Tag Archives: Bataille

Krieg und Wahrheit / War and Truth, – eine Ergänzung

                                         (German / English)

Besetzung/Cast:

Student:innen aus Leipzig, Berlin und Oslo zu unserem Text und den Themata von „WAR REQUIEM,  Krieg und Wahrheit / War and Truth“ in unserer Grammatologischen Philosophischen Praxis GPP (Febr. 2026) in Wien. Eine präsentable Zusammenkunft mit Verstand und differenzierter Lektüreerfahrung.

Hier ihr/unser Paper – ein Versuch der prägnanten Einordnung, einer kurzgefaßten Erarbeitung, ein verdichteter Entwurf, der das Unsichtbare sichtbar werden läßt.

[[  P.s.: Unten Aufgeführtes entspricht nicht unbedingt in jedem Punkt unserer Auffassung und unserem Denken!  GK & ALH  ]]  

Krieg und Wahrheit.    Dekonstruktion und Unmöglichkeit der Eindeutigkeit.

Kaučić und Huber stellen die Frage nach der Möglichkeit von Wahrheit im Krieg radikal. Sie zeigen, daß jede Aussage, jede Interpretation im Kontext von Gewalt und Krieg das, was sie zu erfassen versucht, zugleich zerstört oder verfälscht.

Dies ist ein direkter Bezug auf Derridas Dekonstruktion, die die Untrennbarkeit von Signifikat (Bedeutung) und Signifikant (Ausdruck) betont.

Im Krieg wird diese Unmöglichkeit besonders deutlich – etwa in der Manipulation von Bildern, der Instrumentalisierung von Sprache oder der Fragmentierung von Erzählungen. Die Autor:innen fragen damit: Kann es im Krieg überhaupt eine „Wahrheit“ geben, oder ist jede Darstellung immer schon Teil des Konflikts selbst?

Dies berührt nicht unbedingt die Frage, besser die Sage des „Angriffskrieges“. Dieser wurde ganz klar und offen sichtbar von Putin-Rußland vom Zaun gebrochen. Ohne jede Not und Notwendigkeit. Eine Entscheidung „reiner“ Selbstermächtigung!

Requiem ohne Ritual.    Geräuschlose Trauer und philosophische Übung.

Das „War Requiem“ als geräuschlose, nicht-religiöse Praxis bricht bewußt mit traditionellen Formen des Gedenkens. Es ist weder an eine Konfession noch an kirchliche Rituale gebunden, sondern versteht sich als „Exercitatio pro defunctis“ – eine philosophische Übung für die Verstorbenen.

Diese Form des Gedenkens zielt darauf ab, den Tod und das Leid im Krieg jenseits von Pathos oder symbolischer Überhöhung zu bedenken. Die Abwesenheit von Klang und Ritual unterstreicht die Unfaßbarkeit des Krieges und die Notwendigkeit, Trauer und Erinnerung neu – und individuell – zu gestalten.

Zeit, Landschaft, Leib.    Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. 

Die Frage „Leben wir in derselben Zeit?“ verweist auf Derridas Überlegungen zur „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“.  

Während der Krieg für die einen Alltag ist, bleibt er für andere eine ferne Abstraktion. Landschaft und Leib werden in diesem Kontext zu Trägern von Wahrheit – etwa als Orte des Leidens, der Erinnerung oder der Verdrängung.

Gleichzeitig sind sie auch Orte der Unmöglichkeit. Der Leib kann Schmerz nicht übersetzen, die Landschaft trägt Spuren, die sich keiner eindeutigen Deutung fügen. Beide werden so zu Metaphern für die Unfaßbarkeit von Kriegserfahrung.

Fazit.    Eine Praxis der Unabgeschlossenheit.

Kaučić und Huber entwickeln mit „Krieg und Wahrheit“ keine Antworten, sondern eine Praxis der Auseinandersetzung. Ihr Ansatz betont die Notwendigkeit, im Angesicht des Krieges immer wieder neu zu fragen – und damit die Unabgeschlossenheit von Wahrheit, Trauer und Erinnerung anzuerkennen.

Abschließend einige zentrale Bezüge und Anknüpfungspunkte zu anderen philosophischen und künstlerischen Positionen, die Kaučić und Hubers „Krieg und Wahrheit“ spiegeln.

1. Giorgio Agamben.    Das Lager als Paradigma der Moderne.

Agambens Konzept des „homo sacer“ und seine Analyse des Lagers als „nacktes Leben“ (in „Homo Sacer“) bieten eine wichtige Ergänzung zu Kaučić und Hubers Frage nach der Möglichkeit von Wahrheit des Krieges.

Agamben zeigt, wie der Ausnahmezustand des Krieges die Grenzen zwischen Recht, Gewalt und Menschsein verwischt – ein Prozeß, der jede eindeutige Bedeutung und damit auch „Wahrheit“ untergräbt. Besonders relevant ist hier die Idee, daß der Krieg nicht nur ein historisches Ereignis, sondern ein strukturelles Phänomen ist, das die moderne Politik durchzieht.

2. Judith Butler.  Verwundbarkeit und Trauer als politische Praxis.

Butlers Überlegungen in „Frames of War“ und „Precarious Life“ thematisieren, wie Krieg und Gewalt bestimmte Leben als „betrauerbar“ und andere als „unbetrauerbar“ markieren.

Ihre Forderung nach einer „Politik der Trauer“ korrespondiert mit Kaučić und Hubers „Requiem ohne Ritual“. Beide betonen die Notwendigkeit, Trauer und Erinnerung jenseits von Nationalismus oder religiösen Traditionen neu zu denken.

Butler fragt, wie wir eine Ethik der Verwundbarkeit entwickeln können, die alle Leben gleichermaßen berücksichtigt – eine Frage, die auch im Zentrum von „Krieg und Wahrheit“ steht.

3. Jean-Luc Nancy.    Die Gemeinschaft der Sterblichen.

Nancys „Être singulier pluriel“ (Sein als singulär-plurales Sein) und seine Reflexionen über die „Gemeinschaft der Sterblichen“ bieten einen weiteren theoretischen Rahmen.

Nancy argumentiert, daß Gemeinschaft nicht auf Identität oder Zugehörigkeit beruht, sondern auf der geteilten Erfahrung der Endlichkeit.

Dies paßt zu Kaučić und Hubers Fokus auf den Leib und die Landschaft als Orte, die sowohl Verbindung als auch Unmöglichkeit von Bedeutung tragen.

Nancys Verständnis von Gemeinschaft.    „Mit-Sein“ statt Identität.

Jean-Luc Nancy dekonstruiert die klassische Vorstellung von Gemeinschaft als etwas, das auf gemeinsamen Eigenschaften, Identitäten oder Substanzen beruht. Für ihn ist Gemeinschaft kein Besitz, kein „Wir“, das sich über Gemeinsamkeiten stabilisiert.

Stattdessen beschreibt er Gemeinschaft als Struktur des Mit-Seins, also als etwas, das sich zwischen Menschen ereignet — in der Berührung, im Abstand, in der Unabschließbarkeit.

Wichtige Aspekte

Gemeinschaft entsteht nicht aus einem gemeinsamen Wesen, sondern aus der Tatsache, daß wir einander ausgesetzt sind.

Dieses Ausgesetztsein ist immer prekär, immer offen, nie abgeschlossen.

Endlichkeit als Ursprung des Gemeinsamen.

Für Nancy ist die Endlichkeit der entscheidende Punkt.

Wir teilen nicht Identität, sondern die Tatsache, daß wir sterbliche, verletzliche, begrenzte Wesen sind.

Das bedeutet:

Gemeinschaft entsteht im Anerkennen dieser geteilten Endlichkeit, nicht im Ritualisieren oder Überdecken.

Nancy schreibt sinngemäß.

Der Tod ist immer der Tod des anderen — und darin liegt die Möglichkeit von Gemeinschaft.

Das ist radikal, weil es Gemeinschaft nicht als Trost oder als metaphysische Einheit versteht, sondern als geteilte Unmöglichkeit, als etwas, das uns verbindet, gerade weil es uns entzieht.

Verbindung zu Kaučić und Huber.    Leib, Landschaft, Unmöglichkeit.

Kaučić und Huber arbeiten mit dem Leib und der Landschaft als Orten, an denen sich diese paradoxe Struktur zeigt:

Der Leib ist Ort der Berührung, aber auch der Grenze.

Die Landschaft ist Ort des Gemeinsamen, aber ohne eindeutige Bedeutung.

Beide sind geteilte Räume, aber nicht im Sinne eines identitären „Wir“.

Dazu Jean-Luc Nancy

Gemeinschaft ist immer schon leiblich, weil sie im Mit-Sein der Körper entsteht.

Sie ist immer schon räumlich, weil sie sich im Zwischenraum ereignet.

Und sie ist immer schon unmöglich, weil sie nicht zu einer Einheit verschmilzt.

„War Requiem“ als nicht-rituelle, kollektive Praxis.

Wenn man Nancy ernst nimmt, wird das „War Requiem“ von Kaučić und Huber nicht zu einem Ritual, das Gemeinschaft stiftet, sondern zu einer Erfahrung des Gemeinsamen, die gerade keine Identität erzeugt.

Es ist kollektiv, weil es Menschen in einem geteilten Raum zusammenführt, aber nicht-rituell, weil es keine geschlossene Bedeutung, keine Heilung, keine Einheit anbietet.

Stattdessen exponiert es die Endlichkeit, die Verletzbarkeit, die Unmöglichkeit, Krieg zu symbolisieren oder zu bewältigen.

Es macht den Tod nicht zu einem metaphysischen Übergang, sondern zu einem gemeinsamen Abgrund, der geteilt wird, ohne aufgelöst zu werden.

Damit wird das Werk lesbar als eine ästhetische Form des Mit-Seins,eine Gemeinschaft ohne Identität,eine geteilte Erfahrung der Endlichkeit, die weder versöhnt noch erklärt.

Weitere Verknüpfungslinien wären die hin zu Bataille, hin zu Blanchot, hin zu Derrida.

1. Nancy und Bataille.    Gemeinschaft als „Unmöglichkeit“.

Nancy knüpft an Batailles Idee der „unmöglichen Gemeinschaft“ an.

Für Bataille ist Gemeinschaft kein Zusammenschluss von Gleichen, sondern ein Erfahrungsraum des Exzeßes, in dem das Subjekt seine Grenzen erfährt.

Nancy übernimmt zwei zentrale Punkte.

a) Gemeinschaft entsteht im Verlust, nicht im Besitz.

Nicht gemeinsame Werte, sondern gemeinsame Entblößung.

Nicht Identität, sondern Entgrenzung.

b) Der Tod ist der Ort, an dem Gemeinschaft aufscheint.

Der Tod ist nicht privat, sondern ein Ereignis, das das Subjekt überschreitet.

Er ist „gemeinsam“, weil er immer den anderen betrifft, bevor er mich betrifft.

Unser Bezug zu Kaučić/Huber.   

Das „War Requiem“ verweigert jede heroische oder nationale Sinnstiftung.

Es zeigt Krieg als Ort des radikalen Verlusts, an dem Gemeinschaft nicht gestiftet, sondern bloßgelegt wird.

Das ist  Bataille pur – und zugleich Nancy.

2. Nancy und Blanchot.    Das Gemeinsame als „Zwischenraum“.

Blanchot ist für Nancy entscheidend, weil er Gemeinschaft als Beziehung ohne Verschmelzung denkt.

a) Gemeinschaft ist das „Gemeinsame des Unteilbaren“.

Blanchot beschreibt Gemeinschaft als etwas, das nicht geteilt werden kann, weil es kein Eigentum ist.

Es ist ein Zwischenraum, ein „Mit“, das sich entzieht.

Nancy radikalisiert das. Gemeinschaft ist kein Werk, kein Projekt, kein Ziel.

Sie ist ein Ereignis, das sich im Kontakt mit der Endlichkeit ereignet.

b) Der Tod des anderen als Ursprung des Gemeinsamen.

Blanchot denkt folgerichtig, der Tod des anderen ist das, was mich betrifft, bevor mein eigener Tod mich betrifft.

Nancy übernimmt das fast wörtlich.

Gemeinschaft entsteht im Blick auf den sterblichen anderen, nicht im Blick auf mich selbst.

Der Leib ist kein Träger von Identität, sondern Ort der Berührung und der Grenze.

Die Performance erzeugt Gemeinschaft ohne Verschmelzung, ein „Mit-Sein“ im Offenen.

3. Nancy und Derrida.    Berührung, Spur, Unabschließbarkeit.

Derrida ist für Nancy wichtig, weil er zeigt, daß jede Gemeinschaft immer schon differenziert ist.

a) Gemeinschaft ist nie präsent, sondern immer „à venir“.

Sie ist zukünftig, nie abgeschlossen.

Sie ist eine Spur, kein Besitz.

Nancy übernimmt das in seiner Idee des „exposition“.  Wir sind einander ausgesetzt.

Dieses Ausgesetztsein ist nie vollständig, nie präsent, nie abgeschlossen.

b) Berührung ohne Verschmelzung.

Derrida zeigt, daß Berührung immer auch Nicht-Berührung ist.

Nancy macht daraus eine Theorie des Körpers.

Der Leib ist Ort der Berührung, aber jede Berührung zeigt auch die Distanz.

Gemeinschaft ist daher Berührung im Abstand.

In Richtung Kaučić und Huber gedacht, – ihre Arbeit mit Körpern und Landschaften zeigt genau diese Struktur.

Die Performer*innen berühren die Landschaft, aber sie verschmelzen nicht mit ihr.

Die Landschaft ist Spur, nicht Symbol.

Die Gemeinschaft der Anwesenden entsteht im gemeinsamen Ausgesetztsein, nicht im gemeinsamen Sinn.

Wenn man Nancy mit Bataille, Blanchot und Derrida zusammendenkt, ergibt sich ein starkes theoretisches Fundament.

Jean-Luc Nancy                                                       Bedeutung für „War Requiem“

Gemeinschaft als Mit-Sein.      Die Performance erzeugt ein kollektives Erleben ohne Identität.

Endlichkeit als Ursprung.    Der Krieg erscheint als geteilte, nicht individualisierbare Erfahrung.

Tod des anderen.            Die Performance zeigt Verlust als gemeinschaftliches Ereignis.

Berührung im Abstand.   Körper und Landschaft treten in Beziehung, ohne Bedeutung zu fixieren.

Gemeinschaft ohne Ritual.  Das Requiem ist kein sakrales Ritual, sondern ein offenes Ereignis.

4. Aktuelle Kunstprojekte zum Ukraine-Krieg

Künstlerisch finden sich Parallelen in Projekten wie:

„Words in Flame“ (Deutsche Nationalbibliothek Leipzig, 2026).  

Eine Ausstellung zum Schutz des ukrainischen Kulturerbes, die die Zerstörung von Sprache und Erinnerung thematisiert – ähnlich wie Kaučić und Huber die Unmöglichkeit der eindeutigen Bedeutung betonen.

„Coming of Age Amidst War“ (Bibliotheca Albertina Leipzig, 2026).

Fotographische und literarische Arbeiten, die das Leben junger Menschen im Krieg dokumentieren und damit die Frage nach der „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ aufwerfen.

5. Paul Celan.    Sprache nach der Katastrophe.

Celans Dichtung, insbesondere sein berühmtes Gedicht „Todesfuge“, steht für die Unmöglichkeit, den Holocaust und andere Gewaltverbrechen sprachlich zu fassen. Sein Konzept der „Atemwende“ – die Sprache muß nach der Katastrophe neu gelernt werden – findet ein Echo in Kaučić und Hubers „geräuschlosem Requiem“.

Beide betonen, daß Sprache und Klang nach dem Krieg nicht mehr „normal“ sein können, sondern immer schon von der Erfahrung der Zerstörung geprägt sind.

6. Benjamin Britten.    Requiem ohne Ritual und Brittens bewusster Bruch.

Brittens War Requiem ist formal an die lateinische Totenmesse gebunden, aber inhaltlich ein Gegenritual. Er montiert die liturgischen Teile mit den antiheroischen, zutiefst desillusionierten Kriegsgedichten Wilfred Owens. Diese Gegenüberstellung erzeugt eine Spannung zwischen sakraler Form und antiritualistischer Wahrheit des Krieges.

Die Forschung betont, daß Britten damit bewußt die traditionelle Funktion des Requiems destabilisiert: Es soll nicht trösten, nicht verklären, sondern die Unruhe des Krieges hörbar machen.

Geräuschlose Trauer und Brittens „Stille“

Auch wenn Brittens Werk musikalisch hochkomplex ist, arbeitet es immer wieder mit Momenten der Stille, Leere und Brüchigkeit. Die Forschung hebt hervor, daß Britten Krieg nicht heroisiert, sondern als moralische und körperliche Verwundung darstellt, die sich gerade in den „stillen“ Momenten zeigt. Martha Nussbaum beschreibt diese ästhetische Strategie als eine Form der „non-personal emotions“, die Bewußtsein transformieren, ohne Pathos zu erzeugen.

Kaučić und Hubers Konzept der „geräuschlosen Trauer“ läßt sich als philosophische Radikalisierung dieser Idee lesen:

Philosophische Übung statt liturgischer Handlung

Brittens Werk ist ein pazifistisches Statement, das die religiöse Form nutzt, um sie zu unterlaufen. Es ist ein Requiem, das nicht erlöst, sondern konfrontiert. Die Forschung beschreibt es als „künstlerische pazifistische Aussage“ und als Kommentar zur Sinnlosigkeit des Krieges.

Kaučić und Hubers Begriff der Exercitatio pro defunctis – einer philosophischen Übung für die Toten – paßt hier präzise.

