy Hendrix, Miles Davis, Carla Bley (verstorben am 22. 10. 2023, notierte ihre Musik oft grafisch!), Laurie Anderson, Luigi Nono, Steve Reich, Bernd Alois Zimmermann, Luciano Berio, Wolfgang Rihm, Helmut Lachenmann, La Monte Young, Ryoji Ikeda („Die Töne leben in deinem Ohr, …, bevölkern deinen Körper, …, eine Musik für Körper, bis an die Grenze gedacht, nicht für Subjekte.“ Diedrich Diederichsen, – in: Musikzimmer, Die Ortung der Ohren 8, Ryoji Ikeda, dumb type, John Cage, La Monte Young, Köln 2005, Verlag Kiepenheuer & Witsch, S. 53-56), Björk, Philip Glass, Kaija Saariah (verstorben am 02.06. 2023), Mars Williams (verstorben am 20. Nov. 2023), Jean-Baptiste Barrière, John Zorn, J Dilla (James Dewitt Yancey, auch Jay Dee genannt, 1974 – 2006, auch großer Einfluss insbesondere auf Jazzmusiker), Heiner Goebbels, Christian Muthspiel, Georg Friedrich Haas, Bernhard Lang, Beat Furrer, Elisabeth Schimana, Rebecca Saunders, Olga Neuwirth, Clemens Gadenstätter, Wolfgang Muthspiel, Wolfgang Mitterer, Maria Gstättner (geb. 1977), Peter Jakober (geb. 1977), Julia Holter (geb. 1984), Arca (Alejandra Ghersi Rodriguez, geb. 1989), Mitski Miyawaki (geboren 1990) u. a. und darüber hinaus.
Fußnote Y, P.s.:
[ Inwiefern spricht Schönberg von sich als „Freitöner“ und nicht von „Atonalität “ beziehungsweise Zwölftöner?
Schönberg lehnt den Kampf-Begriff „Atonalität“ ab, – er spricht von sich als einem „Freitöner“!
Arnold Schönberg bezeichnet sich selbst als “Freitöner”, um seine musikalische Aufgabe zu beschreiben. Dieser Begriff steht im Zusammenhang mit der Entwicklung von der freien Atonalität zur Zwölftontechnik.
In der Phase der freien Atonalität, die Schönberg etwa ab 1907 praktizierte, bricht er mit den traditionellen tonalen Strukturen. Der Gegensatz zwischen Konsonanz und Dissonanz wird aufgehoben. Es entsteht ein Kontinuum von verschiedenen Klangfarben. Der Bezug auf einen Grundton wird aufgegeben. Töne und Klänge stehen in einer neuen nicht wiederholbaren Beziehung zueinander.
Schönberg führt die Zwölftontechnik ein, um die freie Atonalität in eine gebundene Form zu überführen. Bei dieser Technik basiert jede Partitur auf einer zwölfstufigen Reihe, die jeden Ton der temperierten Tonleiter einmal enthält. Die Auswahl und Anordnung dieser Reihe obliegt den KomponistInnen.
Durch die Zwölftontechnik entstanden neue Möglichkeiten der musikalischen Strukturierung und Schönberg beeinflusste damit maßgeblich diverseste Musiker:innen.
Insgesamt revolutionierte Schönberg die Musikwelt mit seiner radikalen Herangehensweise an die Tonalität und schuf damit einen neuen Zugang zur musikalischen Erfahrung als musikalischer Komplexitätserscheinung und der Lusteffekte des Hörens.
