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Krieg und Wahrheit / War and Truth, – eine Ergänzung

                                         (German / English)

Besetzung/Cast:

Student:innen aus Leipzig, Berlin und Oslo zu unserem Text und den Themata von „WAR REQUIEM,  Krieg und Wahrheit / War and Truth“ in unserer Grammatologischen Philosophischen Praxis GPP (Febr. 2026) in Wien. Eine präsentable Zusammenkunft mit Verstand und differenzierter Lektüreerfahrung.

Hier ihr/unser Paper – ein Versuch der prägnanten Einordnung, einer kurzgefaßten Erarbeitung, ein verdichteter Entwurf, der das Unsichtbare sichtbar werden läßt.

[[  P.s.: Unten Aufgeführtes entspricht nicht unbedingt in jedem Punkt unserer Auffassung und unserem Denken!  GK & ALH  ]]  

Krieg und Wahrheit.    Dekonstruktion und Unmöglichkeit der Eindeutigkeit.

Kaučić und Huber stellen die Frage nach der Möglichkeit von Wahrheit im Krieg radikal. Sie zeigen, daß jede Aussage, jede Interpretation im Kontext von Gewalt und Krieg das, was sie zu erfassen versucht, zugleich zerstört oder verfälscht.

Dies ist ein direkter Bezug auf Derridas Dekonstruktion, die die Untrennbarkeit von Signifikat (Bedeutung) und Signifikant (Ausdruck) betont.

Im Krieg wird diese Unmöglichkeit besonders deutlich – etwa in der Manipulation von Bildern, der Instrumentalisierung von Sprache oder der Fragmentierung von Erzählungen. Die Autor:innen fragen damit: Kann es im Krieg überhaupt eine „Wahrheit“ geben, oder ist jede Darstellung immer schon Teil des Konflikts selbst?

Dies berührt nicht unbedingt die Frage, besser die Sage des „Angriffskrieges“. Dieser wurde ganz klar und offen sichtbar von Putin-Rußland vom Zaun gebrochen. Ohne jede Not und Notwendigkeit. Eine Entscheidung „reiner“ Selbstermächtigung!

Requiem ohne Ritual.    Geräuschlose Trauer und philosophische Übung.

Das „War Requiem“ als geräuschlose, nicht-religiöse Praxis bricht bewußt mit traditionellen Formen des Gedenkens. Es ist weder an eine Konfession noch an kirchliche Rituale gebunden, sondern versteht sich als „Exercitatio pro defunctis“ – eine philosophische Übung für die Verstorbenen.

Diese Form des Gedenkens zielt darauf ab, den Tod und das Leid im Krieg jenseits von Pathos oder symbolischer Überhöhung zu bedenken. Die Abwesenheit von Klang und Ritual unterstreicht die Unfaßbarkeit des Krieges und die Notwendigkeit, Trauer und Erinnerung neu – und individuell – zu gestalten.

Zeit, Landschaft, Leib.    Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. 

Die Frage „Leben wir in derselben Zeit?“ verweist auf Derridas Überlegungen zur „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“.  

Während der Krieg für die einen Alltag ist, bleibt er für andere eine ferne Abstraktion. Landschaft und Leib werden in diesem Kontext zu Trägern von Wahrheit – etwa als Orte des Leidens, der Erinnerung oder der Verdrängung.

Gleichzeitig sind sie auch Orte der Unmöglichkeit. Der Leib kann Schmerz nicht übersetzen, die Landschaft trägt Spuren, die sich keiner eindeutigen Deutung fügen. Beide werden so zu Metaphern für die Unfaßbarkeit von Kriegserfahrung.

Fazit.    Eine Praxis der Unabgeschlossenheit.

Kaučić und Huber entwickeln mit „Krieg und Wahrheit“ keine Antworten, sondern eine Praxis der Auseinandersetzung. Ihr Ansatz betont die Notwendigkeit, im Angesicht des Krieges immer wieder neu zu fragen – und damit die Unabgeschlossenheit von Wahrheit, Trauer und Erinnerung anzuerkennen.

Abschließend einige zentrale Bezüge und Anknüpfungspunkte zu anderen philosophischen und künstlerischen Positionen, die Kaučić und Hubers „Krieg und Wahrheit“ spiegeln.

1. Giorgio Agamben.    Das Lager als Paradigma der Moderne.

Agambens Konzept des „homo sacer“ und seine Analyse des Lagers als „nacktes Leben“ (in „Homo Sacer“) bieten eine wichtige Ergänzung zu Kaučić und Hubers Frage nach der Möglichkeit von Wahrheit des Krieges.

Agamben zeigt, wie der Ausnahmezustand des Krieges die Grenzen zwischen Recht, Gewalt und Menschsein verwischt – ein Prozeß, der jede eindeutige Bedeutung und damit auch „Wahrheit“ untergräbt. Besonders relevant ist hier die Idee, daß der Krieg nicht nur ein historisches Ereignis, sondern ein strukturelles Phänomen ist, das die moderne Politik durchzieht.

2. Judith Butler.  Verwundbarkeit und Trauer als politische Praxis.

Butlers Überlegungen in „Frames of War“ und „Precarious Life“ thematisieren, wie Krieg und Gewalt bestimmte Leben als „betrauerbar“ und andere als „unbetrauerbar“ markieren.

Ihre Forderung nach einer „Politik der Trauer“ korrespondiert mit Kaučić und Hubers „Requiem ohne Ritual“. Beide betonen die Notwendigkeit, Trauer und Erinnerung jenseits von Nationalismus oder religiösen Traditionen neu zu denken.

Butler fragt, wie wir eine Ethik der Verwundbarkeit entwickeln können, die alle Leben gleichermaßen berücksichtigt – eine Frage, die auch im Zentrum von „Krieg und Wahrheit“ steht.

3. Jean-Luc Nancy.    Die Gemeinschaft der Sterblichen.

Nancys „Être singulier pluriel“ (Sein als singulär-plurales Sein) und seine Reflexionen über die „Gemeinschaft der Sterblichen“ bieten einen weiteren theoretischen Rahmen.

Nancy argumentiert, daß Gemeinschaft nicht auf Identität oder Zugehörigkeit beruht, sondern auf der geteilten Erfahrung der Endlichkeit.

Dies paßt zu Kaučić und Hubers Fokus auf den Leib und die Landschaft als Orte, die sowohl Verbindung als auch Unmöglichkeit von Bedeutung tragen.

Nancys Verständnis von Gemeinschaft.    „Mit-Sein“ statt Identität.

Jean-Luc Nancy dekonstruiert die klassische Vorstellung von Gemeinschaft als etwas, das auf gemeinsamen Eigenschaften, Identitäten oder Substanzen beruht. Für ihn ist Gemeinschaft kein Besitz, kein „Wir“, das sich über Gemeinsamkeiten stabilisiert.

Stattdessen beschreibt er Gemeinschaft als Struktur des Mit-Seins, also als etwas, das sich zwischen Menschen ereignet — in der Berührung, im Abstand, in der Unabschließbarkeit.

Wichtige Aspekte

Gemeinschaft entsteht nicht aus einem gemeinsamen Wesen, sondern aus der Tatsache, daß wir einander ausgesetzt sind.

Dieses Ausgesetztsein ist immer prekär, immer offen, nie abgeschlossen.

Endlichkeit als Ursprung des Gemeinsamen.

Für Nancy ist die Endlichkeit der entscheidende Punkt.

Wir teilen nicht Identität, sondern die Tatsache, daß wir sterbliche, verletzliche, begrenzte Wesen sind.

Das bedeutet:

Gemeinschaft entsteht im Anerkennen dieser geteilten Endlichkeit, nicht im Ritualisieren oder Überdecken.

Nancy schreibt sinngemäß.

Der Tod ist immer der Tod des anderen — und darin liegt die Möglichkeit von Gemeinschaft.

Das ist radikal, weil es Gemeinschaft nicht als Trost oder als metaphysische Einheit versteht, sondern als geteilte Unmöglichkeit, als etwas, das uns verbindet, gerade weil es uns entzieht.

Verbindung zu Kaučić und Huber.    Leib, Landschaft, Unmöglichkeit.

Kaučić und Huber arbeiten mit dem Leib und der Landschaft als Orten, an denen sich diese paradoxe Struktur zeigt:

Der Leib ist Ort der Berührung, aber auch der Grenze.

Die Landschaft ist Ort des Gemeinsamen, aber ohne eindeutige Bedeutung.

Beide sind geteilte Räume, aber nicht im Sinne eines identitären „Wir“.

Dazu Jean-Luc Nancy

Gemeinschaft ist immer schon leiblich, weil sie im Mit-Sein der Körper entsteht.

Sie ist immer schon räumlich, weil sie sich im Zwischenraum ereignet.

Und sie ist immer schon unmöglich, weil sie nicht zu einer Einheit verschmilzt.

„War Requiem“ als nicht-rituelle, kollektive Praxis.

Wenn man Nancy ernst nimmt, wird das „War Requiem“ von Kaučić und Huber nicht zu einem Ritual, das Gemeinschaft stiftet, sondern zu einer Erfahrung des Gemeinsamen, die gerade keine Identität erzeugt.

Es ist kollektiv, weil es Menschen in einem geteilten Raum zusammenführt, aber nicht-rituell, weil es keine geschlossene Bedeutung, keine Heilung, keine Einheit anbietet.

Stattdessen exponiert es die Endlichkeit, die Verletzbarkeit, die Unmöglichkeit, Krieg zu symbolisieren oder zu bewältigen.

Es macht den Tod nicht zu einem metaphysischen Übergang, sondern zu einem gemeinsamen Abgrund, der geteilt wird, ohne aufgelöst zu werden.

Damit wird das Werk lesbar als eine ästhetische Form des Mit-Seins,eine Gemeinschaft ohne Identität,eine geteilte Erfahrung der Endlichkeit, die weder versöhnt noch erklärt.

Weitere Verknüpfungslinien wären die hin zu Bataille, hin zu Blanchot, hin zu Derrida.

1. Nancy und Bataille.    Gemeinschaft als „Unmöglichkeit“.

Nancy knüpft an Batailles Idee der „unmöglichen Gemeinschaft“ an.

Für Bataille ist Gemeinschaft kein Zusammenschluss von Gleichen, sondern ein Erfahrungsraum des Exzeßes, in dem das Subjekt seine Grenzen erfährt.

Nancy übernimmt zwei zentrale Punkte.

a) Gemeinschaft entsteht im Verlust, nicht im Besitz.

Nicht gemeinsame Werte, sondern gemeinsame Entblößung.

Nicht Identität, sondern Entgrenzung.

b) Der Tod ist der Ort, an dem Gemeinschaft aufscheint.

Der Tod ist nicht privat, sondern ein Ereignis, das das Subjekt überschreitet.

Er ist „gemeinsam“, weil er immer den anderen betrifft, bevor er mich betrifft.

Unser Bezug zu Kaučić/Huber.   

Das „War Requiem“ verweigert jede heroische oder nationale Sinnstiftung.

Es zeigt Krieg als Ort des radikalen Verlusts, an dem Gemeinschaft nicht gestiftet, sondern bloßgelegt wird.

Das ist  Bataille pur – und zugleich Nancy.

2. Nancy und Blanchot.    Das Gemeinsame als „Zwischenraum“.

Blanchot ist für Nancy entscheidend, weil er Gemeinschaft als Beziehung ohne Verschmelzung denkt.

a) Gemeinschaft ist das „Gemeinsame des Unteilbaren“.

Blanchot beschreibt Gemeinschaft als etwas, das nicht geteilt werden kann, weil es kein Eigentum ist.

Es ist ein Zwischenraum, ein „Mit“, das sich entzieht.

Nancy radikalisiert das. Gemeinschaft ist kein Werk, kein Projekt, kein Ziel.

Sie ist ein Ereignis, das sich im Kontakt mit der Endlichkeit ereignet.

b) Der Tod des anderen als Ursprung des Gemeinsamen.

Blanchot denkt folgerichtig, der Tod des anderen ist das, was mich betrifft, bevor mein eigener Tod mich betrifft.

Nancy übernimmt das fast wörtlich.

Gemeinschaft entsteht im Blick auf den sterblichen anderen, nicht im Blick auf mich selbst.

Der Leib ist kein Träger von Identität, sondern Ort der Berührung und der Grenze.

Die Performance erzeugt Gemeinschaft ohne Verschmelzung, ein „Mit-Sein“ im Offenen.

3. Nancy und Derrida.    Berührung, Spur, Unabschließbarkeit.

Derrida ist für Nancy wichtig, weil er zeigt, daß jede Gemeinschaft immer schon differenziert ist.

a) Gemeinschaft ist nie präsent, sondern immer „à venir“.

Sie ist zukünftig, nie abgeschlossen.

Sie ist eine Spur, kein Besitz.

Nancy übernimmt das in seiner Idee des „exposition“.  Wir sind einander ausgesetzt.

Dieses Ausgesetztsein ist nie vollständig, nie präsent, nie abgeschlossen.

b) Berührung ohne Verschmelzung.

Derrida zeigt, daß Berührung immer auch Nicht-Berührung ist.

Nancy macht daraus eine Theorie des Körpers.

Der Leib ist Ort der Berührung, aber jede Berührung zeigt auch die Distanz.

Gemeinschaft ist daher Berührung im Abstand.

In Richtung Kaučić und Huber gedacht, – ihre Arbeit mit Körpern und Landschaften zeigt genau diese Struktur.

Die Performer*innen berühren die Landschaft, aber sie verschmelzen nicht mit ihr.

Die Landschaft ist Spur, nicht Symbol.

Die Gemeinschaft der Anwesenden entsteht im gemeinsamen Ausgesetztsein, nicht im gemeinsamen Sinn.

Wenn man Nancy mit Bataille, Blanchot und Derrida zusammendenkt, ergibt sich ein starkes theoretisches Fundament.

Jean-Luc Nancy                                                       Bedeutung für „War Requiem“

Gemeinschaft als Mit-Sein.      Die Performance erzeugt ein kollektives Erleben ohne Identität.

Endlichkeit als Ursprung.    Der Krieg erscheint als geteilte, nicht individualisierbare Erfahrung.

Tod des anderen.            Die Performance zeigt Verlust als gemeinschaftliches Ereignis.

Berührung im Abstand.   Körper und Landschaft treten in Beziehung, ohne Bedeutung zu fixieren.

Gemeinschaft ohne Ritual.  Das Requiem ist kein sakrales Ritual, sondern ein offenes Ereignis.

4. Aktuelle Kunstprojekte zum Ukraine-Krieg

Künstlerisch finden sich Parallelen in Projekten wie:

„Words in Flame“ (Deutsche Nationalbibliothek Leipzig, 2026).  

Eine Ausstellung zum Schutz des ukrainischen Kulturerbes, die die Zerstörung von Sprache und Erinnerung thematisiert – ähnlich wie Kaučić und Huber die Unmöglichkeit der eindeutigen Bedeutung betonen.

„Coming of Age Amidst War“ (Bibliotheca Albertina Leipzig, 2026).

Fotographische und literarische Arbeiten, die das Leben junger Menschen im Krieg dokumentieren und damit die Frage nach der „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ aufwerfen.

5. Paul Celan.    Sprache nach der Katastrophe.

Celans Dichtung, insbesondere sein berühmtes Gedicht „Todesfuge“, steht für die Unmöglichkeit, den Holocaust und andere Gewaltverbrechen sprachlich zu fassen. Sein Konzept der „Atemwende“ – die Sprache muß nach der Katastrophe neu gelernt werden – findet ein Echo in Kaučić und Hubers „geräuschlosem Requiem“.

Beide betonen, daß Sprache und Klang nach dem Krieg nicht mehr „normal“ sein können, sondern immer schon von der Erfahrung der Zerstörung geprägt sind.

6. Benjamin Britten.    Requiem ohne Ritual und Brittens bewusster Bruch.

Brittens War Requiem ist formal an die lateinische Totenmesse gebunden, aber inhaltlich ein Gegenritual. Er montiert die liturgischen Teile mit den antiheroischen, zutiefst desillusionierten Kriegsgedichten Wilfred Owens. Diese Gegenüberstellung erzeugt eine Spannung zwischen sakraler Form und antiritualistischer Wahrheit des Krieges.

Die Forschung betont, daß Britten damit bewußt die traditionelle Funktion des Requiems destabilisiert: Es soll nicht trösten, nicht verklären, sondern die Unruhe des Krieges hörbar machen.

Geräuschlose Trauer und Brittens „Stille“

Auch wenn Brittens Werk musikalisch hochkomplex ist, arbeitet es immer wieder mit Momenten der Stille, Leere und Brüchigkeit. Die Forschung hebt hervor, daß Britten Krieg nicht heroisiert, sondern als moralische und körperliche Verwundung darstellt, die sich gerade in den „stillen“ Momenten zeigt. Martha Nussbaum beschreibt diese ästhetische Strategie als eine Form der „non-personal emotions“, die Bewußtsein transformieren, ohne Pathos zu erzeugen.

Kaučić und Hubers Konzept der „geräuschlosen Trauer“ läßt sich als philosophische Radikalisierung dieser Idee lesen:

Philosophische Übung statt liturgischer Handlung

Brittens Werk ist ein pazifistisches Statement, das die religiöse Form nutzt, um sie zu unterlaufen. Es ist ein Requiem, das nicht erlöst, sondern konfrontiert. Die Forschung beschreibt es als „künstlerische pazifistische Aussage“ und als Kommentar zur Sinnlosigkeit des Krieges.

Kaučić und Hubers Begriff der Exercitatio pro defunctis – einer philosophischen Übung für die Toten – paßt hier präzise.

Brittens Requiem ist kein Gebet, sondern eine ethische Praxis, ein Denken über Krieg, Körper, Gewalt und Verantwortung.

Abwesenheit von Pathos – und Brittens Anti-Pathos

Wilfred Owens Gedichte, die Britten einbettet, sind radikal antiheroisch. Sie verweigern jede Form von Verklärung. Die Musik folgt dieser Haltung, indem sie Unruhe, Dissonanz und Fragmentierung einsetzt, wo traditionelle Requien Harmonie und Trost bieten würden.

Die Analyse zeigt, daß Britten sogar musikalische Symbole des Friedens oder der Erlösung bewußt bricht oder ironisiert.

Kaučić und Hubers Text beschreibt genau diese Haltung.

Ein Gedenken jenseits von Pathos, jenseits symbolischer Überhöhung – ein Gedenken, das die Unfaßbarkeit des Krieges nicht verdeckt, sondern offenlegt.

Individuelle Erinnerung statt kollektiver Liturgie

Brittens Werk wurde zur Einweihung der neuen Kathedrale von Coventry komponiert – einem Ort, der selbst Kriegszerstörung verkörpert. Doch das Werk verweigert jede nationale oder religiöse Vereinnahmung. Es ist ein Requiem für alle Toten, nicht für „unsere“ Toten.

Britten bricht das Ritual – ALH & GK  setzen ein Requiem ohne Ritual.

Britten arbeitet mit Stille – GK & ALH machen Stille zum Medium der Trauer.

Britten entzieht dem Requiem seine religiöse Funktion – GK & ALH transformieren es in eine philosophische Übung.

Britten zeigt die Unfaßbarkeit des Krieges – ALH & GK machen diese Unfaßbarkeit zum Zentrum des Gedenkens.

Die Beziehung zwischen Britten und der „geräuschlosen“ Form ist keine bloße Analogie, sondern eine Verschiebung der Grundhaltung gegenüber dem Requiem selbst. Die Frage, ob das als Erweiterung, Kontrast oder radikale Konsequenz zu verstehen ist, läßt sich sinnvoll entlang dreier Achsen entfalten.

Wie sich Brittens Ansatz verschiebt, wenn man ihn „zu Ende denkt“.

1. Erweiterung – das Requiem als offener Raum statt als liturgische Form 

Britten löst das Requiem bereits aus seiner sakralen Gebundenheit, indem er Wilfred Owens Gedichte einschreibt und damit das Ritual perforiert. Eine „geräuschlose“ Form könnte diese Öffnung weiterführen.

Nicht nur der Text wird gebrochen, sondern das Medium selbst.

Das Requiem wird nicht mehr gesungen, sondern gedacht.

Die Stille wird nicht nur dramaturgisches Mittel, sondern tragende Struktur.

In diesem Sinn wäre Kaučić und Hubers Form eine konsequente Erweiterung.  Sie nimmt Brittens Geste ernst und radikalisiert sie, ohne ihr zu widersprechen.

2. Kontrast – Britten arbeitet gegen das Ritual, Kaučić und Huber jenseits davon 

Britten bleibt trotz aller Brüche im musikalischen Diskurs.

Er komponiert Konflikt, Dissonanz, Fragmentierung.

Er zeigt die Unfaßbarkeit des Krieges, indem er sie hörbar macht.

Sie entzieht sich der ästhetischen Darstellung.

Sie macht die Unfaßbarkeit nicht hörbar, sondern unhörbar.

Damit entsteht ein Kontrast, der Brittens Ansatz nicht fortsetzt, sondern überschreitet.

3. Radikale Konsequenz – Stille als einzig angemessene Antwort 

Man könnte sagen, wenn Britten zeigt, daß der Krieg nicht darstellbar ist, dann ist die logische Konsequenz, ihn nicht mehr darzustellen.

Die Stille wird zur ethischen Haltung.

Das Requiem verliert nicht nur seine religiöse Funktion, sondern auch seine ästhetische.

Was bleibt, ist ein Raum des Denkens, nicht des Hörens.

Worin der entscheidende Unterschied liegt.

Britten arbeitet innerhalb der Musik, um ihre Grenzen sichtbar zu machen.

Kaučić und Huber arbeiten außerhalb der Musik, um diese Grenzen nicht mehr zu überschreiten.

Das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob man Kaučić und Hubers Form als Erweiterung oder als Konsequenz versteht.

Erweiterung, wenn man sie als neue ästhetische Möglichkeit sieht.

Konsequenz, wenn man sie als notwendige Antwort auf Brittens Diagnose liest.

Kontrast, wenn man betont, daß Kaučić und Huber das Medium verlassen, das Britten noch benutzt.

Eine Frage, die sich daraus ergibt.

Wenn wir (GK & ALH) alle drei Rollen der Stille zusammengedacht anschauen – ästhetische Form, ethische Haltung und philosophische Methode – entsteht daraus eine sehr dichte, fast dreidimensionale Struktur.

Jede dieser Ebenen verändert die anderen, und genau darin liegt die eigentliche Radikalität unseres Ansatzes.

Als ästhetische Form wird Stille zu einem Material, das nicht einfach „nichts“ ist, sondern eine bewußt gesetzte Leerstelle. Sie hat Kontur, Dauer, Spannung. In dieser Perspektive steht sie noch in einem Dialog mit Britten. Ein kompositorisches Mittel, nur eben extrem reduziert.

Als ethische Haltung wird Stille zu einer Antwort auf das Unfaßbare.

Sie verweigert sich der ästhetischen Aneignung des Leidens. Sie sagt, jede Darstellung wäre schon eine Form der Überformung. Hier beginnt die Distanz zu Britten – nicht mehr das Zeigen des Unzeigbaren, sondern das Schweigen vor ihm.

Als philosophische Methode wird Stille zu einem Denkraum. Sie zwingt zur Selbstbegegnung, zur Reflexion über die Bedingungen des Gedenkens selbst. Sie ist nicht mehr Ausdruck, sondern Rahmen, – nicht mehr Medium, sondern Bedingung.

Diese drei Ebenen sind nicht additiv, sondern verschränken sich.

Die ästhetische Stille gewinnt ethische Schwere, die ethische Stille gewinnt philosophische Tiefe (!), und die philosophische Stille wird durch die ästhetische Form überhaupt erst erfahrbar.

Was dadurch entsteht!   Ein Requiem, das nicht mehr „stattfindet“ (?)

Wenn man diese drei Dimensionen zusammennimmt, entsteht etwas, das sich kaum noch als Requiem im traditionellen Sinn beschreiben läßt.

Es erklingt nicht.

Es vollzieht kein Ritual.

Es repräsentiert nichts.

Das ist der Punkt, an dem es sich von Britten löst.

Während Britten noch komponiert, komponieren wir (Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber) die Bedingungen des Hörens selbst.

Warum das eine radikale Weiterführung ist.

Britten zeigt die Grenzen der musikalischen Darstellung.

Wir nehmen diese Grenzen ernst und machen sie zum Ausgangspunkt.

Bei Britten bleibt die Musik der Ort des Konflikts.

Die Gemeinschaft, die in einem solchen Moment entsteht, ist weder rein hörend, noch rein denkend, noch rein schweigend. Sie ist eine Form von Gemeinsamkeit, die sich aus der geteilten Verantwortung für die Stille ergibt. Das ist der entscheidende Schritt, den unser Ansatz gegenüber Britten vollzieht.

Die Stille ist nicht mehr ein dramaturgisches Mittel, sondern ein ethischer Raum, den alle Anwesenden aktiv mittragen müssen.

Sie verlangt Selbstzurücknahme – weil niemand sie dominieren kann.

Und sie verlangt Mitverantwortung – weil sie nur existiert, wenn alle sie akzeptieren.

Damit entsteht eine Gemeinschaft, die nicht durch Klang gebildet wird (wie im Konzert), sondern durch ein gemeinsames Aushalten.

Eine Gemeinschaft des „Antwortens ohne Worte“.

Die Anwesenden werden zu einer Gemeinschaft, die nicht durch Kommunikation entsteht, sondern durch Resonanzfähigkeit.

Sie hören nicht etwas, sondern sie hören sich in die Stille hinein.

Sie denken nicht gemeinsam, aber sie denken nebeneinander.

Sie schweigen nicht einfach, sondern sie tragen ein Schweigen.

Das macht diese Gemeinschaft fragil, aber auch radikal.  

Sie ist nicht durch Identität oder Meinung definiert, sondern durch eine gemeinsame Haltung.

Diese Form der Gemeinschaft ist weder liturgisch (wie im Ritual), noch ästhetisch (wie im Konzert), noch politisch (wie in der Versammlung).

Sie ist eine situative, fragile, ethische Gemeinschaft, die nur im Moment existiert und sich nicht institutionalisieren läßt.

Sie entsteht, weil alle Anwesenden sich der Stille aussetzen – und damit der Verantwortung, die sie impliziert.

Die Konsequenz für das Gedenken.

Wenn Stille Form, Haltung und Methode ist, dann wird Gedenken nicht zu einem Akt des Erinnerns, sondern zu einem Akt des Mittragens.

Die Gemeinschaft entsteht nicht durch das Objekt des Gedenkens, sondern durch die Art und Weise, wie man sich ihm nähert.

Ohne Überwältigung, ohne ästhetische Überformung, ohne narrative Entlastung!   (GK & ALH)

Fazit.  

Ein Netzwerk der Reflexion. 

Kaučić und Hubers Arbeit läßt sich also in ein Netzwerk von Denker:innen und Künstler:innen einordnen, die sich mit der Unmöglichkeit von Wahrheit, der Notwendigkeit neuer Trauerrituale und der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen im Krieg auseinandersetzen.

Besonders fruchtbar sind die Bezüge zu Agamben (Struktur des Krieges), Butler (Politik der Trauer), Nancy (Gemeinschaft der Sterblichen) Bataille, Blanchot, Derrida und Celan (Sprache nach der Katastrophe).

War Requiem I

Krieg und Wahrheit / War and Truth. War Requiem.  (Dt./Engl.) 15.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/15/krieg-und-wahrheit/

War Requiem  II

Krieg und Wahrheit / War and Truth,- eine Ergänzung (Dt./Engl.) 28.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/28/krieg-und-wahrheit-war-and-truth-eine-ergaenzung/

Cast: 

Students from Leipzig, Berlin, and Oslo who enter into dialogue with our text and the shifting constellations of “WAR REQUIEM, Krieg und Wahrheit / War and Truth” as part of our Grammatological Philosophical Practice (GPP) in Vienna, February 2026 — a gathering where thought, voice, and presence become part of the work itself.

Here is their/our Paper as an attempt at a concise contextualization, –  a condensed draft, making the invisible visible.

[[  P.S.: The following does not necessarily reflect our views and thinking in every respect!  GK & ALH  ]]

War and Truth. Deconstruction and the Impossibility of Univocity.

Kaučić and Huber radically question the possibility of truth in war. They demonstrate that every statement, every interpretation in the context of violence and war simultaneously destroys or distorts what it attempts to grasp.

This is a direct reference to Derrida’s deconstruction, which emphasizes the inseparability of the signified (meaning) and the signifier (expression).

In war, this impossibility becomes particularly evident—whether in the manipulation of images, the instrumentalization of language, or the fragmentation of narratives. The authors thus ask: Can there even be a “truth” in war, or is every representation always already part of the conflict itself?

This does not necessarily concern the question—or rather, the matter—of the “war of aggression.” This was clearly and openly initiated by Putin’s Russia. Without any necessity or justification. A decision of “pure” self-empowerment!

Requiem Without Ritual.  Silent Mourning and Philosophical Exercise.