Brittens Requiem ist kein Gebet, sondern eine ethische Praxis, ein Denken über Krieg, Körper, Gewalt und Verantwortung.

Abwesenheit von Pathos – und Brittens Anti-Pathos

Wilfred Owens Gedichte, die Britten einbettet, sind radikal antiheroisch. Sie verweigern jede Form von Verklärung. Die Musik folgt dieser Haltung, indem sie Unruhe, Dissonanz und Fragmentierung einsetzt, wo traditionelle Requien Harmonie und Trost bieten würden.

Die Analyse zeigt, daß Britten sogar musikalische Symbole des Friedens oder der Erlösung bewußt bricht oder ironisiert.

Kaučić und Hubers Text beschreibt genau diese Haltung.

Ein Gedenken jenseits von Pathos, jenseits symbolischer Überhöhung – ein Gedenken, das die Unfaßbarkeit des Krieges nicht verdeckt, sondern offenlegt.

Individuelle Erinnerung statt kollektiver Liturgie

Brittens Werk wurde zur Einweihung der neuen Kathedrale von Coventry komponiert – einem Ort, der selbst Kriegszerstörung verkörpert. Doch das Werk verweigert jede nationale oder religiöse Vereinnahmung. Es ist ein Requiem für alle Toten, nicht für „unsere“ Toten.

Britten bricht das Ritual – ALH & GK  setzen ein Requiem ohne Ritual.

Britten arbeitet mit Stille – GK & ALH machen Stille zum Medium der Trauer.

Britten entzieht dem Requiem seine religiöse Funktion – GK & ALH transformieren es in eine philosophische Übung.

Britten zeigt die Unfaßbarkeit des Krieges – ALH & GK machen diese Unfaßbarkeit zum Zentrum des Gedenkens.

Die Beziehung zwischen Britten und der „geräuschlosen“ Form ist keine bloße Analogie, sondern eine Verschiebung der Grundhaltung gegenüber dem Requiem selbst. Die Frage, ob das als Erweiterung, Kontrast oder radikale Konsequenz zu verstehen ist, läßt sich sinnvoll entlang dreier Achsen entfalten.

Wie sich Brittens Ansatz verschiebt, wenn man ihn „zu Ende denkt“.

1. Erweiterung – das Requiem als offener Raum statt als liturgische Form 

Britten löst das Requiem bereits aus seiner sakralen Gebundenheit, indem er Wilfred Owens Gedichte einschreibt und damit das Ritual perforiert. Eine „geräuschlose“ Form könnte diese Öffnung weiterführen.

Nicht nur der Text wird gebrochen, sondern das Medium selbst.

Das Requiem wird nicht mehr gesungen, sondern gedacht.

Die Stille wird nicht nur dramaturgisches Mittel, sondern tragende Struktur.

In diesem Sinn wäre Kaučić und Hubers Form eine konsequente Erweiterung.  Sie nimmt Brittens Geste ernst und radikalisiert sie, ohne ihr zu widersprechen.

2. Kontrast – Britten arbeitet gegen das Ritual, Kaučić und Huber jenseits davon 

Britten bleibt trotz aller Brüche im musikalischen Diskurs.

Er komponiert Konflikt, Dissonanz, Fragmentierung.

Er zeigt die Unfaßbarkeit des Krieges, indem er sie hörbar macht.

Sie entzieht sich der ästhetischen Darstellung.

Sie macht die Unfaßbarkeit nicht hörbar, sondern unhörbar.

Damit entsteht ein Kontrast, der Brittens Ansatz nicht fortsetzt, sondern überschreitet.

3. Radikale Konsequenz – Stille als einzig angemessene Antwort 

Man könnte sagen, wenn Britten zeigt, daß der Krieg nicht darstellbar ist, dann ist die logische Konsequenz, ihn nicht mehr darzustellen.

Die Stille wird zur ethischen Haltung.

Das Requiem verliert nicht nur seine religiöse Funktion, sondern auch seine ästhetische.

Was bleibt, ist ein Raum des Denkens, nicht des Hörens.

Worin der entscheidende Unterschied liegt.

Britten arbeitet innerhalb der Musik, um ihre Grenzen sichtbar zu machen.

Kaučić und Huber arbeiten außerhalb der Musik, um diese Grenzen nicht mehr zu überschreiten.

Das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob man Kaučić und Hubers Form als Erweiterung oder als Konsequenz versteht.

Erweiterung, wenn man sie als neue ästhetische Möglichkeit sieht.

Konsequenz, wenn man sie als notwendige Antwort auf Brittens Diagnose liest.

Kontrast, wenn man betont, daß Kaučić und Huber das Medium verlassen, das Britten noch benutzt.

Eine Frage, die sich daraus ergibt.

Wenn wir (GK & ALH) alle drei Rollen der Stille zusammengedacht anschauen – ästhetische Form, ethische Haltung und philosophische Methode – entsteht daraus eine sehr dichte, fast dreidimensionale Struktur.

Jede dieser Ebenen verändert die anderen, und genau darin liegt die eigentliche Radikalität unseres Ansatzes.

Als ästhetische Form wird Stille zu einem Material, das nicht einfach „nichts“ ist, sondern eine bewußt gesetzte Leerstelle. Sie hat Kontur, Dauer, Spannung. In dieser Perspektive steht sie noch in einem Dialog mit Britten. Ein kompositorisches Mittel, nur eben extrem reduziert.

Als ethische Haltung wird Stille zu einer Antwort auf das Unfaßbare.

Sie verweigert sich der ästhetischen Aneignung des Leidens. Sie sagt, jede Darstellung wäre schon eine Form der Überformung. Hier beginnt die Distanz zu Britten – nicht mehr das Zeigen des Unzeigbaren, sondern das Schweigen vor ihm.

Als philosophische Methode wird Stille zu einem Denkraum. Sie zwingt zur Selbstbegegnung, zur Reflexion über die Bedingungen des Gedenkens selbst. Sie ist nicht mehr Ausdruck, sondern Rahmen, – nicht mehr Medium, sondern Bedingung.

Diese drei Ebenen sind nicht additiv, sondern verschränken sich.

Die ästhetische Stille gewinnt ethische Schwere, die ethische Stille gewinnt philosophische Tiefe (!), und die philosophische Stille wird durch die ästhetische Form überhaupt erst erfahrbar.

Was dadurch entsteht!   Ein Requiem, das nicht mehr „stattfindet“ (?)

Wenn man diese drei Dimensionen zusammennimmt, entsteht etwas, das sich kaum noch als Requiem im traditionellen Sinn beschreiben läßt.

Es erklingt nicht.

Es vollzieht kein Ritual.

Es repräsentiert nichts.

Das ist der Punkt, an dem es sich von Britten löst.

Während Britten noch komponiert, komponieren wir (Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber) die Bedingungen des Hörens selbst.

Warum das eine radikale Weiterführung ist.

Britten zeigt die Grenzen der musikalischen Darstellung.

Wir nehmen diese Grenzen ernst und machen sie zum Ausgangspunkt.

Bei Britten bleibt die Musik der Ort des Konflikts.

Die Gemeinschaft, die in einem solchen Moment entsteht, ist weder rein hörend, noch rein denkend, noch rein schweigend. Sie ist eine Form von Gemeinsamkeit, die sich aus der geteilten Verantwortung für die Stille ergibt. Das ist der entscheidende Schritt, den unser Ansatz gegenüber Britten vollzieht.

Die Stille ist nicht mehr ein dramaturgisches Mittel, sondern ein ethischer Raum, den alle Anwesenden aktiv mittragen müssen.

Sie verlangt Selbstzurücknahme – weil niemand sie dominieren kann.

Und sie verlangt Mitverantwortung – weil sie nur existiert, wenn alle sie akzeptieren.

Damit entsteht eine Gemeinschaft, die nicht durch Klang gebildet wird (wie im Konzert), sondern durch ein gemeinsames Aushalten.

Eine Gemeinschaft des „Antwortens ohne Worte“.

Die Anwesenden werden zu einer Gemeinschaft, die nicht durch Kommunikation entsteht, sondern durch Resonanzfähigkeit.

Sie hören nicht etwas, sondern sie hören sich in die Stille hinein.

Sie denken nicht gemeinsam, aber sie denken nebeneinander.

Sie schweigen nicht einfach, sondern sie tragen ein Schweigen.

Das macht diese Gemeinschaft fragil, aber auch radikal.  

Sie ist nicht durch Identität oder Meinung definiert, sondern durch eine gemeinsame Haltung.

Diese Form der Gemeinschaft ist weder liturgisch (wie im Ritual), noch ästhetisch (wie im Konzert), noch politisch (wie in der Versammlung).

Sie ist eine situative, fragile, ethische Gemeinschaft, die nur im Moment existiert und sich nicht institutionalisieren läßt.

Sie entsteht, weil alle Anwesenden sich der Stille aussetzen – und damit der Verantwortung, die sie impliziert.

Die Konsequenz für das Gedenken.

Wenn Stille Form, Haltung und Methode ist, dann wird Gedenken nicht zu einem Akt des Erinnerns, sondern zu einem Akt des Mittragens.

Die Gemeinschaft entsteht nicht durch das Objekt des Gedenkens, sondern durch die Art und Weise, wie man sich ihm nähert.

Ohne Überwältigung, ohne ästhetische Überformung, ohne narrative Entlastung!   (GK & ALH)

Fazit.  

Ein Netzwerk der Reflexion. 

Kaučić und Hubers Arbeit läßt sich also in ein Netzwerk von Denker:innen und Künstler:innen einordnen, die sich mit der Unmöglichkeit von Wahrheit, der Notwendigkeit neuer Trauerrituale und der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen im Krieg auseinandersetzen.

Besonders fruchtbar sind die Bezüge zu Agamben (Struktur des Krieges), Butler (Politik der Trauer), Nancy (Gemeinschaft der Sterblichen) Bataille, Blanchot, Derrida und Celan (Sprache nach der Katastrophe).

War Requiem I

Krieg und Wahrheit / War and Truth. War Requiem.  (Dt./Engl.) 15.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/15/krieg-und-wahrheit/

War Requiem  II

Krieg und Wahrheit / War and Truth,- eine Ergänzung (Dt./Engl.) 28.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/28/krieg-und-wahrheit-war-and-truth-eine-ergaenzung/

Cast: 

Students from Leipzig, Berlin, and Oslo who enter into dialogue with our text and the shifting constellations of “WAR REQUIEM, Krieg und Wahrheit / War and Truth” as part of our Grammatological Philosophical Practice (GPP) in Vienna, February 2026 — a gathering where thought, voice, and presence become part of the work itself.

Here is their/our Paper as an attempt at a concise contextualization, –  a condensed draft, making the invisible visible.

[[  P.S.: The following does not necessarily reflect our views and thinking in every respect!  GK & ALH  ]]

War and Truth. Deconstruction and the Impossibility of Univocity.

Kaučić and Huber radically question the possibility of truth in war. They demonstrate that every statement, every interpretation in the context of violence and war simultaneously destroys or distorts what it attempts to grasp.

This is a direct reference to Derrida’s deconstruction, which emphasizes the inseparability of the signified (meaning) and the signifier (expression).

In war, this impossibility becomes particularly evident—whether in the manipulation of images, the instrumentalization of language, or the fragmentation of narratives. The authors thus ask: Can there even be a “truth” in war, or is every representation always already part of the conflict itself?

This does not necessarily concern the question—or rather, the matter—of the “war of aggression.” This was clearly and openly initiated by Putin’s Russia. Without any necessity or justification. A decision of “pure” self-empowerment!

Requiem Without Ritual.  Silent Mourning and Philosophical Exercise.

The “War Requiem” as a silent, non-religious practice deliberately breaks with traditional forms of commemoration. It is tied neither to a denomination nor to ecclesiastical rituals, but understands itself as an “Exercitatio pro defunctis”—a philosophical exercise for the deceased.

This form of remembrance aims to contemplate death and suffering in war beyond pathos or symbolic exaltation. The absence of sound and ritual underscores the incomprehensibility of war and the need to reconfigure mourning and memory anew—and individually.

Time, Landscape, Body.  The Simultaneity of the Non-Simultaneous.

The question “Do we live in the same time?” refers to Derrida’s reflections on the “simultaneity of the non-simultaneous.”

While war is everyday life for some, for others it remains a distant abstraction. In this context, landscape and body become bearers of truth—as sites of suffering, memory, or repression.

At the same time, they are also sites of impossibility. The body cannot translate pain, the landscape bears traces that resist any unambiguous interpretation. Both thus become metaphors for the incomprehensibility of war experience.

Conclusion.    A Practice of Incompleteness

With War and Truth, Kaučić and Huber do not develop answers, but a practice of engagement. Their approach emphasizes the necessity of continually asking anew in the face of war—and thus acknowledging the incompleteness of truth, mourning, and memory.

Finally, some central references and points of connection to other philosophical and artistic positions that reflect Kaučić and Huber’s War and Truth.

Giorgio Agamben: The Camp as Paradigm of the Modern

Agamben’s concept of the homo sacer and his analysis of the camp as “bare life” (in Homo Sacer) provide an important complement to Kaučić and Huber’s inquiry into the possibility of truth in war.

Agamben demonstrates how the state of exception in war blurs the boundaries between law, violence, and being human—a process that undermines any unambiguous meaning and thus “truth.” Particularly relevant here is the idea that war is not merely a historical event, but a structural phenomenon permeating modern politics.

Judith Butler: Vulnerability and Mourning as Political Practice

Butler’s reflections in Frames of War and Precarious Life address how war and violence mark certain lives as “grievable” and others as “ungrievable.”

Her call for a “politics of mourning” resonates with Kaučić and Huber’s “Requiem without Ritual.” Both emphasize the need to rethink mourning and memory beyond nationalism or religious traditions.

Butler asks how we can develop an ethics of vulnerability that equally acknowledges all lives—a question that is also central to War and Truth.

Jean-Luc Nancy: The Community of Mortals

Nancy’s Être singulier pluriel (Being as singular-plural being) and his reflections on the “community of mortals” offer another theoretical framework.

Nancy argues that community is not based on identity or belonging, but on the shared experience of finitude.

This aligns with Kaučić and Huber’s focus on the body and landscape as sites that bear both connection and the impossibility of meaning.

Particularly relevant is Nancy’s idea that death is never individual, but always already communal—a perspective that renders the “War Requiem” legible as a collective, yet non-ritual practice.

Nancy’s Understanding of Community: “Being-With” Instead of Identity

Jean-Luc Nancy deconstructs the classical notion of community as something based on common properties, identities, or substances. For him, community is not a possession, not a “we” stabilized by commonalities.

Instead, he describes community as a structure of being-with, as something that happens between people—in touch, in distance, in incompleteness.

Key aspects

Community arises not from a common essence, but from the fact that we are exposed to one another.

This exposure is always precarious, always open, never complete.

Community is therefore an event, not a substance.

Finitude as the origin of the common.

For Nancy, finitude is the decisive point:

We do not share identity, but the fact that we are mortal, vulnerable, limited beings.

This means:

Death is not just an individual end, but a structure of the common.

The death of the other concerns me before my own death concerns me.

Community arises in the acknowledgment of this shared finitude, not in ritualizing or covering it up.

Jean-Luc Nancy writes, in essence.

Death is always the death of the other—and in this lies the possibility of community.

This is radical because it understands community not as consolation or metaphysical unity, but as a shared impossibility, as something that connects us precisely because it withdraws from us.

Connection to Kaučić and Huber.    Body, Landscape, Impossibility.

Kaučić and Huber work with the body and landscape as sites where this paradoxical structure becomes visible:

The body is a site of touch, but also of limit.

The landscape is a site of the common, but without unambiguous meaning.

Both are shared spaces, but not in the sense of an identitarian “we.”

Jean-Luc Nancy on Community.

Community is always already bodily, because it arises in the being-with of bodies.

It is always already spatial, because it occurs in the in-between.

And it is always already impossible, because it does not fuse into a unity.

“War Requiem” as Non-Ritual, Collective Practice

If we take Nancy seriously, Kaučić and Huber’s “War Requiem” does not become a ritual that founds community, but an experience of the common that does not produce identity.

It is collective because it brings people together in a shared space, yet non-ritual because it offers no closed meaning, no healing, no unity.

Instead, it exposes finitude, vulnerability, and the impossibility of symbolizing or overcoming war.

It does not turn death into a metaphysical transition, but into a shared abyss that is shared without being resolved.

Further Connections.  Bataille, Blanchot, Derrida.

1. Nancy and Bataille.   Community as “Impossibility”.

Nancy draws on Bataille’s idea of the “impossible community.”

For Bataille, community is not an assembly of equals, but a space of experience where the subject encounters its limits.

Nancy adopts two central points:

a) Community arises in loss, not in possession.

Not shared values, but shared exposure.

Not identity, but transgression.

b) Death is the site where community appears.

Death is not private, but an event that exceeds the subject.

It is “common” because it always concerns the other before it concerns me.

Relation to Kaučić/Huber.

The “War Requiem” refuses any heroic or national sense-making.

It presents war as a site of radical loss, where community is not founded but laid bare.

This is pure Bataille—and at the same time, pure Nancy.

2. Nancy and Blanchot.    The Common as “In-Between”.

Blanchot is crucial for Nancy because he conceives of community as a relation without fusion.

a) Community is the “common of the unshareable.”

Blanchot describes community as something that cannot be shared because it is not property.

It is an in-between, a “with” that withdraws.

Nancy radicalizes this: Community is not a work, project, or goal.