Der menschliche Körper erkennt sich als ein Körper der Lust und als ein Körper des Schmerzes (cf. Freud!,- mehr dazu siehe weiter unten in den Weiten und Längen unseres Postings beziehungsweise unserer Blogs/Weblogs)]
Ich zeichne mir diese musikalische Komplexitätserscheinung in meinem „inneren“ Auge auf und erfreue mich. Wehe, wehe, wenn das erhörte „gesehene“ Muster langweilig, weil allzubekannt. Dann verwandelt sich mein Lusteffekt des Hörens, des Genießens eines so noch nicht Gehörten, des Wahrnehmens, des Timings und der Vibrations in Schmerz der Unterforderung, der Langeweile, der Lustlosigkeit, ja der ungeliebten, unerfreulichen Deprimiertheit und ich verlasse die Schallgemeinden der ewig sich gleichenden Phonokraturen der großen Klangpaläste und Soundhütten dieser Welt und ihrer fast zahllosen Adepten.
Kant (Kritik der Urteilskraft) aufrufend sei angemerkt, daß die systematische Wiederholung der Klangempfindung Langeweile hervorruft und sogar zum Tod führen kann, – zum „taedium vitae“ (Lebensekel oder des Lebens überdrüssig), wie Seneca das nennt und was in der Psychoanalyse den Verlust oder die Verminderung der Lebensfreude bei deprimierenden Ereignissen und einem daraus erwachsenden depressiven Syndrom bedeutet.
M. McLuhan: „Unter dem Primat des Auditiven vergewissert sich der Mensch, Teil eines umfassenden Organismus, …, zu sein. Er sucht Zuflucht in einem auditiven Netz und nistet sich in eine magisch resonierende Welt simultaner Verbindungen des akustischen und oralen Raums ein.“ (Die Gutenberg Galaxis. Das Ende des Buchzeitalters, 34)
Das gilt im übrigen für alle sonstigen kulturellen Erscheinungsweisen, – ob Theater, ob Film, ob Politik, ob Wissenschaft, ob Architektur, ob Kunst, ob Literatur. Wir schätzen es ganz und gar nicht, deprimiert zu werden! Könnten wir doch als Folgewirkung von gehäuft auftretender Deprimiertheit sogar depressiv gemacht werden.
Wer sollte es uns gegenüber verantworten können, stürben wir infolgedessen früher als es unser Zufallwäre.
Allgemeine Geräusche der Welt sind mir dann lieb und lieber. Wind, Wasser, Wellen, Tierrufe in der Nacht. Liebesgeräusche der zufälligen Nachbarn auf einer Alm oder Berghütte. Stille.
Kann es Stille geben? („Es gibt keine Stille“. Cage). Sterne. Sonne. Der Freilauf meines Fahrrads.
Musikalische Erfahrung. Zwischen Minimalismus und Gigantomanie (vgl. Martin Vogel, Schönberg und die Folgen, Bd. 2, 1997, – darin u.a. zur großmogulischen Selbsterhöhung und Maßlosigkeit (!) Schönbergs, z. B. die Amsterdamer Aufführung von 1920 mit 750 Mitwirkenden!)
Politisches Bewußtsein. Des Politischen bewußt werden. Des Raumes gewahr werden. Die Zeit erspüren.
Der Schönheit des Komplexen anhängen und sich erfreuen der diversen Erkenntnislagen.
Erkenntnislagen erwachsend aus dem Heterophonen, dem Brüchigen, dem Bruchstückscheinhaften, dem Diskontinuierlichen, dem Widersinnlichen, dem Doppeltgedachten, dem Posttonalen, dem Geräuschhaften, dem Rauschhaften, dem Traumhaften, dem Netzhaften, dem Grammatologischen, dem dekonstruktiv Kritischen.
Auch des körperlichen Angeschlossenseins an Musik, Literatur, Philosophie, Welt, Politik, Ökonomie, Kunst, Wissenschaft, Kultur. Das All kennenlernen wollen. Die Welt der Musik. Von Lü-Buwe, den Pythagoräern, von Plato über Boethius bis zu Schönberg und Stockhausen und darüber hinaus.
Die Rhetorik des Universums als ewig gültige (!) Partitur?.
Auch und vor allem als A-Partitur. Analog zu denken zu Anarchiv.
