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Musikphilosophie

[ Gastbeitrag einiger Gäste der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) aus den letzten 7 Jahren in Berlin vom 21.01.2026 ] (German/English)

Ein kleines Paper als Versuch zur Musikphilosophie von Dr. Gerhard Kaučić/Djay PhilPrax (* 1959, Philosoph) und Anna Lydia Huber, MSc (* 1959, Philosophin), – entwickelt von einer Seminargruppe im Gefolge einer 5-stündigen Grammatologischen Philosophischen Praxis  und zahlreichen Vorbereitungsstunden auf diese in Berlin im Dezember 2025 zum Thema.

Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber haben ausführlich über Musik geschrieben!

Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber haben ausführlich über Musik geschrieben und noch viel mehr über Musik und Musikalische Erfahrung gesprochen.

Ja, wir gehen sogar so weit, dass wir es riskieren, hier und heute von einer zeitgemäßen Musikphilosophie , einer Musikphilosophie der Dekonstruktion, der Grammatologie, der Grammatotechné , ja der différance (cf. Jacques Derrida, siehe unten die Urls/Links dazu), sprechen zu wollen.

Die Websuche zeigt mehrere aktuelle Texte (2024–2025), in denen Gerhard Kaučić (Dr. phil.,67, 2026) & Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026)  Musik philosophisch, gesellschaftlich und musik-grammatisch‑dekonstruktiv bzw grammatologisch analysieren (besser noch: grammatologisch denken – hören – denken – hören – …), –

Texte, basierend auf zahlreichen Praxis-Units (GPP-Einheiten/Sitzungen) in den vergangenen beinahe schon vier Jahrzehnten mit sehr unterschiedlichen und oft genug einschlägig gebildeten Gästen und vielen Fragestellungen in der Grammatologischen Philosophischen Praxis Wien GK & ALH.  

Worum geht es in deren Texten und ihren GPPs zur Musik?

1. Musikalische Erfahrung (2025)

Kaučić & Huber  beschreiben Musik und sprechen von Musik als nicht-autopoetisches, nicht in sich geschlossenes Phänomen.

Sie betonen, dass Musik nicht auf Klang oder Stil reduziert werden darf.

Musik wird als gesellschaftlich, politisch und kulturell eingebettete Praxis verstanden.

2. Beethovens Musik (2025)

Sie argumentieren, dass Konzertmusik heute eine periphere Rolle im politischen Leben spielt.

Sie fordern eine Vertiefung des Horizonts musikalischer Erfahrung, um Musikgeschichte als Gesellschaftsgeschichte zu verstehen.

Sie plädieren für neue Hörweisen, die über rein musikalische Kategorien hinausgehen.

3. Deconstruction Music (2024/2025)

Ein philosophisch-dekonstruktiver Zugang zur Musik.

Diskutiert wird in „Deconstruction Music“ (Link dazu, siehe unten), ob heute gespielte „alte“ (!) Musik (entworfen, komponiert, in einer Aufzeichnungspraxis festgehalten, die wir Partitur nennen),  heute revolutionär, modern oder bereits Klischee sei. Ob Beethoven heute Klischee sei. Ob die Imagination Beethovens von uns Heutigen bloßes Klischee sei.

Der Text entstand im Kontext philosophischer Gespräche mit Jazz-Studierenden aus mehreren Ländern.

 Was ist charakteristisch für Kaučićs & Hubers Musikphilosophie?

Starke Orientierung an Dekonstruktion und Grammatologie.

Musik wird als kulturelles (!) Zeichensystem verstanden, nicht als bloßes Klangereignis.

Sie  verbinden Musik mit Bewusstsein, Erfahrung, Politik und Gesellschaft.

Sie kritisieren reduktionistische Musikbegriffe und fordern interdisziplinäre Hörweisen.

Zusammenfassung der Musiktexte von GerhardKaučić und Anna Lydia Huber, basierend auf den gefundenen Quellen.

Was schreiben  Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber  über Musik?

Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber  haben in den Jahren 2024–2025 mehrere philosophische Texte über Musik veröffentlicht, die sich alle durch eine stark dekonstruktive, gesellschaftsbezogene und grammatologische Perspektive auszeichnen.

1. Musikalische Erfahrung (2025)

Zentrale Gedanken

Musik ist kein autopoetisches, in sich geschlossenes Phänomen.

Sie darf nicht auf Klang oder Stil reduziert werden.

Musik ist immer politisch, gesellschaftlich und kulturell eingebettet.

Musikgeschichte ist Gesellschaftsgeschichte.

Grammatologisch gedacht geht Musik weit über jede Partitur hinaus.

Bedeutung

Kaučić und Huber  kritisieren traditionelle Musikbegriffe und fordern ein Denken, das Musik als Erfahrungsraum versteht, der unser Bewusstsein prägt.

 2. Beethovens Musik (2025)

Kernaussagen

Konzertmusik und Oper sind heute politisch peripher, anders als im 19. Jahrhundert.

Streaming und Internet ändern daran wenig.

Um Musik zu verstehen, muss man den Horizont musikalischer Erfahrung vertiefen.

Neue Hörweisen sind nötig, die jenseits rein musikalischer Kategorien liegen.

Musik muss in ihren politischen und gesellschaftlichen Implikationen verstanden werden.

Bedeutung

Kaučić und Huber  verbinden Beethoven mit Fragen der Moderne, Postmoderne und kulturellen Relevanz heute.

 3. Deconstruction Music (2024/2025)

Inhalt

Reflexion darüber, ob Beethoven heute  revolutionär, modern, populär oder bereits Klischee ist.

Entstanden im Rahmen philosophischer Gespräche in ihrer Grammatologischen Philosophischen Praxis mit Jazz-Studierenden aus mehreren Ländern.

Der Text existiert in einer englischen Version (2024) und einer erweiterten deutschen Version (2025).

Bedeutung

Kaučić und Huber übertragen dekonstruktive Philosophie (Derridasche Grammatologie, Dekonstruktion, différance, Archiv/Anarchiv, Inkommunikabilität, Dissemination, Performativität, Textur, Textmusik, Textkonfiguration, „permanente“ Parekbase (Schlegel), Idiom, Textperformanz / Wiederholung / Iterabilität /  Markierung !, Selbstreflektivität, Para-Graphie cf. Postings zu Künstlicher Intelligenz, Sporologie cf. Diss. v. GK)  direkt auf musikalische Praxis und Erfahrung.

Gemeinsame Linien ihrer Musikphilosophie

Dekonstruktion als „methodischer“(!) Kern.

Musik als Zeichensystem (Saussure, Greimas, Barthes, Derrida), nicht als bloßes Klangereignis.

Starke Betonung der gesellschaftlichen und politischen Dimension von Musik.

Kritik an reduktionistischen Musikbegriffen.

Forderung nach interdisziplinären Hörweisen.

Wir versuchen Kaučićs & Hubers  Positionen mit anderen Musikphilosophien (Th. W. Adorno, J. Derrida, Lydia Goehr, R. Barthes, D. Charles, …) in Beziehung zu setzen

Gerhard Kaučićs und Anna Lydia Hubers  Musikdenken steht in einem direkten Spannungsfeld zwischen Adornos kritischer Gesellschaftstheorie, Derridas Dekonstruktion, Goehrs institutioneller Musikphilosophie und Barthes’ semiotischer Hörtheorie.

Ihre Texte über Musik zeigen, dass sie Musik weder als autonomes Kunstwerk noch als rein klangliches Phänomen verstehen, sondern als gesellschaftlich-politische, kulturelle und grammatische Praxis.

Im Folgenden versuchen wir  eine präzise, systematische Gegenüberstellung.

1. Kaučić und Adorno

Gemeinsamkeiten

Beide lehnen die Vorstellung ab, Musik sei ein autonomes, in sich geschlossenes System.

Kaučić und Huber:  Musik ist „kein in sich geschlossenes autopoetisches Phänomen“.

Adorno: Musik ist immer Ausdruck gesellschaftlicher Widersprüche.

Beide betonen die gesellschaftliche und politische Dimension von Musik.

Kaučić & Huber: Musikgeschichte = Gesellschaftsgeschichte (abwesend / anwesend / différance)

Adorno: Musik ist gesellschaftliche „Sedimentierung“.

Unterschiede

Adorno bleibt stark an Materialästhetik und Werkimmanenz orientiert.

Kaučić & Huber  gehen  grammatologisch vor:  Musik ist ein Zeichensystem, das über jede Partitur hinausgeht.

Adorno privilegiert „fortschrittliche“ Musik (z. B. Schönberg); Kaučić & Huber  vermeiden normative Hierarchien.

 2. Kaučić und Derrida

Gemeinsamkeiten

Kaučićs und Hubers  Texte sind explizit dekonstruktiv geprägt (z. B. Deconstruction Music).

Beide verstehen Musik als Spur, als etwas, das sich nie vollständig präsent machen läßt.

Beide kritisieren geschlossene Systeme und reine Selbstreferentialität.

Unterschiede

Derrida schreibt wenig systematisch über Musik; seine Musikbezüge sind verstreut.

Kaučić & Huber  übertragen  Derridas Grammatologie direkt auf musikalische Erfahrung:

Kaučić und Huber  arbeiten stärker mit konkreten musikalischen Beispielen (Beethoven, Jazz).

 3. Gerhard Kaučić und Lydia Goehr

Gemeinsamkeiten

Goehr (in The Imaginary Museum of Musical Works) zeigt, dass das „Werk“ eine historische Konstruktion ist.

Kaučić & Huber kritisieren ebenfalls die Vorstellung eines autonomen Werkbegriffs und fordern neue Hörweisen jenseits musikalischer Kategorien.

Unterschiede

Goehr arbeitet musiksoziologisch und institutionell (Werk, Konzertkultur, Normen).

Kaučić & Huber arbeiten philosophisch-grammatologisch und stärker phänomenologisch (!?):

Fokus auf Bewusstsein, Erfahrung, kulturelle Einbettung.

 4. Kaučić / Huber  und Roland Barthes

Gemeinsamkeiten

Barthes’ Idee des „Körpers im Klang“ und des „grain de la voix“ passt zu Kaučićs Betonung der Erfahrung.

Beide sehen Musik als Zeichensystem, das nicht auf Notentext reduzierbar ist.

Unterschiede

Barthes bleibt stärker semiotisch-literaturtheoretisch.

Kaučić & Huber verbinden Semiotik und Semiologie mit Dekonstruktion und politischer Analyse.

Barthes interessiert sich für subjektive Hörlust;   Kaučić & Huber  für gesellschaftliche und philosophische Implikationen.

5. Zusammenfassung in einer Vergleichstabelle

Philosoph:in      Gemeinsame Punkte mit Kaučić & Huber       Zentrale Unterschiede

Adorno                Musik als gesellschaftlich    Kritik der Autonomie          Adorno werkimmanent;

Kaučić & Huber dekonstruktiv

Derrida                       Dekonstruktion, Spur, Kritik geschlossener Systeme          Derrida weniger musikbezogen;    

Kaučić & Huber konkret musikalisch

Goehr     Kritik des Werkbegriffs    Musik als Institution              Goehr institutionell;     

Kaučić & Huber  grammatisch-phänomenologisch-grammatologisch

Barthes               Musik als Zeichensystem        Erfahrung              Barthes semiotisch;

Kaučić & Huber  politisch-grammatologisch

Fazit

Kaučić & Huber stehen zwischen Adorno, Derrida, Goehr und Barthes.

Ihre Musikphilosophie ist:

dekonstruktiv (Derrida)

gesellschaftskritisch (Adorno)

institutionell sensibilisiert (Goehr)

semiotisch-erfahrungsorientiert (Barthes)

… und daraus entsteht eine eigene, originelle Position, die Musik als politisch-kulturelle Grammatik versteht.

Wir möchten hier eine kleine Übersicht zum besseren Verständnis geben:

a) eine grafische Übersicht

b) Kaučićs und Hubers Ansatz in eine philosophische Schule einordnen

c) eine kritische Bewertung ihrer Musikphilosophie formulieren.