It is an event that occurs in contact with finitude.

b) The death of the other as the origin of the common.

Blanchot consistently argues that the death of the other concerns me before my own death does.

Nancy adopts this almost verbatim.

Community arises in the encounter with the mortal other, not in self-regard.

Relation to Kaučić and Huber.

Their “War Requiem” works precisely with this in-between.

The landscape is not a symbol, but a site of exposure.

The body is not a bearer of identity, but a site of touch and limit.

The performance generates community without fusion, a “being-with” in the open.

3. Nancy and Derrida.   Touch, Trace, Incompleteness.

Derrida is important for Nancy because he shows that community is always already differentiated.

a) Community is never present, but always “à venir.”

It is future, never complete.

It is a trace, not a possession.

Nancy adopts this in his idea of “exposition”. We are exposed to one another.

This exposure is never total, never present, never complete.

b) Touch without fusion.

Derrida shows that touch is always also non-touch.

Nancy develops this into a theory of the body.

The body is a site of touch, but every touch also reveals distance.

Community is therefore touch in separation.

Toward Kaučić and Huber.

Their work with bodies and landscapes reveals exactly this structure.

The performers touch the landscape, but do not merge with it.

The landscape is a trace, not a symbol.

The community of those present arises in shared exposure, not in shared meaning.

Conclusion

When Nancy is read alongside Bataille, Blanchot, and Derrida, a strong theoretical foundation emerges.

Jean-Luc Nancy.            Significance for War Requiem.

Community as being-with.        The performance creates a collective experience without identity.

Finitude as origin.          War appears as a shared, non-individualizable experience.

Death of the other.         The performance presents loss as a communal event.

Touch at a distance.      Bodies and landscapes enter into relation without fixing meaning.

Community without ritual.        The requiem is not a sacred ritual, but an open event.

Thus, the War Requiem can be read as an aesthetic form of being-with, a collective experience of finitude, a community that does not found but exposes, a practice that does not symbolize death but makes it tangible as a shared impossibility.

4. Contemporary Art Projects on the Ukraine War.

Artistic parallels can be found in projects such as:

Words in Flame (German National Library Leipzig, 2026).

An exhibition on the protection of Ukrainian cultural heritage, addressing the destruction of language and memory—echoing Kaučić and Huber’s emphasis on the impossibility of unambiguous meaning.

Coming of Age Amidst War (Bibliotheca Albertina Leipzig, 2026).

Photographic and literary works documenting the lives of young people in war, thus raising the question of the “simultaneity of the non-simultaneous.”

5. Paul Celan.  Language After Catastrophe.

Celan’s poetry, especially his famous poem Todesfuge, stands for the impossibility of linguistically grasping the Holocaust and other atrocities. His concept of the Atemwende—language must be relearned after catastrophe—finds an echo in Kaučić and Huber’s “silent requiem.”

Both emphasize that language and sound can no longer be “normal” after war, but are always already marked by the experience of destruction.

6. Benjamin Britten: Requiem Without Ritual and Britten’s Deliberate Rupture

Britten’s War Requiem is formally bound to the Latin Mass for the Dead, but in content it is a counter-ritual. He juxtaposes the liturgical sections with Wilfred Owen’s antiheroic, profoundly disillusioned war poems. This confrontation creates a tension between sacred form and the anti-ritualistic truth of war.

Scholars emphasize that Britten consciously destabilizes the traditional function of the requiem: it is not meant to console or glorify, but to make the unrest of war audible.

Soundless Mourning and Britten’s “Silence”.

While Britten’s work is musically highly complex, it repeatedly employs moments of silence, emptiness, and fragmentation. Scholars highlight that Britten does not heroize war, but presents it as a moral and physical wound, revealed precisely in these “silent” moments. Martha Nussbaum describes this aesthetic strategy as a form of “non-personal emotions” that transform consciousness without generating pathos.

Kaučić and Huber’s concept of “soundless mourning” can be read as a philosophical radicalization of this idea: it is not the music that speaks, but thought itself becomes the site of remembrance.

Philosophical Exercise Instead of Liturgical Action.

Britten’s work is a pacifist statement that uses religious form to subvert it. It is a requiem that does not redeem, but confronts. Scholars describe it as an “artistic pacifist statement” and a commentary on the senselessness of war. Kaučić and Huber’s term exercitatio pro defunctis—a philosophical exercise for the dead—fits precisely here.

Britten’s requiem is not a prayer, but an ethical practice, a reflection on war, the body, violence, and responsibility.

Absence of Pathos—and Britten’s Anti-Pathos.

Wilfred Owen’s poems, which Britten incorporates, are radically antiheroic. They refuse any form of glorification. The music follows this stance by employing unrest, dissonance, and fragmentation where traditional requiems would offer harmony and comfort.

Analysis shows that Britten even consciously breaks or ironizes musical symbols of peace or redemption. Kaučić and Huber’s text describes exactly this attitude: a remembrance beyond pathos, beyond symbolic exaltation—a remembrance that does not conceal, but reveals the incomprehensibility of war.

Individual Remembrance Instead of Collective Liturgy.

Britten’s work was composed for the consecration of the new Coventry Cathedral—a place itself embodying war destruction. Yet the work refuses any national or religious appropriation. It is a requiem for all the dead, not for “our” dead.

Kaučić and Huber’s text radicalizes this idea by fully individualizing remembrance. Mourning is no longer regulated by collective rituals, but by personal, thinking practice.

Britten breaks the ritual – ALH & GK establish a requiem without ritual.

Britten works with silence – GK & ALH make silence the medium of mourning.

Britten strips the requiem of its religious function—GK & ALH transform it into a philosophical exercise.

Britten reveals the incomprehensibility of war – ALH & GK make this incomprehensibility the center of remembrance.

The relationship between Britten and the “soundless” form is not merely an analogy, but a shift in the fundamental attitude toward the requiem itself. The question of whether this should be understood as an extension, contrast, or radical consequence can be meaningfully explored along three axes.

How Britten’s approach shifts when one thinks it through to its philosophical and to its analytically necessary conclusions.

1. Expansion – the Requiem as an open space rather than a liturgical form 

Britten already releases the Requiem from its sacred binding by inscribing Wilfred Owen’s poems into it, thereby perforating the ritual. A “soundless” form could carry this opening further.

Not only the text is broken, but the medium itself.

The Requiem is no longer sung, but thought.

Silence becomes not merely a dramaturgical device, but a supporting structure.

In this sense, Kaučić and Huber’s form would be a consistent expansion. It takes Britten’s gesture seriously and radicalizes it without contradicting it.

2. ContrastBritten works against the ritual, Kaučić and Huber beyond it 

Despite all ruptures, Britten remains within musical discourse.

He composes conflict, dissonance, fragmentation.

He shows the ungraspability of war by making it audible.

The “soundless” form, by contrast, refuses discourse itself.

It withdraws from aesthetic representation.

It does not make the ungraspable audible, but inaudible.

This is a qualitative leap: no longer the representation of the unsayable, but the renunciation of representation.

Thus a contrast emerges that does not continue Britten’s approach but surpasses it.

3. Radical consequencesilence as the only adequate response 

One could say, –  if Britten shows that war cannot be represented, then the logical consequence is to cease representing it.

The Requiem loses not only its religious function, but also its aesthetic one.

What remains is a space for thinking, not for hearing.

In this reading, Kaučić and Huber’s form is not merely a continuation but the final form of a process Britten initiated.

This is where the decisive difference lies.

Britten works within music to make its limits visible.

Kaučić and Huber work outside music so that these limits no longer need to be crossed.

This is the point at which one must decide whether to understand their form as expansion or as consequence.

Expansion, if one sees it as a new aesthetic possibility.

Consequence, if one reads it as the necessary response to Britten’s diagnosis.

Contrast, if one emphasizes that Kaučić and Huber leave the medium Britten still uses.

How do you yourselves understand the role of silence — as an aesthetic form, an ethical stance, or a philosophical method?

If we (GK & ALH) consider all three roles of silence together — aesthetic form, ethical stance, and philosophical method — a very dense, almost three‑dimensional structure emerges.

Each of these layers transforms the others, and this is precisely where the true radicality of our approach lies.

As an aesthetic form, silence becomes a material that is not simply “nothing,” but a consciously placed void. It has contour, duration, tension. In this perspective, it still stands in dialogue with Britten — a compositional means, only extremely reduced.

As an ethical stance, silence becomes a response to the ungraspable.

It refuses the aesthetic appropriation of suffering. It says that any representation would already be a form of over‑shaping. Here the distance from Britten begins — no longer showing the unshowable, but remaining silent before it.

As a philosophical method, silence becomes a space for thought. It forces self‑encounter, reflection on the conditions of remembrance itself. It is no longer expression but frame — no longer medium but condition.

These three layers are not additive but interwoven.

Aesthetic silence gains ethical weight, ethical silence gains philosophical depth, and philosophical silence becomes experienceable only through aesthetic form.

What emerges from this? A Requiem that no longer “takes place.”

If one combines these three dimensions, something arises that can hardly be described as a Requiem in the traditional sense.

It does not sound.

It performs no ritual.

It represents nothing.

One could say it is a Requiem that no longer takes place, but occurs — in the consciousness of those who expose themselves to it.

This is the point at which it detaches from Britten.

Why this is a radical continuation.

Britten shows the limits of musical representation.

We take these limits seriously and make them our starting point.

For Britten, music remains the site of conflict.

For us, the absence of music becomes the site of responsibility.

This is not merely an aesthetic decision, but an ethical‑philosophical one. Silence is no longer a means, but a consequence.

The community that arises in such a moment is neither purely listening, nor purely thinking, nor purely silent. It is a form of togetherness that emerges from the shared responsibility for silence. This is the decisive step our approach takes beyond Britten.

Silence is no longer a dramaturgical device, but an ethical space that all present must actively sustain.

Silence as a shared space of responsibility.

In our model, silence is not absence, but the presence of a task.

It demands alertness — because silence holds only when consciously maintained.

It demands self‑restraint — because no one can dominate it.

And it demands co‑responsibility — because it exists only if all accept it.

Thus a community arises that is not formed by sound (as in a concert), but by shared endurance.

Those present become a community not through communication, but through resonance.

They do not hear something.    They hear themselves into the silence.

They do not think together, but they think side by side.

They do not simply remain silent.    They carry a silence.

This makes the community fragile, but also radical.

It is not defined by identity or opinion, but by a shared stance.

Why this is something third.

This form of community is neither liturgical (as in ritual), nor aesthetic (as in concert), nor political (as in assembly).

It is a situational, fragile, ethical community that exists only in the moment and cannot be institutionalized.

One could say it is a community not connected by sameness, but by simultaneity.

It arises because all present expose themselves to silence — and thus to the responsibility it implies.

The consequence for remembrance.

If silence is form, stance, and method, then remembrance becomes not an act of recalling, but an act of bearing.

The community arises not through the object of remembrance, but through the manner in which one approaches it.

Without overwhelming, without aesthetic over‑shaping, without narrative relief.

(GK & ALH)

Conclusion.   

Kaučić and Huber’s work can thus be situated within a network of thinkers and artists who engage with the impossibility of truth, the necessity of new mourning rituals, and the simultaneity of the non-simultaneous in war.

Particularly fruitful are the connections to Agamben (structure of war), Butler (politics of mourning), Nancy (community of mortals), Bataille, Blanchot, Derrida, and Celan (language after catastrophe).

(Transl.: GK & ALH)

War Requiem I

Krieg und Wahrheit / War and Truth. War Requiem.  (Dt./Engl.) 15.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/15/krieg-und-wahrheit/

War Requiem  II

Krieg und Wahrheit / War and Truth,- eine Ergänzung (Dt./Engl.) 28.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/28/krieg-und-wahrheit-war-and-truth-eine-ergaenzung/

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at

If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me/us, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at

Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna

Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

…around the clock …around the world…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

To contact us, please use only these emails:

g.kaucic[at]chello[dot]at or gack[at]chello.at

Projekte / Projects (1989 – 2026 ff.) 37 Jahre Philosophische Praxis Wien GK & ALH

Mehr dazu siehe unseren Teaser und unseren Footer sowie die übrigen Postings iBlogspot-Blog 2014 ff

Homepage: 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html?m=1

https://web.archive.org/web/20250910172931/https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html?m=1

Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026), Österreichische Philosophin, Grammatologische Philosophische Praxis Wien

Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, –
Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)

Gerhard Kaučić (Dr. phil., 67, 2026), Österreichischer Philosoph, Grammatologische Philosophische Praxis Wien

Grammatologische Philosophische Praxis Wien

Demokratie leben Living Democracy Demokratie leben !!!

       Demokratie leben   !     Living Democracy !

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Ich denke, jene, die autoritär denken und handeln, unterliegen einigen Grundirrtümern aufgrund vieler Fehlannahmen infolge unhinterfragter und nicht in deren Horizont des Denkens liegender Denkvoraussetzungen.  Unfähigkeit zur Selbstreflektion!

Gerhard Kaučić (67, 2026), Philosoph

Gerhard Kaučić (geb. 1959), Philosopher, Writer, Trans-lator, Philosophical Practitioner, Queer Theorist, Deconstruction, Queertheoretiker, Philosophischer Praktiker, Schriftsteller, Über-Setzer, Philosoph, Grammatologe, Autor, Wien, Austria, Europe


Gründer (1989) der ersten grammatologischen philosophischen Praxis (GPP) weltweit, – 37 years Philosophical Practitioner Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax, Vienna, Austria, Europe


Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“
 (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011)

Anna Lydia Huber (67, 2026), Philosophin

Anna Lydia Huber (MSc, geb. 1959, Alter 67, 2026), Philosophische Praxis 2009 ff.
Philosophische Praktikerin/Praktische Philosophie, Sprachanalytische Philosophie, Dekonstruktion, Schriftstellerin,  Übersetzerin, Österreichische Philosophin, Europäische Philosophin

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus meiner/unserer Philosophischen Praxis

Wien 37 Jahre Praxis Jubiläum (1989-2026 ff.) Jubilaeum 37 Jahre PP 2026

Grammatologische PHILOSOPHISCHE PRAXIS  GERHARD KAUCIC / DJAY PHILPRAX & ANNA LYDIA HUBER WIEN ÖSTERREICH EUROPA

Die Lehre der Lekritüre der Grammatologie.

Eine jede „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv.

Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Mit Turnheim behaupte ich eine grundsätzliche Verwandtschaft von Psychoanalyse und Demokratie und von Dekonstruktion und Demokratie. Alle drei Namen sprechen von der Irreduktibilität der Singularität bei gleichzeitiger versuchter Wiederholbarkeit!

Psychoanalyse und Dekonstruktion behaupten beide eine Irreduzibilität der Hetero-Affektion in der Erfahrung eines „Eigenen“ und beide gehen von einem Wirken eines inneren Fremdkörpers aus!

Die Illisibilität eines jeden Textes und seine „Grundlosigkeit“! (vgl. Michael Turnheim, Das Andere im Gleichen, S. 11)

Der Analytiker ist ein Leser, eine Leserin. Und! Der Analytiker wird zum Schreiber, zum Schriftsteller als lesenden.

Text bleibt unlesbar lesbar ! (vgl. R. Barthes Illisibilität)

Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Affizierungen !

Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen.

Zur Frage und zum Wort „Dekonstruktion“ vgl. Jacques Derridas „Überlegungen“ in einem „Brief an einen japanischen Freund“ aus dem Jahr 1985, übersetzt ins Deutsche und abgedruckt in: J. Derrida, Psyche. Erfindungen des Anderen II. Wien 2013 (Passagen Vlg.), S. 15 – 22.

„Das Wort „deconstruction“  bezieht, wie jedes andere auch, seinen Bedeutungswert nur von einer Einschreibung in eine Kette möglicher Substitutionen, in das, was man so seelenruhig einen „Kontext“ nennt.“ (ebda., S. 21)

„Allem Anschein zum Trotz ist die Dekonstruktion jedenfalls weder eine Analyse noch eine Kritik …

Eine Analyse ist sie insbesondere deshalb nicht, weil die Zerlegung (décomposition) einer Struktur kein Rückgang zum einfachen Element, zu einem nicht weiter zerlegbaren Ursprung ist.

Diese Werte, wie der der Analyse, sind selbst der Dekonstruktion unterworfene Philosopheme.“ ( S. 19)


„Die Dekonstruktion hat Statt, sie ist ein Ereignis (événement), das nicht erst auf die Überlegung, das Bewußtsein oder die Organisation des Subjekts, nicht einmal der Moderne, wartet. 

Es dekonstruiert sich.“ (S. 20)   

Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“ (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011

Die Dekonstruktion hat notwendigerweise von innen her zu operieren, sich aller subversiven, strategischen und ökonomischen Mittel der alten Struktur zu bedienen, sich ihrer strukturell zu bedienen“ (DerridaGrammatologie, S. 45), um schließlich den nicht strukturell zu erfassenden Praxischarakter der Wahrheit freizulegen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An-und Abwesendsein der Wahrheit, des etwas Erblickens und dadurch anderes Aus-dem-Blickfeld-Ausschließens. (H. Kimmerle, J. Derrida zur Einführung, S. 49)

Und Dekonstruktion erschließt beziehungsweise eröffnet einen Zugang zum Anderen durch Entdeckungen von Unbekanntem oder bisher Ungedachtem.

Dekonstruktion läßt sich nicht definieren und nicht abschließen (vgl. dazu J. Derrida, Limited Inc, S. 171 ff.).

Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates. Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.

Ein Text, der vielleicht aus gewohnter (binärer) These und Antithese besteht, enthüllt, wenn er dekonstruiert wird, beispielsweise eine Vielzahl von Perspektiven, die gleichzeitig vorhanden sind, – oft in Konflikt miteinander.