[ Jedes Archiv im Sinne einer Veranlagung von etwas beruht auf dem Anarchivischen, dem nicht Archivierbaren (zum Beispiel der Raumklang in einem Konzertsaal), dem noch nicht Archivierten, ja vielleicht dem noch nicht einmal Objektivierten als Produziertes oder zumindest Produzierbares. Dieses Denken des Anarchivs und des Archivs zeitgleich beruht auf dem Denken Derridas in Bezug auf das, was er „Spur“ nennt. „Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ (J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82).
„Die Spur, in der sich das Verhältnis zum Anderen abzeichnet, drückt ihre Möglichkeit im ganzen Bereich des Seienden aus, welches die Metaphysik von der verborgenen Bewegung der Spur her als Anwesend-Seiendes bestimmt hat. Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken. …
Auch ist die Spur, von der wir sprechen, so wenig natürlich (sie ist nicht das Merkmal, das natürliche Zeichen oder das Indiz im Husserlschen Sinne) wie kulturell, so wenig physisch wie psychisch, so wenig biologisch wie geistig. Sie erst ermöglicht das Unmotiviert-werden des Zeichens und damit alle späteren Gegensätze zwischen der physis und ihrem Anderen. …
Die Unmotiviertheit der Spur muß von nun an als eine Tätigkeit und nicht als ein Zustand begriffen werden, als eine aktive Bewegung, als eine Ent-Motivierung und nicht als eine gegebene Struktur.
Als Wissenschaft von der Arbitrarität des Zeichens, Wissenschaft von der Unmotiviertheit der Spur, Wissenschaft von der Schrift ( vor der Rede und in der Rede ) würde die Grammatologie einen sehr umfassenden Bereich bedecken, von dem die Linguistik per abstractionem den ihr zustehenden Raum mit den Grenzen umgeben könnte, welche Saussure ihrem inneren System vorschrieb. Dieser Raum aber müßte für jedes Rede/Schrift-System, in der Welt und in der Geschichte, von neuem überprüft werden.“
Op. cit., Jacques Derrida: Grammatologie, S. 81-88 (engl. Version, p. 46-51; fr. Original, p. 68-74)
„ >>Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.<< Dieser grammatologische Imperativ gilt auch für Bilder: Es gilt, die Spuren vor den existierenden Bildern zu denken – genauer: die Spuren, die denjenigen Bildern, die wir sehen, vorausgehen. Mit einer Grammatologie der Bilder soll die Aufmerksamkeit auf die Spuren desjenigen gelenkt werden, was vor dem Bild liegt, auf das, was sich (noch) nicht in ikonischer oder piktorialer Gestalt – oder auch als Denkbild – darstellt oder in Erscheinung tritt: das Andere oder auch Unähnliche des Bildes.“
Op. cit., Sigrid Weigel: Grammatologie der Bilder. Berlin 2015 (Suhrkamp Tb Wi), S. 9
„Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ (J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82)
„The trace must be thought before the entity.“ (J. Derrida, op. cit., of Grammatology, p. 47)
„ Il faut penser la trace avant l’étant.“ ( Jacques Derrida, op. cit., DE LA GRAMMATOLOGIE, p. 69 )
Die Spur, in der sich das Verhältnis zum Anderen abzeichnet, drückt ihre Möglichkeit im ganzen Bereich des Seienden aus, welches die Metaphysik von der verborgenen Bewegung der Spur her als Anwesend-Seiendes bestimmt hat. Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken. … Op. cit., Jacques Derrida: Grammatologie, S. 81-88 (engl. Version, p. 46-51; fr. Original, p. 68-74)
Vergleichen Sie unseren Teaser (zum/im Blogspot-Blog) dazu.