 1. Strukturierte „grafische“ Übersicht

(textuell dargestellt, aber wie ein Diagramm aufgebaut)

                         ┌──────────────────────────┐

                         └────────────┬─────────────┘

                                      │

     ┌────────────────────────────────┼────────────────────────────────┐

     │                                │                                │

┌────▼────┐                     ┌─────▼────┐                     ┌─────▼────┐

│ Adorno  │                     │ Derrida  │                     │ Barthes   │

└────┬────┘                     └────┬─────┘                     └────┬─────┘

     │                                │                                │

     │ Gesellschaftlichkeit           │ Dekonstruktion                 │ Semiotik

     │ Kritik der Autonomie           │ Spur / Différance              │ Körper im Klang

     │ Musik als Ausdruck             │ Kritik geschlossener Systeme   │ Hörlust / Textur

     │                                │                                │

     └──────────────┬─────────────────┴───────────────────┬────────────┘

                    │                                     │

                    ▼                                     ▼

            ┌────────────────┐                   ┌──────────────────┐

            │   Lydia Goehr  │                   │   Kaučićs & Hubers Synthese│

            └──────┬─────────┘                   └─────────┬────────┘

                   │                                         │

                   │ Werkbegriff als                         │ Musik als

                   │ historische Konstruktion                 │ politisch-kulturelle

                   │ Institutionenkritik                      │ Grammatik

                   │                                         │

                   └─────────────────────────────────────────┘

Diese Übersicht zeigt gut, wie Kaučić und Huber zwischen den großen Theoretiker:innen stehen, aber eine eigene Achse bilden.

 2. Einordnung in philosophische Schulen

Kaučićs / Hubers Musikphilosophie lässt sich nicht einer einzigen Schule zuordnen – sie ist hybrid, aber klar strukturiert. Die wichtigsten Zuordnungen:

Dekonstruktion / Poststrukturalismus

Stärkster Einfluss: Derrida

Musik als Spur, Differenz, grammatologisches Feld

Ablehnung geschlossener Systeme (z. B. „Werk“ als autonome Einheit)

Kritische Theorie

Nähe zu Adorno, aber ohne dessen normative Werkästhetik

Musik als gesellschaftliches Phänomen

Betonung politischer und historischer Dimensionen

 Institutionelle Musikphilosophie

Anschluss an Lydia Goehr

Kritik des Werkbegriffs

Analyse der Bedingungen, unter denen Musik als „Werk“ erscheint

 Semiotik / Kulturtheorie

Nähe zu Barthes

Musik als Zeichensystem

Bedeutung von Körper, Erfahrung, Hörweisen

 Eigene Position

Kaučić und Huber verbinden diese Stränge zu einer grammatologisch-politischen Musikphilosophie, die Musik als:

kulturelle Praxis

gesellschaftliche Grammatik

Erfahrungsraum

politisches Medium

versteht.

 3. Kritische Bewertung von Kaučićs Musikphilosophie

 Stärken

Interdisziplinäre Tiefe 

GK & ALH verbinden Philosophie, Musiktheorie, Kulturwissenschaft und Gesellschaftsanalyse.

Dekonstruktive Präzision 

Ihre Kritik an reduktionistischen Musikbegriffen ist scharf und überzeugend.

Zeitgenössische Relevanz 

Sie zeigen, warum Musik heute politisch und kulturell anders funktioniert als im 19. Jahrhundert.

Neue Hörweisen 

Ihre Forderung, Musik jenseits von Partitur, Werk und Stil zu denken, öffnet produktive Perspektiven.

Mögliche Schwächen

Hohe Abstraktion 

Ihre Texte sind stark philosophisch und können für Leser:innen ohne Theoriehintergrund schwer zugänglich sein.

Wenig systematische Musikbeispiele 

Im Vergleich zu Adorno oder Goehr arbeiten sie weniger mit detaillierten Analysen konkreter Werke.

Dekonstruktive Offenheit 

Manche Kritiker könnten sagen, dass ihre Positionen „zu offen“ sind und wenig normative Orientierung bieten.

 Gesamturteil

Kaučić und Huber entwickeln eine originelle, eigenständige Musikphilosophie, die sich durch:

Dekonstruktion,

Gesellschaftsanalyse,

Semiotik/Semiologie

und institutionelle Kritik

auszeichnet.

Sie stehen damit in der Nähe der genannten Denker:innen, aber nicht in deren Schatten.

Zur Abrundung:

Gerhard Kaučić und Anna Lydia Huber entwickeln eine eigenständige, stark dekonstruktiv geprägte Musikphilosophie, die Musik als ein Feld von Differenz, Weltverschriftung,  (Grammatologie) und kommunikativer Aporie versteht.

Ihre Texte verbinden philosophische Praxis, Derridas différance und eine kritische Analyse von Macht‑ und Bedeutungsstrukturen in musikalischer Erfahrung.

Grundzüge der Musikphilosophie von Kaučić & Huber

Musik wird nicht als harmonisches Ganzes verstanden, sondern als Spiel von Differenzen, Brüchen und Bedeutungsverschiebungen.

Die Autor*innen sprechen explizit von einer „Musikphilosophie der Dekonstruktion“.

Bezug auf Jacques Derrida: différance, Grammatologie, Schrift, Text, Textmusik, Performativität, Performanz

Musik wird als eine Art Schrift verstanden – nicht im Sinne von Notation, sondern als Struktur von Spuren, Zeichen und Verschiebungen.

Kaučić & Huber sprechen von „Grammato‑techné“, also einer Technik des Schreibens im Medium des Klangs.

Die Musikphilosophie ist eingebettet in ihre Philosophische Praxis, die seit 1989 besteht.

Musik dient als Beispiel für das, was sie „permanent dekonstruktiven Versuch von Kommunikation“ nennen.

Musik wird als Ort verstanden, an dem Autorität, Macht und Diskurse sichtbar und zugleich unterlaufen werden.

Musik erzeugt Situationen, in denen Bedeutung nicht eindeutig ist.

Diese Aporien sind kein Problem, sondern Produktivität: Sie öffnen Räume für neue Bedeutungen und Selbstverhältnisse.

Das passt zu ihrer allgemeinen Praxis der Problematisierung, Identitätsdislokation und Subjektivierung.

Kontext:

Person        Hintergrund         Relevanz

Gerhard Kaučić (Dr. phil., 67) Philosoph, Grammatologe, Übersetzer, Schriftsteller, Philosophischer Praktiker (seit 1989), Feminist, Freerider, –  Schwerpunkt Dekonstruktion, Grammatologie, zeitgenössische Philosophie, Sprachphilosophie, Sozialphilosophie, Praktische Philosophie, Literatur, Linguistik, Musik. Entwickelt theoretische Grundlagen der Musikphilosophie u. a.

Anna Lydia Huber (MSc, 67)   Philosophin, Grammatologin, Übersetzerin, Schriftstellerin, Mediatorin, Philosophische Praktikerin, Feministin, Freeriderin, – Schwerpunkt Dekonstruktion, Grammatologie, zeitgenössische Philosophie, Sprachphilosophie, Sozialphilosophie, Praktische Philosophie, Literatur, Musik, langjährige Partnerin in der Philosophischen Praxis Wien (seit 2009). Mitautorin der musikphilosophischen Texte u. a.

Beide arbeiten in Wien, sprechen und  publizieren regelmäßig zu Themen wie Dekonstruktion, Migration, Postmoderne, Demokratie, Bildung, Institutionen, Geopolitik, Ethik, Musik, Kunst, Kultur, Politik, Ideologien, Religion und Gesellschaft, Psychoanalyse, Machtkritik, Grammatik der Erfahrung und Grammatologische Philosophische Praxis u. a.

Sie ist keine klassische Ästhetik, sondern eine kritische Theorie der musikalischen Erfahrung.

Sie verbindet Philosophische Praxis mit poststrukturalistischer Theorie.

Sie versteht Musik nicht als Objekt, sondern als Ereignis, das Subjekte verändert.

Sie ist zeitgenössisch, radikal und theoretisch anspruchsvoll.

Vertiefte Darstellung der Musikphilosophie von Kaučić & Huber

Kaučić und Huber verstehen Musik nicht als ästhetisches Objekt, sondern als Ereignis, das sich jeder festen Bedeutung entzieht.

Musik ist kein „Werk“, sondern ein Vorgang, der sich im Hören, Spielen und Denken entfaltet.

Sie betonen die Unabschließbarkeit musikalischer Bedeutung: Musik verweist immer über sich hinaus.

Diese Offenheit ist kein Mangel, sondern der Kern musikalischer Erfahrung.

Damit stehen sie in der Nähe von Derrida, Nancy und teilweise auch Deleuze – aber sie bleiben eigenständig, weil sie Musik nicht philosophisch vereinnahmen, sondern als Widerstand gegen philosophische Fixierungen begreifen.

Ein zentraler Begriff ist ihre Idee einer „Grammato‑techné“:

Musik ist eine Schrift, aber nicht im Sinne von Notation.

Sie ist ein System von Spuren, Verschiebungen, Iterationen, Additionen, Mustern, Differenzen.

Klang wird als Materialität der Spur verstanden – etwas, das sich zeigt, indem es sich entzieht.

Das ist radikal, weil es Musik nicht als Ausdruck eines Subjekts sieht, sondern als Ort, an dem Subjektivität erst entsteht.

Ihre Musikphilosophie ist eng mit ihrer Philosophischen Praxis verbunden. Ihrer Grammatologischen Philosophischen Praxis.

Musik wird als Modell für Kommunikation ohne Herrschaft gedacht.

Sie sprechen von einem „permanent dekonstruktiven Versuch von Kommunikation“.

Musik zeigt, wie Verständigung möglich ist, obwohl sie keine eindeutigen Begriffe liefert.

Das macht ihre Musikphilosophie auch politisch. Sie kritisieren jede Form von autoritärem Sinn, der vorgibt, Musik „richtig“ zu verstehen.

Ein Schlüsselbegriff ist die Aporie – die Erfahrung, dass etwas nicht aufgeht.

Musik erzeugt Situationen, in denen man nicht weiß, wie man sie deuten soll.

Diese Unbestimmtheit ist kein Defizit, sondern eine Chance:

Sie öffnet Räume für neue Bedeutungen

Sie destabilisiert feste Identitäten

Sie macht Hören zu einem philosophischen Akt

Musik wird so zu einem Laboratorium der Differenz.

| |

Adorno               Dekonstruktion, Offenheit, Aporie         Dialektik, Werkästhetik, gesellschaftliche Totalität

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Nancy          Nähe: Musik als Resonanz                Nancy bleibt stärker phänomenologisch

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Deleuze/Guattari          Nähe: Prozess, Werden   Kaučić/Huber sind stärker grammatologisch

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Traditionelle Ästhetik

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                              Musik als Spur, Schrift, Text, Differenz       Musik als Werk, Ausdruck, Schönheit

Empfohlene Lektüre:

in English:

[ Guest contribution by several guests of the Grammatological Philosophical Practice (GPP) from the last 7 years in Berlin, dated January 21, 2026 ]

A short paper as an attempt at music philosophy by Dr. Gerhard Kaučić/Djay PhilPrax (* 1959, philosopher) and Anna Lydia Huber, MSc (* 1959, philosopher), – developed by a seminar group following a 5-hour Grammatological Philosophical Practice  and numerous hours of preparation for it in Berlin in December 2025 on the topic.

Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber have written extensively about music!

Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber have written extensively about music and talked even more about music and musical experience.

Yes, we even go so far as to risk talking here and now about a contemporary philosophy of music, a philosophy of music of deconstruction, of grammatology, of grammatotechné, even of différance (cf. Jacques Derrida, see the URLs/links below).

A web search reveals several recent texts (2024–2025) in which Gerhard Kaučić (Ph.D., 67, 2026) & Anna Lydia Huber (MSc, 67, 2026)  analyze music philosophically, socially, and musically-grammatically-deconstructively or grammatologically (better yet:  grammatologically  think – hear – think – hear – …), –

texts based on numerous Practice Units (GPP units/sessions) over the past nearly four decades with very different and often enough relevantly educated guests and many questions in the Grammatological Philosophical Practice Vienna GK & ALH. 