Dieser Konflikt aber wird durch die Dekonstruktion erst sichtbar.

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) könnte dazu einen nicht wenig gewichtigen Beitrag leisten, denke ich.

Denken wir.

ALH & GK

Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsere Charakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), – 

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2025/03/latest-news-information.html?m=1

In einen Dialog treten

ΜΗΔΕΙΣ AΦPENÓ-ΠΛHKTOΣ EIΣITΩ

Medeis aphrenoplektos eisito

( cf. Nietzsche ! Rousseau, Freud, Artaud, Derrida ! )

cf. bes. Beginn meines/unseres Teasers zum Blogspot-Blog 2014 ff. / nur in Web-Version sichtbar!!!  

Archiv, Archivologie, Query, Queryologie, Geschichte, Archäologie, Anarchiv, temporär verbindliche Queries, Queryology, Welt als Echtzeitarchiv, Welt als Archiv, Welt als Anarchiv

Gerhard Kaučić (geb. 1959), Philosopher, Writer, Trans-lator, Philosophical Practitioner, Queer Theorist, Deconstruction, Queertheoretiker, Philosophischer Praktiker, Schriftsteller, Über-Setzer, Philosoph, Grammatologe, Autor, Wien, Austria, Europe

Dr. Gerhard Kaucic, Gründer (1989) der ersten grammatologischen philosophischen Praxis weltweit, – 36 years Philosophical Practitioner Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax, Vienna, Austria, Europe

Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“
 (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011)

Anna Lydia Huber (MSc, geb. 1959, Alter 66, 2025), Philosophische Praxis 2009 ff.
Philosophische Praktikerin/Praktische Philosophie, Sprachanalytische Philosophie, Dekonstruktion, Schriftstellerin,  Übersetzerin, Österreichische Philosophin, Europäische Philosophin

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus meiner/unserer Philosophischen Praxis

Wien 36 Jahre Praxis Jubiläum (1989-2025 ff.) Jubilaeum 36 Jahre PP 2025

Wohinein treten wir dabei?     In einen leeren Raum? 

Ohne Ansager oder gar Anführer? Alle können daran teilhaben? Jede(r) kann sich zu Wort melden!

Zuallererst sollte niemand eine Vorgabe machen wollen. Alles muß offen bleiben.

Das erste Ziel ist die Kommunikation selbst. Es soll kommuniziert werden und das möglichst aufrichtig und frei von Druck und jede(r) nach dem je eigenen Vermögen/Können. 

So meinen die Kommunikationstrainer verschiedenster Provenienz. 

Ist das realistisch? Bedingt die unterschiedliche Sprechfähigkeit/Sprachfähigkeit nicht von vornherein komplett unterschiedliche Ausgangsdispositionen?

In einen Dialog mit jemanden treten, sei das Ziel und der Weg zu einem Frieden ( im Gegensatz zum Polémos, einem „Krieg“ in irgendeiner Art und Weise, – ob staatlich oder ethnisch oder religiös oder familiär ) oder zumindest der Weg zu einem annehmbaren Kompromiß und also einem „Vertrag“(!). 

Ein Vertrag, – ein „Vertragen“ in irgendeiner geregelten Weise! Kontraktualismus! 

Dialoge als Kommunikationen der Verhandlung von etwas sind zweifellos eine Notwendigkeit in unser aller Leben. 

Aber Dialoge, die „tiefer“ gehen sollen, sogenannte tiefergehende Fragen behandeln sollen, da wird es schwierig werden einen Kompromiß „auszuhandeln“(!).

Dialogversuche  dieser Art sind kein Geschäft, keine Verhandlungen mit Anpassungsdruck und Zweck. Dabei gibt es nicht das, was wir unter „Ziel“ von Dialog verstehen könnten!? 

Wenn die Kommunikation „von etwas/zu etwas“(!) schwierig zu fassen, in Worte zu fassen, ist, dann wird es erst so richtig spannend.

Da braucht es ein Setting des Vertrauens und die Möglichkeit, einen Gesprächspartner, eine Dialogpartnerin so weit kennen lernen zu können, daß ein Miteinander-um-ein-Thema-ringen entstehen kann. Ein so genanntes, zurecht so genanntes Vertrauensverhältnis!

Ein solches Vertrauensverhältnis baut unter anderem auf die Äußerung unserer Meinungen, ohne daß wir diese Meinungen als Wahrheiten verstehen wollten.

Es sind sehr oft im Gedächtnis verankerte subjektive Erfahrungen, die unseren Meinungen zugrunde liegen. Wir äußern diese sehr oft ohne sie zu reflektieren, ohne sie zu befragen und sie eines Objektivitätsanspruches zu entkleiden.

Erst wenn wir das tun, – äußern und reflektieren, äußern und zur Debatte stellen, äußern ohne zu behaupten(!), – erst dann werden wir frei, erst dann werden wir reif für den „leeren Raum„, den leeren Gesprächsraum, in den wir eintreten wollen und wollten. 

Wir wollen den anderen hören, ihm zuhören und mit ihm/ihr über das Geäußerte gemeinsam nachdenken.

Denken und sprechen mit Überlegung und ohne Angst vor Überrolltwerden, ohne Angst sanktioniert zu werden, – in der steten Hoffnung erkannt zu werden in der Reflexion. Und erkannt zu werden in der stets drohenden Inkommunikabilität

( cf. Teaser Blogspot-Blog 2014 ff.!

und vgl. bes. meine Dissertation von 1986,-

G. K.: „Grammatotechne als Grammatologie der „Herzgewächse“ oder von der Inkommunikabilität„. Salzburg 1986, 344 S.

Zu Jacques Derridas Dekonstruktion und Hans Wollschlägers „Herzgewächse“ (Roman), Dekonstruktion der Kommunikationsproblematizität inkl. „Unlesbarkeit“ / „Illisibilität“ (R Barthes, W. Hamacher, Paul de Man) … 1986

https://permalink.obvsg.at/AC02072855

Und (vorerst) zuallererst:

Denken und Sprechen  https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2025/03/17/denken-und-sprechen/

Die Spur von etwas gilt es vor dem Seienden zu denken! (Derrida)

Heraklit schon nennt die wach Denkenden die, die die Dinge nicht „so denken, wie sie ihnen begegnen“.

„   , – das Geheimnis des Kommunikativen in der andauernd

bedrohlichen Inkommunikabilität

Performativität / Performativity ! ( J. Derrida, „Signatur, Ereignis, Kontext“ / J. Butler, „Excitable Speech. A Politics of the Performative“ / E. Fischer-Lichte, „Ästhetik des Performativen“)

Parekbase, Parabase (Schlegel, Barthes, Derrida, Cončić-Kaučić) !

Der Reduzierung, der Verfälschung, der Erniedrigung, der Kastrierung des „Textes“ durch den „Kommentar“ entgehen!

The „commentary“ always restricts the „text“!

Performanz / Performance !

Textpolitik !

Textperformanz / Wiederholung / Iterabilität /  Markierung !

Dissemination / Idiom ! Performativität! Performativity!

Textmusik / Textbild / Koloratur / Stimme / Textur !

Textkonfiguration

Was ist eine Information? Was ist ein Satz? Was ist eine Frage? Was bedingt eine Frage?

Philosophische Praxis als Überwindung der Angst! Der ewige Konflikt mit Autorität als permanent dekonstruktiver Versuch von Kommunikation, – das Geheimnis des Kommunikativen in der andauernd bedrohlichen Inkommunikabilität. Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, indem wir die Ideologeme und deren Codes analysieren und dekonstruieren.

Jeder Satz hat zu wenig Zeit. Jeder Satz verdrängt, indem er springt. Er verdrängt viele andere mögliche und notwendige (!) Sätze (mehr vgl. mein/unser Youtube-Video zu „Der Satz“).

Jeder Satz, jedes Wort, jeder Code treibt sein Wesen und sein Unwesen in der Inkommunikabilität!

Jeder Satz grüßt ein Gespenst. Jeder Satz ist ein Gespenst.

Jeder Satz in einer jeden Setzung und einer jeden Sitzung (auch der in einer PP/Philosophischen Praxis).

Ich sollte/wir sollten immer die Möglichkeit haben, alle psychoanalytischen, ökonomischen, politischen und juridischen Implikationen des oben Gesagten/Gesetzten darzulegen.

Ich verweise alle LeserInnen auf meine/unsere Publikationen im Netz und auf die Veröffentlichungen auf Papier.

Das Terrain der Lektüre ist abgründig(!) und unbegrenzbar!

Heraufkunft des Selbst! Markierungen!

S e l b s t – R e f l e k t i v i t ä t

Reflektivität

Selbstreflektivität

Gerhard Kaučić, „§ ParaGraphie : D i f f e r ä n z“, – in: G. K.: Grammatotechne als Grammatologie der HERZGEWÄCHSE oder von der Inkommunikabilität. Salzburg 1986, S. 74-84.

und bes.:

J. Derrida, La différance, – in: „Randgänge der Philosophie“. Wien 1988 (Passagen Verlag), S. 29-52.

Was und wie wäre eine angemessene Denkpraxis heute.

Worin >ist<(!) Philosophie heute denkbar und wodurch bzw woheraus ist das, was wir mit Philosophie je unterschiedlich meinen, zu praktizieren.

Der Begriff(!) Différance stellt den Menschen in gewissem Sinne in Frage und zeichnet dadurch die Geschichte des Lebens überhaupt.

Noch einmal zum Humanismus als Logozentrismus bzw Phonologozentrismus.

Derrida zeigt, daß die traditionell hierarchische Anordnung der beiden Bestandteile des Z e i c h e n s dekonstruktiv verkehrt werden muß. Bis hinein in die moderne Sprachwissenschaft wird nämlich die ideelle Bedeutung eines Zeichens, S i g n i f i k a t (die Vorstellung) genannt, dem materiellen Träger der Bedeutung, S i g n i f i k a n t (das Laut – oder Schriftbild) genannt, übergeordnet. Stets wird versucht, den äußerlichen Signifikanten, die Schrift, auf ein transzendentales Signifikat hin auszurichten.

Denken Sie an das, was wir vorher über Religion, Gott und Mensch gesagt haben.

Vgl Sie dazu: 

https//disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2017/04/religion-und-gesellschaft-teil-2.html

Jedes Signifikat (Die Vorstellung!) befindet sich aber (laut Derrida) „immer schon in der Position des Signifikanten“ (Derrida, Grammatologie, S. 129).

Es kann keine Bedeutung geben und keinen Sinn, der der Verräumlichung und Verzeitlichung sowie dem differentiellen Spiel der Signifikantenbeziehungen entgehen könnte.

Die Schrift ist nach dieser Definition Zeichen von Zeichen, Signifikant von Signifikanten.

Mit dieser Verkehrung soll vor allem gezeigt werden, daß die Materialität des Signifikanten zum Sinn nicht etwa nachträglich und äußerlich hinzutritt, sondern umgekehrt, daß der Sinn E f f e k t einer immer schon  n a c h t r ä g l i c h e n  Signifikation ist. Derrida hat auf diese Weise das Verhältnis von Sprache und Schrift neuformuliert und umformuliert.

Durch Derridas Transformation des Schriftbegriffs geht dieser über den der Sprache hinaus und begreift diesen mit ein.

Aus all dem folgt ein völlig neues, weil mehrfach transformiertes Verständnis und Ereignis von T e x t.

Einem solchen Text(verständnis) ist das „Wesen“, die Praxis der Dekonstruktion, inhärent, also „ein-geschrieben“ (vgl. Derrida, Freud und der Schauplatz der Schrift bzw Freuds „Wunderblock“).

Das Denken der Differänz/différance ist die inhärente Praxis der „Dekonstruktion“.

Es geht darum, es geht mir in meiner Dissertation als Philosophischer Praxis

(( und dazu gehört das Gespräch, aber auch meine/unsere Schreibpraxis vorher und nachher einer jeden Setzung / Sitzung(!) ))

immer darum, Texte (geschrieben, gesprochen oder Darstellungen(!) z. B. technischer, künstlerischer, ökonomischer, politischer, institutioneller Art) in ihrer inneren Struktur und in ihrem Zusammenwirken mit anderen Texten zu erfassen.

Die Texte sind nicht nur zu analysieren und zu interpretieren, sondern durch die Praxis der Dekonstruktion ihrer Konflikthaftigkeit, ihrer Aggressivität, ihrer verdeckt mitgeführten Gehalte und Intentionen zu enttarnen.

Wir äußern Sätze gewollter analytischer Wahrheit und verdrängen dadurch gleichzeitig andere eventuale Wahrheits- oder Unwahrheitssätze.

 ((cf. Teaser und Footer in unserem Blog ( Philosophical Practices / Politics / Disseminations Philosophische Praxis G Kaučić & AL Huber  https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html  ), dt. u. engl., nur in Webversion sichtbar )),

Wo liegt der Grenzübergang vom Tier zum Menschen?

Das ist spannend und aufregend. Gibt es überhaupt so etwas wie eine Grenzziehungsmöglichkeit?!

Ich stelle diese Frage ganz ohne die Absicht, den Menschen zum Tier machen zu wollen.

Wir sind tier – lich, aber eben nicht tierisch allein. Und was heißt hier T i e r ! ( in diesem Blog,- vgl. mein BlogPosting „Tierphilosophie“ !!! )

Tiere sind! Sind viele verschiedene Individuen! Und jedes Tier für sich einzigartig !!!

Und manche Tiere besitzen sogar sogenannte menschliche Eigenschaften wie Gedächtnisinhalte, Technikvermögen, spezielles Können, Schlußfolgerungsfähigkeit, Liebe, Kommunikation u.a.! Und teilweise sogar Bewußtsein!

Jacques Derridas Phonologozentrismus bedeutet unter anderem, daß jeder Humanismus logozentristisch ist und jede Metaphysik ein Humanismus sei.

Auch wenn das bis heute die meisten Philosophen und Philosophinnen nicht gerne hören wollen.

Der Humanismus als Metaphysik ist der Feind der Tiere.

Der Feind der Tiere und schließlich auch der Feind der Menschen.

Ich kann jetzt hier(!) nicht alles aufrollen (das geht uns immer so!), schauen Sie meine/unsere Tierphilosophie im Blog an, – lesen Sie Derridas Arbeiten dazu und achten Sie auf den „Sünden“(!) – Katalog, – meine/unsere rote Liste zur „kommenden Demokratie“! (Stichwort „Artensterben“, „Klimawandel“, … etc.; immer zu finden im Anhang eines jeden Postings in roter Schrift, engl. u. dt. im Blogspot-Blog 2014 ff.).

Wenn die Grammatologie „nicht eine Wissenschaft vom Menschen sein kann“ , dann genau deshalb, „weil sie von Anfang an die für sie grundlegende Frage nach dem Namen des Menschen stellt“ (J. Derrida, Grammatologie, Frf. 1974, S. 148).

Um all das geht es in dieser Dissertation und unseren folgenden Arbeiten, begleitet von Publikationen auf Papier und im Netz: Gerhard Kaučić (Dr. phil.), Anna Lydia Huber (MSc), Jg. ’59 Gespräch, Diskurs, Dekonstruktion

Cf. Publikationsliste unter: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de

Wir wollen unsere Meinungen, Logiken, Schlußfolgerungen, Aufzählungen, Argumentationen, Begründungen be-denken, gemeinsam bedenken und nicht verteidigen! 

Abwägen(!), einschätzen, beurteilen, drehen und wenden und wieder beurteilen mit großer Aufmerksamkeit und Behutsamkeit und möglichst ohne Behauptungen und ohne (oft unbewußte !) Verteidigungen!!! 

Wir müssen uns dabei selbst auch mitbeobachten. Unsere Reaktionen auf Gesagtes und Gezeigtes und Gedachtes sollte zur Sprache gebracht werden und Teil des jeweiligen Themas werden. Das ist nicht immer leicht. Manchmal ergibt es kaum einen einsehbaren Sinn. Oft aber kommt es im Nachhinein zu weiteren Gedankengängen und diese sollten beim nächsten Treffen wieder in das Gespräch eingebracht werden. 

Und dann?!   Die Effekte der Eigenwahrnehmung! Die Spiegelungen im anderen zu erfassen suchen. Wir sind immer auch der andere ein Stück weit und wir sind nie ganz selbst! Auch deshalb! Unseren Körper und unsere Körperlichkeit in der Wirkung wahrnehmen und in das Reflektieren einführen. Unser Körper als Effekt der Zivilisation, Sozialisation, Kultur, Sprache! 

Unser Sprachkörper! Unsere Körperkultur! Unsere Kultur! Auch und besonders die Kultur und die Sozialisiertheit unserer Körper. Unsere permanente Subjektwerdung! 

Überzeugen, überreden, überrollen(overrulen!) sind nicht die Aufgabe und der Zweck und der Sinn von Dialog!!!   Was dann!?  

Ernst nehmen! Ernsthaft sein! Ohne Ansehen der Person und ihrer Umstände!

Philosophie und Dialog?! Philosophie als Dialog!?

Philosophische Praxis und Dialog!? Philosophische Praxis als Dialog?!

Was heißt, – in einen Dialog eintreten?

Was ist Dialog? Ist (ein) Dialog möglich? Und sinnvoll?!

Unterliegt Dialog Methoden, Settings, Raum und Zeit, Kultur, Sprache, diversen Prämissen, Wissensgraden, Sprach- und Sprechfähigkeit, Reflexionsfähigkeit, Reflexionsmöglichkeit, Theoremen, Axiomen, Politizität, Körpererfahrungen, – und auch und besonders dem, was ich mit S. Freud, J. Lacan, J. Derrida und Alenka Zupančič unter dem Unbewußten (Ubw) verstehe?