Eine Partitur entsteht aus dem Dazwischensein. Zwischen Archiv, – also einem Archivierten von etwas, was noch nicht archiviert worden ist oder vielleicht auch nie archiviert werden könnte, – und dem Anarchiv, das, was dem Archivierten oder dem Archivierbaren entläuft oder sogar entgegenstünde, ein Nichtarchiviertes, vielleicht ein Nochnichtarchiviertes, das auch ein Dekonstruktivum sein könnte ].
Die Macht der Musik und die Dekonstruktion der Allmachtsphantasien der Mächtigen und der diversen Komponisten. Musikalische Erfahrung. Weit jenseits von allem Demokratischen.
Die maßlose Selbstermächtigung. Ob Wagner, ob Hauer, ob Ives ( Ives’ letztes, unvollendetes Projekt war die „Universe Symphony“, zu der erste Skizzen 1911–1915 entstanden, an der er aber 1927/1928 und bis drei Jahre vor seinem Tod ( gestorben 1954) weiterarbeitete.
Ives imaginierte eine Besetzung von 4 520 Musikern, die in 5–14 Gruppen aufzuteilen wären, – „Punkte“(!) auf einer Linie, — Thoreau, Natur, Metaphysik, Urgewalt, Universum, „astrale“ Musik, Größenwahn, Allmachtsphantasien, Urväter der Moderne, – „The Unanswered Question“ – kommt Ihnen das nicht allzubekannt vor (?), – Charles Ives gilt als der „Vater der modernen amerikanischen Musik“ ( der Größenwahn der Moderne!, das Ubw Freuds, – lesen Sie Klaus Theweleit dazu! ), die „Universe Symphony“ wird erst 1994 uraufgeführt, mit „nur“ 200 Musiker:innen in sieben Gruppen ), ob Mahler, ob Varèse, ob Schönberg, ob Stockhausen, ob Cage, ob Adorno und wie sie sonst noch alle heißen (werden).
Musikgeschichte schreiben heute. Musikkulturen.
Wie verbinde ich gesellschaftspolitische Relationen mit dem Ausdenken und Ausprobieren von Musik? Wie könnte ich heute Musikgeschichte schreiben? Musikgeschichte in all seinen/ihren Bedeutungen. Grammatologisch gedacht und gezeichnet,- weit über jede denkbare Form von Partitur hinausgehend! Was und wie kann der Beitrag für unser Bewußtsein und unsere Erfahrungen heute und morgen sein?
PPs im Jahr 2025. Herzlichen Dank. Wien.
Jede Lektüre( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden!
Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden.
Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! )
muß erst eine signifikante Struktur produzieren.
Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte.
Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von DiskurspartizipantInnen „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“ – beziehungsweise Verständnis – Grund!
Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim)
Der Kommentar setzt den Autor als oberstes Prinzip der Diskursordnung (vg. M. Foucault, Ordnung des Diskurses) und generiert sich seine Autoritäten.
„Wir“(!) vertreten die Aufgabe der disseminalen kritischen Kommunikation als offener Text einer Schrift, entlaufend der Exegese und der Re-präsentation des Kommentars.
Die Aufgabe ist auch so auszudrücken, „die Rede zuerst ebensogut und dann besser zu verstehen als ihr Urheber“ (Schleiermacher, Hermeneutik und Kritik, S. 94).
Als einzig zu akzeptierende Kritik gilt uns die permanent kritische Kritik, d. h. eine permanent dekonstruierende Kritik, deren Gegenstand das Schreibbare des Textes, eines sich permanent multiplizierenden Textes, ist.
„Ein Signifikant ist von Anfang an die Möglichkeit seiner eigenen Wiederholung, seines eigenen Abbildes oder seiner Ähnlichkeit mit sich selbst. Das ist die Bedingung seiner Idealität. Was ihn als Signifikant ausweist und ihm als solchem seine Funktion gibt und ihn auf ein Signifikat bezieht, kann aus denselben Gründen niemals eine ‚einzigartige und besondere Wirklichkeit‘ sein. Von dem Augenblick an, wo das Zeichen in Erscheinung tritt, das heißt seit je, besteht keine Möglichkeit, die reine ‚Wirklichkeit‘, ‚Einzigartigkeit‘, und ‚Besonderheit‘ ausfindig zu machen.“ (Derrida, Grammatologie, S. 165)
Die Autorität des Logos, des Kommentars, die Herrschaft der ursprungsvernagelten Interpretation von Schrift ist seit geraumer Zeit der kritischen Kritik der Dekonstruktion ausgesetzt und somit die Chance der Demokratie im Kommen (Derrida) .