The “War Requiem” as a silent, non-religious practice deliberately breaks with traditional forms of commemoration. It is tied neither to a denomination nor to ecclesiastical rituals, but understands itself as an “Exercitatio pro defunctis”—a philosophical exercise for the deceased.

This form of remembrance aims to contemplate death and suffering in war beyond pathos or symbolic exaltation. The absence of sound and ritual underscores the incomprehensibility of war and the need to reconfigure mourning and memory anew—and individually.

Time, Landscape, Body.  The Simultaneity of the Non-Simultaneous.

The question “Do we live in the same time?” refers to Derrida’s reflections on the “simultaneity of the non-simultaneous.”

While war is everyday life for some, for others it remains a distant abstraction. In this context, landscape and body become bearers of truth—as sites of suffering, memory, or repression.

At the same time, they are also sites of impossibility. The body cannot translate pain, the landscape bears traces that resist any unambiguous interpretation. Both thus become metaphors for the incomprehensibility of war experience.

Conclusion.    A Practice of Incompleteness

With War and Truth, Kaučić and Huber do not develop answers, but a practice of engagement. Their approach emphasizes the necessity of continually asking anew in the face of war—and thus acknowledging the incompleteness of truth, mourning, and memory.

Finally, some central references and points of connection to other philosophical and artistic positions that reflect Kaučić and Huber’s War and Truth.

Giorgio Agamben: The Camp as Paradigm of the Modern

Agamben’s concept of the homo sacer and his analysis of the camp as “bare life” (in Homo Sacer) provide an important complement to Kaučić and Huber’s inquiry into the possibility of truth in war.

Agamben demonstrates how the state of exception in war blurs the boundaries between law, violence, and being human—a process that undermines any unambiguous meaning and thus “truth.” Particularly relevant here is the idea that war is not merely a historical event, but a structural phenomenon permeating modern politics.

Judith Butler: Vulnerability and Mourning as Political Practice

Butler’s reflections in Frames of War and Precarious Life address how war and violence mark certain lives as “grievable” and others as “ungrievable.”

Her call for a “politics of mourning” resonates with Kaučić and Huber’s “Requiem without Ritual.” Both emphasize the need to rethink mourning and memory beyond nationalism or religious traditions.

Butler asks how we can develop an ethics of vulnerability that equally acknowledges all lives—a question that is also central to War and Truth.

Jean-Luc Nancy: The Community of Mortals

Nancy’s Être singulier pluriel (Being as singular-plural being) and his reflections on the “community of mortals” offer another theoretical framework.

Nancy argues that community is not based on identity or belonging, but on the shared experience of finitude.

This aligns with Kaučić and Huber’s focus on the body and landscape as sites that bear both connection and the impossibility of meaning.

Particularly relevant is Nancy’s idea that death is never individual, but always already communal—a perspective that renders the “War Requiem” legible as a collective, yet non-ritual practice.

Nancy’s Understanding of Community: “Being-With” Instead of Identity

Jean-Luc Nancy deconstructs the classical notion of community as something based on common properties, identities, or substances. For him, community is not a possession, not a “we” stabilized by commonalities.

Instead, he describes community as a structure of being-with, as something that happens between people—in touch, in distance, in incompleteness.

Key aspects

Community arises not from a common essence, but from the fact that we are exposed to one another.

This exposure is always precarious, always open, never complete.

Community is therefore an event, not a substance.

Finitude as the origin of the common.

For Nancy, finitude is the decisive point:

We do not share identity, but the fact that we are mortal, vulnerable, limited beings.

This means:

Death is not just an individual end, but a structure of the common.

The death of the other concerns me before my own death concerns me.

Community arises in the acknowledgment of this shared finitude, not in ritualizing or covering it up.

Jean-Luc Nancy writes, in essence.

Death is always the death of the other—and in this lies the possibility of community.

This is radical because it understands community not as consolation or metaphysical unity, but as a shared impossibility, as something that connects us precisely because it withdraws from us.

Connection to Kaučić and Huber.    Body, Landscape, Impossibility.

Kaučić and Huber work with the body and landscape as sites where this paradoxical structure becomes visible:

The body is a site of touch, but also of limit.

The landscape is a site of the common, but without unambiguous meaning.

Both are shared spaces, but not in the sense of an identitarian “we.”

Jean-Luc Nancy on Community.

Community is always already bodily, because it arises in the being-with of bodies.

It is always already spatial, because it occurs in the in-between.

And it is always already impossible, because it does not fuse into a unity.

“War Requiem” as Non-Ritual, Collective Practice

If we take Nancy seriously, Kaučić and Huber’s “War Requiem” does not become a ritual that founds community, but an experience of the common that does not produce identity.

It is collective because it brings people together in a shared space, yet non-ritual because it offers no closed meaning, no healing, no unity.

Instead, it exposes finitude, vulnerability, and the impossibility of symbolizing or overcoming war.

It does not turn death into a metaphysical transition, but into a shared abyss that is shared without being resolved.

Further Connections.  Bataille, Blanchot, Derrida.

1. Nancy and Bataille.   Community as “Impossibility”.

Nancy draws on Bataille’s idea of the “impossible community.”

For Bataille, community is not an assembly of equals, but a space of experience where the subject encounters its limits.

Nancy adopts two central points:

a) Community arises in loss, not in possession.

Not shared values, but shared exposure.

Not identity, but transgression.

b) Death is the site where community appears.

Death is not private, but an event that exceeds the subject.

It is “common” because it always concerns the other before it concerns me.

Relation to Kaučić/Huber.

The “War Requiem” refuses any heroic or national sense-making.

It presents war as a site of radical loss, where community is not founded but laid bare.

This is pure Bataille—and at the same time, pure Nancy.

2. Nancy and Blanchot.    The Common as “In-Between”.

Blanchot is crucial for Nancy because he conceives of community as a relation without fusion.

a) Community is the “common of the unshareable.”

Blanchot describes community as something that cannot be shared because it is not property.

It is an in-between, a “with” that withdraws.

Nancy radicalizes this: Community is not a work, project, or goal.

It is an event that occurs in contact with finitude.

b) The death of the other as the origin of the common.

Blanchot consistently argues that the death of the other concerns me before my own death does.

Nancy adopts this almost verbatim.

Community arises in the encounter with the mortal other, not in self-regard.

Relation to Kaučić and Huber.

Their “War Requiem” works precisely with this in-between.

The landscape is not a symbol, but a site of exposure.

The body is not a bearer of identity, but a site of touch and limit.

The performance generates community without fusion, a “being-with” in the open.

3. Nancy and Derrida.   Touch, Trace, Incompleteness.

Derrida is important for Nancy because he shows that community is always already differentiated.

a) Community is never present, but always “à venir.”

It is future, never complete.

It is a trace, not a possession.

Nancy adopts this in his idea of “exposition”. We are exposed to one another.

This exposure is never total, never present, never complete.

b) Touch without fusion.

Derrida shows that touch is always also non-touch.

Nancy develops this into a theory of the body.

The body is a site of touch, but every touch also reveals distance.

Community is therefore touch in separation.

Toward Kaučić and Huber.

Their work with bodies and landscapes reveals exactly this structure.

The performers touch the landscape, but do not merge with it.

The landscape is a trace, not a symbol.

The community of those present arises in shared exposure, not in shared meaning.

Conclusion

When Nancy is read alongside Bataille, Blanchot, and Derrida, a strong theoretical foundation emerges.

Jean-Luc Nancy.            Significance for War Requiem.

Community as being-with.        The performance creates a collective experience without identity.

Finitude as origin.          War appears as a shared, non-individualizable experience.

Death of the other.         The performance presents loss as a communal event.

Touch at a distance.      Bodies and landscapes enter into relation without fixing meaning.

Community without ritual.        The requiem is not a sacred ritual, but an open event.

Thus, the War Requiem can be read as an aesthetic form of being-with, a collective experience of finitude, a community that does not found but exposes, a practice that does not symbolize death but makes it tangible as a shared impossibility.

4. Contemporary Art Projects on the Ukraine War.

Artistic parallels can be found in projects such as:

Words in Flame (German National Library Leipzig, 2026).

An exhibition on the protection of Ukrainian cultural heritage, addressing the destruction of language and memory—echoing Kaučić and Huber’s emphasis on the impossibility of unambiguous meaning.

Coming of Age Amidst War (Bibliotheca Albertina Leipzig, 2026).

Photographic and literary works documenting the lives of young people in war, thus raising the question of the “simultaneity of the non-simultaneous.”

5. Paul Celan.  Language After Catastrophe.

Celan’s poetry, especially his famous poem Todesfuge, stands for the impossibility of linguistically grasping the Holocaust and other atrocities. His concept of the Atemwende—language must be relearned after catastrophe—finds an echo in Kaučić and Huber’s “silent requiem.”

Both emphasize that language and sound can no longer be “normal” after war, but are always already marked by the experience of destruction.

6. Benjamin Britten: Requiem Without Ritual and Britten’s Deliberate Rupture

Britten’s War Requiem is formally bound to the Latin Mass for the Dead, but in content it is a counter-ritual. He juxtaposes the liturgical sections with Wilfred Owen’s antiheroic, profoundly disillusioned war poems. This confrontation creates a tension between sacred form and the anti-ritualistic truth of war.

Scholars emphasize that Britten consciously destabilizes the traditional function of the requiem: it is not meant to console or glorify, but to make the unrest of war audible.

Soundless Mourning and Britten’s “Silence”.

While Britten’s work is musically highly complex, it repeatedly employs moments of silence, emptiness, and fragmentation. Scholars highlight that Britten does not heroize war, but presents it as a moral and physical wound, revealed precisely in these “silent” moments. Martha Nussbaum describes this aesthetic strategy as a form of “non-personal emotions” that transform consciousness without generating pathos.

Kaučić and Huber’s concept of “soundless mourning” can be read as a philosophical radicalization of this idea: it is not the music that speaks, but thought itself becomes the site of remembrance.

Philosophical Exercise Instead of Liturgical Action.

Britten’s work is a pacifist statement that uses religious form to subvert it. It is a requiem that does not redeem, but confronts. Scholars describe it as an “artistic pacifist statement” and a commentary on the senselessness of war. Kaučić and Huber’s term exercitatio pro defunctis—a philosophical exercise for the dead—fits precisely here.

Britten’s requiem is not a prayer, but an ethical practice, a reflection on war, the body, violence, and responsibility.

Absence of Pathos—and Britten’s Anti-Pathos.

Wilfred Owen’s poems, which Britten incorporates, are radically antiheroic. They refuse any form of glorification. The music follows this stance by employing unrest, dissonance, and fragmentation where traditional requiems would offer harmony and comfort.

Analysis shows that Britten even consciously breaks or ironizes musical symbols of peace or redemption. Kaučić and Huber’s text describes exactly this attitude: a remembrance beyond pathos, beyond symbolic exaltation—a remembrance that does not conceal, but reveals the incomprehensibility of war.

Individual Remembrance Instead of Collective Liturgy.

Britten’s work was composed for the consecration of the new Coventry Cathedral—a place itself embodying war destruction. Yet the work refuses any national or religious appropriation. It is a requiem for all the dead, not for “our” dead.

Kaučić and Huber’s text radicalizes this idea by fully individualizing remembrance. Mourning is no longer regulated by collective rituals, but by personal, thinking practice.

Britten breaks the ritual – ALH & GK establish a requiem without ritual.

Britten works with silence – GK & ALH make silence the medium of mourning.

Britten strips the requiem of its religious function—GK & ALH transform it into a philosophical exercise.

Britten reveals the incomprehensibility of war – ALH & GK make this incomprehensibility the center of remembrance.

The relationship between Britten and the “soundless” form is not merely an analogy, but a shift in the fundamental attitude toward the requiem itself. The question of whether this should be understood as an extension, contrast, or radical consequence can be meaningfully explored along three axes.

How Britten’s approach shifts when one thinks it through to its philosophical and to its analytically necessary conclusions.

1. Expansion – the Requiem as an open space rather than a liturgical form 

Britten already releases the Requiem from its sacred binding by inscribing Wilfred Owen’s poems into it, thereby perforating the ritual. A “soundless” form could carry this opening further.

Not only the text is broken, but the medium itself.

The Requiem is no longer sung, but thought.

Silence becomes not merely a dramaturgical device, but a supporting structure.

In this sense, Kaučić and Huber’s form would be a consistent expansion. It takes Britten’s gesture seriously and radicalizes it without contradicting it.

2. ContrastBritten works against the ritual, Kaučić and Huber beyond it 

Despite all ruptures, Britten remains within musical discourse.

He composes conflict, dissonance, fragmentation.

He shows the ungraspability of war by making it audible.

The “soundless” form, by contrast, refuses discourse itself.

It withdraws from aesthetic representation.

It does not make the ungraspable audible, but inaudible.

This is a qualitative leap: no longer the representation of the unsayable, but the renunciation of representation.

Thus a contrast emerges that does not continue Britten’s approach but surpasses it.

3. Radical consequencesilence as the only adequate response 

One could say, –  if Britten shows that war cannot be represented, then the logical consequence is to cease representing it.

The Requiem loses not only its religious function, but also its aesthetic one.

What remains is a space for thinking, not for hearing.

In this reading, Kaučić and Huber’s form is not merely a continuation but the final form of a process Britten initiated.

This is where the decisive difference lies.

Britten works within music to make its limits visible.

Kaučić and Huber work outside music so that these limits no longer need to be crossed.

This is the point at which one must decide whether to understand their form as expansion or as consequence.

Expansion, if one sees it as a new aesthetic possibility.

Consequence, if one reads it as the necessary response to Britten’s diagnosis.

Contrast, if one emphasizes that Kaučić and Huber leave the medium Britten still uses.

How do you yourselves understand the role of silence — as an aesthetic form, an ethical stance, or a philosophical method?

If we (GK & ALH) consider all three roles of silence together — aesthetic form, ethical stance, and philosophical method — a very dense, almost three‑dimensional structure emerges.

Each of these layers transforms the others, and this is precisely where the true radicality of our approach lies.

As an aesthetic form, silence becomes a material that is not simply “nothing,” but a consciously placed void. It has contour, duration, tension. In this perspective, it still stands in dialogue with Britten — a compositional means, only extremely reduced.

As an ethical stance, silence becomes a response to the ungraspable.

It refuses the aesthetic appropriation of suffering. It says that any representation would already be a form of over‑shaping. Here the distance from Britten begins — no longer showing the unshowable, but remaining silent before it.

As a philosophical method, silence becomes a space for thought. It forces self‑encounter, reflection on the conditions of remembrance itself. It is no longer expression but frame — no longer medium but condition.

These three layers are not additive but interwoven.

Aesthetic silence gains ethical weight, ethical silence gains philosophical depth, and philosophical silence becomes experienceable only through aesthetic form.

What emerges from this? A Requiem that no longer “takes place.”

If one combines these three dimensions, something arises that can hardly be described as a Requiem in the traditional sense.

It does not sound.

It performs no ritual.

It represents nothing.

One could say it is a Requiem that no longer takes place, but occurs — in the consciousness of those who expose themselves to it.

This is the point at which it detaches from Britten.

Why this is a radical continuation.

Britten shows the limits of musical representation.

We take these limits seriously and make them our starting point.

For Britten, music remains the site of conflict.

For us, the absence of music becomes the site of responsibility.

This is not merely an aesthetic decision, but an ethical‑philosophical one. Silence is no longer a means, but a consequence.

The community that arises in such a moment is neither purely listening, nor purely thinking, nor purely silent. It is a form of togetherness that emerges from the shared responsibility for silence. This is the decisive step our approach takes beyond Britten.

Silence is no longer a dramaturgical device, but an ethical space that all present must actively sustain.

Silence as a shared space of responsibility.

In our model, silence is not absence, but the presence of a task.

It demands alertness — because silence holds only when consciously maintained.

It demands self‑restraint — because no one can dominate it.

And it demands co‑responsibility — because it exists only if all accept it.

Thus a community arises that is not formed by sound (as in a concert), but by shared endurance.

Those present become a community not through communication, but through resonance.

They do not hear something.    They hear themselves into the silence.

They do not think together, but they think side by side.

They do not simply remain silent.    They carry a silence.

This makes the community fragile, but also radical.

It is not defined by identity or opinion, but by a shared stance.

Why this is something third.

This form of community is neither liturgical (as in ritual), nor aesthetic (as in concert), nor political (as in assembly).

It is a situational, fragile, ethical community that exists only in the moment and cannot be institutionalized.

One could say it is a community not connected by sameness, but by simultaneity.

It arises because all present expose themselves to silence — and thus to the responsibility it implies.

The consequence for remembrance.

If silence is form, stance, and method, then remembrance becomes not an act of recalling, but an act of bearing.

The community arises not through the object of remembrance, but through the manner in which one approaches it.

Without overwhelming, without aesthetic over‑shaping, without narrative relief.

(GK & ALH)

Conclusion.   

Kaučić and Huber’s work can thus be situated within a network of thinkers and artists who engage with the impossibility of truth, the necessity of new mourning rituals, and the simultaneity of the non-simultaneous in war.

Particularly fruitful are the connections to Agamben (structure of war), Butler (politics of mourning), Nancy (community of mortals), Bataille, Blanchot, Derrida, and Celan (language after catastrophe).

(Transl.: GK & ALH)

War Requiem I

Krieg und Wahrheit / War and Truth. War Requiem.  (Dt./Engl.) 15.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/15/krieg-und-wahrheit/

War Requiem  II

Krieg und Wahrheit / War and Truth,- eine Ergänzung (Dt./Engl.) 28.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/28/krieg-und-wahrheit-war-and-truth-eine-ergaenzung/

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

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Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna

Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

…around the clock …around the world…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

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Projekte / Projects (1989 – 2026 ff.) 37 Jahre Philosophische Praxis Wien GK & ALH

Mehr dazu siehe unseren Teaser und unseren Footer sowie die übrigen Postings iBlogspot-Blog 2014 ff

Homepage: 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

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Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026), Österreichische Philosophin, Grammatologische Philosophische Praxis Wien

Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, –
Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)

Gerhard Kaučić (Dr. phil., 67, 2026), Österreichischer Philosoph, Grammatologische Philosophische Praxis Wien

Grammatologische Philosophische Praxis Wien

Demokratie leben Living Democracy Demokratie leben !!!

       Demokratie leben   !     Living Democracy !

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Ich denke, jene, die autoritär denken und handeln, unterliegen einigen Grundirrtümern aufgrund vieler Fehlannahmen infolge unhinterfragter und nicht in deren Horizont des Denkens liegender Denkvoraussetzungen.  Unfähigkeit zur Selbstreflektion!

Gerhard Kaučić (67, 2026), Philosoph

Gerhard Kaučić (geb. 1959), Philosopher, Writer, Trans-lator, Philosophical Practitioner, Queer Theorist, Deconstruction, Queertheoretiker, Philosophischer Praktiker, Schriftsteller, Über-Setzer, Philosoph, Grammatologe, Autor, Wien, Austria, Europe


Gründer (1989) der ersten grammatologischen philosophischen Praxis (GPP) weltweit, – 37 years Philosophical Practitioner Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax, Vienna, Austria, Europe


Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“
 (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011)

Anna Lydia Huber (67, 2026), Philosophin

Anna Lydia Huber (MSc, geb. 1959, Alter 67, 2026), Philosophische Praxis 2009 ff.
Philosophische Praktikerin/Praktische Philosophie, Sprachanalytische Philosophie, Dekonstruktion, Schriftstellerin,  Übersetzerin, Österreichische Philosophin, Europäische Philosophin

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus meiner/unserer Philosophischen Praxis

Wien 37 Jahre Praxis Jubiläum (1989-2026 ff.) Jubilaeum 37 Jahre PP 2026

Grammatologische PHILOSOPHISCHE PRAXIS  GERHARD KAUCIC / DJAY PHILPRAX & ANNA LYDIA HUBER WIEN ÖSTERREICH EUROPA

Die Lehre der Lekritüre der Grammatologie.

Eine jede „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv.

Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Mit Turnheim behaupte ich eine grundsätzliche Verwandtschaft von Psychoanalyse und Demokratie und von Dekonstruktion und Demokratie. Alle drei Namen sprechen von der Irreduktibilität der Singularität bei gleichzeitiger versuchter Wiederholbarkeit!

Psychoanalyse und Dekonstruktion behaupten beide eine Irreduzibilität der Hetero-Affektion in der Erfahrung eines „Eigenen“ und beide gehen von einem Wirken eines inneren Fremdkörpers aus!

Die Illisibilität eines jeden Textes und seine „Grundlosigkeit“! (vgl. Michael Turnheim, Das Andere im Gleichen, S. 11)

Der Analytiker ist ein Leser, eine Leserin. Und! Der Analytiker wird zum Schreiber, zum Schriftsteller als lesenden.

Text bleibt unlesbar lesbar ! (vgl. R. Barthes Illisibilität)

Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Affizierungen !

Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen.

Zur Frage und zum Wort „Dekonstruktion“ vgl. Jacques Derridas „Überlegungen“ in einem „Brief an einen japanischen Freund“ aus dem Jahr 1985, übersetzt ins Deutsche und abgedruckt in: J. Derrida, Psyche. Erfindungen des Anderen II. Wien 2013 (Passagen Vlg.), S. 15 – 22.

„Das Wort „deconstruction“  bezieht, wie jedes andere auch, seinen Bedeutungswert nur von einer Einschreibung in eine Kette möglicher Substitutionen, in das, was man so seelenruhig einen „Kontext“ nennt.“ (ebda., S. 21)

„Allem Anschein zum Trotz ist die Dekonstruktion jedenfalls weder eine Analyse noch eine Kritik …

Eine Analyse ist sie insbesondere deshalb nicht, weil die Zerlegung (décomposition) einer Struktur kein Rückgang zum einfachen Element, zu einem nicht weiter zerlegbaren Ursprung ist.

Diese Werte, wie der der Analyse, sind selbst der Dekonstruktion unterworfene Philosopheme.“ ( S. 19)


„Die Dekonstruktion hat Statt, sie ist ein Ereignis (événement), das nicht erst auf die Überlegung, das Bewußtsein oder die Organisation des Subjekts, nicht einmal der Moderne, wartet. 

Es dekonstruiert sich.“ (S. 20)   

Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“ (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011

Die Dekonstruktion hat notwendigerweise von innen her zu operieren, sich aller subversiven, strategischen und ökonomischen Mittel der alten Struktur zu bedienen, sich ihrer strukturell zu bedienen“ (DerridaGrammatologie, S. 45), um schließlich den nicht strukturell zu erfassenden Praxischarakter der Wahrheit freizulegen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An-und Abwesendsein der Wahrheit, des etwas Erblickens und dadurch anderes Aus-dem-Blickfeld-Ausschließens. (H. Kimmerle, J. Derrida zur Einführung, S. 49)

Und Dekonstruktion erschließt beziehungsweise eröffnet einen Zugang zum Anderen durch Entdeckungen von Unbekanntem oder bisher Ungedachtem.

Dekonstruktion läßt sich nicht definieren und nicht abschließen (vgl. dazu J. Derrida, Limited Inc, S. 171 ff.).

Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates. Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.

Ein Text, der vielleicht aus gewohnter (binärer) These und Antithese besteht, enthüllt, wenn er dekonstruiert wird, beispielsweise eine Vielzahl von Perspektiven, die gleichzeitig vorhanden sind, – oft in Konflikt miteinander.

Dieser Konflikt aber wird durch die Dekonstruktion erst sichtbar.

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) könnte dazu einen nicht wenig gewichtigen Beitrag leisten, denke ich.

Denken wir.

ALH & GK

Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsere Charakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), – 

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2025/03/latest-news-information.html?m=1

Krieg und Wahrheit / War and Truth

                         (Deutsch / English)

„Wir halten es prinzipiell für unmöglich das Signifikat vom Signifikanten zu trennen durch Interpretation oder Kommentar und so die „Schrift“ durch die Schrift, die auch noch Lektüre ist, zu zerstören; nichtsdestoweniger glauben wir, daß diese Unmöglichkeit sich historisch artikuliert.“ (Derrida)

 Dekonstruktion hat eine ethische Komponente ! (Derrida)

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, – vielleicht sogar eine Zielgerichtetheit (ohne Methode oder Kritik sein zu wollen oder zu können), – eine Zielgerichtetheit auf die Verantwortlichkeit für den Anderen!

Die Geschichte ihrer Wirkungen. Die Geschichte eines Krieges enthüllt sich durch die Wahrheitsfindung seiner Wirkungen, z. B. seiner Wirkungen der Flucht, seiner Wirkungen in den Körpern seiner Flüchtlinge.

Erst wenn diese Geschichte abgeschlossen ist und die Deutungen zur Ruhe zu kommen scheinen, wenn uns die Interpretationen in all ihren Widersprüchen vor Augen geführt worden sein werden, dann erst ist das Rätsel seines Textes, das Rätsel seines Werkes als das Rätsel seiner Motive, Veranlassungen, Verflechtungen erkannt und vielleicht gelöst.

Körper brauchen Raum. Macht ist dort, wo Raum gewährt wird oder verweigert werden kann. Flüchtlingen zum Beispiel. Flüchtlinge sind machtlos, weil sie ortlos sind und Aufnahme finden müssen als Abhängige von einer Barmherzigkeit, nur selten rekurrierend auf eine Verrechtlichung.

Der Körper muß von der Geschichte her gedacht werden und als Leiblichkeit erkannt, also entziffert werden. Die Entschleierung seiner Textur.

Abhängig von unserer Erinnerungsarbeit und unserer Vorstellungskraft.

Und unter den Blicken der Anderen, dem Blick der Anderen.

Ich setze den Anderen und mich gleich und kann deshalb von mir als Mensch sprechen wie über den Anderen, der ein Mensch gleich wie ich ist (Levinas).

Wenn wir sagen „Die Geschichte eines Krieges enthüllt sich durch die Wahrheitsfindung seiner Wirkungen“, dann verschieben wir den Fokus weg vom Schlachtfeld, weg von Generälen, Strategien und politischen Erklärungen. Stattdessen rücken wir die Folgen ins Zentrum – und damit die Menschen, die sie tragen.

Wahrheit als Wirkung, nicht als Ursache.

Krieg wird oft über seine Ursachen erklärt.  Machtinteressen, Historische Gebietsansprüche, Territorialstreitigkeiten, Imperiale Phantasmagorien, Historische Verblendungszusammenhänge, Ideologien, Religionen, Expansionsgelüste, Größenwahn, Leidensignoranz, Mitleidslosigkeit, Haß, Feindseligkeit, Massenmordgier, Übermenschmanie, Untermenschdenke, Rassismus, sexologische Inkapabilität, Antipathien, unbewußte Wünsche, Allmachtbegehren, ver-rückte Ichaufblähung als Herr der insgesamt größten und meisten Atomwaffenarsenale, geopolitische Spannungen, Machtphantasien, Männerphantasien, Sexismus, Gier, Paranoia, Schizophrenie.

Doch die Wahrheit eines Krieges zeigt sich viel deutlicher in dem, was er hinterläßt. Zerstörte Städte, zerbrochene Biographien, Traumata, die sich in Körper einschreiben, Fluchtbewegungen, die ganze Gesellschaften verändern.

Die Wahrheit ist also nicht das, was Politiker*innen sagen, sondern das, was Menschen erleiden.

Flucht als sichtbare Spur der Spur des großteils unsichtbaren Textes Krieg.

Flucht ist eine der unmittelbarsten Wirkungen eines Krieges.

Sie ist: Bewegung im Raum, eine Bewegung im Körper und Bewegung im Gedächtnis.

Flucht zeigt, daß ein Raum unbewohnbar geworden ist.

Sie zeigt, daß Gewalt nicht nur stattgefunden hat, sondern weiterwirkt.

Körper werden zu Schmerz-Archiven. Narben, Schlaflosigkeit, Hypervigilanz, Sprachlosigkeit, veränderte Gesten, ein anderer Blick,  soziale Isolation, schmerzender und gepanzerter Körper, (cf. Klaus Theweleit),  Suizidgefühle oder Rache-Intentionalisierung, Reaktionstumore, Krebs,…

Diese körperlichen Spuren sind oft wahrhaftiger als jede offizielle Geschichtsschreibung.

Sie sind nicht interpretierbar im Sinne politischer Narrative – sie sind.

Die Wahrheit des Krieges ist nicht abstrakt, sondern leiblich. Es entsteht ein radikaler Perspektivwechsel.

Die Wahrheit eines Krieges ist nicht in Dokumenten, sondern in Menschen eingeschrieben.

Sie ist konkret, verletzlich, widersprüchlich, lebendig, tödlich.

Und sie (die Wahrheit) bleibt bestehen, lange nachdem der Krieg offiziell „vorbei“ ist.

Krieg nicht als Ereignis, sondern als Prozeß verstanden.

Ein Prozeß, der in Körpern weiterarbeitet, in Landschaften, in Sprachen, in Familiengeschichten.

Er macht sichtbar, daß Geschichte nicht nur erzählt, sondern erlebt wird.

Und daß Wahrheit nicht nur gedacht, sondern gefühlt wird.

Die Geschichte eines Krieges läßt sich nicht allein aus seinen Ursachen oder seinen offiziellen Chroniken begreifen, sondern vor allem aus den Wirkungen, die er in den Körpern und Bewegungen der Menschen hinterläßt.

Wahrheit erscheint hier nicht als abstrakte Erkenntnis, sondern als leiblich erfahrbare Spur: in der Erschöpfung der Fliehenden, in der Spannung ihrer Muskeln, in den Störungen ihres Schlafs, in den Blicken, die gelernt haben, Gefahr zu antizipieren.

Flucht wird so zur sichtbarsten Form der Wahrheit, weil sie zeigt, daß ein Raum unbewohnbar geworden ist und daß Gewalt nicht nur stattgefunden hat, sondern fortwirkt.

Die Körper der Flüchtenden werden zu Archiven, in denen sich der Krieg einschreibt – nicht als Erzählung, sondern als Rhythmus, als Reflex, als Schmerz.

In ihnen enthüllt sich eine Geschichte, die keine Worte braucht, um wahr zu sein, weil sie im Gewebe des Lebendigen selbst fortbesteht.

Erst wenn diese Geschichte abgeschlossen ist und die Deutungen zur Ruhe zu kommen scheinen, wenn uns die Interpretationen in all ihren Widersprüchen vor Augen geführt worden sein werden, dann erst ist das Rätsel seines Textes, das Rätsel seines Werkes als das Rätsel seiner Motive, Veranlassungen, Verflechtungen erkannt und vielleicht gelöst.

Dann liegt vielleicht die Wahrheit seiner Textur vor Augen.

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente !

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, – vielleicht sogar eine Zielgerichtetheit (ohne Methode oder Kritik sein zu wollen oder zu können), – eine Zielgerichtetheit auf die Verantwortlichkeit für den Anderen!

Körper brauchen Raum. Macht ist dort, wo Raum gewährt wird oder verweigert werden kann.

Flüchtlingen zum Beispiel. Flüchtlinge sind machtlos, weil sie ortlos sind und Aufnahme finden müssen als Abhängige von einer Barmherzigkeit, nur selten rekurrierend auf eine Verrechtlichung.

Der Körper muß von der Geschichte her gedacht werden und als Leiblichkeit erkannt, also entziffert werden. Die Entschleierung seiner Textur. Abhängig von unserer Erinnerungsarbeit und unserer Vorstellungskraft. Und unter den Blicken der Anderen, dem Blick der Anderen. Ich setze den Anderen und mich gleich und kann deshalb von mir als Mensch sprechen wie über den Anderen, der ein Mensch gleich wie ich ist (Levinas).

Ich ist ein „Flüchtling!

Ich empfinde und das heißt, ich kann nicht nur über mich als Empfindenden sprechen, sondern gleichzeitig über die Welt und über die Anderen.

Leiblichkeit antwortet immer schon auf fremden Anspruch, sie ist nach Husserl ein Umschlagplatz zwischen Kultur und Natur. Leiblichkeit formuliert eine Machtgeschichte, die alles betrifft, was unsere Körper ausmacht. Auch besonders unser Denken und Fühlen.

Für Freud ist das Ich von vornherein in einer Sphäre der Triebschicksale eingelassen. Man kann von Liebesschicksalen sprechen, insofern die Beziehung zum Anderen vorgeprägt ist durch eine Vor-vergangenheit, die das Ich schon prägt, bevor es zu dieser Vergangenheit Stellung nehmen hätte können.

Anspruchskonflikte, Autoritätskonflikte, Übertragungen, die in ihren Verknotungen von Leben als Schrift, die nicht oder nur weit in der Nachträglichkeit dechiffrierbar wäre, Möglichkeiten unterbinden. Und anders als erwartbar, ermöglichen.

Über den leiblichen Menschen sprechen und denken heißt über die Natur zu sprechen und zu denken. Demzufolge geht die Frage nach dem Empfinden weit über eine bloß kognitive Orientierung in der Welt hinaus.

Die Wahrheit eines Werks enthüllt sich allein in der Geschichte seiner Wirkungen von Wahrheiten.

„Zu wissen, warum du lebst und gelebt hast, glaubst du, solange du nicht in der Schußlinie des Todes stehst.“ (Erika Burkart, „Grundwasserstrom“ Zürich 2000)

Zur selben Zeit denken wir das Unmögliche und das (dieses >zur selben Zeit<) ist das Unmögliche! (Derrida, Donner le temps I)

Die Gabe gibt, verlangt und nimmt Zeit.

Fiduziarische Vorgänge oder ökonomische.

Eine Gabe verlangt Zeit und Dauer, ein Warten, das nicht vergißt.

Es bedarf einer inneren Notwendigkeit, um aus einem Geben eine Gabe zu machen, es bedarf des Unterschieds zur Schuld und zur Bezahlung. Es braucht einen Unterschied zur Ökonomie des Tausches. Es braucht die Dauer mit open end.

Vielleicht ohne Ende. Ohne eine  Logik des Kredits. (cf. M. Mauss im Gegensatz zu Marx).

Die Gabe wäre ein Ereignis ohne Kreditverschreibung, das dadurch sogar aus dem Gedächtnis verschwinden könnte, also nie zurückkehrt.

Also keine Belohnung für eine Gabe und sei es irgendwann.

Die Gabe als „wirkliche“ Gabe wäre also in unseren Gesellschaften unökonomisch, – ohne Aufzeichnung und ohne Rückgaberecht!

Disseminativer Wahnsinn!? Gabe als reines Geben (cf. Derrida, La  dissémination, passim).

Die Gabe gibt, verlangt und nimmt Zeit.

Fiduziarische Vorgänge oder ökonomische?!?

Aus der Dissemination erwächst das Fruchtbare. Nicht unbedingt, aber möglicherweise.

Nie aus der reinen Ökonomik!

Von da her sollte man die rechtlichen und ökonomischen Begriffe „Freiheit, Pflicht, Freigebigkeit, Großzügigkeit, Verschwendung versus Sparsamkeit, Interesse, Nützlichkeit“ immer im Auge behalten und einer fraglichen Überdenkbarkeit aussetzen.

Die Wahrheit eines Werks (!!!) enthüllt sich erst und allein in der erkannten(!) Geschichte seiner Wirkungen.  

Zur selben Zeit denken wir das Unmögliche und das (dieses >zur selben Zeit<) ist das Unmögliche! (Derrida, Donner le temps I) 

Freude, Freundschaft, Freiheit!    Eine politische Landschaft!  Eine bepflanzte Oberfläche! Pfropfungen in den Leibern.

Diese Grenzlinien vergangener Mächte, sie brechen auf in die Geschichte der Gegenwart. Das verdrängte Unterdrückte bricht ein in den Alltag der sogenannten zivilisierten Gesellschaften.

Autokratien zum Teil, Demokratien, die selbst noch um ihr Kommen ringen.

Die Grenzlinien der Macht sind niemals endgültig gezogen. Sie verschieben sich, überlagern sich, reißen auf.

Wo Macht sich selbst zum Recht erhebt, entstehen jene unsichtbaren Risse, durch die das Vergangene in die Gegenwart zurückkehrt. Rußland. China. Türkei. USA.

Die unterdrückten Erfahrungen früherer Herrschaftsformen verschwinden nicht, sie lagern sich ab wie Sedimente, die unter dem Druck neuer Ordnungen nur scheinbar erstarren. In Momenten gesellschaftlicher Erschütterung brechen sie hervor und dringen in den Alltag der sogenannten (zivilisierten) Gesellschaften ein – Autokratien, Demokratien (oder noch nicht), die selbst noch um ihr eigenes Werden ringen, um die fragile Balance zwischen Freiheit und Kontrolle, zwischen Offenheit und Angst.

So zeigt sich, daß die Geschichte der Macht nicht hinter uns liegt, sondern in jedem politischen und sozialen Gefüge weiterwirkt (sogar fallweise als Krieg herauseitert!), als unruhige Erinnerung und als Mahnung, daß Recht nie selbstverständlich ist, sondern immer neu errungen werden muß.

So wird der Körper zum Ort, an dem sich die Machtverhältnisse der Vergangenheit und die Unsicherheiten der Gegenwart kreuzen. In ihm zeigt sich, daß Krieg nicht endet, wenn die Waffen schweigen, und daß Erinnerung nicht bloß ein mentaler Akt ist, sondern ein fortdauernder Prozeß, der im Gewebe des Lebendigen weiterarbeitet.

Die Wahrheit des Krieges ist nicht abgeschlossen. Sie wandert, sie atmet, sie verändert die Räume, in denen sie ankommt.

Und vielleicht ist es gerade diese Unabgeschlossenheit, die uns zwingt, die Geschichte nicht als etwas Vergangenes zu betrachten, sondern als etwas, das uns berührt, formt und herausfordert – jeden Tag, in jedem Körper, der seine Spuren trägt.

Vielleicht müssen wir zugeben, daß Krieg nicht nur ein historisches Ereignis ist, sondern eine fortdauernde Präsenz, die sich in Körpern, Räumen und politischen Ordnungen sedimentiert.

Erinnerung ist deshalb kein Akt des Rückblicks, sondern ein tastender Versuch, die unsichtbaren Linien zu erkennen, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpfen.

In den Körpern der Überlebenden, in den Bewegungen der Vertriebenen, vielleicht in uns allen, in den Rissen unserer Gesellschaften, in unseren Politkörpern, sogar in unseren Demokratien wird sichtbar, daß die Geschichte nicht vergeht, sondern sich verwandelt – und daß ihre Wahrheit nicht im Archiv der Dokumente liegt, sondern im lebendigen Gewebe derer, die sie tragen.

Vielleicht besteht unsere Aufgabe weniger darin, den Krieg zu erklären, als darin, seine Spuren zu lesen: aufmerksam, verletzlich, ohne die Illusion, daß sie jemals vollständig verschwinden.

Denn erst in dieser Anerkennung beginnt eine Form von Verantwortung, die nicht auf Vergessen baut, sondern auf der Fähigkeit, das Fortwirken des Vergangenen im Jetzt wahrzunehmen – und ihm eine andere Zukunft entgegenzustellen.

Zur abschließenden Erhellung Freud, Lacan, Derrida in Anspruch genommen.

Communio: Lux aeterna.  Lux perpetua luceat eis. Das ewige Licht leuchte ihnen.

Die Psychoanalyse nach Sigmund Freud und Jacques Lacan bietet tiefgreifende, oft unbequeme Einblicke in die menschliche Psyche, die Krieg, Wahrheit, Landschaft, Leib und Begehren nicht als getrennte Phänomene, sondern als miteinander verwobene Aspekte unbewußter Prozesse betrachtet.

Während Freud den Fokus auf Triebdynamik (Es/Ich/Über-Ich) legt, betont Lacan die Strukturierung des Subjekts durch Sprache (Symbolisches) und Mangel.

Krieg (und Aggression)

Freud („Warum Krieg?“, „Zeitgemäßes über Krieg und Tod“):

Krieg ist Ausdruck des Todes- und Zerstörungstriebs (Thanatos), der dem Lebewesen innewohnt und sich gegen den Nächsten richtet. Aggressivität ist ein fundamentales, nicht ausrottbares Triebpotenzial, das bei Kollektiven (Staaten) zügellos ausbrechen kann. Kultur soll den Trieb bändigen, führt aber oft nur zur Sublimierung oder Verschiebung.

Lacan:

Krieg ist eng mit der Unmöglichkeit verbunden, die eigene Jouissance (Genuß/Lustgewinn im Schmerzhaften) zu regulieren. Es ist oft eine Frage der Identifikation im Imaginären (Spiegelstadium), wo der Andere als Feind konstruiert wird.

Wahrheit

Freud:

Die „Wahrheit“ ist oft verdrängt. Sie zeigt sich in Symptomen, Fehlleistungen und Träumen. Die analytische Wahrheit ist eine individuelle Wahrheit, die oft in der „Urgeschichte“ des Subjekts (Kindheit) wurzelt. Die psychoanalytische „Kulturarbeit“ besteht darin, diese verdrängte Wahrheit trotz Widerständen bewußt zu machen.

Lacan:

Wahrheit ist „Struktur der Fiktion“. Sie ist das, was sich der vollständigen sprachlichen Artikulation entzieht, da Sprache (das Symbolische) immer lückenhaft ist. Wahrheit „entsteht“ im Diskurs, ist aber nie ganz greifbar.

Landschaft (und Raum)

Freud/Psychoanalyse:

Räume werden oft als topographische Metaphern für den seelischen Apparat genutzt (Bewußt/Unbewußt). Landschaft kann als Projektionsfläche für innere Zustände (Landschaft als Leib-Metapher) oder als Ort des Traumas (Schlachtfeld) dienen.

Lacan: 

Der Raum wird durch das Symbolische und Imaginäre strukturiert. Das, was man sieht (Landschaft), wird durch das „Zeichen“ (Signifikant/Signifikat/Signifikant/Signifikat, die Sprache) bestimmt, das der Andere (Ordnung) vorgegeben hat. 

Leib (unser je eigener Körper)

Freud: 

Das Ich ist „vor allem ein körperliches Ich“. Es ist die Projektion einer Oberfläche. Triebe (Libido) sind „an den Körper gebunden“. Körperliche Symptome (Hysterie, Phobien, Überlegenheitsgefühle, Schizoidität, Minderwertigkeitsgefühle, Magersucht, Freßsucht, Depressionen, Paranoia, Schizotypie, Schizotypismus, Psychose, Schizophrenie, …) sind Ausdruck verdrängter seelischer Konflikte.

Lacan: 

Der Körper wird erst durch das Bild im Spiegel (Imaginäres) und die Sprache (Symbolisches) als Einheit konstituiert. Lacan unterscheidet zwischen dem biologischen Körper (Need) und dem erogenen Körper, der durch den „Mangel“ (Begehren) strukturiert wird. Die Jouissance durchdringt den Körper. 

Das Begehren (Desire)

Freud: 

Begehren (Wunsch) ist primär das Streben des „Es“ nach Lustbefriedigung (Lustprinzip). Es entsteht aus einem Mangel (z.B. der Triebbefriedigung).

Lacan: 

Dies ist einer seiner Kernbegriffe. „Begehren ist ein Verhältnis des Seins zum Mangel“.   

Kein Bedürfnis: Es ist nicht Hunger (Need), sondern das, was nach Abzug des Bedürfnisses von der Forderung (Demand) übrig bleibt.

Begehren des Anderen: Man begehrt nicht ein Objekt, sondern man begehrt, das zu sein, was dem Anderen fehlt, oder man begehrt, was der Andere begehrt.

Objekt a: Das Objekt des Begehrens ist letztlich unerreichbar (objet petit a), was das Begehren metonymisch (nie endend) am Laufen hält.

Freud sieht den Menschen als von Trieben gesteuert, die in der Kultur (Krieg/Frieden) zivilisiert werden müssen. Lacan betont, daß der Mensch ein „sprechendes Wesen“ ist, das durch Mangel, Sprache und die unaufhörliche Suche nach Anerkennung (Begehren) definiert wird.

Für Freud und Lacan ist der Krieg kein Betriebsunfall der Zivilisation, sondern ein Ausbruch dessen, was unter der Oberfläche immer präsent ist. In ihrer Welt ist der Mensch kein rationales Wesen, sondern ein von unbewußten Kräften getriebenes Subjekt.

Der Mensch als Rohling. Der sich nicht (mehr) erkannt fühlende und beleidigte (ob zurecht oder zuunrecht spielt keine große Rolle) Mensch findet mangels Worten, mangels reflektorischer und sich permanent bearbeitender Bildung des Selbsts keinen Halt mehr in seiner schwach ausgebildeten zivilisatorischen Verfaßtheit.

ER, der Mensch (sehr viel öfter der männlich definierte Mensch) verliert seine Fassung und geht,  außer sich geraten, fassungslos und in gepanzertem Körper erstarrt (cf. Theweleit) in den Mord oder Selbstmord.

Landschaft und Leib

In der Psychoanalyse ist der Körper nicht einfach nur Fleisch, und die Landschaft nicht nur Umgebung.

Der Leib (Le corps): Lacan unterscheidet zwischen dem biologischen Organismus und dem „Leib“. Durch das Spiegelstadium erkennt sich das Kind erstmals als Ganzheit. Der Leib ist also ein Bild, eine imaginäre Konstruktion. Er ist die „Landkarte“ unserer Identität.

Die Landschaft: Sie kann als Projektionsfläche des Unbewußten verstanden werden. In der psychoanalytischen Ästhetik ist die Landschaft oft eine Erweiterung des Leibes oder ein Raum, in dem das Subjekt seine Sehnsüchte und Ängste verortet (das „Unheimliche“). Die Grenze zwischen Innen (Leib) und Außen (Landschaft) ist fließend.

Was heißt hier „Begehren“ ?

Das Begehren (désir) ist der zentrale Motor bei Lacan und unterscheidet sich strikt vom biologischen Bedürfnis.

Begehren versus Bedürfnis: Ein Bedürfnis (Hunger) kann gestillt werden. Das Begehren hingegen ist unendlich, weil es ein Verlangen nach fortwährender Anerkennung ist.

Das Begehren des Anderen:

Lacan sagt berühmterweise „Das Begehren des Menschen ist das Begehren des Anderen.“

Wir begehren das, was andere begehren, oder wir wollen vom Anderen begehrt werden.

Mangel: Das Begehren entsteht aus einem fundamentalen Mangel. Wir suchen ständig nach einem Objekt (dem Objekt klein a), das uns „ganz“ machen soll, aber dieses Objekt existiert nicht.

Landschaft und Leib als „Text“ gelesen und bearbeitet. Das Begehren hält uns am Leben, indem es uns immer weiter suchen läßt, ohne je endgültig ans Ziel zu kommen.

Diese Konzepte sind eng miteinander verwoben. Der Krieg ist oft ein pervertierter Versuch, den Mangel des Begehrens durch totale Zerstörung oder Aneignung von Landschaft und fremden Leibern zu füllen – eine Suche nach einer Wahrheit, die im Kern leer bleibt.

Für Lacan ist das Reale nicht die Realität. Die Realität ist das, was wir durch Sprache und Bilder verstehen. Das Reale hingegen ist das, was sich nicht in Worte fassen läßt – das Trauma, der nackte Tod, der „Lärm und der Zorn“.

Der Krieg als Einbruch. Im Krieg bricht das Reale in unsere geschützte Welt ein. Alle symbolischen Sicherheiten (Gesetze, Moral, Identität) versagen. Die Wahrheit des Krieges ist bei Lacan die Begegnung mit dem Abgrund, den wir normalerweise durch unseren Alltag verdecken.

Derrida würde hier einwenden, daß Krieg niemals „rein“ ist. Er ist immer schon von SCHRIFT, – Ideologien und Rechtfertigungen durchdrungen. Für ihn ist die Wahrheit des Krieges eine Aporie,  – ein unauflösbarer Widerspruch.

Krieg ist der Moment, in dem die „Gerechtigkeit“ (die unmöglich ist) vom „Recht“ (das gewaltsam ist) geschieden wird.

Während Lacan den Leib als Bild (Imaginäres) sieht, versteht Derrida alles als eine Form von Textur.

Für Derrida ist der Leib kein abgeschlossenes Ganzes, sondern eine Einschreibung unter die erste Oberfläche. Verletzungen im Krieg sind gewaltsame unvorhersehbare „Einschreibungen“. Der Leib ist eine Landschaft, auf der die Geschichte ihre Narben hinterläßt.

Landschaft und Différance. Die Landschaft ist bei Derrida nie einfach „da“.

Sie ist geprägt von der Différance (Aufschub und Unterschied). Eine Grenze in der Landschaft ist nicht nur eine Linie, sondern ein gewaltvoller Akt der Trennung.

Die Landschaft im Krieg ist eine „verwundete Textur„, die zeigt, daß Identität immer auf dem Ausschluß des Anderen basiert.

Achten wir weiter dosiert auf Jacques Derrida. Hören wir hin. Wir hören die Ukraine. Leiden. Hoffnung. Weinen. Das Begehren und das Unmögliche.

Lacan sagt, das Begehren sei auf ein Objekt gerichtet, das fehlt. Derrida radikalisiert dies durch die Idee der Unentscheidbarkeit.

Begehren nach dem Anderen. Das Andere. Die Anderen. Lacan sieht das Begehren als den Wunsch, die Leere zu füllen.

[[ Fußnote, Einschub:

„Hostipitalität“ (französisch: hostipitalité) ist ein von Jacques Derrida geprägtes Kofferwort, das die tiefe und paradoxe Verbundenheit von Gastfreundschaft (hospitalité) und Feindseligkeit (hostilité) beschreibt. Es ist ein bezeichnender Begriff seiner dekonstruktivistischen Ethik, der verdeutlicht, daß Gastfreundschaft immer auch das Potenzial zur Feindschaft in sich trägt.

Die Unmöglichkeit reiner Gastfreundschaft.

Derrida unterscheidet zwischen einer bedingungslosen (absoluten) Gastfreundschaft und bedingten Gesetzen der Gastfreundschaft. Wahre Gastfreundschaft fordert, den Fremden willkommen zu heißen, ohne nach seinem Namen, seiner Identität oder seinen Absichten zu fragen.

Hostipitalität eine Aporie. In der Praxis ist Gastfreundschaft jedoch immer an Bedingungen geknüpft (Gesetze, Grenzen, Identitätskontrollen). Diese Bedingungen machen die Gastfreundschaft notwendig, beschränken sie aber gleichzeitig und verwandeln sie in ihr Gegenteil – Hostility (Feindseligkeit).

Der Akt des Empfangens ist somit immer ein Akt, der den Gast kontrolliert und einschränkt.

Der Fremde eine Bedrohung. Der Begriff verdeutlicht, daß der Gast (hôte auf Französisch bedeutet sowohl Gast als auch Gastgeber) potenziell als Feind gesehen wird.

Die „Hostipitalität“ ist die Erfahrung dieses Paradoxons, daß der Schutz des Eigenen (das Zuhause, der Staat) eine feindselige Haltung gegen den Fremden impliziert.

Daraus folgen politische Implikationen. Derrida entwickelte dieses Theorem in Auseinandersetzung mit Xenophobie, Einwanderungsgesetzen und dem Asylrecht. Es hinterfragt, wie Gastfreundschaft in modernen Nationalstaaten praktiziert wird – oft als eine begrenzte, überwachte Aufnahme, die eher auf Mißtrauen als auf absoluter Offenheit beruht.

Hostipitalität ist für Derrida die unlösbare, aber notwendige Spannung, in der Gastfreundschaft stets von Feindseligkeit durchzogen ist.

Kurz einmal auf die Etymologie hinweisend.  Derrida verweist auf das lateinische Wort hostis, das ursprünglich sowohl „Fremder/Gast“ als auch „Feind“ bedeuten konnte.

Die Aporie der Macht. Wahre Gastfreundschaft setzt voraus, daß der Gastgeber Herr in seinem eigenen Haus ist. Doch genau diese Behauptung von Macht und Grenzen stellt bereits eine potenzielle Ausgrenzung oder Kontrolle des Gastes dar. Die Aporie der Macht.

Nun noch zur bedingten versus unbedingten Gastfreundschaft.

Bedingt heißt geregelt durch Gesetze, Pässe und Bedingungen (z.B. staatliches Asylrecht). Sie ist laut Derrida immer mit einer Form von Gewalt oder Kontrolle verbunden.

Unbedingt verlangt eine unmögliche, reine Gastfreundschaft, die den Fremden ohne jede Identitätsprüfung oder Gegenleistung empfängt.

Selbstsaufgabe!?  In der Praxis schlägt Gastfreundschaft oft in Feindseligkeit um, wenn der Gast die Regeln des Hauses bricht oder der Gastgeber seine Kontrolle bedroht sieht – der Gast wird zum „Parasiten“ oder der Gastgeber zum „Geiselnehmer“.

Derridas Konzept verdeutlicht, daß jede Form des Willkommens eine innere Spannung birgt.

Man kann nicht gastfreundlich sein, ohne gleichzeitig Grenzen zu ziehen, die den anderen zum „Anderen“ (und damit potenziellen Feind) machen. ]]

„Wir“ (!?) begehren die Vernichtung des Anderen, weil seine bloße Existenz unsere eigene Identität (unseren Leib, unsere Landschaft) in Frage stellt.

Der Kreml und sein Begehren. Die schlimme Nachricht. Hört dieses Land, seine Führungen jemals auf zu begehren?!

Derrida nutzt die Spannung der Hostipitalität, um zwei sehr einflußreiche politische Konzepte zu dekonstruieren. Immanuel Kants Entwurf des Weltbürgerrechts und die moderne staatliche Flüchtlingspolitik beziehungsweise die europäische Flüchtlingspolitik.

Die Kritik an Immanuel Kant (Weltbürgerrecht)

In seinem Entwurf „Zum ewigen Frieden“ formulierte Kant das Hospitalitätsrecht: Jeder Fremde hat das Recht, bei seiner Ankunft auf fremdem Boden nicht feindselig behandelt zu werden. Doch Derrida sieht hier eine entscheidende Einschränkung:

Das Besuchsrecht versus Gastrecht.  Kant gewährt lediglich ein Besuchsrecht, kein dauerhaftes Gastrecht. Der Fremde darf nur so lange bleiben, wie es für den Austausch (Handel/Kommunikation) nötig ist.

Für Kant ist Gastfreundschaft ein Rechtsbegriff, kein moralisches Umsonst. Sie ist an den Staat und das Gesetz gebunden. Die Regel der Bedingtheit.

Derrida argumentiert, daß Kant damit die Gastfreundschaft domestiziert. Indem man sie rechtlich einrahmt, sichert man primär die Souveränität des Gastgebers ab.

Wahre Gastfreundschaft müßte laut Derrida über das Recht hinausgehen und das Risiko des Unvorhersehbaren akzeptieren.

Derrida überträgt diese philosophische Aporie (Unauflösbarkeit) direkt auf die Politik der Nationalstaaten.

Der Staat als Türsteher. Der Staat verkörpert die Hostipitalität par excellence.

Er bietet Schutz (Hospitalität), fordert aber totale Transparenz (Hostilität). Ein Flüchtling muß sich identifizieren, seine Geschichte beweisen und sich den Regeln unterwerfen.

Das Paradoxon der Integration. Integration wird oft als Akt der Gastfreundschaft verkauft.

Derrida zeigt jedoch auf, daß sie oft eine Form der Assimilation ist: „Du bist willkommen, solange du so wirst wie wir.“

Différance und Hospitalität (statt der Gefahr und den fast zwanghaften Einfall der Hostipitalität).

Zusammenfassende Gegenüberstellung zur besseren Orientierung:

Aspekt     Bedingte Gastfreundschaft (Staat/Kant)       Unbedingte Gastfreundschaft (Derrida/Ethik)

Grundlage        Recht, Gesetz, Vertrag                                Ethik, Gabe, Offenheit

Identität   „Wer bist du?  Zeig deinen Paß.“            „Tritt ein, wer auch immer du bist.“

Ziel        Ordnung und Sicherheit                 Die radikale Begegnung mit dem Anderen

Gefahr        Ausschluß und Bürokratie           Selbstaufgabe des Gastgebers

Für Derrida muß die Politik (das Machbare) immer durch die unmögliche, unbedingte Gastfreundschaft herausgefordert werden, damit sie nicht in reine Verwaltung und Abwehr erstarrt.

In seinem Werk „Von der Gastfreundschaft“ (Passagen Verlag, Wien) faßt Derrida die unauflösbare Spannung zwischen dem Ideal und der Realität treffend zusammen.

Das Paradoxon ist, – wir müssen den Fremden als „Fremden“ identifizieren (Pass, Name), um ihn rechtlich aufzunehmen, – doch in dem Moment, in dem wir ihn identifizieren und Bedingungen stellen, haben wir die reine Gastfreundschaft bereits verraten.

Wichtig bleibt für uns (alle), – trotz dieser Unmöglichkeit darf die „unbedingte Gastfreundschaft“ nicht aufgegeben werden.

Gastfreundschaft ist für Derrida also kein friedlicher Zustand, sondern ein ständiger Kampf mit der eigenen Angst vor dem Kontrollverlust.

Für Jacques Derrida ist die Frage nach dem Namen der Moment, in dem die reine Gastfreundschaft kippt.

In seinem Werk „Von der Gastfreundschaft“ analysiert er dies als den Übergang von der Ethik zum Recht.

Sobald wir den Gast fragen: „Wie heißt du?“, beginnen wir, ihn zu kontrollieren.

Wir verlangen eine Identität, einen sozialen Status oder einen Paß.

Er bricht einfach herein (wie eine Geburt oder ein Ereignis), ohne angekündigt zu sein.

Wenn ich jemanden gastfreundlich aufnehmen will, muß ich ihn ansprechen können. Aber indem ich ihn mit seinem Namen anspreche, mache ich ihn zum Subjekt meiner Sprache und meiner Gesetze. Er ist dann kein „absoluter Anderer“ mehr, sondern ein bekannter Gast.

Der Name ist das Instrument, mit dem der Gastgeber (Host) seine Macht über den Raum behauptet.

Wahre Gastfreundschaft hieße für Derrida: „Komm!“ – ohne zu fragen, wer da kommt.

Da dies in der Realität der Staaten und Gesetze fast unmöglich ist, bleibt die Gastfreundschaft immer ein spannungsgeladener Prozeß zwischen dem Willkommen und der Kontrolle.

Die Kombination dieser Denker zeigt uns, die Wahrheit im Kontext von Krieg ist keine Information, sondern eine Erschütterung.

Alle Liebe Euch!

Krieg und Wahrheit / War and Truth. War Requiem.  (Dt./Engl.) 15.02.2026 Url/Link: 

https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/15/krieg-und-wahrheit/

Krieg und Wahrheit / War and Truth,- eine Ergänzung (Dt./Engl.) 28.02.2026 Url/Link: 

https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/28/krieg-und-wahrheit-war-and-truth-eine-ergaenzung/

                                         

What is a landscape and what is its truth?

“We consider it fundamentally impossible to separate the signified from the signifier through interpretation or commentary and thus to destroy the ‘writing’ through the writing, which is also reading; nevertheless, we believe that this impossibility is historically articulated.” (Derrida)

 Deconstruction has an ethical component! (Derrida)

Deconstruction has an ethical component—perhaps even a purposefulness (without wanting or being able to be methodical or critical)—a purposefulness aimed at responsibility for others!

The history of its effects. The history of a war is revealed through the discovery of the truth about its effects, e.g., its effects on flight, its effects on the bodies of its refugees.

Only when this history is complete and the interpretations seem to have settled, when the interpretations in all their contradictions have been brought before our eyes, only then is the mystery of his text, the mystery of his work as the mystery of his motives, causes, and interrelationships recognized and perhaps solved.

Bodies need space. Power is where space can be granted or denied. Refugees, for example. Refugees are powerless because they are placeless and must find refuge as dependents on mercy, rarely resorting to legalization.

The body must be thought of in terms of history and recognized as physicality, that is, deciphered. The unveiling of its texture.

Dependent on our work of remembrance and our imagination.

And under the gaze of others, the view of others.

I equate the other with myself and can therefore speak of myself as a human being in the same way as I speak of the other, who is a human being just like me (Levinas).

When we say “The history of a war is revealed by uncovering the truth about its effects,” we shift the focus away from the battlefield, away from generals, strategies, and political statements. Instead, we focus on the consequences—and thus on the people who bear them.

Truth as effect, not as cause.

War is often explained in terms of its causes.  Power interests, historical territorial claims, territorial disputes, imperial phantasmagoria, historical delusions, ideologies, religions, expansionist ambitions, megalomania, ignorance of suffering, lack of compassion, hatred, hostility, mass murder greed, superhuman mania, subhuman thinking, racism, sexual incapability, antipathy, unconscious desires, craving for omnipotence, delusional ego inflation as master of the largest and most extensive nuclear arsenal, geopolitical tensions, power fantasies, male fantasies, sexism, greed, paranoia, schizophrenia.

But the truth of war is much more evident in what it leaves behind. Destroyed cities, broken lives, traumas that leave their mark on bodies, waves of refugees that change entire societies.

So the truth is not what politicians say, but what people suffer.

Flight as a visible trace of the largely invisible text of war.

Flight is one of the most immediate effects of war.

It is movement in space, movement in the body, and movement in memory.

Flight shows that a space has become uninhabitable.

It shows that violence has not only taken place, but continues to have an effect.

Bodies become archives of pain. Scars, insomnia, hypervigilance, speechlessness, altered gestures, a different gaze,  social isolation, painful and armored bodies (cf. Klaus Theweleit),  suicidal feelings or intentions of revenge, reactionary tumors, cancer…

These physical traces are often more truthful than any official historiography.

They cannot be interpreted in terms of political narratives—they simply are.

The truth of war is not abstract, but physical. A radical change of perspective emerges.

The truth of a war is not inscribed in documents, but in people.

It is concrete, vulnerable, contradictory, alive, deadly.

And it (the truth) remains long after the war is officially “over.”

War understood not as an event, but as a process.

A process that continues to work in bodies, in landscapes, in languages, in family histories.

It makes it visible that history is not only told, but experienced.

And that truth is not only thought, but felt.

The history of a war cannot be understood solely from its causes or official chronicles, but above all from the effects it leaves on people’s bodies and movements.

Truth here appears not as abstract knowledge, but as a physically tangible trace: in the exhaustion of those fleeing, in the tension of their muscles, in their disturbed sleep, in their eyes, which have learned to anticipate danger.

Flight thus becomes the most visible form of truth, because it shows that a space has become uninhabitable and that violence has not only taken place, but continues to have an effect.

The bodies of those fleeing become archives in which war is inscribed—not as a narrative, but as a rhythm, as a reflex, as pain.

They reveal a story that needs no words to be true, because it lives on in the fabric of life itself.

Only when this story is complete and the interpretations seem to have settled, when the interpretations in all their contradictions have been brought before our eyes, only then will the mystery of his text, the mystery of his work as the mystery of his motives, motivations, and interconnections be recognized and perhaps solved.

Then perhaps the truth of his texture will be before our eyes.

Deconstruction has an ethical component!

Deconstruction has an ethical component—perhaps even a purposefulness (without wanting or being able to be methodical or critical)—a purposefulness aimed at responsibility for others!

Bodies need space. Power is where space can be granted or denied.

Refugees, for example. Refugees are powerless because they are placeless and must find refuge as dependents on mercy, rarely resorting to legal recourse.

Physicality always responds to foreign demands; according to Husserl, it is a transshipment point between culture and nature. Physicality formulates a history of power that affects everything that constitutes our bodies. Especially our thinking and feeling.

For Freud, the ego is embedded from the outset in a sphere of instinctual destinies. One can speak of destinies of love insofar as the relationship to the other is pre-shaped by a pre-past that already shapes the ego before it could have taken a position on this past.

Conflicts of entitlement, conflicts of authority, transference, which in their entanglements of life as writing that cannot be deciphered, or can only be deciphered far in retrospect, prevent possibilities. And, contrary to what might be expected, enable them.

To speak and think about the physical human being is to speak and think about nature. Consequently, the question of feeling goes far beyond a merely cognitive orientation in the world.

The truth of a work is revealed solely in the history of its effects of truths.

“You think you know why you live and have lived as long as you are not in the line of fire of death.” (Erika Burkart, “Grundwasserstrom” Zurich 2000)

Respect flight and refugees! Respect life and living things!

At the same time, we think the impossible, and that (this >at the same time<) is the impossible! (Derrida, Donner le temps I)

Giving takes time, demands time, and requires time.

Fiduciary processes or economic ones.

A giving requires time and duration, a waiting that does not forget.

It requires an inner necessity to turn a giving into a gift; it requires a difference from debt and payment. It requires a difference from the economy of exchange. It requires duration with an open end.

Perhaps without end. Without a logic of credit. (cf. M. Mauss in contrast to Marx).

The gift would be an event without credit, which could even disappear from memory, never to return.

So no reward for a gift, even if it is at some point.

The gift as a “real” gift would therefore be uneconomical in our societies—without record and without the right of return!

Disseminative madness!? Gift as pure giving (cf. Derrida, La dissemination, passim).

The gift gives, demands, and takes time.

Fiduciary processes or economic ones?!?

Fruitfulness arises from dissemination. Not necessarily, but possibly.

Never from pure economics!

From this perspective, one should always keep in mind the legal and economic concepts of “freedom, duty, generosity, extravagance versus thrift, interest, usefulness” and subject them to questioning reconsideration.

The truth of a work (!!!) is revealed only and solely in the recognized (!) history of its effects.  

Living in the same time!!!   Do we live in the same time—which is impossible?!?

At the same time, we think the impossible, and that (this >at the same time<) is the impossible! (Derrida, Donner le temps I) 

Joy, friendship, freedom!    A political landscape!  A planted surface! Grafts in the bodies.

Boundaries of power. “Where power is right.”

These boundaries of past powers break into the history of the present. The repressed and oppressed break into the everyday life of so-called civilized societies.

Some are autocracies, others are democracies still struggling to establish themselves.

The boundaries of power are never definitively drawn. They shift, overlap, and tear apart.

Where power elevates itself to the status of law, invisible cracks appear through which the past returns to the present. Russia. China. Turkey. The USA.

The suppressed experiences of earlier forms of rule do not disappear; they are deposited like sediments that only appear to solidify under the pressure of new orders. In moments of social upheaval, they break out and penetrate the everyday life of so-called (civilized) societies—autocracies, democracies (or not yet), which are themselves still struggling for their own existence, for the fragile balance between freedom and control, between openness and fear.

This shows that the history of power is not behind us, but continues to have an effect in every political and social structure (even occasionally erupting into war!), as a restless memory and a reminder that justice can never be taken for granted, but must always be fought for anew.

Thus, the body becomes the place where the power relations of the past and the uncertainties of the present intersect. It shows that war does not end when the guns fall silent, and that memory is not merely a mental act, but an ongoing process that continues to work in the fabric of life.

The truth of war is not complete. It wanders, it breathes, it changes the spaces it arrives in.

And perhaps it is precisely this incompleteness that forces us to view history not as something that belongs to the past, but as something that touches, shapes, and challenges us—every day, in every body that bears its traces.

Perhaps we must admit that war is not just a historical event, but an ongoing presence that is sedimented in bodies, spaces, and political orders.

Memory is therefore not an act of looking back, but a tentative attempt to recognize the invisible lines that connect the past and the present.

Perhaps our task is less to explain war than to read its traces: attentively, vulnerably, without the illusion that they will ever disappear completely.

For it is only in this recognition that a form of responsibility begins that is not based on forgetting, but on the ability to perceive the continuing effects of the past in the present—and to counter them with a different future.

For final clarification, Freud, Lacan, and Derrida are invoked.

Communio: Lux aeterna.  Lux perpetua luceat eis. May eternal light shine upon them.

Psychoanalysis according to Sigmund Freud and Jacques Lacan offers profound, often uncomfortable insights into the human psyche, which views war, truth, landscape, body, and desire not as separate phenomena, but as interwoven aspects of unconscious processes.

While Freud focuses on drive dynamics (id/ego/superego), Lacan emphasizes the structuring of the subject through language (the symbolic) and lack.

War (and aggression)

Freud (“Why War?”, “Contemporary Thoughts on War and Death”):

War is an expression of the death and destruction instinct (Thanatos) inherent in living beings and directed against their neighbors. Aggressiveness is a fundamental, ineradicable drive potential that can erupt uncontrollably in collectives (states). Culture is supposed to tame the drive, but often only leads to sublimation or displacement.

Lacan:

War is closely linked to the impossibility of regulating one’s own jouissance (enjoyment/pleasure gained from pain). It is often a question of identification in the imaginary (mirror stage), where the other is constructed as an enemy.

Truth

Freud:

The “truth” is often repressed. It manifests itself in symptoms, slips of the tongue, and dreams. Analytical truth is an individual truth that is often rooted in the “prehistory” of the subject (childhood). Psychoanalytic “cultural work” consists of making this repressed truth conscious despite resistance.

Lacan:

Truth is the “structure of fiction.” It is that which eludes complete linguistic articulation, since language (the symbolic) is always incomplete. Truth “arises” in discourse, but is never fully tangible.

Landscape (and space)

Freud/psychoanalysis:

Spaces are often used as topographical metaphors for the psychic apparatus (conscious/unconscious). Landscape can serve as a projection surface for inner states (landscape as a body metaphor) or as a place of trauma (battlefield).

Lacan:

Space is structured by the symbolic and the imaginary. What we see (landscape) is determined by the “sign” (signifier/signified/signifier/signified, language) that the other (order) has prescribed.

Body (our own body)

Freud:

The ego is “above all a physical ego.” It is the projection of a surface. Drives (libido) are “bound to the body.” Physical symptoms (hysteria, phobias, feelings of superiority, schizoidity, feelings of inferiority, anorexia, bulimia, depression, paranoia, schizotypy, schizotypal personality disorder, psychosis, schizophrenia, etc.) are expressions of repressed psychological conflicts.

Lacan:

The body is only constituted as a unity through the image in the mirror (imaginary) and language (symbolic). Lacan distinguishes between the biological body (need) and the erogenous body, which is structured by “lack” (desire). Jouissance permeates the body.

Desire

Freud:

Desire is primarily the striving of the id for pleasure satisfaction (pleasure principle). It arises from a lack (e.g., of drive satisfaction).

Lacan:

This is one of his core concepts. “Desire is a relationship of being to lack.”   

Not a need: It is not hunger (need), but what remains after the need has been subtracted from the demand.

Desire for the other: One does not desire an object, but one desires to be what the other lacks, or one desires what the other desires.

Object a: The object of desire is ultimately unattainable (objet petit a), which keeps desire going metonymically (never ending).

Freud sees humans as driven by instincts that must be civilized in culture (war/peace). Lacan emphasizes that humans are “speaking beings” defined by lack, language, and the incessant search for recognition (desire).

For Freud and Lacan, war is not an occupational hazard of civilization, but an eruption of what is always present beneath the surface. In their world, humans are not rational beings, but subjects driven by unconscious forces.

Lacan sees truth not as facts, but as something that is “structured like a fiction.” In war, the real (the indescribable, the horrific) breaks through the symbolic (laws, language).

For Freud, the truth of war is the unmasking of humans as creatures driven by instinct. The “death drive” (Thanatos) shows that humans have a tendency toward dissolution and destruction.

The truth of war is the failure of language. When words no longer have any effect, physically crude and raw violence takes over. The crude. The uncivilized. The shark brain without foresight and without any reflection on one’s own self and others.

Unrelated. Incapable of relationships. Loner or horde life. (cf. Canetti, Crowds and Power)

Man as a brute. The person who no longer feels recognized and feels insulted (whether rightly or wrongly is irrelevant) finds, for lack of words, for lack of reflective and constantly evolving self-education, no longer any foothold in his weakly developed civilized constitution.

HE, the human being (much more often the male-defined human being) loses his composure and, beside himself, stunned and frozen in an armored body (cf. Theweleit), resorts to murder or suicide.

Landscape and Body

In psychoanalysis, the body is not simply flesh, and the landscape is not merely the environment.

The body (Le corps): Lacan distinguishes between the biological organism and the “body.” Through the mirror stage, the child recognizes itself as a whole for the first time. The body is therefore an image, an imaginary construction. It is the “map” of our identity.

The landscape: It can be understood as a projection surface of the unconscious. In psychoanalytic aesthetics, the landscape is often an extension of the body or a space in which the subject locates its desires and fears (the “uncanny”). The boundary between inside (body) and outside (landscape) is fluid.

What does “desire” mean here?

Desire (désir) is the central driving force in Lacan’s work and is strictly distinguished from biological need.

Desire versus need: A need (hunger) can be satisfied. Desire, on the other hand, is infinite because it is a craving for constant recognition.

The desire of the other:

Lacan famously says, “The desire of man is the desire of the other.”

We desire what others desire, or we want to be desired by others.

Lack: Desire arises from a fundamental lack. We are constantly searching for an object (the object small a) that will make us “whole,” but this object does not exist.

These concepts are closely intertwined. War is often a perverted attempt to fill the void of desire through total destruction or appropriation of landscape and foreign bodies—a search for a truth that remains empty at its core.

The real in war. When order breaks down.

For Lacan, the real is not reality. Reality is what we understand through language and images. The real, on the other hand, is what cannot be put into words – trauma, naked death, “noise and fury.”

War as an intrusion. In war, the real breaks into our protected world. All symbolic certainties (laws, morality, identity) fail. For Lacan, the truth of war is the encounter with the abyss that we normally cover up in our everyday lives.

Derrida would object here that war is never “pure.” It is always already permeated by WRITING, ideologies, and justifications. For him, the truth of war is an aporia, an irresolvable contradiction.

War is the moment when “justice” (which is impossible) is separated from “law” (which is violent).

While Lacan sees the body as an image (imaginary), Derrida understands everything as a form of texture.

For Derrida, the body is not a closed whole, but an inscription beneath the first surface. Injuries in war are violent, unpredictable “inscriptions.” The body is a landscape on which history leaves its scars.

Landscape and différance. For Derrida, the landscape is never simply “there.”

It is marked by différance (deferral and difference). A border in the landscape is not just a line, but a violent act of separation.

Lacan says that desire is directed toward an object that is lacking. Derrida radicalizes this through the idea of undecidability.

Desire for the other. The other. The others. Lacan sees desire as the wish to fill the void.

Derrida’s hospitality. Derrida links desire with ethics.

The deepest desire is for the “totally other” (le tout autre).

He speaks of unconditional hospitality: the desire to welcome the stranger without asking who he is.

[[ Footnote, insertion:

Hostipitality” (French: hostipitalité) is a portmanteau word coined by Jacques Derrida that describes the deep and paradoxical connection between hospitality (hospitalité) and hostility (hostilité). It is a significant term in his deconstructivist ethics, which illustrates that hospitality always carries within it the potential for hostility.

The impossibility of pure hospitality.

Derrida distinguishes between unconditional (absolute) hospitality and conditional laws of hospitality. True hospitality requires welcoming strangers without asking their name, identity, or intentions.

Hostipitality is an aporia. In practice, however, hospitality is always subject to conditions (laws, borders, identity checks). These conditions make hospitality necessary, but at the same time restrict it and transform it into its opposite—hostility.

The act of receiving is thus always an act that controls and restricts the guest.

The stranger, a threat. The term illustrates that the guest (hôte in French means both guest and host) can potentially be seen as an enemy.

Hostipitality” is the experience of this paradox: the protection of one’s own (home, state) implies a hostile attitude toward the stranger.

This has political implications. Derrida developed this theorem in engagement with xenophobia, immigration laws, and asylum rights. It questions how hospitality is practiced in modern nation-states—often as a limited, monitored form of admission based more on mistrust than absolute openness.

For Derrida, hostipitality is the insoluble but necessary tension in which hospitality is always permeated by hostility.

A brief note on etymology: Derrida refers to the Latin word hostis, which originally could mean both “stranger/guest” and “enemy.”

The aporia of power. True hospitality presupposes that the host is master in their own house. Yet this very assertion of power and boundaries already constitutes a potential exclusion or control of the guest. The aporia of power.

Now, on conditional versus unconditional hospitality.

Conditional hospitality is regulated by laws, passports, and conditions (e.g., state asylum law). According to Derrida, it is always associated with a form of violence or control.

Unconditional hospitality demands an impossible, pure hospitality that receives the stranger without any identity check or reciprocity.

Self-surrender?!

In practice, hospitality often turns into hostility when the guest breaks the rules of the house or the host feels their control threatened—the guest becomes a “parasite,” the host a “hostage-taker.”

Derrida’s concept reveals that every form of welcome harbors an inner tension.

One cannot be hospitable without simultaneously drawing boundaries that turn the other into the “Other” (and thus a potential enemy). ]]

Critique of Immanuel Kant (Cosmopolitan Right)

In his essay “Toward Perpetual Peace,” Kant formulates the right of hospitality: every stranger has the right not to be treated with hostility upon arrival on foreign soil. However, Derrida identifies a crucial limitation here:

The right to visit versus the right to be a guest. Kant grants only a right to visit, not a permanent right to be a guest. The stranger may stay only as long as necessary for exchange (trade/communication).

For Kant, hospitality is a legal concept, not a moral gift. It is bound to the state and the law. The rule of conditionality.

Derrida argues that Kant thereby domesticates hospitality. By framing it legally, one primarily secures the sovereignty of the host.

True hospitality, according to Derrida, must go beyond the law and accept the risk of the unpredictable.

Modern/European Refugee Policy

Derrida directly applies this philosophical aporia (irresolvability) to the politics of nation-states.

The state as gatekeeper. The state embodies hostipitality par excellence.

It offers protection (hospitality), but demands total transparency (hostility). A refugee must identify themselves, prove their story, and submit to the rules.

Différance and hospitality (rather than the danger and the almost compulsive intrusion of hostipitality).

Summary Table for Orientation:

Aspect

      Conditional Hospitality (State/Kant)

      Unconditional Hospitality (Derrida/Ethics)

 Foundation

      Law, contract, legislation

      Ethics, gift, openness

    Identity

      “Who are you? Show your passport.”

      “Enter, whoever you are.”

    Goal

      Order and security

      The radical encounter with the Other

    Danger

      Exclusion and bureaucracy

      Self-surrender of the host

For Derrida, politics (the realm of the possible) must always be challenged by the impossible, unconditional hospitality, lest it congeal into mere administration and defense.

In his work Of Hospitality (Passagen Verlag, Vienna), Derrida succinctly captures the irresolvable tension between ideal and reality:

The paradox is this:

— We must identify the stranger as a “stranger” (passport, name) in order to admit them legally,

— Yet the moment we identify them and impose conditions, we have already betrayed pure hospitality.

What remains crucial for us (all) is:

— Despite this impossibility, we must not abandon “unconditional hospitality.”

It serves as an ethical compass to continually question and improve existing laws (such as Kant’s or modern asylum laws).

For Derrida, hospitality is not a peaceful state, but a constant struggle with our own fear of losing control.

For Jacques Derrida, the question of the name is the moment when pure hospitality tips over.

In Of Hospitality, he analyzes this as the transition from ethics to law.

The name as the first boundary. The first hostility.

As soon as we ask the guest, “What is your name?” we begin to control them.

We demand an identity, a social status, or a passport.

In Derrida’s view, this is already a form of violence, as we fit the stranger into our framework of law and order.

The nameless arrival (L’Arrivant). Absolute hospitality is directed at someone who has no name and owes no account.

They simply break in (like a birth or an event), unannounced.

If I want to welcome someone, I must be able to address them. But by addressing them by name, I make them a subject of my language and my laws. They are no longer an “absolute Other,” but a known guest.

True hospitality, for Derrida, would mean: “Come!”—without asking who is coming.

Since this is almost impossible in the reality of states and laws, hospitality remains a tension-filled process between welcome and control.

The combination of these thinkers shows us that truth, in the context of war, is not information, but a tremor.

Lots of love to you all

Krieg und Wahrheit / War and Truth. War Requiem.  (Dt./Engl.) 15.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/15/krieg-und-wahrheit/

Krieg und Wahrheit / War and Truth,- eine Ergänzung (Dt./Engl.) 28.02.2026 Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2026/02/28/krieg-und-wahrheit-war-and-truth-eine-ergaenzung/

Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at

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Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

…around the clock …around the world…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

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Projekte / Projects (1989 – 2026 ff.) 37 Jahre Philosophische Praxis Wien GK & ALH

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Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, –
Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)

Grammatologische Philosophische Praxis Wien

Demokratie leben Living Democracy Demokratie leben !!!

       Demokratie leben   !     Living Democracy !

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Ich denke, jene, die autoritär denken und handeln, unterliegen einigen Grundirrtümern aufgrund vieler Fehlannahmen infolge unhinterfragter und nicht in deren Horizont des Denkens liegender Denkvoraussetzungen.  Unfähigkeit zur Selbstreflektion!

Gerhard Kaučić (geb. 1959), Philosopher, Writer, Trans-lator, Philosophical Practitioner, Queer Theorist, Deconstruction, Queertheoretiker, Philosophischer Praktiker, Schriftsteller, Über-Setzer, Philosoph, Grammatologe, Autor, Wien, Austria, Europe


Gründer (1989) der ersten grammatologischen philosophischen Praxis (GPP) weltweit, – 37 years Philosophical Practitioner Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax, Vienna, Austria, Europe


Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“
 (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011)

Anna Lydia Huber (MSc, geb. 1959, Alter 67, 2026), Philosophische Praxis 2009 ff.
Philosophische Praktikerin/Praktische Philosophie, Sprachanalytische Philosophie, Dekonstruktion, Schriftstellerin,  Übersetzerin, Österreichische Philosophin, Europäische Philosophin

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus meiner/unserer Philosophischen Praxis

Wien 37 Jahre Praxis Jubiläum (1989-2026 ff.) Jubilaeum 37 Jahre PP 2026

Die Lehre der Lekritüre der Grammatologie.

Eine jede „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv.

Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Mit Turnheim behaupte ich eine grundsätzliche Verwandtschaft von Psychoanalyse und Demokratie und von Dekonstruktion und Demokratie. Alle drei Namen sprechen von der Irreduktibilität der Singularität bei gleichzeitiger versuchter Wiederholbarkeit!

Psychoanalyse und Dekonstruktion behaupten beide eine Irreduzibilität der Hetero-Affektion in der Erfahrung eines „Eigenen“ und beide gehen von einem Wirken eines inneren Fremdkörpers aus!

Die Illisibilität eines jeden Textes und seine „Grundlosigkeit“! (vgl. Michael Turnheim, Das Andere im Gleichen, S. 11)

Der Analytiker ist ein Leser, eine Leserin. Und! Der Analytiker wird zum Schreiber, zum Schriftsteller als lesenden.

Text bleibt unlesbar lesbar ! (vgl. R. Barthes Illisibilität)

Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Affizierungen !

Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen.

Gegenwartsphilosophie

Contemporary Philosophy

Zur Frage und zum Wort „Dekonstruktion“ vgl. Jacques Derridas „Überlegungen“ in einem „Brief an einen japanischen Freund“ aus dem Jahr 1985, übersetzt ins Deutsche und abgedruckt in: J. Derrida, Psyche. Erfindungen des Anderen II. Wien 2013 (Passagen Vlg.), S. 15 – 22.

„Das Wort „deconstruction“  bezieht, wie jedes andere auch, seinen Bedeutungswert nur von einer Einschreibung in eine Kette möglicher Substitutionen, in das, was man so seelenruhig einen „Kontext“ nennt.“ (ebda., S. 21)

„Allem Anschein zum Trotz ist die Dekonstruktion jedenfalls weder eine Analyse noch eine Kritik …

Eine Analyse ist sie insbesondere deshalb nicht, weil die Zerlegung (décomposition) einer Struktur kein Rückgang zum einfachen Element, zu einem nicht weiter zerlegbaren Ursprung ist.

Diese Werte, wie der der Analyse, sind selbst der Dekonstruktion unterworfene Philosopheme.“ ( S. 19)


„Die Dekonstruktion hat Statt, sie ist ein Ereignis (événement), das nicht erst auf die Überlegung, das Bewußtsein oder die Organisation des Subjekts, nicht einmal der Moderne, wartet. 

Es dekonstruiert sich.“ (S. 20)   

Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“ (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011

Die Dekonstruktion hat notwendigerweise von innen her zu operieren, sich aller subversiven, strategischen und ökonomischen Mittel der alten Struktur zu bedienen, sich ihrer strukturell zu bedienen“ (DerridaGrammatologie, S. 45), um schließlich den nicht strukturell zu erfassenden Praxischarakter der Wahrheit freizulegen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An-und Abwesendsein der Wahrheit, des etwas Erblickens und dadurch anderes Aus-dem-Blickfeld-Ausschließens. (H. Kimmerle, J. Derrida zur Einführung, S. 49)

Dekonstruktion läßt sich nicht in einen „Begriff“ Dekonstruktion einschließen.

Und Dekonstruktion erschließt beziehungsweise eröffnet einen Zugang zum Anderen durch Entdeckungen von Unbekanntem oder bisher Ungedachtem.

Dekonstruktion läßt sich nicht definieren und nicht abschließen (vgl. dazu J. Derrida, Limited Inc, S. 171 ff.).

Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates. Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.

Ein Text, der vielleicht aus gewohnter (binärer) These und Antithese besteht, enthüllt, wenn er dekonstruiert wird, beispielsweise eine Vielzahl von Perspektiven, die gleichzeitig vorhanden sind, – oft in Konflikt miteinander.

Dieser Konflikt aber wird durch die Dekonstruktion erst sichtbar.

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) könnte dazu einen nicht wenig gewichtigen Beitrag leisten, denke ich.

Denken wir.

Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsere Charakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –

Url/Link: 

https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English)   

Österreichische Philosophie der Gegenwart 

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax geb. 1959, Dr. phil., Alter 66, 2025

Anna Lydia Huber geb. 1959, MSc, Alter 66, 2025, Wien

Philosophische Praxis 1989 ff.  

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus unserer Philosophischen Praxis in Wien und in der Welt andernorts

Kann man Philosophieren/Philosophie innerhalb der Grenzen von Nationalstaaten kennzeichnen, auszeichnen und damit abgrenzen, einsperren, umzäunen und zähmen?

Gegenwartsphilosophie in Salzburg, Innsbruck, Graz, Klagenfurt, Wien?

Gegenwartsphilosophie in Deutschland?

Gegenwartsphilosophie in Bayern?

Gegenwartsphilosophie in Frankreich?

Gegenwartsphilosophie in der Schweiz?

Gegenwartsphilosophie in Italien?

Gegenwartsphilosophie in Spanien? 

Gegenwartsphilosophie in Griechenland? 

Gegenwartsphilosophie in Island? 

Gegenwartsphilosophie in Irland? 

Gegenwartsphilosophie in Katalonien?

Gegenwartsphilosophie in Brasilien?

Gegenwartsphilosophie in Kanada?

Gegenwartsphilosophie in Argentinien?

Gegenwartsphilosophie in Mexiko?

Gegenwartsphilosophie in Vietnam?

Gegenwartsphilosophie in Indonesien?

Gegenwartsphilosophie in Thailand?

Gegenwartsphilosophie in Äthiopien?

Gegenwartsphilosophie in Japan?

Gegenwartsphilosophie in China?

Gegenwartsphilosophie in Indien?

Gegenwartsphilosophie in Südafrika?

Gegenwartsphilosophie in Holland, Niederlande?

Gegenwartsphilosophie in England, Schottland, Irland, Großbritannien?

Gegenwartsphilosophie in Schweden, Norwegen, Dänemark, Skandinavien?

Gegenwartsphilosophie in Israel?

Gegenwartsphilosophie in Ägypten?

Gegenwartsphilosophie in der Türkei?

Gegenwartsphilosophie in Iran?

Gegenwartsphilosophie in Rußland?

Gegenwartsphilosophie in Polen?

Gegenwartsliteratur in Litauen?

Gegenwartsphilosophie in den Vereinigten Staaten (USA)?

Gegenwartsphilosophie in Neuseeland?

Gegenwartsphilosophie in Australien?   

    ……….      


Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Affizierungen !

Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen.

Philosophische Praxis in neun Einheiten (2024/25) zum Thema „Philosophieren heute und wozu philosophieren(?!) wir“  
(warum und wozu philosophieren wir heute?, warum und wozu können wir heute noch(!?) ernsthaft philosophieren)

Inskriptionen, Archive, Geschichte der Philosophie, Biographien mit Voreinschreibungen, Narzißmen, …

Jacques Derrida:

„Es gibt weder den Narzißmus noch den Nicht-Narzißmus; es gibt mehr oder weniger verständnisvolle, freigiebige, offene und ausgedehnte Narzißmen, und was man normalerweise als Nicht-Narzißmus bezeichnet, ist für gewöhnlich nur die Ökonomie eines viel einladenderen und gastlicheren Narzißmus, der offen gegenüber der Erfahrung des Anderen als Anderem ist. Ich glaube, daß die Beziehung zum anderen ohne die Bewegung der narzißtischen Wiederaneignung vollkommen zerstört wäre, von vornherein zerstört. Die Beziehung zum anderen muß … – selbst wenn sie asymmetrisch bleibt, offen und ohne mögliche Wiederaneignung – sie muß eine Bewegung der Wiederaneignung in das Selbstbildnis skizzieren, damit beispielsweise Liebe möglich ist. Liebe ist narzißtisch.

Da gibt es kleine Narzißmen, da gibt es große Narzissmen, und am Ende steht der Tod als Grenze. Noch in der Erfahrung – wenn es eine ist – des Todes selbst gibt der Narzissmus nicht vollkommen auf.“ (J. Derrida, in „Auslassungspunkte“, S. 212, Passagen Verlag Wien 1998)

[ vgl. S. Freud, Zur Einführung des Narzißmus, 1914; und vgl. bes. :

J. Lacan, Écrits, s. 174 u. 187 u. Lacan, Propos sur la causalité psychique, 1946; ]

Der Narzißmus ist der erotische „Atem“ zum Anderen als sein Spiegelbild zu sich selbst.

(Gerhard Anna Concic-Kaucic)

face à face:

Die narzißtische Beziehung – und eine „Beziehung“ ohne Narzißmus ist nicht denkbar – begründet die imaginäre Definition einer jeden menschlichen Beziehung (Gerhard Kaucic).

Ich denke, ja, ich bin mir sicher, sicher für mich selbst, – politische Handlungen, Setzungen, Neuerungen, Innovationen, Interventionen, Erfahrungen berühren etwas, was viele von uns als Philosophie verstehen.

Politische Handlungen implizieren Philosophisches. Das Politische deckt sich nicht mit dem Staatlichen.

Ich hatte das Glück die großen Jahrzehnte der französischen Philosophie und Wissenschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jh. denkend und reflektierend miterlebt zu haben. Das war und ist ein großes Glück für mich.

Die Epoche „Foucault, Deleuze, Derrida u.a.“ ist eine einzigartig herausragende und im höchsten Maße einflußreiche Epoche des intellektuellen Schreibens und Denkens, die im Werk Jacques Derridas einen unausdenkbaren, einen uneinholbaren und unaufhebbaren Höhepunkt gezeitigt hat.

Eine derart intensive, dichte und wirkmächtige Macht des Denkens wird sich in der Geschichte der Menschheit nicht so schnell wieder ereignen können, wenn überhaupt.   

Die Sprache ist immer heterogen. Man schreibt immer, man spricht immer, man denkt immer, um lebendig zu bleiben, lebendig zu machen. Immer um das Leben zu befreien. Immer um Fluchtlinien zu ziehen. Das Leben von Einkerkerungen zu befreien. Um Einkerkerungen zu entkommen oder diesen zu entgehen.

ZUM PRÄLIMINÄREN ENDE EINES BEGINNS. DER BEGINN, EIN DENKEN ÜBER DEN MENSCHEN UND …

Philosophische Praxis heute. Philosophisches Denken heute.

Zum präliminären Ende eines Beginns. Der Beginn, ein Denken über den Menschen und besonders ein Denken über die „Geburt“ des Menschen.

Seit Hegel spätestens macht man sich Gedanken über das Ende des Menschen.

Von Hegel bis Horstmann und Sloterdijk und darüber hinaus.

Nun ist es allerdings erzwungenermaßen so, daß man das Ende nicht denken kann, ohne sich Gedanken zu machen über die Anfänge, die Ursprünge, den Ursprung des Menschen. Die Kortikalisierung! (Vgl. meinen BlogPost „Postanthropozän (!?) in diesem Blog)

Man kann nicht über den Tod nachdenken ohne über die Geburt nachzudenken.

In Respektierung des Wissens der Wissenschaften haben wir die Möglichkeit und vor allem die Notwendigkeit in einen Dialog einzutreten mit Jacques Derrida und seiner Beschreibung des Lebensprozesses

(cf. BlogTeaser Blogspot-Blog 2014 ff.dazu!, Deutsch/Englisch, – ich zitiere: 

Es findet sich nie und nirgends die Möglichkeit einer reinen „Präsenz“oder „Präsentation“. Jede Re-präsentation ( re-praesentatio = wieder präsent machen ! ) ist kontaminiert durch Alterität und affiziert durch Momente der Abwesenheit.

Nie wird es „präsentative Einfachheit gegeben haben“, sondern immer wieder eine weitere „Falte“, eine weitere nicht-repräsentierbare Differenz. „Was hat es auf sich mit dem Nicht-präsentierbaren oder Nicht-repräsentierbaren? Wie es denken?“ (Derrida, Psyche I, S. 122)

Strukturell unabschließbare Nachträglichkeit ( vgl. Derrida) und unendliches Spiel der Signifikanten errichten temporäre Textkonfigurationen, die der permanenten Arbeit der Übersetzung, der Interpretation und der „Dekonstruktion“ ( siehe dazu weiter unten: „Dekonstruktion als philosophische Praxis ! ) ausgesetzt sind.

Bei seiner Beschreibung der beiden Tempi, die der „Todestrieb“ ( vgl. auch bes. J. Lacan, zu „pulsion de mort“,- in: Se 2, 375 u. in: Se 11, 232 u. in: Écrits, 848 ) einerseits und die Lebenstriebe andererseits veranstalten, spricht Freud in Jenseits des Lustprinzips von einem „Zauderrhythmus“, der das Resultat dieser zwei Bewegungen darstellt.

Der Todestrieb folgt blind seiner prioritären Tendenz, das organische System an sein entropisches Ende zu bringen. Die Lebenstriebe dagegen sichern und übertragen jenes Wissen, das die Organismen in Millionen von Jahren auf ihrem Weg zum Tod erwerben.

Der Anfang des Lebens und seiner Zeichen liegt in jenem beinahe Nichts einer Falte, eines Intervalls, das Derrida an die Stelle aller Ursprünge gerückt hat, – ( der différance, J. Derrida, La différance, – in: Randgänge der Philosophie, Wien, Passagen, 1988 ) im Zusammenhang mit seinem Différance-Denken.

Das Denken des Lebens mit dem „Begriff“(!) (vgl. m. Blogpost „Dekonstruktion“ in diesem Blog!) d i f f é r a n c e, der Praxis(!) Différance.

Das ist das Neue, wenn wir vom Philosophieren sprechen. Vom Philosophieren über Anfang und Ende des Menschen.

Vom Philosophieren heute!

Philosophische Praxis! (cf. m. BlogPosts in diesem Blog)

Die philosophische Arbeit, die Arbeit der différance, bedeutet für uns die Anerkennung der eigenen Grenzen, der ethnozentrischen, der geographischen, der politgeographischen und der sprachlichen Grenzen und gleichzeitig die permanente Überschreitung dieser Grenzen ohne diese zu diffamieren oder zu diskriminieren.

Das Erbe der griechischen Philosophie ist der unaufhörliche Prozeß einer Universalisierung. Von daher auch die Universalisierung der Menschenrechte, die Ausdehnung und damit die Befreiung von ethnischen, politischen, kulturellen und sprachlichen Grenzen.

Die griechische Philosophie und ihr Erbe als europäisches Denken ist ein Denken der kritischen Kritik der Vernunft, der Verschiebung, ja der Identitätsdislokation als einer Art Bewußtseinsveränderung, der Verwandlung und der temporären Entwurzelung und Neuentwerfung

Die europäische Abstammung der Philosophie als Überwindung dieser europäischen und eurozentristischen Eingrenzung.

Die Befreiung auch vom Europazentrismus.

Die ständige Entfaltung der Universalisierung als Befreiung und Selbstbrechung. Dies ist der Widerspruch von Europa selbst.

Das Erbe der griechischen Philosophie eine Universalisierung. Das Erbe der griechischen Philosophie eine Befreiung von Zwängen und Begrenzungen kultureller, politischer, ethnischer, sexueller und sprachlicher Natur(!).

Unendliche Vervollkommnung zum Beispiel und vor allem der Menschenrechte. 

Jubilaeum, – 28 Jahre Philosophische Praxis Gerhard Kaucic, – Jubiläum (1989-2017ff) Jubilee 2017

… philosophical practices …

Kontinentale Philosophie (continental philosophy), Europäische Philosophie, Deutsche Philosophie, Französische Philosophie, Österreichische Philosophie, Philosophie Wien/Vienna, Österreich/Austria, Europa/Europe, Deutsche Philosophen heute, Deutschsprachige PhilosophInnen, Österreichische Philosophen/Philosophinnen des 20. Jahrhunderts und des 21. Jh., Philosophen und Philosophinnen der Gegenwart, Philosophierende der Gegenwart in Österreich/Europa und in der Welt

Österreichische Philosophie der Gegenwart. Philosophien der Gegenwart. PhilosophInnen heute. Österreichische Philosophen und Philosophinnen heute, in der Gegenwart, in Österreich und in der Welt.

Die Dekonstruktion als philosophische Praxis und Haltung. Wien, Österreich, Europa, Welt. Geophilosophie. Kritische Geophilosophie. Interkulturelle Philosophie. Intercultural Philosophy, Konvivialismus, Convivialism, Intercultural Philosophy, Multikulturalismus, Multiculturalism, Interkulturalismus, Interculturalism, Kosmopolitanismus, Cosmopolitanism, New Cosmopolitanism, World Philosophy, Weltphilosophie, Interculturality, Interkulturelle Kommunikation, Intercultural Communication, Inkommunikabilität, Incommunicability, individual, familial, lokal, regional, global (!!!???)

Ausgew. neueste Literatur:

Dominic Busch (2016): Rethinking Interculturality Will Require Moral Confessions: Analysing the Debate Among Convivialists, Interculturalists, Cosmopolitanists and Intercultural Communication Scholars.

Interkulturalität neu denken erfordert moralische Bekenntnisse. Die Analyse einer Debatte zwischen Vertreter*innen von Konvivialismus, Interkulturalismus, Kosmopolitismus sowie Autor*innen zur interkulturellen Kommunikation. interculture journal 15/26 (2016)

www.interculture-journal.com/index.php/icj/article/download/273/366 · PDF Datei

Centre for Global Cooperation Research (2014): Convivialist Manifesto. A declaration

of interdependence (Global Dialogues 3), with an introduction by Frank Adloff, translated

from the French by Margaret Clarke.

Duisburg: Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK / GCR21). URL:
https://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-39520/Convivialist_Manifesto_2198_0403_GD_3.pdf 

Alexander, B. K. / Arasaratnam, L. A. / Avant-Mier, R. / Durham, A., et al. (2014): Defining and Communicating What “Intercultural” and “Intercultural Communication”Means to Us. Journal of International and Intercultural Communication 7(1), pp. 14-37.

Geophilosophie, Geophilosophy, Ecopsychoanalysis, (Rousseau, Kant, Nietzsche, Philosophie und Bewegung im Raum, Nietzsches philosophische Geographie, Husserl, Merleau-Ponty, Horkheimer, Adorno, Foucault, Lyotard, Deleuze, Guattari, Derrida, Fr. M. Wimmer, St. Günzel, D. Harvey, K. Schlögel, S. Weigel, B. Neumann, Spivak : Raumtheorien, Geographien, Politiken, Denkweisen, Kommunikationshandlungen, Territorialisierungen, Deterritorialisierungen, Dekonstruktivismen, Konstruktivismen, kritische Geopolitiken(!), Dehierarchisierungen, Verschiebungen, Identitätsdislokationen, Chorologie, hyle/morphe-Strukturen als reelle/nicht reale(!) Momente des Erlebten (Husserl,Derrida), sinnliche(!) in der différance erlebte(!) bzw gestaltete Materie(!), 

„planetarisches Subjekt“, „animal turn“, „spatial turn“, Demokratiephilosophie, Interkulturelle Philosophie, Menschenrechte, Menschenpflichten 

Gerhard Kaučić, Anna Lydia Huber, Österreichische/r Philosoph:in der Gegenwart, Österreichische Philosophie der Gegenwart, (österreichische) Philosophie der Gegenwart, Gegenwartsphilosophie, Zeitgenössische Philosophie, Philosophie des 21. Jahrhunderts, Europäische Philosophie

Philosoph des Denkens der Différance, Philosophie der Différance, Praxis der Différance, Arbeit(!) der Différance 
( lies dazu „Die différance“, – in: Jacques Derrida: Randgänge der Philosophie, Passagen Verlag, Wien 1988, S. 29-52 )

Wozu philosophieren? Wozu Philosophie? Wozu praktische Philosophie? Wozu philosophische Praxis?!

Das Begehren (!) ( bitte nicht zu verwechseln mit Bedürfnis ! ) führt uns zum Begehren auch des Denkens, des Denkens des Begehrens und des irgendwie Habhaftwerdenwollens der je eigenen „Zeit“, – vgl. Teaser, Blogspot-Blog 2014 ff. ! (der Epoche, unserer Epoche!)

Der Epoché (!?) des Post-Anthropozäns!?

Das Begehren, die Leidenschaft (vgl. Teaser!), das ist das, was auf das Anwesende und auf das Abwesende (vgl. Teaser) zielt. Dies hält uns auf Trab. Das erzeugt unsere Identität.

Das Philosophieren vereint uns im Streit, hält uns in der Differenz, auch zu uns selbst, bildet uns zu KulturteilhaberInnen, die sich in ihrem Denken begreifen wollen und zu erkunden suchen.

Warum also nicht philosophieren? Warum also kein Philosophieren?!

Warum also ausgerechnet nicht Praxis der Philosophie???!!!

Die Grenzen der Begriffe und der Werte, die sich im Laufe dieser Geschichte durchgesetzt und die als selbstverständlich (als „natürlich“) betrachtet und verstanden werden (vgl. Derrida, Gesetzeskraft, Der „mystische Grund der Autorität“).
Genau das versuche ich in meiner nun schon jahrzehntelangen Arbeit in meiner Praxis zu erreichen. Ein kleiner Hinweis in eigener Sache zur Dekonstruktion muß erlaubt sein. Ich feiere den Namen, „die Signatur“ (vgl. J. Derrida) „Derrida“ (und Dekonstruktion) in vielen verschiedenen Zusammenhängen (auch) in diesem Jahr 2025. Das 36-jährige Jubiläum einer „Praxis“ im „Namen“ und durch die „Signatur“ J. D.!

36 Jahre ( 1989 – 2025 ) philosophische Praxis GK, 36 Jahre, 1989 – 2025 ff. Dekonstruktion, 36 Jahre Gespräch, Diskurs, Assoziationen, Analyse, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Komplizierung, Dekonstruktion . G. K.

Was und wie wäre eine angemessene Denkpraxis heute.

Worin >ist<(!) Philosophie heute denkbar und wodurch bzw woheraus ist das, was wir mit Philosophie je unterschiedlich meinen, zu praktizieren.

Der Begriff(!)  Différance  stellt den Menschen in gewissem Sinne in Frage und zeichnet dadurch die Geschichte des Lebens überhaupt.  

Noch  einmal zum Humanismus als Logozentrismus bzw Phonologozentrismus.  

Derrida zeigt, daß die traditionell hierarchische Anordnung der beiden Bestandteile des  Z e i c h e n s  dekonstruktiv verkehrt werden muß.

Bis hinein in die moderne Sprachwissenschaft wird nämlich die ideelle Bedeutung eines Zeichens,  S i g n i f i k a t  (die Vorstellung) genannt, dem materiellen Träger der Bedeutung,  S i g n i f i k a n t  (das Laut – oder Schriftbild) genannt, übergeordnet.   

Stets wird versucht, den äußerlichen Signifikanten, die Schrift, auf ein transzendentales Signifikat hin auszurichten.  Denken Sie an das, was wir vorher über Religion, Gott und Mensch gesagt haben.  Vgl Sie dazu: 

http://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2017/04/religion-und-gesellschaft-teil-2.html 

Jedes Signifikat (Die Vorstellung!) befindet sich aber (laut Derrida) „immer schon in der Position des Signifikanten“ (Derrida, Grammatologie, S. 129).  

Es kann keine Bedeutung geben und keinen Sinn, der der Verräumlichung und Verzeitlichung sowie dem differentiellen Spiel der Signifikantenbeziehungen entgehen könnte.  

Die Schrift ist nach dieser Definition Zeichen von Zeichen, Signifikant von Signifikanten.

Mit dieser Verkehrung soll vor allem gezeigt werden, daß die Materialität des Signifikanten zum Sinn nicht etwa nachträglich und äußerlich hinzutritt, sondern umgekehrt, daß der Sinn  E f f e k t  einer immer schon  n a c h t r ä g l i c h e n  Signifikation ist.

Derrida hat auf diese Weise das Verhältnis von Sprache und Schrift neuformuliert und umformuliert.  Durch Derridas Transformation des Schriftbegriffs geht dieser über den der Sprache hinaus und begreift diesen mit ein.   Aus all dem folgt ein völlig neues,  weil mehrfach transformiertes Verständnis  und  Ereignis  von  T e x t.

Einem solchen Text(verständnis) ist das „Wesen“, die Praxis der Dekonstruktion, inhärent, also „ein-geschrieben“ (vgl. Derrida, Freud und der Schauplatz der Schrift bzw Freuds „Wunderblock“).   Das Denken der Differänz/différance ist die inhärente Praxis der „Dekonstruktion“.   

Es geht darum, es geht mir/uns in meiner/unserer Philosophischen Praxis (( und dazu gehört das Gespräch in dieser, aber auch meine/unsere Schreibpraxis vorher und nachher einer jeden Setzung / Sitzung(!) )) immer darum, Texte  (geschrieben, gesprochen oder Darstellungen(!) z. B. technischer, künstlerischer, ökonomischer, politischer, institutioneller Art)  in ihrer inneren Struktur und in ihrem Zusammenwirken mit anderen Texten zu erfassen.  

Die Texte sind nicht nur zu analysieren und zu interpretieren, sondern durch die Praxis der Dekonstruktion ihrer Konflikthaftigkeit, ihrer Aggressivität, ihrer verdeckt mitgeführten Gehalte und Intentionen zu enttarnen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An- und Abwesendsein(!) von Wahrheit.

Wir äußern Sätze gewollter analytischer Wahrheit und verdrängen dadurch gleichzeitig andere eventuale Wahrheits- oder Unwahrheitssätze.  Jacques Derrida beschreibt mit der Erfindung seiner  D i f f é r a n c e  den Prozeß des Lebens (cf. Teaser, dt. u. engl.), in dem der Mensch ein Spezialfall ist, ein einzigartiger Fall.   Ein Zufall fast und doch ab einer gewissen zurückgelegten Strecke an Prozessen physikalischer, chemischer und dann neurologischer Art dann zunehmend stringenter, definierter, festgelegter.  

Wo liegt der Grenzübergang vom Tier zum Menschen?  Das ist spannend und aufregend. Gibt es überhaupt so etwas wie eine Grenzziehungsmöglichkeit?!  

Ich stelle diese Frage ganz ohne die Absicht, den Menschen zum Tier machen zu wollen.   Wir sind tier – lich, aber eben nicht tierisch allein.  

Und was heißt hier  T i e r ! ( in diesem Blog,-   vgl. mein BlogPosting „Tierphilosophie“ !!! )   Tiere sind viele verschiedene Individuen! Und jedes Tier für sich einzigartig !!!   

Und manche Tiere besitzen sogar sogenannte menschliche Eigenschaften wie Gedächtnisinhalte, Technikvermögen, spezielles Können, Schlußfolgerungsfähigkeit, Liebe, Kommunikation u.a.!   Und teilweise sogar Bewußtsein!  

Jacques Derridas Phonologozentrismus bedeutet unter anderem, daß jeder Humanismus logozentristisch ist und jede Metaphysik ein Humanismus sei.  

Auch wenn das bis heute die meisten Philosophen und Philosophinnen nicht gerne hören wollen.

Ich kann jetzt hier(!) nicht alles aufrollen (das geht uns immer so!), schauen Sie meine Tierphilosophie im Blogspot-Blog 2014 ff. an, – lesen Sie Derridas Arbeiten dazu und achten Sie auf den „Sünden“(!) – Katalog, – meine rote Liste zur „kommenden Demokratie“!  

(Stichwort „Artensterben“, „Klimawandel“, … etc.; immer zu finden im Anhang eines jeden Postings in roter Schrift, engl. u. dt.).  

Wenn die Grammatologie  „nicht eine Wissenschaft vom Menschen sein kann“ ,  dann genau deshalb,  „weil sie von Anfang an die für sie grundlegende Frage nach dem Namen des Menschen stellt“ (J. Derrida, Grammatologie, Frf. 1974, S. 148).  

in English:

>What could „philosophize today“ mean< !

What and how would an adequate thinking practice be today.

In what >is<(!) philosophy conceivable today and what or out of what is what we mean by philosophy to practice differently.

The term(!) Différance questions man in a certain sense and thereby draws the history of life in general. Once again to humanism as logocentrism or phonologocentrism.

Derrida shows that the traditional hierarchical arrangement of the two components of the Sign must be reversed deconstructively.

Even in modern linguistics, the ideological meaning of a sign, called S i g n i f i e d (imagination), is superior to the material carrier of meaning, called S i g n i f i e r (sound or writing). The attempt is always made to direct the external signifier, writing, towards a transcendental signified.

Think of what we said before about religion, God and man. Cf. you in addition: 

http://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2017/04/religion-und-gesellschaft-teil-2.html

Each signified (The Imagination!) is however (according to Derrida) „always already in the position of the signifier“ (Derrida, Grammatologie, p. 129).

There can be no meaning and no sense that could escape the spatialization and temporalization as well as the differential play of signifier relations.

According to this definition, writing is a sign of signs, a signifier of signifiers.

The purpose of this reversal is above all to show that the materiality of the signifier does not add to the meaning retrospectively and externally, but vice versa, that the meaning is the effect of an always subsequent / belated signification.

Derrida has thus reformulated and reformulated the relationship between language and writing.

Through Derrida’s transformation of the concept of writing, it goes beyond the concept of language and includes it.

From all this follows a completely new understanding and event of T e x t, because it has been transformed several times.

The „essence“, the practice of deconstruction, is inherent in such a text (understanding), thus „inscribed“ (cf. Derrida, Freud und der Schauplatz der Schrift or Freud’s „Wunderblock“).

The thinking of difference/différance is the inherent practice of „deconstruction“.

My philosophical practice is always about understanding texts (written, spoken or representations (!) e.g. technical, artistic, economic, political, institutional) in their inner structure and in their interaction with other texts.

The texts are not only to be analyzed and interpreted, but to be uncovered through the practice of deconstructing their conflict, their aggressiveness, their hidden contents and intentions.

What is meant is the visualization of the duality of the simultaneous presence and absence (!) of truth.

We express sentences of deliberate analytical truth and at the same time displace other possible sentences of truth or falsehood.

Jacques Derrida describes with the invention of his D i f f é r a n c e the process of life (cf. Teaser), in which man / human being is a special case, a unique case. A coincidence almost and yet from a certain distance covered in processes of a physical, chemical and then neurological nature then increasingly more stringent, more defined, more fixed.

Where is the border crossing from animal to human?

This is fascinating and exciting. Is there such a thing as a possibility to draw the line?

I ask this question completely without the intention to make man an animal.

We are animalistic, but not animal alone.

And what does animal mean here! (in this Blog, – see my BlogPosting animal philosophy!!! )

Animals are! Are many different individuals! And every animal is unique !!!

And some animals even possess so-called human characteristics like memory contents, technical ability, special ability, conclusion ability, love, communication etc.! And partly even consciousness!

Jacques Derridas phonologocentrism means among other things that every humanism is logocentric and every metaphysics is a humanism.

Even if most philosophers do not want to hear that until today.

I can’t roll everything up here(!) now (it’s always like this for us!), look at my animal philosophy in the blog, – read Derrida’s work on it and pay attention to the „Sins“(!) – catalogue, – my red list on „coming democracy„!

(keyword „species extinction“, „climate change“, … etc.; always to be found in the appendix of each posting in red letters, English and German).

If grammatology „cannot be a science of mankind“, then it is precisely because, „from the very beginning, it poses the fundamental question of the name of the human being“ (J. Derrida, Grammatologie, Frf. 1974, p. 148). 

Die gesamte Geschichte der Metaphysik ist eine Geschichte der Reduktion auf das „Wesen“, eine gedachte Konstruktion zur Vereinfältigung der Vielheiten, eine Verneinung der „Fältelung“ (Derrida), eine Abwehrstruktur gegenüber dem komplizierenden Denken zur Ermöglichung einfacher Aussagen über das Seiende.

Der Surplus (Derrida) als Überschuß der Überraschung des Kommenden (!), die différance (!) (Derrida), – das Abenteuer des Denkbaren als permanente Verschiebung des Standpunktes (!) infolge erkennbar werdender Perspektiveneröffnungen (!) nach hinten in die nie anwesend gewesene Gegenwart einer Vergangenheit und nach vorne in die nie ganz präsent werdende Gegenwärtigung einer Gegenwart (!) ( im Ablaufgeschehen des Historischwerdens ! ) durch signifikativ fast und beinahe fixpunktfreie Permutations- und Konnotationsmöglichkeiten, zeitlichräumliche Verschiebungsstrategien, Verschiebungsarrangements und Verschiebungsderangements sowie durch Veränderungswahrscheinlichkeiten von Ereigniswahrnehmung (!) in aufeinander bezogen werden könnender Lesarten (retour und en avant).

( vgl. Marshall McLuhan, Die magischen Kanäle. Understanding Media, Wien 1968, S. 99:

„Jede Form von Transport befördert nicht nur, sondern überträgt und verändert den Absender, den Empfänger und die Botschaft.“ )

Die Lesarten sind überbordend und überfordernd. Das Menschsein in der Natur und als Natur ändert sich gerade gewaltig. Die Technikkultur erreicht einen neuen Level auf der nach oben unsichtbaren Spirale der Erforsch- und Erfindbarkeiten (Stichwort: Nanotechniken etc.). Natur als Natur gibt es beinahe nicht mehr, weder um den Menschen herum noch in uns Menschen drin (Stichwort: Medizintechnik, Prothesenkultur).

Leuchtet uns hier ein Hoffnungsschimmer?! Gar einer zur Denkbarkeit der Vergrößerbarkeit unseres ökologischen Fußabdrucks?! 3 Erden, 5 Erden, 7 Erden auf unserer einen Erdkugel !?

Denkbar!? Machbar?! Infolge techno-naturtechnischnatürlicher (!) Verkopplungseffekte in näherer oder fernerer Zukunft?!

Disruptive Innovation!? Disruptive Technologien als Ausweg? Als Notausgang!?

Je ne sais pas !

I don’t know !

Ich weiß (es) nicht !!! WIR wissen es nicht. Können wir es wissen?

Die Gedächtnisspeicher wachsen im Sekundentakt. Niemand kann sich seiner selbst mehr sicher genug sein, um eine Behauptung zu versuchen. Wir verneigen unser Haupt manchmal und wir neigen manchmal und temporär zur Setzung von etwas, – dies aber beinahe (?) immer mit Anführungsstrichen markiert. Jede Autorität ist als bleibend vorläufig markiert.

Auch die Autoritäten der Techniken, der Religionen, der Kulturen und der Menschenbildungen überhaupt.

Wissen und Information stehen unausweichlich in Frage und unter dem Vorbehalt der Skepsis.

Künstliche Intelligenz und sich selbst organisierende Systeme heben den Anspruch der Unterscheidbarkeit von Natur und Kultur weitgehend auf. Beide unterliegen strukturierter Prozeßhaftigkeit von „Information“, also Formationen von Codes und unbeschränkbarer und unbegrenzter Umkodierungspotentiale.

Die Geschichte des Menschen und der Erde im „Post-Anthropozän“ (!?).

Im oder am Abgrund / Abyss !?

( Zur Erinnerung: Unsere Zeitschrift aus den 80er und 90er Jahren, — „Die Grüne F Abyss“, 1989-1999, — spricht davon ! )

Eine Geschichte der Enteignung des Selbst (!) und der Aneignungsversuche von Vorstellungen menschlicher Selbstverhältnisse und menschlichen Selbstverständnisses.

Subjektivität“ und „Identität“ wird weiterhin erlebbar und erlebt, allerdings ebenso heftig und oft beinahe unheimlich (!) dekonstruiert und dekonstruierbar.

Mille Plateaux“ (Deleuze) für jeden begreifbar, für jeden und jede denkbar. Das Leben als Vielheiten.

Vernetzte Welten, komplizierte Welten, komplizennotwendige Welten, Einsichten in Komplexitäten, Neues denken lernen und neu und neuerdings denken und auf einsichtige Menschen mit Vertrauensvorschüssen hören, – zumindest hinhören!

Verstehen wird zunehmend erschwert. Täglich machen wir Erfahrungen, deren Zusammenhänge uns meist nicht ganz klar werden. Einzeldisziplinen der Wissenschaft stellen uns oft nicht ausreichend Erklärungsmodule zur Verfügung.

Ob Biodiversität, ob Artensterben, ob Finanzmärkte und Realwirtschaft, ob Verkehr und Transportwesen, ob internationaler Tourismus, Geldverkehr, Geldveranlagung, Telekommunikation, Wasserverbrauch, individuelles Autofahren, Hunger in der Welt, Kindersterblichkeit, Geopolitik, Machtinteressen, Konzerninteressen, Menschenrechte, Kriege, Terror, Landverlust, Lebensraumverlust u.a. . . .

Alles hängt „irgendwie“(!) mit allem zusammen und kaum jemand reflektiert das Ganze auf sich selbst herunter, – auf sein je eigenes Verhalten und seine je eigenen Möglichkeiten des richtigen Denkens, Handelns und Tuns.

Was kann ich tun !? Wie lebe ich ethisch und richtig angesichts der teilweise undurchsichtigen Weltverhältnisse?! Mache ich mir überhaupt irgendwelche Gedanken zur Lage der Anderen in der Welt?! Wie bringe ich mich ein?

Bringe ich mich ein?! Kann ich mich konkret mit einem Stück Welt auseinandersetzen? Oder bin ich ein Ignorant? Bin ich vielleicht gar einer von den Rücksichtslosen und egomanisch durch das Leben (auch vieler anderer) Hetzenden?!

Ich erlebe bei vielen Menschen ein Gefühl von Machtlosigkeit angesichts der Dynamiken von Ökonomie und Politik, angesichts der Turbulenzen der Märkte und ihrer Folgen. Verzweiflung, Depressionen und Burnouts angesichts der Aussichtslosigkeit vielerorts und der generellen Abnahme des Sozialstaats und der wachsenden Arbeitslosigkeit und vor allem der exorbitanten Arbeitslosigkeitsraten bei den Jugendlichen in vielen Staaten dieser Welt.

Ich erlebe ganz allgemein eine Art Erschöpfung des gemeinen Selbst, – einhergehend mit der Verschleißung und Verschließung des aufmerksamen Blicks von Ich zu Ich bzw vom Ich zum DU !

Das Anthropozän (Crutzen) und die Beschleunigung aller Formate. Die „Technosphäre“ scheint sich zu verselbständigen. Der Mensch bleibt zurück. So die große Sorge vieler. Genügend Anlässe darüber gründlich nachzudenken. Praxis des Denkens! Praktiken des Handelns!   

Ein kleiner Hinweis noch zur Ideen- und Erkenntnislehre PlatonSokrates‘ (!)

( cf. J. Derrida, Dissemination, Wien 1995, S. 84ff.; J. D., Von der Gastfreundschaft. Wien 2001, S. 20-58; J. D.: Grammatologie, Frf. 1983, S. 459ff.; 

J. D., Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen, – in: J. D.: Die Schrift und die Differenz. Frf. 1976, S. 422ff.): cf. esp.: Sonnengleichnis, bes. Liniengleichnis und Höhlengleichnis in: Platon, Der Staat (Politeia VI, 507 – 518) : die platonische Ordnung des Wissens entlang einer (aufsteigenden?) epistemologischen Linie ( altgrch. γραμμή / grammḗ, –

cf. Derrida in „Ousia und gramme“ zur Schrift, Linie, Punkt, Zeit, Kreis, Raum anhand einer Fußnote in Sein und Zeit Heideggers und zu „Gramme und Zahl“ in Aristoteles‘ Physik IV;

Jacques Derrida: Ousia und gramme. Notiz über eine Fußnote in Sein und Zeit, – in: J. D.: Randgänge der Philosophie. Wien 1988, Passagen, S. 84 ) im so bezeichneten „Liniengleichnis“ ( Politeia VI, 509-511 ) der Politeia als Skala von Erkenntnisweisen: die Stufe der Erkenntnis der eikasia als Meinungs- oder Mutmaßungswissen; Wahrscheinlichkeit! Möglichkeit! die Stufe der Erkenntnis der pistis als Wahrnehmung der sichtbaren Welt (Tiere, Pflanzen, Artefakte) und der dianoia, dem begrifflichen Verstand (geometrischer Operationen); Verstandesgewißheit! und die Stufe der Erkenntnis der noesis als die Einsicht durch Vernunft! ( laut Theodor Ebert vertrat Platon keine dualistische Metaphysik mit ontologischer Trennung (Chorismos) zwischen intelligibler und sinnlich wahrnehmbarer Welt; 

Eberts Auffassung nach handelt es sich nicht um vier, sondern nur um drei Erkenntnisweisen: um wahrnehmende, mathematische und dialektische Erkenntnis in funktionaler Verkettung, – in: Theodor Ebert: Meinung und Wissen in der Philosophie Platons, Berlin 1974, S. 181–193 )

Platons Erkenntnislehre läuft auf das Licht ( „Sonne“, Erhellung, Aufklärung, „Wahrheit“ ) als das „Gute“ zu, – in Analogie zur Sonne.

Die „Wahrheit“ hat ihren „Grund“ (!) „im Guten“ und entspringt ihm, so wie das Licht von der Sonne aus strahlt.

Allein durch die Einsicht (!!!! das Problem dabei !?, das Problem der Problematizität von Einsicht !!! cf. Marie-Françoise Plissart / Jacques Derrida: Recht auf Einsicht. Wien 1998) der Vernunft kann das Gute erkannt werden! Das Gute als das Wesen der Ideen!

Direkte Einsicht der Vernunft in das Wesen der Ideen. Platons Erkenntnistheorie als buchstäbliche Meta-Physik.

„Bedingungen“(!) einer Lektüre der platonisch-metaphysischen Wahrheitsfindung bzw Bedingungen und Bedingtheiten einer Wahrheitsfindungslektüre des Begriffes der „Wahrheit“ bei PlatoSokratesVorsatz: Recht auf Einsicht?!

„Du wirst niemals, Sie auch nicht, all die Geschichten kennen, die ich mir beim Anschauen dieser Bilder noch habe erzählen können.“ (Derrida, Plissart)

Bedingung 1)

Das Denken der différance (Derrida, Die différance, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 29-53) ist ein Denken hin zu dem, was sein kann!

Bedingung 2)

„Eine Verbindung (articulation) … gibt Spielraum.“ (!) (Derrida, passim)

Bedingung 3)

In der Praxis des Sagens steckt die Behauptung von „etwas und etwas“, ein Surplus, ein Exorbitantes (Grammatologie 279f.). Spielraum der Dekonstruktion, – der „Spielraum“ zwischen den „etwas“!

Bedingung 4)

Unter différance begreift Derrida das, was im Zwischenraum des etwas als etwas sich ereignet oder ereignen kann. Die Gespenstigkeit von etwas liegt im Spielraum der radikalen Möglichkeit, den die différance zu eröffnen vermag. Derrida zeigt uns die „radikale Möglichkeit“ einer „Gespenstigkeit“ in allem, was wir erleben. (cf. Derrida, Die Stimme und das Phänomen, S. 49ff. und bes. Marx‘ Gespenster, passim)

Bedingung 5)

Derrida macht deutlich, dass die Gegenwärtigkeit der Wahrheit überhaupt in Zweifel zu ziehen sei (vgl. dazu auch Hilary Putnam: Vernunft, Wahrheit und Geschichte. Frf. 1990, stw 853, bes. S. 15 ff. u. S. 202 ff.; engl. V.: H. Putnam: Reason, Truth and History. Cambridge University Press 1981).

Derrida stellt die zentrale Frage nach dem Legitimationsgrund, der es erlaubt, im wissenschaftlichen Rahmen von einer Erfahrung der „Wahrheit“ zu sprechen, die grundlegend verschieden ist von den Begriffen und Kategorien wissenschaftssprachlichen Zugriffs.

„Unter“(!) einer jeden Textarbeit erscheint durch die Arbeit des Dekonstruierens ein Gleiten von Sinn und vielfach Gefälteltes, Übereinandergeschichtetes an Bedeutungshaftigkeit, das uns immer nur als Spur begreifbar werden kann und nie als ein Text in seiner Präsenzhaftigkeit des quasi endgültigen Ausdrucks.

Bedingung 6)

Die Welt heute ist zu einem einzigen großen Raum geworden, wie es sich Platon und alle seine NachfolgerInnen bis ins 20. Jahrhundert herauf nicht haben erträumen (!) können. Doch hat dieser Raum und darauf verweist Derrida mehrfach, ja vielfach und ausdrücklich, auch eine ihnen unbekannte Qualität: hybrid in all seinen kulturellen Bedingungen, Voraussetzungen, Bestimmungen und Verschiebungen, – allseits sich überlagernd, zuspitzend, überschießend, heterotop, global und vielleicht auch kommend (!?!) planetarisch.

(( cf. dazu, – anregend kontrovers: Texte von Chantal Mouffe, Richard Rorty, Simon Critchley, Ernesto Laclau und Jacques Derrida, – in: Chantal Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Vlg.) und Chantal Mouffe: Welche Weltordnung: kosmopolitisch oder multipolar?, – in: Chantal Mouffe: Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion. Frankfurt am Main 2007, S. 118 ff. (edition suhrkamp) und bes.: Jacques Rancière: Der Hass der Demokratie. Berlin, August Verlag 2011; sowie: Colin Crouch: Postdemokratie. Frankf. 2008; 

und schließlich noch Platons „heikle“ und provokative (!?) Formulierungen zur Demokratie als ein politisches Regime, das keines ist (!?!), – in: Platon, Politeia, Buch VIII, 562d ff. ))


Nachsätze: Judith N. Shklar: 

„ Dem Liberalismus der Furcht vorzuwerfen, er würde seine Erwartungen zu niedrig ansetzen, hieße, Gefühle für geringer zu achten als Ideen und besonders politische Anliegen und Sachen.“ (S. 50)

„Ein hiermit in Verbindung stehender Einwand gegen den Liberalismus der Furcht lautet, dass er die genuin menschliche durch eine > instrumentelle Vernunft < ersetze (vgl.: Seyla Benhabib: Kritik, Norm und Utopie. Die normativen Grundlagen der Kritischen Theorie. Frf. 1992).

Meistens wird die Bedeutung der ersteren im Dunkeln gelassen, aber in der Regel geht es dabei nicht um irgendeine Version des platonischen Idealismus.

Der Begriff > instrumentelle Vernunft < bezieht sich auf politische Praktiken, die auf Effizienz aus sind oder nur Zweck-Mittel-Kalkulationen betreiben und dabei weder die Rationalität noch einen anderen möglichen Wert ihrer Ziele oder Ergebnisse hinterfragen.

Weil der Liberalismus der Furcht sehr klare Ziele hat – nämlich Furcht und Grausamkeit zu vermindern – , scheint dieses Argument ziemlich irrelevant zu sein.“ (S. 51)

„Jeder Versuch von Bürgererziehung in einer liberalen Demokratie muss das Ziel haben, gut informierte und selbstbestimmte Erwachsene hervorzubringen. Das vollendete Portrait eines mustergültigen Liberalen findet sich in Kants Tugendlehre, die uns detailliert die Gesinnung einer Person beschreibt, die andere Menschen ohne Herablassung, Arroganz, Demut oder Furcht respektiert. Er oder sie beleidigt andere nicht durch Lügen oder Grausamkeit, die den eigenen Charakter nicht weniger verderben als sie das Opfer verletzen.“ (S. 54)

aus: Judith N. ShklarDer Liberalismus der Furcht. Mit einem Vorwort von Axel Honneth und Essays von Michael Walzer, Seyla Benhabib und Bernard Williams. Herausgegeben, aus dem Amerikanischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Hannes Bajohr. 176 Seiten, Berlin 2013 (Matthes & Seitz).

John Dunn: „In der Politik ist Demokratie heute der Name für das, was wir nicht haben können – doch was wir uns dennoch sehnlich wünschen.“ ( John Dunn: Western Political Theory in the Face of the Future. Cambridge University Press 1979, p. 27 )

Ingolfur Blühdorn: „Diese Feststellung ist sogar aktueller denn je. Nach der postdemokratischen Wende könnte man allerdings noch pointierter sagen: Demokratie ist heute der Name für das, was wir nicht haben wollen – doch was wir uns dennoch sehnlich wünschen. Diese Neuformulierung würde den postdemokratischen Stand des demokratischen Paradoxes voll erfassen. Und dieses spezifisch postdemokratische Paradox entsteht eben, weil die Modernisierung die Logik des flexiblen und flüchtigen Subjekts (und also die Logik der Postdemokratie) immer schneller vorantreibt, dabei aber die Logik des traditionellen, identischen Subjekts (und also die Logik der Demokratie) keineswegs aussetzt.“ ( Ingolfur Blühdorn: Simulative DemokratieNeue Politik nach der postdemokratischen Wende. Berlin 2013 (Suhrkamp Verlag), S. 162 f. )

Müssen wir, können wir, dürfen wir an die Idee der Demokratie Zweifel setzen ?!?

Und an der Demokratiefähigkeit !?!

An der Demokratiemöglichkeit ?!

Der Demokratizität !?

Am Demokratischen?!

An der Frage der Demokratie !?

Warum bezeichnet Jacques Derrida die Demokratie als kommende, – die kommende Demokratie !?

Jacques Derrida: „Aufgrund des Geheimnisses möchte ich die Frage der Demokratie abermals aufnehmen, da es ein Konzept der Politik und der Demokratie als Offenheit gibt – wir sind alle gleich und der öffentliche Bereich steht uns allen offen -, was dazu tendiert, das Geheimnis zu negieren, auszustreichen oder zu verbieten;

in jedem Fall tendiert es dazu, das Recht aufs Geheimnis auf den privaten Bereich zu beschränken und damit eine Kultur der Privatsphäre zu etablieren. (Ich denke, das ist die vorherrschende und hegemoniale Tendenz in der Geschichte der Politik des Westens.) …

ich habe versucht, gegen eine derartige Interpretation der Demokratie eine Erfahrung des Geheimnisses und der Singularität zu denken, der gegenüber der öffentliche Bereich keine Rechte und keine Macht in Anschlag bringen kann.“

( Jacques Derrida: Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 179. )

Jacques Derrida bezeichnet die kommende Demokratie als eben solche aufgrund des Geheimnisses (!) als Erfahrung des Singulären (!), aus der das Politische nur erwachsen kann, – und zwar erwachsen in seiner Offenheit. Offen ist kommend.

Die Erfahrung ist das, was das Subjekt über ein bisher Erfahrbares hinausführt, – quasi entgegen allen und als Überraschung aller Erwartungen, Hoffnungen, Begehrlichkeiten. Das was den Horizont der Wahrnehmung zu übersteigen vermag.

Das Geheimnis haftet an einer solchen „Übersteigung“ von etwas.

Das Geheimnis könnte das unmöglich Scheinende, ja das Unmögliche sein, – das Politische werden, als die Erfahrung eines Unmöglichen.

Das Unmögliche ist das Singuläre! 

(vgl. Derrida, Politik der Freundschaft, S. 55 und Die unbedingte Universität, S. 73)

Das Politische erwächst aus der Erfahrung des Singulären aufgrund des Geheimnisses, das die Erfahrung des Singulären zur Voraussetzung hat oder besser noch, diesem anhaftet, als Präsenz der Absenz bleibend.

Eben die kommende Demokratie, die immer erst ankommende Demokratie.

Dies ist der Initialeffekt des Denkens der Singularität und also des Geheimnisses dafür, warum zum Beispiel in der Literatur alles gesagt werden kann und weswegen Literatur mit Demokratie verantwortlich (!) zusammenzudenken ist.“

Und das Geheimnis ist nichts, was ich in mir verberge; es ist nicht Ich.

Das Geheimnis ist nicht das Geheimnis der Vorstellung, die man im eigenen Kopf einschließt und von der man beschließt, sie niemandem zu sagen, es ist eher ein Geheimnis, das der Erfahrung des Singulären koexistent ist.

Das Geheimnis kann nicht auf den öffentlichen Bereich reduziert werden – trotzdem nenne ich es nicht privat -, es kann auch nicht auf die Veröffentlichung oder das Politische reduziert werden, zur selben Zeit liegt dieses Geheimnis dem zugrunde, von dem aus der öffentliche Bereich und der Bereich des Politischen zu sein, und offen zu sein, vermag.“

(( Jacques Derrida: ebda., Bemerkungen zu Dekonstruktion und Pragmatismus, – in: Ch. Mouffe (Hg.): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft. Wien 1999 (Passagen Verlag), S. 178f. ))

In der platonischen Ideenlehre ist die Idee des Guten das oberste Prinzip. Ein nicht einfach zu erfassendes Prinzip! Umgelegt auf die heutige Politik möchte ich dieses „Prinzip“(!) anwenden auf die modernen Menschenrechtsformulierungen, nach denen sich heutige Politik und PolitikerInnen zu richten hätten, – also auf das, was gut und richtig ist für alle Menschen auf diesem Globus, das sogenannte „planetarische Prinzip“ (vgl. Gayatri Chakravorty Spivak) den „Anderen“ zu denken,

im Zeichen der Alterität zu denken,

(( cf. Teaser-Ende zur Spur„Die Spur, in der sich das Verhältnis zum Anderen abzeichnet, …“ „Es gilt, die Spur vor dem Seienden zu denken.“ 

(J. Derrida, op.cit., Grammatologie, S. 82)

„The trace must be thought before the entity.“ 

(J. Derrida, op. cit., of Grammatology, p. 47)

„ Il faut penser la trace avant l’étant.“ 

( Jacques Derrida, op. cit., DE LA GRAMMATOLOGIE, p. 69 ) ))

ja vom Imperativ(!), das Subjekt als planetarisch zu denken, –

auch und besonders auf die großen Herausforderungen der Politik im 21. Jahrhundert gerichtet gedacht:

wie Migration (Flüchtlinge, Refugees), Welt als Umwelt und deren Zerstörung, Treibhausgase, Temperatur(anstieg), Ressourcenknappheit, Wohlstandsgefälle, Bevölkerungsdichte, Wasserkriege, Religionskriege, Klimawandel, Klimafolgen, Erderwärmung, Atomare Überbleibsel, Klimakriege, Klimakatastrophen, Bürgerkriege, „ethnische Säuberungen“ (!), Völkermord, Gewaltkonflikte, soziale Katastrophen, Terror, Naturkatastrophen, Bevölkerungswanderungen, instabile Staatsgebilde, Armut, Korruption, Waffen(lieferungen), Terrorismus, Artenvielfalt, Biodiversität, Massentierhaltung, Tierfabriken, Tierverzehr, „Fleischproduktion“!, Tierrechte, Tierphilosophie 

((…ich beziehe mich in der Hauptsache auf Derrida und seine Texte über „das Tier“, – in: J. D.: „Das Tier, das ich also bin“. Wien 2010.;…

alle Philosophen, von Aristoteles bis Descartes, Kant, Heidegger, Levinas bis Lacan, sprechen von „das Tier (cf. S. 58f.); … alle Tiere werden als Tier zusammengedacht!, – das „Tier als solches“ !

Die berüchtigte Formel, die „Als-solche-Struktur“, das ist das, was Derridas Dekonstruktion zu überschreiten, zu attackieren versucht, – das Einheiten bilden in einem Urteil, z. B. Heideggers Ausdruck „Weltbilden“, das ist das , was der Mensch (die Menschen!) kann und was diesen vom Tier(! welchem?) unterscheide;

dieses sei „weltarm“!

Eine Unterscheidung mit vielen Folgen!

Diese Tier-Mensch-Unterscheidung ist der Grundstein der abendländischen Metaphysik und ihrer Serien binärer, hierarchischer Oppositionen als Grundlage für Weltaussagen und Urteile (!) über diese (cf. S. 164)…

Derrida spricht von der Teilnahme an einem „veritablen Krieg der Arten, jedesmal wenn „man“ „Das Tier“ sagt ! (cf. S. 58);… 

das Zusammendenken aller Tiere als Tier!

Mit dem Singular das Tier wird eine metaphysische Formulierung und Denkweise privilegiert, – das Tier als solches !

Was wären die Kriterien für die Zusammenführung aller Tierarten und Tierindividuen unter einen Begriff!?

Es kann nur die Fundamentalopposition zum Begriff des Menschen / der Menschen gemeint sein. Eine Abwertung!

Das Lebewesen Tier, die Tiere seien weniger als ein Mensch und der Mensch sei mehr als ein Tier!

Für Derrida bleibt die Beziehung zum Seienden immer eine tierliche Beziehung, dies gelte auch für uns Menschen.… Derrida denkt, der durch die metaphysischen Oppositionen bewirkte Separatismus (gegenüber uns Menschen) bedeute die andauernde gedankenlose und brutale Fortsetzung der Gewalt gegen Tiere.

Gleichzeitig fürchtet er die Reduzierung des menschlichen Lebens auf tierisches Leben durch viele Biologen bzw Biologisten und damit die Gefahr, daß Menschen der nämlichen Gewalt ausgesetzt sein werden und seien!

(ebda.)… Menschen und Tiere „erleben“(!) den Tod nicht „als solchen“!

Die Möglichkeit und die Realität des Todes nehmen wir nicht „als solche“ wahr, sondern nur über den Umweg (!) über andere. Die Menschen genauso wie die Tiere.

Das ist „uns allen“(!) gemeinsam, – bei aller Fremdheit, die wir Tieren gegenüber empfinden (sollten!

Für Derrida eine Fremdheit, die wir kultivieren sollten.

Eine Andersheit, deren Schönheit wir genießen und schützen und bewahren sollten und müssen!)…

wir alle, Tiere wie Menschen, sind körperliche Lebewesen, verletzlich, vergänglich und singulär!

Extrem rar!

Teil einer kleinen, kostbaren, schützenswerten, permanent gefährdeten Welt. 

Gewaltminimierung ist Derridas Auftrag an uns!

( Jacques Derrida: Das Tier, das ich also bin. S. 58ff., S. 63ff., bes. S. 67 und ff., S. 79ff., S. 206ff. ); Tierphilosophie also )), 

Cyber-Crime, Rassismus, Hunger, Landraub (Land-Grabbing), Soziale Ungleichheit, Verkehr, Produktion und Konsum, Gerechtigkeit, …

( cf. Gayatri Chakravorty Spivak: Imperative zur Neuerfindung des Planeten – Imperatives to Re-Imagine the Planet (hg. v. Willi Goetschel engl./dt.). Wien 2013, 2. Aufl., Passagen Verlag, S. 49vv.ff. und Charles Taylor: Multiculturalism and the „Politics of Recognition“. Princeton 1994, p. 28 )

„Le sens du monde“ (J.-L. Nancy)

Der Sinn der Welt Die Sinne der Welt Sense

Interlacements Inkommunikabilität

Philosophische Praxis die rätselhafte und verstörende Notwendigkeit Von Kommunikation!!! 

vgl. unbedingt und zuallererst zum Wort „Kommunikation“ und zur Bedeutung und zur Situierung im semantischen Feld von Kommunikation Jacques Derridas „Signatur Ereignis Kontext“ , – in: Randgänge der Philosophie. Wien 1988, S. 291ff. !!!

Philosophical Practices / Politics / Disseminations

Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben.

Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist.

The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable.

The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context.

More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! !

((   Body Politics!   Sport und Alter, Sport und Altern,  Körperwissen, Medizin, Technik und Ethik, Mensch und Technik, Lebenserwartung, Körpertechnie, wie leben?!, welches Leben!?, wozu(!?) leben, Lebenserwartungen(!?), Sportivität bis mindestens 140 !? Body Politics! Sport in die Körper einschreiben!  Körper schreiben! Lust und Schmerz Körper erschreiben! Körperschrift als Lebenslust! 

Das Leben lebendig leben! Leidenschaften! Liebe leiden! Body Politics! Besetzungen erarbeiten! Libido entwickeln! Leben (h)aushalten! Body Politics! Différance!!! (vgl. Teaser, Blogspot-Blog!) 

1. Die Différance des Menschen“, – in: Bernard Stiegler: Technik und Zeit. Zürich-Berlin 2009 (diaphanes), S. 181ff. „Die Technik als philosophisches Problem

2. Menschliche Natur und conditio humana

3. Warum Technik?“, – in: Massimo De Carolis: Das Leben im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Zürich-Berlin 2009 (diaphanes), S. 20ff. „Derrida und die Technologie. Die Treue an den Grenzen der Dekonstruktion und die Prothesen des Glaubens“, – in: Bernard Stiegler: Denken bis an die Grenzen der Maschine. Zürich-Berlin 2009 (diaphanes), S. 111ff.

Ökotechnie der Körper, vgl. J. Derrida: Berühren, Jean-Luc Nancy. Berlin 2007, S. 145 Körpertechné! Körpertechnie! Body Politics! Körpertechnik(en), –  den Körper seinem Gebrauch anpassen! 

Die Verschiebungen der Aporien des Körpers!!!???   Body Politics! Mauss, Marcel: Soziologie und Anthropologie 2: Gabentausch, Soziologie und Psychologie, Todesvorstellungen, Körpertechniken, Begriff der Person, Frankfurt am Main 1997, S. 199f., S. 219ff. Körpertechnik! „den Körper seinem Gebrauch anzupassen“ (M. Mauss, 199), –

Stichwort „Prothesen“! Vgl. Jean-Luc Nancy und sein Herz! „(DIES IST MEIN HERZ, >>DAS HERZ EINES ANDEREN<<) in: . J. Derrida: Berühren, Jean-Luc Nancy. Berlin 2007, S. 121ff. J.-L. Nancy: Corpus. Berlin, Zürich 2014, S. 87f.:

„Die Ökotechnik funktioniert mit technischen Apparaten, an die sie uns von allen Seiten anschließt.“

Body Politics! Körpertechné! Körpertechnie! Körperwissen! Body Politics! Körpertechnik(en), –                          

den Körper seinem Gebrauch anpassen!  Body Politics!   ))                                                           

vorläufige Antwort auf vor-läufige (!) Fragen: 


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund

vorläufige Antwort auf vor-läufige (!) Fragen: 


ich selbst bezeichne mich nicht als „Sportler“!, – ich halte mich für einen erfahrenen, leistungsfähigen und sehr gut trainierten Radfahrer / Radtourenfahrer / Mountainbiker / Rennradfahrer / Freerider / Läufer / Wanderer und Abenteurer mit sportlichem Hintergrund


Kurzbiographie siehe Homepage bzw
Teaser und Blogposts zu „Was ist Philosophische Praxis? I und II und III“

Denken der Schrift. Grammatologie. (vgl. Blog-Teaser)

Gegenwartsphilosophie

Körperphilosophie Demokratiephilosophie

Kommen Sie gut nach Hause. 

Mit den besten Wünschen für 2025, –

Philosoph, Philosophin,

Philosophische/r  Praktiker:in, Schriftsteller:in (Jg. 1959)

 PP Wien

Gerhard Kaučić Djay PhilPrax & Anna Lydia Huber Gasometer Wien

Philosophischer Salon Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber 

Film Denken 
https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2018/03/philosophischer-salon-gerhard-kaucic.html    

Mobile Version (ohne Teaser): 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2018/03/philosophischer-salon-gerhard-kaucic.html?m=1

PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA

[[ In Klammern:

Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!

Klammern zu ]]

DR. GERHARD KAUČIĆ / DJAY PHILPRAX (JG. 1959) LEITER EINER PHILOSOPHISCHEN PRAXIS SEIT 1989

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer

Gerhard Kaučić,

b. 1959, Philosopher, Writer, 66, 2025

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Gerhard Anna Cončić-Kaučić (geboren 1959, Schriftsteller:in – Wiener Postmoderne – Dekonstruktion – Wien – Vertreter:in der Wiener Spielart der Dekonstruktion im Sinn Jacques Derridas)

Titel von Gerhard Anna Cončić-Kaučić bei Passagen

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON II
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON III
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON I
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt.
Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden.
„Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON IV
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt.
Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON V
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

In English:

CORONA WHEELING CROWNING

The leap. Leaving the book. The production, the emancipation, the liberation of writing.

……………………. Semeion Aoristicon oder zur Autobiographie Sem Schauns …………………..

……. THE SENTENCE ………. the jump ……… the set ……. the leap o f ….

I ask if Sem VI is not my / our blog composition !?!

I ask (me / us) if Sem VII is not my / our blog.

I ask if my/our blog will not be Sem VI and Sem VII?

And shall be!

Or must be?

Already is, will be or even must be and will have to be !?!

The set. The leaving of the book.

The production, the emancipation, the liberation of the writing.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns

If you are interested in a PP (Philosophical Practice) with me, please reserve an appointment only under this email: To contact us, please use only this email: gack[at]chello.at

Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna, Austria, Europe

Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

around the clock …around the world

cf. Jacques DerridaSignatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

To contact us, please use only these emails:

Homepage: 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2016/03/was-ist-philosophische-praxis-iii-teil-3.html

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The Machine The Man


Philosopher, Feminist, Mediator, Author, Freerider, born 1959, Dr. phil., age 66, 2025

Associate in the grammatological philosophical Practice since 2009 in Vienna and beyond

                                                 Anna Lydia Huber

Philosopher, Feminist, Mediator, Author, Freerider, born 1959, MSc, age 66, 2025

                                Gerhard Kaučić, Anna Lydia Huber, Philosophical Practitioners 

            Gerhard Anna Cončić-Kaučić (Anna Lydia Huber, Gerhard Kaucic, *1959), Writer  

The Machine    The Man   
 
Robots     Androids    

Narratives, Reports, Analyses, Reflections from the Practice/from my/our Philosophical Practice

Vienna 36 years of practice jubilee (1989-2025 ff.) jubilee 36 years PP 2025

PHILOSOPHICAL PRACTICE Gerhard Kaučić (Dr. phil., b. 1959) & Anna Lydia Huber (MSc, b. 1959) VIENNA AUSTRIA  EUROPE

Some preliminary as well as subsequent, perhaps common, but in any case contradictory thoughts on the subject: „Can the machine, the robot, become human, human-analogous or even the new human?“

I think, those, who think in such a way, are subject to some basic errors due to many false assumptions as a result of unquestioned thinking presuppositions, which do not occur in their horizon of thinking.

Presuppositions whose influence on the possibility of thinking of consciousness will not lie in each scientist’s own consciousness, yes, will not even be found in the axiomatics of these sciences in question.

Why the machine cannot be human. But maybe it can even be a little bit human in the future?

Can we think the event human as machine? 

Why the machine will not be able to become human.

Why the machine, the robot, the cyborg will probably never be able to become a human being.

Can man become a machine?  Can a machine live?

What does living mean ?

What does thinking mean ?

What does it mean to know ?

What does archive mean ?

What is recollection (memory) ?

What does history mean ?

What does text as con-text mean ?

What does biography/bio-Graphy mean ?

What does it mean, – to be/become an event ?

A non-calculative!?! 

A historical being!

A being (!) in being present and absent!

Reflections, interventions and informations in the form of a BlogPosting in my/our blog composition, our philosophy blog on Grammatological Philosophical Practice Vienna on the occasion of a philosophical practice in seven parts.

I like to refer here often to our posting in German from February 11, 2018 https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2018/02/maschine-mensch-roboter-dekonstruktion.html 

Derrida denies that the power of history is exhausted in always triggering only transformations of a structure that is identically preserved in depth (spatial metaphor!). On the contrary, the matter is to be thought of in such a way that structures also decompose in their entire depth (! space metaphor!).

Thus, changes are more than just transformations of an „always the same“ (Nietzsche).

Also, the meaning of a structural principle does not escape „the law of determination by opposition“ (Saussure) and can be constituted „thus only in the reference game of the  s i g n i f i a n t s  of  a structure“ (Saussure). So we are all „entangled“ in structures (Derrida) and have no chance of ever getting behind our being entangled in structures. Since structures can only be thought without centres, there can be no text centres and no central interpretation. Without a central sense there is no finding of something (a finding presupposes the presence of the thing to be found!), – it can only be an in-vention of something.

The trace (the being related to each other of different elements), – the trace is neither visible nor invisible. The estate, – the estate is the trace of the trace or the trace of the extinction of the trace. „Thus it can be seen that all the determinations of such a trace – all the names given to it – belong to the metaphysical text that guards the trace and not to the trace itself. There is no trace itself and no real trace.“ (J. Derrida, Randgänge p. 86 and J. D., Schrift und Differenz, p. 308f., 326 and J. D., Grammatologie, p. 83, 108f., 114) 

The mirror(s) can be extended at will. One premise(!), one more mirror surface and there is another additional interfering infinite game of signifiers. Every discourse, – every discourse becomes a Dis-Par-course.

All the scientific discourses of this world call themselves at least (only) scientific and not more knowledge. A scientific discourse knows (at least according to the signifier) that it cannot be a discourse of the knowledge.

The „inscription“ is not „forever“, every inscription is finally like the subject himself, whose „archive“ can be destroyed like any archive. Also every media archive.

All our tele-technologies (from TV to drone and beyond) cause a deconstruction, in real practice, of traditional concepts and notions of state, citizen, national, foreigner, tourist, native, naturalized, etc., in so far as they are bound to a concrete territory.

Every country has its history, its memory and its special way of dealing with its archive economy.

Whenever one opens an archive, remembers certain events, one brings up the drama, this event, and brings it back to memory.

One makes „it“ conscious !

But awareness is by no means the only thing that matters ! If one speaks of the Holocaust or the Shoah, one is (whether one wants to or not!) paving the way to the individual as well as the so-called national unconscious!

Through the work of raising awareness, things happen which we cannot plan or control. Affections !

Postmodernism, so my thesis, has something to do with Freud, – with the psychoanalysis of Sigmund Freud!

I mean the raising of the crisis. An epochal crisis of the „Enlightenment“ of the WRITTEN/Scriptures.

On the question and the word „deconstruction,“ see Jacques Derrida’s „Reflections“ in a 1985 „Letter to a Japanese Friend,“ translated into German and reprinted in: J. Derrida, Psyche. Inventions of the Other II. Vienna 2013 (Passagen Vlg., germ. ed.), pp. 15 – 22.

„The word „deconstruction,“ like any other, derives its value of meaning only from an inscription in a chain of possible substitutions, in what is so calmly called a „context.““ (ibid., p. 21)

„In any case, despite all appearances, deconstruction is neither an analysis nor a critique … It is not an analysis in particular because the decomposition (décomposition) of a structure is not a regression to the simple element, to an origin that cannot be further decomposed. These values, like that of analysis, are themselves philosophies subject to deconstruction.“ ( p. 19)

„Deconstruction has place, it is an event (événement) that does not wait for the reflection, the consciousness or the organization of the subject, not even (for the consciousness of the subject) of the modernism/modernity.  It deconstructs itself.“ (p. 20, german ed.)

Paul Virilio, Die Sehmaschine. Berlin 1989 (Merve). This excerpt serves me for further of my preliminaries on the subject and as a statement of my incipient deconstruction of the machine and the increasingly space-grasping notions of possible subjecthoods.

Today, when one speaks of the development of audiovisual media, one cannot do so without at the same time asking about the development of that virtual world of images and its influence on behaviors and, moreover, without pointing to that new industrialization of seeing, to the emergence of a veritable market of synthetic perception.

   These questions, in turn, lead to the question of „artificial intelligence,“ for there will no longer be any new super-software for solving problems of detail, any fifth-generation computer, that will not be able to grasp and perceive the environment.

   These instrumentally generated virtual images, no longer accessible to direct or indirect observation, these synthetic images produced by the machine for the machine, will become for us an equivalent of what are now already the mental images of an alien interlocutor… an enigma.

 Will robots remain working tools or will they become subjects? Knowing subject, with everything that belongs to it? Thinking ability (What does thinking mean?!) or merely combination ability? Through experience permanently rewriting memory/recollection (Freud) with creative memory work or list archive? Queryology?!

I think this will be or become one of the definitive(!) necessities for a fulfilling life.

Things to know and to be known in advance 

The European Robotics Research Network (EURON) includes around 200 robotics research centers in universities and companies in Europe.

The declared goal of this network is to promote research, education and trade around robotics within Europe.

As a central contact point and especially as a link bridge to the European Commission, this network EURON has an important international function within the European community.

Proposals for roadmaps and research projects for topics in robotics come from this network.

Depending on how the capabilities of robots are seen, different evaluations of robots in the ethical dimension arise.

According to a Roboethics Roadmap (2006), the following evaluation and order emerges: 

I will bundle four ways of looking at or imagining.

I think, those, who think in such a way, are subject to some basic errors due to many false assumptions as a result of unquestioned and not in their horizon of thinking lying thinking presuppositions.  Presuppositions, whose influence on the possibility of thinking of consciousness will not lie in the respective own scientist consciousness, yes, will not even be found in the axiomatics of these sciences in question.

a) Robots are nothing but machines.

 In this case Roboethics is comparable to the ethics of any other mechanical science.

b) Robots have an ethical dimension.

  The assumption here is that robots have an intrinsic ethical dimension because, as products of humans, they can extend and enhance humans‘ ability to act ethically.

c) Robots are moral agents.

 Artificial agents can now act as objects of moral action or as moral agents (themselves).  In the opinion of most roboethicists, they do not necessarily have to have so-called „free will“ (note: questionable ancient philosopheme! G. K. ) to be considered acting ethically.  Here the focus is put on the action itself(!), and not on the decision to act.

d) Robots are a new species.

According to this view robots will not only have consciousness(!, sic, G. K.), but in morality and intelligence(! Sic, which form of intelligence!, G. K.) they will exceed the human dimensions.

Many concepts and attempts of conceptualization from the thinking of metaphysics. Many misconceptions and groundlessnesses (! sic! ground and abyss! Cf. below in the text to it!).

  I consider the above formulation as originating from the foundations and laws of the capitalist market and thus as a „wish machine“ (Deleuze) of property. The technical, artistic or literary imagination always already designs absurd machines. On the one hand by wish-driven overestimation of physical possibilities or by logical impossibilities.

It is no longer about a confrontation of man and machine insofar as one tries to facilitate the life of man by all kinds of extensions, prosthetizations or replacements, no, it is rather about the fact that one connects man with the machine and vice versa, in order to create, to program from it, as it is said above, a new species, – in order to see(!) that from now on it will be or should be about a unity: man as machine or even better(!), the machine as man, as new(!) man! According to this, from then on there shall be human machines and humans!

This wishful thinking regards the man and the machine as a kind of purely evolutionary development in steps without taking all the necessary social conditions into the sight(!).

If we consider the productive forces isolated from the social conditions, there is no possibility for us to observe, to describe or even to regulate these wishful machines in connection with all the realities like violence, oppression, enslavement, scarcity of resources and many other relevant connections together in the course of the setting operations.

The societies of humans, animals, plants are simply left out. One corporation is secretly working on military robots, another on high-tech medical machines with nanotechnology, etc., etc. …

I would like to note here, „freedom“ looks different!

I rarely use the word freedom, because freedom as such cannot exist and never will have existed.

There has always been freedom from and dependence on. Even today we are in a certain way in a game of freedom in connection with and within the respective political machine (cf. my BlogPost in German on the DDR – Rechtsstaat oder Unrechtsstaat). 

A thinking without being present with absences! Without present absent (compare my Blogspot-Teaser and my Blogspot-Blog-Footer 2014 ff. to it!).

We want to remain vigilant against scientistic positivism, although I have great respect for the specialists, – except when they (mostly) in the absence of a philosophical culture try to interfere with it (especially with ethics and philosophy).

The interest in machine-like things and even machines themselves (but what does everything mean here already „machine“) I know quite well at myself (from the bicycle over the society mechanisms up to the space capsule and beyond), however I am not ready to put a pure simple thinking (can one call this „thinking“?) , which links mechanical formations with human states or connects them mentally under-complex or tries to put them into one, that I share such a talking shop in any way or would find interesting.

These models of thinking of „intelligence“ (what is that please?) and complexity do not reach by far to what there is to think about – at the subject complex man/machine, machine_human. 

Let’s try a definition of machine.

Freud provides me with some additions in the process! Derrida writes about this in „Freud and the Scene of Writing“. Freud speaks of an economy, of reality, desire, repetition and the compulsion to repeat ( please also see my Youtube videos on „Language and the Unconscious“ ! ).

Freud speaks of unconscious calculation, that is, of an economy of repetition.

As soon as one speaks of calculability and repetition and this is present in something, we are talking about a machine and the reality of a machine!

That which goes or would go beyond the machine is, in its core or essence, an event that is not programmable or an event that does not necessarily have to remain programmable.

And what would a human machine be? Man and machine or man as machine?!

We have, I have defined the machine as the dispositive (the dis-positive, not the positive!!!) of calculation and repetition/reiteration.

If something goes beyond that into the incalculable, into the non-programmed and non-programmable, then it should be able to be called the event of life.

Non-programmable is the other order of something that is not foreseeable(!).

It is!,- but not visible, not recognisable, it is absent, still absent, perhaps absent remaining and present at the same time, present absent as a trace.

Not a trace of the visible! A trace of absent present singular remaining difference of elements related to each other.

A trace is neither visible nor invisible. The enactment is the trace of the trace or the trace of the extinction of the trace. „Thus it can be seen that all the determinations of such a trace – all the names given to it – belong to the metaphysical text that guards the trace and not to the trace itself. There is no trace itself and no essential trace.“ (J. Derrida: Randgänge, p. 86, germ. ed.).

The ‚trace‘, – the being related to each other of differentiated elements!!!

A chain of differencing substitutions. Différance (!) The non-full, the non-simple origin of differences.

Freud’s neurological model of the functioning of the psychic apparatus (!) speaks of the origin of the recollection between the trajectories.

The trace as thought of recollection is not a pure trajectory. It is the intangible and invisible (!) difference between the trajectories and there is no pure trajectory without differences. Life protects itself with the help of reiteration, the trace and! … and the deferral/the procrastination  (différance).

After all these somewhat more difficult passages on the definition or imagination of man and machine, Freud’s evocations reveal talk of an apparatus, a psychic apparatus with recollection,- something like a machine after all!!!???

Memory and its recollection and language and thinking about oneself and the self. The unconscious!

Let us not forget psychoanalysis when we speak of or even think of the human being!

Let us not forget the unconscious! Language and the unconscious (Please read Alenka Zupancic: Why Psychoanalysis? Berlin 2009, esp. „Intervention II: Freedom and Cause“, pp. 31-55, german ed.).

So let us not forget: what we would have to think here would be the event with the machine!

As an unpredictable/unforeseeable event, no seeing can recognise the arrival of a coming.

Also the talk, the extremely (also for me) fascinating chatter and talk about robots, robotics, roboethics, philosophy, science, ethics, scientism, consciousness, artificial intelligence, new species, responsibility, queryology and all the other more or less carelessly used metaphysical terms, – let us never stop thinking about being human, reflecting on it and exchanging ideas in thinking up to the unpredictable/unforeseeable limits of the machine.

 Once again, as a basic prerequisite and foundation for any serious thinking about the subject and its „humanum„(!): Alenka Zupančič: Warum Psychoanalyse? Drei Interventionen, Berlin 2009, german edition, Verlag diaphanes, Zürich-Berlin, 76 Seiten, –   original in English,  Why Psychoanalysis? Three Interventions 2008 (more cf. https://www.journal-psychoanalysis.eu/answers-by-alenka-zupancic/  ).

To be able at some point to bring into the consciousness of the scientists the train of thought that there is an unconscious and that this knowledge of it irritates the philosophy of consciousness, the philosophy of the subject, the philosophy of responsibility and thus tends towards a philosophy of the decentered subject with the intention of creating a consciousness of responsibility with very special caution, Scepticism and careful attention to all the fragility of being human, will never remain for me without hope for improvement, – a hope for science with the most all-embracing prudence, transparency, responsibility and participation in the political and social discourse of our time.

The uniqueness of the human being and of every human being cannot be reduced to machine-like calculation. The Singular is the secret of the human being, of every human being!

The secret clings to such a „transcending“ of something. The secret could be that which seems impossible, even the impossible altogether, – becoming the political, as the experience of an impossible. The impossible is the singular! (cf. Derrida, Politics of Friendship, p. 55 and The Unconditional University, p. 73, germ. ed.)

The political grows out of the experience of the singular because of the secret that is a prerequisite for the experience of the singular, or better still, that adheres to it, remaining as the presence of absence. This is the coming democracy, the democracy that is always just arriving.

„And the secret is not something that I conceal within myself; it is not me.

The secret is not the secret of the idea that one locks up in one’s own head and decides not to tell anyone; it is rather a secret that coexists with the experience of the singular.

The secret cannot be reduced to the public sphere – yet I do not call it private – nor can it be reduced to the public or the political, at the same time this secret underlies that from which the public sphere and the sphere of the political are capable of being, and of being open.“

(( Jacques Derrida: ibid, Remarks on Deconstruction and Pragmatism, – in: Ch. Mouffe (ed.): Deconstruction and Pragmatism. Democracy, Truth and Reason. Vienna 1999 (Passagen Verlag), p. 178f., germ. ed. ))

René Descartes (1595-1650) attributed self-consciousness to humans and declared animals to be machines. René Descartes considered animals – in contrast to humans – to be reductively explainable automata (De homine ,1622). Read my post on animal philosophy on this.

The machine paradigm appears in the history of the early modern era. The thinking and construction of mechanics and the enthusiasm generated by new inventions and the discovery of new physical laws gave rise to talk of the body without a soul and, as a countermovement, of the soul without a body.

While Descartes excluded man from the machine paradigm, La Mettrie also thought of man as composed like or as a machine. 

„Descartes and all the Cartesians, – among whom one counts the Malebranchists, – have made the same mistake. They have assumed two precisely distinguishable substances in man, as if they had seen such and counted them correctly.“ (La Mettrie: Man a Machine. Leiden 1747, p. 17, germ. ed.)

Note also here the index words of the argument: see and count!  „Seen“ and „counted“ !

The concept is determined by the growing heuristic significance of descriptive-empirical thinking, which was only really set in motion(!) by mechanics.

Only the thinking of the quantum theorists made the thinking of an empiricism (with in each case what presuppositions and conceivable and inconceivable(?!) consequences!?) without self-reflection a perceivable dangerous enterprise (just think of the responsible(!!!) and so terribly misguided nuclear physicists, military leaders and politicians).

„The mind’s thinking invents and makes. Its precepts can be carried out and multiply making by endless repetition. A world constitution is created in which a few minds construct the machines, create, as it were, a second world, in which the masses then serve as the function of execution.

The other thinking, the thinking of reason, does not make possible execution according to instructions in masses, but requires everyone to think as himself, to think originally.“  (Karl Jaspers: The Atomic Bomb and the Future of Man. Munich 1982)

The urban theorist and sociologist Lewis Mumford describes in his major work „Myth of the Machine. Culture, Technology and Power.“ (1967 Engl. edition, Germ. V. 1974) the emergence and history of Western civilisation as a technocratic culture organised as a global mega-machine.

The thinking of the machine and the thinking of man (or „only“ animals!) as a machine and the thinking of society as a machine already takes a centuries-long path. The way a society of humans deals with animals shows a way of dealing with them as if they were machines to be crammed into garages.

Without empathy. Cruel.

And, we want to remind you of this once again and take it as a warning to us and all of our behaviour towards each other, not that it is not already more than bad enough what we do to the animals, no, let us think with Hans Wollschläger about the animals and the people and the „Potential Mengele“! „Animals look at you“,  (in German Original: „TIERE SEHEN DICH AN“ oder Das Potential Mengele. 1987)  is the title of his writing and means the mass killings, the slaughters and the keeping of animals in general, the togetherness! The non-togetherness!

The war of the species!  (Cf. my/our posting on animal philosophy here in my/our blog).

Devastating(!).

And the Holocaust.

Let us never forget that with all the reasons and justifications that led to it.

Well, the limit of the human being in relation to the animal and in relation to the machine. What is the limit to the robot, the new species proclaimed by some scientists, empiricists, technicians.

Jacques Derrida’s „grammatology“ cannot be a science of man „because from the very beginning it poses the question, fundamental to it, of the name of man“ (J. D.: Grammatology, 1974, p. 148, germ. ed.).

 Compare also my teaser to the blogspot-Blog 2014 ff. on this!

Grammatology poses this question by placing man as a unit under suspicion and bringing the concept(!) of différance into play.

Grammatology poses this question by placing man as a unity under suspicion and bringing into play(!) the concept (which cannot be a concept in the conventional sense!, – cf. my post on deconstruction „What is deconstruction“ as well as my teaser and blog footer on it) of différance.

And since grammatology thinks graphy (cf. my dissertation „Grammato t e c h n e als G r a m m a t o logie der ‚Herzgewächse` oder von der Inkommunikabilität, Salzburg 1986) and since it thereby thinks the name of man, it is compelled to refer the elaboration of the concept of „différance“ to the palaeoanthropology of Leroi-Gourhan.   

And this means reading the unity of the human being as a stage or articulation in the history of life as the history of the „gramma“ and thus of the concept of the programme (cf. m. Posts on „Postanthropocene“ and on „Religion and Society“ in 3 parts from April 2017 or the English version „The Religious Deconstruction Religion and Society“ from January 2021, link: https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2021/01/the-religious-deconstruction-religion.html   

as well as teaser and footer Blogspot-Blog 2014 ff.).

„Undoubtedly, this term is to be understood entirely in the sense of cybernetics, which can only be understood through a history of the possibilities of the trace as the unity of a double movement of protention and retention.

This movement far exceeds the possibilities of >intentional consciousness<, which is itself an emergence that makes the gramma emerge as such (that is, corresponding to a new structure of non-presence) and undoubtedly makes the emergence of writing systems in the narrower sense possible in the first place.“ (J. Derrida: Grammatology 1974, p. 149, germ. ed.)

This means that intentional consciousness and its origins as possibilities predate the emergence of man. The différance is based on the concept of the ProGram as the history of life, i.e. as the general history of the gramma, and because this is older than human graphy in particular, the différance denies the opposition animal/human and the opposition nature/culture.

The history of the gramma is at the same time the history of electronic data processing, reading machines, seeing machines, sensor technology, robotics, and others.

The gramma structures all levels of life as well as the continuation of life by other means: „from gene writing … to the overcoming of alphabetic writing assigned to logos and assigned to a particular homo sapiens“ (J. D. p.149ff.).

And starting from processes of „liberation of recollection/memory“ , which Leroi-Gourhan describes (cf. Bernard Stiegler: Technik und Zeit. Zürich-Berlin 2009, p. 184, germ. ed.) and thus „an exteriorisation of the trace, which has always begun and is constantly increasing, which expands the différance and the possibilities of storage from the elementary programmes of so-called >instinctive< behaviour to the production of electronic data processing and reading machines“. (J. D., p. 149ff.)

The history of man is the history of gramma (including electronic data processing), a history of technology. The invention of man is technology. The inventing as well as the invented technology.

The traditional thinking of technology from Plato to today has thus been shut down.

The “ consciousness “ is to be considered as a stage of différance!  It is the transition from the genetic to the non-genetic. (André Leroi-Gourhan: Hand and Word. Frf. 1988, p. 275 u. 285, german edition)

The cultural codes, like the genetic codes, are „behavioural >programmes<; like them, they give form, order and direction to life.“ (Paul Ricœur: Time and Narrative. Vol.1, Munich 1988, p. 96, german ed.)

How to think: such a detachment!  Such a transition from one interval to another with a complete reorganisation of the code system!

The unthinkable question!!!

„… the unthinkable question of an absolute past, of an incomprehensible present that can only be an infinite abyss“, a collapse, says Ricœur.

The first man who has been dead >>or rather thought to be dead<< is that of the first present, the first transient ecstasy of the past, the present and the future: a past that has never been present gives a present that is not connected to any past present.

We will find this abysmal question as a paradox of exteriorisation in Leroi-Gourhan. (B. Stiegler: Technology and Time, p. 186, germ. ed.)

Time has existed since life existed.

„… the trace is the différance that opens appearance and meaning as the articulation of the living in the non-living par excellence, as the origin of all reiteration/repetition“.  (J. Derrida: Grammatology. p. 114)

It is about the question of the temporality of life. It is about the past, which I have not experienced and yet which is my past and through which I receive something transmitted. A kind of inheritance structure.  I inherit a fate, so to speak.

For example, the fate of storing an organ defect in my gene script.

The origin always remains obscured to me. But it is transmitted to me. In the history of the living, the phenomena of life singularise in me as my existence.

Not necessarily a deterministic programme of the biological, but rather a programme that is influenced or can be influenced from outside and afterwards, a kind of tradition, a traditioning of so-called epigeneses, a storage of what has happened and what the past has given me.

History. Recollection. Memory. Consciousness. Unconscious. Dreams. Reworking potentials. Filters for my present. Also influenceable, conceivably influenceable by me and my life’s progress (partly fatefully unpredictable/uncalculable). 

By no means everything is articulated or articulable.

Epiphylogenesis transmits its identity to the human individual. The physical structure, the gait/way of walking, the tone of voice, the dialect, the gestures in part.

In any case, we hold on to Leroi-Gourhan’s statement, man invents himself in technology by inventing the tool.

The tool is invented and thus, more or less simultaneously, man invents himself and man invents the tool, always back and forth.

I have often spoken in my blog about „adapting the body to its use“!

We do this constantly in our human history. Think of the use of weapons invented to preserve life and power. Or sport. We adapt the body – to use!

Medicine and its manufactured machine parts (e.g. a knee joint, a new heart, the whole implantation complex, the pharmaceutical industry, etc.) help us to live and survive.  All these machines are for health, we say. The preservation of the species, perhaps. So we think. Species destruction, perhaps.

And most certainly, our life process today is causing the species extinction of other organisms many times over.

Robots with consciousness! A new species. That is what was said at the beginning of these lines. This species as a new break in the movement of life, a gramma. Androids!

Androids as a further evolution of the living, the half-living? How do we want to name and question this. Androids are human-like without being human. What would that mean? Without human fragility, without human sensitivity, without dreams, without the unconscious, without the past and thus without the present and the presentness.

Wouldn’t the android be a merely(!?) very well programmed calculator. A knower!? Consciousness knows past, present and future. Time.

Consciousness lives from the unconscious and vice versa. Language lists including any situation-calculated combination ability for linguistic interactions are still far from speaking and thinking towards the concrete you, starting from an I with feeling and creative mind potential including awareness of the past, – also a past that will always have arisen in the second after each second of partially realised present and presence including absence effects.

Our overtaxable and often, actually always overtaxed sensory perceptualism with exclusion filter functions for the protection of the brain and its survivability together with the associated sleep phases for reworking the recollection content and the memory household.

Human interaction and communication is very very complex and fascinating. Mechanical engineering and specifically robotics, robotics, information technology, kinetics, etc. are too.

But honestly! Are we still in the 16th, 17th, 18th century of Descartes or LaMettrie with this thinking, – animals, humans even, are machines!!!?

Are we still living techno-philosophically in the thinking of the machine paradigm!!!? (La Mettrie: Man a Machine. Leiden 1747, p. 17, germ. ed.)

Let us not forget psychoanalysis, and by no means psychoanalysis!

Let us not forget the Other! 

Let us not forget the unforeseeable, the incalculable, the coming!

The always-arriving future in the present!

„The forgetting of psychoanalysis does not necessarily take place outside psychoanalysis or its institutional space. It can happen right in the heart of psychoanalysis.

So when I say, >> Will we / would we like to forget psychoanalysis?<<, this we is not without including some psychoanalysts.“  (Jacques Derrida: Let us not forget – psychoanalysis!  (Suhrkamp), Frankfurt 1998, p. 7, germ. ed.)

And now, towards the forerunning/preliminary end, letting the cyborg logicians have their say.

The typewriter as an invention for the blind to make mechanical writing accessible to them. A prosthesis that greatly changed communication. Everyone eventually had to learn how to use this writing prosthesis without looking at the keyboard. So to speak, an experience of blindness was useful in order to be able to use the accelerating prosthesis.

Every invention challenges our bodies. We adapt them to use.

With the help of a technological supplement, our living organs are changed, very often reinforced or improved. A prosthesis for long distance hearing is the telephone. Television is a prosthesis of the eye and the ears. Likewise, the radio, the bicycle, the automobile, the habitation and many other inventions as interventions of our lives.

La Mettrie’s man-machine (or Descartes‘ animal-machine) are based on the idea of a biological body, which is a complex but mechanical system of corresponding interactions for actions of all kinds.

Albertus Magnus‘ Automaton dreams up a mechanistic model as an equivalent substitute for a human agent, the so-called robot. The 17th and 18th centuries declared man to be a machine, the 19th and 20th centuries speculated and experimented with machines that would know how to behave like humans.

The 21st century talks about a new species with consciousness and free(!) will including decision-making abilities and speaks of culpability, judgement and roboethics.

This creates the image of a threatening living machine. A machine that desires consciousness (cf. Fritz Lang’s Metropolis ) anticipates the cyborg portrayed by Schwarzenegger in Terminator.

The robot as a place of negotiation between the human body and the machine. On the one hand, as a prosthesis for a body part to enhance an ability, and on the other hand, the machine as an organism that uses workers in industry as organs for the production of something.

The cyborg is the prosthetic embodiment taken to the extreme. It is no longer a mechanical system whose organs would have to correspond with each other, but a communicating biological-technological open system, a quasi-living being that is connected to hypertextual networks, acts partly sensorially-visually (Virilio’s vision machine!) and results in a kind of independently(!?) thinking (!?) prosthesis.

A new species(!??!), – as some engineers, cyberneticists and information and communication scientists postulate with great passion (cf. on this the historian of science, women’s researcher and feminist Donna Haraway: The Reinvention of Nature. Primates, Cyborgs and Women. Frankfurt am Main 1995).

The Cyborg as Writing Format. A hypertext-controlled machine with a biotechnologically manufactured body and, within certain (in my opinion narrow) limits of what can be said(!), a communicative buddy of a possible future that is perhaps just arriving.

But beware!

Cybernetic technologies are not neutral or particularly human-friendly.

In truth, they are always about the preservation or expansion of socio-economic structures, almost always about economic imperialism. 

In Donna Haraway’s words, cybertechnologies are the result of power structures, but at the same time represent sites of resistance, invention and intervention, a space of reinvention of nature, perhaps also of politics and society as a world community.

Or, with many other critical voices (Josef Weizenbaum, Erwin Chargaff, Peter Singer, Jeremy Rifkin, Barbara Duden, Hartmut Böhme, Renate Genth, Claudia v. Werlhof, Günther Anders, Gerburg Treusch-Dieter, and others) formulated as a warning:

In the interaction of genetic engineering and biosciences, the information sciences and robotics as cybertechnologies, a human-machine monster has just emerged and is emerging, a transformation configuration that attempts to transform the living into the machine or machine-compatible in order to get it under control and power of disposal as „one’s own creation“ – a power over life and death, a power over the consciousness and unconscious of the individual and society.

Robot people, cyborg human machines?! A new species!?! The Supermankind!!!  ( see my essay Nietzsche’s Shadow Walker from „The Green F Abyss“ No. 5/6, 1989/90, p.11-17, in german only  ).

Are we in a rupture phase as described above the transition from inanimate to animate? Are we just in such a „fold/inflection/pli„, in such an interval of just-not-yet-quite-but-yet-almost-quite?!

Are we again facing an inscription of the animate into the inanimate, of the animate into the inanimate and vice versa?!  The new (and perhaps sole !) species of the post-anthropocene!?

Is it conceivable/thinkable!?  The order of plants, animals, humans, machine humans!!!

Reversing the order of questions, no longer considering the name crypt to be a metaphor in the common sense, this will perhaps mean moving from psychoanalysis and in it from a new cryptology to an anasemic radical semantic change that psychoanalysis has introduced into language (Nicolas Abraham/Maria Torok: „L’écorce et le noyau“. Paris 1978.).

A new ethics in the history of consciousness?!  What ethics? What ethos? What responsibility?

We need laws to make the cyborg at home in a human world, to let it live under human rights conditions and to prevent it from living among us under „inhuman“(!) conditions with all conceivable and unthinkable (cf. science fiction on this) crime situations/misbehaviour in its luggage.

In antiquity, it was above all Epicurus who strictly separated human action from divine principles and created a purely materialistic system of ethics. On the basis that the pleasure(!) of the individual was both the origin (!, cf. Freud!) and the path and goal of everything worthwhile, he came to the conclusion that ultimately all actions, even ethical ones, were committed for the sake of personal advantage.

However, the pursuit of pleasure in ethics does not necessarily lead to antisocial behaviour, for it is „not possible to live pleasurably without living rationally, beautifully and justly“ ( Epicurus: Von der Überwindung der Furcht, ed. by O. Gigon, Zurich 1983, S.59, germ. ed. ).

However, since in practice one cannot be sure that this wisdom will reach every individual, according to Epicurus, it is advisable to always conclude contracts in public life. The basis of such contracts is the ethical maxim „neither to harm one another nor to allow oneself to be harmed“ (Epicurus, ibid., p. 64).

There must therefore also be access to reality for cyborgs. Consciousness is not free-floating and independent of reality and perceptual abilities.

According to Freud, the principle of reality is „one of the two principles that dominate psychic processes. It forms a pair with the principle of pleasure, which it modifies. To the extent that it succeeds in asserting itself as a regulatory principle, the search for satisfaction no longer proceeds along the shortest paths, but takes detours and postpones its outcome because of conditions imposed by the external world.

… from the dynamic point of view, psychoanalysis tries to base the intervention of the principle of reality on a certain kind of drive energy that is specifically at the service of the ego (see: ego drives (or instincts)).“ (J. Laplanche, J.-B. Pontalis: The Vocabulary of Psychoanalysis. Frankfurt am Main (Suhrkamp Tb) 1982, Second Volume, p. 427, germ. ed.).

Species, consciousness and ethics, human rights, contracts, man and society, desire and reality, – also and especially from a legal point of view no easy-to-handle terms and comprehensibilities in association with a proclaimed new species.

And towards the provisional end as guilt and gift: responsibility!

Deconstruction has an ethical component, perhaps even a purposefulness (without wanting or being able to be method or critique), a purposefulness towards responsibility for the other!

Deconstruction could be a certain destabilisation in things, in the conditions of something. Every progress needs destabilisation of existing solidifications, first in real existing relations of power forces, accompanied by a destabilisation in the hitherto used supposedly firmly defined concepts, and again accompanied by a shift in the concepts, relations through inscriptions and thus accompanying rewritings of political evaluations and, as a consequence, transformations of real power relations, structures and power differences.

Deconstruction maintains a relationship to the Other. In the relationship to the Other, responsibility arises and the attempt as a temptation of justice.

Lévinas defines the encounter with the other person (face à face) from face to face as the moment in which responsibility can arise under the presupposition that the other is always allowed to be different and wants to be recognised as such an other. In other words, also recognised in its otherness!

The encounter with the Other makes me responsible! Responsible for the singularity of the Other. For the unpredictability of the Other in otherness.

This is what I try to do in my responsible philosophical practice of thinking and acting. I try to take the other as the other is and I try to recognise, to see(!) what the other is or what it can say to me (could say to my otherness).

The deconstructive state of thinking makes me different and an Other. Maybe I encounter the Other more „really“, maybe that means more honestly, maybe more ethically(!). I am trying.

This respective Other could also be a cyborg! ?

Perhaps every human being has a piece of cyborgism in/on him/herself as the other.

What would that be? Perhaps a piece of relative irresponsibility? Threateningness? Fearfulness? Situational and contextual strangeness? For the time being! Or at all?!

Depending on the displacement activity as deconstruction of inscription.

Deconstructions are the movements of what Derrida calls the „de-appropriation“.

But one is mistaken if one thinks one has appropriated something like deconstruction in the singular.

One would have appropriated something like the deconstructions (in the plural) when a system, an individual, an institution is changed or not by what it thinks it appropriates or has appropriated. Inscriptions change and are changed.

This is perhaps also the aversion to deconstruction of so many who (entered or) step into the picture as opponents of deconstruction. Deconstruction is not a seeing machine!

Notice!

The transformation of „consciousness“ is too little!

Guilt and gift ?!   Responsibility! 

Deconstruction enables the relationship to the Other and the relationship to the Other enables (perhaps) deconstruction. Différance as a game of freedom and liberation. 

Becoming time of space and becoming space of time and being different, being recognisable, not being identical! Only the one who is not the same as all the others is recognisable as one, as aAnother! 

Otherness of the dissimilar logically requires that between the distinguishable units or elements, interval, distance, spatialisation arise in persistent repetition (Derrida, Randgänge, p. 33, germ. ed.). Other, Other, aOther, …

Time has had existence ever since life has existed.

But Derrida also writes in Grammatology on page 114 (germ.ed.) that „the trace is the différance that opens appearance and meaning as the articulation of the living in the non-living par excellence, as the origin of all reiteration/repetition“.  Absolute past, incomprehensible present and an infinite abyss.

A past that has never been present generates a present that is not connected to any past present.

The concept of différance (which can never be entirely a concept, not a concept of all or nothing) and the rupture in différance is an attempt and a temptation to ‚grasp‘ this transition. 

The meaning of death lies within and outside the economy of life in general. Life, after the rupture, is the economy of death. Logically. Life is thus inscription into death! Inscription into the non-living.  The most exciting question here. The brain.

Everything that happens in the human body is just as mechanical as what happens in a clock, Leibniz wrote. Today, a somewhat less naïve comparison is used, that with the cybernetic calculating machine. The comparison of the brain with the computer, however, is no less naïve.  Why?

The so-called „cerebral machine“ has two internal systems. On the one hand, the coding of the connections by a neuron network, on the other hand, the coding by patterns of electrical impulses and chemical signals.

And the human brain can autonomously develop strategies for action. Our brain reacts to the outside and anticipates future event-creating possibilities and creates its own programmes.

It is made for „self-organisation“ and thus developed for thinking, if thinking means: to grasp/conceptualise, to open up new spaces, to be able to open up; to think could mean to grasp a geography without a map. Knowledge is not thinking! We know a lot, but we don’t think very well today.

Thinking also exists in other mammals. For example, when animals develop and adapt hunting strategies or know how to vary them.

Our brain can produce ideas independently of the visible outside world and use them strategically for our own survival.  Our brain obviously(!) does not correspond to any conventional and conceivable(!) kind of machine imagination.

The imprinting by the physical and socio-cultural world remains for years, some even for a lifetime.

Each generation experiences this process anew. The ever-repeated learning process is therefore subject to a time limit.

The essential elements of the brain structure, which provide for the unity of the human being and are subject to the power of the genes, also signify an „inner representation“ of the world.

It has evolved over the course of generations through the evolution of the genome of its ancestors!  (cf. Jean-Pierre Changeux: The Neuronal Man, p. 348, germ. ed.).

You notice the significant differences to the so-called „artificial intelligence“ of robots and cyborgs! ?

Consequently, the human brain harbours or generates at least three forms of an internal representation of the world, whose emergence and lifespan span time spans from a tenth of a second to several hundred million years.

Each of these modes of representation expands the „field“ of the represented world.

The ability to produce impermanent representations „opens“ the brain organisation to the social and cultural environment.

In contrast, a genetically completely determined brain would probably not have survived for lack of successful adaptability to world conditions and world changes.

These changing „new worlds“ of impermanent representations of world in the brain then continue to develop on their own, albeit according to rules that are linked to the capacity of the brain structure (J.-P. Changeux, ibid.,).

The idea of spontaneous multiplication through recombination of neuron complexes, followed by selection through resonance, is captivating.

More of this in my Philosophical Practice as Grammatological Philosophical Practice!

Finally, here are a few rounding tactical thrusts concerning our lives (perhaps also as survival!).

Our world. Our brain. Our life. Our environment.

The capitalist mode of production and consumption!!!

The production and consumption model in the capitalist Metropolises!!!

Is it in any way related to freedom of speech, press or assembly, i.e. the freedoms that relate to the right to participate in political life and to shape public policy?!

Does economic freedom satisfy basic needs that could be the prerequisite for being able to participate in cultural and political developments?  Also an important criteriology for being a human being as a political being – as a political being who can think freely!

Milton Friedman is not a follower of John Dewey’s democratic ideals. He wants freedom of choice and by that he means the freedom to do the buying, i.e. to spend money (he only means those who have some!).

Friedman speaks of freedom beyond state control, i.e. of an „economic landscape“ in which only and really only private forces (should) call the shots.

Freedom as economy and life beyond state and thus social (even communal!) control!

Freedom as the freedom to want to buy better clothes, food! Consumption!  ?

Freedom to demand as much money for public schools and universities as the so-called „market“ allows.    That is, to the maximum!

Profit maximisation everywhere! Whether school. Whether prison. Whether choice of profession. Whether sperm bank.

The choice is free because it is only, almost only, a matter of money, a question of money as a matter of money management.

The others – those who have no money or too little for housing, education, food – are of no interest from this point of view.

And!, – the freedom of shopping(!) also includes the possibility to buy and sell other people’s livelihood!!!

Also and especially the livelihood(!) of the new species(!) robotic human machine Cyborg.

That means the capital markets are in command. Wall Street.

They alone then decide whether a company is to be continued, where it should be able to develop or whether it should be allowed to go under and be summarily locked up!

Keyword: Rust Belt! Reagan. Thatcher. Bush. Industrial policy no longer exists. Trade unions have to be toothless, if at all. No voice any more. Consumers? Of no interest. Environment! A lie of the left! See Trump, Bannon etc.

The investment banks like Goldman Sachs call the shots. Criticism of this is unwelcome. Many are of this opinion. They advocate freedom of shopping!

Keynes theories need to be reanimated. The leading role of the democratic state and higher public spending financed by a different tax policy (far higher taxation of wealth, machine tax, financial transaction taxes, Yanis Varoufakis‚ „general basic dividend“, cf. Der Standard Sat./Sun., 4/5 March 2017, „Machines, robots and other taxpayers“, in: Der Standard „Commentary of the others“, p. 39 etc., in german) to increase distributive justice on a global scale, – as a result increased opportunities for participation in the political process for as many/all as possible and perhaps still the chance to preserve and protect the life of the still existing species,- also and especially for the benefit of all of us!!!!

We humans also depend on the life of the many insect species. According to a new study, 80% of all insects have been wiped out in the last 20 years!!!!!

Does that make it easier to think of a new species that probably wouldn’t care!!!?

I would like to thank my guests for their inspiring and hopeful reflections, trains of thought and creations of thought – sometimes and always on the edge of the abyss.

No reason without an abyss!?   Philosophical practice as a construction site with building blocks, ruins, gravel, scrap and techné and as a free experimental laboratory for walks of thought in thought buildings and ruins, also of an archaeological nature.

And: As always, we have too little time!

Every sentence has too little time. Every sentence displaces by jumping. It displaces many other possible and necessary (!) sentences (for more see my Youtube video on „The Sentence“).

Every sentence, every word, every code has its being and its monstrousness in incommunicability!

Every sentence greets a ghost. Every sentence is a ghost.

Every sentence in every setting and every session (even the one in a PP/philosophical practice).

I should always be able to state all the psychoanalytic, economic, political and juridical implications of what is said/set above.

I refer all readers to my/our publications on the net and to the publications on paper.

Can our brain keep up with this speed of destruction and develop sufficient counter-strategies in time? Or are we entering the post-anthropocene?! The cyborgs probably don’t care. I do! (cf. m. Posting „Anthropocene, Postanthropocene“ here in this weblog) 

Post scriptum/after the bound/Nachsatz:

The tasks of a future democracy/a democracy on the rise/a permanent advent/arrival of democracy/a democracy in the arrival ( Jacques Derrida ), to think the subject as „planetary“ (cf. G. Ch. Spivak, see teaser, –  the teaser from my blog; note: the teaser is only visible in the web-version!), – especially concerning the great challenges of politics in the 21st century: Utopia (?!) of reflexive solidarity (Spivak),

borders of a planet (John Bellamy Foster et al. (Ed.): The Ecological Rift: Capitalism’s War on the Earth, 2011),  deconstructive politics as an ideological-critical reading of the imperial archive, geopolitics, geopolitical involvement, geopolitical interest driven policy and/as value policy, power, morals and human rights, analysis of power, gender and governmentality, teletechnology, cyborg technology, political bodies, complexities of rule, citizenship, parliamentarianism, peace policy, institution building and institution maintenance, economically correct and fair redistribution of social wealth, proper management  of Migration (Flüchtlinge, Refugees),   …

proper handling of migration (refugees), migration and capitalism, Postkolonialismus,  neocolonialism, postcolonialism, Kolonialisierung auf allen Ebenen, Kolonialismus, Rassismus, Faschismus, Neo – Kolonialismus, Ökonomismus, Imperialismus,

Ökonomischer Imperialismus (angeleitet durch die Neue Institutionenökonomik, die Transaktionskostenökonomik und die Prinzipal-Agent-Theorie; im Gefolge des New Public Management treten an die Stelle von Handeln nach Maßgabe professioneller Ethiken Kontraktmanagement mit Zielvereinbarungen und anstelle  einer Berufsethik Qualitätsmanagement und Benchmarking samt Controlling und Leistungsrechnung mit all ihren Schattenseiten und ungeplanten Nebenwirkungen, – vgl. Richard Münch: Globale Eliten, lokale Autoritäten, Frf. 2009, Suhrkamp, S. 18 vv.ff.),

 the world as environment and its destruction, manmade environmental disasters, shipping, esp. container shipping, pollution of oceans, pollution of soil, greenhouse gases, temperature rise, shortage of resources, prosperity gap,

population density, urban development ( e.g. „Gängeviertel“ in Hamburg, the initiative „Komm in die Gänge“ stands for discourse and practice of a different (!) form of urban development and is an example and symbol that gives hope against gentrification and the destruction of old buildings ),

urban development towards a green city, urban philosophy, reddening of the city, city of dreams, madness and society, madness and city, city and sexuality, desire and city, city as text, city and writing, city as writing, the city and the divided I, the city and the power, the city and the political, the city as a mechanism of discipline, the city as a social testing lab, the city and the philosophical practice with many practices, the world as a city and the other, water wars, religious wars, climate change, climate consequences, global warming, nuclear relicts, climate wars, climate catastrophes, civil wars, „ethnic cleansing“ (!), genocide, violent conflicts, social questions, ecological questions, planetary principle, tradition history, the question of a global government (!?), social catastrophes, terrorism, natural disasters, migration, unstable states, poverty, wealth, corruption, media policy and presence-ideologies, war and non-war, world order and biopolicy, bioengineering, robotics, bio-inspired robotics, Robotertechnologien, weapon development, arms delivery, violent and oppressive power politics, religious fanaticism, party political fanaticism, terrorism, biodiversity, standardization, factory farming, animal factories, animal consumption, „meat production“!, animal rights, animal philosophy,

„animal turn“ (vgl. Anne Peters, Tier-Recht im Zeitalter des Menschen, – in: Renn/Scherer (Hg.), Das Anthropozän. Zum Stand der Dinge. Berlin 2015, S. 67ff.),

ethical norms, euthanasia, terminal care, aging, health and sports, sports and age, ethics and medicine, cyber war, cyber crime, technology and space, political demarcation, deterritorialization, tourism, mass media, mass mediality, neoliberalization of the subjects, power,

truth and passion (vgl.: Gabriele Michalitsch: Die neoliberale Domestizierung des Subjekts. Von den Leidenschaften zum Kalkül. Campus Verlag, Frankf. a. M. 2006, bes. S. 29ff. und S. 101ff.),

sex labour, difference and the shaping of the social ( Antke Engel: Bilder von Sexualität und Ökonomie. Queere kulturelle Politiken im Neoliberalismus. Bielefeld 2009, S. 138ff. ),

automobility, digitalia and upbringing, education, unemployment, debt crisis, failing of democratization, neglect of the common good,

production and consumption (David Harvey), globalized consumption, market fanaticism, power of the market, democratization of the market, power of the globally operating financial markets, education, social policy, urban policy, policy of affordable housing, youth unemployment, social inequality, exclusion, individuality, sovereignty, liberalism, egalitarianism, limits of growth, mobility, traffic and communication, ecology, freedom, justice, interests of corporate groups, turbo-capitalism, global tax culture, international tax evasion, tax fraud, Drogierungsverhalten, drug laws, drug culture,

the own and the foreign, fascism, antisemitism, racism, sexism, human trafficking,

modern slavery (cf.: Kevin Bales, dt. Üs: „Die neue Sklaverei“, engl. V.: K. B., „Disposable People. New Slavery in the Global Economy“ und Hanns Wienold ),

„Neger, Rasse, Rassen-Subjekt, Rassismus, Schwarze Vernunft, Versklavung, Sklaverei, Massenversklavung in der Geschichte gestern heute morgen, das Rassensubjekt/Negro, race, racial subject, racism, black reason, enslavement, slavery, mass slavery in history, yesterday – today – tomorrow, the racial subject“

 ((cf.: Achille Mbembe: Critique de la raison nègre. Paris 2013 ( Orig. fr. ). Achille Mbembe: Critique of Black Reason. Duke University Press Books 2017 (transl., Laurent Dubois). Achille Mbembe: Kritik der schwarzen Vernunft. Berlin, Suhrkamp, 2014 (ÜS aus d. Franz., Michael  Bischoff). )),

arms trade, private purchase of weapons, possession of weapons, increase in complexity, knowledge generation, urbanization and population growth, democracy deficit, sustainability crisis, green energy, energy regime, energy crisis, legitimization crisis, territoriality, agricultural policy, fishing policy, famine (cf. Jean Ziegler),

famine and capitalism, „the right to food“

(( human right, UN-social covenant, Article 11 (1) and (2); human dignity ( primary normative principle of human rights, ethical principle, „dignitas“ (Cicero), the „idea of the good“ (Plato), fundamental „equal worth of all human beings“ (Kant), protection of the human dignity in Article 2 of the Treaty on European Union )),

need of land, land grabbing, land robbery, justice, human rights, decolonization of thinking, policy of displacement, solidarity across class, race, and national boundaries (Mohanty, passim),

just policy as a policy of strengthening the weak

(( zum planetarischen Subjekt cf. Gayatri Chakravorty Spivak: Imperative zur Neuerfindung des Planeten – Imperatives to Re-Imagine the Planet (hg. v. Willi Goetschel engl./dt.). Wien 2013, 2. Aufl., Passagen Verlag, S. 49vv.ff.

and Charles Taylor: Multiculturalism and the „Politics of Recognition“. Princeton 1994, p. 28 ))

And towards the end, more reading for those who want to delve deeper into the practice(!) of deconstruction and world events.

I have found three essay texts from our journal for culture and politics and grammatology „Die Grüne F Abyss“ (1989ff.), which we published in the 1990s, in our Viennese archive and I am happy to make the convolute available in photographed form.

Again and again I receive enquiries about this. I am now meeting the friendly demand for these still very lively texts.

I think they can be studied and read quite well in this form and, if desired, also quoted. As far as I know, 14 numbers of our publication are archived in the Literaturhaus Wien and copies are made available or sent to interested readers on request.

Essay texts (in German) from:  Die Grüne F Abyss Nr. 3: Zum ökonomilitärischen Komplex „Psa – Gentechnologie – neuronale Hirnforschung auf dem Weg zur „Spur“ oder was die Gentechnik(er) so gefährlich macht von Domenica Sontag, Die Grüne F Abyss Nr. 3, October 1989, p. 38ff (ed. by Gerhard Kaucic u. Anna Lydia Huber, graphics by Sepp Winter (St. Johann im Pongau)

F Abyss No. 4: „Computer Sprache Übersetzen oder Fragmente zu einer Theorie der ÜS by Gerhard Kaucic, in Die Grüne F Abyss No.4, November 1989, pp. 36 – 41 (Essay in German). 

F Abyss No. 5/6: „Nietzsche Schattenwanderer oder Unlesbarkeit dieser Welt“ by Gerhard Kaučić, in: The Green F Abyss No. 5/6 Dec. ’89 / Jan. ’90, pp. 11 – 17 (Essay in German ).

Attention! Text-Pictures better readable: cf.: https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2021/02/the-machine-man-cyborgs-deconstruction.html?m=1

 Attention! Text-Pictures better readable: cf.: https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2021/02/the-machine-man-cyborgs-deconstruction.html?m=1

Please refer to Jacques Lacan.

Desire works towards an outside. And desire needs as constant food this outside. To be read by Alenka Zupancic in „Why Psychoanalysis?“

And in Monique David-Ménard (2009) in „Deleuze and Psychoanalysis.“ Especially the chapter „Does a Conceptual Invention Bring the Infinite into Play? >>Finishing the Judgment<< (1993),“ pp. 132ff. 

Every sentence greets a ghost. Every sentence is a ghost.

Every sentence in every setting and every session (also the one in a PP/philosophical practice).

The Machine    The Man   

 Robots     Androids    Cyborgs as subject    Deconstruction 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2021/02/the-machine-man-cyborgs-deconstruction.html

 Best regards!

Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber

PP Wien/Vienna/Austria/Europe   

Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax Vienna (established 1989) & Anna Lydia Huber, MSc, associate in the grammatological philosophical Practice since 2009 in Vienna and beyond

Adventure Philosophy! JEDES JAHR EIN JUBILÄUM / JEDES JAHR BEWUSST LEBEN …………… Abenteuer Philosophie ……. Abenteuer Leben !!!

……………………………………… Grammatologische Praxis, Philosophische Praxis, Philosophie, was ist Philosophie?, das Verstehen, das Begehren, Verknotung, Knoten von Leben und Schrift u. von Leben als Schrift, Semiologie wird zur Grammatologie, Philosophie als Wissenschaft, differ/a/nce, Sokratismus als Verdummung, Theoria als höchste Form der Praxis. ………………………………………………. 

 Die Schrift (vgl. Teaser), die Sprache, der Satz, das Wort. Jeder Satz ist ein Sprung! 

Persönliche Geschichte und Allgemeingeschichte; Sprache Bewußtsein Unbewußtes; was hat das mit der Allgemeingeschichte, der Erfahrung, der Phänomenologie (z. B. die von Merleau-Ponty), dem Begehren (z.B. Freud, z.B. Lacan, z. B. Melanie Klein), der Bearbeitung, der Wirklichkeit, der „psychischen Realität“ (Freud) zu tun (?!) ……………………………………………………..


……………………………………………………………………….. Gastfreundschaft Philosophische Praxis ……………………………………………………………………. ich versuche darzulegen, warum ich Anfragen nach Vorträgen, Seminaren oder Diskussionen permanent und beharrlich (fast) verneinend beantworte; meine grammatologische philosophische Praxis bedingt Dekonstruktion. ………………………………………………………………………………………………………………………………………… Und diese bedingt Rücksichtslosigkeit und Unabhängigkeit und höchste Aufmerksamkeit ! …………………………………………………………………………………………………………………………………………………..Zu einem Menschen, dem man zuhören können möchte und dessen Worte man wahrnehmen können möchte, in aller Offenheit, zu einem solchen Menschen sollte man eine Liebe, eine Leidenschaft, wenigstens aber eine Zuneigung entwickeln wollen und können. 

Dabei sollte der Körper nicht nur nicht ignoriert werden, sondern offenen Blickes wahr und für wert genommen werden, – in aller Gebrechlichkeit, Fragilität und Verletzlichkeit ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..Körper bedeutet auch Stimme, Farbe der Stimme, Tonfall, Rhythmus, Tempo, Gestus, Bewegung, Gesicht, Augen, Blicke, Ausdruck etc. ……………………………………………………. der Körper ist etwas Schönes, – …………… ……………………………………………………. 

 (die Kunst zeigt uns den Körper, traditionelle Stammeskulturen in Afrika, Australien und Amerika ebenfalls; man hat Lust am Körper als Text und “beschreibt” ihn auch oftmals mittels Tattoos), ……………………………………………………., – heute 

und in früheren Kulturen. …………………………………………………….

Der Körper ist die Grundlage für jede Strukturalität gelingender intellektueller Intimität einer jeden philosophischen Praxis als Gespräch.   

PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA 

DR. GERHARD KAUČIĆ / DJAY PHILPRAX (JG. 1959) LEITER EINER PHILOSOPHISCHEN PRAXIS SEIT 1989

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre ( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! ) muß erst eine signifikante Struktur produzieren. Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer

Gerhard Kaučić,

b. 1959, Philosopher, Writer, 66, 2025

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Titel von Gerhard Anna Cončić-Kaučić bei Passagen

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON II
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON III
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON I
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt.
Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden.
„Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON IV
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt.
Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON V
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

In English:

CORONA WHEELING CROWNING

The leap. Leaving the book. The production, the emancipation, the liberation of writing.

……………………. Semeion Aoristicon oder zur Autobiographie Sem Schauns …………………..

……. THE SENTENCE ………. the jump ……… the set ……. the leap o f ….

I ask if Sem VI is not my / our blog composition !?!

I ask (me / us) if Sem VII is not my / our blog.

I ask if my/our blog will not be Sem VI and Sem VII?

And shall be!

Or must be?

Already is, will be or even must be and will have to be !?!

The set. The leaving of the book.

The production, the emancipation, the liberation of the writing.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns

Falls Sie interessiert sind an einer PP mit mir/uns, bitte nur unter dieser E-mail einen Termin reservieren: To contact me/us, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at

Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna, Austria, Europe

Grammatologische Philosophische Praxis Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

around the clock …around the world

cf. Jacques DerridaSignatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

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