Philosophie heute. Philosophische Praxis heute.

Archiv, Archivologie, Query, Queryologie, Geschichte, Archäologie, Anarchiv, temporär verbindliche Queries, Queryology, Welt als Echtzeitarchiv, Welt als Archiv, Welt als Anarchiv



[[  P.S.:      Grammatologische Philosophische Praxis

Letztanlaß für die Niederschrift dieser Zeilen zum Thema „Dialog“ war für mich meine seinerzeit durchgeführte Philosophische Praxis mit einem katholischen Theologen aus dem Stift Heiligenkreuz. 

Unser Gespräch bezog sich auf die Thematik Hassen und Lieben mit und ohne Dialogfähigkeit und den Zeichencharakter von Sprache und Sprechen, insbes. unter Berücksichtigung der Semiologie Roland Barthes‘. 

PP im schönen Stift Heiligenkreuz im Wienerwald samt Spaziergang über den Stiftshügel bei mildem Sonnenschein; 

PP am 26. 09. 2016, – ca. 3 Stunden, 13.00 – 16.00 Uhr; ]]  

Der Sinn der Welt

Die Sinne der Welt

Sense Interlacements Inkommunikabilität

Philosophische Praxis die rätselhafte und verstörende Notwendigkeit

Von Kommunikation

Grammatologische Philosophische Praxis die rätselhafte Notwendigkeit 

von Kommunikation

Archiv, Archivologie, Query, Queryologie, Geschichte, Archäologie, Anarchiv, temporär verbindliche Queries, Queryology, Welt als Echtzeitarchiv, Welt als Archiv, Welt als Anarchiv

Was ist philosophische Praxis? ( vgl. auch „Was ist Philosophische Praxis? Teil I: Ein Zuschnitt“ ;  und siehe auch  Teaser Blogspot-Blog 2014 ff. ! )  

What is philosophical Practice?

Was geschieht in meiner Philosophischen Praxis.


Dialog, Gespräch, Dialog und was dann!?

Gespräch / Ge-spräch !!!

Du möchtest DIALOG

Du begehrst Dialog

Was ist, – D i a L o g

Ich als Individuum kann alles, was möglich ist, denken. Aber fast (!) alles ist schon gedacht worden und sogar in Büchern niedergeschrieben worden. Alles Gesagte findest „DU“ in der Sprache. Ohne Quellenangabe. Irgendein Kollektiv verantwortet den Ursprung, die Ursprünge! Niemand kann diese identifizieren. Keine Signatur!

Der Dialog verbindet die Menschen. Immer gibt es viele Meinungen. Immer gibt es viele Voraussetzungen. Die Menschen sind sich dieser meist nicht bewußt!

Menschen im Dialog versuchen ihre Meinungen zu stützen. Sie verteidigen ihre Annahmen. Oft geschieht das unbewußt.

Der Dia-log, der Dialog birgt und gibt einen Widerstand. Dieser Widerstand erfordert Raum. Einen Raum der Verteidigung! Dieser verbraucht Zeit! Beides erzeugt einen Rhythmus des Logos. 

Vielleicht einen Zauderrhythmus (cf. Freud)!? Und jede und jeder Antwortende ist allein und erhält vielleicht (! Kafkas „Vor dem Gesetz“!?) Zugang.

((( !!! vgl. unbedingt und zuallererst zum Wort „Kommunikation“ und zur Bedeutung und zur Situierung im semantischen Feld von Kommunikation Jacques Derridas „Signatur Ereignis Kontext“ , – in: Randgänge der Philosophie. Wien 1988, S. 291ff. !!!)))   mehr   dazu   im   Teaser Blogspot-Blog 2014 ff.  oben !  

zum je eigenen Narzißmus und zur Situationsgebundenheit in (m)einer Philosophischen Praxis: vgl. Blogpost Was ist Philosophische Praxis? (I) Teil 1: Ein Zuschnitt“ und Teaser !!

face à face:

Die narzißtische Beziehung – und eine „Beziehung“ ohne Narzißmus ist nicht denkbar – begründet die imaginäre Definition einer jeden menschlichen Beziehung.

                   Was ist philosophische Praxis?

siehe:

Blogpost:  Was ist Philosophische Praxis? (I)  Teil 1

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2015/12/was-ist-philosophische-praxis.html   

Blogpost: Was ist Philosophische Praxis? (II)  Teil 2

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2016/01/was-ist-philosophische-praxis-ii.html  

Blogpost: Was ist Philosophische Praxis? (III)  Teil 3

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

Sätze, die die Welt bedeuten!

Sätze, die die Wahrheit deuten!

Was die philosophische Praxis will und kann, – auf der Suche nach dem wahrhaftigen Leben, „dem wahren Leben“.

Grundsätze!? Wahrheitssätze!? Ein Satz Wahrheit!

Unsere Wortverwendung und –setzung muß diese Diskursformationen des Wortvertrauens, des Bewußtseinsglaubens, unterbrechen, verschieben, durchkreuzen.

So steigt ein Unmittelbares direkt inmitten aus der Dekonstruktion auf. Direkt aus der Signatur. Aus der Nachträglichkeit und seiner Spur. Aus dem „Wie“ der Vermittlung selbst ! Aus dem Text selbst!

Sofern die Spielregel und die Zusammensetzung unwahrnehmbar bleiben. Zumindest während einer ersten bewußten Lektüre.

Hier entsteigt uns (!) die Wahrnehmung und Wahrnehmbarkeit eines wirklichen Hier und Jetzt, das immer schon a n d e r s ist und anders sein wird und anders sein könnte.

Das Erblühen einer Empfindung durch das Erinnern eines Eindrucks in der permanenten Verschiebung in der vermeintlichen „Anwesenheit“ (von etwas und etwas und etwas; cf. Teaser meines Blogspot-Blogs 2014 ff. und meine Videos zu Sprache und Unbewußtes) und einer vermeintlichen aber realen „Abwesenheit“ von etwas und umgekehrt.

Die Vivifizierung durch Dekonstruktion tut not. Die Befreiung aus der Trübsal der Einsinnigkeit des Wortes, der Simplizität der Wörter, der Totalität der Glaubenssätze, der Aussagefähigkeit nicht kontextualisierter Sätze. Mißtraut den Parolen! Mißtraut den Sätzen!

Jeder Satz ein Sprung. Welten zwischen den Sätzen. Welten in den Sätzen. Welt in jedem Satz, – in jedem Sprung!

Ästhetisch und ethisch zeitgleich. Konfigurationen an Wissen und Würdigkeit. Wer nichts (!) weiß, muß alles (!) g l a u b e n !

Wer nichts glaubt, muß vieles wissen (wollen)!

Entlang menschenrechtlich gesetzter und zu setzender Gesetze! Ge-setze!

Arrangements in einer Arbeit des In-Beziehung-Setzens! Metapher statt Metaphysik! Literatur! Übertragung!

Die Metapher, die hinüberträgt auf ein je Anderes. Die Schönheit des Hier und Jetzt in der Übertragung als Beziehung zwischen Anwesenheit und Abwesenheit.

Keine Projektionen einer anderen oder gar jenseitigen Welt!

Hier und Jetzt!

Das Spiel des Texts der Welt als das Spiel der Arbeit eines In-Beziehung-Setzens von Anwesenheit und Abwesenheit in Sinnarrangements und Bedeutungskonfigurationen.

Offen, transparent, kritisierbar, justierbar, verschiebbar, endlich, temporär, spatial und im Etwas von Jetzt und Jetzt und Jetzt und etwas und etwas …

Die Moderne liegt im „und“ von etwas und etwas! Das Und kennt keinen Beginn von etwas, kein anfängliches Erkennen, kein ursprüngliches Beginnen.

Die Spur von etwas gilt es vor dem Seienden zu denken! (Derrida)

Heraklit schon nennt die wach Denkenden die, die die Dinge nicht „so denken, wie sie ihnen begegnen“.

Die, die nicht nur und bloß im Hier und Jetzt leben (zu wollen glauben), sondern die zwischen den „etwas“ leben und denken,

„anwesend-abwesend“, sich nie vollständig präsent wissend/denkend.

Bewußtheit im Ubw.

Leben ist (!), wenn sich das Eine im Anderen erhellt.

Dann hat man „das wahre Leben“ entdeckt. Muß es nicht mehr verzweifelt woanders suchen oder es in einem Jenseits von Hier (und Jetzt) erhoffen.

…………….———————-…………………

(Associate 2009 ff.)

PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA

[[ In Klammern:

Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!

Klammern zu ]]

DR. GERHARD KAUČIĆ / DJAY PHILPRAX (JG. 1959) LEITER EINER PHILOSOPHISCHEN PRAXIS SEIT 1989

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren.

Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer

Gerhard Kaučić,

b. 1959, Philosopher, Writer, 66, 2025

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Titel von Gerhard Anna Cončić-Kaučić bei Passagen

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON II
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON III
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON I
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt.
Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden.
„Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON IV
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt.
Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON V
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttel nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

In English:

CORONA WHEELING CROWNING

The leap. Leaving the book. The production, the emancipation, the liberation of writing.

……………………. Semeion Aoristicon oder zur Autobiographie Sem Schauns …………………..

……. THE SENTENCE ………. the jump ……… the set ……. the leap o f ….

I ask if Sem VI is not my / our blog composition !?!

I ask (me / us) if Sem VII is not my / our blog.

I ask if my/our blog will not be Sem VI and Sem VII?

And shall be!

Or must be?

Already is, will be or even must be and will have to be !?!

The set. The leaving of the book.

The production, the emancipation, the liberation of the writing.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns

If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at

Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna, Austria, Europe

Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world

Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

around the clock …around the world

cf. Jacques DerridaSignatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

To contact us, please use only these emails:

Homepage: 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html?m=1

Österreichische Philosophie der Gegenwart 

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax geb. 1959, Dr. phil., Alter 66, 2025

Anna Lydia Huber geb. 1959, MSc, Alter 66, 2025, Wien

Philosophische Praxis 1989 ff.  

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus unserer Philosophischen Praxis in Wien und in der Welt andernorts

Kann man Philosophieren/Philosophie innerhalb der Grenzen von Nationalstaaten kennzeichnen, auszeichnen und damit abgrenzen, einsperren, umzäunen und zähmen?

Gegenwartsphilosophie in Salzburg, Innsbruck, Graz, Klagenfurt, Wien?

Gegenwartsphilosophie in Deutschland?

Gegenwartsphilosophie in Bayern?

Gegenwartsphilosophie in Frankreich?

Gegenwartsphilosophie in der Schweiz?

Gegenwartsphilosophie in Italien?

Gegenwartsphilosophie in Spanien? 

Gegenwartsphilosophie in Griechenland? 

Gegenwartsphilosophie in Island? 

Gegenwartsphilosophie in Irland? 

Gegenwartsphilosophie in Katalonien?

Gegenwartsphilosophie in Brasilien?

Gegenwartsphilosophie in Kanada?

Gegenwartsphilosophie in Argentinien?

Gegenwartsphilosophie in Mexiko?

Gegenwartsphilosophie in Vietnam?

Gegenwartsphilosophie in Indonesien?

Gegenwartsphilosophie in Thailand?

Gegenwartsphilosophie in Äthiopien?

Gegenwartsphilosophie in Japan?

Gegenwartsphilosophie in China?

Gegenwartsphilosophie in Indien?

Gegenwartsphilosophie in Südafrika?

Gegenwartsphilosophie in Holland, Niederlande?

Gegenwartsphilosophie in England, Schottland, Irland, Großbritannien?

Gegenwartsphilosophie in Schweden, Norwegen, Dänemark, Skandinavien?

Gegenwartsphilosophie in Israel?

Gegenwartsphilosophie in Ägypten?

Gegenwartsphilosophie in der Türkei?

Gegenwartsphilosophie in Iran?

Gegenwartsphilosophie in Rußland?

Gegenwartsphilosophie in Polen?

Gegenwartsliteratur in Litauen?

Gegenwartsphilosophie in den Vereinigten Staaten (USA)?

Gegenwartsphilosophie in Neuseeland?

Gegenwartsphilosophie in Australien?   

    ……….      


Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Affizierungen !

Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen.

Philosophische Praxis in neun Einheiten (2024/25) zum Thema „Philosophieren heute und wozu philosophieren(?!) wir“  
(warum und wozu philosophieren wir heute?, warum und wozu können wir heute noch(!?) ernsthaft philosophieren)

Inskriptionen, Archive, Geschichte der Philosophie, Biographien mit Voreinschreibungen, Narzißmen, …

Jacques Derrida:

„Es gibt weder den Narzißmus noch den Nicht-Narzißmus; es gibt mehr oder weniger verständnisvolle, freigiebige, offene und ausgedehnte Narzißmen, und was man normalerweise als Nicht-Narzißmus bezeichnet, ist für gewöhnlich nur die Ökonomie eines viel einladenderen und gastlicheren Narzißmus, der offen gegenüber der Erfahrung des Anderen als Anderem ist. Ich glaube, daß die Beziehung zum anderen ohne die Bewegung der narzißtischen Wiederaneignung vollkommen zerstört wäre, von vornherein zerstört. Die Beziehung zum anderen muß … – selbst wenn sie asymmetrisch bleibt, offen und ohne mögliche Wiederaneignung – sie muß eine Bewegung der Wiederaneignung in das Selbstbildnis skizzieren, damit beispielsweise Liebe möglich ist. Liebe ist narzißtisch.

Da gibt es kleine Narzißmen, da gibt es große Narzissmen, und am Ende steht der Tod als Grenze. Noch in der Erfahrung – wenn es eine ist – des Todes selbst gibt der Narzissmus nicht vollkommen auf.“ (J. Derrida, in „Auslassungspunkte“, S. 212, Passagen Verlag Wien 1998)

[ vgl. S. Freud, Zur Einführung des Narzißmus, 1914; und vgl. bes. :

J. Lacan, Écrits, s. 174 u. 187 u. Lacan, Propos sur la causalité psychique, 1946; ]

Der Narzißmus ist der erotische „Atem“ zum Anderen als sein Spiegelbild zu sich selbst.

(Gerhard Anna Concic-Kaucic)

face à face:

Die narzißtische Beziehung – und eine „Beziehung“ ohne Narzißmus ist nicht denkbar – begründet die imaginäre Definition einer jeden menschlichen Beziehung (Gerhard Kaucic).

Ich denke, ja, ich bin mir sicher, sicher für mich selbst, – politische Handlungen, Setzungen, Neuerungen, Innovationen, Interventionen, Erfahrungen berühren etwas, was viele von uns als Philosophie verstehen.

Politische Handlungen implizieren Philosophisches. Das Politische deckt sich nicht mit dem Staatlichen.

Ich hatte das Glück die großen Jahrzehnte der französischen Philosophie und Wissenschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jh. denkend und reflektierend miterlebt zu haben. Das war und ist ein großes Glück für mich.

Die Epoche „Foucault, Deleuze, Derrida u.a.“ ist eine einzigartig herausragende und im höchsten Maße einflußreiche Epoche des intellektuellen Schreibens und Denkens, die im Werk Jacques Derridas einen unausdenkbaren, einen uneinholbaren und unaufhebbaren Höhepunkt gezeitigt hat.

Eine derart intensive, dichte und wirkmächtige Macht des Denkens wird sich in der Geschichte der Menschheit nicht so schnell wieder ereignen können, wenn überhaupt.   

Die Sprache ist immer heterogen. Man schreibt immer, man spricht immer, man denkt immer, um lebendig zu bleiben, lebendig zu machen. Immer um das Leben zu befreien. Immer um Fluchtlinien zu ziehen. Das Leben von Einkerkerungen zu befreien. Um Einkerkerungen zu entkommen oder diesen zu entgehen.

ZUM PRÄLIMINÄREN ENDE EINES BEGINNS. DER BEGINN, EIN DENKEN ÜBER DEN MENSCHEN UND …

Philosophische Praxis heute. Philosophisches Denken heute.

Zum präliminären Ende eines Beginns. Der Beginn, ein Denken über den Menschen und besonders ein Denken über die „Geburt“ des Menschen.

Seit Hegel spätestens macht man sich Gedanken über das Ende des Menschen.

Von Hegel bis Horstmann und Sloterdijk und darüber hinaus.

Nun ist es allerdings erzwungenermaßen so, daß man das Ende nicht denken kann, ohne sich Gedanken zu machen über die Anfänge, die Ursprünge, den Ursprung des Menschen. Die Kortikalisierung! (Vgl. meinen BlogPost „Postanthropozän (!?) in diesem Blog)

Man kann nicht über den Tod nachdenken ohne über die Geburt nachzudenken.

In Respektierung des Wissens der Wissenschaften haben wir die Möglichkeit und vor allem die Notwendigkeit in einen Dialog einzutreten mit Jacques Derrida und seiner Beschreibung des Lebensprozesses

(cf. BlogTeaser Blogspot-Blog 2014 ff.dazu!, Deutsch/Englisch, – ich zitiere: 

Es findet sich nie und nirgends die Möglichkeit einer reinen „Präsenz“oder „Präsentation“. Jede Re-präsentation ( re-praesentatio = wieder präsent machen ! ) ist kontaminiert durch Alterität und affiziert durch Momente der Abwesenheit.