All das verweist auf eine radikale Möglichkeit, die von keiner Einzelwissenschaft und keiner abstrakten Disziplin gedacht werden kann (Derrida, Grammatologie, 168f.).
Die Intertextualität und die ihr zugrundeliegende Multiplizität der Codes ist grundsatzmäßig unbegrenzt und unbegrenzbar. Die erwachsenden Dekonstruktionstextualitäten und deren Konnotationstextur sind von keinem Kontext einschließbar oder gar determinierbar.
Praxis der d i f f é r a n c e ! ! !
P.s.:
Da ich (wir) nicht immer alles wiederholen kann (können), was meine/unsere Philosophie als Philosophische Praxis der Dekonstruktion ausmacht, bleibt mir nur immer wieder in gewissen Zeit-/Raum-Rhythmen des Schreibens auf unsere anderen Schriften, Publikationen, Postings hinzuweisen, insbesonders auch auf unseren Blog-Teaser und unseren Blog-Footer (nur lesbar bzw sichtbar/sehbar/erkennbar in der Web-Version unseres Blogs!).
Mit der Aufforderung und der freundlichen Einladung zu einer Lektüre vor und nach einer Praxisstunde oder auch anstatt einer solchen.
Lektüre ist ein Fest des Verstandes, laut Hegel besser des Geistes.
(Vgl. Sie zumindest und auch unseren Blogpost zu Hegel. Nur, wenn Sie wirklich ehrlich und aufrichtig bemüht sind und das durchstehen möchten, sollten Sie dieses kleine Wagnis eingehen und „schaun“, ob Sie’s auch können).
Unser Verstand ist analog zum Alpinistischen ein Kletterer, eine Kletterin in unwegsamem Gelände von Texttopographien. Welt Text Ge-dicht. Ein Abenteuer des Lesens.
Musik kann (vielleicht sogar, – sollte?) Identitätslogiken und -dislogiken widerstreben, sich ihrer Determinierungen alltäglicher Erfahrungen widersetzen, sie zur Reflexion verführen oder sogar zwingen bis zur Aufhebung oder sogar bis zum Furor wider sie selbst.
Immerhin und zumindest Neuerung, Entwicklung, Entführung gegen ein allzu leicht Musikalisches einer Erfahrung als solche.
John Cage und seine Philosophie der Stille als musikalische Erfahrung eröffnete vielleicht und sogar wahrscheinlich die Grenzen der Definitionen von Ton, von Klang und von Musik überhaupt.
Meiner Ansicht nach bleibt Cage aber auf halbem Weg stehen, wenn er meint, heute müßte Musik nicht mehr strukturiert werden, da „Struktur“ der zuhörenden Person entspränge, quasi von selbst.
Ein „von selbst“ kann es nicht geben, da ja jede Person durch die je eigene und je einzigartige biographische Erfahrung in Sinnlichkeit, Gefühl, Emotion, Bewußtsein, Gedächtnis, Reflexionsfähigkeit und ja, – auch im Ubw (vgl. Freud, Lacan, Theweleit, Roudinesco u. bes. Alenka Zupančič, Warum Psychoanalyse?) jeden Tag geformt und umgeformt wird, also Erfahrungen macht, sofern Wahrnehmungen einer Bearbeitung in Bezug auf „sich selbst“ und in Bezug auf „Welt“, auf „Schrift“ jeglicher Art und Weise, unterzogen werden kann und werden wird.