What are their texts and GPPs on music about?

1. Musical experience (2025)

Kaučić & Huber describe music and speak of music as a non-autopoietic, non-self-contained phenomenon.

They emphasize that music cannot be reduced to sound or style.

Music is understood as a socially, politically, and culturally embedded practice.

2. Beethoven’s Music (2025)

They argue that concert music today plays a peripheral role in political life.

They call for a deepening of the horizon of musical experience in order to understand music history as the history of society and social history.

They advocate new ways of listening that go beyond purely musical categories.

3. Deconstruction Music (2024/2025)

A philosophical-deconstructive approach to music.

Deconstruction Music (link below) discusses whether “old” (!) music played today (conceived, composed, recorded in a practice we call scoring) is revolutionary, modern, or already a cliché. Whether Beethoven is a cliché today. Whether our current imagination of Beethoven is merely a cliché.

The text was written in the context of philosophical discussions with jazz students from several countries.

What characterizes Kaučić and Huber’s philosophy of music?

A strong focus on deconstruction and grammatology.

Music is understood as a cultural (!) sign system, not merely as a sound event.

They connect music with consciousness, experience, politics, and society.

They criticize reductionist concepts of music and call for interdisciplinary ways of listening.

Summary of the music texts by Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber, based on the sources found.

What do Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber write about music?

Gerhard Kaučić & Anna Lydia Huber published several philosophical texts on music in 2024–2025, all of which are characterized by a strongly deconstructive, socially relevant, and grammatological perspective.

1. Musical Experience (2025)

Music is not an autopoietic, self-contained phenomenon.

It cannot be reduced to sound or style.

Music is always embedded in politics, society, and culture.

Music history is  history of society / social history.

From a grammatological perspective, music goes far beyond any musical score.

Kaučić and Huber criticize traditional concepts of music and call for a way of thinking that understands music as a space of experience that shapes our consciousness.

2. Beethoven’s Music (2025)

Concert music and opera are politically peripheral today, unlike in the 19th century.

Streaming and the internet do little to change this.

To understand music, one must deepen one’s horizon of musical experience.

New ways of listening are needed that go beyond purely musical categories.

Music must be understood in terms of its political and social implications.

Kaučić and Huber connect Beethoven with questions of modernity, postmodernity, and cultural relevance today.

3. Deconstruction Music (2024/2025)

Reflection on whether Beethoven is revolutionary, modern, popular, or already a cliché today.

Developed in the context of philosophical discussions in their grammatological philosophical practice with jazz students from several countries.

The text exists in an English version (2024) and an expanded German version (2025).

Common threads in their musical philosophy

Deconstruction as a “methodological” (!) core.

Music as a sign system (Saussure, Greimas, Barthes, Derrida), not merely as a sound event.

Strong emphasis on the social and political dimensions of music.

Criticism of reductionist concepts of music.

Call for interdisciplinary ways of listening.

In the following, we attempt a precise, systematic comparison.

1. Kaučić and Adorno

Both reject the idea that music is an autonomous, self-contained system.

Kaučić and Huber: Music is “not a self-contained autopoietic phenomenon.”

Adorno: Music is always an expression of social contradictions.

Both emphasize the social and political dimensions of music.

Kaučić & Huber: Music history = history of society (absent / present / différance)

Adorno: Music is social “sedimentation.”

Adorno remains strongly oriented toward material aesthetics and immanence of the work.

Kaučić & Huber take a grammatological approach: Music is a sign system that transcends any score.

Adorno privileges “progressive” music (e.g., Schoenberg); Kaučić & Huber avoid normative hierarchies.

2. Kaučić and Derrida

Kaučić’s and Huber’s texts are explicitly deconstructive (e.g., Deconstruction Music).

Both understand music as a trace, as something that can never be made fully present.

Both criticize closed systems and pure self-referentiality.

Derrida writes about music in a less systematic way; his references to music are scattered.

Kaučić & Huber apply Derrida’s grammatology directly to musical experience:

Music “goes far beyond any conceivable form of score.”

Kaučić and Huber work more with concrete musical examples (Beethoven, jazz).

3. Gerhard Kaučić and Lydia Goehr

Goehr (in The Imaginary Museum of Musical Works) shows that the “work” is a historical construction.

Kaučić & Huber also criticize the idea of an autonomous concept of the work and call for new ways of listening beyond musical categories.

Goehr works sociologically and institutionally (work, concert culture, norms).

Kaučić & Huber work philosophically-grammatologically and more phenomenologically (!?):

Focus on consciousness, experience, cultural embedding.

4. Kaučić / Huber and Roland Barthes

Similarities

Barthes‘ idea of the “body in sound” and the “grain de la voix” fits with Kaučić’s emphasis on experience.

Both see music as a sign system that cannot be reduced to musical notation.

Differences

Barthes remains more strongly rooted in semiotics and literary theory.

Kaučić & Huber combine semiotics and semiology with deconstruction and political analysis.

Barthes is interested in subjective listening pleasure;   Kaučić & Huber  in social and philosophical implications.

5. Summary in a comparison table

Philosopher      Common points with Kaučić & Huber       Key differences

Adorno                Music as socially    Critique of autonomy          Adorno inherent in the work;

Kaučić & Huber     deconstructive

Derrida       Deconstruction, trace, critique of closed systems          Derrida less music-related;   

Kaučić & Huber        specifically musical

Goehr     Critique of the concept of the work    Music as an institution        Goehr institutional;    

Kaučić & Huber         grammatical-phenomenological-grammatological

Barthes               Music as a sign system        Experience              Barthes semiotic;

Kaučić & Huber          political-grammatological

Conclusion

Their philosophy of music is:

deconstructive (Derrida)

socially critical (Adorno)

institutionally sensitive (Goehr)

semiotic-experience-oriented (Barthes)…

 and this results in a unique, original position that understands music as a political-cultural grammar.

We would like to provide a brief overview here for a better understanding:

a) a graphical overview

b) classify Kaučić and Huber’s approach within a philosophical school

c) formulate a critical evaluation of their philosophy of music.

 1. Structured “graphical” overview

(presented textually, but structured like a diagram)

                         ┌────── ────────────────────┐

                         └────────────┬─────────────┘

                                      │

     ┌────────────────────────────────┼────────────────────────────────┐

     │                                │                                │

┌────▼────┐                     ┌─────▼────┐                     ┌─────▼────┐

│ Adorno  │                     │ Derrida  │                     │ Barthes   │

└────┬────┘                     └────┬─────┘                     └────┬─────┘

     │                                │                                │

     │ Sociability           │ Deconstruction                 │ Semiotics

     │ Critique of autonomy           │ Trace / Différance              │ Body in sound

     │ Music as expression             │ Critique of closed systems   │ Pleasure of listening / Texture

     │                                │                                │

     └──────────────┬──────────────── ─┴───────────────────┬────────────┘

                    │                                     │

                    ▼                                     ▼

            ┌────────────────┐                   ┌─────── ───────────┐

            │   Lydia Goehr  │                   │   Kaučićs & Hubers Synthesis│

            └──────┬─────────┘                   └─────────┬────────┘

                   │                                         │

                   │ Concept of work as                         │ Music as

                   │ historical construction                 │ political-cultural

                   │ critique of institutions                      │ grammar

                   │                                         │

                   └─────────────────────────────────────────┘

This overview clearly shows how Kaučić and Huber stand between the great theorists, but form their own axis.

 2. Classification into philosophical schools

Kaučić/Huber’s philosophy of music cannot be classified into a single school—it is hybrid, but clearly structured. The most important classifications:

Deconstruction / Poststructuralism

Strongest influence: Derrida

Music as trace, difference, grammatological field

Rejection of closed systems (e.g., “work” as an autonomous unit)

Critical theory

Proximity to Adorno, but without his normative aesthetics of the work

Music as a social phenomenon

Emphasis on political and historical dimensions

Institutional music philosophy

Connection to Lydia Goehr

Critique of the concept of the work

Analysis of the conditions under which music appears as a “work”

 Semiotics / cultural theory

Proximity to Barthes

Music as a sign system

Significance of body, experience, ways of listening

 Own position

Kaučić and Huber combine these threads into a grammatological-political philosophy of music that understands music as:

cultural practice

social grammar

space of experience

political medium.

 3. Critical evaluation of Kaučić’s & Huber’s Philosophy of Music

Interdisciplinary depth

GK & ALH combine philosophy, music theory, cultural studies, and social analysis.

Deconstructive precision

Their critique of reductionist concepts of music is sharp and convincing.

They show why music functions differently today, politically and culturally, than it did in the 19th century.

New ways of listening

Their call to think about music beyond scores, works, and styles opens up productive perspectives.

High level of abstraction

Their texts are highly philosophical and may be difficult to access for readers without a background in theory.

Few systematic examples of music

Compared to Adorno or Goehr, they work less with detailed analyses of specific works.

Deconstructive openness

Some critics might say that their positions are “too open” and offer little normative orientation.

Kaučić and Huber develop an original, independent philosophy of music that is characterized by:

Deconstruction,

Social analysis,

Semiotics/semiology,

and Institutional criticism.

They are thus close to the aforementioned thinkers, but not overshadowed by them.

Music philosophy Kaucic and Huber

Gerhard Kaučić and Anna Lydia Huber have developed an independent, strongly deconstructive philosophy of music that understands music as a field of difference, world-writing,  (grammatology), and communicative aporia.

Their texts combine philosophical practice, Derrida’s différance, and a critical analysis of structures of power and meaning in musical experience.

Basic principles of Kaučić & Huber’s philosophy of music

Music is not understood as a harmonious whole, but as a play of differences, breaks, and shifts in meaning.

The authors explicitly refer to a “philosophy of music as deconstruction.”

Reference to Jacques Derrida: différance, grammatology, scripture, text, text music, performativity, performance.

Music is understood as a kind of scripture – not in the sense of notation, but as a structure of traces, signs, and shifts.

Kaučić & Huber speak of “grammato-techné,” i.e., a technique of writing in the medium of sound.

Music Philosophy is embedded in its Philosophical Practice, which has existed since 1989.

Music serves as an example of what they call the “permanent deconstructive attempt at communication.”

Music is understood as a place where authority, power, and discourse are made visible and at the same time undermined.

Music creates situations in which meaning is not clear.

These aporias are not a problem, but rather productive: they open up spaces for new meanings and self-relationships.

This fits in with their general practice of problematization, identity dislocation, and subjectification.

Context:

Person                           Background               Relevance

Gerhard Kaučić (Ph.D., 67)     Philosopher, grammatologist, translator, writer, philosophical practitioner (since 1989), feminist, freerider, –  focus on deconstruction, grammatology, contemporary philosophy, philosophy of language, social philosophy, practical philosophy, literature, linguistics, music. Develops theoretical foundations of music philosophy, among other things.

Anna Lydia Huber (MSc, 67)   Philosopher, grammatologist, translator, writer, mediator, philosophical practitioner, feminist, freerider, – focus on deconstruction, grammatology, contemporary philosophy, philosophy of language, social philosophy, practical philosophy, literature, music, long-time partner in Philosophische Praxis Wien (since 2009). Co-author of music-philosophical texts, among other things.

Both work in Vienna, speak and publish regularly on topics such as deconstruction, migration, postmodernism, democracy, education, institutions, geopolitics, ethics, music, art, culture, politics, ideologies, religion and society, psychoanalysis, critique of power, grammar of experience, and grammatological philosophical practice, among others.

Why is their music philosophy special?

It is not classical aesthetics, but a critical theory of musical experience.

It (music philosophy) combines philosophical practice with poststructuralist theory.

It understands music not as an object, but as an event that changes subjects.

It is contemporary, radical, and theoretically sophisticated.

In-depth presentation of Kaučić & Huber’s philosophy of music

Kaučić and Huber understand music not as an aesthetic object, but as an event that eludes any fixed meaning.

Music is not a “work,” but a process that unfolds in listening, playing, and thinking.

They emphasize the inconclusiveness of musical meaning: music always points beyond itself.

This openness is not a deficiency, but the core of musical experience.