Nie wird es „präsentative Einfachheit gegeben haben“, sondern immer wieder eine weitere „Falte“, eine weitere nicht-repräsentierbare Differenz. „Was hat es auf sich mit dem Nicht-präsentierbaren oder Nicht-repräsentierbaren? Wie es denken?“ (Derrida, Psyche I, S. 122)

Strukturell unabschließbare Nachträglichkeit ( vgl. Derrida) und unendliches Spiel der Signifikanten errichten temporäre Textkonfigurationen, die der permanenten Arbeit der Übersetzung, der Interpretation und der „Dekonstruktion“ ( siehe dazu weiter unten: „Dekonstruktion als philosophische Praxis ! ) ausgesetzt sind.

Bei seiner Beschreibung der beiden Tempi, die der „Todestrieb“ ( vgl. auch bes. J. Lacan, zu „pulsion de mort“,- in: Se 2, 375 u. in: Se 11, 232 u. in: Écrits, 848 ) einerseits und die Lebenstriebe andererseits veranstalten, spricht Freud in Jenseits des Lustprinzips von einem „Zauderrhythmus“, der das Resultat dieser zwei Bewegungen darstellt.

Der Todestrieb folgt blind seiner prioritären Tendenz, das organische System an sein entropisches Ende zu bringen. Die Lebenstriebe dagegen sichern und übertragen jenes Wissen, das die Organismen in Millionen von Jahren auf ihrem Weg zum Tod erwerben.

Der Anfang des Lebens und seiner Zeichen liegt in jenem beinahe Nichts einer Falte, eines Intervalls, das Derrida an die Stelle aller Ursprünge gerückt hat, – ( der différance, J. Derrida, La différance, – in: Randgänge der Philosophie, Wien, Passagen, 1988 ) im Zusammenhang mit seinem Différance-Denken.

Das Denken des Lebens mit dem „Begriff“(!) (vgl. m. Blogpost „Dekonstruktion“ in diesem Blog!) d i f f é r a n c e, der Praxis(!) Différance.

Das ist das Neue, wenn wir vom Philosophieren sprechen. Vom Philosophieren über Anfang und Ende des Menschen.

Vom Philosophieren heute!

Philosophische Praxis! (cf. m. BlogPosts in diesem Blog)

Die philosophische Arbeit, die Arbeit der différance, bedeutet für uns die Anerkennung der eigenen Grenzen, der ethnozentrischen, der geographischen, der politgeographischen und der sprachlichen Grenzen und gleichzeitig die permanente Überschreitung dieser Grenzen ohne diese zu diffamieren oder zu diskriminieren.

Das Erbe der griechischen Philosophie ist der unaufhörliche Prozeß einer Universalisierung. Von daher auch die Universalisierung der Menschenrechte, die Ausdehnung und damit die Befreiung von ethnischen, politischen, kulturellen und sprachlichen Grenzen.

Die griechische Philosophie und ihr Erbe als europäisches Denken ist ein Denken der kritischen Kritik der Vernunft, der Verschiebung, ja der Identitätsdislokation als einer Art Bewußtseinsveränderung, der Verwandlung und der temporären Entwurzelung und Neuentwerfung

Die europäische Abstammung der Philosophie als Überwindung dieser europäischen und eurozentristischen Eingrenzung.

Die Befreiung auch vom Europazentrismus.

Die ständige Entfaltung der Universalisierung als Befreiung und Selbstbrechung. Dies ist der Widerspruch von Europa selbst.

Das Erbe der griechischen Philosophie eine Universalisierung. Das Erbe der griechischen Philosophie eine Befreiung von Zwängen und Begrenzungen kultureller, politischer, ethnischer, sexueller und sprachlicher Natur(!).

Unendliche Vervollkommnung zum Beispiel und vor allem der Menschenrechte. 

Jubilaeum, – 28 Jahre Philosophische Praxis Gerhard Kaucic, – Jubiläum (1989-2017ff) Jubilee 2017

… philosophical practices …

Kontinentale Philosophie (continental philosophy), Europäische Philosophie, Deutsche Philosophie, Französische Philosophie, Österreichische Philosophie, Philosophie Wien/Vienna, Österreich/Austria, Europa/Europe, Deutsche Philosophen heute, Deutschsprachige PhilosophInnen, Österreichische Philosophen/Philosophinnen des 20. Jahrhunderts und des 21. Jh., Philosophen und Philosophinnen der Gegenwart, Philosophierende der Gegenwart in Österreich/Europa und in der Welt

Österreichische Philosophie der Gegenwart. Philosophien der Gegenwart. PhilosophInnen heute. Österreichische Philosophen und Philosophinnen heute, in der Gegenwart, in Österreich und in der Welt.

Die Dekonstruktion als philosophische Praxis und Haltung. Wien, Österreich, Europa, Welt. Geophilosophie. Kritische Geophilosophie. Interkulturelle Philosophie. Intercultural Philosophy, Konvivialismus, Convivialism, Intercultural Philosophy, Multikulturalismus, Multiculturalism, Interkulturalismus, Interculturalism, Kosmopolitanismus, Cosmopolitanism, New Cosmopolitanism, World Philosophy, Weltphilosophie, Interculturality, Interkulturelle Kommunikation, Intercultural Communication, Inkommunikabilität, Incommunicability, individual, familial, lokal, regional, global (!!!???)

Ausgew. neueste Literatur:

Dominic Busch (2016): Rethinking Interculturality Will Require Moral Confessions: Analysing the Debate Among Convivialists, Interculturalists, Cosmopolitanists and Intercultural Communication Scholars.

Interkulturalität neu denken erfordert moralische Bekenntnisse. Die Analyse einer Debatte zwischen Vertreter*innen von Konvivialismus, Interkulturalismus, Kosmopolitismus sowie Autor*innen zur interkulturellen Kommunikation. interculture journal 15/26 (2016)

www.interculture-journal.com/index.php/icj/article/download/273/366 · PDF Datei

Centre for Global Cooperation Research (2014): Convivialist Manifesto. A declaration

of interdependence (Global Dialogues 3), with an introduction by Frank Adloff, translated

from the French by Margaret Clarke.

Duisburg: Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK / GCR21). URL:
https://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-39520/Convivialist_Manifesto_2198_0403_GD_3.pdf 

Alexander, B. K. / Arasaratnam, L. A. / Avant-Mier, R. / Durham, A., et al. (2014): Defining and Communicating What “Intercultural” and “Intercultural Communication”Means to Us. Journal of International and Intercultural Communication 7(1), pp. 14-37.

Geophilosophie, Geophilosophy, Ecopsychoanalysis, (Rousseau, Kant, Nietzsche, Philosophie und Bewegung im Raum, Nietzsches philosophische Geographie, Husserl, Merleau-Ponty, Horkheimer, Adorno, Foucault, Lyotard, Deleuze, Guattari, Derrida, Fr. M. Wimmer, St. Günzel, D. Harvey, K. Schlögel, S. Weigel, B. Neumann, Spivak : Raumtheorien, Geographien, Politiken, Denkweisen, Kommunikationshandlungen, Territorialisierungen, Deterritorialisierungen, Dekonstruktivismen, Konstruktivismen, kritische Geopolitiken(!), Dehierarchisierungen, Verschiebungen, Identitätsdislokationen, Chorologie, hyle/morphe-Strukturen als reelle/nicht reale(!) Momente des Erlebten (Husserl,Derrida), sinnliche(!) in der différance erlebte(!) bzw gestaltete Materie(!), 

„planetarisches Subjekt“, „animal turn“, „spatial turn“, Demokratiephilosophie, Interkulturelle Philosophie, Menschenrechte, Menschenpflichten 

Gerhard Kaučić, Anna Lydia Huber, Österreichische/r Philosoph:in der Gegenwart, Österreichische Philosophie der Gegenwart, (österreichische) Philosophie der Gegenwart, Gegenwartsphilosophie, Zeitgenössische Philosophie, Philosophie des 21. Jahrhunderts, Europäische Philosophie

Philosoph des Denkens der Différance, Philosophie der Différance, Praxis der Différance, Arbeit(!) der Différance 
( lies dazu „Die différance“, – in: Jacques Derrida: Randgänge der Philosophie, Passagen Verlag, Wien 1988, S. 29-52 )

Wozu philosophieren? Wozu Philosophie? Wozu praktische Philosophie? Wozu philosophische Praxis?!

Das Begehren (!) ( bitte nicht zu verwechseln mit Bedürfnis ! ) führt uns zum Begehren auch des Denkens, des Denkens des Begehrens und des irgendwie Habhaftwerdenwollens der je eigenen „Zeit“, – vgl. Teaser, Blogspot-Blog 2014 ff. ! (der Epoche, unserer Epoche!)

Der Epoché (!?) des Post-Anthropozäns!?

Das Begehren, die Leidenschaft (vgl. Teaser!), das ist das, was auf das Anwesende und auf das Abwesende (vgl. Teaser) zielt. Dies hält uns auf Trab. Das erzeugt unsere Identität.

Das Philosophieren vereint uns im Streit, hält uns in der Differenz, auch zu uns selbst, bildet uns zu KulturteilhaberInnen, die sich in ihrem Denken begreifen wollen und zu erkunden suchen.

Warum also nicht philosophieren? Warum also kein Philosophieren?!

Warum also ausgerechnet nicht Praxis der Philosophie???!!!

Die Grenzen der Begriffe und der Werte, die sich im Laufe dieser Geschichte durchgesetzt und die als selbstverständlich (als „natürlich“) betrachtet und verstanden werden (vgl. Derrida, Gesetzeskraft, Der „mystische Grund der Autorität“).
Genau das versuche ich in meiner nun schon jahrzehntelangen Arbeit in meiner Praxis zu erreichen. Ein kleiner Hinweis in eigener Sache zur Dekonstruktion muß erlaubt sein. Ich feiere den Namen, „die Signatur“ (vgl. J. Derrida) „Derrida“ (und Dekonstruktion) in vielen verschiedenen Zusammenhängen (auch) in diesem Jahr 2025. Das 36-jährige Jubiläum einer „Praxis“ im „Namen“ und durch die „Signatur“ J. D.!

36 Jahre ( 1989 – 2025 ) philosophische Praxis GK, 36 Jahre, 1989 – 2025 ff. Dekonstruktion, 36 Jahre Gespräch, Diskurs, Assoziationen, Analyse, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Komplizierung, Dekonstruktion . G. K.

Was und wie wäre eine angemessene Denkpraxis heute.

Worin >ist<(!) Philosophie heute denkbar und wodurch bzw woheraus ist das, was wir mit Philosophie je unterschiedlich meinen, zu praktizieren.

Der Begriff(!)  Différance  stellt den Menschen in gewissem Sinne in Frage und zeichnet dadurch die Geschichte des Lebens überhaupt.  

Noch  einmal zum Humanismus als Logozentrismus bzw Phonologozentrismus.  

Derrida zeigt, daß die traditionell hierarchische Anordnung der beiden Bestandteile des  Z e i c h e n s  dekonstruktiv verkehrt werden muß.

Bis hinein in die moderne Sprachwissenschaft wird nämlich die ideelle Bedeutung eines Zeichens,  S i g n i f i k a t  (die Vorstellung) genannt, dem materiellen Träger der Bedeutung,  S i g n i f i k a n t  (das Laut – oder Schriftbild) genannt, übergeordnet.   

Stets wird versucht, den äußerlichen Signifikanten, die Schrift, auf ein transzendentales Signifikat hin auszurichten.  Denken Sie an das, was wir vorher über Religion, Gott und Mensch gesagt haben.  Vgl Sie dazu: 

http://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2017/04/religion-und-gesellschaft-teil-2.html 

Jedes Signifikat (Die Vorstellung!) befindet sich aber (laut Derrida) „immer schon in der Position des Signifikanten“ (Derrida, Grammatologie, S. 129).  

Es kann keine Bedeutung geben und keinen Sinn, der der Verräumlichung und Verzeitlichung sowie dem differentiellen Spiel der Signifikantenbeziehungen entgehen könnte.  

Die Schrift ist nach dieser Definition Zeichen von Zeichen, Signifikant von Signifikanten.

Mit dieser Verkehrung soll vor allem gezeigt werden, daß die Materialität des Signifikanten zum Sinn nicht etwa nachträglich und äußerlich hinzutritt, sondern umgekehrt, daß der Sinn  E f f e k t  einer immer schon  n a c h t r ä g l i c h e n  Signifikation ist.

Derrida hat auf diese Weise das Verhältnis von Sprache und Schrift neuformuliert und umformuliert.  Durch Derridas Transformation des Schriftbegriffs geht dieser über den der Sprache hinaus und begreift diesen mit ein.   Aus all dem folgt ein völlig neues,  weil mehrfach transformiertes Verständnis  und  Ereignis  von  T e x t.

Einem solchen Text(verständnis) ist das „Wesen“, die Praxis der Dekonstruktion, inhärent, also „ein-geschrieben“ (vgl. Derrida, Freud und der Schauplatz der Schrift bzw Freuds „Wunderblock“).   Das Denken der Differänz/différance ist die inhärente Praxis der „Dekonstruktion“.   

Es geht darum, es geht mir/uns in meiner/unserer Philosophischen Praxis (( und dazu gehört das Gespräch in dieser, aber auch meine/unsere Schreibpraxis vorher und nachher einer jeden Setzung / Sitzung(!) )) immer darum, Texte  (geschrieben, gesprochen oder Darstellungen(!) z. B. technischer, künstlerischer, ökonomischer, politischer, institutioneller Art)  in ihrer inneren Struktur und in ihrem Zusammenwirken mit anderen Texten zu erfassen.  

Die Texte sind nicht nur zu analysieren und zu interpretieren, sondern durch die Praxis der Dekonstruktion ihrer Konflikthaftigkeit, ihrer Aggressivität, ihrer verdeckt mitgeführten Gehalte und Intentionen zu enttarnen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An- und Abwesendsein(!) von Wahrheit.

Wir äußern Sätze gewollter analytischer Wahrheit und verdrängen dadurch gleichzeitig andere eventuale Wahrheits- oder Unwahrheitssätze.  Jacques Derrida beschreibt mit der Erfindung seiner  D i f f é r a n c e  den Prozeß des Lebens (cf. Teaser, dt. u. engl.), in dem der Mensch ein Spezialfall ist, ein einzigartiger Fall.   Ein Zufall fast und doch ab einer gewissen zurückgelegten Strecke an Prozessen physikalischer, chemischer und dann neurologischer Art dann zunehmend stringenter, definierter, festgelegter.  

Wo liegt der Grenzübergang vom Tier zum Menschen?  Das ist spannend und aufregend. Gibt es überhaupt so etwas wie eine Grenzziehungsmöglichkeit?!  

Ich stelle diese Frage ganz ohne die Absicht, den Menschen zum Tier machen zu wollen.   Wir sind tier – lich, aber eben nicht tierisch allein.  

Und was heißt hier  T i e r ! ( in diesem Blog,-   vgl. mein BlogPosting „Tierphilosophie“ !!! )   Tiere sind viele verschiedene Individuen! Und jedes Tier für sich einzigartig !!!   

Und manche Tiere besitzen sogar sogenannte menschliche Eigenschaften wie Gedächtnisinhalte, Technikvermögen, spezielles Können, Schlußfolgerungsfähigkeit, Liebe, Kommunikation u.a.!   Und teilweise sogar Bewußtsein!  

Jacques Derridas Phonologozentrismus bedeutet unter anderem, daß jeder Humanismus logozentristisch ist und jede Metaphysik ein Humanismus sei.  

Auch wenn das bis heute die meisten Philosophen und Philosophinnen nicht gerne hören wollen.

Ich kann jetzt hier(!) nicht alles aufrollen (das geht uns immer so!), schauen Sie meine Tierphilosophie im Blogspot-Blog 2014 ff. an, – lesen Sie Derridas Arbeiten dazu und achten Sie auf den „Sünden“(!) – Katalog, – meine rote Liste zur „kommenden Demokratie“!  

(Stichwort „Artensterben“, „Klimawandel“, … etc.; immer zu finden im Anhang eines jeden Postings in roter Schrift, engl. u. dt.).  

Wenn die Grammatologie  „nicht eine Wissenschaft vom Menschen sein kann“ ,  dann genau deshalb,  „weil sie von Anfang an die für sie grundlegende Frage nach dem Namen des Menschen stellt“ (J. Derrida, Grammatologie, Frf. 1974, S. 148).  

in English:

>What could „philosophize today“ mean< !

What and how would an adequate thinking practice be today.

In what >is<(!) philosophy conceivable today and what or out of what is what we mean by philosophy to practice differently.

The term(!) Différance questions man in a certain sense and thereby draws the history of life in general. Once again to humanism as logocentrism or phonologocentrism.

Derrida shows that the traditional hierarchical arrangement of the two components of the Sign must be reversed deconstructively.

Even in modern linguistics, the ideological meaning of a sign, called S i g n i f i e d (imagination), is superior to the material carrier of meaning, called S i g n i f i e r (sound or writing). The attempt is always made to direct the external signifier, writing, towards a transcendental signified.

Think of what we said before about religion, God and man. Cf. you in addition: 

http://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2017/04/religion-und-gesellschaft-teil-2.html

Each signified (The Imagination!) is however (according to Derrida) „always already in the position of the signifier“ (Derrida, Grammatologie, p. 129).

There can be no meaning and no sense that could escape the spatialization and temporalization as well as the differential play of signifier relations.

According to this definition, writing is a sign of signs, a signifier of signifiers.

The purpose of this reversal is above all to show that the materiality of the signifier does not add to the meaning retrospectively and externally, but vice versa, that the meaning is the effect of an always subsequent / belated signification.

Derrida has thus reformulated and reformulated the relationship between language and writing.

Through Derrida’s transformation of the concept of writing, it goes beyond the concept of language and includes it.