John Cage hätte die Chance wahrnehmen können Jacques Derrida zu lesen. Dessen „Schrift und die Differenz“, seine „Grammatologie“, seine „Randgänge der Philosophie“ (darin besonders „Signatur Ereignis Kontext“). Allesamt auf Deutsch zu Lebzeiten von Cage erschienen. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts bei Suhrkamp und Passagen Verlag Wien. Auf Englisch und Französisch ein paar Jahre früher sogar.
Begriffe wie Syntax, Grammatik (Greimas), Sprache, Laut, Ton, Klang, Stimme (Derrida), Lesen (P. de Man), Verstehen (Blumenberg), Differenz (Derrida), Bewußtsein, Vernunft (Kant, Hegel, Freud, Lacan, Derrida, M. Turnheim), Phänomen, Montage, Satz (Hamacher), Aporie (Derrida), Partitur, Gespräch, Dialog, Metapher (Haverkamp), Text (R. Barthes), Schrift (Derrida), Kommunikation (Luhmann, McLuhan), Kultur, Natur (Dewey), Musik (Adorno, Bloch, Diederichsen, G. Marcus, V. Jankélévitch, Die Musik und das Unaussprechliche), Literatur (Heißenbüttel, Benjamin, Cixous, Blanchot, Bachtin, Barthes, Bataille, Artaud, Genet, Nietzsche, Valery, Derrida, Wollschläger, Gass, Joyce), Erfahrung, Wahrnehmung, Gedächtnis, Sinn, Bedeutung, Zeichen (Saussure), Markierung (Derrida), Code, Logozentrismus (Derrida), Politik, Aufklärung (Derrida), Demokratie (Derrida) hätte Cage dann in komplexerem Licht erblickt.
Thoreau, Bloch, Heidegger, Nishitani, Suzuki sind da nicht gerade die nächsten Freunde.
Cage hat die Vokabel(!) „Inkommunikabilität“, soweit ich sehe, nie verwendet. Sein Kampf galt der Kommunikabilität (trotz allem!), ohne das grammatologische „Ereignis“ der Inkommunikabilität zu denken. Er führte seinen Überlebenskampf innerhalb des Archivs ohne Bewußtmachung der Nichtrahmbarkeit des diesem „zugrunde“(!)-spurenden AnArchivs.
Beethovens Musik beispielsweise lieferte einen Rahmen für die erfahrene Vergangenheit (oder was man/frau jeweils für eine solche hält!), für ästhetische Wiederholung, subjektive Eindrücke, gebildetes Vorstellungsvermögen und ihre Assoziationen und deren außermusikalische Bedeutungsebenen.
Ob die letzten Jahrzehnte an Forschung uns näher an Beethoven im Sinne Nietzsches heranbringen konnten, sei dahingestellt.
Eines ist auch klar, neue zukünftige Hörergenerationen sollten zwischen dem historischen Beethoven und der überlieferten(!) Rezeption zu unterscheiden lernen. Und das bedeutet: lesen lesen lesen!
Die verschiedenen Lesarten sind der Musik selbst(!) inhärent geworden(!).
InterpretInnen und KomponistInnen mögen sich erlesen(!) und gleichzeitig nicht hinter wissenschaftlicher und philosophischer Literatur verstecken.
Jede(r) möge selber deuten, sich inspirieren und leidenschaftlich faszinieren und fasziniert sein.
Es ist ein sehr langer Weg hin zur Appropriation dessen, was wir unsere eigene Geschichte zu nennen pflegen. Haben Sie Mut zur je adäquaten Aneignung. Mut zur Dekonstruktion.