In this respect, they are close to Derrida, Nancy, and, to some extent, Deleuze—but they remain independent because they do not appropriate music philosophically, but understand it as resistance to philosophical fixations.

A central concept in Kaucic & Huber’s work is their idea of a “grammato-techné”:

Music is a form of scripture, but not in the sense of notation.

It is a system of traces, shifts, iterations, additions, patterns, and differences.

Sound is understood as the materiality of the trace—something that reveals itself by eluding us.

This is radical because it does not see music as the expression of a subject, but as a place where subjectivity first arises.

Kaucic and Huber’s philosophy of music is closely linked to their philosophical practice. Their grammatological philosophical practice.

Music is conceived as a model for communication without domination.

Kaucic and Huber speak of a “permanently deconstructive attempt at communication.”

Music shows how understanding is possible even though it does not provide unambiguous concepts.

This also makes their philosophy of music political. They (GK & ALH) criticize any form of authoritarian meaning that pretends to understand music “correctly.”

A key concept is aporia—the experience that something does not add up.

Music creates situations in which one does not know how to interpret it.

This indeterminacy is not a deficit, but an opportunity:

It opens up spaces for new meanings.

It destabilizes fixed identities.

It turns listening into a philosophical act.

Music thus becomes a laboratory of difference.

Comparison               Kaučić & Huber                                    Other positions

                                                         |                                                                      |

Adorno    Deconstruction, openness, aporia    Dialectics, aesthetics of the work, social totality

                                                         |                                                                     |

Nancy            Proximity: music as resonance     Nancy remains more phenomenological

                                                         |

Deleuze/Guattari    Proximity: process, becoming   Kaučić/Huber are more grammatological

Traditional aesthetics

                                                        |                                                                                  |

           Music as trace, writing/scripture, text, difference         Music as work, expression, beauty

They consciously position themselves against any metaphysical or harmonizing conception of music.

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Philosophers, Writers, Philosophical Practitioners, Mediators, Translators, Feminists, Freeriders, (Wild) Camping Enthusiasts, Survivors Vienna

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) Dr. Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax ( geb. 1959, Autor, Philosoph, PP seit 1989 ) Gespräch, Analyse, Diskurs, Problematisierung, Identitätsdislokation, Subjektivierung, Formalisierung, Fältelung, Komplizierung, Aporie, Dekonstruktion

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

Gespräche outdoor/indoor: Grammatologien, Kontextualisierungen, Analysen, Komplizierungen, Plurivalenzen, Dependenzen, Interdependenzen, Grammatiken, Aporien, Dekonstruktion…rund um die Uhr…rund um die Welt…

…around the clock …around the world…

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Philosophical Practice Vienna 1989 ff. Analysis Complication Aporia Identity Dislocation Meta-thesis Deconstruction

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

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Philosophical Lounge / Philosophischer Salon G Kaučić & AL Huber Wien, Österreich, –
Gerhard Kaučić (*1959), Leiter einer Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP) seit 37 Jahren in Wien ( 1989-2026 ff.)

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Ich denke, jene, die autoritär denken und handeln, unterliegen einigen Grundirrtümern aufgrund vieler Fehlannahmen infolge unhinterfragter und nicht in deren Horizont des Denkens liegender Denkvoraussetzungen.  Unfähigkeit zur Selbstreflektion!

Gerhard Kaučić (67, 2026), Philosoph

Gerhard Kaučić (geb. 1959), Philosopher, Writer, Trans-lator, Philosophical Practitioner, Queer Theorist, Deconstruction, Queertheoretiker, Philosophischer Praktiker, Schriftsteller, Über-Setzer, Philosoph, Grammatologe, Autor, Wien, Austria, Europe


Gründer (1989) der ersten grammatologischen philosophischen Praxis (GPP) weltweit, – 37 years Philosophical Practitioner Gerhard Kaucic / Djay PhilPrax, Vienna, Austria, Europe

Anna Lydia Huber (MSc, geb. 1959, Alter 67, 2026), Philosophische Praxis 2009 ff.
Philosophische Praktikerin/Praktische Philosophie, Sprachanalytische Philosophie, Dekonstruktion, Schriftstellerin,  Übersetzerin, Österreichische Philosophin, Europäische Philosophin

Erzählungen, Berichte, Analysen, Reflexionen aus der Praxis/aus meiner/unserer Philosophischen Praxis

Wien 37 Jahre Praxis Jubiläum (1989-2026 ff.) Jubilaeum 37 Jahre PP 2026

Die Lehre der Lekritüre der Grammatologie.

Eine jede „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv.

Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Mit Turnheim behaupte ich eine grundsätzliche Verwandtschaft von Psychoanalyse und Demokratie und von Dekonstruktion und Demokratie. Alle drei Namen sprechen von der Irreduktibilität der Singularität bei gleichzeitiger versuchter Wiederholbarkeit!

Psychoanalyse und Dekonstruktion behaupten beide eine Irreduzibilität der Hetero-Affektion in der Erfahrung eines „Eigenen“ und beide gehen von einem Wirken eines inneren Fremdkörpers aus!

Die Illisibilität eines jeden Textes und seine „Grundlosigkeit“! (vgl. Michael Turnheim, Das Andere im Gleichen, S. 11)

Der Analytiker ist ein Leser, eine Leserin. Und! Der Analytiker wird zum Schreiber, zum Schriftsteller als lesenden.

Text bleibt unlesbar lesbar ! (vgl. R. Barthes Illisibilität)

Die „Einschreibung“ ist nicht „für immer“, eine jede Einschreibung ist endlich wie das Subjekt selbst, dessen „Archiv“ zerstört werden kann wie jedes Archiv. Auch jedes Medienarchiv.

Durch die Bewußtmachungsarbeit passieren Dinge, die wir nicht planen, nicht kontrollieren können.

Affizierungen !

Die diversen Affizierungen und Immunisierungen sind unkontrollierbar. Sie basieren und passieren aufgrund der jeweiligen individuell biographischen Vor-Einschreibungen.

Zur Frage und zum Wort „Dekonstruktion“ vgl. Jacques Derridas „Überlegungen“ in einem „Brief an einen japanischen Freund“ aus dem Jahr 1985, übersetzt ins Deutsche und abgedruckt in: J. Derrida, Psyche. Erfindungen des Anderen II. Wien 2013 (Passagen Vlg.), S. 15 – 22.

„Das Wort „deconstruction“  bezieht, wie jedes andere auch, seinen Bedeutungswert nur von einer Einschreibung in eine Kette möglicher Substitutionen, in das, was man so seelenruhig einen „Kontext“ nennt.“ (ebda., S. 21)

„Allem Anschein zum Trotz ist die Dekonstruktion jedenfalls weder eine Analyse noch eine Kritik …

Eine Analyse ist sie insbesondere deshalb nicht, weil die Zerlegung (décomposition) einer Struktur kein Rückgang zum einfachen Element, zu einem nicht weiter zerlegbaren Ursprung ist.

Diese Werte, wie der der Analyse, sind selbst der Dekonstruktion unterworfene Philosopheme.“ ( S. 19)


„Die Dekonstruktion hat Statt, sie ist ein Ereignis (événement), das nicht erst auf die Überlegung, das Bewußtsein oder die Organisation des Subjekts, nicht einmal der Moderne, wartet. 

Es dekonstruiert sich.“ (S. 20)   

Philosophie … Dekonstruktion … „Recht auf Einsicht, oder die Erfindung des anderen“ (cf. J. Derrida, Psyche. Erfindung des Anderen, Wien 2011

Die Dekonstruktion hat notwendigerweise von innen her zu operieren, sich aller subversiven, strategischen und ökonomischen Mittel der alten Struktur zu bedienen, sich ihrer strukturell zu bedienen“ (DerridaGrammatologie, S. 45), um schließlich den nicht strukturell zu erfassenden Praxischarakter der Wahrheit freizulegen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An-und Abwesendsein der Wahrheit, des etwas Erblickens und dadurch anderes Aus-dem-Blickfeld-Ausschließens. (H. Kimmerle, J. Derrida zur Einführung, S. 49)

Und Dekonstruktion erschließt beziehungsweise eröffnet einen Zugang zum Anderen durch Entdeckungen von Unbekanntem oder bisher Ungedachtem.

Dekonstruktion läßt sich nicht definieren und nicht abschließen (vgl. dazu J. Derrida, Limited Inc, S. 171 ff.).

Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates. Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.

Ein Text, der vielleicht aus gewohnter (binärer) These und Antithese besteht, enthüllt, wenn er dekonstruiert wird, beispielsweise eine Vielzahl von Perspektiven, die gleichzeitig vorhanden sind, – oft in Konflikt miteinander.

Dieser Konflikt aber wird durch die Dekonstruktion erst sichtbar.

Dekonstruktion hat eine ethische Komponente, da sie die Beziehung zum Anderen eröffnet, insofern sie Zugänge zu bislang Ungedachtem oder bisher Ausgeschlossenem findet und möglicherweise neue gesellschaftliche, neue zwischenmenschliche, neue politische, neue wissenschaftliche, neue juristische, neue technische, neue philosophische und künstlerische Denk- und Handlungsweisen erfindet oder auffindet (vgl. dazu E. Lévinas und J. Derrida).

Grammatologische Philosophische Praxis (GPP) könnte dazu einen nicht wenig gewichtigen Beitrag leisten, denke ich.

Denken wir. (ALH & GK)

Zum besseren Verständnis und zur beginnenden Einübung in unsere philosophische Praxis lesen Sie bitte unsere Charakterisierung der Grammatologischen Philosophischen Praxis (GPP GK & ALH, Deutsch/Englisch), –

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/

For a better understanding and to begin practicing our philosophical approach, please read our characterization of Grammatological Philosophical Practice. (GPP GK & ALH, German/English), –  

Url/Link: https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/charakterisierung/ 

https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2025/03/latest-news-information.html?m=1

Postmoderne

Zum Wort  PostModerne

Weil immer und immer wieder Fragen nach dem WortPostmoderne“ und seinem Inhalt und Gehalt aufkommen (in und außerhalb unserer Philosophischen Praxis in Wien) und gerade jetzt wieder eine Publikation zum Wörtchen „Post-“ in den Allgemeinmedien

(z. B. in der Wiener Wochenzeitung „Falter“ Nr. 18, S. 33,  z. B. in der  österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ u. v. a. zu Dieter Thomä: Post-, Nachruf auf eine Vorsilbe. Berlin 2025, Suhrkamp Verlag)

heftig (teilweise mit viel Unverstand) besprochen wird, – hier und heute wieder einmal (wie schon so oft in den letzten Jahrzehnten!) eine Antwort von unserer Seite.

Uns,- – – das sind in diesem Fall: Domenica Sontag, Anna Lydia Huber, Gerhard Kaučić.

Originalversion der Autorin Domenica Sontag in der deutschsprachigen Wikipedia

(was für eine Versuchung ! ?)

Version vom 17:49, 24. Dez 2004

Definition

Die Wiener Postmoderne ist ein Teil der Postmoderne und versteht sich definiert als ernsthafte Gegenposition zu einer Postmoderne der fröhlichen Willkürlichkeit und des Irrationalismus.

Die Wiener Postmoderne definiert sich als extrem radikalisierte Form der Aufklärung (politisch wie künstlerisch) im Sinn der Dekonstruktion (vgl. d. Artikel dazu) Jacques Derridas.

Die Formation (in Form künstlerischer Faktizitäten) „Wiener Postmoderne“ tritt vermehrt seit den 90er Jahren des 20. Jh. in Erscheinung.

Definition der Postmoderne als Begriff

Das Präfix „Postwird oft so ausgelegt, als handle es sich darum, die Moderne hinter sich zu lassen und damit die Vernunft und rationale Argumentation als nicht zeitgemäß zu entwerten und sich einem lustvollen Irrationalismus zu überantworten (z.B. Welsch in: „Unsere postmoderne Moderne„).

Die Postmoderne ist keine „Post-Moderne“, keine Ankündigung einer neuen Epoche jenseits von Vernunft und Aufklärung.

Erst in der Epoche der Moderne ging man daran, einheitliche geschichtliche Räume (Epochen) mit einer klaren linearen Abfolge zu denken.

Die Postmodernen hingegen stellen diese Idee von Histoire, von großer Erzählung, auch die Erzählung von einer durchgehenden vereinheitlichten Epoche, in Frage.

Die Postmoderne ist ein ernsthafter Versuch Kritik an Moderne und ihrer Vernunft zu üben.

Die Euphorie der Vernunft der Futuristen als Moderne half kräftig mit bei der Erzeugung des Faschismus.

Die Vernunft einer Moderne half mit beim Erzeugen von Technokraten, die wesentlich daran beteiligt waren bei der Errichtung von Technokratien wie dem sowjetischen Kommunismus mit seinen Gulags oder dem Nationalsozialismus mit seinen Konzentrationslagern.

Die Kritik an Moderne und Vernunft befindet sich in einer immer heiklen, prekären Lage, weil man sich stets zuerst auf deren Terrain begeben muß, um sie kritisieren zu können.

Man muß sie anrufen, wie Jacques Derrida sagt.

Man kann die Ordnung dieser Vernunft nur bekämpfen, insofern „man gegen sie sich nur verwahren kann, indem man sie anruft, daß man gegen sie nur in ihr protestieren kann, daß sie uns auf ihrem eigenen Feld nur den Rückgriff auf das Stratagem und die Strategie läßt“ (Derrida, Die Schrift und die Differenz, 61).

Auf den ersten Blick hat diese Vernunft, diese Ordnung der Vernunft immer Recht. Bei der zweiten „Lesung“ spielen die ernsthaften Postmodernen das Spiel auf doppelten Boden. Man läßt sich erstens auf das System der Argumentation ein, zweitens argumentiert man den Fall so diffizil, bis er „unentscheidbar“ und widerstreitend ist und nicht in einer „großen Erzählung“ aufgehoben werden kann (Lyotard, Das postmoderne Wissen).

Gesellschaftlich umfassende und radikale Veränderungen sind zu erfassen, allerdings nicht als Jenseits oder Nachher zur Moderne, sondern sind als in dieser schon angelegt, eingeschlossen und begründet zu denken.

Der Diskurs der Postmoderne will also nicht die simple Setzung in Form einer Behauptung einer „neuen“ Epoche, sondern eine radikalere Form der Analyse und Darstellung entwickeln, die die eingeschlossenen Schattenseiten der Moderne und ihrer Vernunft zum Vorschein bringt.

„Postmoderne ist die Moderne, … , die sich selbst aus der Distanz betrachtet statt von innen, die ein vollständiges Inventar von Verlust und Gewinn erstellt, die sich selbst psychoanalysiert, die Absichten entdeckt, die sie niemals zuvor gründlich analysiert hat, und findet, daß sie sich gegenseitig ausschließen und widersinnig sind.

Postmoderne ist die Moderne, die sich mit ihrer eigenen Unmöglichkeit abfindet; eine sich selbst kontrollierende Moderne, eine die bewußt aufgibt, was sie einstmals unbewußt getan hat.“ (Bauman, Moderne und Ambivalenz. Das Ende der Eindeutigkeit, S. 333)

Die Postmoderne kann nicht in den Kategorien bekannter einfacher Modernisierungstheorien gedacht werden, sondern als eine Form radikalisierter Aufklärung in Permanenz.

Ernsthafte Postmoderne beziehen eine Gegenposition zu der teilweise unkritischen, hedonistischen und fröhlichen Postmoderne, wie sie es vor allem in internationalen Architekturkreisen gibt. Peter Eisenman spricht, schreibt und baut gegen diese fröhliche Architektur, er schreibt Architektur.

Man spricht seither von textueller Architektur. In diesem Sinn arbeitet auch das Wiener Büro Coop Himmelb(l)au.

Die Architektur in Wien ist sehr vielfältig. Die Postmoderne hält seit gut zehn Jahren Einzug, auch in Form großer, weithin sichtbarer Gebäude.

Die postmodernen Dekonstruktivisten Coop Himmelb(l)au haben der Stadt ihre Signatur eingeschrieben, ihre „textuelle Architektur“ hinterlassen. Eine Wortfügung Derridas muß hier zur Anwendung kommen, – die Pfropfung. Diese architektonische Pfropfung zeigt besonders die Gasometer-Architektur von Coop Himmelb(l)au.

Die Gasometer von Wien sind weltweit einzigartig und am Ende des 19. Jh. errichtet worden als Architektur für die Behälter der städtischen Gasversorgung.

Diese Architektur des 19. Jh. spielt an auf große Räume und Fassaden vergangener sakraler Bauten, ist aber ein Industriebau der Moderne.

Nach der Stillegung der Gasometer in den 80er Jahren des 20.Jh. räumte man diese leer und bespielte sie mit der neu aufkommenden Techno-Musik samt Lichtarchitektur (Eichinger/Knechtl).

Nach dieser Nutzungsphase kam die Zeit für eine ernsthafte Dekonstruktion der Ideologie und der Geometrie der Gebäude.

Coop Himmelb(l)au (daneben Jean Nouvelle, Manfred Wehdorn und Wilhelm Holzbauer) dekonstruierten die Geometrie eines Gasometer und kippten diese entlang verschiedener der Analyse entwachsener Gebäudekomplexachsen nach außen, wodurch die zusätzliche Form eines neuen Gebäudes, des sogenannten Schildes, entstanden war.

Die Pfropfung ist hier also perfekt gelungen. Es handelt sich um eine geometrisch und logisch zwingende „Abformung“ des alten Gebäudes, welche die neue Form zwingend ergab, die ein Zeichen setzt und ist, das jetzt die Gasometer codiert, umkodiert. Die Pfropfung nützte das alte System samt seiner Bedeutungen und Zuschreibungen und schafft neue Bedeutungen und Zuschreibungen.

Die Gasometer stehen nach wie vor als Zeichen der Moderne, aber auch als Zeichen der Postmoderne. Der Schild, das neue Gebäude, schützt und signalisiert das alte Gebäude.

Die Kontexte des 19. Jh. bleiben weiterhin lesbar, sie werden nicht negiert, nicht gelöscht, sie werden aber überschrieben (vgl. Freuds „Wunderblock“), erzeugen dadurch neue Kontexte.

Als Betrachter sieht man sich gezwungen, längere Gedankengänge auszuführen. Die verräumlichte Zeit (vgl. Artikel zur „Dekonstruktion“) umfaßt auf diese Weise auf den ersten Blick mindestens 200 Jahre, auf den zweiten Blick gar 500 Jahre (Baugeschichte, Denkgeschichte).

Die etwas längere Ausführung ist notwendig, um zu verstehen, was hier die Dekonstruktion ist und macht. Die persische Architektin Zarah Hadid errichtet am Donaukanal ein Gebäude, das die Flußlandschaft, an der es steht, dekonstruiert, d.h. analysiert und in seine Form dekonstruierte geschichtliche Formationen der Stadt (die selbst nicht am Fluß Donau steht, sondern etwas zurückgezogen aus vernünftiger Angst vor Überschwemmungen in der Vergangenheit) aufnimmt.

Das Gebäude steht am künstlich errichteten Donaukanal und reklamiert diese ehemalige berechtigte Angst vor dem Wasser in seine eigene Bauform und schiebt sich unängstlich über das Wasser des Kanals drüber. Die Form ist zum Teil die einer Welle (Natur oder technisch physikalische Antriebswelle?).

Auch hier gibt es eine gelungene Pfropfung: die alten Stadtbahnbögen, der Fluß, das neue Gebäude als Zeichen einer zusätzlichen Kontextualisierung und einer bewußt vorgenommenen Komplizierung im doppelten Wortsinn. Der frühere Text und Kontext der Architektur bleibt weiterhin lesbar, die neue Architektur schreibt sich ein und schreibt die Kontexte und den Text der alten Architektur um.

Dies sind nur zwei Beispiele der Wiener Postmoderne im Feld der Architektur. Vienna D.C., die Bauten auf der Donauuferautobahnüberplattung bis zur Alten Donau bieten weitere Beispiele, unter anderem von Hans Hollein, Wilhelm Holzbauer und Coop Himmelb(l)au. Letztere sind Meister der postmodernen Architektur der Dekonstruktion.

Die Wiener Postmoderne ist genau wie die Wiener Moderne eine, international gesehen, relativ spät eingetretene Entwicklung, wenn man die Entstehungsdaten der real vorliegenden Objekte in Architektur, Kunst, Literatur und Musik heranzieht.

Gedanklich und konzeptuativ ist die Postmoderne schon seit den 60er Jahren des 20. Jh. in so manches Künstlerbewußtsein getreten. Die Schuld an dieser zeitlichen Differenz trägt wie so oft die gesamtgesellschaftliche Verfaßtheit und in deren Gefolge die Politik (der Verhinderung).

Coop Himmelb(l)au durften in der eigenen Stadt erst nach einer 30jährigen Vorlaufzeit ein architektonisches Objekt als postmodernes Objekt errichten. Das gleiche Phänomen ist zu konstatieren in der Musik und der Literatur.

Oswald Wiener mußte die Stadt fluchtartig verlassen in den 60ern des letzten Jh., sonst wäre er verhaftet worden wegen einer Kunstaktion (Wiener Aktionismus) im öffentlichen Raum, genauso wie Günter Brus (vormals Wiener Aktionist, heute textuelle Malerei) u.a.

Ein weiteres signifikantes Teilstück der Wiener Postmoderne ist die Tatsache, daß der einzige Verlag im deutschsprachigen Raum mit dem dezidierten Programm zu Postmoderne und Dekonstruktivismus seinen Sitz in Wien (seit 1985) hat. Gemeint ist der Passagen Verlag.

Das Museum für angewandte Kunst (MAK) hat ebenfalls seinen besonderen Ruf durch Ausstellungen vor allem zur Postmoderne erhalten. Peter Eisenman hat für die Stadt Sigmund Freuds für genau dieses Museum (MAK) eine Ausstellung zu seinem Lebenswerk konzipiert, die auch als Ausstellung dekonstruktiv arbeitet und keine der üblichen Architekturausstellungen ist (Pläne und Modelle).

Der Museumskontext wird dekonstruktiv in die Ausstellung eingeschrieben und umgekehrt. Diese so konzipierte Ausstellung ist auch eine besondere Referenz auf Sigmund Freud und seine Psychoanalyse.

Der Besucher erwandert sich Eisenmans Unbewußtes, insofern dies dekonstruiert (u.a. durch seine Architekturskulpturen) erfaßbar ist. Das Museumsquartier (Muqua) im Zentrum der Stadt wäre ein weiteres international beachtetes textuelles Architekturobjekt. Hier ist es eine Einschreibung und Überschreibung der Geschichte der habsburgischen Monarchie und des roten Wien durch die Moderne und die Postmoderne.

Eine äußerst komplexe Verschachtelung verschiedener architektonischer und politischer Ideologien, die zu dekonstruieren nicht ganz gelungen sein dürfte. Auch hier hat die Politik willkürlich und also gewalttätig eingegriffen und reduktionistisch agiert.

Die Wiener Postmoderne ist auch ganz besonders intensiv und differenziert charakterisiert durch die dekonstruktive Literatur.

Besonders hervorzuheben sind hier die AutorInnen Elfriede Jelinek, Marianne Fritz, Gerhard Anna Cončić-Kaučić und Oswald Wiener.

Marianne Fritz dekonstruiert die riesige Habsburger Monarchie auf der Folie des heutigen Österreich in einem ebenso quantitativ riesigen Romanwerk. Die Verweise in beinahe unendlicher Zahl wiederholen im Sinn der psychoanalytischen Wiederholung den permanent verlustbedrohten Österreich-Kontext.

Das kleine heutige Österreich leidet permanent an seinem Fantomschmerz durch die Amputation seines Großmachtkörpers. Die Figuren als Textpartikel agieren permanent widerspenstig und verkommen in einer Art Nestroyisierung (in Anlehnung an den österreichischen Autor Johann Nestroy, der seine Figuren so zeichnet, als handelten sie ständig wider die Vernunft, quasi aus dem Unbewußten und nicht aus einem Bewußtsein heraus).

Ein anderer Postmoderner mit sehr kritischem Potential ist Gerhard Anna Cončić-Kaučić.

Das Opus dieses Autors trägt das signifikante Merkmal der Einschreibung des sexuellen Kontextes (besonders aufwendig und intensiv sind hier die permanente semiologische und psychoanalytische Verfahrensverschränkung) in den politisch-historischen Kontext und umgekehrt.

Zustande kommt hier eine maßlose Dekonstruktion des Sexuellen durch das Politische und des Politischen durch das Sexuelle. Der Roman diffundiert und disseminiert sämtliche gesellschaftlichen Bereiche. Die Pfropfung treibt hier bis in die Silben hinein und dekonstruiert auf solche Weise sämtliche bekannten Romane sowie das Konzept Roman selbst.

Disziplinen wie wissenschaftliches Schreiben, politisches Denken, psychoanalytisches Bearbeiten werden hier an der „Vernunft“ der Semiologie entlarvt als Maskierung einer Rolle in der Gesellschaft, die zu wissen vorgeben, vernünftig zu sein, nicht zu delirieren, die jeweiligen Ziele zu kennen.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić glaubt nicht an die behauptete Vorstellung, man könne wissen, was man sagt. Dieses Was ist unberechenbar im Sinne der „différance“ (vgl.Artikel „Dekonstruktion“). Gerhard Anna Cončić-Kaučić, so könnte man sagen, betätigen unaufhörlich den „Wunderblock“ Sigmund Freuds.

Die Formensprache der Dekonstruktion in der Musik der Wiener Postmoderne ist ebenso überwältigend wie die der Literatur und die der Architektur. Olga Neuwirth muß hier in erster Linie genannt werden, aber auch ein Bernhard Lang, ein Beat Furrer, ein Clemens Gadenstätter. Das Wiener Konzerthaus lieferte schon ein paar Mal die räumlich-organisatorische Grundlage für die Zugehörbringung dieser Musik.

Die Pfropfung ist hier die quasi-Imitierung, die Verlängerung in der Zeit und die Entleerung der alten Form. Natürlich lassen sich trotzdem Analogien z. B. zu sogenannten natürlichen oder maschinenerzeugten Geräuschen denken. Das ist aber bloßer nachträglicher Diskurs und nicht die Musik selbst.

Die Töne und Tonfolgen, die Soundflächen wollen gehört werden, sie wollen qua Zuhörerohr dekonstruiert werden und wenn notwendig diskursiviert werden.

Die Schönheit des dekonstruierten Tones und seiner umseitigen Pausen (räumlich), das wäre das Ergebnis postmoderner Musik. Die Diffusion der Bedeutungen erinnert z. B. an die Romantik, aber auch an andere weltmusikliche Ausprägungen zwischen John Cage und Philip Glass und etwa Claus-Steffen Mahnkopf oder zwischen der Musik algerischer Marane und elektronischer Sounds à la DJ DSL.

Literatur

Bauman, Z.: Moderne und Ambivalenz. Hamburg 1998.

Coop Himmelb(l)au (W. D.Prix, H. Swiczinsky): Get off of my cloud. Texte 1968-1996. Wien 2000 (Passagen Verlag)

Coop Himmelb(l)au: Austria Biennale di Venezia. Klagenfurt 1996 (Ritter Verlag).

COOP Himmelb(l)au: Die Wiener Trilogie und ein Kino, Galerie Aedes, Berlin 1998.

Eisenman, P.: Aura und Exzeß. Zur Überwindung der Metaphysik der Architektur. Wien 1995 (Passagen Verlag)

Eisenman, P.: Ausstellungskatalog zur Ausstellung „Peter Eisenman, Barefoot on white-hot walls“, 15.12.’04 – 22.05.’05, hg. v. Peter Noever.

Kaučić, G.: Zum Begriff der Schrift, der Differ/a/nce, der Dekonstruktion, der Grammatologie und was ist „postmodern“, eine Serie als Einleitung in die Ökomaterie. – In: Die Grüne F Abyss. Internationale polylinguale Zeitschrift für Grüne Kultur/Politik. Wien 1989 – 1998, Heft 1, S.2-4; Heft 2, S.4-7; Heft 3, S. 4-7; Heft 4, S. 4-8; Heft 5/6, S. 4-8; Heft 7/8, S. 5-10.

CHORA L WORKS: J. Derrida and P. Eisenman/ ed. by Jeffrey Kipnis and Thomas Leeser; 1997 The Monacelli Press.

Noever, Peter: Are the Architects the Root of all evil? Los Angeles 2004.

Prix, Wolf D.(=Coop Himmelb(l)au): Architektur3. Meisterklasse für Architektur. Wien 1998 (Springer Verlag Wien New York)

LeRider,J.: Das Ende der Illusion. Wien 1990.

Trojjan, Ihab: Zur Herkunft des Begriffs POSTMODERNE, in: Die Grüne F Abyss, Internationale polylinguale Zeitschrift für Grüne Kultur/Politik, Wien 1989, Nr.2, S. 18-22.

ders. : Nachbemerkungen zu einer fundierten Textur zu den Begriffen POSTMODERNISMEN – DEKONSTRUKTIVISMEN, in: Die Grüne F Abyss, Wien 1989, Nr.4, S. 32 – 36.

Postmoderne, Wiener Postmoderne, Namen !?

Wahr ist aber vielmehr, daß es keine phonetische Schreibweise gibt und daß der Phonologismus keine Ableitung aus dem Alphabetismus ist, sondern seine privilegierte Stellung aufgrund eines Ethnozentrismus mit bestimmten kulturellen Vorstellungen und Erfahrungen bekommen hat.

Die Schrift sollte in die zweite Reihe treten und nur abbilden, was uns die Fülle des lebendigen Wortes mitzuteilen hätte und dies unmittelbar gegenwärtig halten, – sowohl dem sprechenden Subjekt wie auch dem Empfänger-Subjekt, – und dies nach Sinn, Inhalt und Wert.

Bedenkt man aber die notwendige Verräumlichung der Zeichen mitsamt der Interpunktion und der ganzen graphematischen Struktur der Grapheme mit den notwendigen Differenzen, – notwendig, um funktionieren zu können als Sinn- und Bedeutungsübermittlung und –erzeugung, – dann wird diese insgesamt phonologistische und logozentristische Logik mehr als nur merkwürdig und zweifelhaft!

Derrida entwickelte einen neuen Schriftbegriff, – die différance oder auch gramma genannt.

Das a der différance bringt daher auch zum Ausdruck, daß die Zwischenräume Verzeitlichung(!), Umweg und Aufschub, sind, mit deren Hilfe die Wahrnehmung, der Bezug zur Gegenwart, zu einem Seienden, immer differiert werden.

Das Subjekt ist so also immer abhängig von der différance, von deren Differenzsystem und deren Bewegung!

Alles Überkommene, – und sei es auch ganz neu von vor einer Stunde erst, – muß hinterfragt und bearbeitet werden. Permanent befragt und bearbeitet.

Proust, Joyce, Wollschläger, Namen, Texte, Signaturen, die sich einer Vergegenwärtigung widersetzen. Freud, Lacan, Kant, Nietzsche, Schlegel, Celan, Benjamin, Kafka, Levinas, Kofman, Deleuze, Derrida, Eisenman, Butler, Preciado, sie alle widersetzen sich einer Vergegenwärtigung.

Cončić-Kaučić, Ujvary, Federman, Pynchon, Wollschläger, …

Texte dieser Art lassen sich nicht durch festgeschriebene Regeln leiten und können nicht nach Maßgabe vorhandener Urteile beurteilt werden.

Sie, diese Werke, diese Texte verlangen nach einer Erarbeitung ihnen angemessener Kriterien, einer neuen Kriteriologie. Das gilt auch für juristische Arbeiten und deren Ableitungen in Gesetzen!

Texte dieser Art besitzen den Charakter eines Ereignisses! Anleitungen und Anspielungen an das Undenkbare, das Unmögliche! Texte ohne Zentrum! Eine Offenheit ohne Grenzen der differentiellen Verweisungen.

[[Zu Ehren und in dankbarer und trauernder Erinnerung an Domenica Sontag, die vor Jahren bei einem Autounfall unverschuldet um ihr noch sehr junges Leben gebracht worden war]]

„Es gibt viele Vorläufer des Postmodernen Romans wie Lawrence Sterne, Mallarmé, James Joyce oder auch Arno Schmidt. Dies sind Autoren, die der „Moderne“ verpflichtet sind, ja diese geradezu einläuteten.

Die Postmoderne ist ein Paradigmenwechsel, der sich ab den 50er Jahren des 20.Jh. andeutet, zuerst in der Architektur ( von Jencks bis Coop Himmelblau), danach kommt es zum sogenannten „linguistic turn“ in den Kulturwissenschaften und den Künsten.

Kennzeichen

In der Literatur ist eines der Kennzeichen ein extremer Stilpluralismus und die Verwerfung der Errungenschaften der Moderne z. B. durch Negierung der linearen Erzählformen.

Man verhält sich antinarrativ und bestreitet die Möglichkeit der „Grande Histoire“. (Fluxus, Beatnik, experimentelle Literatur, fiction collective, Aktionismus u.a.) Begriffe aus der „Psychoanalyse“ wandern in die Diskurse ein.

Schlagwörter und Begriffe wie „polymorph“ (Freud, Klein, Lacan), „rhizomatisch“ (Deleuze), „Unbestimmtheit“ (Heisenberg) und „Spur„, „Differänz“ und „Dekonstruktion“ (Derrida) bestimmen zunehmend, zuerst in den USA und dann auch in Europa das geistige Klima.

Festhalten läßt sich mit Sicherheit der Einzug der Selbstreflexion in das gesellschaftliche und literarische Geschehen (vgl. z.B. Helmut Heissenbüttel) und die Integration des psychoanalytischen Denkens (vgl. Feminismus, soziale Experimente wie Kommunen, Bsp. Mühlkommune(!), sowie Autoren wie Alfred Andersch, Arno Schmidt, Jacques Derrida, Hans Wollschläger) u.a.

Zusammenhang mit der Gesellschaft

Jede „Modernisierung“ ist ein wirtschaftlicher, technischer, sozialer und politischer Prozeß, der stets auch das kulturelle Selbstverständnis der Kollektivitäten und die subjektive Identität in Frage stellt.

Bereiche

Man beschreibt solche gesellschaftlichen Zeitphasen mit dem Begriff „Krise„.

Eine sogenannte „Modernität“ erscheint solchermaßen als das kritische Bewußtsein der von der Modernisierung verursachten Krisen.

Man spricht von den sogenannten „postindustriellen Gesellschaften“ (Alain Touraine, Daniel Bell). Ablesbar ist dieser Prozess an wirtschaftlichen, soziologischen, politischen und kulturalen Aspekten. Diese werden mit den angeführten Schlagwörtern angedeutet (vgl. oben und unten).

Die kulturelle und vor allem ästhetische Auffassung der verschiedenen gesellschaftlichen Akteure reagiert darauf und entwirft so das „Konzept“ der „Postmoderne“ (vgl. etwa Lyotard mit „Das postmoderne Wissen“ französisch :“La condition postmoderne„).

Diese postmoderne Ästhetik reagiert mit der Infragestellung der zu Konformismen gewordenen Avantgarden, etwa die Abstraktion in der Malerei, der Serialismus in der Musik, das „vernünftigeSubjekt und sein Logozentrismus in Literatur und Philosophie, der Funktionalismus in der Architektur.

Daraus ergeben sich wieder viele neue Ausprägungen wie etwa der international auftretende „postmoderne Roman„, der „Dekonstruktionsroman“ (vgl. Raymond Federman oder Oswald Wiener oder Gerhard Anna Cončić-Kaučić oder etwa die „dekonstruktive Architektur“ (vgl. etwa Rem Koolhaas oder Coop Himmelb(l)au) oder die „postmoderne minimalistische Komposition“ in der Musik (vgl. John Cage, Steve Reich oder Philip Glass u. v. a.).

Zeitliche Eingrenzung

Der Begriff „Postmoderner Roman“ oder „Postmoderne“ umschreibt viele Facetten dieses Phänomens, das viele KommentatorInnen mit der Zeit der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts beginnen lassen. Schlagwörter wie Popkultur, 68er, Ökologiebewegung, Dritte Welt, Kalter Krieg, Neue Französische Philosophie mit Namen wie Lyotard, Foucault, Lacan, Jacques Derrida und viele mehr finden Eingang in die Diskussion der Epoche Postmoderne.

Auswirkungen

In der „Neuen Französischen Philosophie“ nennt man dieses kulturelle Phänomen „mise en abyme„, was zu übersetzen wäre mit „Spiegelung“ der Spiegelung der Spiegelung.“ (D. S.)

Vertreter des Postmodernen Romans laut D. Sontag:

Wichtige Vertreter des „postmodernen Roman“ sind:

Thomas Pynchon („Die Enden der Parabel“)

William Gaddis („J R“)

Raymond Federman („Take It Or Leave It“)

Vladimir Sorokin („Die Schlange“,“Die Norm“,“Ein Roman“)

Marija Sumnina („Das K.-Monument“)

Philippe Sollers („Paradis“)

Oswald Wiener („Die Verbesserung von Mitteleuropa,Roman“)

Jacques Derrida („Die Postkarte“ u. „Glas“)

Hans Wollschläger („Herzgewächse oder der Fall Adams“)

Gerhard Anna Cončić-Kaučić, („/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/“, 1993-2007, 5 Bde., Passagen Verlag Wien)

„Dekonstruktion Roman“

Originalversion der Autorin Domenica Sontag in der deutschsprachigen Wikipedia, 2004 Dezember

Der Doppelbegriff „Dekonstruktion“ „Roman“ versucht eine besondere Variante innerhalb des Genre „Postmoderner Roman“ zu beschreiben. Die Kunstform „Roman“ hat viele Definitionsversuche erlebt. Eine der brauchbarsten Definitionen ist die von Georg Lukacs, der Roman sei eine künstlerische Form der Wirklichkeitserfassung mit der Absicht „die Totalität der gesellschaftlichen Objekte“ zu begreifen und einzubegreifen.

Der Begriff „Dekonstruktion“ meint zuallererst die mikrologisch präzise Analyse von etwas und die durch diesen Analyseprozeß geschaffene Erkenntnis „gleichzeitig“(!) in eine neue Wirklichkeitsform zu transformieren, – in unserem Fall eben in eine neue Form des Roman.

„Dekonstruktion Roman“ dekonstruiert (was auch heißt: „analysiert“) also die Realität und besonders auch die Realität „Roman“ und transformiert sich nach dem „Aufschub“ Analyse durch den Abstand „Differenz“ (z.B. verursacht durch die „Verschiebung“ in der Zeit) in eine neue Formation der „Verdichtung“ (vgl. Derridas „Begriff“ Differänz).

Die „Totalität der gesellschaftlichen Objekte“ inclusive die Realität „Roman“ immer wieder neu und mit neuem und erneuertem Wissen analysiert und bis aufs Äußerste „verdichtet“, das ist die Formel der Dekonstruktion des Dekonstruktionsroman.

Hans Wollschläger: „Herzgewächse oder der Fall Adams“, 1983. Raymond Federman: „Take It Or Leave It“, 1976. Jacques Derrida: „Glas“, 1981. Jacques Derrida: „Die Postkarte“, 1987. Oswald Wiener: „Die Verbesserung von Mitteleuropa, Roman“, 1985. Gerhard Anna Cončić-Kaučić: „/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns“, 1993, 1995, 1996, 2002. Marija Sumnina: „Das K.-Monument“, 1999.

Gerhard Kaučić, Philosophischer Praktiker, geb. 1959, Dr. phil., PP 1989 ff.

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax & Anna Lydia Huber ( geb. 1959 ) Wien ( Philosophische Praxis 1989 ff. )

Zum finalen Ausblick noch hinzugefügt,- unsererseits (= Anna Lydia Huber, Gerhard Kaučić)

Wenn wir Sprache benützen, rufen wir unweigerlich Effekte bei uns und beim Anderen hervor. Wir verwandeln uns, aber auch den Anderen und wir verwandeln das Andere, die Sprache.

Sprache ist ein Name für unser Tun, – die Handlung, die wir gerade tun, – und ein Name für das, was wir bewirken, – die Handlung und ihre Folgen.

Die Aufmerksamkeit der Dekonstruktion ist immer eingeschrieben in die vielen verschiedenen pragmatischen Anliegen und Aufgaben.

Die Dekonstruktion ist immer und überall erfinderisch(!) (vgl. Teaser und Post „Poésie engagée“ im Blogspot-Blog 2014 ff.), sonst ist (!) sie nicht.

Diese dekonstruktive Aufmerksamkeit nenne ich die philosophische Verantwortlichkeit. Nicht gefangen bleiben im Empirizismus!

Es existiert immer schon eine oratio obliqua, eine strukturelle Unbewußtheit der Intention in der Aktualität der Aussage.

Vergessen Sie nie daran zu erinnern, daß in der Sache und der Auffassung davon ein Gespenst sein Wesen treibt, –

(vgl. bes. „Signatur, Ereignis, Kontext“ von J. Derrida, in: Randgänge der Philosophie, Passagen Verlag).

Eines vermeintlichen Eigenen. „Das Eigene“ als Eigenes gibt es so(!) nie und nirgends.

Die Politik der Freundschaft ist eine schwierige.

Und die Dekonstruktion ist nachträglich und vorläufig(!).

Ich meine die Spaltung der Struktur einer Erfahrung der Zugehörigkeit, eines sogenannten „Eigenen“(!).

Zugehörigkeiten ausgedrückt in den Begriffen wie Familie, Ethnie, Nation, Religion, Staat oder sogar Beruf.

Ich muß noch kurz auf die >Verantwortung< (!) zu sprechen kommen.

Dies berührt die Subjektwerdung, die Subjektfähigkeit, also auch die Diskurse über die Grenzziehung zwischen Mensch und Tier (vgl. Teaser!).

Ich möchte hinweisen auf die allgemeine Beunruhigung in den Wissenschaften vom Menschen, wenn man eine Logik des Unbewußten anspricht oder sogar darauf setzt (wie ich z.B.).

Eine Logik des Unbewußten, die uns im Bewußtsein der Freiheit (!), die dann also immer Verantwortung impliziert, jede Gewißheit und Versicherung (auch unserer selbst!) unterläuft.

Hier wird sofort der Vorwurf laut, daß damit (mit der Inkludierung dieser Logik des Ubw) jegliche Verantwortung und Ethik in Zweifel gezogen werden würde und also jede Entscheidung (und auch ein Quäntchen Nichtentscheidbarkeit in sich bürge).

Ich sage denen, die diesen Vorwurf erheben, immer wieder, daß ja gerade das Gegenteil der Fall sei, daß doch genau dieses Faktum des Zweifels an Verantwortung, Entscheidbarkeit und einem eigenen Ethisch-Sein das unbestimmbare Wesen(!) der Verantwortung, der Entscheidung und der Ethik ausmache.

Das ist das Thema von Liebe und Haß, Frieden und Krieg, Gemeinsames und Einsames, ein Thema der Möglichkeit, Wahrscheinlichkeit und Unmöglichkeit.

Die Demokratie als philosophischer Begriff, die immerwährend im Kommen bleibt (vgl. Teaser, Blogspot-Blog 2014 ff.).

Die Gefühle des Hasses als Aporetikum, als Aporieaffekt des Demokratischen!

Vielleicht auch das Kuckucksei einer jeden Revolution?!

„Die Dekonstruktion hat notwendigerweise von innen her zu operieren, sich aller subversiven, strategischen und ökonomischen Mittel der alten Struktur zu bedienen, sich ihrer strukturell zu bedienen“ (Derrida, Grammatologie, S. 45), um schließlich den nicht strukturell zu erfassenden Praxischarakter der Wahrheit freizulegen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An-und Abwesendsein der Wahrheit, des etwas Erblickens und dadurch anderes Aus-dem-Blickfeld-Ausschließens. (H. Kimmerle, J. Derrida zur Einführung, S. 49)

Die Dekonstruktion ist und bleibt stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates. Und dies immer in der doppelten Bewegung der Différance.

Ein Text, der vielleicht aus gewohnter (binärer) These und Antithese besteht, enthüllt, wenn er dekonstruiert wird, beispielsweise eine Vielzahl von Perspektiven, die gleichzeitig vorhanden sind, – oft in Konflikt miteinander.

POSTMODERNE / WIENER POSTMODERNE TEIL I https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2020/01/postmoderne-wiener-postmoderne-teil-i_33.html

( German / English )

Wiener Postmoderne / Postmoderne Teil V https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2020/01/wiener-postmoderne-postmoderne-teil-v.html

( German / English )

Wiener Postmoderne / Postmoderne Teil V II https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.com/2020/01/wiener-postmoderne-postmoderne-teil-vii.html

( German / English )

Was und wie wäre eine angemessene Denkpraxis heute.

Der Begriff(!) Différance stellt den Menschen in gewissem Sinne in Frage und zeichnet dadurch die Geschichte des Lebens überhaupt.

Noch einmal zum Humanismus als Logozentrismus bzw Phonologozentrismus.

Derrida zeigt, daß die traditionell hierarchische Anordnung der beiden Bestandteile des Z e i c h e n s dekonstruktiv verkehrt werden muß. Bis hinein in die moderne Sprachwissenschaft wird nämlich die ideelle Bedeutung eines Zeichens, S i g n i f i k a t (die Vorstellung) genannt, dem materiellen Träger der Bedeutung, S i g n i f i k a n t (das Laut – oder Schriftbild) genannt, übergeordnet. Stets wird versucht, den äußerlichen Signifikanten, die Schrift, auf ein transzendentales Signifikat hin auszurichten.

Vgl Sie dazu:

Religion und Gesellschaft (Teil 1, Teil 2, Teil 3) https://disseminationsdjayphilpraxkaucic.blogspot.co.at/2017/04/religion-und-gesellschaft-teil-2.html

Religion und Gesellschaft https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2025/04/01/religion-und-gesellschaft/

The Religious Deconstruction https://www.philosophischepraxiskaucicundhuber.at/2025/03/11/the-religious-deconstruction/

Der Begriff(!) Différance stellt (wie schon gesagt) den Menschen in gewissem Sinne in Frage und zeichnet dadurch die Geschichte des Lebens überhaupt.

Noch einmal zum Humanismus als Logozentrismus bzw Phonologozentrismus.

Jedes Signifikat (Die Vorstellung!) befindet sich aber (laut Derrida) „immer schon in der Position des Signifikanten“ (Derrida, Grammatologie, S. 129).

Es kann keine Bedeutung geben und keinen Sinn, der der Verräumlichung und Verzeitlichung sowie dem differentiellen Spiel der Signifikantenbeziehungen entgehen könnte.

Die Schrift ist nach dieser Definition Zeichen von Zeichen, Signifikant von Signifikanten.

Mit dieser Verkehrung soll vor allem gezeigt werden, daß die Materialität des Signifikanten zum Sinn nicht etwa nachträglich und äußerlich hinzutritt, sondern umgekehrt, daß der Sinn E f f e k t einer immer schon n a c h t r ä g l i c h e n Signifikation ist. Derrida hat auf diese Weise das Verhältnis von Sprache und Schrift neuformuliert und umformuliert.

Durch Derridas Transformation des Schriftbegriffs geht dieser über den der Sprache hinaus und begreift diesen mit ein.

Aus all dem folgt ein völlig neues, weil mehrfach transformiertes Verständnis und Ereignis von T e x t.

Das Denken der Differänz/différance ist die inhärente Praxis der „Dekonstruktion“.

Es geht darum, es geht mir in meiner Philosophischen Praxis

(( und dazu gehört das Gespräch in dieser, aber auch meine/unsere Schreibpraxis vorher und nachher einer jeden Setzung / Sitzung(!) ))

immer darum, Texte

(geschrieben, gesprochen oder Darstellungen(!) z. B. technischer, künstlerischer, ökonomischer, politischer, institutioneller Art)

in ihrer inneren Struktur und in ihrem Zusammenwirken mit anderen Texten zu erfassen.

Die Texte sind nicht nur zu analysieren und zu interpretieren, sondern durch die Praxis der Dekonstruktion ihrer Konflikthaftigkeit, ihrer Aggressivität, ihrer verdeckt mitgeführten Gehalte und Intentionen zu enttarnen.

Gemeint ist die Sichtbarmachung der Doppelheit des gleichzeitigen An- und Abwesendsein(!) von Wahrheit.

Wir äußern Sätze gewollter analytischer Wahrheit und verdrängen dadurch gleichzeitig andere eventuale Wahrheits- oder Unwahrheitssätze.

Jacques Derrida beschreibt mit der Erfindung seiner D i f f é r a n c e den Prozeß des Lebens (cf. Teaser, dt. u. engl., nur in Webversion sichtbar, Blogspot-Blog 2014 ff.), in dem der Mensch ein Spezialfall ist, ein einzigartiger Fall.

Ein Zufall fast und doch ab einer gewissen zurückgelegten Strecke an Prozessen physikalischer, chemischer und dann neurologischer Art dann zunehmend stringenter, definierter, festgelegter.

Wo liegt der Grenzübergang vom Tier zum Menschen?

Das ist spannend und aufregend. Gibt es überhaupt so etwas wie eine Grenzziehungsmöglichkeit?!

Und manche Tiere besitzen sogar sogenannte menschliche Eigenschaften wie Gedächtnisinhalte, Technikvermögen, spezielles Können, Schlußfolgerungsfähigkeit, Liebe, Kommunikation u.a.! Und teilweise sogar Bewußtsein!

Jacques Derridas Phonologozentrismus bedeutet unter anderem, daß jeder Humanismus logozentristisch ist und jede Metaphysik ein Humanismus sei.

Auch wenn das bis heute die meisten Philosophen und Philosophinnen nicht gerne hören wollen.

Ich kann jetzt hier(!) nicht alles aufrollen (das geht uns immer so!), schauen Sie meine/unsere Tierphilosophie im Blog an, – lesen Sie Derridas Arbeiten dazu und achten Sie auf den „Sünden“(!) – Katalog, – meine rote Liste zur „kommenden Demokratie“! (Stichwort „Artensterben“, „Klimawandel“, … etc.; immer zu finden im Anhang eines jeden Postings in roter Schrift, engl. u. dt., Blogspot-Blog 2014 ff.).

Anna Lydia Huber, Philosophin, Feministin, Freeriderin, Radreisende, Schauen, Gustieren, Abwägen, Denken

Gerhard Kaučić, Schauen, Gustieren, Abwägen, Denken (Philosoph, Feminist, Freerider, Radreisender)

PHILOSOPHISCHE PRAXIS WIEN PHILOSOPHISCHE PRAXIS ÖSTERREICH PHILOSOPHISCHE PRAXIS OESTERREICH EUROPA

[[ In Klammern:

Cycling, end of stage, end of day, open air bathing, naturism, free body culture, experience of nudity, touching,, quality of life, love of life, joy of life, necessity of life, beautyness, aesthetics, nature, culture, friendship 

Solche Erfahrungen sind es auch, was uns nachdenklich macht. Nachdenkend, reflektierend. Reifer!

Klammern zu ]]

DR. GERHARD KAUČIĆ / DJAY PHILPRAX (JG. 1959) LEITER EINER PHILOSOPHISCHEN PRAXIS SEIT 1989

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch (im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Mise-en-Abyme ……………………………………. mise en abîme ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Abyssos …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. intertextuelle Strukturen als die „Natur“ der Sprache ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. This reason of understanding, limited by „territory“ (temporally and spatially), the image of temporary textual-configurations ( mise en abyme, picture in picture in picture…), „picture“ as a metaphor of re-flection, the picture of the mirror without tinfoil, the picture of standing behind the mirror as „standing“ in the mirror, – a mirror of distortion and performance/performation (!), a mirror of the initial transformation without origin, – a mirror, which gives the picture ( away ! ?!) for our language, – our language as graphically marked poetics of communication, – literally ! (see J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ……………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jede Lektüre

( auch „Gespräche“ müssen gelesen werden! Gehörtes ist gehört worden und in der verstehenden Verstandestätigkeit „gelesen“ worden. Aus-gelesen! Ausgewählt! Aus-sortiert! Aus der gehörten „Wirklichkeit“ er-hört und ent-hört, ver-hört, verwirklicht, verkettet, sprachverkoppelt, verlesen!, zusammen-ge-lesen!, zusammengesammelt, ver-sammelt, ge-doublet, ge-setzt, produktiv ausgelesen! )

muß erst eine signifikante Struktur produzieren.

Es gibt kein Kriterium für die Identität des Sinns eines Ausdrucks: die Interpretation wird im wissenschaftlichen Sinne eine Sache der Unentscheidbarkeit, was nicht gleich heißt, daß man sie nicht in einem passageren Einverständnis vieler LeserInnen vorübergehend quasi-fixieren und ver- und bewerten könnte und sollte. Sogenannte „Verstehens-Inseln“ temporärer Textkonfigurationen! Ver-stehen auch im Sinne von: eine kleine oder größere Gruppe von Diskurspartizipanten „steht“(!) temporär auf temporär gesichertem „Verstehens“- bzw Verständnis-Grund! ………………………………………………………. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Dieser Verständnisgrund, dieses „Territorium“ begrenzten (zeitlich und räumlich) Verstehens, das Bildnis temporärer Textkonfigurationen ( mise en abime, Bild im Bild im Bild…), „Bild“ für die Metapher der Re-flexion, das Bild vom Spiegel ohne Stanniol, das Bild vom hinter dem Spiegel stehen als in dem Spiegel „stehen“, – ein Spiegel der Verzerrungen und Performungen, ein Spiegel der ursprünglich ursprungslosen Verwandlungen, – ein Spiegel, der das Bild ab-gibt (!) für unsere Sprache, – unsere Sprache als graphisch markierte Poetik der Kommunikation, – buch-stäblich ! (Vgl. J. Derrida, La dissémination, p. 350 und passim) ………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Philosophical Practices / Politics / Disseminations …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………… Unsere Aufgabe ist es, die Diskurse der Macht, der Herrschaft, der Autorität – und jeder Diskurs impliziert Machtausübung ! – zu durchkreuzen, logothetisch ( im Sinn der Schaffung einer neuen Sprache / einer anderen Sprachverwendung / einer intensivierten Wahrnehmung / einer komplexeren Lesbarkeit ) zu disseminieren, indem wir deren Intertextualitäten, die Kreuzungspunkte vieler anderer Texte in einem jeden Text in viele heterogene Teile auseinander treiben. Der Intertextualität zugrunde liegt die Multiplizität der Codes, die grundsätzlich unbeschränkt ist. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. The intertextuality and its underlying multiplicity of codes is principally unlimited and unlimitable. The growing deconstruction – textualities and their texture of connotation are not includable or even determinable by any context. ……………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………….. More complex readability ! More complicated readability of the world ! Intensified perception ! ! ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………………………………………………………. ……….. ……….. To contact me, please use only this email: g.kaucic[at]chello.at ……… ………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Jedes Jahr ein Jubiläum / Jedes Jahr bewußt leben

Gerhard Kaučić / Djay PhilPrax, Wien ( Dr. phil. ), Philosophical Practitioner, Writer

Gerhard Kaučić,

b. 1959, Philosopher, Writer, 66, 2025

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Titel von Gerhard Anna Cončić-Kaučić bei Passagen

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON II
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen zweiter Band der Dekonstruktion von ‚Finnegans-Wake‘ gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Der Text besteht aus vielen Buchstaben, aus sehr vielen – und jeder Buchstabe ist ein ganzes Universum an Bedeutungen – mehr noch – an „Zeichen“. Jedes dieser Zeichen ist in Bezug auf sich „selbst“ und in Bezug auf alle anderen Zeichen zu setzen und zu lesen. Kein Zeichen darf nicht gelesen werden. Wie im ‚Book of Kells‘ oder den Handschriften des alten Orients in der „untergegangenen“ Bibliothek Sarajewo.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON III
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen dritter Band der Dekonstruktion von Wissenschaft und Theorie gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jaques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt. Konzis arbeitet Inspektor Sem auf dem Strich vor dem Gesetz. Telquel die Bannmeile Europa, Sucht und Seuche, Wissenschaft und Wahrheit, Mikroben, Gene, Spuren zur Autobiographie Sem Schauns.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen, sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.





Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON I
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen erster Band der Dekonstruktion von Religionen und Mythologien gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt und Hans Wollschläger fortführten, sondern sie ist Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet, entstellt.
Dieser Text schreibt in sich einen Roman, ein Gedicht, ein Epos auch. Die Geschichte ist ein Krimi rund um den Helden Sam. Eine Geschichte ein Ro man zum letzten Helden, zum ersten Helden.
„Es“ ist „Ain Traum Booch“ – wie der „Unter-Titel“ sagt. Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit allen Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

S/E/M/EI/O/N/ /A/OR/IST/I/CON IV
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON ist ein siebenbändiger Großtext, eine disseminative Lekritüre, dessen vierter Band der Dekonstruktion von Sexualität und Sexualisationsprozessen gewidmet ist. Große Literatur ist nicht einfach nur Sprache, die bis zur Grenze des Möglichen mit Sinn geladen ist, wie Ezra Pound meinte, James Joyce verwirklichte, Arno Schmidt, Hans Wollschläger und Oswald Wiener fortführten, sondern sie ist eine Schrift im Sinne Jacques Derridas, die diese Grenze ständig verschiebt, verdichtet und entstellt.
Inspektor Sem dekonstruiert Rhetoriken, Sexualanthropologien, Psychagogien, erfindet Schnittstellen, Codes von Liebesrelationen, Liebesmodellen, Geschlechterbeziehungen, decouvriert Paradigmen von Geschlechterdifferenz. Differenz zwischen Liebe und Tod.
Dieser Grenzgang durch die Felder von Literatur, Theorie, Informatik, Wissenschaft, Philosophie und Sprachen arbeitet in und mit Überlieferungen des Orients, des alten Europa, der neuzeitlichen Wissenschaften und Literaturen sowie der postmodernen Theorie.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

/S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON V
oder zur Autobiographie Sem Schauns

Reihe Passagen Literaturprogramm

Mit dem fünften Band von ‚S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns‘ erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Das „Echelon-Projekt“ repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf das Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht, Gewalt, Repräsentation, Sprache, Semiotik, Gedächtnis, Wissen, Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttl nach einer Literatur für intellektuelle LeserInnen und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida.

Gerhard-Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Schriftsteller, Wien.

In English:

CORONA WHEELING CROWNING

The leap. Leaving the book. The production, the emancipation, the liberation of writing.

……………………. Semeion Aoristicon oder zur Autobiographie Sem Schauns …………………..

……. THE SENTENCE ………. the jump ……… the set ……. the leap o f ….

I ask if Sem VI is not my / our blog composition !?!

I ask (me / us) if Sem VII is not my / our blog.

I ask if my/our blog will not be Sem VI and Sem VII?

And shall be!

Or must be?

Already is, will be or even must be and will have to be !?!

The set. The leaving of the book.

The production, the emancipation, the liberation of the writing.

Gerhard Anna Cončić-Kaučić

Semeion Aoristicon or to the autobiography of Sem Schauns

……. THE SET …….. THE LEAVING OF THE BOOK …….. !?

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Philosophical Practice weltweit … rund um die Uhr … rund um die Welt, … „face à face“, … confidential one-to-one conversation, … around the clock … around the world

Öffnungszeiten / Hours of opening:  Mo –  Do:  11 – 20 Uhr

Honorar nach Vereinbarung / Charge by arrangement

cf. Jacques Derrida, Signatur Ereignis Kontext, – in: Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 291-314 ( Französische Originalausgabe: Marges de la philosophie, Paris 1972 )

Cf. list of publications at: https://scholar.google.at/citations?user=wNUSN64AAAAJ&hl=de   

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