From all this follows a completely new understanding and event of T e x t, because it has been transformed several times.

The „essence“, the practice of deconstruction, is inherent in such a text (understanding), thus „inscribed“ (cf. Derrida, Freud und der Schauplatz der Schrift or Freud’s „Wunderblock“).

The thinking of difference/différance is the inherent practice of „deconstruction“.

My philosophical practice is always about understanding texts (written, spoken or representations (!) e.g. technical, artistic, economic, political, institutional) in their inner structure and in their interaction with other texts.

The texts are not only to be analyzed and interpreted, but to be uncovered through the practice of deconstructing their conflict, their aggressiveness, their hidden contents and intentions.

What is meant is the visualization of the duality of the simultaneous presence and absence (!) of truth.

We express sentences of deliberate analytical truth and at the same time displace other possible sentences of truth or falsehood.

Jacques Derrida describes with the invention of his D i f f é r a n c e the process of life (cf. Teaser), in which man / human being is a special case, a unique case. A coincidence almost and yet from a certain distance covered in processes of a physical, chemical and then neurological nature then increasingly more stringent, more defined, more fixed.

Where is the border crossing from animal to human?

This is fascinating and exciting. Is there such a thing as a possibility to draw the line?

I ask this question completely without the intention to make man an animal.

We are animalistic, but not animal alone.

And what does animal mean here! (in this Blog, – see my BlogPosting animal philosophy!!! )

Animals are! Are many different individuals! And every animal is unique !!!

And some animals even possess so-called human characteristics like memory contents, technical ability, special ability, conclusion ability, love, communication etc.! And partly even consciousness!

Jacques Derridas phonologocentrism means among other things that every humanism is logocentric and every metaphysics is a humanism.

Even if most philosophers do not want to hear that until today.

I can’t roll everything up here(!) now (it’s always like this for us!), look at my animal philosophy in the blog, – read Derrida’s work on it and pay attention to the „Sins“(!) – catalogue, – my red list on „coming democracy„!

(keyword „species extinction“, „climate change“, … etc.; always to be found in the appendix of each posting in red letters, English and German).

If grammatology „cannot be a science of mankind“, then it is precisely because, „from the very beginning, it poses the fundamental question of the name of the human being“ (J. Derrida, Grammatologie, Frf. 1974, p. 148). 

Die gesamte Geschichte der Metaphysik ist eine Geschichte der Reduktion auf das „Wesen“, eine gedachte Konstruktion zur Vereinfältigung der Vielheiten, eine Verneinung der „Fältelung“ (Derrida), eine Abwehrstruktur gegenüber dem komplizierenden Denken zur Ermöglichung einfacher Aussagen über das Seiende.

Der Surplus (Derrida) als Überschuß der Überraschung des Kommenden (!), die différance (!) (Derrida), – das Abenteuer des Denkbaren als permanente Verschiebung des Standpunktes (!) infolge erkennbar werdender Perspektiveneröffnungen (!) nach hinten in die nie anwesend gewesene Gegenwart einer Vergangenheit und nach vorne in die nie ganz präsent werdende Gegenwärtigung einer Gegenwart (!) ( im Ablaufgeschehen des Historischwerdens ! ) durch signifikativ fast und beinahe fixpunktfreie Permutations- und Konnotationsmöglichkeiten, zeitlichräumliche Verschiebungsstrategien, Verschiebungsarrangements und Verschiebungsderangements sowie durch Veränderungswahrscheinlichkeiten von Ereigniswahrnehmung (!) in aufeinander bezogen werden könnender Lesarten (retour und en avant).

( vgl. Marshall McLuhan, Die magischen Kanäle. Understanding Media, Wien 1968, S. 99:

„Jede Form von Transport befördert nicht nur, sondern überträgt und verändert den Absender, den Empfänger und die Botschaft.“ )

Die Lesarten sind überbordend und überfordernd. Das Menschsein in der Natur und als Natur ändert sich gerade gewaltig. Die Technikkultur erreicht einen neuen Level auf der nach oben unsichtbaren Spirale der Erforsch- und Erfindbarkeiten (Stichwort: Nanotechniken etc.). Natur als Natur gibt es beinahe nicht mehr, weder um den Menschen herum noch in uns Menschen drin (Stichwort: Medizintechnik, Prothesenkultur).

Leuchtet uns hier ein Hoffnungsschimmer?! Gar einer zur Denkbarkeit der Vergrößerbarkeit unseres ökologischen Fußabdrucks?! 3 Erden, 5 Erden, 7 Erden auf unserer einen Erdkugel !?

Denkbar!? Machbar?! Infolge techno-naturtechnischnatürlicher (!) Verkopplungseffekte in näherer oder fernerer Zukunft?!

Disruptive Innovation!? Disruptive Technologien als Ausweg? Als Notausgang!?

Je ne sais pas !

I don’t know !

Ich weiß (es) nicht !!! WIR wissen es nicht. Können wir es wissen?

Die Gedächtnisspeicher wachsen im Sekundentakt. Niemand kann sich seiner selbst mehr sicher genug sein, um eine Behauptung zu versuchen. Wir verneigen unser Haupt manchmal und wir neigen manchmal und temporär zur Setzung von etwas, – dies aber beinahe (?) immer mit Anführungsstrichen markiert. Jede Autorität ist als bleibend vorläufig markiert.

Auch die Autoritäten der Techniken, der Religionen, der Kulturen und der Menschenbildungen überhaupt.

Wissen und Information stehen unausweichlich in Frage und unter dem Vorbehalt der Skepsis.

Künstliche Intelligenz und sich selbst organisierende Systeme heben den Anspruch der Unterscheidbarkeit von Natur und Kultur weitgehend auf. Beide unterliegen strukturierter Prozeßhaftigkeit von „Information“, also Formationen von Codes und unbeschränkbarer und unbegrenzter Umkodierungspotentiale.

Die Geschichte des Menschen und der Erde im „Post-Anthropozän“ (!?).

Im oder am Abgrund / Abyss !?

( Zur Erinnerung: Unsere Zeitschrift aus den 80er und 90er Jahren, — „Die Grüne F Abyss“, 1989-1999, — spricht davon ! )

Eine Geschichte der Enteignung des Selbst (!) und der Aneignungsversuche von Vorstellungen menschlicher Selbstverhältnisse und menschlichen Selbstverständnisses.

Subjektivität“ und „Identität“ wird weiterhin erlebbar und erlebt, allerdings ebenso heftig und oft beinahe unheimlich (!) dekonstruiert und dekonstruierbar.

Mille Plateaux“ (Deleuze) für jeden begreifbar, für jeden und jede denkbar. Das Leben als Vielheiten.

Vernetzte Welten, komplizierte Welten, komplizennotwendige Welten, Einsichten in Komplexitäten, Neues denken lernen und neu und neuerdings denken und auf einsichtige Menschen mit Vertrauensvorschüssen hören, – zumindest hinhören!

Verstehen wird zunehmend erschwert. Täglich machen wir Erfahrungen, deren Zusammenhänge uns meist nicht ganz klar werden. Einzeldisziplinen der Wissenschaft stellen uns oft nicht ausreichend Erklärungsmodule zur Verfügung.

Ob Biodiversität, ob Artensterben, ob Finanzmärkte und Realwirtschaft, ob Verkehr und Transportwesen, ob internationaler Tourismus, Geldverkehr, Geldveranlagung, Telekommunikation, Wasserverbrauch, individuelles Autofahren, Hunger in der Welt, Kindersterblichkeit, Geopolitik, Machtinteressen, Konzerninteressen, Menschenrechte, Kriege, Terror, Landverlust, Lebensraumverlust u.a. . . .

Alles hängt „irgendwie“(!) mit allem zusammen und kaum jemand reflektiert das Ganze auf sich selbst herunter, – auf sein je eigenes Verhalten und seine je eigenen Möglichkeiten des richtigen Denkens, Handelns und Tuns.

Was kann ich tun !? Wie lebe ich ethisch und richtig angesichts der teilweise undurchsichtigen Weltverhältnisse?! Mache ich mir überhaupt irgendwelche Gedanken zur Lage der Anderen in der Welt?! Wie bringe ich mich ein?

Bringe ich mich ein?! Kann ich mich konkret mit einem Stück Welt auseinandersetzen? Oder bin ich ein Ignorant? Bin ich vielleicht gar einer von den Rücksichtslosen und egomanisch durch das Leben (auch vieler anderer) Hetzenden?!

Ich erlebe bei vielen Menschen ein Gefühl von Machtlosigkeit angesichts der Dynamiken von Ökonomie und Politik, angesichts der Turbulenzen der Märkte und ihrer Folgen. Verzweiflung, Depressionen und Burnouts angesichts der Aussichtslosigkeit vielerorts und der generellen Abnahme des Sozialstaats und der wachsenden Arbeitslosigkeit und vor allem der exorbitanten Arbeitslosigkeitsraten bei den Jugendlichen in vielen Staaten dieser Welt.

Ich erlebe ganz allgemein eine Art Erschöpfung des gemeinen Selbst, – einhergehend mit der Verschleißung und Verschließung des aufmerksamen Blicks von Ich zu Ich bzw vom Ich zum DU !

Das Anthropozän (Crutzen) und die Beschleunigung aller Formate. Die „Technosphäre“ scheint sich zu verselbständigen. Der Mensch bleibt zurück. So die große Sorge vieler. Genügend Anlässe darüber gründlich nachzudenken. Praxis des Denkens! Praktiken des Handelns!   

Ein kleiner Hinweis noch zur Ideen- und Erkenntnislehre PlatonSokrates‘ (!)

( cf. J. Derrida, Dissemination, Wien 1995, S. 84ff.; J. D., Von der Gastfreundschaft. Wien 2001, S. 20-58; J. D.: Grammatologie, Frf. 1983, S. 459ff.; 

J. D., Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen, – in: J. D.: Die Schrift und die Differenz. Frf. 1976, S. 422ff.): cf. esp.: Sonnengleichnis, bes. Liniengleichnis und Höhlengleichnis in: Platon, Der Staat (Politeia VI, 507 – 518) : die platonische Ordnung des Wissens entlang einer (aufsteigenden?) epistemologischen Linie ( altgrch. γραμμή / grammḗ, –

cf. Derrida in „Ousia und gramme“ zur Schrift, Linie, Punkt, Zeit, Kreis, Raum anhand einer Fußnote in Sein und Zeit Heideggers und zu „Gramme und Zahl“ in Aristoteles‘ Physik IV;

Jacques Derrida: Ousia und gramme. Notiz über eine Fußnote in Sein und Zeit, – in: J. D.: Randgänge der Philosophie. Wien 1988, Passagen, S. 84 ) im so bezeichneten „Liniengleichnis“ ( Politeia VI, 509-511 ) der Politeia als Skala von Erkenntnisweisen: die Stufe der Erkenntnis der eikasia als Meinungs- oder Mutmaßungswissen; Wahrscheinlichkeit! Möglichkeit! die Stufe der Erkenntnis der pistis als Wahrnehmung der sichtbaren Welt (Tiere, Pflanzen, Artefakte) und der dianoia, dem begrifflichen Verstand (geometrischer Operationen); Verstandesgewißheit! und die Stufe der Erkenntnis der noesis als die Einsicht durch Vernunft! ( laut Theodor Ebert vertrat Platon keine dualistische Metaphysik mit ontologischer Trennung (Chorismos) zwischen intelligibler und sinnlich wahrnehmbarer Welt; 

Eberts Auffassung nach handelt es sich nicht um vier, sondern nur um drei Erkenntnisweisen: um wahrnehmende, mathematische und dialektische Erkenntnis in funktionaler Verkettung, – in: Theodor Ebert: Meinung und Wissen in der Philosophie Platons, Berlin 1974, S. 181–193 )

Platons Erkenntnislehre läuft auf das Licht ( „Sonne“, Erhellung, Aufklärung, „Wahrheit“ ) als das „Gute“ zu, – in Analogie zur Sonne.

Die „Wahrheit“ hat ihren „Grund“ (!) „im Guten“ und entspringt ihm, so wie das Licht von der Sonne aus strahlt.

Allein durch die Einsicht (!!!! das Problem dabei !?, das Problem der Problematizität von Einsicht !!! cf. Marie-Françoise Plissart / Jacques Derrida: Recht auf Einsicht. Wien 1998) der Vernunft kann das Gute erkannt werden! Das Gute als das Wesen der Ideen!

Direkte Einsicht der Vernunft in das Wesen der Ideen. Platons Erkenntnistheorie als buchstäbliche Meta-Physik.

„Bedingungen“(!) einer Lektüre der platonisch-metaphysischen Wahrheitsfindung bzw Bedingungen und Bedingtheiten einer Wahrheitsfindungslektüre des Begriffes der „Wahrheit“ bei PlatoSokratesVorsatz: Recht auf Einsicht?!

„Du wirst niemals, Sie auch nicht, all die Geschichten kennen, die ich mir beim Anschauen dieser Bilder noch habe erzählen können.“ (Derrida, Plissart)

Bedingung 1)

Das Denken der différance (Derrida, Die différance, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 29-53) ist ein Denken hin zu dem, was sein kann!

Bedingung 2)

„Eine Verbindung (articulation) … gibt Spielraum.“ (!) (Derrida, passim)

Bedingung 3)

In der Praxis des Sagens steckt die Behauptung von „etwas und etwas“, ein Surplus, ein Exorbitantes (Grammatologie 279f.). Spielraum der Dekonstruktion, – der „Spielraum“ zwischen den „etwas“!

Bedingung 4)

Unter différance begreift Derrida das, was im Zwischenraum des etwas als etwas sich ereignet oder ereignen kann. Die Gespenstigkeit von etwas liegt im Spielraum der radikalen Möglichkeit, den die différance zu eröffnen vermag. Derrida zeigt uns die „radikale Möglichkeit“ einer „Gespenstigkeit“ in allem, was wir erleben. (cf. Derrida, Die Stimme und das Phänomen, S. 49ff. und bes. Marx‘ Gespenster, passim)

Bedingung 5)

Derrida macht deutlich, dass die Gegenwärtigkeit der Wahrheit überhaupt in Zweifel zu ziehen sei (vgl. dazu auch Hilary Putnam: Vernunft, Wahrheit und Geschichte. Frf. 1990, stw 853, bes. S. 15 ff. u. S. 202 ff.; engl. V.: H. Putnam: Reason, Truth and History. Cambridge University Press 1981).

Derrida stellt die zentrale Frage nach dem Legitimationsgrund, der es erlaubt, im wissenschaftlichen Rahmen von einer Erfahrung der „Wahrheit“ zu sprechen, die grundlegend verschieden ist von den Begriffen und Kategorien wissenschaftssprachlichen Zugriffs.

„Unter“(!) einer jeden Textarbeit erscheint durch die Arbeit des Dekonstruierens ein Gleiten von Sinn und vielfach Gefälteltes, Übereinandergeschichtetes an Bedeutungshaftigkeit, das uns immer nur als Spur begreifbar werden kann und nie als ein Text in seiner Präsenzhaftigkeit des quasi endgültigen Ausdrucks.

Bedingung 6)

Die Welt heute ist zu einem einzigen großen Raum geworden, wie es sich Platon und alle seine NachfolgerInnen bis ins 20. Jahrhundert herauf nicht haben erträumen (!) können. Doch hat dieser Raum und darauf verweist Derrida mehrfach, ja vielfach und ausdrücklich, auch eine ihnen unbekannte Qualität: hybrid in all seinen kulturellen Bedingungen, Voraussetzungen, Bestimmungen und Verschiebungen, – allseits sich überlagernd, zuspitzend, überschießend, heterotop, global und vielleicht auch kommend (!?!) planetarisch.

(( cf. dazu, – anregend kontrovers: Texte von Chantal Mouffe, Richard Rorty, Simon Critchley, Ernesto Laclau und Jacques Derrida, – in: Chantal Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Vlg.) und Chantal Mouffe: Welche Weltordnung: kosmopolitisch oder multipolar?, – in: Chantal Mouffe: Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion. Frankfurt am Main 2007, S. 118 ff. (edition suhrkamp) und bes.: Jacques Rancière: Der Hass der Demokratie. Berlin, August Verlag 2011; sowie: Colin Crouch: Postdemokratie. Frankf. 2008; 

und schließlich noch Platons „heikle“ und provokative (!?) Formulierungen zur Demokratie als ein politisches Regime, das keines ist (!?!), – in: Platon, Politeia, Buch VIII, 562d ff. ))


Nachsätze: Judith N. Shklar: 

„ Dem Liberalismus der Furcht vorzuwerfen, er würde seine Erwartungen zu niedrig ansetzen, hieße, Gefühle für geringer zu achten als Ideen und besonders politische Anliegen und Sachen.“ (S. 50)

„Ein hiermit in Verbindung stehender Einwand gegen den Liberalismus der Furcht lautet, dass er die genuin menschliche durch eine > instrumentelle Vernunft < ersetze (vgl.: Seyla Benhabib: Kritik, Norm und Utopie. Die normativen Grundlagen der Kritischen Theorie. Frf. 1992).

Meistens wird die Bedeutung der ersteren im Dunkeln gelassen, aber in der Regel geht es dabei nicht um irgendeine Version des platonischen Idealismus.

Der Begriff > instrumentelle Vernunft < bezieht sich auf politische Praktiken, die auf Effizienz aus sind oder nur Zweck-Mittel-Kalkulationen betreiben und dabei weder die Rationalität noch einen anderen möglichen Wert ihrer Ziele oder Ergebnisse hinterfragen.

Weil der Liberalismus der Furcht sehr klare Ziele hat – nämlich Furcht und Grausamkeit zu vermindern – , scheint dieses Argument ziemlich irrelevant zu sein.“ (S. 51)

„Jeder Versuch von Bürgererziehung in einer liberalen Demokratie muss das Ziel haben, gut informierte und selbstbestimmte Erwachsene hervorzubringen. Das vollendete Portrait eines mustergültigen Liberalen findet sich in Kants Tugendlehre, die uns detailliert die Gesinnung einer Person beschreibt, die andere Menschen ohne Herablassung, Arroganz, Demut oder Furcht respektiert. Er oder sie beleidigt andere nicht durch Lügen oder Grausamkeit, die den eigenen Charakter nicht weniger verderben als sie das Opfer verletzen.“ (S. 54)

aus: Judith N. ShklarDer Liberalismus der Furcht. Mit einem Vorwort von Axel Honneth und Essays von Michael Walzer, Seyla Benhabib und Bernard Williams. Herausgegeben, aus dem Amerikanischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Hannes Bajohr. 176 Seiten, Berlin 2013 (Matthes & Seitz).

John Dunn: „In der Politik ist Demokratie heute der Name für das, was wir nicht haben können – doch was wir uns dennoch sehnlich wünschen.“ ( John Dunn: Western Political Theory in the Face of the Future. Cambridge University Press 1979, p. 27 )

Ingolfur Blühdorn: „Diese Feststellung ist sogar aktueller denn je. Nach der postdemokratischen Wende könnte man allerdings noch pointierter sagen: Demokratie ist heute der Name für das, was wir nicht haben wollen – doch was wir uns dennoch sehnlich wünschen. Diese Neuformulierung würde den postdemokratischen Stand des demokratischen Paradoxes voll erfassen. Und dieses spezifisch postdemokratische Paradox entsteht eben, weil die Modernisierung die Logik des flexiblen und flüchtigen Subjekts (und also die Logik der Postdemokratie) immer schneller vorantreibt, dabei aber die Logik des traditionellen, identischen Subjekts (und also die Logik der Demokratie) keineswegs aussetzt.“ ( Ingolfur Blühdorn: Simulative DemokratieNeue Politik nach der postdemokratischen Wende. Berlin 2013 (Suhrkamp Verlag), S. 162 f. )

Müssen wir, können wir, dürfen wir an die Idee der Demokratie Zweifel setzen ?!?

Und an der Demokratiefähigkeit !?!

An der Demokratiemöglichkeit ?!

Der Demokratizität !?

Am Demokratischen?!

An der Frage der Demokratie !?

Warum bezeichnet Jacques Derrida die Demokratie als kommende, – die kommende Demokratie !?

Jacques Derrida: „Aufgrund des Geheimnisses möchte ich die Frage der Demokratie abermals aufnehmen, da es ein Konzept der Politik und der Demokratie als Offenheit gibt – wir sind alle gleich und der öffentliche Bereich steht uns allen offen -, was dazu tendiert, das Geheimnis zu negieren, auszustreichen oder zu verbieten;

in jedem Fall tendiert es dazu, das Recht aufs Geheimnis auf den privaten Bereich zu beschränken und damit eine Kultur der Privatsphäre zu etablieren. (Ich denke, das ist die vorherrschende und hegemoniale Tendenz in der Geschichte der Politik des Westens.) …

ich habe versucht, gegen eine derartige Interpretation der Demokratie eine Erfahrung des Geheimnisses und der Singularität zu denken, der gegenüber der öffentliche Bereich keine Rechte und keine Macht in Anschlag bringen kann.“

( Jacques Derrida: Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 179. )

Jacques Derrida bezeichnet die kommende Demokratie als eben solche aufgrund des Geheimnisses (!) als Erfahrung des Singulären (!), aus der das Politische nur erwachsen kann, – und zwar erwachsen in seiner Offenheit. Offen ist kommend.

Die Erfahrung ist das, was das Subjekt über ein bisher Erfahrbares hinausführt, – quasi entgegen allen und als Überraschung aller Erwartungen, Hoffnungen, Begehrlichkeiten. Das was den Horizont der Wahrnehmung zu übersteigen vermag.

Das Geheimnis haftet an einer solchen „Übersteigung“ von etwas.

Das Geheimnis könnte das unmöglich Scheinende, ja das Unmögliche sein, – das Politische werden, als die Erfahrung eines Unmöglichen.

Das Unmögliche ist das Singuläre! 

(vgl. Derrida, Politik der Freundschaft, S. 55 und Die unbedingte Universität, S. 73)

Das Politische erwächst aus der Erfahrung des Singulären aufgrund des Geheimnisses, das die Erfahrung des Singulären zur Voraussetzung hat oder besser noch, diesem anhaftet, als Präsenz der Absenz bleibend.

Eben die kommende Demokratie, die immer erst ankommende Demokratie.

Dies ist der Initialeffekt des Denkens der Singularität und also des Geheimnisses dafür, warum zum Beispiel in der Literatur alles gesagt werden kann und weswegen Literatur mit Demokratie verantwortlich (!) zusammenzudenken ist.“

Und das Geheimnis ist nichts, was ich in mir verberge; es ist nicht Ich.

Das Geheimnis ist nicht das Geheimnis der Vorstellung, die man im eigenen Kopf einschließt und von der man beschließt, sie niemandem zu sagen, es ist eher ein Geheimnis, das der Erfahrung des Singulären koexistent ist.

Das Geheimnis kann nicht auf den öffentlichen Bereich reduziert werden – trotzdem nenne ich es nicht privat -, es kann auch nicht auf die Veröffentlichung oder das Politische reduziert werden, zur selben Zeit liegt dieses Geheimnis dem zugrunde, von dem aus der öffentliche Bereich und der Bereich des Politischen zu sein, und offen zu sein, vermag.“

(( Jacques Derrida: ebda., Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 178f. ))

In der platonischen Ideenlehre ist die Idee des Guten das oberste Prinzip. Ein nicht einfach zu erfassendes Prinzip! Umgelegt auf die heutige Politik möchte ich dieses „Prinzip“(!) anwenden auf die modernen Menschenrechtsformulierungen, nach denen sich heutige Politik und PolitikerInnen zu richten hätten, – also auf das, was gut und richtig ist für alle Menschen auf diesem Globus, das sogenannte „planetarische Prinzip“ (vgl. Gayatri Chakravorty Spivak) den „Anderen“ zu denken,

im Zeichen der Alterität zu denken,

(( cf. Teaser-Ende zur Spur„Die Spur, in der sich das Verhältnis zum Anderen abzeichnet, …“ „Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ 

(J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82)

„The trace must be thought before the entity.“ 

(J. Derrida, op. cit., of Grammatology, p. 47)

„ Il faut penser la trace avant l’étant.“ 

( Jacques Derrida, op. cit., DE LA GRAMMATOLOGIE, p. 69 ) ))

ja vom Imperativ(!), das Subjekt als planetarisch zu denken, –

auch und besonders auf die großen Herausforderungen der Politik im 21. Jahrhundert gerichtet gedacht:

wie Migration (Flüchtlinge, Refugees), Welt als Umwelt und deren Zerstörung, Treibhausgase, Temperatur(anstieg), Ressourcenknappheit, Wohlstandsgefälle, Bevölkerungsdichte, Wasserkriege, Religionskriege, Klimawandel, Klimafolgen, Erderwärmung, Atomare Überbleibsel, Klimakriege, Klimakatastrophen, Bürgerkriege, „ethnische Säuberungen“ (!), Völkermord, Gewaltkonflikte, soziale Katastrophen, Terror, Naturkatastrophen, Bevölkerungswanderungen, instabile Staatsgebilde, Armut, Korruption, Waffen(lieferungen), Terrorismus, Artenvielfalt, Biodiversität, Massentierhaltung, Tierfabriken, Tierverzehr, „Fleischproduktion“!, Tierrechte, Tierphilosophie 

((…ich beziehe mich in der Hauptsache auf Derrida und seine Texte über „das Tier“, – in: J. D.: „Das Tier, das ich also bin“. Wien 2010.;…

alle Philosophen, von Aristoteles bis Descartes, Kant, Heidegger, Levinas bis Lacan, sprechen von „das Tier (cf. S. 58f.); … alle Tiere werden als Tier zusammengedacht!, – das „Tier als solches“ !

Die berüchtigte Formel, die „Als-solche-Struktur“, das ist das, was Derridas Dekonstruktion zu überschreiten, zu attackieren versucht, – das Einheiten bilden in einem Urteil, z. B. Heideggers Ausdruck „Weltbilden“, das ist das , was der Mensch (die Menschen!) kann und was diesen vom Tier(! welchem?) unterscheide;

dieses sei „weltarm“!

Eine Unterscheidung mit vielen Folgen!

Diese Tier-Mensch-Unterscheidung ist der Grundstein der abendländischen Metaphysik und ihrer Serien binärer, hierarchischer Oppositionen als Grundlage für Weltaussagen und Urteile (!) über diese (cf. S. 164)…

Derrida spricht von der Teilnahme an einem „veritablen Krieg der Arten, jedesmal wenn „man“ „Das Tier“ sagt ! (cf. S. 58);… 

das Zusammendenken aller Tiere als Tier!

Mit dem Singular das Tier wird eine metaphysische Formulierung und Denkweise privilegiert, – das Tier als solches !

Was wären die Kriterien für die Zusammenführung aller Tierarten und Tierindividuen unter einen Begriff!?

Es kann nur die Fundamentalopposition zum Begriff des Menschen / der Menschen gemeint sein. Eine Abwertung!

Das Lebewesen Tier, die Tiere seien weniger als ein Mensch und der Mensch sei mehr als ein Tier!

Für Derrida bleibt die Beziehung zum Seienden immer eine tierliche Beziehung, dies gelte auch für uns Menschen.… Derrida denkt, der durch die metaphysischen Oppositionen bewirkte Separatismus (gegenüber uns Menschen) bedeute die andauernde gedankenlose und brutale Fortsetzung der Gewalt gegen Tiere.

Gleichzeitig fürchtet er die Reduzierung des menschlichen Lebens auf tierisches Leben durch viele Biologen bzw Biologisten und damit die Gefahr, daß Menschen der nämlichen Gewalt ausgesetzt sein werden und seien!

(ebda.)… Menschen und Tiere „erleben“(!) den Tod nicht „als solchen“!

Die Möglichkeit und die Realität des Todes nehmen wir nicht „als solche“ wahr, sondern nur über den Umweg (!) über andere. Die Menschen genauso wie die Tiere.

Das ist „uns allen“(!) gemeinsam, – bei aller Fremdheit, die wir Tieren gegenüber empfinden (sollten!

Für Derrida eine Fremdheit, die wir kultivieren sollten.

Eine Andersheit, deren Schönheit wir genießen und schützen und bewahren sollten und müssen!)…

wir alle, Tiere wie Menschen, sind körperliche Lebewesen, verletzlich, vergänglich und singulär!

Extrem rar!

Teil einer kleinen, kostbaren, schützenswerten, permanent gefährdeten Welt. 

Gewaltminimierung ist Derridas Auftrag an uns!

( Jacques Derrida: Das Tier, das ich also bin. S. 58ff., S. 63ff., bes. S. 67 und ff., S. 79ff., S. 206ff. ); Tierphilosophie also )), 

Cyber-Crime, Rassismus, Hunger, Landraub (Land-Grabbing), Soziale Ungleichheit, Verkehr, Produktion und Konsum, Gerechtigkeit, …

( cf. Gayatri Chakravorty Spivak: Imperative zur Neuerfindung des Planeten – Imperatives to Re-Imagine the Planet (hg. v. Willi Goetschel engl./dt.). Wien 2013, 2. Aufl., Passagen Verlag, S. 49vv.ff. und Charles Taylor: Multiculturalism and the „Politics of Recognition“. Princeton 1994, p. 28 )

„Le sens du monde“ (J.-L. Nancy)

Der Sinn der Welt Die Sinne der Welt Sense

Interlacements Inkommunikabilität

Philosophische Praxis die rätselhafte und verstörende Notwendigkeit Von Kommunikation!!! 

vgl. unbedingt und zuallererst zum Wort „Kommunikation“ und zur Bedeutung und zur Situierung im semantischen Feld von Kommunikation Jacques Derridas „Signatur Ereignis Kontext“ , – in: Randgänge der Philosophie. Wien 1988, S. 291ff. !!!

Philosophical Practices / Politics / Disseminations

Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben.

Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist.

The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable.

The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context.

More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! !

((   Body Politics!   Sport und Alter, Sport und Altern,  Körperwissen, Medizin, Technik und Ethik, Mensch und Technik, Lebenserwartung, Körpertechnie, wie leben?!, welches Leben!?, wozu(!?) leben, Lebenserwartungen(!?), Sportivität bis mindestens 140 !? Body Politics! Sport in die Körper einschreiben!  Körper schreiben! Lust und Schmerz Körper erschreiben! Körperschrift als Lebenslust! 

Das Leben lebendig leben! Leidenschaften! Liebe leiden! Body Politics! Besetzungen erarbeiten! Libido entwickeln! Leben (h)aushalten! Body Politics! Différance!!! (vgl. Teaser, Blogspot-Blog!) 

1. Die Différance des Menschen“, – in: Bernard Stiegler: Technik und Zeit. Zürich-Berlin 2009 (diaphanes), S. 181ff. „Die Technik als philosophisches Problem

2. Menschliche Natur und conditio humana

3. Warum Technik?“, – in: Massimo De Carolis: Das Leben im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Zürich-Berlin 2009 (diaphanes), S. 20ff. „Derrida und die Technologie. Die Treue an den Grenzen der Dekonstruktion und die Prothesen des Glaubens“, – in: Bernard Stiegler: Denken bis an die Grenzen der Maschine. Zürich-Berlin 2009 (diaphanes), S. 111ff.

Ökotechnie der Körper, vgl. J. Derrida: Berühren, Jean-Luc Nancy. Berlin 2007, S. 145 Körpertechné! Körpertechnie! Body Politics! Körpertechnik(en), –  den Körper seinem Gebrauch anpassen! 

Die Verschiebungen der Aporien des Körpers!!!???   Body Politics! Mauss, Marcel: Soziologie und Anthropologie 2: Gabentausch, Soziologie und Psychologie, Todesvorstellungen, Körpertechniken, Begriff der Person, Frankfurt am Main 1997, S. 199f., S. 219ff. Körpertechnik! „den Körper seinem Gebrauch anzupassen“ (M. Mauss, 199), –

Stichwort „Prothesen“! Vgl. Jean-Luc Nancy und sein Herz! „(DIES IST MEIN HERZ, >>DAS HERZ EINES ANDEREN<<) in: . J. Derrida: Berühren, Jean-Luc Nancy. Berlin 2007, S. 121ff. J.-L. Nancy: Corpus. Berlin, Zürich 2014, S. 87f.:

„Die Ökotechnik funktioniert mit technischen Apparaten, an die sie uns von allen Seiten anschließt.“

Body Politics! Körpertechné! Körpertechnie! Körperwissen! Body Politics! Körpertechnik(en), –                          

den Körper seinem Gebrauch anpassen!  Body Politics!   ))                                                           

vorläufige Antwort auf vor-läufige (!) Fragen: 


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund

vorläufige Antwort auf vor-läufige (!) Fragen: 


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund


Kurzbiographie siehe Homepage bzw
Teaser und Blogposts zu „Was ist Philosophische Praxis? I und II und III“

Denken der Schrift. Grammatologie. (vgl. Blog-Teaser)

Gegenwartsphilosophie

Körperphilosophie Demokratiephilosophie

Kommen Sie gut nach Hause. 

Mit den besten Wünschen für 2025, –

Philosoph, Philosophin,

Philosophische/r  Praktiker:in, Schriftsteller:in (Jg. 1959)

 PP Wien

Gerhard Kaučić Djay PhilPrax & Anna Lydia Huber Gasometer Wien

Philosophischer Salon Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber 

Film Denken 
https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2018/03/philosophischer-salon-gerhard-kaucic.html    

Mobile Version (ohne Teaser): 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2018/03/philosophischer-salon-gerhard-kaucic.html?m=1

PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA

[[ In Klammern:

Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!

Klammern zu ]]

DR. GERHARD KAUČIĆ / DJAY PHILPRAX (JG. 1959) LEITER EINER PHILOSOPHISCHEN PRAXIS SEIT 1989

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer

Gerhard Kaučić,

b. 1959, Philosopher, Writer, 66, 2025

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Gerhard Anna Cončić-Kaučić (geboren 1959, Schriftsteller:in – Wiener Postmoderne – Dekonstruktion – Wien – Vertreter:in der Wiener Spielart der Dekonstruktion im Sinn Jacques Derridas)

Titel von Gerhard Anna Cončić-Kaučić bei Passagen

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON II
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON III
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON I
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt.
Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden.
„Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON IV
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt.
Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON V
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

In English:

CORONA WHEELING CROWNING

The leap. Leaving the book. The production, the emancipation, the liberation of writing.

……………………. Semeion Aoristicon oder zur Autobiographie Sem Schauns …………………..

……. THE SENTENCE ………. the jump ……… the set ……. the leap o f ….

I ask if Sem VI is not my / our blog composition !?!

I ask (me / us) if Sem VII is not my / our blog.

I ask if my/our blog will not be Sem VI and Sem VII?

And shall be!

Or must be?

Already is, will be or even must be and will have to be !?!

The set. The leaving of the book.

The production, the emancipation, the liberation of the writing.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns

If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at

Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna, Austria, Europe

Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

around the clock …around the world

cf. Jacques DerridaSignatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

To contact us, please use only these emails:

Homepage: 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html?m=1