Lesen Sie bitte dazu und darüberhinaus:
a) Für die Vögel John Cage im Gespräch mit Daniel Charles. Merve Verlag, Berlin, 1984 (Original Französisch, Paris 1976).
b) Daniel Charles: Zeitspielräume Performance Musik Ästhetik. Merve Verlag, Berlin, 1989.
c) Ivanceanu/Schweikhardt: KKK Kunst. Klang. Krieg XMedia von Vintila Ivanceanu und Josef Schweikhardt, Passagen Verlag, Wien 2008.
d) Fuhrmann/Mahnkopf (Hg.): Perspektiven der Musikphilosophie. Suhrkamp Verlag, Berlin 2021.
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Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world
Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte
Die Sprache, das Sprechen, das Unbewußte (Ubw)
Der Satz und die Philosophie
PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA
Grammatologische Philosophische Praxis, Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax und Anna Lydia Huber Wien
Philosophische/r Praktiker:in, GrammatologIn, Schriftsteller:in, Radfahrer:in, Ökomobilist:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrer:in, der Philosoph/die Philosophin als Radfahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Fahrende/r, der Philosoph/die Philosophin als Bewegte/r und Bewegende/r, der Philosoph/die Philosophin als Scout ……. trace ……. Spur ……. Grammatologie Dekonstruktion
Die Subjekthaftigkeit! Die Sprache! Der Andere! Das Berühren und das Berührtwerden! (vgl. Derrida und meinen/unseren Teaser im Blogspot-Blog 2014 ff.)
Berührtwerden
[[ In Klammern:
Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
Vom Fahrrad aus
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching,, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship
Erfahrung der Nacktheit, Erfahrung der Natur, John Dewey – Natur – Leben – Körper – Mentalität, Dewey – ästhetische Erfahrungen, John Dewey – Erfahrung und Natur, John Dewey – Experience and Nature
Anna Lydia Huber (geb. 1959, MSc, Philosophin, Naturistin, Freeriderin)
Gerhard Kaučić (geb. 1959, Dr. phil., Philosoph, Naturist, Freerider)
John Dewey, amerikanischer Pragmatist, wollte seinen Lebenssinn darin sehen, den meßbaren Dingen zu entgehen. Er schrieb in Erfahrung und Natur:
„Das charakteristisch menschliche Bedürfnis ist das nach Besitz und Genuß der Bedeutung von Dingen, und dieses Bedürfnis wird im traditionellen Begriff des Nützlichen ignoriert und unbefriedigend gelassen.“ (Frf. 1995, S. 341)
Dewey meint, wir erfahren immer etwas, wenn wir in Bewegung bleiben und interagieren. Gewisse Ereignisse wirken auf uns, nicht alle gleichermaßen.
Genau diese bestimmten Ereignisse meint Dewey, wenn er von ästhetischen Erfahrungen spricht.
Ästhetische Erfahrungen lassen die Welt um uns für uns bedeutsam werden. Sie erscheint uns dann wie verwandelt oder besser als verwandelt. Das hält und macht uns lebendig. Lebenslang.
Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!
Freundschaft Freude Freiheit Naturismus
Friendship Joy Freedom Naturism
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Grünes Denken, Planetarisches Denken und Handeln, Philosophie
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben
Gegenwartsphilosophie
Adventure Philosophy!
Philosophische Praxis
Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer
Gerhard Anna Cončić-Kaučić (geboren 1959, Schriftsteller:in – Wiener Postmoderne – Dekonstruktion – Wien – Vertreter:in der Wiener Spielart der Dekonstruktion im Sinn Jacques Derridas)
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden. „Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt. Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.
Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.
Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns
……. THE SET …….. THE LEAVING OF THE BOOK …….. !?
/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/
Psychoanalyse, Sprachanalytische Philosophie, das Unbewußte
Die Sprache, das Sprechen, das Unbewußte (Ubw)
Der Satz und die Philosophie
Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion
Öffnungszeiten / Hours of opening: Mo – Do: 11 – 20 Uhr
Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement
Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…
…around the clock …around the world…
GESPRÄCHE sind EREIGNISSE als TEXT
cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )
Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsereCharakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –
For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –